Posts Tagged ‘Cloudbuster’

Die Macht der mechanistischen und die Ohnmacht der funktionellen Weltsicht

31. Dezember 2018

Ich stelle dich vor die Wahl! Ich halte dir eine Pistole an die Schläfe und drücke ab! Oder: ich halte dir einen leistungsstarken Cloudbuster an die Schläfe und „ziehe ab“! Durchquerst du lieber eine chemisch komplett verseuchte Landschaft oder eine energetisch „verDORte“? Soll ich dein Baby über wenige Tage hungern und dursten lassen oder soll ich es über Wochen hinweg emotional (energetisch) vernachlässigen?

Die Entscheidung fällt jeweils nicht schwer, weil das rein Mechanische (das, wenn man so will, Materialistische) weitaus mehr Durchschlagskraft hat als das Energetische. Trotzdem ist das Energetische funktionell tiefer, d.h. „bedeutender“ als das Mechanische. Das ist so, weil erst die Orgonenergie das Leben konstituiert.

Das kann man von derartigen „vulgärmaterialistischen“ Beispielen auch auf den Historischen Materialismus übertragen. Es stimmt, daß am Anfang der Menschwerdung die Savannenbildung steht, die durch irgendwelche rein mechanisch bestimmte geologische Prozesse in Gang gesetzt wurde. Ähnliches läßt sich über die Bildung der Panzerung sagen („Saharasia“), über die Bildung der diversen Gesellschaftsformationen (der besagte „Historische Materialismus“ frei nach Marx) und über die Bildung der diversen „Nationalcharaktere und Rasseeigenschaften, insbesondere den jeweiligen Durchschnitts-IQ (Evolutionsbiologie frei nach Darwin). Aber das etwas zeitlich am Anfang steht, bedeutet nicht zwangsläufig, daß es das funktionell Tiefere ist, denn die mechanischen Faktoren sind nur deshalb wirkmächtig, weil sie auf energetische Prozesse einwirken.

Das ist übrigens auch der ewige Streit mit manchen „Reichianern“, die gerne sozio-charakterologische Überlegungen vom Tisch wischen, weil ja wirtschaftliche, geopolitische und auf die Offenlegung von „Verschwörungen“ beruhende Überlegungen weitaus wichtiger seien. Was darauf antworten? „Ja schon, ABER…“ Man lese diesen Blogeintrag nochmals von vorne an durch!

Dies war die Einführung in den morgen beginnenden Abdruck des dritten Bandes von ORGONOMETRIE.

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 12)

27. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

V. Kosmische Überlagerung1

Die Cloudbuster-Experimente liefern einen nachhaltigen Beweis für die Existenz einer der herrschenden Wissenschaft unbekannten kosmischen Energie und führen uns die funktionale Identität von scheinbar verschiedenartigsten Prozessen unseres Daseins vor Augen. Die Wolkenbildung unterliegt offenbar demselben Viertakt, der im Grunde nichts anderes als eine Beschreibung der Orgonenergiebewegung ist, und den damit verbundenen Gesetzmäßigkeiten wie der menschliche Organismus. Die Energie, die als biologische Lebensenergie unser menschliches Leben steuert und deren Pulsation durch die Spannungs-Ladungs-Formel treffend charakterisiert wird, scheint identisch mit der Energie, die Leben und Materie entstehen läßt.

Diese Identität von Funktionen im Naturgeschehen, deren Entdeckung mit der Entdeckung der Orgonenergie zusammenfällt, bildet die Grundlage für Reichs Hypothesen über den Kosmos, über die Entstehung von Galaxien, über die Entstehung der Naturgesetze. Die Überlagerung zweier Orgonenergiesysteme stellt einen biologischen Grundvorgang dar. Beim Menschen findet die Überlagerung von Orgonenergieströmen im Geschlechtsakt statt. Reich abstrahiert bewußt von den sozialen, kulturellen, ökonomischen, psychologischen und sonstigen Begleiterscheinungen, ebenso wie von den physiologischen Gegebenheiten der beiden einander überlagernden Organismen. Ihm kommt es im wesentlichen auf die Energiefunktionen im Fortpflanzungsgeschehen an. Die Funktion der Überlagerung zweier Orgonenergieströme reicht weit über die Biologie hinaus, sie beherrscht auch noch andere Naturbereiche in gleicher Weise. Sie wirkt im Urgund des Universums, im Mikrokosmos wie im Makrokosmos.

gravi3

Überlagerung zweier sich kreisewellig bewegender Orgonenergieströme, die im abgedunkelten Beobachtungsraum gesehen werden können.

„Beim Überlagerungsprozeß zweier massefreier, kreiselnder hocherregter Orgonenergie-Einheiten geht kinetische Energie verloren, die Kreiselwellen-Bewegung verlangsamt sich beträchtlich, die Bewegungsbahn wird stark gekrümmt, und aus der langgezogenen sich vorwärts bewegenden Kreiselwelle wird eine kreisförmige Bewegung auf der Stelle.“2 An diesem Punkt der Abbremsung entsteht träge Masse, wobei natürlich auch mehrere Orgonenergieströme beteiligt sein können.

gravi4

Entstehung eines Masseteilchens durch Überlagerung zweier Orgonenergieströme.3

Auf diese Weise erklärt Reich hypothetisch die Entstehung von Himmelskörpern durch die Überlagerung von Energieströmen des ursprünglichen masse-freien Orgonenergieozeans. Zwischen der trägen Masse und der masse-freien Orgonenergie entsteht eine funktionale Beziehung, die die Bewegungseigenarten von Planeten erklärt. „Der bewegte primordiale Orgonozean erscheint als die primordiale Kraft der Himmelskörper.“4

Nach dem Prinzip der Schwerkraft, d.h. des Gesetzes des orgonomischen Potentials, wächst das gegenüber den masse-freien Energieströmen energetisch stärkere Materieteilchen an, wobei Reich offenläßt, ob es sich um gasförmige oder feste Teilchen handelt. Der wachsende Materiekern hat ständig ein Orgonenergiefeld um sich, was aus dem Prinzip der Anziehung zu schließen ist. Der masse-freie Orgonenergiestrom, der den Kern umgibt, trennt sich zwangsläufig vom allgemeinen Strom des Orgonozeans, da er der Rotation „seines“ Kerns folgen muß. Die gasförmige Atmosphäre, die die Himmelskörper umgibt, muß durch Überlagerung masse-freier Orgonenergie des den Kern umgebenden Orgonenergiefeldes entstanden sein, und die schwereren Elemente müssen im Inneren des Kerns angesiedelt sein, während die leichteren mehr an die Peripherie zu treffend sind.

Reich vermutete, daß die Entstehung der Naturgesetze, also die wohlbekannten Sätze der Chemie und Physik, die im übrigen nicht ungültig werden durch die Entdeckung der Orgonenergie, in den Prozessen, die bei der Überlagerung von masse-freier Orgonenergie und bei der Entstehung von Materie ablaufen, begründet liegt.

 

Fußnoten

  1. Die von Reich veröffentlichte Schrift Cosmic Superimposition ist in Deutschland nur auszugsweise erschienen. Meine Ausführungen beziehen sich auf: Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.o. S. 329–338 und auf einige verstreute Hinweise von Raknes, W. Reich und die Orgonomie, a.a.O.
  2. Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.o. S. 333
  3. Schema übernommen aus: ebenda S. 335
  4. ebenda S. 335

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 11)

26. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

IV. Cloudbusting1

Der Begriff „Cloudbusting“ bezeichnet alle technischen Verfahren, die sich mit der Zerstörung und Bildung von Wolken aus Wasserdampf in der Atmosphäre und aus Orgonenergiekonzentrationen aller Art, also mit allen Phänomenen, die mit den klimatischen Veränderungen zu tun haben, befassen. Die Beschäftigung mit diesem Problemkomplex wurde für Reich vordringlich, als die Atmosphäre über seinem Versuchsgelände, auf dem das Oranur-Experiment durchgeführt wurde, des öfteren von den im vorherigen Kapitel beschriebenen DOR Wolken angefüllt war und die emotionale und körperliche Belastung für die Bewohner immer größer wurde.

Aus früheren Beobachtungen mit dem Orgonoskop war bekannt, daß die Erde von einer Orgonhülle umgeben ist, die sich in Richtung der Erdrotation von West nach Ost, etwas schneller als die Erde bewegt. Es war zu vermuten, daß die Gesetzmäßigkeit des „orgonomischen Potentials“, das seit der Bionforschung bekannt war, auch die Orgonenergie-Funktionen der Atmosphäre beherrscht. „Unter ‚orgonomischen Potential‘ versteht man alle Funktionen in der Natur, die von dem Fluß der kosmischen Energie abhängen, d.h. denen Energiebewegungen vom niedrigen zum höheren Potential oder vom schwächeren zum stärkeren zugrunde liegen. So ist das orgonomische Potential die Grundlage des mechanischen Potentials, der Wärme, der elektromagnetischen Energie, der mechanischen Lageenergie usw., denn es bewirkt Energiebewegungen in umgekehrter Richtung. Das orgonomische Potential äußert sich am deutlichsten darin, daß die meisten Tiere unseres Planeten ständig eine höhere Temperatur als die ihrer Umgebung aufrechterhalten, sowie in der Gravitationskraft. In beiden Fällen entzieht das stärkere System dem schwächeren System Energie, oder es zieht dieses an. In beiden Fällen verläuft die Richtung des Potentials von niedrig zu hoch oder von schwach zu stark.“2

Es stellte sich nun die Frage, ob man den atmosphärischen Orgonenergiefluß beeinflussen konnte, ob man also die DOR Energie irgendwie unter Anwendung der Funktion des orgonomischen Potentials „absaugen“ konnte. Frühere, nicht weiter überprüfte Beobachtungen wiesen darauf hin, daß lange Eisenrohre eine Änderung von Energiebewegungen bewirkten. An den DOR Wolken wurde diese Vermutung experimentell erprobt. Mehrere 4m lange, hohle Eisenrohre wurden über Metallschläuche mit einem tiefen Brunnen verbunden, und dann auf die DOR Konzentration am Himmel gerichtet. Die im Erdwasser enthaltene Orgonenergie, so vermutete Reich, bildete das stärkere orgonotische Potential und würde mit Hilfe der Rohre das niedrigere Potential der Atmosphäre anziehen. Die Wirkung trat augenblicklich ein, die schwarzen DOR Wolken begannen zu schrumpfen.

Dieser geglückte Versuch führte zu weiteren Experimenten der Wetterbeeinflussung. Einerseits gab es die Möglichkeit der Wolkenzerstörung, indem Wolken die sie zusammenhaltende Orgonenergie entzogen wurde, das orgonomische Potential also verkleinert wurde. Andererseits konnten aber auch Wolken erzeugt werden, indem der nächsten Umgebung einer kleinen Wolke Energie entzogen wurde. Dadurch vergrößerte sich das Energiepotential der bereits vorhandenen Wolke, die nunmehr gegenüber ihrer Umgebung das stärkere Potential darstellte, und sie war in der Lage, mehr Wasserdampf zu binden. Die Konstruktion der verschiebbaren und drehbaren Metallrohre, die über Metallschläuche meist mit fließendem Wasser verbunden wurden, nannte Reich „Cloudbuster“. Mit seiner Hilfe gelang es auch, in einer Wüstengegend, aus der DOR beseitigt wurde, eine frische Vegetation herbeizuführen.3 Dieser Versuch war offenbar erfolgreich und wurde von einer Fernsehstation in Arizona übertragen.4 Dennoch gingen die Regierungsstellen, die von Reich über dessen Versuche unterrichtet waren, nicht auf die Wüsten- und Wolkenbrecher-Experimente ein, die schließlich Reichs finanzielle Kapazitäten überschritten. Es hatte sich herausgestellt, daß die Cloudbuster-Experimente auch Auswirkungen in weit entfernten Gebieten zeigten, und eine umfangreiche Kontrolle erforderten, die ein Privatmann nicht gewährleisten konnte. Reich stellte daher die Versuche ein. Offizielle Stellen haben diese Experimente niemals widerlegt – vielmehr wurde Reich wegen angeblichen Betrugs mit den Orgon-Akkumulatoren ins Gefängnis gesperrt – während z.B. Kelley, der drei Jahre bei der US Air Force in der Wettervorhersage gearbeitet hatte, nach Reichs Tod 1957 die Cloudbuster-Experimente wiederholte und zu denselben Ergebnissen kam wie Reich.5

 

Fußnoten

  1. Eine einführende Beschreibung des Cloudbusting findet sich in: Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.O. S. 450-462
  2. ebenda S. 456f
  3. Vgl. Raknes, Reich und die Orgonomie, a.a.O. S. 80
  4. Dies teilt Ilse Ollendorff-Reich mit in: Ollendorff-Reich, Wilhelm Reich, a.a.O S. 163
  5. Kelley schreibt hierzu: „Das Ergebnis meiner Experimente ist vollkommen klar; das Reich-Wetterkontrollgerät macht genau das, was Reich behauptet. Wolken, auf die die Antenne zeigt, schrumpfen und verschwinden vom Himmel, während vergleichbare Wolken, die als Kontrolle ausgewählt werden, dies nicht tun.” In: Kelley, What is Orgone Energy, a.a.O. S. 67 [Zitat übersetzt von PN]

(D)ORgonit, Chembuster, ein Abend in Münster

23. Juli 2018

Fast überall wo „Wilhelm Reich“ draufsteht, ist das Gegenteil drinne. Seit Jahrzehnten schreibe ich nun gegen „Reichianer“ und Pseudo-Orgonomen an. Siehe etwa meine dreiteilige umfassende Rezensionsreihe über „Reichianische Bücher“. Das eindeutigste Beispiel sind aber die (D)ORgonit-Leute, die irgendwelchen toxischen Elektroschrott in Kunstharz gießen und daraus sogar „Chembuster“ fertigen, mit denen sie „Chemtrails“ beseitigen wollen. Nicht von ungefähr erinnert mich die krankhafte Ästhetik dieser Orgonit-Gerätschaften an Filme wie Hellraiser oder Alien.

Tatsächlich verkörpert das Orgonit das exakte Gegenteil der Orgonomie. Beispielsweise hat Reich seinen Cloudbuster auf jene Himmelregionen gerichtet, wo die Kondensstreifen, die die Flugzeuge der US-Luftwaffe hinter sich herzogen abrupt aufhörten. Dort war DOR, das die Bildung von Wolken inklusive den „künstlichen Wolken“, die Jets produzieren, verhindern, da DOR der Atmosphäre den Wasserdampf entzieht. Dieses dürre-erzeugende DOR mußte Reich abziehen, um die natürliche Pulsation der Atmosphäre wieder ingang zu bringen.

Hier drei Photos, die ich vor wenigen Tagen gegen 20:00 Uhr in Münster geschossen habe: Auf dem ersten Photo sieht man wie ein langer Kondenzstreifen plötzlich aufhört, weil quer zu ihm ihn eine von Wolken eingegrenzte DOR-Region kreuzt. Auf dem zweiten Photo sieht man das ganze frei vom Zoom, also wie es sich dem nackten Auge darbot. Das dritte Photo zeigt das ganze wenige Minuten später. Man sieht wie sich der vermeintliche „Chemtrail“ ausbreitet.

Übrigens kann man, wenn man genau hinschaut, auf allen drei Photos unterhalb des Kondensstreifens eine DOR-Linie ausmachen.

Turner: Adventures in the Orgasmatron (2011)

26. Juli 2016

Bücherlogo

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Turner: Adventures in the Orgasmatron (2011)
 

 

O. 2012: Blättert man in der psychoanalytischen Zeitschrift (von Freud oder Jones ca. 1929 herausgegeben) wird man (für mich) abstossende Beschreibungen über Jugendbandenrituale lesen, die Geschlechtsbetrachtungen und übergriffige Handlungen bis ins Detail hervorheben, um daraus die Organisation von Kinder/ Jugendbanden zu erklären. – Ähnlich ist Reich Beschreibung seiner sexuellen Aktivität in frühster Pubertät oder gar Kindheit, die einen Menschen aus heutiger Sicht eher erschrecken mag, als neugierig stimmt. Möchte Reich sich hier selbst mit geschwollener Brust darstellen und seine „Genitalität“ hieraus erklären? Möchte er an die sexuelle Aktivität in der Kindheit erinnern? – Wen interessiert es, wann er wen und wo in welchem Alter schon besteigen durfte? Mich nicht. Muss ich mich jetzt schlecht fühlen, weil ich meine Haushälterin weniger erotisch fand und eher von meiner Kindergärtnerin träumte? Vielleicht würde es einen Psychoanalytiker interessieren, welche kindliche Sexualphantasie ich in welchem Alter gehabt haben mag, doch ich werde wohl keinen Freudianer damit beglücken wollen.
Für mich hat Reich seine unumstößliche „Sexualtheorie“ zur Entwicklung der Psyche mit solchen voyeuristischen Schilderungen beschädigt, aber er kann sie nicht hierdurch auslöschen oder in Frage stellen, da sie für jeden (fast jeden) nachvollziehbar sind.
Stattdessen hätte ich mir mehr Weisheit über das Wesen der Liebe gewünscht und dessen Gefühlsleben.
Über das Wesen der Liebe wird bei Reich und auch sonst zu wenig preisgegeben. Ferner wissen wir immer noch kaum etwas über das kindliche Gefühlsleben und meinetwegen über die kindliche Sexualität. SozialarbeiterInnen, die hier den Kindern zur Seite stehen könnten, werden unterbezahlt und ohne soziale oder formelle Ressourcen in ihrer Arbeit alleingelassen (keine Festanstellungen, keine Vergütung nach dem Stand der Ausbildung und Leistungsorientiert).
Natürlich gibt es kein echtes Interesse der Behörden (und Politik) an einer sinnvollen Erziehung, Bildung und schon gar nicht Sexualerziehung (im Reichschen Sinne). Angesichts der finanziellen Ausstattung ist die Praxis des Berliner Bildungsprogrammes nicht einmal Wert als Toilettenpapier genutzt zu werden. Den Kahlschlag im Sozialwesen ist seit Jahrzehnten bekannt, geht aktuell in die nächste Runde: Die Erzieher bekommen Gehaltskürzungen und sollen zu neuen „Tarifen“ dem Staate als Erziehungsknechte dienen. Ich kommentiere das nochmal unter der Rubrik „Diskussionen“.

Darauf Robert: Du vergisst die Voraussetzung der Psychoanalyse. Weisheiten über das Wesen der Liebe gab es schon wie Sand am Meer, nur aber alles andere als wissenschaftlich. Die Psychoanalyse sollte dies ablösen, indem man eine wissenschaftliche Methode der Behandlung von Neurosen begründete. Und Reich fand, dass die Genitälität der wichtigste Punkt in der Ursache der Neurosen bildete.
Auch hilft es keinem Neurotiker, wenn Erzieherinnen mehr Geld bekommen. Das Eine ersetzt nicht das Andere.

O. antwortet: Eine gute Theorie ersetzt keine guten Praktiker und auch nicht umgekehrt, aber wenn die Bedingungen der Möglichkeit nicht geschaffen werden, dass heißt hier nicht eine radikale Umkehr im Leben der Menschen erfolgt und sie wieder das verdienen, was sie verdienen sollten, um nicht ins pure Vegetieren und sich Verschulden kommen, ist ohnehin alles verloren!
Wenn Erzieher (die auch nicht ewig jung sind) sich keine notwendige medizinische Versorgung leisten können, weil das Geld fürs Alltägliche nicht reicht, Zahnlücken eben bleiben müssen und sie um ihren Arbeitsplatz bangen müssen, weil die Hartz IV -Empfänger das genauso toll hinkriegen sollen, die jetzt auf die Kinder losgelassen werden, dann haben wir kein „Bildungsprogramm“ mehr, noch nicht mal ein Schlechtes.
Es sei an dieser Stelle an Stanislaw Lems „Der futurologische Kongress“ erinnert, der recht anschaulich zeigt mit welchen „Medikamenten“ wir uns bald volldröhnen sollten, um die zerstörte Welt um uns noch als angenehm zu sehen. Hier eine kurze Inhaltsbeschreibung, wobei die „Übertreibung“ des Autors wohl kaum noch als solche zu bezeichnen ist.
Kommt man nun zur „wissenschaftlichen“ hermeneutischen Verschönerung einer längst „verarmten“ materiellen Welt, wie wir dies durch Qualitätsmanagement und Zertifizierungen am Arbeitsplatz täglich neu erschaffen, dann kann dieser Link von Interesse sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_futurologische_Kongre%C3%9F
Aber auch mit dem Internet kann ich mir hier noch die Welt nach Reichs Möglichkeiten „heile“ reden und von meinem futuristisch gewordenem Arbeitsplatz mich kognitiv zu flüchten.

netzwerk Betroffener von sexuelle Gewalt: Das Kornbichlers Analyse beliebig ist, sehe ich genauso. Die dahinter liegende Motivation bleibt mir unverständlich. Verstehe ich seine Botschaft in dem Buch „Die Kunst sich in den Richtigen zu verlieben“ richtig, sollte man sowieso bei Fragen der Partnerwahl und damit auch des Sexuallebens besser einen Psychotherapeuten aufsuchen. Dem zufolge würden Anforderungen des Lebens, quasi als dauerpsychtherapeutische Lebensaufgabe verstanden, besser und erfolgreich gelingen können! Was alles könnten dann beispielsweise Patientinen von Ihren Therapeuten lernen? Ich würde mir im Sinne von Transparenz und wiss. Einordnung wünschen, das zumindest alle Wissenschaftler und Psychotherapeuten die sich zum Thema Sex und Partnerschaft öffentlich äußern, (erst recht, wenn sie sich zu Sexualität und Charakter Ihrer Berufskollgen äußern, die sich noch nicht einmal wehren können, weil Tod,) ihre eigene sexuelle Präferenzen offenlegen. Dazu gehört auch, welche Haltung sie zu Abstinenz und der Frage von sexuellen Kontakten zu ehemaligen oder zukünftigen Patienten und Patientinnen haben. (Hinweis:nicht die Gedankenund Phantasien, sondern der sexuelle Kontakt zu Patienten während einer Psychotherapie steht unter Strafe, und das was nicht sein darf, ist ja, nach den Selbstverständnis dieses ehrbarenund inzwischen zu Ärzten geadelten Berufstand des Helfertums, auch nicht wirklich…)

O.: Wer „psychologische Psychotherapie“ machen will, sollte sich über seinen Therapeuten informieren. Welches Verfahren wird benutzt, gibt es eine Kassenzulassung, welche Ausbildung hat er und in welchen Berufsverbänden ist er tätig, hier gibt es klare ethische Richtlinien der Berufsverbände. Hier ein Beispiel: http://www.bdp-verband.org/bdp/verband/ethik.shtml
Dann kann man schon mal nicht an Esoteriker verfallen, so hoffe ich. Alle Therapeuten mit tollen Internetseiten sind schon mal gar nicht zu empfehlen. (Werbung)

netzwerk Betroffener von sexuelle Gewalt: Selbst wenn der Weg über eine Psychotherapie gesucht werden muß, ist fraglich ob bei dieser Vielfalt von Theorien die passende Therapien und Therapeuten treffsicher gefunden werden können. Gerade deshalb ist die Transparenz wichtig. Richtlinien geben gewollt erhebliche Handlungsspielräume deren Einhaltung nicht gefordert und überprüft wird. Gerade das Berufsfeld der Psychotherapeuten ist anfällig für Esoterik und Sektentum, die Grenzen sind fließend. Fred Breinersdorfer zeigt trotz bestehender Richtlinien und Gesetze die Stellung der Frau in einer Männerdomäne in dem Fernsehfilm „die Hoffnung zuletzt stirbt“ auf! Zumindest bei der Oregonstrahlungen sind keine schädlichen Nebenwirkungen im Patriachat bekannt!

O.: Aus wenigen Sätzen etwas herauszuhören, ist immer schwierig und man spricht mit Sicherheit am Thema vorbei, dennoch kann man es versuchen.
Orgon ist (nicht Oregon) ist unabhängig von der Gesellschaftsform, ein Matriarchat haben wir nicht und ist historisch auch schwer nachweisbar, oder mehr eine Utopie, die die bestehenden Verhältnisse in Frage stellt. Es gibt negative Wirklungen, wenn das Orgon durch gewisse technische Geräte (Elektromagnetische Felder des Starkstroms, Funk, Radioaktivität, Röntgen, Leuchtmittel-Sparlampen etc.) „verseucht“ wird.
Zur Therapie: Therapeuten mit Approbation zur Psychotherapie (Ärzte und Psychologen) arbeiten in der Praxis mit Psychoanalyse (unterschiedlicher Richtungen, Reich ausgenommen) oder Verhaltenstherapie. Das war es in Deutschland. Ohne Approbation und Studium kann man auch nur den kleinen Heilpraktikerschein machen und darf tun was beliebt. (keine Kassenabrechnung)
Im letzteren entsteht eine „Grauzone der Therapie“.
Daneben gibt es eine Reihe tauglicherer Psychotherapien, die in Deutschland austerben. Übrig wird nur die Verhaltenstherapie bleiben. Ob es sich hierbei um eine Psychotherapie handelt ist ein philosophischer Diskurs. Wer die Macht hat, hat das Sagen.
Stellt man sich kritisch gegen die Verhaltenstherapie (die sich als evidenzbasiert versteht, das wird so an allen Universitäten gelehrt. die demnächst privatisiert werden) so könnte man vom therapeutischen Missbrauch (nicht sexuellen) von Beginn an reden, da keiner VT-ler eine eigene Krise bewältigen musste oder sich selber in Therapie begeben musste. Und hier findet man mehr Frauen als Männer in den Therapien, was ein massives Problem darstellt. Frauen haben die Mutterrolle, sind die Helfende per se und haben die Menschen erzogen, die jetzt eine Therapie benötigen. Extremes Beispiel: Ein Mann, der als kleines Kind vergewaltigt wurde, wird dies nie einer Frau gegenüber äußern können, sobald er mal an einen Psychologen kommt, wird er vielleicht schon im Erstgespräch dies äußern mögen, weil es es los werden will.
Wie kann eine Frau/Therapeutin einem Mann helfen, wenn seine Probleme immer im Kontext mit Frauen (Mutter, Kindergärtnerin, Lehrerin) entstanden sind und diese schon kein Verständnis für ihn hatten? Das ist ein echtes Problem, bevor man mehr Frauen in einem helfenden Beruf fordert.
Sexualität in der Therapie: Wenn zwei Erwachsene mit einander einvernehmlich sexuell verkehren, ist dies nicht strafbar, so lange sie kein öffentliches Ärgernis erregen.
Haben TherapeutIn und KlientIn Sex miteinander ist dies das Ende der Therapie, da ein therapeutisches Verhältnis nicht wieder herstellbar ist. Moralisch ist es auch unschicklich, aber ebenso unschicklich wie ProfessorInnen, die mit StudentInnen verkehren, Arbeitgeber oder Vorgesetzte, die mit Untergebenen verkehren und ein Verhälntis beginnen, doch auch hier wird niemand groß aufschreien, da es Jahrzehnte lange Praxis ist.
Nun, wenn ich von einer/m TherapeutIn wüßte, die/ der mit Patienten ein Verhältnis begonnen hat, würde ich da nicht hingehen.
Fühlt man sich hingegen sexuell belästigt, und auch da muss man genau aufpassen, da einige Patienten dies selbst (evtl. bei eigenenm Nissbrauch) inszenieren können, helfen die Berufsverbände weiter, die im Normalfall den Therapeuten nicht persönlich kennen (so dass man nicht einen „Sumpf“ erwarten müsste). Bei Therapieschulen sollte man nicht mit diesem Problem hingehen, da die sich untereinander gut kennen und Hierarchien (oder auch sex. Abhängigkeiten) gebildet haben können und sich gegenseitig decken werden.
Hier wurde das Sektentum um Wilhelm Reich und die Esoterik offen angesprochen und aus diesem Bereich ist niemand zu empfehlen. Egal ob er „Arzt“ oder „Körperpsychotherapeut“ oder „Heilpraktiker“ oder „Dr.“ oder auch „Psychologe“ ist und sich als „Orgontherapeut“ ausgibt. Seine „CV“ ist meist doch sehr geschönt, verrät aber auch die eosterischen Erfahrungen. (Colin Goldner in „Die Psychoszene“ listet alle großen esoterischen Verfahren auf und kritisiert sie inhaltlich.)
Auch die Verhaltenstherapie in Praxen und Kliniken arbeiten zunehmend mit esoterischen Verfahren wie Yoga, PMR, Tai-Chi, usw. als Ergänzung zu ihren drögen körperlosen Verhaltensmodifikationsprogrammen. So stellt sich die Frage auch in Zukunft: Gibt es eine Psychotherapie in Deutschland? Haben Deutsche eine Psyche? Therapien werden zunehmend an der beruflichen Leistungsfähigkeit orientiert, dies ist das Interesse der Kassen und Rentenversicherung. Psyche wird dann zu einem privaten Luxusartikel.
Positiv gesehen bleibt die Psychotherapie ein Kunsthandwerk, die auf Empathie und Intuition nicht verzichten kann. Wiederholbare Praktiken und Programme haben an sich keinen therapeutischen Wert, wenn sie nicht phantasievoll und kontaktvoll am Patienten orientiert zum Einsatz kommen. Ist ein Vertrauen in der therapeutischen Beziehung verspielt worden, ist es nicht (kaum) wieder herstellbar. Daher geht man nicht zu den Esoterikern.

O. weiter: Bei der Auswahl des Therapeuten kommt es auf den persönlichen Eindruck an, das man auch als Patient meist gut einschätzen kann. Psychosen oder schwere Depressionen müssen ohnehin stationär und auch von einem Psychiater gehandelt werden.

Robert 2012

Pierre34: Fragen, aufgetaucht aus aktueller öffentlicher Diskussion:
War Reich selbst beschnitten?
Schrieb Reich über Folgen von Beschneidung?

Peter antwortet: Als Abkömmling langer Rabbiner-Dynastien sowohl von mütterlicher als auch von väterlicher Seite war Reich ohne jeden Zweifel beschnitten. Seinen Sohn hat er nicht beschneiden lassen, obwohl zu dieser Zeit praktisch alle amerikanischen Jungen beschnitten wurden. Geäußert hat er sich zur Beschneidung und wie schlimm sie ist und daß Juden sich nicht auf eine barbarische Tradition berufen können in REICH SPEAKS OF FREUD. Sicherlich gibt es auch Texte zum Thema auf http://www.orgonomy.org.
Gerade entdeckt: http://www.psychorgone.com/history/how-i-became-a-case-history-for-dr-wilhelm-reich
Siehe Punkt 6.

Darauf Pierre34: In Reich Speaks of Freud fand ich die Stelle nicht, dafür aber Reichs Beteuerung, Freud sei (eigentlich) kein Jude gewesen. (???) Tatsächlich war aber doch die Empirie der Psychoanalyse vorwiegend eine Arbeit/Analyse von Beschnittenen an Beschnittenen (sprich: am Genitale erheblich Traumatisierten). Dass Reich sich in den USA gegen die Beschneidung ausgesprochen hat, kann nicht verwundern. Verwunderlich ist, dass er dies erst so spät und dann nicht einmal öffentlich (?) tat – wo er doch gleichzeitig betonte, wie wichtig der gesamte Organismus für ein klares Erfassen der Wirklichkeit ist.

Peter: Hier die Stelle aus einem anderen Buch, findet sich aber auch in REICH SPEAKS OF FREUD:

The Source of The Human “No”

Im Interview sagt er, daß Freud zu sehr in seinem Judentum gefangen war.
Die Beschneidung spielte stets eine große Rolle in der Psychoanalyse: siehe Kastrationskomplex.

O.: Dass Beschneidungen schon an Neugeborenen durch geführt werden, wusste ich nicht, das ist ja grauenhaft! Eine so frühe auch energetische Traumatisierung an einem hilflosen Baby.
Das ist, wie im Text zitiert, glatter Mord. Darauf gehört die amerikanische Höchststrafe: der elektrische Stuhl für alle Beteiligten.

Pierre34: Nicht nur für O. (26.7., 1:07) ein Video über eine Beschneidung an einem Neugeborenen:

O.: Türkische Familien (in Berlin) feiern mit der Beschneidung des Jungen seinen Eintritt in die Erwachsenenwelt. Dies geschieht erst um das 10. – 12. Lebensjahr, wenn ich mich nicht irre.
PS für Pierre: Danke fürs Video, aber ich glaube ich tue mir das nicht an, es anzuschauen.

Pierre34: Im Interview mit Eissler vertritt Reich die Auffassung, Freud sei a) kein Jude (S. 60) und b) genital gesund (S. 17, 108) gewesen. Kurz darauf (ca. 1953): Ernest Jones‘ Freud-Biographie habe ihn in beiderlei Hinsicht vom Gegenteil überzeugt (Postscript, S. 129).

O.: Wenn Reich Freud nicht für einen Juden hielt, er es aber eindeutig war, dann bezieht er sich wohl auf den Glauben und dessen Ausübung. Reich sah sich genauso wenig als Juden, wenn nicht noch weniger als Gläubiger dieser Richtung. Er verstand sich als Weltbürger, wenn ich dies einmal so interpretieren darf.
Ich find es auch hier wichtig im Blog unter dem Motto „friends of Israel“ zu diesem Punkt eine klare Gegenposition zu beziehen. Moslems und Amerikaner beschneiden sich auch gerne; Amerikaner mehr aus „Sauberkeitsgründen“, so wie Frauen dort auch unmöglich mit Haaren an den Beinen rumlaufen können.
Ich finde es auch auffallend, dass Reich dieses „jüdische Tabu“ nicht mit aller Deutlichkeit als Verstümmelung gebrandmarkt hat, im psychoanalytischen Sinne war dies schon die symbolisch-rituelle Umsetzung der Kastration durch den Vater. (s. Freud)

Peter: Der Orgonom Richard Schwartzman (Jude, wie die meisten Orgonomen):
Circumcision is a brutal, sadistic act of genital mutilation. There are no routine indications for circumcision, although we are finding that it is being advocated again for „good“ reasons… this is the emotional plague at work again, that is, the „good“ reasons are not the real reasons at all. It is simply not true that it is necessary or that it is preventive of cancer or the penis, or of infections and so forth. Circumcision is another assault, a genital assault, under the guise of good health or under the avocation of some religious group or another. But in fact, circumcision need almost never be performed.
http://orgonomy.org/articles/Schwartzman/Wildfire_Interview.html

Zunächst deutsche Rezensionen von Turners Buch:
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13589394/Der-Maschinist-der-Lust.html
http://www.welt.de/kultur/article13589906/Das-Universum-nach-Wilhelm-Reich.html
http://www.welt.de/kultur/article13588740/Wie-die-sexuelle-Revolution-nach-Amerika-kam.html

Hier kann man diesen Hund live erleben:

Zum Orgasmatron selbst verwies Robert auf:

Zu Berlin als „Sex-Kapitale“ siehe das folgende Video:

Klaus sagte 2011:

Angesichts der öffentlich kursierenden Annahmen über den ORAC und über Reich verwende ich das Wort „Orgon“ möglichst wenig. Eine Bekannte litt seit ihrer Jugend regelmäßig unter Regelschmerzen. Ich stellte mit ihr ein zweischichtiges ‚Orgonkissen’ her, nannte die unbedingt einzuhaltenden Beschränkungen und Anfangsrichtlinien, ohne etwas zu versprechen (einfach als vorsichtigen Versuch), und sie meint – nach Benutzung nach Bedarf –, zum ersten Mal keine Tabletten gegen die Schmerzen nehmen zu müssen. Die ganzen Hintergrundinformationen können wohl nur noch schaden. Was ich allerdings merkwürdig finde: Menschen, die Erfahrungen mit ‚akkumuliertem Orgon’ gemacht haben, stellen nach meiner Erfahrung keine weiteren Fragen darüber, welche Rolle das, was da wirkt, in Lebewesen allgemein spielt – und schnell werden die elenden Eso-Ideologien hinterherassoziiert. Das Turner-Buch erfreut sich in der Tat großer Beliebtheit, die Behauptung, der Kasten stärke orgastische Potenz, ist nicht unterzukriegen. Wer darauf reagiert, muß wie der verblendete Sektenanhänger wirken.

Darauf Peter:

Ich glaube nicht, daß es zielführend ist, wenn man sich in irgendeiner Weise anpaßt und auf das Wort „Orgon“ verzichtet und die Funktion des Orgasmus draußen vor läßt. Auch sollte man Turner nicht todschweigen, sondern für sich selbst nutzen. Je mehr sich die Pest austobt, desto besser ist es, denn so tritt sie plastischer zutage und läßt sich einfacher demaskieren.

Genauso ist Reich vorgegangen: er hat sich nach dem Motte „Jetzt erst recht!“ verhalten und sich auf die Bekämpfung der Emotionellen Pest konzentriert.

Robert wendete ein:

Es ist unverhältnismäßig, Brady mit Makavejev zu gleichzusetzen. Brady war Teil einer Verschwörung, hinter der wichtige Institutionen und Personen standen. Sonst hätte der Artikel überhaupt keinen Erfolg gehabt. Makavejev ist nur ein Filmemacher, der übliche Anschauungen von Sex, Revolution und Perversion vermischt, weil er anders Reich gar nicht verstehen kann.

Aber warum wirfst du deine Unterdrückung von dir ab, indem du in einen Schrank hineinkletterst? Warum war das Symbol der Befreiung eine Kiste?

Selbst diese Ansicht ist legitim, wenn man als Anthropologe keine Ahnung von Orgonbiophysik hat und in typischer geisteswissenschaftlicher Weise nach einer Erklärung für den ORAC sucht, nämlich als ein Symbol. Etwas ähnliches hatte schon Charles Rycroft mit dem Orgon getan.

seine Tochter Lore Reich bekundete gegenüber Turner, Reich sei „sexuell pervers“ gewesen. Für den, der die Angriffe von Alice Miller auf Reich kennt, ist das alles nichts Neues. Wie im obigen Zitat gezeigt, gelingt es Turner sogar mit einer verqueren „Logik“ sexuellen Kindesmißbrauch und den Orgonenergie-Akkumulator zu verbinden!

Lore-Reich war schließlich von ihrer Mutter und Anna Freud gegen ihren Vater aufgehetzt worden. Dass sie nun behauptet, von ihrem Vater sexuell missbraucht zu sein, kann eine Konstruktion sein, wie sie heutzutage standard ist. Typischerweise trifft es dabei immer nur die Väter.
http://www.pappa.com/mmdm/

2.Turner nicht als kuriose Einzelerscheinung abtun, sondern als Teil einer gesellschaftlichen Strömung, einer Tendenz, wenn man so will, einer „Verschwörung“.

Das halte ich für vollkommen überzogen. Heutzutage spielt Reich gar keine Rolle mehr und dass sich das Buch gut verkauft, ist umso erfreulicher, weil Reich dann wieder ins Gespräch kommt. Ein geschickter und erfolgreicher Schachzug des Verlags!
Ein positives Buch über Reich hätte übrigens gar nicht diese Aufmerksamkeit erhalten, weil die Massen (kleine Männer und Frauen) nur an halbpornographischen Ergüssen interessiert sind.

Und Robert weiter: Solche Erfahrung habe ich auch schon gemacht, zwar vor einigen Jahrzehnten, aber wie Sie es kürzlich selbst erfuhren, offenbar zeitlos.
Darum bezweifle ich gar nicht, dass die Beschäftigung mit Reich zu Pestreaktionen führen kann.
Die andere Sache ist, haben wir hier wirklich eine „emotionale Kettenreaktionreaktion“ vor uns? Was ist eine solche und wie wirkt sie sich aus? Die paar Buchbesprechungen über einen kuriosen Psychoanalytiker, der früher berühmte Klienten hatte, können eine Kettenreaktion wohl kaum ausmachen. Nebenbei geht mir Peter mit solchen Fachbegriffen zu freizügig und undifferenziert um.
Zu meinem Beitrag muss ich noch anmerken, dass ich den sexuellen Missbrauch nur aus dem Kontext des Artikels erschlossen habe und es nun besser weiß (Schlüssellochgucken). Wobei ich nicht ganz so unrecht habe, weil es leider genügend Schreiberlinge gibt, die Reich auch damit in Zusammenhang bringen, indem sie ihn der ideologischen Wegbereitung für den sexuellen Missbrauch anklagen.
So z.B. Gerhard Vinnai:
„Die Positionen der antiautoritären Bewegung haben mit Hilfe der Sexualtheorie Wilhelm Reichs, die damals sehr verbreitet war, eine Rationalisierung gefunden.
In Reichs Texten, vor allem in denen, die damals in der linken Subkultur populär waren,5 gibt es im Grunde nur die Sexualität im Allgemeinen: Es gibt keine psychologische Differenz zwischen männlicher und weiblicher Sexualität und
auch keine zwischen erwachsener und kindlicher Sexualität. Die Sexualität wird viel zu sehr auf einer physiologischen Ebene gefasst, die komplexen psychologischen Elemente, die mit ihr verknüpft sind, werden nicht angemessen
thematisiert. Reich geht es in seinen Schriften vor allem darum, Sexualtabus aufzuheben und Grenzen niederzureißen, die die Sexualität einschränken. Er will
Barrieren aus dem Weg schaffen, die einer freien Sexualität von Kindern und Jugendlichen im Wege stehen. Er beschäftigt sich kaum mit der Notwendigkeit von Tabus und Grenzen im Bereich der Sexualität, die Heranwachsende schützen.
Reich hat sicherlich auch wichtige Beiträge zur Theorie der sexuellen Emanzipation geliefert, aber sein Denken war dazu geeignet, einen differenzierten Umgang mit der Sexualität zu erschweren und ihre gefährlichen Seiten herunterzuspielen.“
http://www.vinnai.de/grenzueb3.pdf

Darauf Peter: Ich meine ja nicht nur eine emotionale Kettenreaktion in Bezug auf Reich als Person, sondern ganz allgemein in Bezug auf das, wofür der Name „Wilhelm Reich“ steht. Da ist es ziemlich egal, ob es um „Mesmer“ geht, die Behandlung von Säuglingen, der Umgang mit dem Thema Sexualität, etc.

Was Vinnai betrifft, möchte ich ihm fast recht geben. Tja,… ähhhh – Reich hat in CHRISTUSMORD geschrieben, daß es für die Menschheit eine Großkatastrophe bedeutet hätte, hätte sich die Sexpol Anfang der 1930er Jahre durchgesetzt. Alle fragen sich, was er denn um alles in der Welt damit gemeint haben mag. Er hat genau das gemeint, was Vinnai beschreibt.

Und wieder: es geht nicht um die Person Reich, um den sich wahrhaftig nicht die Welt gedreht hat, sondern um das, was „Wilhelm Reich“ verkörpert hat.

Im übrigen würde ich soweit gehen, daß die Verbreitung von „Reich pur“ schädlich ist. Beispielsweise wäre es mir weitaus lieber, „die Menschen“ würden zuerst Konias THE ÉMOTONAL PLAGUE lesen, bevor sie Reichs MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS in die Hände nehmen. Man muß das alles richtig einordnen können, was man da liest.

O. schreibt: „Reich pur ist schädlich“ – ein interessanter Gedanke. Insbesondere wenn die eigene Charakterstruktur die Gedanken und ausgelösten Emotionen nicht ertragen kann und sie ins Destruktive – step by step – verwandeln muss. Dann wird der „Reichianer“ zum Pestkranken.
Fairerwiese sollte man sich dann auch umbenennen in „Reichianisches Pest Institut“ oder eine RPG, doch die Krankheitseinsicht in eine Persönlichkeitsstörung ist nicht gegeben.

Nikolaus H. sagt 2016:

Ich stelle nur fest, dass Reich immer von gepanzerten Menschen falsch verstanden wird. Der ungepanzerte, interessierte Geist nimmt Neues auf probiert es und befindet es für Gut.
Der Gepanzerte Mensch erkennt sehr schnell, wie die Lehren Reichs subtil an seinen Panzer gehen (können) und fühlt sich dadurch folglich von allem bedroht, was von Reich kommt. Das ist der Grund weshalb Reich immer wieder verfolgt und schließlich getötet wurde.
Das ist auch der Grund wieso Reich heute noch angefeindet wird nach seinem Tod.
Das würde auch mit Jesus Christus passieren, wenn er nicht von der Kirche mystifiziert worden wäre. Reichs Charakter ist sehr ähnlich dem von Jesus Christus.

Ich kenne solche verunglimpfenden Menschen aus meinem Umfeld, die mich in meiner Ehrlichkeit früher aus meinem sozialen Umfeld ausgegrenzt haben durch Rufmord.
Wenn man sie nur etwas antriggert bekommt man Angst vor der hochschäumenden tödlichen Aggression. Mit diesen Menschen kann ich nur „auskommen“, indem ich sie völlig meide oder ihnen mehr oder weniger nach dem Mund rede. Diese Diktatoren ertragen keinen Zustand unvollständiger Übereinstimmung anderer mit ihren Ideologien oder kleinen Alltagsbefindlichkeiten. Ihnen allen ist auch eine weitgehend fehlende Empathie zueigen. Ich demaskiere Reichkritiker durch ein paar gezielte Fragen z. B. , die sie schon als Provokation auffassen, danach rasten sie sehr schnell aus und zeigen ihr wahres Gesicht in der Öffentlichkeit. Halten wir uns Hitlers Unbeherrschtheit gegen Nichtübereinstimmung vor Augen, die sagt alles und ist bei dem pestilenten Charakter immer zu finden. Im Grunde haben wir es hier mit aggressiv einfordernden schreienden Säuglingen zu tun, die im Körper eines Erwachsenen stecken, die glauben sie seien der Nabel der Welt und alles drehe sich bloß um sie. Jedwede Form der Zurückhaltung ist solchen Menschen fremd.

Tzindaro 2016:

As usual, the truth is somewhere in between the opposing points of view. Reich was no saint. He had his faults and flaws. But his scientific findings stand on their own merits regardless of that. The accumulator is a valid medical treatment regardless of if Reich was a pervert or a violent drunk or not. There has been way too much focus on him and his life history, while the attention should be on the testable ideas, not the man who invented them.

The fault lies as much with the fans of Reich as with his enemies. The Reichians are so into the drama of Reich and his life story that they come across as cultists and thus leave themselves open to reactions of defamation of Reich himself by people who have no valid arguments to present against the accumulator except that it was invented by Reich. Why not say it makes no difference what Reich was like in his personal life and concentrate on his work? But very few Reichians are willing to do that. Most of them are not scientists and it is the drama of Reich’s life that attracts them, not the findings.

It is unfortunate that Reich was ever a psychiatrist. If he had been a biologist who discovered the bions, or a physicist who discovered orgone energy, or a meteorologist who invented the cloudbuster, and never said anything about sex or politics, his work would have been better received.

Robert 2011 über Reich phallisch-narzißtischer Charakter:

Mir hat mal ein Bisexueller erzählt, dass er Reich für einen „phallisch-narzistischen Charakter“ halte. Ich hielt diese Aussage für das Ergebnis seiner Neurose.
Was ist dann also Reichs Beschreibung des „genitalen Charakters“? Etwa nur ein Wunschbild?

Darauf Peter:

In dieser Gesellschaft kann man, Elsworth F. Baker zufolge, nur mit Einschränkung ein genitaler Charakter sein, nur ein „funktioneller genitaler Charakter“, d.h. man würde nur unter denkbar guten Bedingungen wie ein mustergültiger genitaler Charakter funktionieren – wenn Schwierigkeiten auftreten, fiele man früher oder später in neurotische Verhaltensmuster zurück. In diesem Sinne war auch Reich ein „funktioneller genitaler Charakter“. Unter Streß entwickelte er neurotische phallisch-narzißtische Züge.

Robert 2011: „Turner frägt sich, ob Reich sich im Geschlechtsakt, wenn seine Partnerin endlich ihren Ekel vor seiner Haut (er litt unter Psoriasis) überwunden habe, erstmals heimisch in seiner eigenen Haut fühlte.“
Das kommt darauf an, wie schlimm seine Schuppenflechte war. Meist hat man es an den Gelenken und da fällt es nicht so auf. Aber deswegen muss man sich nicht fremd in seiner Haut fühlen, jeder liebt seine eigene Haut und betrachtet sie nicht als Fremdkörper, sondern die Krankheit wird als Fremdes angesehen.

Peter: Zu Reichs Haustkrankheit siehe https://nachrichtenbrief.wordpress.com/2016/05/08/the-journal-of-orgonomy-vol-3-no-1-march-1969/

Im Januar 1913 muß Reich seinen Schulbesuch unterbrechen, da am Ellenbogen psoriatische Plaques auftreten. Der Hautarzt verschreibt ihm eine scharfe arsenhaltige Chrysarobinsalbe, was eine schwere Hautentzündung hervorruft. Daraufhin liegt Reich für neun Monate in der Klinik Ehrmann in Wien, wo er sich einer Röntgenbehandlung unterzieht.
Den Rest seines Lebens hat er daran elaboriert.

Robert: Auf dem Foto [des oben verlinkten Artikels] kann man sogar Reichs Flechte an den Händen feststellen.

Und weiter: Cignolin
Zur Behandlung von Psoriasis wird oft Cignolin, auch Dithranol genannt, eingesetzt. Dieser Wirkstoff wurde bereits 1916 in Europa entdeckt.
Das heute chemisch produzierte Cignolin leitet sich ursprünglich von natürlichen Stoff Chrysarobin ab, der aus dem brasilianischen Goabaum gewonnen wurde.
http://www.schuppenflechte-lexikon.de/seiten/cignolin.shtml
Cignolin wird auch heute noch eingesetzt, meist als Minutentherapie, aber immer mehr durch systemische (innere) Medizin ersetzt.

O.: „Turner frägt sich, ob Reich sich im Geschlechtsakt, wenn seine Partnerin endlich ihren Ekel vor seiner Haut (er litt unter Psoriasis) überwunden habe, erstmals heimisch in seiner eigenen Haut fühlte. Könnte die sexuelle Revolution, so frägt Turner, vielleicht aus Reichs gestörtem Verhältnis zu seinem eigenen Körper entsprungen sein? (S. 35f).“
Es ist schlimm, dass jemand so unreflektierte und unreife Sätze schreibt. Da kann ich mich nur fragen, ob der Herr schon mal Sex im Leben hatte, wenn nicht sollte er doch besser über Fussball referieren. Wenn ich eine Frau wäre, was ich nicht bin, schlafe ich dann mit der Psoriasis??? Wenn ich als Mann eine Frau attraktiv finde, dann ist mir sowas doch völlig egal – und wenn mich das stören würde, würde ich die Frau ohnehin nicht mögen und dann erledigt sich die Diskussion über Sexualität doch von alleine.
Eine Erkrankung nervt jeden Menschen und jeder wünscht sich gesund zu sein. Nur manchmal muss man eben damit leben. Turner weiß gar nicht von was er spricht, wenn er von „sexueller Revolution“ redet. Der Typ regt mich schon auf, bevor ich ihn gelesen habe, ich würde ihn … bevor er den Mund öffnet. Er scheint echt der Superlativ von talentfrei zu sein. Das ist noch nicht mal amüsant oder entfernt witzig.
Ich hatte letztens einen Mann getroffen, der um die 40, war und mir sagte, er habe noch kein Sex gehabt. Nun das ist leider nicht ungewöhnlich, die meisten sprechen nicht offen darüber. Ich will sagen: Herr Turner, Sie sind nicht alleine und müssen auf den toten Reich auch nicht neidisch sein, der hat jetzt auch keinen mehr.
Und wenn ich mir das genau überlegen würde, will ich meinen, dass Sexualität im Alter auch nicht alles ist. Wenn die in der Jugend (oder im jungen Erwachsenenalter) askethischen Menschen dann später noch einmal Geschlechtsverkehr haben sollten, was sollen sie dann (bioenergetisch) erleben? Vermutlich ist das Verdrücken einer Currywurst das größere Vergnügen.
Turner könnte mit diesem Satz auch sein eigenes Problem auf Reich übertragen haben (klassische Projektion): Die Frauen ekeln sich vor ihm, vermutlich ist sein Gefühl da auch richtig.

O. weiter: „Darunter dann ein Bild von William S. Burroughs Akkumulator, der berichtet habe, er hätte in dieser „Kiste“ einen „spontanen Orgasmus“ gehabt.“
Da frag ich mich schon, wie er das mit dem spontanen Orgasmus fertig gebracht hat. Ich stehe mehr auf Rundungen und einen warmen weichen Körper … statt auf einen eckigen Kasten mit kalten Metallwänden. Von einem Kleiderschrank-Fetisch habe ich auch noch nichts gehört.

Darauf Robert: Das ist reiner Nonsens; ich las mal, er hätte einen Blechkanister genommen, etwas Wolle reingestopft, seinen Penis in die Öffnung des Kanisters getan und dann einen Superorgasmus gehabt.
Ein wahrer Witzbold, dieser Drogenjunkie…
Um etwas über Burroughs Gedankenwelt zu begreifen, kann man sich den Film „Naked Lunch“ anschauen.

Sebastian 2011:

Im übrigen ziemlich charakteristisch für die Geistes-„Wissenschaftler“, die heutzutage die Universitäten verlassen. Sie sollten lieber als Taxifahrer arbeiten und in den Wartepausen meinetwegen weiter Derrida, Deleuze und Foucault lesen, statt mit ihren wirren Ergüssen das geistige Erbe Europas langsam aber sicher vollends zu „dekonstruieren“.

Hahaha! Das erinnert mich daran, wie ich in einer Arbeitsgruppe in der Uni davon berichtete, dass ich mich gerade mit Reich beschäftige. Nach allgemeiner Schockstarre, meinte eine Mitarbeiterin, nachdem sie keine Argumente mehr hatte, zu mir: „Was beschäftigst Du Dich überhaupt mit so einem Quatsch? Reich lässt sich bestimmt auch vortrefflich dekonstruieren!“
Die Mitarbeiterin war übrigens von Taatoos übersät und hatte lauter Metall im Gesicht, wo man sich nur denkt: Autsch! Lachen konnte sie auch nicht. Sie war der linksliberale Querulant, der hier häufig beschrieben wird.

Robert 2011: Dass Turner ein Pamphlet schreiben würde, war nicht anders zu erwarten. Selbst bei versierten Personen, zB Psychoanlytikern, gibt es ähnliche falsche Angaben, es ist fast schon Standard und nicht anders zu erwarten.
Wichtig bleibt, dass sich wieder einige Leser mit Reichs Originalschriften beschäftigen werden.

Dazu Sebastian: Das ist eine seltsame Interpretation. Mag sein, dass vereinzelt ein paar Leser auf den Gedanken kommen das nachzuprüfen. Insgesamt ist das Buch hervorragend dazu geeignet alle Vorurteile gegenüber Reich nochmal zu bestätigen und zu betonieren („Wir habens ja schon eh immer gewusst!“). 500 Seiten über die Pathologie eines Mannes… Da muss ja etwas dran sein!

Robert antwortet: Das Problem ist doch, dass Reich vollkommen in Vergessenheit gerät, ablesbar an den Zahlen seiner verkauften Bücher.
So wird er wieder wahrgenommen. Und interessante Details sind immerhin auch in diesem Buch dabei.
Sogar Freud wird heutzutage noch immer unsachlich angegriffen (Onfray, Anti-Freud) und das landet sogar in den Bestseller-Listen.

Jonas: Onfrays Buch kennne ich nicht, allerdings finde ich es interessant, dass Onfray sich in seiner Freud-Kritik offenbar positiv auf Reich bezieht. Aus einer Rezension in der Zeitung „Die Presse“:

„Er stilisiert sich als ein wahrer Volksaufklärer, der an seiner „Universit´e populaire“ in Caen in der Normandie, wo er sein Leben lang gelebt hat, die dissidenten und unbekannten Philosophen lehrt und ausgräbt – aus dem Bereich der Psychoanalyse etwa findet einzig Wilhelm Reich Gnade vor seinen Augen…“ http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/648823/Freud-der-Krampus

Sebastian: „Immerhin ist Lia Laszkys Beschreibung von Reichs sexualaufklärerischen Aktivitäten in Wien und Peter Hellers Beschreibung der Ferienaktivitäten der Wiener Psychoanalytiker am Grundlsee 1929, jeweils von Turner referiert, lesenswert.“
Wenn Turner grundsätzlich unglaubwürdig ist, wäre ich mir nicht so sicher, ob er nicht auch bei Lesenswertem alles verdreht.
Das Buch scheint insgesamt hervorragendes Klopapier zu sein!

Robert 2011: Dazu beruft er sich u.a. auf die 1940 im Deutschen Reich herausgegebene Broschüre Geschlecht. Liebe. Ehe des nationalsozialistischen Psychologen Johannes Heinrich Schultz.
Das ist keine Broschüre, sondern ein gebundenes Buch von 170 Seiten. Ob Prof. Schultz, der Erfinder des Autogenen Training, wirklich ein Nationalsozialist ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn man seine Bücher liest, auch gerade ‚Geschlecht, Liebe, Ehe‘, wird einem klar, dass er in Opposition zur herrschenden Kultur des NS-Mannestums stand und sehr für mütterliche Liebe plädierte.
Meist wird seine „Schwulenfeindlichkeit“ herangezogen, was auch wieder eine totale Unkenntniss der damaligen Verhältnisse bedeutet. Im Gegenteil versuchte Schultz Schwule zu retten, auch wenn er in Teilen der NS-Ideologie Zugeständnisse machte (was gar nicht anders möglich war). Bei der Luftwaffe präferierte er eine analytische Behandlung statt der psychiatrischen Folter für Kriegszitterer. Er versuchte, im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste für seine Patienten herauszuholen.
Die Absurdität heutiger ‚politisch korrekter‘ Anschauungen auf die damaligen Verhältnisse zu übertragen, zeugt nur von einer geistig beschränkten Dogmatik, Ahistorie und enormer geistiger Begrenztheit

Dazu O.: Die NS Politik war so widersprüchlich, dass sehr unklar ist, für was sie eigentlich stand. Offiziell mag sie „schwulenfeindlich“ gewesen sein, die gesamte SS Elite war ein einziger Männerklub und trieb sich in quasi eigenen Offiziers-Schwulenkneipen in Berlin rum. Ob Hitler, wenn er eine Sexualität hatte, was komischerweise verschwiegen wird, nicht homosexuell war, wird man wohl nicht mehr erfahren. Ebenso widerspricht eine Mutterliebe nicht der NS Propaganda, die Mutter wurde geehrt und ähnlich einem Mariakult hochstilisert (s. Einführung des Muttertages). In diesen Dingen hat Hitler sehr „sozial“ denken können. Man denke auch an der Körperbetonung der Leibesübungen der Jugend. Da liegt auch das Yoga nicht weit weg von und erinnert an die okkulten Forschungen und Symbolausleihungen aus dem asiatischen Bereich. (Indien)
Im Reichschen Sinne ging es um Körperbeherrschung und „Verdrängung“ sexueller Impulse. Die Frage ist, ob das NS-Regime überhaupt einen Sinn für heterosexuelle Liebe hatte, außer zur Zeugung von Kindern und einem entsprechenden volkserhaltenden Familiensinn. Das erotische scheint aber eben in der offiziell verneinten Homoerotik gelegen zu haben, die man zu dieser Zeit nicht dem Volke als Norm verkaufen wollte, da man eben Soldaten und Arbeiter brauchte.
_______________________
Eine zweite Frage, die sich für mich bei Hitler stellt. Er stellt sich verbal gegen Freimaurer, das Finanzjudentum und in dessen Folge auch gegen die heutigen Illuminaten. Andererseits wurde er von diesen US- und vermutlich auch jüdischen englischen Banken finanziert und unterstützt. Seine Abhängigkeit von der Thulegesellschaft war letzlich eine Freimaurergesellschaft, wenn ich nicht irre. Er trat auch für eine NWO ein, ein Thema, dass sich ja heute wiederholt oder noch immer nicht ausgeträumt ist.
In diesem Sinne war Hitler auch nur eine politische Marionette. Möglicherweise hat er sich als er an der Macht war davon befreit und wurde daher zum „bösen“ Feind der Allierten. Ähnlich wie es mit Saddam Hussein (Irak) und mit Bin Laden (Afghanistan) ablief.
Reich hat diese Sachen nicht analysiert. Sondern evtl. völlig ungenügend Hitlers Hass gegen das Judentum als Hass gegen die (eigene) Sexualität gedeutet und ihm damit den NS-Revolutionsgedanken entrissen. Dieses Motiv nur psychoanalytisch zu deuten wäre damit eine historische Missinterpretation. Das Hitler die unerfüllte Sexualwünsche der Menschenmassen missbrauchte, sei unbestritten, wurde aber in jedem (auch der Alliierten) Staate so vollzogen und trat für Reich nur hier deutlichst auf.

Klaus über Turner: Au Mann, das wird nischt mehr mit Ernstnehmen …. nun lasst mal sein, alles nur sehr peinlich http://www.observer.com/2011/08/author-christopher-turner-takes-us-inside-the-orgasmatron/

Robert 2011: Von Peter Heller empfehle ich:
Eine Kinderanalyse bei Anna Freud (1929 – 1932).
Königshausen & Neumann 1986.
Wo er mit seiner Kritik an Anna Freud und derer Sexualfeindlichkeit nicht spart.

Robert weiter: Es ist sicherlich nicht Zufall, dass Anna Freud lesbisch wurde. Auch ihr Vater war ein Egoist, seine Tochter dermaßen für sich einzuspannen und dann noch der massive Fehler, seine eigene Tochter zu analysieren.

O. Says: Wenn man die hier von Anna Freud persönlich gemachte Intrige gegen die Reich Familie, seine Töchter und seine Exfrau betrachtet, kann man natürlich zu einem Urteil über die Freuds, die oben wie ein Liebespärchen vor der Kamera lustwandeln (hier hätte sogar ich den Ödipuskonflikt entdeckt …), kommen, dass auch auf die gesamte (im übrigen primär jüdische) Psychoanalyse einen Einfluss hatte.
Mit diesem Wissen, was Reich nicht hat durchblicken lassen – da er es für privat und persönlich hielt – haben wir hier wieder einmal Sektenstrukturen und Machtverhältnisse innerhalb einer überschaubaren Struktur (PA), die gezielt einen „Dissidenten“ zu zerstören suchten. Anna Freud, neben Ernest Jones, und Sigmund Freud waren verantwortlich auch für die weiteren Hetzkampagnien gegen Reich, die später von den Kommunisten und den Demokraten des „US-Regimes“ genutzt worden sind. Letztere hätten kaum Erfolg gehabt, wäre Freud hinter Reich gestanden.
Nun war Reich im Dilemma und noch immer verwoben mit dieser PA. Erst später kann man aus seinen Vorworten der Charakteranalyse zwischen den Zeilen herausinterpretieren, dass er sich von der Psychoanalyse lossagen wollte. Reich hätte nicht nur inhaltlich, sondern formal einen radikalen Schnitt machen müssen. Und dies schon 1927 als Freud gesagt „so dick“ – und da konnte dies psychoanalytisch nur eine Kastrationsdrohung vom (Groß-) Vater Freud gegen seinen geistigen Sohn Reich bedeuten, als der seinen „Penis“ (Potenz) in der Schrift „Funktion des Orgasmus“ zu sehen bekam. Freud fürchtete wohl um seine frigides und masturbierendes Liebchen Anna, die längst in die Frauenrolle inder sexuellen Vorstellung von Freud gewachsen war, als er seine Frau (mit 40) schon abstoßend fand.
So bekommt der ORgasmatron von Turner noch eine ungewollte, sinnige und erhellende „Interpenetration“. Und Freud gibt sich post mortem und seiner Bewegung noch den Thanatosstoß. Er mag Otto Groß als „Sohn“ kastriert und getötet haben, bei Reich ist er zwar nicht mehr zu Lebzeiten gescheitert, doch Therapie-Historiker werden den Ödipuskomplex als Projektion eines „psychoanalytisch mordenden Vaters“ betrachten müssen. Ferner ist auch der Wunsch der Tochter nicht der, Inzest zu begehen, sondern es ist der Wunsch des alten Sackes, seine erwachsene Tochter zu begatten. Somit dürfte die Existenz des Ödipuskomplexes bestritten werdne können und die Psychoanalyse als Okkulte Technik entlarvt werden ohne tieferen Sinn und ohne Verstand. Ich könnte diesen Faden weiterspinnen, aber es würde hier eh keinen interessieren, dass sollte man dann mal auf einem psychoanalytischen Kongress zum Besten geben. Das wäre der Job von Karl Falland & Bernd Nietschke – the strange case of Freud – zu schreiben.

Pierre: Fallend & Nitzschke sind in der Wolle gefärbte Freudianer und setzten sich für Reich nur ein, weil und insofern sie ihn für einen „Antifaschisten“ hielten. Als postfaschistische Antifaschisten kritisierten sie Freud und IPV nur wegen ihrer Politik gegenüber dem NS, wobei ihnen der „Fall Reich“ als Vehikel diente. Von ihnen ist also „The Strange Case of Sigmund Freud“ nicht zu erwarten.

O. Says: Hier am Ende eines Vortrages, der die Abgrenzung Reichs zu Freud zum Thema hatte, die üblichen Fragen einer esoterischen, aurasehenden, okkult-faschistisch strukturierten Person, die Orgon mit allen anderen asiatischen Energien vermischen möchte und damit unausgesprochen sagen möchte „Es ist doch alles nichts neues“ – dann möchte sie noch den Vergleich zum kollektiven Unbewußten (dem arischen okkulten Hitlerfreund C. G. Jung) führen und läßt sich auch hier bestätigen, dass dies Orgonenergie sei – was Reich in … speaks of Freud gesagt haben soll. – Eine Behauptung die nur im weitesten Sinne gemeint sein kann.

Robert 2011:
Hoffentlich wird das Buch wird bald auf Deutsch übersetzt. Die Zitate machen neugierig, auch weil Turner offenbar einige unbekannte Details ausgegraben hat. Darum begrüße ich jedes Buch über Reich, was neue Informationen bringt.
Im übrigen hat es keinen Sinn, sich über Turners Buch zu beklagen, da er genau das schreibt, was der pornographische Neurotiker hören will. So ein hervorragendes Buch wie das von Rothländer (Karl Motesiczki) hat dagegen überhaupt keine Erfolgszahlen, sondern ist ein Ladenhüter.

O. Says: Das was Turner hier zu tun pflegt, unterscheidet sich in nichts von Teenagern, die bei „fratzenbook“ ihre Mitschüler mobben. Er erzählt ewig dieselben Stories von Masturbation in seinem Orgasmotron, von Madness zu diesem und jenem Zeitpunkt und von wissenschaftlichen Ableitungen koppulierender StudentInnen, die er wohl bei „hisporn“ gesehen hat. Nur zu dumm, das Tote sich nicht mobben lassen. Bei Mesmer kommen seine heimlichen Wünsche zu Tage, endlich mal eine Frau sehen, die ihre Schenkel vor ihm spreitzt, sorry I guess this day will never come to you.

Klaus: In Welt-online (http://www.welt.de/kultur/article13588740/Wie-die-sexuelle-Revolution-nach-Amerika-kam.html) hat man eine neue Erkenntnis:
„Das grandiose Missverständnis besteht nun darin: Wilhelm Reich war keineswegs der Prophet des ungehemmt-wilden Herumvögelns. Sexualität sollte seiner Meinung nach unbedingt mit Liebe verbunden sein. Homosexualität hielt er für eine Krankheit, die es zu behandeln gelte. Wenn die linken Literaten, die in ihren Orgonakkumulatoren herumhockten, das gewusst hätten, sie wären schreiend ausgebrochen.“
Ansonsten das übliche:
„Erste Anzeichen von Verrücktheit – im klinischen Sinn – zeigte er bereits 1934, als er beim psychoanalytischen Kongress in Luzern auftrat, in einem Zelt campierte und ein großes Messer im Gürtel trug. Am Ende seines Lebens war Wilhelm Reich ein Alkoholiker, der Frauen schlug, sich von Feinden umstellt sah und mit Wasserstrahlen Ufos jagte, die seiner Ansicht nach die sexuellen Energiefelder vergifteten.“ ………..

O. 2011: Das ist eben klassiche Konditionierung des Lesers beim Reiz „Abartiges“ gepaart mit „Reich“ zur Reaktion „Ekel“, wo Abartiges = Turner stehen müsste.

Robert: Nachdem ich nun das ganze Buch gelesen habe, bin ich etwas ernüchtert darüber. Es enthält zahllose neue Quellen und Informationen, die das Buch durchaus lesenswert (ich würde behaupten zum m u s s) machen, aber insgesamt wird es Reich nicht gerecht.
Allerdings ist das Werk auch um Objektivität bemüht, er läßt immer auch die Gegenseite zu Wort kommen, was Turner ehrt.
Und seine historische Aufarbeitung von Margaret Sanger bis Fritz Perls ist durchaus gelungen, wenn auch etwas verworren.
Turner ist der durchschnittliche kleine Mann, der über etwas schreibt, wie es der typische Journalist machen würde – so verliert er sein wertvollstes Kapital. Dabei hätte er durchaus Gelegenheit gehabt, aus den vielen wertvollen Interviews und neuentdeckten Quellen etwas zu machen, was Bestand gehabt hätte. Aber ich habe den Eindruck, dass er unter dem Zwang stand, nichts von Reich ernstzunehmen und ein typisches halbseidenes Produkt des postmodernen Zynismus zu realisieren.
Ich hoffe, dass Wissenschaftler und Historiker mit dem nun entdecktenden Material neue Untersuchungen beginnen werden.

Robert weiter: „Beispielsweise fand Kinsey, daß 17 Prozent der Farmarbeiter „Tiersex“ praktiziert hatten (S. 211). „Kinsey catalogued different kinds of orgasms with Reichian enthusiasm“ (sic!) (ebd.).“
Sehr gute Kritik an Kinsey in dieser Heftbesprechung

Klaus: „In diesem Blog wurde eingewendet, daß durch Turners Buch Reich vielleicht wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.“
Na danke. Es ist eben gar nicht unbedingt erstrebenswert, Reich Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Den Erkenntnissen soll Aufmerksamkeit zuteil werden, und dafür bedarf es nicht einmal des Namens „Orgon“. Man kann die Phänomene erst einmal ohne Bezug auf den Mann beschreiben und hinterher wieder ‚zusammenpuzzeln’ derart, dass die von Reich angenommenen Zusammenhänge aufgrund der ‚Datenlage’ naheliegen.
Der Mann Reich ist
– durch seine Anhänger
– durch die 68er
– durch die Esos
– …. ?
so lächerlich gemacht worden, dass da wohl nicht mehr viel zu machen ist.

Peter: Es ist Heiko Lassek sehr hoch anzurechnen, daß er vielen terminalen Krebspatienten geholfen hat. Über Jahre war er der einzige seriöse Ansprechpartner weltweit! Auch ist ihm sehr hoch anzurechnen, daß er eindringlich vor einem Kult um den Orgonenergie-Akkumulator gewarnt hat: Es sind Leute, gegen Lasseks eindringliche Warnungen, elendlich an Krebs verreckt, weil sie die „Schulmedizin“ aus ideologischen Gründen abgelehnt haben und sich mit dem ORAC selbst behandeln wollten.
Es war immer wieder der anorgonotische Lähmungszustand, der mir bereitsgesundende Krebskranke tötete; (…) sie starben, als die natürliche orgastische Erregung auf die Plasmastauung stieß. (DER KREBS, S. 373f)
Das zweite Grundproblem der orgonomischen Krebstherapie ist die Selbstvergiftung des Körpers durch die „fauligen“ Abbauprodukte, die bei der Auflösung des Tumors freiwerden und u.a. zum Nierenversagen führen. Steht alles in DER KREBS.
The elimination of the pathways for getting rid of detritus is a problem that has not yet been solved. I believe that the task of healing fully developed cancer is just as hopeless as trying to treat fully developed character neuroses. (AMERICAN ODYSSEY, S. 321)

Peter 2011: Jetzt auch eine Besprechung in der NEW YORK TIMES von niemandem anderem als Christopher Hitchens, einer Medienpersönlichkeit in der angelsächsischen Welt. Ein Trotzkist, der vehement für George Bush eingetreten ist – also der über das ganze politische Spektrum hinweg gehört wird.

Dazu werden dann auch gleich noch Auszüge aus dem Buch geboten:

DeMeos Antwort auf die Besprechung in THE NEW YORK TIMES:
http://www.dailyhitchens.com/2011/09/inside-orgone-box.html

Peter weiter: Der NEW YORK TIMES gefällt Turners Buch!

O.: Orgasmoturns gibt es viele, doch nur einer ist echt.
http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/reviews/adventures-in-the-orgasmatron-wilhelm-reich-and-the-invention-of-sex-by-christopher-turner-2343723.html

Peter zur Frage der „Spieltherapie“: Siehe den Film ROOM FOR HAPPINESS. Mit „Spieltherapie“ meine ich die ganz normale Vorgehensweise, wie sie jeder gute Kinderpsychotherapeut durchführt – angereichert mit orgontherapeutischen Elementen und „informed by orgonomic principles“.

Bernd Wolfgramm:Es ist nicht gut diesen Müll von Buch des C. Turners weiter zu verbreiten, zu übersetzen und auf die ohnehin schon verblödeten Menschen auszuschütten.
Nicht alle Bücher dieser Welt machen sie lebenswerter. Egal ob „freie Gesellschaft“ oder nicht.
Die E-verpesteten Menschen werden sich draufstürzen und es als Waffe benutzen eine weitere Hoffnung zu zerschlagen, damit sie in Ruhe in Ihrer Panzerung dahinvegetieren können.
Bitte veröffentlichen Sie, Herr Nasselstein, ein Buch, kürzer, verständlicher, liebevoller, geistreicher und emotional einprägsam – wie sie es in diesem Blog schon begonnen haben – damit alle die WR und das Lebendige lieben etwas in der Hand gegen dieser Haßwerk haben!

One chance: Wer Myron Sharaf kennengelernt hat, und ich meine nicht nur in seinen Workshops saß, wo die erste Reihe beim Sprechen den Kaffee den er schlürfte, aufs Papier usw. spukte, der wußte, dass er noch frisch denken konnte. Sein Körper war ein Wrack und er war über Jahre dem Tode nah, da kann man nichts „Lebendiges“ mehr erwarten. Ob er das Oranur wahrgenommen hat oder nicht, ist völlig uninteressant. Er hat daraus keinen Hehl daraus gemacht, wenn er an etwas gezweifelt hat und er hat aber nicht behauptet, dass so etwas nicht da gewesen wäre, sondern nur dass er es nicht gespürt hat.
Nebenbei bemerkt, wenn jemand die DEUTSCHE Ausgabe liest Der heilige Krieg des Lebendigen – oder wie der Schrott heißt, dann hat er kein Buch von Sharaf in der Hand, sondern eine Turnerausgabe. Verbrennt das Buch und lest die Amerikanische Ausgabe.
Sharaf hat sich nicht als „Orgontherapeut“ bezeichnet, obwohl er mehr von Reich gelernt hatte als irgendein Möchte-gern-Therapeut. Die ganze R.-Szene hat das Orgon nicht mal gespürt, also was soll die Aussage, das Sharaf zweifel hatte, ob jemand Oranur spüren konnte? Sharaf hat provoziert. Das war seine Lektion für andere. Dummköpfe wie Turner verstehen das nicht. Wenn du an Orgonenergie glaubtest, sagte dir Myron „ich spüre nichts, was spürst du?“ … Er enttarnte den blinden Glauben und die Gefolgschaft als deinen inneren faschistischen Charakter, mit dem du dich auseinandersetzen konntest. Er war Therapeut durch und durch, wie Franz Ferczak sagt „für Blöde nicht erkennbar“.
Das erste was er dich im persönlichen Gespräch fragte, war: Du bist Deutscher und ich bin Jude, hasst Du Juden? Do you hate me? (in agressivem Ton) – Da mag man erstmal geschockt sein und denken ist der irre? Bei ihm musste man nun erstmal hinter die Kulisse schauen, was in Berlin keiner gemacht hat. Alle waren begeistert, dass er als Halbtoter Reichs Worte predigt. Die Rolle hat er gespielt. Nicht die Gespielin eines hier nicht zu nennenden „Therapeuten“, die ihn ins Bett kriegen wollte, kannte ihn, noch die anderen, die meinten sie würden mit ihm kommunikativ verkehren. Sie hielten ihn wohl für verblödet. Er nahm es in Kauf in Berlin im Haus dieser Gespielin zu sterben, statt in Boston, weil er hier hoffte ein paar Menschen erreichen zu können und ihnen noch etwas geben zu können, was sie tief bewegen würde. Nur deswegen war er nach meiner Einschätzung in Berlin und nahm die Demütigungen in Kauf. Er machte seinen letzten Auftritt auf der Weltbühne Berlin. „Das Leben ist ein Bühne, spiele deine Rolle!“ Myron Sharaf 1995. [hier zitiert nach O.]
Ein Turner kann zitieren, wen und was er will, es ist immer der Erguss seiner Feder und seiner Hirnwindungen.

O.: Sharaf hat wohl seinen eigenen Stil gehabt. Die „Orgontherapie“ hat er anderen überlassen, das war nicht sein Interesse. Ich denke, dass er die provozierende Arbeit schon von Reich hatte, der sich für Patienten auch nicht mehr so viel Zeit nahm (Forschung stand im Vordergrund) und gleich (bestimmt etwas ungedulfig) lieber gleich zum Kern des Problems kam. Ebenso hat er mit der ihm eigenen, aber nicht auf den ersten Blick erkennbaren, körperlichen Präsenz gearbeitet und einem „warmen Herzen“, wenn man das so sagen kann. Er konfrontierte nicht inhaltlich mit einer Situation durch Darstellung einer Problematik oder dem Angebot einer (konträren) Lösung. Er „provozierte“ oder weckte die Emotionen sehr direkt. Teilweise mit der Aufforderung mal ein wenig zu atmen, beobachtete kurz die sichtbar werdende Blockierung und zauberte dann eine Thema als psychodramatische Szene mit lauter Stimme. Den Patienten auffordernd auch etwas lauter zu werden und die Emotionen kommen zu lassen. Seine Technik war sekundär wichtig. Das, was mit dem Patienten passierte und wie es sich im Verlauf entwickelte, stand im Vordergrund und war nicht vorhersehbar. Sharaf hatte meist keine Vorinformationen oder nur recht wenig.
Auf diese Weise hat man sofort gespürt, was der Körperpanzer bedeutet und welche Themen er speichert. Dies nachahmen zu wollen, geht nicht. Ich nehme an, dass er dass von Reich gelernt hat und dieser so mit ihm gearbeitet hatte. Wie man dies nun nennen will, ist unwesentlich, Sharaf hat es wohl psychoanalytische Körpertherapie genannt und eben nicht medizinische Orgontherapie.
Man mag jetzt denken, dass muss doch so ähnlich wie Skan gewesen sein, ähnlich vielleicht, aber eben nur das.
Vom Prinzip ist die emotionale Ausdrucksarbeit, das wie Orgontherapie europäisch verstanden wird.
Doch das ACO arbeitet klar anders, würde ich sagen, evtl. jedoch mit dem gleichen Ziel, aber ohne so persönlich und emotional in Beziehung zu gehen. Sharaf war nach einigen Stunden immer fix und fertig, weil ihn das auch immer physisch sehr mitnahm. Der Patient war danach aufgewühlt, aber fühlte sich damit „nicht im Regen stehen gelassen“, wie das bei Konfrontationen häufig das Gefühl ist, wenn es nicht nachbearbeitet wird.

Peter: Hier mal was vernünftiges über Reichs OIRC, die Kinder der Zukunft:
http://www.psychorgone.com/history/how-i-became-a-case-history-for-dr-wilhelm-reich

Robert: Dr. Reich gave me a small pamphlet to read called “The Barbarity of Circumcision”.
http://www.historyofcircumcision.net/images/stories/resources/snow.pdf

Robert 2009: Peter Reich berichtet in „Der Traumvater“, wie er von seinem Vater vegetotherapeutisch traktiert wurde. Es war für ihn sehr schmerzhaft, allerdings fühlte er sich danach besser.

Manuel: Der Bericht von Susanna Steig zeigt ebenso wie der von Roger Wilcox
http://home.netcom.com/~rogermw2/Reich/personal.html
das keineswegs nur Laientherapeuten ein Problem darstellen. Hier werden Anklagen unter anderem gegen Elsworth F. Baker und Albert Duvall erhoben, also die von Reich selbst als „Führungspersönlichkeiten“ der Orgonomie eingesetzten Leute. Insofern sind die „Fragezeichen hinter Reichs Lebenswerk“ noch wesentlich größer…

Peter: Eines der Kinder war Paki S. Wright, die über ihre Erfahrungen einen Roman geschrieben hat: The All Souls‘ Waiting Room
http://www.amazon.com/All-Souls-Waiting-Room/dp/0759656177/ref=cm_cr-mr-title
Der Reviewer James Strick ist übrigens ein führender orgonomischer Biologe und Historiker.

Klaus 2010: „I was three years old. What I remember: my mother leading me down the long, dark hallway of our New York City apartment. The cold, tiled hallway. A bus. Going up the stairs of a concrete building, cold, huge and scary (a warehouse, I now realize).
She was sitting in a chair. A gypsy-like woman dressed in shiny silks, with her breasts hanging out of her blouse. Her name was Felicia Saxe. I was left alone with her. The sharp pain of her fingers and nails digging into my shoulders. And then, I was caught up in what felt like a screaming, crying machine that would never stop. My screaming and crying was what she wanted.
More memories: my face coming closer and closer to her breasts, being shoved into her breasts — I couldn’t breathe! A huge vagina, coming nearer and nearer to my face. And then, as if from afar, her holding me on her lap, her hand under my skirt, masturbating me.
I remember being on a bus with my mother, on the way there. There were newly blooming Spring trees. I said something about what was happening. My mother looked out the window.“
Tja, also, wäre schon schön zu wissen, was da dran ist.

Dazu Peter: Das Tragische bei der ganzen Sache: Saxe war eine Laientherapeutin, die nur Kinder therapieren durfte, als sie auch Erwachsene nahm, hat Reich sie umgehend aus der Orgonomie rausgeworfen und darauf insistiert, daß nur noch Mediziner therapeutisch tätig werden dürfen. Lowen nahm daraufhin in recht fortgeschrittenem Alter ein aufwendiges Medizinstudium auf. Ob Reich von dem Mißbrauch wußte und sie auch deshalb rauswarf, weiß ich nicht.
Michael Silvert mußte er verbieten, jemals wieder Frauen zu behandeln, weil er sich (wenn auch nur verbal) seinen Patientinnen grob sexuell genähert hatte.
Alles unendlich ekelhaft.

Klaus: Ja, aber das versteh ich nun gar nicht. Ist es denn verantwortungsvoller, Therapeut für Erwachsene statt für Kinder zu sein?
Nee oh nee, Blechkisten sind verlässlicher.
„Ich habe beispielsweise vor 30 Jahren mit einer Person schlechte Erfahrungen gemacht, die ohne jede psychiatrische oder psychotherapeutische Ausbildung „Orgontherapie“ angeboten hat.“ Je nachdem, was man unter einer psychotherapeutischen Ausbildung versteht, wimmelt’s davon. Was eine psychiatrische betrifft, kenne ich in Deutschland keinen einzigen Fall. Ich habe den Eindruck, dass es vor allem einer guten Intuition bedarf, um z. B. bei Dipl.-Psychs zu erkennen, ob sie wenigstens keinen Schaden anrichten oder sogar ein wenig hilfreich sind. (Ich meine, dass es das gibt.) Schade ist aber vor allem, dass die starken Kriterien, z. B. Orgasmusreflex, die Reich so sehr zur Theoriebildung anregten, kaum noch auf ernsthaftes Interesse stoßen. Und dabei ist zu bedenken, dass Reich selbst Beobachtungen machte (in „Der Krebs“ angedeutet), die ihn ahnen ließen, dass es wiederum von best. Bedingungen abhängt, was der Orgasmusreflex über den Zustand eines Patienten aussagt. (Das war ja der Anstoß für die neueren Methoden, die so etwas wie ‚Ladungshaltevermögen‘ berücksichtigen.) Darauf dürfte Lassek mit Recht mehrfach hingewiesen haben. Es mangelt an Grundlagenforschung.

Peter: Nein, es ist wirklich so, daß Therapie mit Kindern einfacher ist, weil einfachste Interventionen reichen, um eine Blockierung aufzulösen. Und selbst wenn das bei Erwachsenen auch ginge: die sind es seit Jahrzehnten gewohnt verkrampft zu sein, so daß eine plötzliche „Entpanzerung“ absolut verheerend wirken muß.
Beispielsweise kann ein Orgonom einer Mutter in Windeseile beibringen, was sie zu tun hat, um immer wieder die Atemsperre ihres Babys aufzulösen. Während er für die Atemsperre ihres Ehemannes Jahre braucht.

O.: „…Ich wußte sofort, als ich vier Jahre alt war, daß er Kinder liebte. …“ Dies bezieht sich wohl auf Reich der Kinder von Herzen liebte; in diesem Kontext kann man es auch als Missbrauch verstehen, was wohl in dem Satz nicht gemeint war.
Kranke, d. h. orgastisch total impotente, Kinderficker in der „Orgonomie“ gibt es immer und werden lange unentdeckt bleiben, weil es dort keiner vermutet oder wissen will.
– Nicht zuletzt auch deshalb ist nichts von Kinder-Orgontherapie oder Babytherapie zu halten; selbst dann nicht, wenn die Panzerung sich in dieser Zeit schon bilden muss und die muskulären Verhärtungen fühlbar sind. Eva Reich hat es den ELTERN überlassen ihr Baby sanft zu massieren (kostenfrei versteht sich).

Peter:

Robert 2011: „Begriffe wie „Liebe“, „Gesundheit“ und „Normalität“ sind, frei nach Foucault, bloße Machtinstrumente, d.h. „faschistisch“.“
Foucault ist der reinste Typus des „modern liberal“, der für den Islamfaschismus nur noch tiefe Bewunderung hegen kann; so schreibt er Februar 1979:
Seit gestern kann jeder muslimische Staat von innen her revolutioniert werden, auf der Grundlage jahrhundertealter Traditionen.
Das ist vielleicht die erste große Erhebung gegen die weltumspannenden Systeme, die modernste und irrsinnigste Form der Revolte.
http://www.netzeitung.de/sport/270877.html

Robert: Kritik an Turner vom ACO:
http://www.orgonomy.org/public_eye_turner.html
http://www.orgonomy.org/images/images_misc/WSJ_Allen.pdf

Robert: Eine heiße Debatte zu James DeMeos Buchkritik:
http://www.amazon.com/review/R248562XEKAZQ1/ref=cm_cr_pr_cmt?ie=UTF8&ASIN=0374100942&nodeID=&tag=&linkCode=#wasThisHelpful
Malcolm Brenner says:
It’s time you got off the Reichian party line, Jim. Reich is dead, there is no orgone, he was not the „great man“ he, you and others trumped him up to be. His placement of Dr. Albert Duvall as head of the Orgonimic Infant Research Center got me raped as a little boy, and got countless other infants and children abused as well. Roger Wilcox, Lorna Luft and I all independently agree on that. Reich pushed sex onto little kids whether they wanted it or not, and it’s us, the „Children of the Future,“ who are calling you out on your belated idol-worship. Reich was a deluded, schizophrenic madman.

Dazu O.: Seit Turners Schmierwerk kann man ohnehin keine Kritik mehr glauben.
Jedoch stellt sich die Frage, ob der sexueller Missbrauch an Kindern durch Albert Duvall stattgefunden hat am OIRC. DeMeo verneint dies nicht, sondern argumentiert, dass Reich dafür nicht verantwortlich sei. Er ist nicht persönlich verantwortlich, aber organisatorisch hätte so ein Mensch nicht in eine solche Position kommen dürfen.
Bei aller Überwachung von Reich hätten auch die „investigativen Behörden“ hier sofort ein Verfahren einleiten müssen. (evtl. FBI, CIA, FDA) Stattdessen wühlten sie um Orgonon herum, nach „sex in the box“.
Da kommt der Verdacht auf, wenn man sie nicht für total inkompetent hält, das solche Schweinereien gedeckelt, und die Täter mit allen Mitteln geschützt werden. Und man fragt sich – voausgesetzt es stimmt – zu welcher Seite Hr. Duvall gehörte, dass man ihn schützte.

Peter: Duvall wurde von Reich und Baker geschützt, obwohl es einige Hinweise gab, die im Laufe der Jahre an sie herangetragen wurden. Cott, der als zuständiger Mann des Orgonomen-Verbandes dem ganzen nachgehen wollte, wurde von Reich zurückgepfiffen, worauf Cott die Orgonomie verließ. Reich hielt viel von Duvall und wollte ihn wohl gegen die „Emotionelle Pest“ schützen. Baker war engstens mit Duvall befreundet und hat die Sache nicht untersucht, nachdem Reich gestorben war, obwohl es Bakers Pflicht war.
Es ist natürlich nicht ganz ausgeschlossen, daß Duvall tatsächlich unschuldig war! Aber wie das jetzt untersuchen?

O.: Heißt das, dass Duvall irgendwann angezeigt und verurteilt wurde?
Es gab wirklich genug Katastrophen um Reich, da Bedarf es nicht noch weiteren …

O.: Die Arbeit im OIRC … was war sie? Mehr Fragen als Antworten vielleicht. Beginnen wir die Fragen wieder zu stellen ohne gleich eine Antwort zu haben.
„….Don’t do this little thing here or become this great liberator
there. Go very slowly, from the small little doing and ask
the question: ‘What can I do to help my life along and
what can I do to understand the one who is against it?’
Not fight him and say, ‘DOWN, DOWN, DOWN!’—
that’s politics, that’s exactly what we don’t want.
Understand him first, why he does it so feverishly.
Then you will find your ways.” WR
http://www.wilhelmreichtrust.org/orgonomic_infant_research_center-2008_10_25.pdf

O.: Nun es sollte mehr eine Warnung sein, in solchen Projekten genau hinzuschauen. Und wenn ein solcher Verdacht schon ausgesprochen wurde, sollte man dem auch nachgehen, er lässt sich nicht aus dem Weg räumen, in dem man ihn „verschweigt“. Ob dies ein Fall von emotioneller Pest war, wird man dann sehen müssen.
Geht man davon aus, dass dieser Mensch von einem Therapeuten angefasst wurde und dies als invasiv erlebt hat – sich missbraucht fühlt, dann kann man vielleicht zumindest eines daraus lernen: Finger weg von den Neugeborenen!
Wer meint denn das Recht zu haben ein fremdes Kind (gegen die eigene Willensbekundung des Kindes) anzufassen? Mag der „Therapeut“ noch so „reichianisch erleuchtet“ sein, er hat seine Hände nicht ans Kind zu legen und es zu „massieren“. – Nun wer dem jetzt widersprechen möchte, sollte erst einen Moment nachdenken, finde ich.
@ Christian: abgesehen davon, dass ich kaum einen Ansatz sehe, hier etwas untersuchen zu können, sind mir die Kosten hierfür zu hoch.

Peter: Hier eine vernünftige Besprechung von Turners Buch:
http://www.orgonomyuk.org.uk/Orgasmatron%20Review.html

Robert: Ich finde übrigens Turners Fragestellung, warum diese Beatniks und homosexuellen Subkulturellen sich dem Orgonakkumulatur zuwandten, durchaus legitim. Was sie sich davon erhofften, warum sie Reich überhaupt für voll nahmen, wo er doch in der Wissenschaft als verrückt galt. Womöglich ist die sexuelle Revolution im Westen zum Teil auf dem Mist dieser von Reich beeinflussten Beatniks und „Kulturschaffenden“ gewachsen.

Dazu O.: Wilhelm Reich war unter den Studenten allgemein bekannt und nicht nur unter den paar übriggebliebenen Dauer-Reichianer, die sich seit 40 Jahren nicht weiterentwickelt haben. (Das ACO ist hier nicht gemeint) – Darunter gab es auch wohl Schwule – das kann man wohl nicht ausschließen, die im ORAC wartend auf die sexuelle Befreiung (ein-)saßen und ausharten. Diese hier zum allgemeinen Kunden für ORACS zu stilisieren, ist typisch „Sportler“. Vielleicht verzerrt sich auch seine Wahrnehmung, weil er nur mit solchen Beatnix und Homosexuellen der 90-er abhängt.
Niemand ist dafür verantwortlich, welche Fans er hat. Zumindest hat Reich solche Leute nicht zu sich geladen.

Peter 2012: Es ist still um den Orgasmatron geworden. Und das obwohl es Berichte über ihn einst sogar in renommierte deutsche Zeitungen geschafft hatten. Was ist passiert? Ging der winzigsten Orgasmusmaschine der Welt etwa der Saft aus?
http://www.multi-gyn.de/blog-archivieren/blogpost/191-orgasmusst-rungen-nichts-neues-vom-orgasmatron.html

O.: Es darf an dieser Stelle klar an Sigmund Freud erinnert werden, der aus Fehlleistungen und Projektionen auf die Phantasie des „Senders“ (in diesem Fall Turner) schließen konnte. Die Themen und Inhalte, die Turner Reich andichtet, sind Zeugnis seiner eigenen perversen Phantasie: Sex mit Kindern in einer Folterkammer etc.
EKEL ist die natürliche Reaktion auf sein Engagement als „bester Reich-Kenner aller Zeiten“.
Wer wird sowas auf dem deutschen Markt lesen? Welcher Käufer wird dieses Buch in sein Regal stellen? Reich interessierte Leser sind abgefültt und brauchen nicht das x-te Tertiärbuch zu ihm. Die Jugend spricht er nicht an. So bleibt nur die Berliner Schwulenszene und hätte am besten im 2001 Verlag veröffentlicht werden müssen.

Robert: Christopher Turner, a very interesting young writer and thinker (& husband to the excellent Gaby Wood of the Observer), is proposing nothing short of a fascinatingly oblique new history of sex and sexuality in the twentieth century that will trace the roots of the freedoms so many in the American-led West enjoy to the hilt without a thought of how they became licensed so to do…
http://www.harpercollins.com.au/books/Adventures-In-The-Orgasmatron-ow-Renegade-Europeans-Conceived-the-Ameri-Christopher-Turner?isbn=9780007450350&HCHP=TB_Adventures+In+The+Orgasmatron:+ow+Renegade+Europeans+Conceived+the+Ameri

Peter: Christopher Turner, with Wellcome Trust, Slanders Reich Again
Another major smear of Reich, for the umteenth time, now in the Irish Mirror, and at the Wellcome Trust Museum in the UK.
http://obrlnews.wordpress.com/2014/11/07/christopher-turner-with-wellcome-trust-slanders-reich-again/

Klaus 2014: Es sind ja schlichtweg willkürlich falsche Behauptungen. Inhaltlich bewegt sich derartiges zwischen merkwürdigen Extremen :
“He thought the cure for all society’s ills was for everyone to have frequent orgasms.”
(http://www.irishmirror.ie/news/weird-news/institute-sexology-racy-sex-exhibition-4583818)
Einerseits.
Ein Aluminiumröhrchen mit Quarzkristallen zum Davorsitzen andererseits.
(http://www.praxis-michalke.de/17.html)

Dazu Says: Zitat aus deinem Link:
„Was der Orgonstrahler mit 100%iger Sicherheit nicht kann:
Beschwerden und Krankheiten heilen, wenn Sie es nicht wollen“
Die Verantwortung für ein Nichtfunktionieren kann somit bequem wieder auf den Patienten abgeschoben werden.

O.: Für mich ist diese Aussage ein Hinweis auf die Wirkungslosigkeit einer Behandlung, die auf Einbildung beruht, aber nichts energetisch bewirken kann. Nur bei der Suggestion ist die eigene Haltung des Klienten relevant.
Der Orgonstahler hingegen hat keine mir vorstellbare oder fühlbare Heilwirkung, aber er ist dennoch keinesfalls harmlos. Dadurch, dass er exrtrem stark „Energie“ (kein Orgon) bündelt und erzeugt, wirkt er – was auch wahrgenommen wird und dann irrtümlich (für mich) als „Wirkung“ interpretiert wird – schädlich bei direkter Einwirkung und, falls Fernwirkung festzustellen ist, auch dann. So bescheiden das klingen mag, würde ich jemanden krank machen wollen, würde ich ihn als erstes anwenden.
Somit ist folgendes Zitat verkürzt völlig richtig: „Was der Orgonstrahler mit 100%iger Sicherheit nicht kann: Beschwerden und Krankheiten heilen, …“

DORgonit: die „Orgonit“-Weltverschwörung

23. Juni 2016

Über das Miasma der Verschwörungstheorien, habe ich mich bereits in Die Emotionelle Pest (Teil 2) geäußert. Hier ein willkürliches Beispiel für den ganzen Dreck, den „esoterische“ Verschwörungstheoretiker verbreiten – sie selbst sind die größten, die eigentlichen Verschwörer – Werkzeuge der Emotionellen Pest.

Die Verschwörung hinter den Verschwörungstheorien ist nichts anderes als die gepanzerte, lebensfeindliche Struktur der Massen. Die Panzerung bedingt folgende Faktoren, die Verschwörungstheorien bestimmen:

  1. Aufgrund der eigenen Panzerung, den jeder natürliche Impuls überwinden bzw. durchdringen muß, hat der Verschwörungstheoretiker den Eindruck, daß nichts spontan („von selbst“) geschieht, alles muß von außen angestoßen werden (= „Verschwörung“).
  2. Da insbesondere die Augenpanzerung betroffen ist, ganz ähnlich wie in der Schizophrenie, werden die absurdesten „Hintermänner“ vermutet (beispielsweise die offenbar allmächtige und hypereffiziente „CIA“…).
  3. Aufgrund der mechanistischen Grundeinstellung (die mit einer mystischen stets einhergeht und umgekehrt) müssen große Ereignisse auch entsprechend große Ursachen haben. Der „Schmetterlingseffekt“ wird von Verschwörungstheoretikern ausgeschlossen. Für sie ist es nie der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt, sondern immer gleich ein ganzer Tsunami. Beispielsweise kann in ihrer Welt der unbedeutende Lee Harvey Oswald nicht für die Ermordung des bedeutenden J.F. Kennedy verantwortliche sein.
  4. „Outsourcing“ der Panzerung: Die Panzerung hat die Funktion Energie und Motilität zu begrenzen, um die Menschen vor seiner ansonsten frei flotierenden Angst zu schützen. Diese Funktion kann man buchstäblich „outsourcen“, indem man etwa eine Frau heiratet, die ständig nörgelt und einen „runtermacht“. Der Vorteil ist, daß man die Eigenverantwortung vollständig abgibt. Genauso bei der Verschwörungstheoretikern, die in den freiesten Gesellschaften leben, die die Menschheit je gekannt hat, die aber so tun, als würde alles durch geheime Mächte kontrolliert werden. Aus Freiheitsangst bestreiten sie schlichtweg, daß es Freiheit und Eigenverantwortung gibt. „Die Mächtigen sind schuld“ – und man muß gegen sie für die Freiheit kämpfen…
  5. Verschwörungstheoretiker geben also vor, für das OR (die gesunde Orgonenergie) zu kämpfen, in Wirklichkeit identifizieren sie sich jedoch mit dem DOR (der abgestorbenen, giftigen Orgonenergie, die in der Panzerung gebunden ist).
  6. Sie fühlen sich intellektuell überlegen: sie haben den Durchblick. Tatsächlich verlagern sie Energie in den Kopf (Verachtung für jene, die kein „höheres Bewußtsein“ erlangt haben).
  7. Gleichzeitig verlagern sie ihre gesamte Aufmerksamkeit weg vom Kern (bioenergetische Prozesse, Arbeitsdemokratie) hin zur Fassade (willentliche Machinationen, Politik). Sie sind die archetypische Verkörperung von „Oberflächlichkeit“.
  8. Ihre Aktivitäten zeugen von einer alles bestimmenden Verantwortungslosigkeit und Kontaktlosigkeit – kurz, sie sind die archetypische Verkörperung der Panzerung.
  9. Sie bilden schnell quasi-religiöse, faschistische Kulte. Ihre Ausdrucksweise erinnert fatal an die faschistischen Massenbewegungen des letzten Jahrhunderts. Außerdem ist ihre Ausdrucksweise auffällig militaristisch und sadistisch. Der Mystiker versucht mit Macht die Panzerung zu durchbrechen, wodurch alle seine Impulse einen gewalttätigen Charakter annehmen.
  10. Verschwörungstheorien sind nichts anderes als eine Ausdrucksform der Emotionellen Pest. Giftiges Unkraut, das aus der lebensfeindlichen Struktur der Massen erwächst. Finden sich genug von der Pest angesteckte Menschen zu gemeinsamen Aktionen zusammen, haben wir es mit der Organisierten Emotionellen Pest zu tun.

Ein Beispiel sind Pestratten, die Theorien über „Chemtrails“ verbreiten, „Orgonit“ und „Chembuster“ verwenden. (Siehe dazu meine Ausführungen über den Kult der Expansion (Teil 3).) Sie lesen sich irgendetwas zusammen über „tiefere Zusammenhänge“, etwa die Herrschaft der „Reptiloiden“ frei nach David Icke, die „okkult fundierte Herrschaftspyramide“, die die Welt regiert. Ohne selbst eine Orgontherapie durchlaufen zu haben, maßen sie dich dann an sozusagen den Planeten zu „therapieren“. Einwände, etwa der, daß sich diese „Technologie“ nach ihrer Ausbringung schwer bis gar nicht zurückholen läßt, werden als Teil einer „Desinformationskampagne auf allen Ebenen“ der „angstbasierten okkulten Weltordnung“ diffamiert, um „die rasche und exponentielle Verbreitung dieser wunderbaren Technologie zu verlangsamen“. Ja, – die Rettung der Welt mit toxischem Müll aus Aluminium-Schrott und Kunstharz, das in alle Ewigkeit DOR erzeugt!

Hier ein Interview, das mich zu diesem Blogeintrag veranlaßt hat:

Aufgrund ihrer Aktivitäten (das Wolkenauflösen und das Erzeugen eines chronischen atmosphärischen Expansionszustandes!) wird Südafrika mit seiner „energetisierten Atmosphäre“, in der sich Kondensstreifen nicht mehr halten können, von einer katastrophalen Dürre nach der anderen heimgesucht, gefolgt von genauso verheerenden Überschwemmungen.

(…) Und daß wir über Monate hinweg den Standort unseres Cloudbusters als Vortex von weitem sehen konnten, d.h. daß wir immer wieder über Monate hin auch von 40 Kilometer Entfernung das, – sozusagen das blaue Loch in der Wolkendecke mit dem Ring von Wolken um dieses Loch herum von weitem lokalisieren konnten. Und solche Erscheinungen haben wir immer wieder beobachtet.

Solche Leute verhindern systematisch, daß in Zukunft die Orgonomie mit OREPs (die Bekämpfung der Emotionellen Pest) und OROPs (die Bekämpfung des atmosphärischen DORs) in irgendeiner Weise konstruktiv ins Weltgeschehen eingreifen kann. Diese pestilenten Verschwörer quatschen aber ständig von „Verschwörungen“.

Über diese Agenten der Zerstörung und das, was sie anrichten zitiere ich aus einem englischen Forum:

Ja, Orgonit ist Beschiß.
lch fing vor 10 Jahren an, das Zeugs herzustellen, nachdem ich auf den Trubel um Croft [den Erfinder des Chembusters] hereingefallen war.
Dann wurde mir nach einigen Jahren bewußt, daß das Orgonit tatsächlich DOR erzeugte, nicht POR [„pulsierendes Orgon“]!
Damals entwickelte sich meine Sensitivität und ich fing an auch die negativen Effekte des Orgonits zu fühlen.
lch war einer der ersten ursprünglichen Orgonit-Hersteller, die sich gegen Croft und sein Dorgonite aussprachen, wie ich es jetzt nenne. Seitdem wurde ich als feindlicher Agent gebrandmarkt, wie er es mit allen seinen Abtrünnigen tut.

Die Anhänger von Croft nennen diese Praxis [d.h. das Ausbringen von Orgonit] – „das Beschenken der Erde“. Ich sehe das anders. Dieser Vorgang ist eine Ermordung der Erde.
Das Orgon, welches jedes einzelne TB [tower buster], HHG [holly hand grenade]-Gerät antreibt, wird der Erde entwendet. Mit anderen Worten wird die Erde entladen, damit jedes einzelne Gerät arbeiten kann. Was wichtiger ist: die „eloptischen“ [frei nach Dr. T. Galen Hieronymus „eloptischer Energie”] Signale des Aluminiums, die diese Geräte produzieren, sind keine „Geschenke”, sondern Landminen, einzeln und in ihrem Zusammenspiel Massenvernichtungswaffen!

Ich bin äußerst energiesensitiv, so daß ich fühlen kann, ob etwas mich verletzt oder mir sofort hilft. Wenn ich Orgonit berühre, spüre ich manchmal wirklich einen Schmerz. (…) Manchmal werde ich auch ganz schummrig im Kopf.
Die ganze Sache mit dem Aluminium ist der erste Hinweis darauf, daß die Orgonit-Beschenker keine Ahnung haben. Um die Sache noch schlimmer zu machen, enthält das Kustharz, das verwendet wird, um Orgonit herzustellen, fast immer hohe Konzentrationen von Benzol und anderen sehr giftigen Chemikalien. Vielleicht fühle ich deshalb Schmerzen, wenn ich sie berühre – ich nehme durch die Haut wirklich alles sehr leicht auf.
Zweitens ist Orgonit größtenteils organisches Material. Organisches Material FÄNGT Orgon, es gibt es NICHT frei. [Bei natürlichen organischen Materialien ist das natürlich nicht der Fall, d.h. sie geben das Orgon langsam wieder ab, Kunststoffe wirken aber wirklich als eine Art „Orgonfallen“! PN] Das tritt klar zutage, wenn du Metall außen auf das Orgonit legst – dann solltest du eine riesige Woge von Energie spüren, die freigesetzt wird. Manchmal kann das bei dir sogar Kopfschmerzen hervorrufen – das ist eine Wirkung von DOR, nicht von OR[gon]. So, indem du ein metallisches Material, das tatsächlich Energie reflektiert, auf Orgonit legst, setzt du tatsächlich die darin gefangene Energie frei. Energie, die gefangen und nicht wieder frei gelassen wurde. (…)
Eine andere Sache, die mich mißtrauisch macht: Ich lebe in einer normalerweise sehr heißen trockenen Gegend. Es regnet im gesamten Jahr nur ein paar Tage. Als ich meine ersten Orgonit-Stücke erhielt, wurde die Gegend tatsächlich noch heißer und trockener. Wolken, die der natürlichen Art, hörten auch auf aufzutreten. Wenn du Reichs Originalschriften liest, sagt er eindeutig, daß Wolken Ansammlungen von Orgonenergie sind. Wenn mein Orgonit Wolken zum Verschwinden bringt, was sagt dir das? Daß es einfach die ganze Energie absaugt und das Klima zerstört?
Der Hinweis von jemanden, daß alle Geräte von Croft militaristische Bezeichnungen tragen, macht mich wirklich mißtrauisch.

Hier die Video-Serie zum Blogeintrag:

„Orgonit“ sind DOR-Generatoren!

Reich als Satanist. Naja, ich bekreuzige mich nicht gleich, wenn Reich angegriffen wird 😉

Christen gegen Satan Reich und psychotische „Reichianer“:

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.18.

20. Juni 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

14. Orgonomie ist Wissenschaft, keine Naturphilosophie!

15. Die Identitätsphilosophie

16. Das Wesen des Marxismus

17. Reichs Auseinandersetzung mit Marx und Freud

18. UFOs und Magie

Diskussionsforum 2010: eine Nachlese (Teil 3)

6. Juni 2015

Klaus fragte Ende Juni 2010 nach dem „Rotorgon“, „ob es funktioniert und – wenn ja – , ob es wegen Orgon klappt“.

Hier das Rotorgon-Gerät in Aktion:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=c_h-0t4-4M4%5D

Klaus:

Nach meiner Frage zum „Rotorgon“ eine weitere zu neueren Eso-Themen, die Reichs Orgongeräte verwursten: Die Chemtrail-These führt – wie man einem Forum entnehmen kann (http://www.cb-forum.com/Forum/index.php/topic,4227.0.html) – zu einem zunehmenden Einsatz von als Cloudbuster bezeichneten Geräten (ich weiß noch nicht so recht, woraus sie genau bestehen). Falls sie wie Cloudbuster wirken, könnte das eine derbe Gefahr sein. Sie sollen allerdings inzwischen an allen Ecken und Enden (z.B. mitten in Berlin) herumstehen und stundenlang im Einsatz sein, was wohl eher gegen eine typische Cloudbusterwirkung spricht.

Wie unglaublich populär diese Kackscheiße ist, sieht man daran, daß ich (PN), als ich beim Zusammenstellen dieses Blogeintrags auf den von Klaus präsentierten Link tippte, auf folgendes stieß: „Bandwidth Limit Exceeded. The server is temporarily unable to service your request due to the site owner reaching his/her bandwidth limit. Please try again later.“

Den „Chembuster“ beschreibe ich hier ganz kurz.

Juli 2010 verweist Robert auf „Desert Greening mit Himmelsakupunktur“: http://www.alpenparlament.tv/mediathek/natur-umwelt-energie/154-desert-greening

Mein damaliger Kommentar: „Desert Greening mit Himmelsakupunktur“ ist ein typisches Beispiel für das zerstörerische Wirken von orgonomischen Laien, die massenhaft in der „Körperpsychotherapie“ Schaden anrichten und nun in einem schier entsetzlichen Ausmaß sogar beim Cloudbusting. Ein perfektes Beispiel für EMOTIONELLE PEST!

Klaus im Anschluß daran zum Cloudbuster und ORAC:

Deswegen ärgert es mich immer wieder, daß Reichianer orgontechnische Bauanleitungen verbreiten, als wäre es wünschenswert, die Geräte zu verbreiten. Vor vielen Jahren experimentierte ich nach ein paar Jahren Erfahrungen mit ORACs verschiedener Bauarten ein wenig mit einem kleinen DOR-Buster. Subjektiv war die Wirkung so stark (weniger als eine Minute auf zentrale Stellen des Körpers, etwa Nacken, gerichtet), daß ich mir der mit einem Cloudbuster verbundenen Gefahren ziemlich bewußt bin. Ich frage mich immer wieder: Warum kursieren im Internet Filme von Cloudbuster-Operationen (sogar in dichtbesiedelten Gebieten Deutschlands) so, als hätte da jemand segensreich gewirkt?

Zum Kotzen – ich kann das Wort “energetisch” u. ä. nicht mehr ertragen:[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=0jStp_bCYQs%5D

Klaus im Juli 2010:

Mal wieder einen Eindruck aus der Reichistenszene gewonnen: Ein gewisser Herr, der das Internet seit Längerem mit Orgonkram überschwemmt, sich einen erfundenen akad. Titel zulegte und Orgasmusreflextherapie (auch schon mal mit Rabatt) anbietet, macht mich staunen: Das alte Buch Der Orgonakkumulator nach Wilhelm Reich, das als von Jürgen Fischer verfaßt gilt, wird von seinem alten Mitkommunarden Trettin nun ohne jede Verfasserangabe angeboten. Das völlige Nichterwähnen Fischers (was auch immer man von ihm halten mag) hat schon etwas von den sowjetischen Fotos mit wegretuschiertem Trotzki. http://www.trettin-tv.de/wrgbuch.htm

Robert über die Herausgabe der Reichschen Werke:

Der Schrott der deutschen Ausgaben

Haben Sie sich auch schon gewundert, warum man in dem Buch Die Funktion des Orgasmus in der hinteren Abbildung des autonomen Nervensystems nichts erkennen kann? Ganz einfach. Die Abbildung ist in Grautönen, so erkennt man jene Teile nicht, auf die es ankommt. In der Ausgabe der Orgone Institute Press ist die Zeichnung dagegen farbig und alles gut erkennbar.

In Die kosmische Überlagerung fehlt das Bild der Vakuumröhre aus unerfindlichen Gründen (Fig. 37).

Und in Hör zu kleiner Mann fehlt mindestens eine Zeichnung von William Steig.

Robert hat wieder einige interessante Quellen zur Orgonomie aufgetan:

Wilhelm Reich: Cosmic Orgone Engineering. OROP Desert in englischer Sprache: http://www.rexresearch.com/orgone/core.pdf

Orgone Biophysical Research: http://www.lauralee.com/index.cgi?pid=3064

1930 kam WR nach Berlin.
Wer Berlin-Atmosphäre dieser Zeit schnuppern möchte, sollte sich den Film Berlin wie es war ansehen. Die Filmaufnahmen sind von 1930, der Ton von 1950. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_wie_es_war

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=v3BLPiffwcA%5D

Robert verweist auch auf den Kanal des Wilhelm-Reich-Museums auf Youtube: http://www.youtube.com/user/wilhelmreichtrust

„Übrigens macht der Trust mit seinen Orgonon-Besuchstagen und seinem Büchershop finanziellen Verlust.“

Auf http://www.docstoc.com kann man verschiedene Dateien zu Reich finden, lesen und speichern. Zum Beispiel
a) THE STRANGE CASE OF WILHELM REICH
b) LISTEN LITTLE MAN WILHELM REICH
c) Last Will and Testament of Wilhelm Reich – March 8, 1957
und anderes mehr

Auch auf Script gibt es zu WR einige Ressourcen: http://www.scribd.com/tag/wilhelm%20reich?l=9&page=1

Robert: In einem Interview sagt der jugoslawische Regisseur Dušan Makavejev von W.R. – Die Mysterien des Organismus, daß er wegen dem Ärger mit dem Film zwei Jahre später das Land Jugoslawien verließ und nach den USA auswanderte. „Die ganze Angelegenheit wurde schlimmer und schlimmer und endete schließlich damit, daß ich zwei Jahre später das Land verließ.“ http://home.snafu.de/fsk-kino/archiv/wr.html

Robert über Reichs Mitarbeiter:

Christiane Rothländer
Karl Motesiczky (1904-1943). Eine biographische Rekonstruktion
Verlag: Turia & Kant 2009, 379 S., 32 Euro

Dies ist eines der besten Bücher zu Wilhelm Reich und insbesondere seiner linkspolitischen Aktivitäten. Die Biographie Karl Motesiczkys spielt zwar eine große Rolle, doch das Buch beinhaltet weitaus mehr. Darin werden auch Reichs politische Theorien, seine Bücher und der Aufbau und die Geschichte der Sexpol besprochen. Die Mitarbeiter der Sexpol werden ziemlich detailliert dargestellt. Viele bisher unbekannte Quellen, wie z.B. die internen Mitteilungsblätter der Sexpol werden ausgewertet. Da das Buch aus einer Doktorarbeit von 2004 hervorging, konnte noch nicht das Reich-Archiv ausgewertet werden. Rothländer gibt Reichs Theorien erstaunlich sachlich, unverfälscht und objektiv wieder. Daran stören auch nicht die wenigen Zitate von Dahmer oder Foucault, deren praxisferne Gedankenakrobatik ohnehin keine Relevanz für Reichs Forschungen besitzt.

Spannend sind auch einige bisher unbekannte Abbildungen von Mitarbeitern und Publikationen. Es zeigt sich, daß Reich durchaus auf sehr fruchtbaren Boden stieß, als er nach Nordeuropa emigrierte und überhaupt nicht als ein Außenseiter oder Verrückter galt. Die bekanntesten linkskulturellen Kreise nahmen seine Ideen begierig auf und einige berühmte und herausragende Persönlichkeiten wurden Reichs Mitkämpfer oder Schüler.

Geradezu unglaublich ist zu lesen, daß die Dänische Kommunistische Partei 1935 ein Wahlprogramm auf Grundlage der Sexpol aufstellte. Jedoch wurde die Sexpol von den Kommunisten bald im Stich gelassen.

Noch nie wurden die Theorien der Sexpol, die Artikel in der Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie, Reichs politische Ambitionen und Fehleinschätzungen dermaßen detailliert diskutiert und wiedergegeben.

Erstaunlich ist auch, daß Rothländer Reichs Hautwiderstandsmessungen absolut objektiv wiedergibt, was für eine Historikerin nicht selbstverständlich ist.

Daß sie letzten Endes doch nicht begriffen hat, worüber sie forschte, zeigt ihre befremdliche Schlußeinschätzung, Wilhelm Reichs Fixierung falle „durch seine rastlose Suche nach dem vollendeten Orgasmus“ auf, die jedoch wie ein Fremdkörper im Buch wirkt, so als wollte sie dem wissenschaftlichen Mainstream ihre politische Korrektheit vorweisen.

Jerome Eden: Cloudbusten (Teil 2)

25. April 2014

jeromeedenseite

Ein Auszug aus Jerome Edens Buch Planet in Trouble (New York 1973): Vorwarnung zu PLANET IN TROUBLE

Jerome Eden: Cloudbusten (Teil 1)

24. April 2014

EDEN BULLETIN (Vol. 4, No. 2, March 1977, S. 7)

Im Dezember 1976 erreichten mich drei Anfragen für Cosmic Orgone Engineering (CORE), d.h. für Operationen zur Wettermodifikation: die erste per Telefon von einem Mann, der eine Gruppe in einem fremden Land repräsentiert, die die Ausbreitung der Wüste bekämpfen will; die zweite von einer Person, die gerne eine Cloudbuster-Demonstration für „Interessierte“ hätte; und die dritte von jemandem „in der Orgonomie“, der fragte, ob ich Schnee bringen könne, so daß er Ski fahren könne.

Soweit es mich betrifft, gibt es nur einen vernünftigen Grund, eine Operation zur Wetteränderung mit einem Reich-Cloudbuster durchzuführen: es muß eine Notwendigkeit sein! Die Erfahrung hat mich gelehrt, daß Cloudbuster-„Demonstrationen“ für „interessierte“ oder „einflußreiche“ Leute Zeitverschwendung sind.

Ich habe keinerlei Bedürfnis mehr irgendjemandem irgendwas zu „beweisen“ oder ihn zu „beeindrucken“. Das, was ich geleistet habe, spricht für sich. CORE-Operationen sind eine todernste Angelegenheit, sie fordern von den Menschen alles, die entsprechend ernst an die Sache herangehen und wissen müssen, worum es geht, einschließlich der Möglichkeit einer Vergeltung durch UFOs! Schnee für jemandes Freizeitvergnügen heranzuschaffen oder Menschen einen Cloudbuster zu „demonstrieren“, die vielleicht aufrichtig besorgt sind oder vielleicht auch nicht, sind, soweit es mich betrifft, keine ausreichenden Gründe, die Gefahr heftiger Wettererscheinungen hervorzurufen (und dieses Risiko besteht immer), sowie meine Gesundheit und mein Leben zu riskieren.

Die meisten Menschen können nicht glauben, daß UFOs real sind und eine Bedrohung darstellen, daß Reich eine Cloudbuster-Schlacht mit UFOs in der Wüste von Arizona ausgefochten hat oder daß ein UFO mich während einer CORE-Operation mit einem „Lichtstrahl“ beschossen hat, was mich für eine Woche mit einem schweren Fall von DOR-Krankheit ans Bett fesselte. Ich glaube es! Ich habe es persönlich erlebt! Aus meiner Warte, ist die Durchführung einer verantwortungsvollen und effektiven Operation eine Sache von Leben oder Tod! Und wer eine solche Operation durchführt, sollte darauf vorbereitet sein mit seinem Leben zu bezahlen. Und das sollte man besser ernst nehmen, denn die Vergangenheit hat zeigt, daß UFOs CORE-Operationen sehr ernst nehmen.

Nun, wenn eine wirklich ernsthafte Einzelperson oder eine Gruppe an der Durchführung unbedingt notwendiger CORE-Operationen interessiert ist, bin ich es auch. Dies bedeutet, daß der Sponsor bereit ist, die Operationen finanziell zu unterstützen, einschließlich dem Bau eines ferngesteuerte Apparats, die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie (von einer Woche bis zu einem Monat, je nach Bedarf) und einer entsprechenden Kranken- und Lebensversicherung für das CORE-Personal. Diese Bedingungen sind grundlegende Minimalforderungen, die erfüllt sein müssen, bevor ich bereit wäre, meinen Hals für irgendjemanden hinzuhalten oder auch nur in Erwägung zu ziehen, es zu machen. Der Sponsor riskiert sein Geld, ich jedoch riskiere mein Leben.

Es ist zu erwarten, daß, während die weltweite Dürreentwicklung sich weiterhin verschlimmert, immer mehr Menschen versuchen werden, diese oder jene Situation zu „beheben“, ohne zu wissen, was sie tun oder um was es wirklich geht. Oder sie verschlimmern eine bereits schlimme klimatische Situation durch Ignoranz, Arroganz oder Verachtung und mit einem völligen Mangel an Kontakt. Für mich beinhaltet die Durchführung einer CORE-Operation viel mehr Risiko als die Zündung einer Atombombe! Nun, wenn Sie das nicht wissen oder nicht daran glauben, tut es mir leid für Sie: Sie müssen auf die harte Tour „überzeugt“ werden. (…)

EDEN BULLETIN (Vol. 5, No. 4, Nov. 1978, S. 17)

Bestimmte Emotionelle-Pest-Charaktere, die uns wohlbekannt sind, haben unsere CLB-Arbeit [CLoudBuster] verleumdet. Einer ging so weit, einem Amtsleiter zu schreiben, um jedes Interesse an der Förderung unserer Forschung zu diskreditieren. Solche Angriffe sind durch Haß auf die Orgonomie und Eifersucht motiviert. Wenn sich dieses bösartige Verhalten fortsetzt, werden wir uns gezwungen sehen, die gesamte Angelegenheit öffentlich zu machen. Wir haben dazu die Dokumente, sollte das notwendig werden.

Aufgrund solch böswilligen Verhaltens sind wir jedoch in Zukunft gezwungen, vorsichtiger und umsichtiger bei unserer Feldforschung vorzugehen. Wir bedauern diese Wendung der Ereignisse, genauso wie wir Geheimhaltung verabscheuen, das Markenzeichen der organisierten Emotionellen Pest, der es ewig auf hinterhältige und verschwörerische Weise darum zu tun ist, die lebensfördernde faktische Wahrheit unerbittlich und hinterhältig zu zerstören. Aber im Interesse unserer Arbeit wird diese Haltung beibehalten werden. (…)

EDEN BULLETIN (Vol. 6, No. 2, April 1979, S. 17)

WR gab der Menschheit zwei sichere Indikatoren dafür, daß es in einem Gebiet UFOs gibt oder vor kurzem gegeben hat: hohe Hintergrundstrahlung und DOR-Wolken. Im Dezember 1978 wurden wir vom Management des Schweitzer Ski-Resort in North-Idaho gebeten, eine experimentelle Beschneiungs-Operation mit der Reich-Cloudbuster zu versuchen, da die Schneedecke der Berge ungewöhnlich spärlich war mit schlechten Skibedingungen. (Diese Operation wird in der Mai-Ausgabe 1979 des Journal of Orgonomy veröffentlicht.) Ausgehend von der hochgesättigten DOR-Atmosphäre beim Skigebiet in der Nähe von Schweitzer Mountain, bestand kein Zweifel, daß es ausgeprägte UFO-Aktivitäten gab, jedoch war der Himmel bedeckt und konnte auch wegen der erzeugten Schneefälle nicht direkt beobachtet werden. Dennoch hat uns der Eindruck „UFOs sind in der Region“ nie verlassen.

Ein Beitrag aus dem Daily Bee (Sandpoint, Idaho) vom 21.02.79 gibt unseren Gefühlen Substanz. Die Schlagzeile lautet Meteor taucht große Bereiche des Himmels in Licht: „Ein großer, silbrig-weißer Meteor mit einem langen feurigen Schweif beleuchtete Dienstag den Nachthimmel über Sandpoint für fast 30 Sekunden.“ Die Polizei und das Sheriffs Department erhielten mehrere Anrufe von Anwohnern, die berichteten, das brennende Objekt auf die Erde stürzen zu sehen. Jack Stevens sagte The Bee, er habe den „Meteor“ aus seinem Haus in Kootenai kurz nach 20 Uhr gesehen. „Ich habe schon Meteore gesehen, aber ich habe nie so einen wie diesen erblickt“, sagte er. Stevens erklärte, der „Meteor“ habe den Himmel mit Lichtfortsätzen erhellt und „weißes Licht auf den Boden geworfen, dort wo er und seine Nachbarn standen“. Sie beobachteten das Objekt für 30 Sekunden bevor es hinter Schweitzer Mountain verschwand!

ASSOCIATION FOR LIFE EDUCATION JOURNAL (Vol. 1, No. 1, Nov. 1987)

(…) Michael Tobin aus Irland ist uns seit mehreren Jahren wohlbekannt. Er hat eine lange Geschichte des rebellischen und unverantwortlichen Verhaltens, wie sich aus seinen mystisch-irrationalen gesellschaftspolitischen Ergüssen ablesen läßt, die er früher im Selbstverlag herausgegeben hat.

Leider ist er auf einige von Reichs Werken gestoßen und ging daran, Reichs lebenspositive Arbeit in der Art und Weise des allzu bekannten mystisch-mechanistische Machthungrigen zu verwursten. Er ist der typische egozentrische Neurotiker, der wähnt als Chirurg arbeiten zu können, nachdem er ein Buch zu diesem Thema gelesen hat. So ging Tobin nach der Lektüre von Dr. Elsworth Bakers Der Mensch in der Falle, und ohne persönliche Umstrukturierung durch einen qualifizierten medizinischen Orgonomen, zunächst daran, an sich selbst zu „arbeiten“, um dann seine Freundin zu „therapieren“, die nach Tobins eigener Angabe zusammenbrach und nicht mehr arbeitsfähig war.

Nicht damit zufrieden, an ahnungslosen Einzelnen zu „operieren“, behauptet Tobin jetzt den Cloudbuster „erfunden“ zu haben (The Globe, 8. September 1987): „Der 53 Jahre alte Erfinder aus dem County Donegal im Nordwesten Irlands hat einen gigantischen Apparat gebaut, der, seiner Behauptung nach, die grüne Insel den ganzen Winter über warm halten – und die schrecklich kalte Luft in die USA senden wird…“

„Er wischt alle Kritik vom Tisch, daß es für unschuldige Ausländer alles noch schlimmer macht, wenn er die Stürme von Irland fernhält. Tatsächlich habe er die Pläne für die Maschine in die ganze Welt geschickt, so daß andere Länder ihre eigenen Cloudbuster bauen können.“

Wir veröffentlichen das, um die „Unschuldigen“, die ihn unterstützen könnten, darauf hinzuweisen, daß er vollkommen verantwortungslos und gefährlich ist und daß er dem irländischen Volk und der Insel nur atmosphärische Zerstörung und Dürre (oder Flutkatastrophen) beschert.

eden4477