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Die Mißhandlung von Wilhelm Reich in CHILDREN OF THE FUTURE

26. Februar 2018

Im teilweise deutschen Originalmanuskript von Children of the Future findet sich eine Kopie von „Mißhandlung von Säuglingen“. In der deutschen Ausgabe von Kinder der Zukunft wurde daraus ein vermeintliches „Kapitel“, das irrigerweise als „Mißhandlungen von Kindern“ rückübersetzt (sic!) wurde.

Ursprünglich war dieses Schriftstück Reichs vom Oktober 1942 ein „Letter to the Editor“ des International Journal of Sex-economy and Orgone Research, Theodore P. Wolfe. Es wurde in der Rubrik „Correspondence“ und mit der Einleitung „A physician writes: Dear editor“ als der anonyme Beitrag „Disastrous Fads in Infant Upbringing“ in der Ausgabe vom November 1942 abgedruckt (Vol. 1, No. 2, S. 276-278), nachdem es, wahrscheinlich von Wolfe, ins Amerikanische übertragen worden war.

Die Herausgeber der amerikanischen Ausgabe von Children of the Future (1983) erachteten es nicht für nötig, auf diese Erstveröffentlichung hinzuweisen, die sofort ihre Manipulation offenbart hätte. Sie machten nämlich aus den Anfangsworten „Seit mehreren Wochen…“ das, was in der deutschen Ausgabe als „Über mehrere Wochen hinweg…“ übersetzt wurde. So wird aus einer zeitgebundenen Notiz ein sozusagen „überzeitliches“ Kapitel für ein Buch. Entsprechend wurde die Gegenwartsform des ersten Absatzes (die in der Übersetzung von 1942 erhalten geblieben war) in die Vergangenheitsform versetzt und der Anfang des vierten Absatzes von „Wir sind eben im Begriff…“ in „Wir haben seither darum gerungen…“ (meine Rückübersetzung!) verwandelt. 1942 war noch korrekt übersetzt worden: „And now we are…“. Reichs Text wurde also selbstherrlich so umgeschrieben, als hätte er ein Buchkapitel verfaßt. Das sind wohlüberlegte Verfälschungen am Reichschen Text, die Reich in seinem Testament ausdrücklich allerstrengstens untersagt hat!

An anderer Stelle habe ich gezeigt, daß diese Art von Manipulation praktisch alle Neuausgaben der Reichschen Texte durchzieht. Und niemand, wirklich niemand, hat m.W. jemals darauf hingewiesen. Es wurden etwa in der Masspsychology of Fascism einzelne Wörter so ins Amerikanische „übersetzt“, daß es dem Leser nicht auffiel, daß die Herausgeber aus dem großen Endkapitel über die Arbeitsdemokratie mehrere kleinere „Kapitel“ gemacht hatten, was die innere Logik des Buches nachhaltig zerstört hat; es „zerfleddert“ sozusagen am Ende.

Die Mißhandlung des Wilhelm Reich durch Leute, die ihn offensichtlich zutiefst verachten. So gehen Eltern mit Kindern um, denen das Wort im Munde umgedreht wird, die kein geistiges Eigentum besitzen und mit denen man tun und lassen kann, was man will. „Wir machen das schon für Dich, Du kleiner Hosenscheißer!“ In dieser Hinsicht ist das Buch Children of the Future bzw. Kinder der Zukunft von einer grausamen Ironie. Alle schauen beim Mißbrauch zu und niemand macht was.

Interessanterweise hat Reich folgenden etwas unglücklichen, da verwirrenden (im Zusammenhang aber logischen!) Satz, der sich gegen die Bauchlage von Säuglingen mit ihrer Intention a la Moritz Schreber richtet, aus der Veröffentlichung von 1942 gestrichen. Er erscheint aber in der amerikanischen Neuübersetzung und damit der deutschen Rückübersetzung (die den Satz prompt ins Gegenteil verkehrt!). Hier das Reichsche Original:

Es wäre dringend ratsam, sofort mit klarer und entschlossener ärztlicher und erzieherischer Propaganda gegen diese modernste Besorgtheit um die natürliche Entwicklung einzusetzen.

Im Originalmanuskript folgt ein weiterer Satz, den Reich im Manuskript gestrichen hat und der deshalb nie veröffentlicht wurde:

Wer die Natur nicht begreift, soll seine Hände davon weghalten.

KAMERADEN DER ZUKUNFT

21. Februar 2018

In Kinder der Zukunft wirkt der Abschnitt „Das Problem der Freundschaft zwischen Jugendlichen“ (S. 181-188) im „Kapitel“ über „Die sexuellen Rechte der Jugend“ ziemlich anachronistisch – bzw. er wirkte noch vor wenigen Jahren anachronistisch: heute wird er immer aktueller. Es geht um die Spaltung der Sexualität in Zärtlichkeit und Sinnlichkeit. Früher himmelte der bürgerliche Jugendliche die Mädchen der eigenen Klasse an und stellte sie auf ein Podest als Verkörperung von Schönheit und „Reinheit“. Seinen Trieb entlud er mit Prostituierten und Mägden.

Im von Reich selbst revidierten Originalmanuskript heißt der Abschnitt übrigens „Die Schwierigkeiten der kameradschaftlichen Beziehungen der Jugend“ und beispielsweise wird die Gattin nicht zum „sexuellen Spielzeug“ (ein Begriff, der Freude suggeriert) des Ehemannes, wie es der Übersetzer ungeschickt widergibt, sondern (so das Originalmanuskript) zum „sexuellen Werkzeug“. Zynisch ausgedrückt: ein bloßer Stoßdämpfer. Eine kameradschaftliche Beziehung ist ausgeschlossen, weil der Geschlechtsakt die Ehefrau immer weiter entwertet, d.h. gefühlsmäßig auf die Stufe der besagten Prostituierten und Mägde herabwürdigt.

Szenarien einer vergangenen Welt, die in den beiden Weltkriegen und der Entwicklung der antiautoritären Gesellschaft seit 1960 bis auf kuriose Restbestände untergegangen ist. Aber nein, in der multikulturellen Gesellschaft sind sie aktueller denn je! Was im übrigen zeigt, daß es hier um fundamentale bioenergetische oder besser gesagt charakterstrukturelle Gesetzmäßigkeiten geht.

Die „Prostituierten und Mägde“ sind heute unsere ganz normalen deutschen Mädchen. Mit ihnen verlustiert sich die moslemische männliche Jugend, da die eigene Volksgruppe in dieser Hinsicht absolut tabu ist. Kommt dann die Cousine aus der Türkei, die man zu heiraten hat, hat das deutsche Spielzeug seine Schuldigkeit getan. Es ist wirklich alles wie in der einstigen Klassengesellschaft.

Die Parallele geht sogar noch weiter, wenn wir das Mädchen aus besseren Kreisen betrachten. Ich zitiere das von Reich revidierte Originalmanuskript (bitte mit der entsprechenden Stelle S. 182 vergleichen):

Das Mädel wieder muß ihre genitale Sinnlichkeit unterdrücken. An Stelle gesunder, natürlicher Sexualität entwickelt sie das typische Wesen des Weibchens mit dem Seelchen, sie wird kokett, sexuell überspannt, dem Mann, den sie liebt, gefügig, ja hörig, oder sie nützt die Sexualität zur Beherrschung der Männer aus. Das Ausschalten der genitalen Befriedigung hat ein Lüsternwerden zur Folge; ein solcher Mensch muß von Sexualität zu triefen anfangen. Soweit sich so ein Mädel von der heuchlerischen Moral und Lebensart befreit und ein Geschlechtsleben lebt, wird der Schwerpunkt auf die Reizung verlegt. So kommt es zur Erscheinung der Halbjungfrau, die alles tut, ausnahmslos alles, bis auf die Aufnahme des männlichen Gliedes in die Scheide.

Wer kennt sie nicht, die aufgedonnerten, ewig provokanten kleinen „Südländerinnen“, die exakt den von Reich beschriebenen „Mädeln“ entsprechen.

Die Paralelität wird deutlich an den folgenden Ausschnitten, die ich einem früheren Blogeintrag von mir entnehme:

Ab und an findet man sogar in deutschen Medien so etwas wie Realität. Etwa wenn man folgendes zu lesen bekommt:

Sie heißen Serap, Ayse oder Günay, kommen aus der Türkei, Algerien oder dem Kosovo und sind auf der Flucht vor ihrer Familie. Sie sind 16, 17 Jahre als, also noch halbe Kinder, aber sie sollen verheiratet werden – an den Cousin oder einen Mann aus ihrem Heimatdorf. Krumm von Prügeln und in Todesangst haben sie sich in Frauenhäuser oder vom Jugendamt angemietete Wohnungen geflüchtet. Für die Mädchen geht es tatsächlich um Leben und Tod.

Wie in in den Ursprungsländern dieser Mädchen und Frauen zugeht, beschreibt Souad in ihrer Autobiographie Bei lebendigem Leib. Hier wird der wirkliche, nämlich sexualökonomische, Hintergrund des „Nahostkonflikts“ beleuchtet.

In Sabatina: Vom Islam zum Christentum – ein Todesurteil beschreibt die 21jährige Pakistanerin Sabatina James ihre tragische Lebensgeschichte, die ein bezeichnendes Licht auf die Realität des Islam und die imgrunde reaktionäre Vision einer „multikulturellen Gesellschaft“ wirft.

Als 10jährige folgt Sabatina ihrer Familie in die österreichische Provinz. Sie lebt sich schnell ein. Dabei kollidiert sie immer häufiger mit den Moralvorstellungen ihrer Eltern. Kurz nach ihrem 16. Geburtstag verschleppen sie ihre Eltern nach Pakistan, weil sie ihnen zu westlich geworden ist. In der Koran-Schule wird sie geschlagen und mißhandelt. Zu ihrem 17. Geburtstag wird sie (wie in der islamischen Welt üblich) zur Heirat mit ihrem eigenen Cousin gezwungen!

Dem Buch Der Multikulti-Irrtum von Seyran Ates zufolge müssen muslimische Mädchen und junge Frauen häufig den Analverkehr über sich ergehen lassen; die Methode würde zuverlässig nicht nur die Empfängnis, sondern vor allem die Entjungferung verhüten. Vernünftige Erhebungen zum Thema kann man sich kaum vorstellen. Man kann nur beispielsweise auf die „sotadische Zone“ verweisen und auf sich häufende Anekdoten, wie die folgende aus einem „Sexforum“:

hatte mal eine perserin als freundin. diese wurde gezwungen, jemanden zu heiraten den die familie ausgesucht hat. sie musste als jungfrau die ehe eingehen. ich hatte fast ein jahr lang spass mit ihr. sie machte alles ausser normalen gv. fuer sie war anal das beste ueberhaupt. sie konnte nicht genug davon kriegen.

Man lese auch unbedingt den Artikel „Gefangen im Unaussprechlichen“ aus der Süddeutschen Zeitung:

Kundruns wirklicher Horror aber, das sind eingesperrte und vergewaltigte Ehefrauen, mißbrauchte Töchter. Sie erzählt von einem Mädchen, in deren Mund sich eine Geschlechtskrankheit eingenistet hatte, vom Bruder übertragen. Von einer Fünfjährigen, deren Anus zerrissen ist, weil sie anal mißbraucht wurde, um das Jungfernhäutchen zu schützen. „Tor zwei“ nennen Musliminnen das: Analverkehr, um die Jungfräulichkeit zu bewahren; diese Sexualpraktik nutzen Männer, wenn ein junges Mädchen in der Hochzeitsnacht unberührt wirken soll.

In ihrem Buch Die fremde Braut beschreibt die deutsch-türkische Soziologin Necla Kelek, wie aus Gastarbeitern Türken und aus Türken Moslems wurden. „Importbräute“ (so gut wie immer Cousinen) werden aus der Türkei geholt, hier wie Gefangene gehalten und als Brutmaschinen mißbraucht. Eine vom deutschen „Sozialstaat“ subventionierte systematische Türkisierung bzw. Islamisierung der deutschen – „Be-Völkerung“.

Das besondere an ihrer Arbeit ist der quasi „sexualökonomische“ Blick ins Intimleben. Beispielsweise beschreibt sie, wie sie selbst auf das Eheleben vorbereitet wurde:

Auch ich wurde von meiner Tante in die „Kunst der Liebe“ eingewiesen. Ich war 14, und sie sagte mir, wie man es mit einem Mann machen soll: „Du legst dich hin, machst die Hände zur Faust und schließt die Augen. Und ‚o gelir ve bosalir’, er kommt und entleert sich. Aber wenn du dich bewegst, wird er sich lange an dir aufhalten.“ Seit 25 Jahren mache sie es so, und ihr Mann habe sich noch nie beklagt. (S. 217)

Soweit das Eigenzitat. – Wir brauchen Wilhelm Reich mehr denn je, werden aber mit dieser minderwertigen Rückübersetzung abgespeist.

Das Trauerspiel der Reich-Editionen

19. Februar 2018

Publish or die! Für Reich war das Publizieren seiner Arbeiten überlebenswichtig. Das begann mit seiner Arbeit als Psychoanalytiker und später als Sexualpolitker, den man schon bald mundtot machen wollte, und mündete schließlich in seinen sexualökonomischen und später orgonomischen Schriften im Exil. Beispielsweise waren seine Veröffentlichungen in den 1950er Jahren eine Hauptwaffe gegen die Kampagne der FDA und der amerikanischen Linkspresse gegen ihn. (Es ist durchaus vergleichbar mit Trumps heutigen Twittern!) Ohne seine Publikationsarbeit wäre er sehr schnell in der Versenkung verschwunden. Entsprechend wurde von ihm und später seinen Mitarbeitern, insbesondere Theodore P. Wolfe, eine ungeheure Arbeit und Sorgfalt in die Aufmachung der Schriften und Periodika investiert. Entsprechend wird man kaum je irgendeinen Fehler finden. Und das war lange vor den heutigen Rechtschreibprogrammen und unendlich vielen Recherche- und Korrekturmöglichkeiten, die wir heute mit den Computern haben!

Das hohe Niveau änderte sich nach Reichs Tod als Chester M. Raphael und seine Partnerin Mary Boyd Higgins Herausgeber seiner Schriften wurden. Anfangs passierte außer das eine oder andere verpeilte Vorwort nicht viel, denn die von Wolfe in enger Zusammenarbeit mit Reich angefertigten Übersetzungen wurden neu aufgelegt und erhielten teilweise positive Besprechungen, weil man nicht erwartet hatte, daß die FDA eine so wertvolle Literatur hat verbrennen lassen. Doch seit Anfang der 1970er Jahre wurden diese Originalübersetzungen, von denen ein eigentümlicher sprachlicher Zauber ausging, durch Neuübersetzungen ersetzt, die fast durchweg ein Desaster waren. Der Sprachduktus war für amerikanische Ohren mit einem Mal hölzern und „teutonisch“ und vor allem voller faktischer Fehler. Beispielsweise wurde aus dem „Generalpsychopathen“ (Hitler, unter dem u.a. seine Generäle litten) idiotischerweise „psychopathic generals“ – und zahllose andere Beispiele von Übersetzungsmurx (siehe hier und hier). Und das alles im Namen einer Organisation, die Reichs Namen trug. Es war alles sozusagen „Reich-offiziell“!

Aus verschiedensten Gründen konnte man sich nach Reichs Tod praktisch nur noch aufregen. Wirklich in jeder Neuausgabe wurde irgendein Bockmist gebaut, so als wollte man Reich posthum noch toter machen, als er ohnehin schon war. Dabei waren seine Schriften nach seinem Tod für sein Überleben (bzw. natürlich für das Überleben und die Verbreitung seiner Ideen) um Potenzen wichtiger als zu seinen Lebzeiten. Die Arbeit war auch um soviel einfacher, denn der Kanon lag abgeschlossen vor.

Den Leuten, die dieses posthume Verbrechen an Reich begangen haben, glaube ich keine einzige Sekunde, daß es keine andere Möglichkeit gab, daß man doch froh sein solle, daß Reich überhaupt wiederveröffentlicht wurde und was für ungeheure persönliche Opfer sie doch aufgebracht haben. Mir kommen die Tränen! Tatsächlich geht es nur um eins: daß sich diese Leute unglaublich stark voller Liebesinbrunst zu Reich hingezogen fühlen, er ihnen aber imgrunde fremd ist, sie deshalb nicht „mitschwingen“ können, aber auch nicht von ihrem vermeintlichen Erlöser lassen können. Die Lösung dieses Konflikts kann jeder in der Umgebung an den diversen Beziehungs- und Ehehöllen sehen: man kommt nicht vom angeblich „geliebten“ Partner los und versucht ihn deshalb mittels „Sabotage“ nach und nach buchstäblich umzubringen.

Deshalb reagiere ich so überaus empfindlich etwa jetzt auf Kinder der Zukunft. Reichs Wort ist Reich selbst, das ist das einzige, was von ihm geblieben ist, das ist sein LEBEN. Kleinere Fehler, wir sind alle nur Menschen – aber hier geht es um ein MASSAKER. Nehmen wird etwa die drei „Orgasmuskurven“ im „Kapitel“ über „Die sexuellen Rechte der Jugend“. Auf S. 160 ist die Orgasmuskurve zum Beispiel mit „F = Vorlust – Vorspiel“ beschriftet. Das „F“ wurde so aus der amerikanischen Ausgabe übernommen für „forepleasure – foreplay“. Im deutschen Orgnalmanuskript steht natürlich „V“! Was der unbedarfte Leser von Kinder der Zukunft in diese und die anderen aberwitzigen Beschriftungen (etwa „C = Beginn des Höhepunkts“ – im Orginal „A = Einsetzen der ‚Auslösung‘“) hineininterpretieren mag… S. 165: „N = Unlust nach der Ejakulation“, im Original „U = nachfolgendes Unbehagen“. S. 169: die Hemmungen werden mit „I“ statt wie im Original mit „H“ beschriftet. Man kann hier nur die Sorgfalt der amerikanischen Herausgeber und Übersetzer loben, denn „V = foreplay“ etc. wäre einfach derartig lächerlich gewesen!

Selbst die Herausgeber der amerikanischen Ausgabe sind dumm dran. Die Fußnote „Sulfonamides are the appropriate drugs used today“ wird übersetzt als:

Anm. der Hrsg. der amerik. Ausg.: Der weiche Schanker wird heutzutage antibiotisch behandelt. (S. 171)

Oder gar aus…

The incidence of later stages of syphilis has been declining, even without the indicated treatment, because antibiotics are now so frequently used for other infectious diseases as well.

…wird das veritable Gegenteil:

Anm. der Hrsg. der amerik. Ausg.: Die Syphilis ist durch die Antibiotikabehandlung zwar deutlich zurückgegangen, die Anzahl der Neuerkrankungen stieg ab (sic!) seit 1990 wieder deutlich an. Vor allem in Großstädten und unter Homosexuellen ist auch heute die Syphilis weit verbreitet.

Übrigens „1990“: die (einzige) amerikanische Ausgabe erschien 1983!

Alle gehen selbstherrlich mit Reich um. Die amerikanischen Herausgeber maßen sich an aus Versatzstücken selbst ein „Buch von Wilhelm Reich“ aus dem Hut zu zaubern, das er so nie geschrieben hat, und der deutsche Übersetzer setzt in einer zweiten Schicht an Selbstherrlichkeit noch eins drauf. Also normal ist das nicht!

Der unsensible Peter über das deutschsprachige CHILDREN OF THE FUTURE

15. Februar 2018

Wir haben es geschafft und sind endlich beim Material in Kinder der Zukunft, das auf deutsch verfaßt und (bis auf „Mißhandlungen von Kindern“) auch ursprünglich auf deutsch veröffentlicht wurde: S. 127-195.

Da hätten wir erst mal das „Kapitel“ mit der Überschrift „Mißhandlungen von Kindern“. Eine Rückübersetzung! Warum mir das deutsche Manuskript vorliegt, dem Übersetzer aber nicht… Ich begreife es nicht! Übrigens ist das deutsche Originalmauskript überschrieben mit „Mißhandlung [kein Plural!] von Säuglingen“, was die amerikanische Übersetzung auch korrekt widergibt („infants“). Warum daraus in der deutschen Ausgabe „Kinder“ wurden…

Danach folgt „Über kindliche Masturbation“, ein „Kapitel“ über das ich mich bereits geäußert habe. Der deutsche Urtext ist für jeden, der schon mal eine Universitätsbibliothek von innen gesehen hat, zugänglich: trotzdem eine Rückübersetzung! Das war mir bei der Lektüre gar nicht aufgefallen, was glatt als Lob an den Übersetzer betrachtet werden könnte;-)

„Ein Gespräch mit einer sensiblen Mutter“: In diesem „Interview“ geht es um Sexualerziehung und daß man genitale Freiheit nicht von prägenitalen Fixierungen trennen kann. Alles sehr gut und lesenswert. Halt Reich. Ich frage mich nur, was die Herausgeber der deutschen Ausgabe geritten hat, die Überschrift der amerikanischen Originalausgabe („A Conversation with a Sensible Mother“) rückzuübersetzen in „Gespräch mit einer sensiblen Mutter“. Was soll sowas?! DIE DEUTSCHE ÜBERSETZUNG VON „SENSIBLE“ LAUTET „VERNÜNFTIG“, sonst würde da nämlich „sensitive mother“ stehen. – Ich will es nicht glauben und überprüfe es jetzt nochmals: der gesamte Text dieses „Kapitels“ ist nicht mit dem deutschen Original aus der Zeitschrift für politisch Psychologie und Sexualökonomie identisch.

Bei der Ankündigung von Kinder der Zukunft war ich ganz aus dem Häuschen, weil bald das deutsche Original der revidierten Fassung von Reichs Der sexuelle Kampf der Jugend allgemein zugänglich würde… Bei der Lektüre stelle ich heute fest: RÜCKÜBERSETZUNG. Das bedeutet, daß die WRIT, also Miss Higgins, es nicht für nötig befunden hat, dem Übersetzer eine Kopie des deutschen Originalmanuskripts zuzusenden. Aber selbst ohne dieses Manuskript: ganze Abschnitte, wie etwa „Enthaltsamkeit und Arbeitsleistung“ und „Zur Frage der Homosexualität“, hätte der Übersetzer aus der extrem leicht zugänglichen Veröffentlichung von 1932 mit nur kleinen Änderungen übernehmen können.

Beim Durchblättern dieses letzten „Kapitels“ bin ich auf eine erläuternde Fußnote des Übersetzers gestoßen (S. 171), wo aus Julius Wagner-Jauregg tatsächlich ein „Dr. (sic!) Wagner-Lauregg“ wurde! Ja, der bis heute weltberühmte Nobelpreisträger Wagner-Jauregg war ein Doktor, aber kein Mensch schreibt beispielsweise „Dr. Freud“, „Dr. Einstein“ oder „Dr. Hans Hass“ und erstrecht nicht „Dr. Wagner-Jauregg“! Ich könnte mich jedesmal vor Wut in der Auslegeware verbeißen, wenn mal wieder irgendein „Reichianer“ von „Dr. Reich“ schreibt!

By the way: Woher der amerikanische Übersetzer und mit ihm der deutsche Rückübersetzer (S. 172) im Zusammenhang mit der Syphilis-Erkrankung den Verweis auf „penicillin (or other antibiotics if the person is penicillin-sensitive)“ haben, ist mir rätselhaft, denn diese Stelle findet sich nicht im revidierten Originalmanuskript, d.h. der Vorlage der amerikanischen Übersetzung. Wie auch, denn wenn ich mich nicht ganz irre, stammt dieses Manuskript aus dem Jahre 1938… Die Stelle macht nur Sinn, wenn sie 1945 oder doch eher Jahre später von Reich verfaßt worden wäre, was abwegig ist. In meinen Augen ist es schlichtweg ausgeschlossen, daß sie von Reich stammt! Wie ist sie dann in dieses, ähhh, „Buch von Wilhelm Reich“ geraten?

Eine Charakteranalyse von KINDER DER ZUKUNFT

11. Februar 2018

Ich habe kritisiert, daß und wie die Herausgeber der amerikanischen Originalausgabe von 1983, Children of the Future mit der Zusammenstellung von Reich-Texten ein Buch „von“ Wilhelm Rech kreiert haben. Aber es ist nun mal da und je mehr ich mich hineinlese, desto mehr lerne ich es schätzen. Man nehme etwa das Kapitel „Fallangst bei einem drei Wochen alten Säugling“, dessen Bedeutung, etwa was die Beschreibung des „oralen Orgasmus“ von Babys betrifft, kaum überschätzt werden kann, das aber ungelesen und unbeachtet, und als Abschnitt eines längeren Kapitels auch praktisch unsichtbar, am Ende des dicken und nur schwerverdaulichen Buches Der Krebs sein Dasein fristet. Um so trauriger ist es, daß es jetzt in einer lieblosen (man nehme nur die redundante Fußnote des Übersetzers S. 112) und teilweise grob falschen Rückübersetzung (sic!) präsentiert wird.

Da heißt es, Mechanisten würden soweit gehen einen Plan auszuarbeiten, „wie viele Entwicklungsschritte ein Kind jeden Tag machen muß“ (S. 118). Dabei ist in den beiden Ursprungstexten nur von „steps“ bzw. „Schritten“ die Rede. „…stuttering, mutism, etc. are consequances of poor orgonotic functioning of the mouth and neck organs“, wenn die Mutter während des Stillens keinen orgonotischen Kontakt mit dem Säugling aufnehmen kann. Beim Übersetzer wird daraus: „…Stottern, Taubstummheit usw. sind Folgen mangelhaften Funktionierens der Mund- und Nackenorgane“ (S. 111). Ohne „orgonotisch“ macht das gar keinen Sinn: die Organe funktionieren nicht, weil sie nicht funktionieren… Im Original ist es „Mutismus“ und „orgonotisch schlecht funktionierende Mund- und Halsorgane“. Gott habe Erbarmen! Die Kinder werden doch nicht taub! Mutismus ist nicht „Taubstummheit“, sondern – Mutismus! Bitte bei Wikipedia nachschlagen! Wie um Himmels Willen soll ich sowas kommentieren, ohne ausfällig zu werden?!

Wie ungeschickt kann man sich eigentlich ausdrücken? Fußnote des Übersetzers S. 121: „Die vorgeburtlichen Einflüsse sind heutzutage zu einem wichtigen Bereich der Säuglingsforschung geworden. Zu Reichs Lebzeiten war dieser Zeitraum noch vollständig unerforscht.“ Warum nicht einfach: „Zu Reichs Lebzeiten waren sie noch vollständig unerforscht“?! Und so im ganzen Buch: es hat dank des Übersetzers etwas zutiefst Ungelenkes und Kontaktloses. Man könnte glatt sagen, daß das Buch „gepanzert“ ist und damit ein Widerspruch in sich selbst ist. Das fällt mir insbesondere ins Auge, weil angesichts dieser Texte meine Bewunderung und Liebe für Reich noch weiter gewachsen sind, – wenn das denn überhaupt noch steigerungsfähig gewesen wäre.

Man nehme nur folgenden – ja, Schwachsinn: „Die psychoanalytische Erklärung einer ‚Instinktangst‘, die in solchen Fällen meist zitiert wird, hilft uns auch nicht weiter. Denn dabei stellt sich die Frage: Welcher ‚Ich-Instinkt‘ soll hier verdreht worden sein?“ In Der Krebs stand: „Die psychoanalytische Erklärung der ‚Triebangst‘, die in einem solchen Fall vorgebracht wird, ist unbefriedigend: Welcher Art Trieb wurde abgewehrt?“ By the way frage ich mich, wo der amerikanische Übersetzer eigentlich den „ego instinct“ her hat: „The psychoanalytic explanation of ‚instinct anxiety‘ usually offered in such cases is not satisfactory. For the question would then be: What kind of ego instinct was being warded off?” Es geht bei Reich um die Abwehr der Sexualtriebe, nicht der Selbsterhaltungstriebe. Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn, was Reich da von seinen beiden Übersetzern in den Mund gelegt wird!

Manches schmerzt, als würde jemand mit den Fingernägeln auf der Kreidetafel kratzen: „Vor der ersten [Fallangst-] Attacke ließ sich das Kind fröhlich von jedem Fremden nehmen“ (S. 115). Reich hatte geschrieben: „Das Kind pflegte vor dem ersten Anfall gern zu jedem Fremden auf den Arm zu gehen.“ So auch wörtliche ins Englische übersetzt („happily go into the arms of every stranger“), aber nein, der deutsche Übersetzer muß abartige Assoziationen im Unbewußten von mißtrauischen Lesern lostreten! Ich würde darauf nicht hinweisen, wenn das nur vereinzelt auftrete, aber diese Tendenz, alles in ein sadistisch-perverses Licht zu tauchen, prägt die Übersetzung!

Jetzt, wo ich genauer hinschaue, frage ich mich eh, ob das Buch nicht eher von Anton Salat, dem Übersetzer, als von Wilhelm Reich stammt. Erstmal ist das ja, wie gesagt, eh kein Buch von Wilhelm Reich, sondern eins von Mary Boyd Higgins und Chester M. Raphael, die selbstherrlich eine Sammlung von Reich-Manuskripten zu einem Buch kompiliert haben, das so tut, als wäre es ein so von Wilhelm Reich geplantes Projekt. Das sieht man etwa daran, daß bisher im Buch immer von „Orgonomie“ und „orgonomisch“ die Rede war, weil die Texte 1949/50 geschrieben wurden. Dem folgt unvermittelt ein „Kapitel“, das einige Jahre vorher geschrieben wurde, als Reich noch von „Sexualökonomie“ und „sexualökonomisch“ sprach. Das führt zu einer wahrhaftigen Katastrophe, denn der Text spricht angesichts der Abwehr von beginnenden Biopathien von der Notwendigkeit einer „sexualökonomischen Erziehung des Neugeborenen“ (S. 116). In Der Krebs, aus der dieses „Kapitel“ herausgerissen wurde, klingt das im Zusammenhang vollkommen harmlos. In Kinder der Zukunft, wo man in Fortführung der vorangegangenen Texte doch „orgonomische Erziehung des Neugeborenen“ erwartet, klingt das nach – SEX!

Das haben Higgins und Raphael durch ihre dilettantische Herausgeberschaft zu verantworten, die allen akademischen Standards spottet. Darauf ist nun eine schlechte deutsche (Rück-) Übersetzung aufgepropft, die man teilweise schon gar nicht mehr als Übersetzung bezeichnen kann, nicht mal als „Nachdichtung“, denn sie hat manchmal kaum noch etwas mit dem originalen Reich-Text zu tun. Also: es ist von der Notwenigkeit einer sexualökonomischen Erziehung für Säuglinge die Rede. Nächster Satz: „Soweit ich dies überblicke, gibt es, trotz aller wichtigen sozialen Maßnahmen auf dieses Ziel hin, keinen anderen Weg“ (S. 116) Ein sinnloser, wirrer Satz! Aber Reich hat ohnehin etwas volkommen anderes geschrieben: „Soweit ich sehen kann, gibt es keinen anderen Weg. Wir wissen, welch strenge sozialen Konsequenzen dies hat.“

Reich: „Der Säugling tritt begreiflich gar nicht oder nur schwer aus sich heraus, wenn ihm aus der Umgebung keine lebendige Wärme, sondern nur starre Erziehungsregeln und unechtes Verhalten entgegenkommen.“

Amerikanische Übersetzung: „The infant will quite understandably not emerge from himself – or will do so only with the greatest difficulty – if only inflexible rules and ungenuine behavior are extended to him rather than living warmth.

Salats Rückübersetzung: „Es ist doch leichtverständlich, daß kein Kind sich von sich aus zurückziehen wird – oder wenn, dann nur unter den allergrößten Schwierigkeiten – außer wenn es dauernd starre Regeln und unnatürliches Verhalten anstelle von lebendiger Wärme ausgesetzt ist“ (S. 116).

In dem Kapitel fällt auf S. 118f ein bemerkenswerter, in unserem Zusammenhang sehr erhellender Satz Reichs, über Charakterstruktur und Schreibstil, den ich hier nach dem Original aus Der Krebs zitiere:

Ich meine, es sollte (und es wird einmal) üblich werden, eine Aussage ebenso von der charakterlichen Struktur des Aussagenden her zu beurteilen, wie man sie heute nur von der Eleganz des Stils her zu beurteilen pflegt (…).

KINDER DER ZUKUNFT: Orgonomische Erste Hilfe für Kinder

30. Januar 2018

„Orgonomische Erste Hilfe“ ist in der Orgonomie ein stehender Begriff, nicht „orgonotische“. Siehe etwa hier und hier. Wie der Übersetzer von Kinder der Zukunft von daher aus „orgonomic character anlysis“ eine „orgonotische Charakteranalyse“ (S. 68) machen konnte, gehört zu den Geheimnissen dieser Übersetzung. Oder etwa, wenn die Rede ist vom „Entwicklungsweg unserer Kinder, die von Natur aus als Gott aufwachsen und von der Natur so geschaffen sind“ (S. 72). Welch eine lebensfeindliche, perverse, krankhafte Blasphemie, die jeden normalempfindenden Menschen empören muß! Im Original steht jedoch geradezu das Gegenteil: „Thus, the obstacles in the way of our children growing up as God and nature have created them are great.

Solche Schnitzer sind um so bedauerlicher, weil dieses Buch wirklich in die Hände des deutschen Volkes gehört, d.h. nicht etwa in die von ohnehin meist verpeilten „Fachleuten“, sondern in die Hände des „einfachen Mannes auf der Straße“. Reich zufolge wird „eine gesunde, sexuell erfahrene, mütterliche Bauersfrau meist viel leichter und sicherer die richtige Antwort für ein Kind finden, als ein noch so ausgebildeter und studierter Erzieher“ (S. 68). „Die Sorge um das Neugeborene braucht“, so Reich, nämlich „Naturverbundenheit, etwas, das durch künstliche, kulturelle Maßnahmen in keiner Weise ersetzt werden kann“ (S. 70).

In diesem Zusammenhang möchte ich den geneigten Leser dringend auf folgende orgonomische (nicht „orgonotische“!) Artikel aus dem Journal of Orgonomie verweisen, insbesondere den ersten:

Worum geht es? „Wir arbeiten direkt an der Basis der übelsten Gegensätze zur menschlichen Natur und den damit verbundenen Strukturen“ (S. 70). Was? Wie bitte? Kein Wort verstanden! Im Original: „We are working at the very roots of what are probably the most evil and involved contradictions of human nature.“ Ich erinnere an das Symbol des orgonomischen Funktionalismus: Wir arbeiten direkt an der Wurzel dessen, was wahrscheinlich der übelste und komplizierteste Gegensatz der menschlichen Natur ist. Es geht hier um die einheitlichen orgonotischen (!) Funktionen im Kind und nicht, um was „der örtliche Priester oder ein in der Regel völlig ahnungsloser Parteisekretär dazu meint“ (S. 69). Was soll das schon für ein merkwürdiger Gegensatz sein?! Im Original geht es um den Priester und den „utterly ignorant secretary of the Communist Party“. Also ein Gegensatz voller funktioneller Konnotationen im Kalten Krieg und darüber hinaus. Mein Gott, Reich ist ein funktioneller Denker. Orgonomischer Funktionalismus! Auf diesem sollte jede ernstzunehmende Übersetzung, überhaupt jede ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem Reichschen Werk beruhen! ES GEHT HIER UM DIE KINDER DER ZUKUNFT, WAS AUCH BEDEUTET, DEN MYSTZISMUS UND MECHANISMUS DURCH DEN FUNKTIONALISMUS ZU ÜBERWINDEN.

Es gibt nichts Einfacheres, nichts Eingängigeres als die Orgonomie und den orgonomischen Funktionalismus, nur den „Fachleuten“, den „Reichianern“, scheint das ganze fremd und vollkommen unzugänglich zu sein! Alles, was sie zustandebringen, ist mechano-mystische Wirrnis!

Eine zweite Ergänzung zu „Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 5)“

15. Januar 2018

Die Aufklärung wird von diesem Planeten verschwinden und das Mittelalter triumphieren, weil es in der Natur einen alles bestimmenden Faktor gibt: die Fortpflanzung. Religiöse Menschen pflanzen sich fort, während „aufgeklärte“ Menschen keinen rechten Sinn darin sehen sich für andere (d.h. die eigenen Kinder) aufzuopfern. Religiöse Menschen planen Gräber für die Ewigkeit, die von ihren Kindern und Kindeskindern gepflegt werden, während es Atheisten tendenziell ziemlich schnurz ist, was mit ihren Gebeinen geschieht.

Deshalb stirbt beispielsweise Ostdeutschland aus. Nicht aus sozialen und ökonomischen Gründen (vollkommener, d.h. vulgär-marxistischer Unsinn!), sondern weil es die atheistischste Region auf diesem Planeten ist. Die Demographie in den USA ist so viel besser als in Europa, weil die Menschen in den Staaten im Durchschnitt religiöser sind als auf dem alten Kontinent. Die soviel bessere Versorgung mit Kindergärten, sozialer Absicherung, etc. in Europa spielt hier keinerlei Rolle! Eher im Gegenteil, denn (gut, jetzt argumentiere ich „materialistisch“!) wer sich vom Staat rundum versorgt fühlt, hat kein Interesse an Familienverbänden, die die persönliche Freiheit einschränken.

Aus orgonomischer Sicht zeichnet sich hier die ultimative Katastrophe ab, da auf diese Weise die Kinder der Zukunft eine Chimäre werden. Man betrachte sich etwa die Türken in Deutschland. Die, die sich westlichen Wertvorstellungen angleichen, haben im Durchschnitt genauso viele Kinder wie die Deutschen, während jene, die sich in der islamischen Kultur verpanzern, Deutschland eine unüberschaubare Schar zukünftiger inzuchtgeschädigter Islamisten und drogendealender HartzIVler schenken.

Religion bedeutet, daß zumindest ein wenig, wenn auch verzerrter Kontakt zum biologischen Kern vorhanden ist, während „aufgeklärte“ Menschen fast vollständig in der sozialen Fassade aufgehen. Ihre „Freiheit“ ist eine Illusion und selbstzerstörerisch. Das, wenn man so sagen kann, „religiöse Projekt“, bei dem sich alles um die Verantwortung für die Gemeinschaft dreht, hat wenigstens eine Zukunft.

Die gepanzerte Gesellschaft leidet daran, daß Freiheit und Verantwortung zu sich gegenseitig ausschließenden Gegensätzen werden:

Letztendlich beschreibt diese eine Gleichung die sich in „Parallelgesellschaften“ zersplitternde Gesellschaft.

Die Orgonomie steht dafür, daß Freiheit und Verantwortung nicht voneinander zu trennen sind und einander bedingen:

Die Orgonomie verkörpert diese Einheit:

Kinder stellen nicht, a la Fritz Perls, Hindernisse auf dem Weg zur vermeintlichen „Selbstverwirklichung“ dar, sondern sind Ausdruck der Selbstverwirklichung. Ein gepanzerter Mensch, etwa ein Fritz Perls, hätte sich auf die Sexualtheorie beschränkt, ohne jemals das Projekt „Kinder der Zukunft“ zu entwerfen. Tatsächlich sind Leute aufgetreten, die aus „Reichistischen“ Gründen gegen das Stillen waren (da dies dem Sexualorgan Brust schade) und gegen eine natürliche Geburt (da dies dem Sexualorgan Vagina schade). Sie träumten sogar von künstlichen Gebärmüttern und „Kinderkrippen“, um, frei nach Reich, Sexualität und Fortpflanzung endgültig voneinander zu trennen.

In einer orgonomisch geprägten Welt wären sexuelle Erfüllung im Hier und Jetzt und die Fortpflanzung nichts was sich behindert, sondern etwas was einander bedingt. Das Kinderkriegen ist dabei nicht nur wegen der Freude, die die Kinder schenken, eine Lust, sondern auch weil es selbst Spannung löst, indem wir uns sozusagen „entschulden“. Wir sind Teil eines transgenerationalen „Kreditgeschäfts“: unsere Eltern haben mit unserer Existenz in die Zukunft investiert und kontaktvollen (d.h. nicht „anti-autoritären“) Menschen ist es eine Lust sich dieser Schuld (bioenergetische „Ladung“ ohne moralischen Unterton!) zu entledigen („Entladung“), indem sie selbst Kinder bekommen. (Das Lebendige und die Arbeitsdemokratie erstrecken sich nicht nur im Raum, sondern auch über die Zeit!)

Der religiöse Mensch hat ein Gefühl für diese „bioenergetische Schuld“, moralisiert sie aber und beraubt sie ihres bioenergetischen Gehalts. Bei ihm wird alles zu „Pflicht“ und „Gefolgschaft“.

Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 5)

13. Januar 2018

Kinder der Zukunft: einer der entscheidenden Sätze findet sich auf S. 22f: Ziel sei es, „den natürlichen Ausdruck des Neugeborenen zu verstehen und jede Einschränkung zu beseitigen“. Dieses Grundanliegen Reichs kann man wirklich auf alle Gebiete ausdehnen: in der Therapie wird versucht, den natürlichen Ausdruck freizulegen und zu unterstützen, desgleichen in den Versuchen die Arbeitsdemokratie freizulegen, selbst beim Cloudbusting, was die Selbststeuerung der Atmosphäre betrifft – überall. Das ist der Kern der Orgonomie. Sozusagen: der Kern ist ihr Kern. Und genau deshalb ist dieses Buch auch so überaus wichtig. Und genau weil es so wichtig ist:

Auf S. 27 schreibt Reich, daß „die Natur in den tiefen Quellen des lebendigen Prinzips ein Zusammenwirken der Menschen anstrebt“, doch die neurotischen Prinzipien „diese grundsätzliche Einigkeit der internationalen menschlichen Existenz zerreißen und trennen“. Das sollte, so Reich weiter, im Schmelztiegel USA leicht zu begreifen sein, im Gegensatz zu Ländern mit „nationalen Beschränkungen“. Soweit Reich. Das Prinzip „Kinder der Zukunft“ soll hier, ganz gemäß dem Zeitgeist nach zwei verheerenden Weltkriegen, der Durchsetzung des internationalistischen Projekts dienen. Etwa im Sinne dieser Schmelztiegelhexe (und, nein, ich bin kein Antisemit, aber sie ist nun mal das beste Beispiel):

Wir müssen bei Reich das Überzeitliche vom Zeitgebundenen trennen. Die Wahrheit von damals ist heute eine lebensfeindliche, pestilente Lüge, die unser Leben insbesondere aber das Leben unserer deutschen Kinder in eine veritable Hölle verwandelt! Oder wie Reich auf S. 29 schreibt: die biophysikalischen Grundlagen „sind jenseits der Veränderlichkeit“, während Institutionen und Ideologien unbedeutende sekundäre Funktionen darstellen, die veränderbar sind.

Ich werde gefragt, warum ich so streng mit dem Buch Kinder der Zukunft umgehe. Schlechte Umgangsformen, kompromißlos, extrem, etc. Sozusagen schlecht für „die Bewegung“ oder „die Sache“. Ich gebe nur das wider, was mir aufgefallen ist und was der Leser m.E. wissen sollte. Die Übersetzung ist flüssig zu lesen und gibt das Original korrekt wider. Aber ist das SELBSTVERSTÄNDLICHE erwähnenswert? Ist erwähnenswert, daß jeder SELBSTVERSTÄNDLICH das Buch lesen sollte, der sich auch nur marginal für Reich interessiert?

Ein anderes Beispiel: Teile von Äther, Gott und Teufel (1983) mußten ins Deutsche übersetzt werden. Eine ganz überwiegend gute Übersetzung. Nicht erwähnenswert, da SELBSTVERSTÄNDLICH. Erwähnenswert sind einzig und allein Stellen wie: „es gibt keinen luftleeren Raum“ (sic!), weil der Übersetzer allen Ernstes „vacuum“ mit „luftleer“ widergegeben hat. Ich muß so etwas erwähnen, allein schon, weil es sonst niemand macht. Für mein Empfinden ist ein solches Schweigen gewissenlos, nach dem Motto: „Hauptsache Äther, Gott und Teufel ist auf deutsch erschienen!“

Warum fehlt in Kinder der Zukunft, im Gegensatz zur amerikanischen Originalausgabe, die Quellenangabe des zentralen und wichtigsten Kapitels des Buches, „Die Kinder der Zukunft“? („Children of the Future. I. Report on the Orgonomic Infant Research Center“, Orgone Energy Bulletin, 2(4), Oktober 1950, S. 194-206). Kann man sich solche Nachlässigkeiten bei einem Freud-Buch vorstellen? Deshalb die rigiden Formalitäten, die Reich und später Elsworth F. Baker ihrer Umgebung aufzwangen: angesichts von „Orgasmus, Sexualökonomie und Entspannung“ muß man Respekt erzwingen. Siehe Reichs Rede an den Kleinen Mann.

Ich weiß, ich bin kleinlich, aber Fußnote 3, S. 21: „Der Begriff Sexualökonomie ist eine Weiterentwicklung der Freudschen Trieblehre.“ Warum nicht: „Die Sexualökonomie ist eine Weiterentwicklung der Freudschen Trieblehre“? Der Begriff der Sexualökonomie umfasse, so diese Fußnote des Übersetzers, die Gesamtheit der menschlichen Antriebe, nicht nur, wie häufig fälschlicherweise angenommen werde, den Sexualtrieb. Und warum heißt es denn „Sexualökonomie“? Lautet der Untertitel des Buches nicht „Zur Prävention sexueller Pathologien“? „Sexualität“ steht schlichtweg für die Expansion des Energiesystems, das eine Einheit ist, nicht, wie bei Freud, ein Sammelsurium voneinander vollkommen unabhängiger Triebe, die miteinander griechische Tragödie spielen. Regulator dieses Energiesystems ist der Orgasmus. Und was macht diese Fußnote? Sie relativiert die Bedeutung der Sexualität!

Aber zitieren wir das Glossar von Die Massenpsychologie des Faschismus:

Sexualökonomie. Der Begriff bezieht sich auf die Regulierungsweise der biologischen Energie oder, was dasselbe ist, des sexuellen Energiehaushalts des Individuums. Sexualökonomie meint die Art, in der ein Individuum mit seiner biologischen Energie wirtschaftet – wieviel davon es eindämmt, wieviel davon es orgastisch entlädt. Die Faktoren, die diese Regulierungsweise bestimmen, sind soziologischer, psychologischer und biologischer Natur. Die sexualökonomische Wissenschaft hat die aus dem Studium dieser Faktoren gewonnene Gesamtheit des Wissens zum Inhalt gehabt. Der Begriff bezeichnet Reichs Arbeit vom Zeitpunkt seiner Widerlegung der Freudschen Kulturphilosophie bis zur Entdeckung des Orgons, wonach er zu dem Terminus Orgonomie – Wissenschaft von der Lebensenergie – abgewandelt wurde.

So einfach, so funktionell ist das Leben! Ohnehin hätten wir uns das alles ersparen können, denn im amerikanischen Original lautet die Fußnote von Raphael und Higgins (die dort übrigens skandalöserweise nicht als solche gekennzeichnet ist, so daß jeder Leser sie Reich zuweisen wird, dessen Originalaufsatz gar keine Fußnoten hat!) entsprechend der offiziellen orgonomischen Definition von „Sexualökonomie“: „Sex economy refers to the manner in which the organism regulates its biological (orgone) energy.“ Ist dieses Fußnoten-Durcheinander etwa nicht erwähnenswert?

Warum, warum, warum müssen wirklich alle Bücher Reichs zu einem editorischen Alptraum entarten?!

In der Fußnote 5, S. 22 wird Dr. Müschenichs Doppelblindstudie über den Orgonenergie-Akkumulator erwähnt. Sie stamme aus dem Jahr 1995 (sic!). Als Beleg wird auf Dr. Müschenichs Buch von 1987 verwiesen… Puhhhhh… Ja, jetzt bin ich wirklich kleinlich, aber… Puhhhh…

P.S.: Gerade eben habe ich für neue Blogbeiträge in Reich-Büchern geblättert: In Charakteranalyse werden in einer Abbildung „blockierte Erregung“ und „blockierende Erregung“ miteinander vertauscht (KiWi, S. 574). In Äther, Gott und Teufel wird in einer Abbildung der Panzer nicht mit „Panzer“ beschriftet, sondern mit – „Liebe“ (1983, S. 67).

Nochmals zu William Steigs Vorwort zu KINDER DER ZUKUNFT (Teil 1)

9. Januar 2018

Das Vorwort von Kinder der Zukunft habe ich bereits besprochen.

Christopher Krupenye und Brian Hare von der Duke University, Durham konnten nachweisen, daß Bonobos antisoziale Schurken, Kriminelle, „pestilente Charaktere“ vorziehen, also „Leute“, die selbstsüchtig sind, andere mobben und schlichtweg gemein und hinterhältig sind.

Im krassen Gegensatz zu Schimpansen verhalten sich Bonobos gemeinhin „altruistisch“, d.h. sie helfen Artgenossen, obwohl sie nicht um Hilfe gebeten wurden und sie selbst keinerlei Vorteil daraus ziehen.

Als die Wissenschaftler den Bonobos jedoch Videos zeigten, in denen einige Charaktere andere daran hinderten, ein Ziel zu erreichen, zogen die Bonobo-Probanden unerwarteter Weise die gemeinen Individuen den hilfreichen vor.

In drei Experimenten betrachteten Bonobos animierte und reale Videos, die Charaktere zeigten, die den Versuch unternahmen eine Aufgabe zu erfüllen. Es gab Charaktere, die halfen und es gab Charaktere, die störten. Nachdem die Bonobos die Videos angesehen hatten, hatten sie die Wahl, eine Belohnung entweder von dem hilfreichen Charakter oder von dem Schädling anzunehmen. Die Mehrheit der Bonobos wählte den Unruhestifter als Überbringer des Leckerbissens aus.

Ein viertes Videoexperiment zeigte den Bonobos eine Konkurrenzsituation zwischen zwei Charakteren, wobei ein dominanter Charakter den Rivalen erfolgreich verdrängte. Als den Bonobos später eine Wahl zwischen den beiden Individuen angeboten wurde, wählten sie, wie die Forscher entdeckten, denjenigen aus, der sich energischer verhalten hatte.

Die übliche evolutionstheoretische Erklärung dieses unvorhergesehenen Verhaltens soll uns hier nicht weiter interessieren. Bedenkenswert ist, daß entsprechende Studien gezeigt haben, daß Menschen weitaus positiver auf altruistisches Verhalten reagieren, d.h. dazu neigen soziales Verhalten zu verstärken und pestilents Verhalten auszugrenzen.

Es ist schlichtweg nicht so, wie William Steig nahelegt und wie es allgemein in der Orgonomie suggeriert wird, daß Tiere und „die Natur“ gut sind und wir uns einfach nur auf unsere tierischen Ursprünge besinnen müßten, damit in der Welt Friede, Freude und Eierkuchen herrschen. Angesichts der extrem gewalttätigen Schimpansen hat sich mittlerweile allgemein herumgesprochen, daß das einfach nur Unsinn ist. Die Bonobos waren ein letzter Rettungsanker, aber jetzt…

So gut wie alles, 99%, dessen, was ich zur Orgonomie ins Netz stelle, ist nicht originell, es ist schlichtweg Plagiat. Das einzige, was wirklich mein geistiges Eigentum ist, sind die Ausführungen über die „orgonogenetische Entwicklung“, die diese Widersprüche beseitigen, die klaffende Lücke im Zentrum der Orgonomie ausbügeln. Eine überragende Leistung!

Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 3)

7. Januar 2018

Was mich wirklich geärgert hat, und das schon 1983 bei der amerikanischen Originalausgabe von Kinder der Zukunft, ist eine sehr fragwürdige Fußnote von Wilhelm Reich (sic!) zu dem Kapitel „Über kindliche Masturbation“ aus dem Jahre 1928. Dort heißt es im Zusammenhang mit der sexuellen Entwicklung von Mädchen: „Allerdings könnte es angebracht sein, die Aufmerksamkeit kleiner Mädchen auf ihre Vagina zu lenken.“ Was für ein Unsinn, der in der deutschen Ausgabe sogar noch verschärft wird, weil es hier, im Gegensatz zur amerikanischen Originalausgabe, wahrheitswidrig heißt, diese Fußnote stamme aus dem Jahre 1949!

Der Orgonomin (nicht „Orgonomistin“) Louisa Lance war 1984 diese Fußnote aufgestoßen, wobei sie sie kurioserweise doch tatsächlich den Herausgebern Higgins und Raphael zuschrieb, derartig abwegig kam ihr offensichtlich die Fußnote vor. Lance: „Wenn die biologische Entwicklung ohne Panzerung stattfindet, ist dies nicht notwendig, da die in die Genitalien investierte Energie die Vagina zu einem Bereich von natürlichem Interesse und Neugier macht“ (Louisa Lance: „Children of the Future“, Offshoots of Orgonomy, No. 8, Spring 1984). In der deutschen Ausgabe sieht es jetzt so aus, daß Reich diese Selbstverständlichkeit 1949 nicht gewußt hätte und Eltern (gar „Erzieher“!) aus dieser reifen Position heraus dazu auffordert, kleine Mädchen, die nur von irgendwelchen äußeren Hautfalten wissen, auf ihre Vagina als Lustquelle hinzuweisen. Wirklich in jeder Beziehung gruselig, insbesondere angesichts der heutigen übergriffigen „Sexualerziehung“, die durchweg nichts anderes ist als sexueller Kindesmißbrauch.

Nochmal: Wenn die biologische Entwicklung ohne Panzerung stattfindet, ist es nicht notwendig, die Aufmerksamkeit kleiner Mädchen auf ihre Vagina zu lenken, da die in die Genitalien investierte Energie von ganz allein die Vagina zu einem Bereich von natürlichem Interesse und Neugier macht. Wenn aber die Entwicklung mit Panzerung, also neurotisch verläuft, kann das Lenken der Aufmerksamkeit auf die Vagina, vom Mädchen nur auf verheerende Weise als übergriffig empfunden werden, d.h. die psychosexuelle Entwicklung nur noch zusätzlich stören. Wie soll sich denn bitte dieses Aufmerksam machen praktisch vollziehen? Und es würde ja wohl durch genau jene neurotischen Personen erfolgen, die durch ihre sexualablehnende Grundeinstellung die Panzerung beim Mädchen erst hervorgerufen haben. – Wie ich es auch wende: die betreffende Fußnote macht orgonomisch keinen Sinn! Wie kontaktlos kann man eigentlich sein?!

Kann mir irgendjemand erzählen, warum es unser verpeiltes Herausgeber-Pärchen nicht für nötig befand, darauf hinzuweisen, daß Reich selbst 1950 eine Übersetzung des betreffenden Artikels von 1928 im Orgone Energy Bulletin veröffentlicht hat?! („About Genital Self-satisfaction in Children (1927)“, Orgone Energy Bulletin, Vol. 2(2), April 1950, S. 63-67). Dort ist also explizit nicht von „Masturbation“ oder „Onanie“ die Rede, abwertende Begriffe, sondern von GENITALER SELBSTBEFRIEDIGUNG. Aber Reichs Expertise scheint ja irgendwie keine Rolle mehr zu spielen… Warum wurde Reichs Einleitung aus dem Jahre 1950 weggelassen, die diesen Aufsatz in den bio-historischen Kontext stellt? Weil dieses Vorwort unser Pärchen bei der Vorspiegelung eines Buches mit dem Titel „Kinder der Zukunft“ gestört hätte? Wie das Buch jetzt ist, stehen Reichs orgonomische Aussagen über die „Kinder der Zukunft“ auf der gleichen Ebene wie seine psychoanalytischen Texte, insbesondere jene fatale Fußnote.