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Der Falschnachrichtenbrief

30. März 2019

Hier und auf Facebook wurde mir nicht ganz ohne Berechtigung vorgeworfen, ich würde sozusagen „Fake News“ verbreiten. Ich hatte etwas verlinkt und mit einem Kommentar versehen, der offensichtlich die Bedeutung des Verlinkten maßlos überzeichnete, wenn nicht vollkommen entstellte. Spätestens seit den Amtsantritten von Orban, Trump und Salvini wird das Libertären und Konservativen ständig vorgehalten: daß sie mit derartigen Entstellungen, Übertreibungen und Verzerrungen die öffentliche Meinung manipulieren „wie einst Hitler und Goebbels“. Das Problem ist, daß unsereins wie der Frosch im Kochtopf ist. Wir sehen, daß die Herdplatte angestellt ist, fühlen, daß die Wassertemperatur langsam steigt, doch die „öffentliche Meinung in der Küche“ redet davon, daß das Wasser viel zu kalt sei und daß das mit dem Kochherd eine wilde Verschwörungstheorie sei.

Reich stand Anfang der 1930er Jahre und 20 Jahre später vor dem gleichen Problem: Wie den Deutschen klarmachen, daß sie unausweichlich in den schwarzen Faschismus reinschlittern? Wie den Amerikanern, daß sie es mit dem roten Faschismus zu tun haben? Reich versuchte in Die Massenpsychologie des Faschismus zu zeigen, wie sich der Faschismus ganz unspektakulär in unbeachteten Alltäglichkeiten festsetzt und von dort aus seine ungeheure Dynamik gewinnt. Nur so war erklärlich, daß sich das rote Berlin, das gesamte rote Preußen, Hitler ergab. Alle machten sich lustig, als Reich in Amerika die rotfaschistische Verschwörung gegen ihn offenlegen wollte. Heute ist die gesamte akademische und mediale Welt in kommunistischer Hand. Und sie reden ganz offen und wie selbstverständlich von Umerziehungslagern für Identitäre, Libertäre und Konservative.

Man muß einen Blick dafür entwickeln, wie sich das Große aus dem ganz Kleinen entwickelt bzw. wie das heutige ganz Kleine auf das zukünftige Große verweist. Es sind die Schulhefte deines Kindes, die, wenn man nur genauer hinschaut, voller Marxistischer und Islamistischer Propaganda sind. Es sind die mahnenden Worte deines Pastors, die zu Toleranz und Unterwerfung aufrufen. Es sind die Fernsehkrimis, wo immer die Unternehmer und „die Weißen“ die Bösewichter sind. Es geht um das alltägliche niedrigdosierte Gift. Wer auf es hinweist, steht als Idiot da, der (Orwell läßt grüßen) alles aus dem Zusammenhang reißt, aufbauscht und Fake News verbreitet. Eine flächendeckende und lückenlose rote Indoktrinierung unserer Kinder? Lächerlich! Bringt man Beispiele vor, wird man hämisch ausgelacht. Desgleichen beim Thema schleichende Islamisierung und Umvolkung! Von der systematischen Ausmerzung der deutschen Kultur, die mit der Rechtschreibreform angefangen hat, will ich erst gar nicht reden: sie wurde EXPLIZIT eingeführt, um den Schülern das Lernen zu vereinfachen… Wie dumm muß man sein, um den Zusammenhang mit der Umvolkung nicht zu sehen!

Wie Reich in Was ist Klassenbewußtsein? dargelegt hat, setzt die Lebensfeindlichkeit („die Reaktion“) bei Dingen an, die uns als klein und unbedeutend erscheinen. Auf diese Weise wird den Nationen der Nationalstolz ausgetrieben, den Frauen die Weiblichkeit, den Männern die Männlichkeit, den Christen ihre Christlichkeit, etc. Alle Eigenschaften werden – das Eigene selbst wird förmlich „ausgewaschen“. Das sieht man nicht zuletzt an der Sprache. Die Veränderungen sind schleichend, so daß jeder dumm dasteht, der diese Entwicklung mit Beispielen exemplifizieren und illustrieren will.

Warum ist das so? Weil Geschichte, d.h. die wahre Geschichte, die Geschichte, die wirklich zählt, nichts anderes ist als die Entwicklung der organismischen Orgonenergie in den Massenindividuen. Es geht um „charakterologische“ Vorgänge, die langsam und unbemerkt, sozusagen „im Vegetativum“ verlaufen. Der „offizielle“ Geschichtsgang, wie er in der Tagesschau gezeigt und an den Universitäten verfolgt wird, ist im Vergleich dazu nur oberflächlicher Firlefanz (siehe dazu Reichs Menschen im Staat). Das heißt hier nicht ohne Grund „Nachrichtenbrief“! HIER (und in unzähligen anderen Blogs und Facebook-Seiten weiterer einfacher Menschen) wird die Wirklichkeit widergespiegelt und nicht in den idiotischen Massenmedien.

Orgonomische Facebook-Seiten seit der Trump-Wahl

15. November 2016

Grier Sellers (Institute for Orgonomic Science) will angesichts des Trump-Siegs nach Kanada oder Neuseeland auswandern. [PN: Typischerweise wollen diese ach so antirassistischen Progressiven stets in homogen WEISSE Länder auswandern, während sie selbst gar nicht genug von braunen illegalen Einwanderern aus dem Süden haben können… Und was ist ihr gesellschaftliches Ideal? SKANDINAVIEN!]

Conny Huthsteiner (Orgontherapeutin, Institute for Orgonomic Science) hatte nach der Wahl einen Gast, der wütend darüber ist, daß die Leute in den Straßen demonstrieren. Obama und Clinton seien, so der Gast, dafür verantwortlich. Trump selbst sagte das „Berufsdemonstranten“ von der Presse manipuliert seien. Huthsteiner hat keinerlei Verständnis für diese immense Blindheit ihres Gastes und für Leute, die Trump rechtgeben: man müsse, so Huthsteiner, sich gegen Trump wehren und dessen Präsidentschaft verhindern! [PN: Kommunisten! Rote Faschisten – die sich mit dem Namen „Reich“ schmücken!]

Jim Strick (Wilhelm Reich Infant Trust) und Grier Sellers verlinken eine Petition, daß die Wahlmänner Hillary zum Präsidenten ernennen sollen, im Namen des nationalen Interesses und der Mehrheit der Wähler. [PN: echte Demokraten!]

Stephan Simonian (Orgontherapeut, Institute for Orgonomic Science) zeigt ein Video, in dem Hillary-Anhänger einen Trump-Anhänger aus seinem Wagen zerren und brutal zusammenschlagen. [Simonian ist Bernie Sanders-Anhänger und ein Beispiel dafür, daß nicht alle Linken pestilente Charaktere sein müssen!]

James DeMeo über die Braunhemden der demokratischen Partei, die durch die Straßen ziehen und Trump-Anhänger zusammenschlagen. [PN: DeMeo ist einer der ganz wenigen „orgonomischen“ Nicht-Linken außerhalb des American College of Orgonomy.]

Conny Huthsteiner ist restlos fertig mit den Nerven: sie hat einen Artikel gelesen, wie Trump ein 13jähriges Mädchen vergewaltigt hat. [PN: Behauptungen, die ohne jede Substanz sind. Die gleichen Leute sind vollkommen blind gegenüber den Wikileaks-Enthüllungen, etwa über die für Ermittler eindeutig pädophile Geheimsprache in den Emails von Hillarys Wahlleiter Podesta.]

Grier Sellers verlinkt einen Bericht über ein Gesetz, wie man Trump doch noch stoppen könne. Grier Sellers: das ist einen Versuch wert!

Conny Huthsteiner verlinkt einen Dokumentarfilm, der zeigt, wie das Kapitalistenschwein Trump rücksichtslos alles niedergewalzt hat.

In einem Kommentar schreibt Conny Huthsteiner, Trump scheine ein wütender Mann zu sein, der droht Leute zu verklagen, sie einzusperren, sich zu rächen. Sie habe immer gehofft solange zu überleben, bis sie den Großen Weltfrieden erleben könne. [PN: Die „Religiosität“ der Linken – die „Erlösung“ im Diesseits…]

Conny Huthsteiner verlinkt einen Beitrag, wonach Trump nur von einem Viertel der Bevölkerung gewählt wurde. Man solle das nie vergessen! [PN: so als wenn das bei Hillary anders gewesen wäre…]

Eine neue Landkarte, mit der liberalen Westküste der USA und dem liberalen Nordosten als Teile Kanadas. Conny Huthsteiner gefällt die Karte: „das könnte klappen“. Grier Sellers kommentiert: man solle Texas und die anderen Staaten des Südens an Mexico zurückgeben. [PN: Linke: immer auf der Seite der Gegner des Vaterlandes, charakter-strukturelle Verräter. Solchen Leuten die Orgonomie zu überlassen…]

Conny Huthsteiner verlinkt einen Zeitungskommentar, man solle Trump keine Chance geben, die er nicht verdient hat.

Renata Reich Moise [die Tochter von Eva Reich] verlinkt einen Artikel, daß Seattle „Gay Conversion Therapy“ verboten hat. Moise fordert das gleiche für Maine. [PN: Man könnte, wenn man böswillig ist, auch die Orgontherapie als „Gay Conversion Therapy“ betrachten…]

Stephan Simonian verlinkt einen Bericht, wo Bernie Sanders seine Anhänger aufruft, mit der Gewalt aufzuhören. Simonian: „YES“. [PN: Wie gesagt: Linkssein geht nicht in jedem Fall mit Emotioneller Pest einher!]

Grier Sellers verlinkt das Video eines Gebets, in dem für Trump gebetet wird. Hand auf ihn gelegt wird, um den Heiligen Geist auf ihn zu lenken. Sellers Kommentar: „Disgusting!“ [PN: ich bin mir sicher, daß er jedes nicht-christliche Ritual nicht als „widerlich“ betrachten würde!]

Jim Strick verlinkt einen Beitrag, wo es darum geht, die Autokratie einer Trump-Präsidentschaft zu überleben. Das dazugehörige Banner: Love Trumps Hate. [PN: diese Leute platzen fast vor Haß, tragen aber Liebesbanner. Nun, das ist Emotionelle Pest. Genau das!]

Stephan Simonian verlinkt einen Bericht über Unterstützer von Bernie Sanders, die die demokratische Partei übernehmen wollen. [PN: die Demokraten in den USA werden zusehends zu einer offen sozialistischen Partei, was in der anti-autoritären Gesellschaft gleichbedeutend mit ROTEM FASCHISMUS ist.]

Renata Reich Moise verlinkt einen Bericht über einen ehemaligen Indianerhäuptling in Maine, der rassistisch bedroht wird. Einer von vielen Fällen seit der Wahl. [PN: die USA vor dem Einbruch des Nationalsozialismus! Um zu sehen, daß die wirkliche Gefahr von links kommt, muß man funktionell denken können statt platt moralistisch!]

Grier Sellers verlinkt, daß Trump auf ein Gehalt als Präsident verzichtet. Sellers Kommentar: er könne das Gehalt doch zumindest an seine „vielen Opfer“ spenden! [PN: die Boshaftigkeit des Kleinen Mannes!]

DeMeo berichtet, daß der Kommunist und islamische Terror-Unterstützer Keith Ellison, Mitglied des Repräsentantenhauses, wohl neuer Vorsitzender der Demokraten werden wird.

Der Trump-Hasser Peter Robbins [orgonomischer UFO-Forscher] verlinkt einen humoristischen Bericht: die Pakistaner behaupten, Trump wäre in Pakistan geboren worden. [PN: jetzt soll Trump mal merken, was Obama von Rassisten wie ihm widerfahren ist. Witzig, aber – wir wissen wirklich alles über Trump, doch praktisch nichts über Obama. Aber einen „UFO-Forscher“ interessiert das nicht weiter…]

Renata Reich Moise berichtet von einem Vorfall, wo eine Frau in Maine Propaganda-Material des Klu Klux Klan mit einer Plastiktüte voller Steine auf ihrer Auffahrt gefunden hat…

Jim Strick reitet eines seiner Steckenpferde: die globale Erwärmung. Er verlinkt Scientific American, daß Trump einen Klimaskeptiker (sic!) die Umweltbehörde EPA wird leiten lassen.

James DeMeo über das Vorgehen im Vereinigten Königreich gegen konservative und libertäre Netzseiten: George Orwell läßt grüßen.

Stephan Simonian verlinkt ein Video von Julian Assange, wie die Demokraten Bernie Sanders betrogen haben.

Zu einem Bericht der New York Times, der vom Aufstand der „Zivilgesellschaft“ gegen Trump handelt, meint Philip Bennet (Gesellschaftswissenschaftler, Institute for Orgonomic Science), daß Trump in einem Jahr ohnehin zurücktreten müsse, „impeachment“. In einem Kommentar dazu hat Renata Reich Moise die Idee, daß Millionen von Frauen ihm bzw. Vizepräsidenten Pence ihre gebrauchten Tampons zuschicken und andere „Guerrilla-Taktiken“ anwenden. [PN: kein Kommentar!]

Grier Sellers verlinkt einen Bericht aus dem linksradikalen Daily Kos über die Reaktion der Deutschen auf Trump: sie hätten bereits alles 1933 durchgemacht und jetzt die USA…

Philip Bennett ist begeistert von Stephen Colbert, einem ultraliberalen Fernseh-Komiker, der vor der Wahl Trump als Nazi zeichnete und jetzt wieder: der große Diktator als Präsident der USA.

Trump und Hitler

22. Oktober 2016

Liest man die Facebook-Einträge der traurigen Gestalten in Amerika, die sich als Schüler Reichs gerieren, „aber“ ständig gegen Trump herziehen… Sie entblöden sich nicht, ständig Hitler an die Wand zu malen und Die Massenpsychologie des Faschismus hervorzukramen. Der einzige Unterschied zwischen Trump und Hitler sei, daß ersterer ständig den Clown spielt. Es zieht einem die Schuhe aus!

Was stört sie wirklich? Daß Trump das Leben liebt und männliche Virilität ausstrahlt? Daß bei Trumps riesigen Versammlungen die Menschen mitgerissen werden, während sie bei Hillarys vergleichsweise winzigen Zusammenkünften beinahe einschlafen? Ist es vielleicht die Orgonenergie selbst, die vegetative Erregung der Massenzusammenkünfte, die sie nicht ertragen können? Die ihre hirnzentrierte, „liberale“ Charakterstruktur, die stets mit einem anämischen Energiesystem einhergeht, nicht ertragen kann!

Können sie die Farmer, Kleingewerbetreibenden, Handwerker, Militärs und Arbeiter nicht ertragen, die Trumps Wahlveranstaltungen bevölkern? Die haben durchweg eine vollkommen andere Charakterstruktur als sie! Erschreckt sie die Rohheit der „Arbeitssphäre“, etwa die von Zimmerleuten und Bauarbeitern, zwischen denen Trump aufgewachsen ist? (Wie es da zugeht, wird sehr schön in Clint Eastwoods Arbeiterepos Gran Torino gezeigt)

Merken sie gar nicht, was für erbärmliche Gestalten sie sind, wenn sie Hitler hervorkramen und Reich mißbrauchen, um mit ihrer Lebensangst (ORGASMUSANGST) fertigzuwerden? Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.

Die politische Idiotie in der Orgonomie

2. Oktober 2016

Ich kann es nicht lassen, die Facebook-Beiträge von Amerikanern, die außerhalb des American College of Orgonomy (ACO) stehen, über mich ergehen zu lassen. DeMeo ist die einzige Ausnahme, der Rest ist einheitlich für Hillary, ein paar für die Kandidatin der Grünen Partei. Das rechtfertigen sie mit ihrem Kampf gegen den „Faschismus“, den Trump angeblich verkörpert, vor allem aber „sexualökonomisch“, d.h. mit Themen wie Frauenrechte, Empfängnisverhütung und Abtreibung, Schwulenrechte, Mutterschutz, etc. Hinzu kommt der „Klimaschutz“ und allgemein der Schutz der Umwelt.

Diese Argumente zielen ins Leere, denn „rechte“ Orgonomen wie Baker, Mathews und Konia haben sich ausdrücklich und radikal von Konservativen distanziert, wenn es um die Bereiche Sexualität, Religion und Umweltschutz geht. Aber warum dann doch realiter immer konservative Politiker unterstützen? Weil es getreu des Reichschen Diktums darum geht Politik selbst als Krankheit zu sehen, d.h. Politik an und für sich in Frage zu stellen.

Von jeher haben Konservative Politik stets auf ihren rationalen Kern beschränken wollen, d.h. schlicht auf die „Staatskunst“: Sicherung der Grenzen, der Infrastruktur und das ständige Bemühen, die Gewaltenteilung aufrechtzuerhalten. Linke hingegen wollten stets weit mehr als reine Staatskunst, nämlich stets „Gesellschaftspolitik“, d.h. ideologische Gleichschaltung durch den Staat (etwa den „Kampf gegen Rechts“), die Sozialstaatsidee, etc. Mit anderen Worten die Durchdringung der gesamten Gesellschaft mit der Emotionellen Pest, die mit staatlicher Gewalt ihre Ziele durchsetzt. Plötzlich werden die Grenzen geöffnet, die Staatskassen für arbeitsscheues Gesindel geplündert, deine Kinder lernen in der Schule alles über „Analverkehr“ und du selbst stehst mit einem Bein im Gefängnis, wenn du eine Meinung kundtust, die vor wenigen Jahren noch Mainstream war. Und diese „orgonomischen“ Idioten unterstützen das alles, damit weiter Millionen Ungeborene zerhackt und abgesaugt werden dürfen, der Islam sich auf Kosten des Christentums ausbreiten kann und die Landschaft mit Vogelschreddern verschandelt wird … Und das alles im Namen von „Wilhelm Reich“!

Um der Idiotie die Krone aufzusetzen, sagen sie dir dann noch voll Entrüstung ins Gesicht, daß ja schließlich gerade doch das ACO politisch sei. Sie sind charakter-strukturell unfähig den Unterschied zu sehen, weil ihre Panzerstruktur zwanghaft nach „Gesellschaftspolitik“ verlangt. Sie brauchen sie, wie Konservative die Religion brauchen.

Die Panzersegmente (Teil 2): Der Mund- und Halspanzer

6. November 2014

Mitte der 1930er Jahre schrieb Reich über die dauerhafte Verkrampfung von Mund-, Kinn- und Halspartien:

Das Kinn ist vorgeschoben und macht den Eindruck der Breite; der Hals unterhalb des Kinns „lebt nicht“. Die beiden seitlichen Halsmuskeln, die zum Brustbein laufen, treten als dicke Stränge hervor; der Mundboden ist angespannt; derartige Patienten leiden oft an Brechreiz. Ihre Stimme ist gewöhnlich leise, eintönig oder klingt „dünn“. (…) diese Haltung kann man an sich selbst erproben. Man stelle sich vor, daß man einen Weinimpuls zu unterdrücken hätte. Man wird dabei den Mundboden stark anspannen, die ganze Kopfpartie gerät in Dauerspannung, das Kinn wird vorgeschoben und der Mund schmal. Man wird vergebens versuchen, in diesem Zustand laut und klangvoll zu sprechen. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 229f)

Eine tonlose, schlaffe oder hohe Stimme (…), eine sich überhastende, stoßartige, gepreßte Sprechweise, falscher Atemansatz (…), enthalten meist die wichtigsten Geheimnisse der krankhaften Verschiebungen und Bindungen vegetativer Energie. (…) die genitale Kontaktangst (kommt) nicht zum Vorschein, solange diese Symptome der Kopf- und Halspartien nicht aufgedeckt und zerstört sind. Im besonderen ist die genitale Angst in den meisten Fällen nach oben verschoben und in tonisierter Halsmuskulatur gebunden. (Charakteranalyse, KiWi, S. 454f)

Einer Studie der University at Albany zufolge haben Menschen mit attraktiven Stimmen ein aktiveres Sexualleben. 149 Frauen und Männer wurden gebeten, die Attraktivität einer Reihe aufgezeichneter Stimmen zu bewerten. Jene Stimmen, die ihnen am meisten zusagten, gehörten zu Leuten, die in einem früheren Lebensalter als andere sexuelle Erfahrungen gemacht hatten, mehr Sexualpartner hatten und mehr zur Untreue neigten. Es bestand auch ein direkter Zusammenhang zwischen der Attraktivität der Stimme und der des Körpers.

Mich persönlich hat immer fasziniert, wie sich die Persönlichkeit eines Menschen in seinem Schreibstil niederschlägt. Auch ohne die Handschrift zu kennen, auch unabhängig vom Gegenstand des Geschriebenen, kann man an wenigen Sätzen sehen, um wen es sich handelt – und das trotz des Korsetts der Grammatik.

Will sagen: welches Medium wir auch immer benutzen, wenn wir uns ausdrücken, entblößen wir uns dem geübten Blick bzw. dem geübten Ohr.

Aber zurück zur Stimme: Egal, ob es um die Mobilisierung des Mund-, Hals- oder Brustsegments geht: manchmal fühlt man sich in der Orgontherapie angesichts all der Aaaaahhhhs und Ohhhs an die Ausbildung eines Opernsängers erinnert…

Bei Stotterern muß man unter Umständen den Kiefer, die Lippen, die Zunge und den weichen Gaumen jeweils für sich allein bearbeiten, wobei für die Lippen puh, für Lippen und Kiefer wah, für die Zunge lah und für den weichen Gaumen kuh die geeigneten Laute sind. (E.F. Baker: Der Mensch in der Falle. München 1980, S. 101)

Konia hat darauf hingewiesen, daß, als der Mensch vor Äonen die Sprache entwickelte, dies nur über die Beherrschung der Atmung erfolgen konnte und daß hier vielleicht der Ursprung der Panzerung liegt. (Man denke auch an die innige Verbindung von Sprache und Denken und Reichs abschließendes Kapitel in Die kosmische Überlagerung.) Das führt mich zu einem Thema, das mich seit meiner Gymnasialzeit beschäftigt, als ich das mir persönlich widerliche Spanisch als Zweitfremdsprache lernen mußte: Was macht eine Sprache, eine „Muttersprache“, aus den Menschen? Auf welche Weise sind Spanier und Lateinamerikaner schon allein wegen der Sprache von den „Germanisch“ sprechenden Menschen (Deutsche, Engländer, Skandinavier, etc.) auf biophysische Weise unterschieden? Man denke nur mal daran, was das (wie ich finde) gräßliche Spanisch mit deinem Kiefer, deinem gesamten oralen Segment macht! Oder was macht das „abgehackte“ Deutsch mit meinem Brustsegment, im Vergleich zum melodischen Italienisch, das „kein Punkt und Komma kennt“?!

Oder folgendes Experiment: man bilde nacheinander die folgenden Laute:

h
q
r
x
k
g
sch
d
n
l
s
v
z
p

Man merkt, wie die Buchstaben vom tiefen Rachen, den Mund hinauf bis zu den Lippen gewandert sind. Nun sind diese Laute in den unterschiedlichen Sprachen vollkommen ungleichmäßig verteilt. Im Chinesischen fehlt das r, im Italienischen das h und das k kommt kaum vor, im Arabischen fehlt das o, etc.pp. Was macht das mit Menschen biophysisch und mental?!

Hier ein wissenschaftlicher Beweis für diese meine wahrhaftig bahnbrechende These:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=CrYDkDFhz1c%5D

Reich, Hans Hass und andere haben sich auch gefragt, was das Medium mit uns macht. Sie fragten sich, inwiefern uns die „Maschinenzivilisation“ selbst zu Maschinen macht. Ich diskutiere das in Hans Hass und der energetische Funktionalismus. Heute ist die Frage, was unser Umgang mit Handy, SMS, Facebook, Twitter, Emails, etc. mit uns und unserem Verhältnis zu den Mitmenschen macht. Wir sind praktisch ständig erreichbar, ständig in Kommunikation, doch bezahlen wir das mit einer zunehmenden Distanz und „Entkörperlichung“.

Hier ein kleiner Schnappschuß der heutigen Jugend:

Auf der [Zug-] Fahrt von Dresden nach Prag schliefen irgendwo neben mir drei Schweizerinnen fast durchgehend mit Stöpseln im Ohr, offensichtlich schon seit Berlin. Eine wollte noch ihre Füße auf meinen Sitz legen, vom malerischen Elbsandsteingebirge sahen sie nichts, falls gerade eine wach war, glotzte sie nur auf ihr Handy, nie aus dem Fenster.

Was hat es beispielsweise für Auswirkungen auf die Sexualökonomie, wenn sich Menschen zunehmend über das Internet „kennenlernen“? Wie kann man mit den neuen Medien auf eine kontaktvolle und bioenergetisch gewinnbringende Art und Weise umgehen?

Die Emotionelle Pest im Internet-Zeitalter

13. August 2012

Pedro Pinto (École polytechnique fédérale de Lausanne) et al. haben einen Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe sie die Quelle beispielsweise einer Rufmordkampagne in Netzen wie Facebook schnell und sicher dingfest machen können. Wurde ein derartiges Gerücht über Freunde und Freundesfreunde an 500 Facebook-Benutzer weitergeleitet, genügen Pinto die Botschaften, die an 15 bis 20 Freunde gesendet wurden, um die ursprüngliche Quelle der „Information“ ausfindig zu machen.

Diese Methode kann auch benutzt werden, um etwa die Quelle einer Spam-Nachricht oder eines Computervirus festzustellen. Und in der nichtvirtuellen Welt könne, so die Forscher, mit Hilfe des Algorithmus die Quelle einer Infektionskrankheit, etwa Cholera, gefunden werden. Das wurde an einem Beispiel in Südafrika getestet, wo der Ort des Erstauftretens einer Epidemie durch ein Modell des Wassernetzwerks und des Verkehrsnetzwerks gefunden werden konnte, nachdem nur ein kleiner Teil der betroffenen Ortschaften untersucht worden war. Auf ähnlich Weise könne man beispielsweise auch effizienter und schneller auf terroristische Angriffe reagieren.

Bis jetzt wurde der Algorithmus nur im nachhinein benutzt. Beispielsweise wurde er anhand der aufgezeichneten Telefonate im Umfeld der Anschläge vom 11. September geprüft. Das Computerprogramm lief auf drei Verdächtige hinaus, von denen einer tatsächlich der Hauptplaner von 9/11 war.

Seine Methode könnte aber, so Pinto, auch präventiv benutzt werden. Durch einige wenige gut ausgewählte Punkte im unendlich verzweigten Netzwerk könnte der Ausbruch einer Seuche schneller festgestellt und schlimmeres verhütet werden.

Alles, mit dem sich Pinto befaßt, betrifft den Kern der von Reich entdeckten Krankheit „Emotionelle Pest“: das Streuen von Gerüchten, terroristische Angriffe und die Ausbreitung von Ansteckungskrankheiten. Alles läßt sich, ganz genauso wie bei der Emotionellen Pest, auf eine Quelle, einen „Drahtzieher“ und eine Ersterkrankung zurückführen. Man denke nur daran, wie Reich mittels Gerüchten (augenzwinkernde Andeutungen im Gespräch von „Kollegen“) und hinterhältigen Machinationen von teilweise emotional schwerkranken Psychoanalytikern aus der Psychoanalyse heraus gedrängt wurde. Oder wie eine einzelne Frau, Mildred Edie Brady, 1947 jenen Mechanismus in Gang gesetzt hat, der 10 Jahre später zu Reichs vorzeitigem Tod führte.

Reich, der die Emotionelle Pest als eine Art Ansteckungskrankheit betrachtete, deren Ansteckungsweg auf einige wenige primäre Pestkranke („Modjus“) zurückzuverfolgen sei, hat mit hohem Aufwand versucht, diese Netzwerke zu rekonstruieren, um effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Verschwörung – Eine emotionelle Kettenreaktion: