Posts Tagged ‘Infantilität’

„to emote“

5. Mai 2019

Ich stimme Claus zu, möchte aber mit Theordore Dairymple ergänzen: „We lieve in an age of emotionnal intontinence, where they who emote the most are believed to feel the most.

Dieses kindische und „hysterische“ Ausagieren von in jeder Hinsicht unangebrachten „Emotionen“ ist tatsächlich die Flucht vor der Emotion. Diese Ausbrüche über Nichtigkeiten zurückzuhalten, würde zum Ausbruch authentischer, „eigentlicher“ Emotionen führen, etwa eine tiefe Traurigkeit, Angst, Wut, etc. Es können natürlich auch tiefe Emotionen, etwa „mystische Sehnsucht“, als Ersatzkontakt mißbraucht werden, um dem konkreten Alltag und seinen emotionalen Herausforderungen zu entfliehen. Man denke nur an nationalistische oder religiöse Ergriffenheit. Es ist eine Art von „Emotionskrämerei“ entsprechend der „Wahrheitskrämerei“, von der Reich sprach. In jedem Fall tritt der Ersatzkontakt an die Stelle des Kontakts. Du weinst beispielsweise beim Tod eines Filmhelden, doch das Leiden der Menschen in deiner Umgebung oder gar in deiner Familie läßt dich kalt. Man kann sich ausmalen, was für ein Tollhaus Laien-„Therapeuten“ erzeugen können, denn derartige „Emotionen“ lassen sich denkbar einfach hervorrufen, gehören sie doch heute geradezu zum guten Ton. Das Gegenmittel ist nicht etwa Seneca und der Stoizismus, wie im obigen Video angedeutet wird, sondern das Ertragen und der Ausdruck von echten Emotionen. Als Kind pflegte ich zu lachen, wenn sich meine Mutter verletzte, etwa einen Stromschlag erlitt. Ich konnte einfach den ganzen Terror meiner wahren Empfindungen nicht ertragen. Heute flüchtet sich eine ganze Gesellschaft in diesen Eskapismus, einen bizarren Zirkus aus „Fun“ auf der einen Seite und auf der anderen aus ebenfalls infantiler Rührseligkeit, Sentimentalität, Gefühlsseligkeit und natürlich „Betroffenheit“, d.h. mit dem Kopf fühlen und dem Bauch „denken“:

Oder zurück nach Amerika:

Kinder an der Macht (Teil 2)

30. Oktober 2016

Die ganze Infantilität der westlichen Politik zeigt sich bei der Frage der „Gerechtigkeit“.

Ist es nicht ungerecht, daß wir im Wohlstand leben, die südlichen Länder im Elend? Länder, bei denen aus rein genetischen Gründen, der durchschnittliche IQ bei 90, 80, gar 70 (sic!) liegt, können durch keine Entwicklungshilfe der Welt jemals prosperieren oder gar eine Demokratie entwickeln. Das ist so und wird sich niemals ändern lassen. Die natürliche Auswahl, „die Evolution“, ist ungerecht.

Ist das Erben nicht ungerecht? Wir arbeiten, um zu überleben und um das Erwirtschaftete an unsere Nachfahren weiterzugeben. Sehe ich in den Spiegel, erblicke ich mit zunehmendem Alter immer deutlicher meinen Vater, meine Mutter, meine vier Großeltern. Für „mich“ bleibt kaum Platz! In uns leben unsere Ahnen fort, wir sind sie, und alles, was sie geschaffen haben, gehört uns und sonst niemandem! Nur Kinder glauben, sie wären aus dem Nichts auf die Welt gefallen und seien „Individuen“. Ist es etwa „ungerecht“, daß meine Vorfahren mir ihr gutes Aussehen und überragende Intelligenz vermacht haben?

Muß der Staat nicht für Gerechtigkeit sorgen? Die infantilen Halunken von Links kämpfen immer gegen den „Überwachungsstaat“, also gegen die einzige rationale Funktion des Staates, nämlich den Schutz der Bürger, sind aber wie blind dafür, daß wir mit den Steuerbehörden bereits in einem Orwellschen Alptraum leben. Muß ich dir wirklich erklären, warum „Steuergerechtigkeit“ eine Absurdität ist?

Kinder an der Macht!