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Orgonomie und Metaphysik (Teil 25)

17. Januar 2022

Was Nikolai Levashovs und Richard Blasbands „Fernheilungen“ betrifft, paßt dies an sich sehr gut zu Überlegungen über die Nichtlokalität des Orgons. Vielleicht erfolgt die Heilung ja über Synchronizität: der Heiler stellt sich auf den Kranken ein, was dann eine energetische Wirkung hervorruft ohne eine direkte energetische Überlagerung, ohne einen energetischen Strom. In der Quantenmechanik ist diese „magische“ Nichtlokalität schon lange nachgewiesen. Und David Bohm bringt dies eng mit dem Bewußtsein in Zusammenhang, das untrennbar mit dem Beobachteten zusammenhängt (Die implizite Ordnung).

Ich sehe darin nur das organische Wachstum einer Wissenschaft. Schließlich hat auch die Quantenphysik die Galilei-Newtonsche Physik nicht ungültig gemacht, aber es wäre wohl kaum zu einer vernünftigen Physik gekommen, wenn man sich zu früh mit der geisterhaften Quantenwelt befaßt hätte. Irgendwie haben die Mystiker durch die Quantenphysik gegenüber den Mechanisten recht behalten, aber dies heißt noch lange nicht, daß die Mystiker damals recht hatten. Wahrheit ist eine Funktion der Zeit.

Blasband wird allen derartigen Argumentationen entgegenhalten, daß der „mind“ das orgonomische Paradigma sprengt und man deshalb zu einer umfassenderen funktionellen Wissenschaft vordringen muß, die auch solche geistigen Phänomene mit in sich schließt. Aber dies ist nicht ohne, denn von Anfang an hat zuerst die Psychoanalyse, dann die Sexualökonomie und schließlich die Orgonomie praktisch nichts anderes getan als vorgeblich „überweltliche“ Phänomene zu erklären. Und ausgerechnet jenes Buch Die kosmische Überlagerung, von dem Blasband behauptet, in ihm sei Reich an die äußere Grenze des orgonomischen Paradigmas angestoßen – ausgerechnet dieses Buch ist der krönende Abschluß dieser binnenweltlichen Erklärung. Es ist ein eklatanter Mißbrauch ausgerechnet daran die Arbeit von Jahrzehnten an Aufklärung sprengen zu wollen. Das ist ungefähr so, wie wenn man aus Nietzsches abschließendem Buch Der Antichrist ableitet, Nietzsche sei ein Christ gewesen – was wirklich ständig passiert; oder aus Freuds Moses-Buch, daß Freud doch an Jahwe geglaubt hat.

Was ich mit „Geist“ meine, verkörpert nichts besser als die Musik. Schopenhauer hat einmal gesagt, der Musiker spräche die höchste Wahrheit in einer Sprache, die seine Vernunft nicht versteht, ähnliches sagt auch Robert Harman (R.A. Harman: „Perception and Consciousness“, Journal of Orgonomy, 26(2), 1992). Aber spricht dieses spontane und doch „vernünftige“ Handeln für oder gegen Blasbands „primordiales Bewußtsein“? Bei (absoluter) Musik, etwa einem indischen Raga, kann man sich schlichtweg gar nichts vorstellen: es ist hörbare Mathematik. Trotzdem, oder grade deshalb, ist es der unmittelbarste Ausdruck von Stimmungen, Emotionen und Sexualität (= Überlagerung).

Blasband hat ja recht, wenn er daran erinnert, daß auch Reich gesagt habe, daß in der Orgonenergie so etwas wie ein zielstrebiges Bewußtsein enthalten sei. Aber andererseits war dies ja auch Nietzsches Punkt, daß so etwas wie „Willen“ in jeder Kraft sei – und trotzdem kann sich Harman mit vollem Recht gerade auf Nietzsche berufen.

Es ging Nietzsche darum die Dualität von äußerer („Energie“) und innerer („Bewußtsein“) Welt im Begriff des „Willen zur Macht“ aufzuheben. Harman beruft sich ganz zu Recht auf Nietzsche, um das Bewußtsein in seiner Bedeutung herabzudrücken – einem Nietzsche, der das Bewußtsein, bzw. den „Willen“ zum Kern der Natur erklärt hat.

Daß Blasband nicht ganz in der Wahrheit ist, sieht man allein schon daran, daß er so tut, als hätte Reich das, was er an ihm so liebt, nämlich Die kosmische Überlagerung („The Rooting of Reason in Nature“), am Ende seiner Laufbahn geschrieben, sozusagen als Reichs Lebenswerk krönenden Vorverweis auf Blasband, vielmehr hat Reich es aber schon 1951 veröffentlicht und verfaßt hatte er es schon Mitte der 1940er Jahre. Auf außerkörperliche Bewußtseinsphänomene ist Reich aber auch schon 1941-42 bei seinem Schizophrenie-Fall und gar schon in den 1930er Jahren bei seinen bioelektrischen Experimenten gestoßen. Es ist nicht gerade etwas Neues oder etwas was wie ein in die Zukunft weisender Leuchtturm isoliert im Reichschen Werk steht! Und auch Elsworth F. Baker hatte schon gesagt, es käme zwischen ihm und dem Patienten zu einem telepathischen Kontakt und auch er würde eine Bewußtseinsqualität im Orgon wahrnehmen.

Besonders wenn man durch die Nacht wandert und der Wind durch die Baumwipfel streicht, merkt man, daß etwas Lebendiges in der Luft ist, von dem auch Reich sprach und daß er besonders dramatisch im ORANUR-Experiment beobachtet hat. Verglichen mit diesem lebendigen Seufzen des Windes (das in den letzten Jahren abgestorben ist, wie E.F. Baker behauptet hat) ist Blasbands „universales Bewußtsein“ tot. Und auch Blasbands „Essenz“ ist, wie alle derartigen Konzepte, etwas zutiefst Geschlechtsloses, ein blutleeres, geschlechtsloses Abstraktum.

Blasband beruft sich auf folgende Äußerungen Reichs: „Da das ‚Selbst‘ nur eine kleine Einheit organisierter kosmischer Orgonenergie ist, ist diese volle Selbstwahrnehmung – tiefer gesehen – ein Schritt in der funktionellen Entwicklung der kosmischen Orgonenergie an sich“ (Die kosmische Überlagerung, S. 126f, Übersetzung verbessert). „Die Entdeckung kosmischer Orgonenergiefunktionen im Menschentier kann durchaus ein entscheidender evolutionärer Schritt vorwärts sein in Richtung auf eine funktionelle Einheit im Strom der kosmischen und intellektuellen Entwicklungen, in der alle Widersprüche aufgehoben sind“ (ebd., S. 134). Auch Konia gibt dies zu: „Reich drückt die Idee aus, daß eine subjektive, wahrnehmende Funktion irgendwie in der kosmischen Orgonenergie selbst existieren muß.“ Dem hält Konia dann aber entgegen: „Die Interaktion zwischen unbelebten Systemen (z.B. zwischen zwei Bionen oder zwischen einer Wolke und einem Cloudbuster) kann auf der Grundlage rein physikalischer Prozesse verstanden werden, wie z.B. gegenseitige Anziehung und Abstoßung oder orgonotische Erregung mit Energiefluß vom niedrigeren zum höheren Potential. Wir können nicht davon ausgehen, daß die Wahrnehmung, wie wir sie verstehen, auf diesen primitiven Organisationsebenen existiert“ (Konia: „The Perceptual Function“, Journal of Orgonomy, 18(1), 1984, S. 87). Das Problem ist nun aber, daß „mutual attraction, repulsion, and orgonotic excitation“ psycho-biologische Begriffe sind und exakt auf das verweisen, was Reich vom das Bewußtsein im kosmischen Orgonenergie-Ozean behauptet!

Wenn sich Blasband auf Reich beruft, daß ja schon im Orgon (im Unterbau schlechthin) Bewußtsein sei, kann ich nur sagen, daß dies auf einem grundlegenden Mißverständnis beruht, der dadurch entsteht, daß er im englischen Sprachraum großgeworden ist: während im idealistischen deutschen Sprachraum der Begriff „Wille“ (und selbst der „Geist“, also Blasbands „mind“ und „consciousness“!) eher mit den „irrationalen“ Trieben gleichgesetzt, sozusagen vom Solar plexus her interpretiert wurde (z.B. Schopenhauer und selbst Hegel, die ja beide zur Romantik gehörten), wird das gleiche Begriffsfeld im rationalistischen franko-englischen Sprachraum ganz hirnzentriert im Sinne von „willentlicher, gedanklicher Steuerung“ gebraucht. Wie deutsch doch die Orgonomie ist…

Die deutsche Bedeutung von „Wille“ erstreckt sich auch auf Hegels „Geist“, der dem „Orgon“ näher steht als dem englischen „mind“ oder selbst „spirit“. Wenn Reich also dem Orgon „Bewußtsein“ zuspricht, impliziert dies für Reich selbst etwas ganz anderes als für den englisch denkenden Blasband. Für Reich gehört es noch ganz zum triebhaften Unterbau in Übereinstimmung mit Freud und Marx. Nix mit „Neuem Bewußtsein“!

In „Zur Trieb-Energetik“ führte Reich 1923 aus, wie im Trieb Geistiges (Engramme) und Körperliches (Motorfunktion) untrennbar miteinander verbunden sind (Frühe Schriften, Köln 1977). Und in seinem Artikel „Orgonotic Pulsation“ von 1944 (Orgonomic Functionalism Summer 1991, S. 40f) widerspricht Reich der Meinung, daß man nur dem Menschen „Seelisches“ und die „Wahrnehmung“ zusprechen könne, vielmehr kann man aus biophysikalischer Sicht keine Grenze finden, bei der Wahrnehmung zur Pulsation hinzutreten würde. Da die Quantität einer biologischen Erregung mit der Qualität der Wahrnehmung korreliere, seien biologische Erregung und psychische Wahrnehmung funktionell identisch. Deshalb tauche mit der ersten plasmatischen Expansion und Kontraktion schon die Wahrnehmung auf. Auf der anderen Seite gäbe es keinen Hinweis darauf, daß auch die nichtpulsatile, nichtlebende Materie wahrnehme, ohne Pulsation gebe es keine Wahrnehmung – und umgekehrt.

Nach Konia („The Perceptual Function“, Journal of Orgonomy, 18(1), 1984) sind die beiden folgenden orgonotischen Formationen funktionell identisch:

  1. Entgegen der mechanistischen „Neuronenlehre“, in der das Neuron als „Schaltelement“ die kleinste funktionelle Einheit des Zentralen Nervensystems ist, gibt es in der Nervenzelle bestimmte „neuroplasmatische Flecken“, die Zentren orgonotischen Funktionierens sind. Dies entspricht den Bionen, die in der Orgonomie die Zellen als kleinste funktionelle Einheiten ersetzen. Spontan erzeugen diese „Flecken“ orgonotische Impulse und sind so die erste Stufe der Strukturalisierung der Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie, die in der Formation des Zentralen Nervensystems endet. Ebenso strukturieren sich auch Sinnesreize die zu energetischen Engrammen führen durch Änderungen in der neuronalen Eiweißsynthese und bestimmter Eigenschaften der neuronalen Zellmembranen und Synapsen.
  2. Der Medizinstudent Reich wurde von R.W. Semon beeinflußt, demzufolge Sinneseindrücke zu permanenten Veränderungen in den Nerven führen würden. Diese Engramme (Spuren) ermöglichen nach Semon die Assoziation und Erinnerung und sie gehen ins Erbgut ein. Alle Engramme zusammen bilden die Mneme, d.h. das biologische Gedächtnis. Konia geht nun davon aus, daß in den Zellen die Gene den „neuroplasmatischen Flecken“ entsprechende Zentren „plasmatischer ‚Erinnerung’“ bilden. Sie sind auch, auf einer primitiveren Ebene, Strukturalisierungen der orgonotischen Wahrnehmungsfunktion.

So sind neuroplasmatisches und genetisches Funktionieren in der Orgonenergie konfundiert. Dies zeigt sich auch darin, daß beide von ihr geordnet werden. Panzert sich z.B. das okulare Segent zu stark (z.B. bei Schizophrenie), wird der Orgonenergie-Metabolismus so schwer geschädigt, daß sich sowohl die psychischen Funktionen, als auch die Anatomie der Neuronen auflösen und Unordnung entsteht. Im Drogenrausch, der Meditation und in Reichianischen Therapien wird dies verbrecherischerweise hervorgerufen.

So werden unser „Geist“, unsere „neuroplasmatische Erinnerung“ und unsere Gene von der Orgonenergie erzeugt und bestimmt. Das Gehirn und das Erbrezept sind nicht die „Zentralregierung“, sondern das Protoplasma und die orgonotischen Funktionen sind das Bestimmende.

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. e. Gedächtnis, Gravitation und Synchronizität (Fortsetzung 1)

10. Januar 2022
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. e. Gedächtnis, Gravitation und Synchronizität (Fortsetzung 1)

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. e. Gedächtnis, Gravitation und Synchronizität (Fortsetzung)

8. Januar 2022
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. e. Gedächtnis, Gravitation und Synchronizität (Fortsetzung)

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. e. Gedächtnis, Gravitation und Synchronizität

6. Januar 2022
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. e. Gedächtnis, Gravitation und Synchronizität

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. c. Die koexistierende Wirkung (Fortsetzung 1)

31. Dezember 2021
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. c. Die koexistierende Wirkung (Fortsetzung 1)

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. c. Die koexistierende Wirkung (Fortsetzung)

29. Dezember 2021
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 9. Antischwerkraft. c. Die koexistierende Wirkung (Fortsetzung)

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Die Entdeckung des Orgons und die UFO-Forschung

27. Oktober 2020

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Die Entdeckung des Orgons und die UFO-Forschung

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Die Lebensenergie am Rande der Wissenschaft

3. Oktober 2020

 

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Wahrheit und Wirklichkeit (Teil 2: die fundamentale Ebene)

7. Juli 2020

Willkürlich greife ich ein entsprechendes Erlebnis aus ziemlich vielen heraus. Aus dem Zusammenhang gerissen erwähnte jemand im Büro mir gegenüber einen „Problemkunden“, Herrn xyzabz. Alles andere als ein gewöhnlicher Name! Wir unterhielten uns humorvoll über ihn, und dabei ging ich zum Fenster auf der anderen Seite des Büros und schaute auf die Straße hinunter. Ich sah (zum ersten Mal in meinem Leben) dort unten auf dem großen städtischen Platz ein Auto eines Beerdigungsunternehmens mit der großen Aufschrift „xyzabc“ auf dem Rückfenster. Wir alle waren völlig verblüfft. Es war ganz so, als ob „das Universum“ einen (wirklich passenden!) „Kommentar“ zu unserem Gespräch über Herrn xyzabc abgeben würde! Von dem astronomischen Zufall ganz zu schweigen!

Irgendetwas „stimmt“ nicht mit der Realität selbst. Das ist auch der Grund, warum Verschwörungstheorien bei mir nicht so gut funktionieren. „Ist es nicht bemerkenswert, daß zur Zeit und am Ort des JFK-Attentats, bei 9/11 usw. dieses und jenes geschah?!“ „Nun ja…“ Es gibt einen Bereich jenseits von oder, besser gesagt, neben Ursache und Wirkung. Etwas, das eng mit dem Bewußtsein selbst verbunden ist. Und auch das Bewußtsein ist etwas, das von Ursache und Wirkung getrennt ist. Wie Dr. Robert A. Harman aufgezeigt hat, hat dieser Bereich etwas mit kosmischer Überlagerung, Schwerkraft usw. zu tun, mit KOORDINIERUNG jenseits von Raum und Zeit.

Reich wurde beeinflußt von Kant (über F.A. Lange), Hegel (über Marx/Engels) und Platon (gewissermaßen über Freud: Eros, Thanatos, die Triebe, Ödipus usw. sind platonische Ideen, wie in Jungs Archetypen deutlich wird; siehe auch, was Freud über sein Konzept der „Libido“ und Platon schrieb). Alle drei verbinden Bewußtsein und Realität auf einer fundamentalen Ebene. Wie Kant betonte, muß es etwas „Transzendentales“ geben, damit wir überhaupt etwas über die Realität verstehen können (siehe auch Leibniz‘ „prästabilierte Harmonie“), nach Hegel bewegen sich Realität und Bewußtsein nach ein und denselben Regeln und nach Platon ist die Wirklichkeit bloßer flacher Schatten „überwirklicher“ mehrdimensionaler Ideen.

All dies wird verdaulicher mit Nietzsches Vision der ewigen Wiederkehr des Gleichen, die impliziert, daß dein Ich/Selbst/Bewußtsein eine Illusion ist: wir sind das Universum, was bedeutet, daß dieser Moment unseres Bewußtseins mit diesem Moment des gesamten Universums identisch ist. Wir sind keine „freischwebenden Geister“, sondern gehören in einem grundlegenderen Sinne hierher, als wir uns das jemals ausmalen könnten. Und in Momenten der „Synchronizität“ erkennen oder vielmehr ahnen wir schwach etwas von einer Überrealität, die tiefer ist, als jede ach so tiefgründige Religion je erfassen könnte. „Tiefer“ im Sinne des berühmten Nietzsche-Gedichts!

Synchronizität ist letztendlich mit der Kosmologie verbunden, die man auf den Kampf mit Paradoxa, etwa das Olbers’sche Paradoxon, reduzieren kann… Gegenwärtig habe ich das Gefühl, daß dieser Kampf darauf hinausläuft, das ich die Beziehung zwischen relativer Bewegung und koexistierender Wirkung nicht verstehe. Ich kann Geschichte, Entwicklung usw. verstehen (Heraklit) und ich kann „Existenz“ (Parmenides) verstehen, aber es ist nicht einfach, sie miteinander zu verbinden.

Historisch wurde dies durch strömende Atome gelöst (Demokrit), die der Vorläufer der Orgonenergie sind (siehe Äther, Gott und Teufel). Aber dies war offensichtlich nichts weiter als ein billiger Kompromiß, der nichts wirklich löste. Reich versuchte voranzukommen, indem er alle mechanischen Konzepte hinter sich ließ und sich ausschließlich auf die Bioenergetik konzentrierte, mit dem Psychiater als dem ultimativen Naturwissenschaftler. Womit wir wieder am Anfang dieses Beitrags wären… Wir haben bisher nicht mal annähernd verstanden, was die Wirklichkeit „wirklich“ ist!

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 7

5. März 2019

orgonometrieteil12

7. Orgonomie 4.0