Posts Tagged ‘Kontrollverlust’

Die andere, tödlichere Pandemie

1. August 2020


Die gefährlichste Seuche überhaupt.

Die andere, tödlichere Pandemie

Bigfoot und Ea (Teil 2)

11. Mai 2014

Bevor erneut Jerome Eden zu Wort kommt, einige eigene Gedanken zum Thema:

  1. stellt sich natürlich die Frage, warum man sich überhaupt mit einem derartig peinlichen Thema beschäftigt. Weil genau diese Themen die entscheidenden sind, um weiterzukommen. Reich hatte keine Scheu als „Orgasmusforscher“ dazustehen. Immer wenn deine Mitmenschen süffisant und herablassend werden, weißt du, daß du einen wunden Punkt bei ihnen getroffen hast und sie nur ihre Angst kaschieren wollen.
  2. stellt sich dann die Frage, was dann ausgerechnet an „Bigfoot“ so beängstigend sein soll. Wie beim UFO-Phänomen haben wir jede Menge Beobachtungen durch beliebig ernstzunehmende Zeugen, Photos bzw. Fußabdrücke, aber wirklich nichts, was greifbar wäre, etwa einen Knochen oder auch nur einen Kothaufen. Das Phänomen scheint sich außerhalb der gewöhnlichen Realität zu bewegen. Es entzieht sich unserer Kontrolle, was soweit geht, daß wir es nicht einmal auch nur klassifizieren können. „Kontrollverlust“ ist das Stichwort.
  3. gehören Bigfoot und ähnliche Phänomene in genau jenen Bereich des Schemen- und (Alp-) Traumhaften, in dem sich auch UFOs bewegen – mehr wie Gedanken, als wie Dinge. Siehe dazu meine entsprechenden (wahrscheinlich selbst „schemenhaften“) Ausführungen in Ea und die Wellenfunktion.

Jerome Eden im EDEN BULLETIN (Vol. 7, No. 2, April 1980, S. 14f), der hier m.E. teilweise am Problem vorbeidiskutiert:

Beim Umgang mit dem Unbekannten, vor allem, wenn es beängstigend ist, gibt es in uns allen die starke Tendenz, das Geschehen mit dem in Übereinstimmung zu bringen, mit dem wir umgehen können. Ein sehr erschreckendes Ereignis kann oft in einem tiefen Schock enden, zu Bewußtseinsverlust führen oder in Amnesie münden. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn UFO- und Bigfoot-Forscher Ereignisse im Sinne von „psychischen Phänomenen“ diskutieren oder davon reden, sie ereigneten sich in einer „parallelen Realität“. Ich behaupte, daß eine 2 bis 3 m große haarige, stinkende Kreatur mit glühenden Augen und ungeheuren Kräften ausreicht, den tapfersten Mann vor Angst beben zu lassen.

Dennoch gibt es Aspekte dieser Phänomene, die so stark an das „Unglaubliche“ und „Bizarre“ grenzen, daß selbst erfahrene Forscher in den Mystizismus abtauchen, um „Antworten zu finden“. In seinem ausgezeichneten Buch Situation Red (Doubleday & Co., New York 1977) zitiert Leonard Stringfield, für den ich den größten Respekt hege, andere Forscher über Bigfoot. Stringfield nimmt mehrere aussagekräftige Fälle, bei denen Menschen leistungsstarke Waffen auf Bigfoot abgefeuert haben, der daraufhin „in einem grellen Lichtblitz“ verschwand, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen!

Deshalb glauben einige, daß „Parapsychologisches“ einbezogen werden müsse. Wenn „Parapsychologisches“ etwas „spirituelles“ oder „übernatürliches“ bedeutet, muß ich sagen, Nein! Bigfoot hinterläßt Spuren. Bigfoot jagt und frißt. Bigfoot schreit, reißt Hühner auseinander und hebelt Türrahmen aus. Bigfoot blutet, wie wir gesehen haben. Bigfoot „antwortet“ auch auf UFOs. Bigfoot ist wiederholt in Bereichen gesehen worden, in denen Viehverstümmelungen vorgenommen wurden. Und Verstümmelungen sind keine „psychischen“ Phänomene.

Womit sind wir dann konfrontiert? Wie ich immer wieder in weiten Teilen meiner Schriften zum Thema UFOs gesagt habe – sind wir mit einem Gegner konfrontiert, der der klassischen Wissenschaft der Erde technologisch weit voraus ist.

Wenn unsere Wissenschaftler in der Lage sind über Holographie dreidimensionale Bilder zu projizieren, sind die Raumfahrer, die die UFOs kontrollieren, sicherlich in der Lage, nach Belieben was, wo und wann zu „projizieren“. Das könnten leicht auch „Bilder“ von Bigfoot sein, die in einem Lichtblitz verschwinden. (Ich meine nicht, daß alle Sichtungen von Bigfoot „Holographen“ sind.)

Lassen Sie uns aber nicht die physischen, greifbaren Fakten vergessen. „Jemand“ scheint verschiedene Organe von ausgesprochen körperlichen Rindern zu benötigen. UFOs wurden auch oft über verschiedenen menschengemachten elektrischen Energiequellen gesichtet, um diese anzuzapfen. Sie brauchen also unsere Energie. Es wurde auch beobachtet, wie sie unser Wasser genommen haben. Sie brauchen also Wasser.

UFOs und Bigfoot in „eine parallele Wirklichkeit“ abzuschieben, impliziert daher, daß sie irgendwie nicht wirklich sind im Hier und Jetzt! Sie als „psychische Phänomene“ zu bezeichnen, bedeutet sie außerhalb der erlaubten menschlichen Realität und Verstehensmöglichkeit zu versetzen.

Die heutige Wissenschaft und deren Befürworter sind einfach seltsamen, glühenden Lichtern nicht gewachsen, die am nächtlichen Firmament pulsieren, durch den Himmel springen, jetzt hier, jetzt dort, und dann plötzlich „verschwinden“. Ebenso ist die heutige Wissenschaft und deren Befürworter großen, haarigen Zweibeinern nicht gewachsen, die nicht zu fangen sind, keine oder nur wenige Spuren hinterlassen und eine Intelligenz zutage legen, die größer ist, als die der Wissenschaftler selbst. Wie wird die klassische Wissenschaft dann mit diesen Ereignissen fertig? Sie verarbeitet sie, indem vorgegeben wird, daß (A) „sie nicht existieren“ oder (B) sie „psychische“, d.h. mystische oder irreale Phänomene beinhalten müssen, ähnlich „Halluzinationen“.

In der Zwischenzeit werden weiter Tausende und Abertausende sehr reale, sehr lebendige und sehr teure Rinder verstümmelt. Durch „übersinnliche“ Phänomene? Einem kleinen Kind wird von „psychischen Phänomenen“ kein Schlag versetzt! Der Türrahmen eines Ehepaares wird nicht durch „psychische Phänomene“ zertrümmert! [Eden bezieht sich hier auf vorher im Text erwähnte Fälle.]

Die Wahrheit der Sache ist, daß die klassische Wissenschaft und deren Vertreter vollkommen aufgeschmissen sind, verloren, auf Granit stoßen und einfach nicht weiterwissen.

Der Ausweg aus dieser frustrierenden „Sackgasse“ liegt in den neuen Erkenntnissen über energetische Phänomene, das Wissen von der kosmischen und biologischen Energie, die von Dr. Wilhelm Reich entdeckt wurde – die Entdeckung der Orgonenergie.

Der Raum ist nicht leer. Dr. Wilhelm Reich hinterließ der Menschheit einen riesigen Schatz an wissenschaftlichen Kenntnissen über die kosmische Orgonenergie, die den gesamten Raum ausfüllt. Wenn die klassische Wissenschaft mit Erscheinungsformen von bioenergetischen Phänomenen konfrontiert wird, liegt die einzige Antwort darin, solchen Phänomenen „psychische“ oder „außerweltliche“ Realitäten zuzuschreiben. Die klassische Wissenschaft kann nichts verstehen, was nicht mechanisch ist. Der Mensch ist deshalb der Meister der Maschinen geworden, bleibt aber hilflos gegenüber bioenergetischen oder atmosphärisch-energetischen Phänomenen: „Es gibt sie nicht!“

UFOs gibt es aber ganz sicher. Bigfoot existiert mit Sicherheit. Definitiv gibt es überall in unserem Land verstümmelte Rinder. Und langsam, allzu langsam, sieht sich die klassische Wissenschaft gezwungen, energetische Phänomene zu bewältigen, – die sie hilflos als „psychisch“ oder „nicht-existent“ charakterisieren muß. (…)

bigfootsjoke

Wilhelm Reich und die „Schulwissenschaft“ (Teil 2)

26. November 2011

Wenn sich ein Wissenschaftler hoffnungslos verrennt, ist es vollkommen gleichgültig, wie seine Theorien geartet sind. Wenn er sich einmal zu einer Theorie durchgerungen hat, wird sie festgehalten ohne jede Rücksicht auf neue Fakten. Es ist „der Kleine Mann“ in Aktion, der halsstarrig an einer einmal gefaßten Meinung festhält. Er leidet unter einer extremen Angst vor Kontrollverlust (letztendlich Orgasmusangst). Würde seine Theorie widerlegt werden, wäre das für ihn wie ein Weltuntergang. Um das zu verhindern, werden charakteristischerweise ausufernde, alle Grenzen sprengende Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt und so jedes Gegenargument prophylaktisch entwertet.

Ein schönes Beispiel sind die absurden Theorien der Impfgegner, die mit einer unglaublichen Aggressivität vertreten werden. Hier ein Beispiel:

Ich erwähne das hier, weil ich ab und an mit diesem Unsinn behelligt werde. Nun gut, vielleicht ist nicht alles Unsinn, einzeln genommen, sind die Punkte sogar zu einem Gutteil stichhaltig, aber insgesamt hat man es nicht mit Wissenschaft, sondern mit Ideologie zu tun. Dazu eine sehr gute Analyse hier.

Theorien werden populär, weil sie ganze Gruppen vor dem Kontrollverlust bewahren. Man denke nur an den Antisemitismus, der die mit der Moderne einhergehenden Umbrüche erklären sollte. Hitlers Antisemitismus hatte den Anspruch „wissenschaftlich“ zu sein. Der Germanist J.P. Stern hebt hervor, daß der deutsche Antisemitismus, wie er in Mein Kampf niedergelegt ist, „mit der ganzen Autorität und Überzeugungskraft einer einheitlichen und allgemeingültigen Erklärung, eines veritablen Denksystems präsentiert“ wird – „in einer Zeit, die nach Systemen und einheitlichen Erklärungen dürstet“. Weiter führt Stern aus:

Für Freud beispielsweise war „wissenschaftliche Arbeit“ identisch mit systematischer Ausarbeitung einer wiederum einzelnen Einsicht; das gleiche gilt für die Lehren von Weininger, Spengler, Klages und vielen anderen; jedes dieser Lehrgebäude entspringt einem Apercu, jedes wird wie eine Naturwissenschaft vorgetragen, keines ist verifizierbar. (Stern: Der Führer und das Volk, München 1978, S. 187f)

Wie sieht es in diesem Zusammenhang mit Reichs Orgonomie aus? Seine Aussage, er habe „nur eine einzige Entdeckung gemacht: die Funktion der orgastischen Plasmazuckung“ (Äther, Gott und Teufel, S. 3), auch nur ein Bonmot mit einem unendlich langen Kommentar?

Tatsächlich sprach Freud, sprachen die Kommunisten und schließlich auch „kritische Mitarbeiter“ Reichs davon, er fröne seinem „Steckenpferd“ und blende dabei alles aus, was nicht passe. Reichs Gegenargument, das er in Äther, Gott und Teufel und anderen Schriften entwickelt hat, ist denkbar einfach: seine Gegner präparieren ständig irgendwelche isolierten Gegebenheiten und Gegensätze aus der Wirklichkeit heraus, etwa voneinander unabhängige „Partialtriebe“ oder „Klassengegensätze“; sie entwerfen Therapieansätze, in denen einem isolierten Teilaspekt eine alles bestimmende Bedeutung zugeschrieben wird, während Reich vom gemeinsamen Funktionsprinzip ausgeht. Beispielsweise kann man sich nur an den Kopf fassen, wenn „Reichianische“ „Körpertherapeuten“, die irgendein Element der Orgontherapie herausgegriffen haben und drum herum ein ganzes „therapeutisches System“ aufgebaut haben, Reichs „Wissenschaftlichkeit“ in Frage stellen. Einem Mann, dessen Leitmotiv war, daß „jeder irgendwo Recht hat“, ideologische Verblendung vorhalten zu wollen, ist willkürliche Krittelei, keine ernstzunehmende Kritik.

In vielem ähnelt Reichs Ansatz dem von Einstein, der auch nur einen einzigen Gedanken ausgewalzt hat, die Feldtheorie. Interessanterweise straucheln beide Theorien am gleichen Problem: EPR, d.h. daran, daß der Raum bzw. eine „Raumenergie“ unmöglich die letzte Realität sein kann. Einstein scheiterte an der Quantenmechanik und Reich am Phänomen „Geist“ (vgl. das letzte Kapitel von Die kosmische Überlagerung). Ich habe das an anderer Stelle diskutiert.

Ganz abgesehen davon, daß es sich bei ihr um eine Naturwissenschaft handelt, die mit Experimenten und Beobachtungen steht und fällt, eignet sich die Orgonomie denkbar schlecht zur ideologischen Orientierung, da bei ihr das „Unsichere“ und die Bewegung im Mittelpunkt stehen.