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Der verdrängte Christus: 9. Christus in der Geschichte

11. Juni 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

9. Christus in der Geschichte

Orgonomie 4.0

18. September 2015

Nach der Freilegung (erstens) der genital-orgastischen Funktion, (zweitens) der Entdeckung der Orgonenergie und (drittens) dem ORANUR-Experiment zeichnet sich eine vierte Phase in der Entwicklung der Orgonomie ab. Sie wird der endgültige Vernichtungsschlag gegen den faschistischen Mystizismus sein.

Tiere sind teilweise empfindlicher als die besten Meßgeräte, die die Physik zu bieten hat.

Hier kann ich eine geschlagene Stunde zusehen, wie die Ameisen durch ein Loch, das sie sich in der Schilfwand meines Hauses gebohrt haben, ihre Lasten schleppen. (…) Dann kommt ein Morgen, an dem sie sich nicht blicken lassen, obwohl vor dem Haus Proviant auf sie wartet. Sie haben, sieh mal an, schon lange erraten, sie wissen, daß es heute regnen wird, obwohl der heitere Himmel nichts darüber verrät. Nach dem Regen, da ist er noch lange schwarz und verhangen, aber die Ameisen sind bereits hervorgekrochen und machen sich emsig ans Werk: Sie wissen genau, daß der Regen vorbei ist. (Alexander Solschenizyn: Der Archipel Gulag)

In China werden Schlangen in Tierfarmen 24 Stunden am Tag gefilmt, weil die Tiere mit ihrem Verhalten sogar Erdstöße ankündigen, die bis zu 120 Kilometer entfernt sind – drei bis fünf Tage bevor das Beben sich überhaupt ereignet!

Nun, Vorahnungen, was Regen und Erdbeben betrifft, lassen sich vielleicht traditionell über die Wechselwirkung der organismischen Orgonenergie mit dem Energiefeld der Erde erklären. Aber wie ist es mit folgendem bestellt?

In der Fernsehdokumentation von Gerold Hofmann Geheimsache Atomtest Kasachstan (2004) berichtet ein kasachischer Hirte, der bis heute am Rande des Atomtestgeländes seine Schafe hütet: Damals habe er beim Weiden seiner Schafe die Wolken der explodierenden Atombomben gesehen.

Die Hunde spürten etwas, sie bellten vorher. Die Hunde fühlten, daß ein Versuch bevorstand.

Auf das gleiche Phänomen einer bioenergetischen Reaktion des Organismus unmittelbar vor Atombombentests stieß das Team von Jerome Eden, als sie den Verlauf ihres Befindens „kartierten“ und dann nachträglich mit den Daten weit entfernter Atombombentests abglichen.

Edens Erhebungen deuten auf eine Aktivität in der atmosphärischen Orgonenergie, auf die dann wiederum die Organismen reagieren. Das Orgon antwortet auf einen Atombombentest mit einer extremen Kontraktion, etwa so wie wir reagieren würden, wenn man uns mit voller Wucht in den entspannten Oberbauch boxen würde. Daß das Orgon sich weit vom Geschehen entfernt schon zusammenzieht, bevor dieser Schlag überhaupt erfolgt ist, deutet darauf hin, daß sein Funktionieren nicht auf die Dimensionen Raum und Zeit reduziert werden kann.

Das erklärt vielleicht auch „böse Vorahnungen“. Beispielweise gibt es parapsychologische Forschungen, wo ein Zufallsgenerator in, wie der Name schon sagt, zufälliger Reihenfolge neutrale und schockierende Bilder auf einen Bildschirm wirft. Der Hautwiderstand reagiert aber bei einem entsprechenden Bild bereits vorher so, als wenn der Körper genau wisse, was als nächstes kommt. Das ist auch deshalb interessant, weil Reich schon in den 1930er Jahren in seinen „bio-elektrischen Versuchen“ auf dieses paranormale Phänomen hätte stoßen können.

Noch geheimnisvoller wird es, wenn nicht Organismen die „Detektoren“ sind, sondern mechanische Gerätschaften, d.h. die Zufallsgeneratoren selbst. Man nehme den berühmtesten Fall: das Team vom Princeton University for the Global Consciousness Project stellte fest, daß „9/11“ Zufallsgeneratoren nicht nur beeinflußt hat, sondern diese Beeinflussung schon vier bis fünf Stunden vor den Angriffen auf New York und Washington begonnen hatte.

Meines Erachtens ist folgender Fall noch erstaunlicher:

Unglaublicher Zufall: In Israel sind am Samstagabend exakt die gleichen sechs Lotto-Zahlen gezogen worden wie im Vormonat. Israelische Medien berichten, insgesamt 95 Teilnehmer hätten auf die gleichen Zahlen wie bei der Ziehung am 21. September getippt: 13, 14, 26, 32, 33 und 36. Nur drei von ihnen wählten jedoch die richtige Zusatzzahl 2 – sie bekommen jeweils einen Gewinn von vier Millionen Schekel (umgerechnet etwa 800.000 Euro).
Der israelische Statistikprofessor Zvi Galula sagte der Nachrichtenseite „ynet“, die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ergebnisses binnen weniger Wochen betrage 1 zu 4.000.000.000.000. Der israelische Lottoverband beteuerte jedoch, es sei alles mit rechten Dingen zugegangen. In der „Welt des Glücks“ sei eben alles möglich, hieß es in einer Mitteilung des Verbands.

So etwas kann einfach nicht passieren, wenn unsere Welt so aufgebaut wäre, wie wir bisher angenommen haben! Es ist (bzw. wäre) schlichtweg unmöglich!

Eine „Lottomaschine“ ist nichts anderes als ein „Zufallsgenerator“, der nach ehernen mechanischen Gesetzen funktioniert, denkbar weit entfernt von allen orgonotischen Funktionen. Es ist einfach nur Unsinn zu glauben, daß das „Bewußtsein“ der israelischen Lottospieler sozusagen „telekinetisch“ (bzw. auf irgendeine Weise „orgonenergetisch“) auf den Zufallsgenerator, d.h. einzeln auf jede Kugel, eingewirkt hat. Auch wäre es ziemlich an den Haaren herbeigezogen, daß das Bewußtsein jener, die Atombombentests oder andere Anschläge planten, direkt oder indirekt auf Hunde, Menschen und Zufallsgeneratoren eingewirkt hat. Vielmehr weist alles darauf hin, daß nicht nur die physikalische Größe Masse nicht die letzte Realität ist, wie Reich mit der Entdeckung der masselosen Orgonenergie gezeigt hat, sondern darüber hinaus auch die Grundgrößen Raum und Zeit nicht so fundamental sind, wie wir bisher angenommen haben.

Konkret heißt das, daß die Orgonenergie nicht nur allgegenwärtig und alldurchdringend ist, sondern auch, daß sie einen Funktionsbereich beinhaltet, in der der Raum zwei Orte nicht voneinander trennt und die Zeit sozusagen „räumlich“ (sozusagen „gleichzeitig“) wird.

Reich wurde stark durch F.A. Langes Geschichte des Materialismus (1866) beeinflußt. Das Buch ist bis heute Pflichtlektüre jedes Studenten der Orgonomie. Der Neo-Kantianer Lange argumentierte:

  1. Der Materialismus ist die einzige wissenschaftliche Herangehensweise an die Natur. Sein Kern ist der Atomismus.
  2. Es gibt prinzipiell keine Möglichkeit mit Hilfe voneinander unabhängiger Atome das Phänomen „Bewußtsein“ zu erklären. Das Zentrum unserer Existenz und damit auch der Wissenschaft ist dem Materialismus demnach für alle Zeiten unzugänglich!

Dieses Grundproblem der Wissenschaft wäre im Grundsatz gelöst, gäbe es die Möglichkeit eine instantane Verbindung zwischen zwei separaten Bereichen des Raumes herzustellen.

Tatsächlich gab es so etwas in der klassischen „abstrakten“ Mechanik. Man nehme ein Lineal, das ein Lichtjahr lang ist. Bewegt man dieses „abstrakte“ Lineal auf einer Seite nach vorne, würde instantan die andere Seite sich ebenfalls bewegen.

Spätestens seit Einstein hat man sich darüber Rechenschaft gegeben, daß der Impuls (entgegen unserer Alltagserfahrung) natürlich mindestens ein Jahr benötigt, um das Lineal zu durchlaufen.

Dann kam jedoch die Quantenmechanik, die von Einstein hinterfragt wurde, weil sie instantane Verbindungen zuläßt. In den letzten Jahrzehnten hat es eine wachsende Zahl von Experimenten gegeben, die diese „geisterhaften“ Verbindungen, die an die oben beschriebene abstrakte Mechanik gemahnen, nachgewiesen haben.

Da wären beispielsweise die vom Konzept her auf Einstein selbst zurückgehenden „EPR-Experimente“, bei denen sich zwei Quantenobjekte, die man voneinander trennt, weiterhin so verhalten, als wären sie ein Objekt, egal wie viel Raum zwischen ihnen liegt.

Eine zweite Gruppe sind „Tunnel-Experimente“: Quantenobjekte können (aus klassischer Sicht) unüberwindliche Barrieren „durchtunneln“, was instantan geschieht, d.h. es ist, als würden sie sich gar nicht im „Tunnel“ aufhalten.

Damit ist, jedenfalls im Prinzip, jene theoretische Hürde genommen, die F.A. Lange noch als unüberwindbar erachtete.

Betrachten wir nun „bewußtseinsartige Phänomene“, etwa eine Symphonie oder einen Roman. Sie sind zwar nur eindimensionale Ketten von Signalen, aber das, was diese Sequenzen ausmacht, tritt als „nicht-lokale“ Gesamtheit in Erscheinung. Je besser es dem Komponisten bzw. dem Schriftsteller gelingt diese „Nicht-Lokalität“ herzustellen, desto höher ist die Qualität des Kunstwerks.

Ein überzeugenderes Beispiel ist vielleicht die Geschichtsschreibung. Wie in meiner Diskussion der „Christus-Matrix“ dargelegt, haben „Geschichtskritiker“, beispielsweise Anatoli Fomenko, für die die Geschichte vor dem Buchdruck weitgehend ein Konstrukt ist, ungewollt einen Faktor aufgedeckt, der den Geschichtsverlauf mit seinen nationalen Abzweigungen wie ein kunstvolles „Netzwerk“ erscheinen läßt.

Was damit gemeint ist, wird vielleicht anhand der Genetik deutlicher. Wie kann es sein, daß die Gene so aufeinander abgestimmt sind, daß sie den Aufbau und das Funktionieren derartig komplexer Gebilde steuern können? Was machte aus den DNA-Strängen in sich stimmige „Symphonien“? Wer auf die Evolution verweist, sollte erst mal deren Unwahrscheinlichkeiten erklären! Eine habe ich bereits in Zusammenhang mit der sechsten Frage der Unbeantworteten Fragen der mechanistischen Wissenschaft vorgestellt.

Für die Orgonomie stellt sich zusätzlich die Frage, woher die genetische Information in Protozoen und anderen Mikroorganismen stammt, die durch Reorganisation von bionös zerfallendem Gewebe entstehen.

„Genetische Netzwerke“ scheinen durch alle Tier- und Pflanzenstämme hindurch wirksam zu sein. Der Systembiologe Edward Marcotte (University of Texas in Austin) fand fast gleiche Genabschnitte in den unterschiedlichsten Organismen.

So beeinflussen Gene, die beim Menschen mit der Entstehung von Brustkrebs zu tun haben, das Geschlecht der Nachkommen von Würmern; Erbgutabschnitte, die bei Pflanzen die Wahrnehmung der Schwerkraft steuern, stehen beim Menschen in Zusammenhang mit einer Erbkrankheit, und was bei Mäusen den Bildung von Blutgefäßen lenkt, kann auch über das Wachstum von Hefezellen bestimmen.

Schließlich denke man auch an das Phänomen der Synchronizität, bei der vollkommen unzusammenhängende Dinge unerwartet einen Sinnzusammenhang herstellen. Unvermittelt verhält sich die materielle Realität wie „Geist“.

Bewußtsein ist ein Ausdruck derartiger „Mechanismen“ in unserem Kopf. Es hat wenig mit der Bewegung von Orgonenergie zu tun, sondern ist vielmehr ein Phänomen, das der „absoluten Rigidität“ der klassischen Mechanik überraschend nahe steht. Entsprechend ist es kein Zufall, daß sich die Orgonomie mit der Erklärung beider Phänomene (Bewußtsein und Mechanik) so schwer tut – sie sind „dem Lebendigen“ so fremd.