Posts Tagged ‘politische Religion’

Adolf Obama

16. August 2013

Reich hat geschrieben, daß Hitler gewählt wurde, da sein Auftreten paßgenau zur durchschnittlichen Massenstruktur der deutschen Bevölkerung paßte. Ähnliches läßt sich heute über den narzißtischen Kindmann Hussein Obama sagen.

Die Erforschung der massenpsychologischen Wirkung Hitlers mußte von der Voraussetzung ausgehen, daß ein Führer oder der Vertreter einer Idee nur dann Erfolg haben kann (…), wenn seine persönliche Anschauung, seine Ideologie oder sein Programm an die durchschnittliche Struktur einer breiten Schicht von Massenindividuen anklingt. Dann ergibt sich die weitere Frage, welcher historischen und soziologischen Situation diese Massenstrukturen ihr Entstehen verdanken. So verlegt sich die Fragestellung der Massenpsychologie aus der Metaphysik der „Führerideen“ in die Wirklichkeit des gesellschaftlichen Lebens. Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit massenindividuellen Strukturen breiter Kreise zusammenklingt, kann ein „Führer“ Geschichte machen. Und ob er endgültig Geschichte macht oder nur vorübergehend, hängt einzig und allein davon ab, ob sein Programm in der Richtung des fortschreitenden gesellschaftlichen Prozesses liegt oder sich dagegen anstemmt. (Die Massenpsychologie des Faschismus, S. 53)

Obwohl sie zu denkbar unterschiedlichen Zeiten auftraten, Hitler in der autoritären Gesellschaft, Obama in der anti-autoritären Gesellschaft, sind die Gemeinsamkeiten doch verblüffend. Beide haben in ihrem Leben nie gearbeitet. Beide hatten ein sehr fragwürdiges Sexualleben. Beide kommen buchstäblich aus dem Nichts bzw. haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um ihre Herkunft zu verschleiern. Beide haben einen sehr eindringlichen Redestil, der sie unmittelbar mit den Massen verbindet. Bei Obama fühlt man sich an einen Prediger der Nation of Islam erinnert. Beide stehen für eine „politische Religion“: Es gibt Hoffnung! It can be done!

Hitler verkörperte den damaligen Kleinbürger mit dessen widersprüchlichen Position zwischen allen Stühlen. Einerseits der Horror vor dem Proletariat, in das man abzusinken drohte („der jüdische Bolschewismus“), andererseits die Rebellion gegen das Großbürgertum, das etwa mit Großkaufhäusern, die eigene Existenz gefährdete („das jüdische Finanzkapital“). Zusammengehalten wurde das entsprechende widersprüchliche Weltbild mit Verschwörungstheorien: „Die Welt ist anders als sie scheint!“

Der Führer des deutschen rebellierenden Mittelstandes war selbst Beamtensohn. Er berichtete selbst über einen die kleinbürgerliche Massenstruktur spezifisch kennzeichnenden Konflikt, den er durchzumachen hatte. Sein Vater wollte ihn zum Beamten machen, der Sohn rebellierte aber gegen den väterlichen Plan, beschloß, „unter keinen Umständen“ Folge zu leisten, wurde Maler und geriet dabei in Armut. Aber neben dieser Rebellion gegen den Vater blieb die Hochachtung und Anerkennung seiner Autorität bestehen. Diese zwiespältige Einstellung zur Autorität: Rebellion gegen die Autorität mit gleichzeitiger Anerkennung und Unterwerfung, ist ein Grundzug jeder kleinbürgerlichen Struktur am Übergang von der Pubertät zur völligen Erwachsenheit und besonders ausgeprägt bei materiell eingeschränkter Lebensführung. (ebd., S. 54)

Obama verkörpert etwas ähnliches: einerseits die Rebellion gegen die lokalen Autoritäten, als da wären Eltern, Lehrer, Polizei, lokale Behörden, Mitmenschen, die auf Rücksichtnahme und gutes Benehmen pochen, etc. und andererseits die Sehnsucht nach einer zentralen Autorität. Die „Rebellen“ rufen ständig nach neuen staatlichen Regularien, möglichst auf Bundeseben, besser europaweit oder, ihr Traum, weltweit über verbindliche UN-Beschlüsse. Auf diese Weise soll „das System“ (hinter dem letztendlich natürlich „die Zionisten“ stecken) in Schach gehalten und schließlich überwunden werden. (Das verhaßte „System“ ist natürlich nichts anderes als die Arbeitsdemokratie!)

Die grotesken Gestalten der Musikbranche mit ihrer todschicken rebellischen Aufmachung symbolisieren alles, was zu dieser Form von, man verzeihe mir den Ausdruck, „anti-autoritärem Faschismus“ zu sagen ist: kommerzialisierte gestylte Pseudorebellion, bei der sich keiner mehr traut, eine eigene Meinung zu haben und sich für mutig hält, wenn er mit der breiten Masse marschiert, Dummheit, Verblödung, billige Manipulation, Charakterlosigkeit, MTV.

Einem Filmkritiker ist neulich aufgefallen, daß die jungen Schauspieler in amerikanischen Filmen alle gleich aussehen: leere puppenhafte Gesichter ohne Individualität, konturlos, hohl, wie geklont. Sie verkörpern jene Generation, die Obama an die Macht gebracht hat. Sie ist entstanden durch Rebellion (Streben nach Freiheit) ohne Verantwortung für irgendetwas zu übernehmen, nicht mal fürs eigene Leben.

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Wider das liberale Pseudochristentum!

27. April 2013

Friedensbewegte, gutmenschliche Christen gefallen sich vor allem in drei Dikta, die mit äußerster moralischer Verve vertreten werden:

  • Du sollst nicht töten!
  • So dir jemand auf die rechte Wange schlägt, halte ihm auch die linke hin!
  • Liebe deine Feinde!

Pazifismus wird bis auf die selbstverleugnende Spitze getrieben, Idiotie zur Tugend. Nur leider hat das nicht das geringste mit der Botschaft vom Berg Sinai und der Bergpredigt zu tun!

„Du sollst nicht töten!“, ist schlichtweg eine Fehlübersetzung des „Du sollst nicht morden!“ Selbstverständlich kann ein Jude oder Christ im Krieg einen gegnerischen Kombattanten oder einen zum Tode verurteilten töten, ohne irgendeine Sünde zu begehen!

Jemand auf die rechte Wange schlagen, bedeutet ihn mit dem Handrücken der rechten Hand zu schlagen, was in der Antike Ausdruck äußerster Verachtung war. So wurde Sklaven signalisiert, daß sie der letzte subhumane Dreck sind, mit denen man sich buchstäblich nicht die Hände (die Handflächen) dreckig macht. Jemanden „auch die linke Wange hinhalten“, ist also nicht Ausdruck masochistischer Unterwerfung (eine Todsünde für ein Geschöpf Gottes!), sondern ganz im Gegenteil die Aufforderung einem auf Augenhöhe zu begegnen.

Und was schließlich die Feindesliebe betrifft, ist das eine Aufforderung zur Selbstdisziplin, denn seine Freunde zu lieben, ist wahrhaftig keine große Kunst! Es ist die Aufforderung, innerlich stark, objektiv und klar im Kopf zu bleiben und nicht vom Gegner innerlich „besessen“ zu sein.

Man sieht sofort, daß sich hier ein ganz andersgeartetes Christentum herausschält, als das, was uns die liberalen Pseudochristen verkaufen wollen, die den Glauben an Gott mit dem Glauben an eine humanistische Moral vertauscht haben.

Tatsächlich sind sie nicht mal „liberal“. Es sind Pseudo-Liberale, deren Ziel es ist, dem Feind, d.h. dem Teufel, zum Sieg zu verhelfen, sei dies nun in Gestalt des Kommunismus oder des Islamismus. Sie treten hyperchristlich auf, sind aber in Wirklichkeit Wölfe im Schafspelz. Ich habe mich mit dieser Thematik bereits an anderer Stelle beschäftigt.

Zum Schluß ein sehr interessantes Zitat aus einer Arbeit des Theologen Karl Dienst über Das Ende des Protestantismus: Moral als Religionsersatz?:

Die durch [den Moralismus] produzierte kollektive Vorstellung der Wertlosigkeit, ja der Gefährlichkeit der Werteprinzipien der solchermaßen beschädigten Personen und auch ihrer nationalen Gemeinschaft erzeugt und fördert eine masochistische Moral, den Selbsthaß. Ihre Modalitäten sind unaufhörliche Schuldbekenntnisse und Bußrituale, die persönliche und auch nationale Selbsterniedrigung und die Bereitschaft zu unbegrenzten Wiedergutmachungsangeboten. Der Kriegsgeneration bleibt dann nur noch die Alternative, als Verbrecher oder als politische Dummköpfe zu erscheinen, die schleunigst Buße zu tun hat. Der Frankfurter Psychologieprofessor Fritz Süllwold spricht als Folgen von solchen Schuldkomplexen und Selbsthaß „affektive Denkhemmungen“ an, die eine „drastische Reduktion des Aufmerksamkeits- und Auffassungsumfangs und dementsprechend erhebliche Einbußen bei der Informationsaufnahme und Informationsintegration“ bewirken und wie „kollektive Verblödungen“ erscheinen.

Was hier beschrieben wird, ist nichts anderes als die künstliche Erzeugung okularer Panzerung durch Sprachregelungen.

Was wir mit den Grünen, „Kirche von unten“ und anderen derartigen Bewegungen erleben, erlebten unsere Vorväter in den 1930er Jahren angesichts der politischen Religion Nationalsozialismus und einem vor moralischer Inbrunst innerlich brennenden Hitler:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=fdUfZRTz9zM%5D

In der antiautoritären Gesellschaft (und der Nationalsozialismus war in vieler Hinsicht ein Vorläufer der antiautoritären Gesellschaft!) wird Religion politisiert und Politik wird zum sinnstiftenden Religionsersatz.