Posts Tagged ‘Ahnen’

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25. November 2019

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24. November 2019

Eine zweite Ergänzung zu „Peters Lektüre von KINDER DER ZUKUNFT (Teil 5)“

15. Januar 2018

Die Aufklärung wird von diesem Planeten verschwinden und das Mittelalter triumphieren, weil es in der Natur einen alles bestimmenden Faktor gibt: die Fortpflanzung. Religiöse Menschen pflanzen sich fort, während „aufgeklärte“ Menschen keinen rechten Sinn darin sehen sich für andere (d.h. die eigenen Kinder) aufzuopfern. Religiöse Menschen planen Gräber für die Ewigkeit, die von ihren Kindern und Kindeskindern gepflegt werden, während es Atheisten tendenziell ziemlich schnurz ist, was mit ihren Gebeinen geschieht.

Deshalb stirbt beispielsweise Ostdeutschland aus. Nicht aus sozialen und ökonomischen Gründen (vollkommener, d.h. vulgär-marxistischer Unsinn!), sondern weil es die atheistischste Region auf diesem Planeten ist. Die Demographie in den USA ist so viel besser als in Europa, weil die Menschen in den Staaten im Durchschnitt religiöser sind als auf dem alten Kontinent. Die soviel bessere Versorgung mit Kindergärten, sozialer Absicherung, etc. in Europa spielt hier keinerlei Rolle! Eher im Gegenteil, denn (gut, jetzt argumentiere ich „materialistisch“!) wer sich vom Staat rundum versorgt fühlt, hat kein Interesse an Familienverbänden, die die persönliche Freiheit einschränken.

Aus orgonomischer Sicht zeichnet sich hier die ultimative Katastrophe ab, da auf diese Weise die Kinder der Zukunft eine Chimäre werden. Man betrachte sich etwa die Türken in Deutschland. Die, die sich westlichen Wertvorstellungen angleichen, haben im Durchschnitt genauso viele Kinder wie die Deutschen, während jene, die sich in der islamischen Kultur verpanzern, Deutschland eine unüberschaubare Schar zukünftiger inzuchtgeschädigter Islamisten und drogendealender HartzIVler schenken.

Religion bedeutet, daß zumindest ein wenig, wenn auch verzerrter Kontakt zum biologischen Kern vorhanden ist, während „aufgeklärte“ Menschen fast vollständig in der sozialen Fassade aufgehen. Ihre „Freiheit“ ist eine Illusion und selbstzerstörerisch. Das, wenn man so sagen kann, „religiöse Projekt“, bei dem sich alles um die Verantwortung für die Gemeinschaft dreht, hat wenigstens eine Zukunft.

Die gepanzerte Gesellschaft leidet daran, daß Freiheit und Verantwortung zu sich gegenseitig ausschließenden Gegensätzen werden:

Letztendlich beschreibt diese eine Gleichung die sich in „Parallelgesellschaften“ zersplitternde Gesellschaft.

Die Orgonomie steht dafür, daß Freiheit und Verantwortung nicht voneinander zu trennen sind und einander bedingen:

Die Orgonomie verkörpert diese Einheit:

Kinder stellen nicht, a la Fritz Perls, Hindernisse auf dem Weg zur vermeintlichen „Selbstverwirklichung“ dar, sondern sind Ausdruck der Selbstverwirklichung. Ein gepanzerter Mensch, etwa ein Fritz Perls, hätte sich auf die Sexualtheorie beschränkt, ohne jemals das Projekt „Kinder der Zukunft“ zu entwerfen. Tatsächlich sind Leute aufgetreten, die aus „Reichistischen“ Gründen gegen das Stillen waren (da dies dem Sexualorgan Brust schade) und gegen eine natürliche Geburt (da dies dem Sexualorgan Vagina schade). Sie träumten sogar von künstlichen Gebärmüttern und „Kinderkrippen“, um, frei nach Reich, Sexualität und Fortpflanzung endgültig voneinander zu trennen.

In einer orgonomisch geprägten Welt wären sexuelle Erfüllung im Hier und Jetzt und die Fortpflanzung nichts was sich behindert, sondern etwas was einander bedingt. Das Kinderkriegen ist dabei nicht nur wegen der Freude, die die Kinder schenken, eine Lust, sondern auch weil es selbst Spannung löst, indem wir uns sozusagen „entschulden“. Wir sind Teil eines transgenerationalen „Kreditgeschäfts“: unsere Eltern haben mit unserer Existenz in die Zukunft investiert und kontaktvollen (d.h. nicht „anti-autoritären“) Menschen ist es eine Lust sich dieser Schuld (bioenergetische „Ladung“ ohne moralischen Unterton!) zu entledigen („Entladung“), indem sie selbst Kinder bekommen. (Das Lebendige und die Arbeitsdemokratie erstrecken sich nicht nur im Raum, sondern auch über die Zeit!)

Der religiöse Mensch hat ein Gefühl für diese „bioenergetische Schuld“, moralisiert sie aber und beraubt sie ihres bioenergetischen Gehalts. Bei ihm wird alles zu „Pflicht“ und „Gefolgschaft“.

Der Mystizismus der Les Brigandes und der Mystizismus der Orgonomen

28. Mai 2017

Vor wenigen Tagen habe ich mich bereits mit Les Brigandes auseinandergesetzt. Die Damen faszinieren mich seit Monaten und daß nicht nur, weil es Frauen in der Blüte ihrer Weiblichkeit sind…

Zunächst ist da ein Modell, das stets Teil von Reichs Herangehensweise war, aber in der Orgonomie immer eine Leerstelle blieb: die Alternative zur Kleinfamilie. Ein gesundes Leben in dieser kranken Gesellschaft ist undenkbar. Niemand kann alleine leben und dabei glücklich sein. Und schon gar nicht kann man Kinder in der Kleinfamilie gesund aufziehen. Wie soll das funktionieren? Es ist „orgonomische“ Mystik, daß Frauen von sich aus wissen, wie man in jedem Fall mit Säuglingen umzugehen hat. Selbst Schimpansen-Weibchen brauchen das Beispiel und die Hilfe anderer Weibchen, um mit dem Baby richtig umzugehen. Davon kann jeder Zoo ein Lied singen. Und auch später: Kinder brauchen vertraute Onkel und Tanten und vor allem andere Kinder, die genauso sind wie sie. Die peer group ist so wichtig, wichtiger als selbst die Eltern, aber wir müssen unsere Kinder in eine Welt hinausschicken, wo sie auf lauter kleine Psychopathen und Perverse treffen. Ohnehin: unser vereinzeltes Leben ist dermaßen unnatürlich und krankhaft. Homo sapiens kann von jeher nur in Clans leben oder das Menschentier stirbt, früher physisch, heute „nur“ emotionell. Es ist deshalb absolut überlebensnotwendig neue Formen des Zusammenlebens zu finden, Clanstrukturen. Nicht zuletzt macht das die Faszination von Les Brigandes: man sieht den Damen an, wie glücklich und zufrieden sie sind.

Die zweite mystische Illusion der Orgonomie, die wir anhand von Les Brigandes exemplifizieren können, ist die Vorstellung, man könne aus dem Nichts eine neue Zivilisation aufbauen. Tabula rasa und ungepanzerte Menschen bauen alles neu auf. Vollkommener Schwachsinn! Homo sapiens konnte nie ohne Traditionen leben, ohne Verehrung der Ahnen, etc. Egal wie nationalistisch, royalistisch, guruistisch, gnostisch, kabbalistisch, sektiererisch, was-weiß-ich das Projekt von Les Brigandes auch ist: man kann so ein Projekt nur vor dem Hintergrund einer jahrtausendealten Kultur zum Erfolg bringen. Menschen brauchen Identität und die kann nicht aus der Retorte stammen, sondern kann nur „nationalistisch“ sein. Und auch ohne irgendeine Art traditioneller Religion wird man nie auskommen. Les Brigandes selbst sagen, daß sie nur deshalb „rechts stehen“, weil es nur hier ein Gefühl für die natürliche Ordnung und das Gewachsene gibt. Linke kollektive Projekte, wie sie Reich in den 1930er Jahren am Beispiel der frühen UdSSR vorschwebten, sind in dem Fall zum Scheitern vorurteilt, schlicht weil sie Kunstprodukte ohne jede Erdung sind.