Posts Tagged ‘Basedow’

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11. August 2018

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1. Mai 2017

Die Panzersegmente (Teil 5): Der Bauch- und Beckenpanzer

9. November 2014

Der Orgontherapeut und Internist Robert A. Dew hat in der Artikelserie „The Biopathic Diathesis“ (Journal of Orgonomy, 1968-1978) beschrieben, wie das Wechselspiel von sympathikotoner und vagotoner Erregung in den sieben Segmenten der Panzerung die folgenden Biopathien erzeugt: Skoliose, Muskelrheumatismus, Krebsmetastasen, Entzündungserkrankungen wie Ekzeme und Rhinitis, Spannungskopfschmerz und Migräne, Epilepsie und Schizophrenie, Parkinsonsche Krankheit, Myopie, Glaukom, Strabismus, Fettleibigkeit, Basedow, kardiale Arrhythmien, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Asthma, Bronchitis, Diabetes, Hepatitis, Gallenstein, Nierenstein, Magen- und Darmgeschwüre, Verstopfung, sowie gut- und bösartige Unterleibsgeschwulste, Rheumatisches Fieber. Hinzu kommt die Gicht (Charles Konia: „The Gouty Diathesis“, Journal of Orgonomy, 18(2), November 1984, S. 172-182).

Ein Problem, das mit dem Bauchsegment zu tun hat, ist die Dickdarmentzündung, die in vielem dem Asthma entspricht. Der auslösende Mechanismus „ist eine Überreizung durch den Parasympathikus in dem Versuch, Angst zu überwinden“ (Der Mensch in der Falle, S. 292; siehe auch in Charles Konia: „Somatic Biopathies (Part 1)“, Journal of Orgonomy, 23(2), November 1989, S. 234-236).

Dew befaßt sich eingehender mit der Kolitis ulcerosa in seinem Artikel „The Biopathic Diathesis: Ulcerative Colitis“ (Journal of Orgonomy, 3(2), November 1969, S. 198-212). Zu den typischen Symptomen der Kolitis ulcerosa gehört durch parasympathische Innervation verursachte spastische Obstipation.

Über die chronische Verstopfung schreibt Elsworth F. Baker: „Chronische Sympathikotonie läßt eine Ausdehnung der Darmwände zu, während sie zugleich eine Verkrampfung der Afterschließmuskeln herbeiführt. Gewöhnlich entstehen mit der Zeit Hämorrhoiden“ ( Der Mensch in der Falle , S. 293). Reich erwähnt, daß „die chronische Obstipation einen überragend häufigen Hintergrund der Krebserkrankung des Darmtrakts“ bildet (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 275; siehe dazu auch Dews bereits erwähnten Artikel „The Biopathic Diathesis: Ulcerative Colitis“, S. 206-208).

Und über den vorderen Beckenapparat schreibt Reich beispielsweise:

Die Sperrung der biosexuellen Erregung in den Genitalien (…) geht mit einer muskulären Spannung der Beckenmuskulatur einher. Dies ist regelmäßig der Fall bei den Gebärmuttermuskelspasmen frigider und neurotischer Frauen. Menstruationsstörungen, menstruale Schmerzen, polypöse Wucherungen und Myome sind häufig Folgezustände solcher Spasmen. Der muskuläre Gebärmutterkrampf hat keine andere Funktion als die, die biosexuelle Energie nicht zur Empfindung an der Vaginalschleimhaut durchzulassen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 172)

Baker schreibt zur Problematik der Menstruation in einer gepanzerten Gesellschaft:

[Fibrome und Eierstockzysten] sind die Folge eines expansiven Energiestoßes gegen die Kontraktion von Uterus und Ovarien, der eine Aufblähung der Gewebe verursacht. In solchen Fällen hat das Becken eine hohe Energieladung, aber der adäquate Ausdruck der Sexualität ist blockiert. Die Kontraktion ist erfolgt, damit die Sexualenergie sich nicht als vaginale Empfindung bemerkbar macht. Während der Menstruation führt dies zu schweren Verkrampfungen, die als Menstruationskrämpfe spürbar werden. Die emotional gesunde Frau hat keine Menstruationsschmerzen. (Der Mensch in der Falle , S. 293f)

2007 wurde Lybrel in den USA zugelassen. Die erste Anti-Babypille, die gleichzeitig die Monatsblutung komplett unterbindet! Zwei Drittel der Frauen würden wegen der mit ihr einhergehenden Beschwerden (Übelkeit, Stimmungsschwankungen) nur allzu gerne auf die Menstruation verzichten. Ohnehin:

21 kleine Pillen, sieben Tage Pause: Längst nicht mehr alle Frauen nehmen die Antibabypille auf diese Weise ein. Aus den unterschiedlichsten Gründen verzichten sie auf die siebentägige Pause und beginnen nach 21 Tagen direkt mit der nächsten Packung. Durch diesen Langzyklus verzichten sie über Monate und teilweise sogar Jahre hinweg auf ihre Monatsblutung. Ob das Durchnehmen der Pille dem Körper schaden kann? Nein, aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen.

Es läßt sich kaum ein besseres Beispiel für die mechanistische Lebensauffassung finden! Unter den Tisch fällt, daß die Menstruation eine Art von energetischer Entladung ist und daß „Monatsbeschwerden“ ein direkter Ausdruck von Beckenpanzerung und der damit einhergehenden Ablehnung des eigenen Frauseins sind. Es soll kein Blut mehr fließen, bedeutet letztendlich: es soll keine Orgonenergie mehr strömen. (Siehe dazu auch meinen Blogbeitrag über die Ejakulation.)

Man denke nur daran, daß es in Saharasia kein größeres Schrecknis als das Menstruationsblut gibt. In Guantanamo kann man mit roter Farbe „foltern“. Und in Nepal beispielsweise wurden menstruierende Frauen in Kuhställe gesperrt. Das Verfassungsgericht des hinduistisch-buddhistischen Landes ordnete an, den „Chhaupadi“ genannten Brauch gesetzlich zu verbieten.

Kali_Ma

The Journal of Orgonomy (Vol. 7, No. 1, May 1973)

14. September 2011

Alle Erkrankungen des Rachens, der Larynx, der Trachea, des Ösophagus und der Schilddrüse können Fokus einer Biopathie sein (Morton Herskowitz: „4. The Segmental Armoring“, Annals of the Institute for Orgonomic Science, Vol. 4, No. 1, September 1987, S. 75). Als Beispiel werde ich kurz auf die Hyperthyreose eingehen:

Mit der Basedowschen Krankheit hat sich Reich schon in den 1920er Jahren auseinandergesetzt. In Die Funktion des Orgasmus hatte Reich anhand (u.a.) des Morbus Basedow (Nervosität, hoher Blutdruck, Herzrasen) gezeigt, wie sich unabgeführte genitale Erregung in Angst umwandelt, indem sie das Herz innerviert.

Aus der Sichtweise von Reichs späteren Erkenntnissen über die segmentäre Panzerung des Körpers hat der Orgonom und Internist Robert A. Dew insbesondere mit Bezug auf das Orgonom die Basedowsche Krankheit wie folgt interpretiert:

Am Anfang der biopathischen Diathese von Basedow steht ein oraler Block (wie er durch die psychiatrische Untersuchung von Basedow-Patienten evident wird), der den Energiefluß nach unten in das Halssegment blockiert, „was ein Gebiet verminderter orgonotischer Ladung erzeugt. Auf diese Weise könnten der Terror und die Wut, deren Ausdruck durch diese Panzerungen blockiert ist, den Weg für die Schilddrüsenerkrankung bereiten“ (Dew: „The Biopathic Diathesis: Hyperthyroidism“, S. 67). Kommt nun zusätzlich eine Blockade im Hals hinzu, der die Pulsation weiter einschränkt, wehrt sich der Körper gegen die derart eingeschränkte orgonotische Ladung des Halsbereichs durch vermehrte Hormonausschüttung der Schilddrüse, sodaß sich ein biopathischer Basedow entwickeln kann. Allgemeiner betrachtet liegt dieser Krankheit eine chronische Angst vor Expansion zugrunde.

Die damit verbundene Sympathikotonie ruft die Schwellung und Hypersekretion der Schilddrüse als Antwort auf Streß hervor. Das überschüssige Hormon verstärkt den Kontraktionsprozeß. Der Organismus reagiert mit kräftigen Versuchen die Sympathikotonie zu durchbrechen, was zu schwerer Angst führt, weiterer Kontraktion und weiterer Hormonabgabe. Die Schilddrüse wird so in ein verzweifeltes Verteidigungsmanöver auf endokrinem Niveau verstrickt. (Dew, S.74)

Offensichtlich verbindet das klinische Bild den Basedow eng mit Herzstörungen (Tachykardie, hoher Blutdruck, etc.). Dew schreibt dazu:

Die Erkrankung ist spezifisch mit der Panzerung im Hals und möglichweise im Kiefer verbunden. Dies unterscheidet sie von den Hochdruck- und kardiovaskulären Biopathien, bei denen eine ähnliche Kontraktion gegen Expansion vorherrscht, die herausragende Panzerung jedoch im Brustbereich zu finden ist. (Dew, S. 69)

Reich selbst zeigte im Halsbereich biopathische Störungen, so erwähnt Myron Sharaf z.B. eine Episode aus dem Jahre 1953, als Reichs Sekretärin und zeitweilige Geliebte, Lois Wyvell, einen anderen Mann in der Kleinstadt Rangeley, in dessen Nähe Orgonon liegt, kennenlernte:

Da ihr Freund in Rangeley keine Anstellung finden konnte, entschied sich Lois nach Farmington zu ziehen, einer größeren Stadt, die 65 Kilometer entfernt lag. Sie plante weiter für Reich zu arbeiten, Reich entschied sich jedoch das Arbeitsverhältnis zu beenden. Sprachlos vor Enttäuschung und Wut erlebte er die gleiche Halsblockade, die er in seinem allerersten klinischen Aufsatz beschrieben hatte – seiner getarnten Autobiographie. Er schrieb nieder [da er nicht sprechen konnte]: „Du bist gefeuert!“ (Fury on Earth, S. 407)

In dem erwähnten Artikel von 1920 schreibt Reich über seinen vorgeblichen Patienten, d.h. über sich selbst: „wenn er sprechen solle, ’schnüre ihm etwas die Kehle‘ aus Furcht, Unsinn zu sagen“ (Frühe Schriften, S. 78). Ende 1919 notierte er eine Szene, die in etwa der mit Lois Wyvell entspricht:

Als ich mit [der unglücklichen Liebe] Lia in der Oper war, fühlte ich etwas in mir, das mich in eine andere Welt zog, anders, anders als ich, ich wollte sprechen – und das Wort stak mir in der Kehle, ich kam mir stupide vor, und wenn dies einmal der Fall ist, dann ist’s aus und geschehen! (Leidenschaft der Jugend, S. 129)

Reichs Halsblockade sollte auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des „Medical DOR-Busters“ 1955 spielen.