Posts Tagged ‘Panik’

David Holbrook, M.D.: „NICHT SO SCHNELL!“: DIE BEHANDLUNG EINES PARANOID-SCHIZOPHRENEN CHARAKTERS (Diskussion)

11. November 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

„Nicht so schnell!“: Die Behandlung eines paranoid-schizophrenen Charakters

 

David Holbrook, M.D.: ÜBER PANIKATTACKEN

26. Oktober 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Über Panikattacken

 

Blogeinträge März-November 2013

31. August 2018

Weiteres von Charles Konia über die Pest „Gesellschatfspolitik“:

Blogeinträge März-November 2013

  • Der Niedergang des Zweiparteiensystems in Amerika
  • Und was die weiblichen Autofahrer in Saudi-Arabien betrifft…
  • Warum wird das Pucken immer beliebter?
  • Das DSM-Diagnosesystem kann nicht funktionieren
  • Beschneidung: Ein Angriff auf das Neugeborene
  • Schizophrenie und Marihuana-Konsum
  • Obama ist kein Führer, er ist ein Politiker
  • Von der „Politikwissenschaft“ zu einer Wissenschaft der Politik
  • Obamas Liebesaffäre mit den iranischen Islamo-Faschisten

Die Atemsperre (Teil 2)

5. Februar 2015

Arthur Craig vom Barrow Neurological Institute at St. Joseph’s Hospital and Medical Center in Phoenix, Arizona hat aufzeigen können, daß verlangsamtes Atmen Schmerzempfindungen reduziert.

Seine Studie wurde mit zwei Gruppen von Frauen im Alter von 45 bis 65 durchgeführt, wobei eine der beiden unter Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) litt. Während des Versuchs wurden den Teilnehmern schmerzhafte Hitzeimpulse auf ihren Handflächen verabreicht. Währenddessen atmeten sie zeitweise normal, zeitweise um die Hälfte verlangsamt. Craig stellte fest, daß durch das langsamere Atmen Schmerzintensität und Unannehmlichkeit deutlich abnahmen. Bei Fibromalgie-Patienten trat dieser Effekt jedoch nur auf, wenn sie eine gute Grundstimmung zeigten, was bei dieser häufig unter Depressionen leidenden Patientengruppe eher untypisch ist.

Man könnte spekulieren, daß diese Schmerzpatienten dermaßen angespannt sind, daß sie bei bewußterem und tieferen Atmen in der Einatmungsphase verharren, während die anderen Teilnehmer der Studie (und auch jene Fibromalgie-Patienten, die noch nicht von den Dauerschmerzen ständig angespannt sind) sich eher auf das Ausatmen konzentrieren und nach dem Ausatmen eine kleine Pause einlegen. Auf diese Weise kommt es zu einer vagotonen Entspannung des Körpers, die der Kontraktion (den Schmerzen) entgegenwirkt.

Auf jeden Fall sind Craigs Forschungen ein weiterer Beleg dafür, wie durch denkbar simple Interventionen teilweise große Effekte erzielt werden können. Ich habe das bereits in Funktionelle Medizin und Die Panzersegmente (Teil 4): Der Brust- und Zwerchfellpanzer aufgezeigt. Zwar werden wir, um beim obigen Beispiel zu bleiben, immer auf chemische Schmerzmittel angewiesen sein, aber ihr Anteil wird im Vergleich zu heute sehr klein sein, wenn die Menschen, die biophysikalischen Grundlagen ihrer Leiden erkannt haben. Die Pharmaindustrie lebt von der Hilflosigkeit und Uninformiertheit der Massen.

Damit will ich aber auf keinen Fall irgendwelchen „Atemtechniken“ oder „kontrollierter Atmung“ das Wort reden!

In seinem Aufsatz „The Significance and Treatment of Anxiety in Orgone Therapy“ führt der Psychiater und Medizinische Orgonom Vittorio Nicola (Hamburg) aus:

Ein gepanzerter Organismus wehrt sich gegen Angst in einer Art und Weise, die von seiner Charakterstruktur und dem Muster seiner muskulären Panzerung bestimmt wird. Diese Abwehrreaktionen erweisen sich manchmal als unzureichend und das Individuum durchleidet unangenehme Angstgefühle und deren physische Begleiterscheinungen, als da sind motorische Unruhe, gastrointestinale Sensationen, Beklemmung in der Brust, ein trockener Mund, etc. Wenn die Symptome schwerwiegend genug sind, wird manchmal psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen. (Journal of Orgonomy, Vol. 28, No. 2, 1994)

Dr. Nicola fährt fort:

Im Gegensatz zu anderen Behandlungsformen versucht die medizinische Orgontherapie nicht mit Hilfe von Medikamenten, durch das Analysieren ihrer Ursprünge oder durch „Stärkung des Ichs“ die Angst zu beseitigen. Vielmehr ermöglicht der Orgonom während der Sitzung Ausdruck und Entladung der nach außen drängenden Emotionen, ob sie nun bewußt sind oder nicht. Der Orgonom ermutigt den Patienten die Angst zu ertragen, die unvermeidlich mit der Auflösung jeder Schicht von muskulärer oder charakterologischer Panzerung zutage treten wird. (…) Der Erfolg der Therapie hängt vom Ausgang des ständigen Kampfes zwischen dem Hang des Patienten ab, sein neurotisches Gleichgewicht (Panzerung) wiederherzustellen und der Stärke seines Wunsches zu gesunden.

Es dreht sich demnach alles um die Fähigkeit des Patienten Angst zu ertragen und die richtige Einschätzung des Therapeuten, wie weit er dabei den Patienten drängen kann. Zentral ist dabei eine tiefe „hemmungslose“ Atmung. Zunächst führt sie zu Schwindelgefühlen, Kribbeln in den Extremitäten und anderen Symptomen des „Hyperventilierens“. Wenn die Panzerung sich jedoch auflöst, verschwinden diese unangenehmen Empfindungen nach und nach, bis der Orgontherapie-Patient so viel Atmen kann wie er will – ihm wird nie wieder schwindelig, etc.

In unserer gepanzerten (d.h. zutiefst „reaktionären“) Gesellschaft geht alles darum, die Konflikte, die freie Bewegung, unter Kontrolle zu halten. Die Psychiatrie spielt dabei eine integrale Rolle: Emotionen, insbesondere Angst, werden psychopharmakologisch und psychotherapeutisch kupiert. Alles soll seinen geordneten Gang gehen, auch wenn die Menschen sich dabei in kontaktlose Zombies verwandeln, die kaum atmen. Unbewußte Rebellion wird zum Schweigen gebracht.

Alicia Meuret (Southern Methodist University, Dallas) et al. haben eine neue Behandlungsmethode gegen die Beklemmungen von Panikattacken entwickelt: die Patienten werden dazu gebracht weniger zu atmen!

Die neue Methode nennt sich Capnometry-assisted Respiratory Training (CART).

Menschen in Panik wird, so Meuret, oft gesagt, sich zu beruhigen und „tief durchzuatmen“. Aber für jemanden, der während einer Panikattacke hyperventiliert sei tiefes Atmen eine schlechte Idee, weil es zum Hyperventilieren kommt, wenn die Leute zu schnell und zu tief atmen, so daß sie eine ungewöhnlich hohe Menge an Kohlendioxyd ausstoßen, was wiederum zu Symptomen wie Schwindel und Benommenheit führt. Diese Symptome bringen Leute dazu, daß sie sich fühlen, als würden sie ersticken, woraufhin sie schneller und tiefer atmen und damit das Problem weiter verschärft wird.

Die „CART-Therapie“ lehrt die Patienten mittels Biofeedback flacher zu atmen. Dazu wird ein „Kapnometer“ zur Anwendung gebracht. Ein Gerät, das den Kohlendioxidgehalt der Ausatemluft mißt.

Die östlichen Entspannungstechniken wollen das Vegetativum ins Joch legen (Sanskrit „yoga“), während die Orgontherapie das Vegetativum vom Joch befreien will. Dies wird besonders daran evident, daß die Yoga-Schulen zur sexuellen Beruhigung führen wollen, wozu sie das langsame und kontrollierte Ausatmen lehren, während die Orgontherapie den Patienten ganz im Gegenteil zur ungehemmten Ausatmung führen will (Morton Herskowitz: „Human Armoring: An Introduction to Psychiatric Orgone Therapy“, Annals of the Institute of Orgonomic Science, Vol. 4, September 1987, S. 80).

Oberflächlich mag die Yoga-Atmung beruhigend wirken und sogar gegen die Biopathie des westlichen Menschen hilfreich sein, da die Bremsung der Einatmung für die westliche „Managerkrankheit“ verantwortlich ist (hoher Blutdruck, Nervosität, Herzerkrankungen, etc.). Aber das Festhalten der Ausatmungshaltung (das schon automatisch kommt, wenn man sein Bewußtsein unnatürlicherweise auf seine Atmung konzentriert, wie es die Haupttechnik jeder Meditation ist), führt langfristig zu einer generellen Senkung der zentralen Energieproduktion und einem allgemeinen depressiven Zustand, der euphemistisch als „Tiefenentspannung“ bezeichnet wird, von Reich aber als Phlegma des östlichen Menschen gebrandmarkt wurde (Charles Konia: „Orgone Therapy“, Journal of Orgonomy, Vol. 21, May 1987, S. 99f).

Diese Atemtechniken lassen den energetischen Kern der allgemeinen Sympathikotonie unberührt, so daß sie ständig praktiziert werden müssen, damit man nicht in den alten Zustand abgleitet, während die Etablierung der vollständigen Pulsationsfähigkeit das Problem der fehlgesteuerten sympathikotonen Erregung ein für allemal löst (Konia: „Reich’s Priority in Elucidating the Biophysical Basis of Somatic Diseases“, Journal of Orgonomy, Vol. 10, May 1976, S. 140f).

Charles Konia schreibt über die östlichen Atemtechniken:

Unterm Strich wird so ein verhältnismäßig expansiver Zustand hervorgerufen, indem alle innerlich erzeugten bioenergetischen Impulse abgetötet werden. Auf diese Weise (…) soll das jeweilige Individuum in die Lage versetzt werden, in besserer Übereinstimmung mit seinen emotionalen Problemen zu leben. Da die zu Grunde liegende in der Panzerung gebundene Energie nicht entladen, sondern nur reduziert wird, ist es keine Überraschung, daß die Symptome des Patienten wieder auftauchen, sobald er aufhört, diese Atemübungen zu praktizieren. Das ist genau der gegenteilige Effekt zu dem, wonach die orgontherapeutische Mobilisierung strebt. Sie will das emotionale Gleichgewicht zerstören, das von der Panzerung hergestellt wurde, und häufig den Patienten in größeren, nicht geringeren Kontakt mit seiner Angst bringen. Die Fähigkeit des Patienten, ein größeres Ausmaß von Angst auf eine gesetzmäßige, allmähliche Weise zu ertragen, ist das wichtigste therapeutische Verfahren, das dem medizinischen Orgonomen zur Verfügung steht. (Konia: „Orgone Therapy“, Journal of Orgonomy, Vol. 21, May 1987, S. 103)

Die orgonomische Behandlung von zwei Fällen von Panikattacken (Teil 3)

14. November 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Alberto Foglia: Die orgonomische Behandlung von zwei Fällen von Panikattacken (Teil 3)

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Die orgonomische Behandlung von zwei Fällen von Panikattacken (Teil 2)

10. November 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Alberto Foglia: Die orgonomische Behandlung von zwei Fällen von Panikattacken (Teil 2)

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Die orgonomische Behandlung von zwei Fällen von Panikattacken (Teil 1)

4. November 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Alberto Foglia: Die orgonomische Behandlung von zwei Fällen von Panikattacken (Teil 1)

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Orgasmusforschung an der University of California

9. Juli 2012

Wie bereits vor wenigen Tagen dargelegt, bewegt sich die biomedizinische Forschung nach langer Unterbrechung wieder in ähnlichen Gefilden wie zu Reichs Zeiten, bevor die Genetik alles hoffnungslos überwucherte.

Krebs wird mit der hohen Teilungsrate und der „Unsterblichkeit“ der Krebszellen erklärt, die sich in alle Ewigkeit weiterteilen. Henry Tat Kwong Tse (University of California, Los Angeles) et al. haben überraschend einen weiteren möglichen Faktor identifiziert: Anstatt beim Teilen zwei identische Tochterzellen zu bilden, entstehen bei der Teilung einer einzigen Krebszelle auch drei, vier, sogar fünf neue Zellen.

Die Forscher ließen die Zellen nicht wie herkömmlich in Kulturfläschchen wachsen, sondern in Kammern, die den begrenzten Platz simulieren, der einer Zelle im Körperinneren zur Verfügung steht. Der künstlich erzeugte mechanische Druck, der auf die Zellen von außen einwirkt, führte dazu, daß die Zellen ungleichmäßig geformt waren und paradoxerweise deutlich größer wurden. Bei der Hälfte der Zellteilungen ergaben sich, statt der üblichen zwei identischen Tochterzellen, gleich drei oder vier unterschiedlicher Größe und Form. Teilweise traten sogar fünf Tochterzellen auf. Ein Großteil des Nachwuchses war dabei durchaus lebensfähig und bildete anschließend seinerseits wiederum mehrere Tochterzellen.

Eine Zellteilung sei ein unglaublich komplexer Vorgang, der streng reguliert und kontrolliert werden muß, damit er korrekt ablaufe, kommentieren die Forscher. Gerät dieses empfindliche Ineinanderspielen der verschiedenen Prozesse aus dem Takt, etwa durch erhöhten Druck wie im aktuellen Experiment, führe das zwangsläufig zu Fehlern – beispielsweise beim Kopieren der Erbinformation oder bei der Verteilung der Chromosomen und der anderen Bestandteile einer Zelle. Auf diese Weise entstünden dann wiederum entartete Zellen, die sich ihrerseits nicht normal teilten. Es sei zum Beispiel sehr wahrscheinlich, daß die Nachkommen solcher Zellen nicht die korrekte Zahl an Chromosomen von ihrer Mutterzelle mitbekommen. Das könnte erklären, warum dieses Problem, Aneuploidie genannt, so häufig bei Krebszellen vorkommt, schreiben die Wissenschaftler.

Zur Aneuploidie siehe auch Krebs, Chromosomen und Orgonenergie, wo noch von einer durchgängigen Teilung der Krebszellen in zwei Tochterzellen ausgegangen wird.

Bisher ging es stets um diffizile biochemische und mikrobiologische Prozesse, neuerdings geht es schlicht um primitive Druckverhältnisse und damit um genau das, was in Reichs von der Orgasmusforschung geleiteten Krebstheorie im Mittelpunkt stand.

Reich führt das „wilde Zellwachstum“ bei Krebs auf etwas zurück, was einem „akuten Angstanfall“ entspricht (Der Krebs, Fischer TB, S. 242). Die Krebszellen reagieren ähnlich wie der Gesamtorganismus bei Angst, wenn das Herz wild pocht, der Blutdruck steigt und es „in den Gedärmen rumort“. Beim Menschen mündet das schließlich in wilder Flucht oder einem unkontrollierten Amoklauf. Bei der Krebszelle mündet die Panik in einer „wilden“ Zellteilung.

Bioenergetisch gesehen ist Angst nichts anderes als eine Kontraktion, die gegen eine zugrundeliegende Expansion gerichtet ist. Das unterscheidet die Angst von der Trauer. Dieser Widerspruch zwischen dem nach innen gerichteten und dem nach außen gerichteten Druck macht das Gefühl „Angst“ aus: Beklemmung. In der oben genannten Studie der University of California haben wir genau das gleiche vor uns: auf einen Organismus (die Krebszelle) wird von außen Druck ausgeübt und er reagiert mit Panik.

Ähnlich wie bei Mensch und Tier Angst in vollkommen chaotischen, zutiefst unorganischen Reaktionen münden kann (blinde Flucht oder blinde Aggression), endet auch der „akute Angstanfall“ der Zelle im unorganischen Chaos. Statt zur organischen Bifurkation, die alles lebendige Leben bestimmt, kommt es zu einer chaotischen Wucherung ohne innere Folgerichtigkeit. Alles läuft aus dem Ruder und das Lebendige selbst entartet.