Posts Tagged ‘Pupillen’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 75

22. Juni 2020

orgonometrieteil12

75. Die fünf Grundfarben unserer Lebenswelt

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Spenden: paypal.me/nachrichtenbrief oder hier.

Die schizophrene Schrumpfungsbiopathie (Teil 1)

14. April 2014

Am 8. August 1950 schrieb Reich:

Ich gehe das Problem der Mikroskope in der Psychiatrie konsequent an. (…) Wir müssen weg von der Psychiatrie. Der Punkt ist die Biologie. Kein Psychiater wird ohne Mikroskopie davonkommen. (Where’s the Truth, S. 62)

In der Fachzeitschrift DNP (Der Neurologe & Pychiater, April 2014) wird ein aktuelles Interview wie folgt eingeleitet:

Läßt sich eine psychische Krankheit bald so zuverlässig im Labor erkennen wie ein Diabetes? Professor Sabine Bahn aus Cambridge ist optimistisch. Sie hofft Serumtests auf den Markt zu bringen, die zwischen Schizophrenie, Depression und bipolarer Störung unterscheiden. Auch den Weg zur besten Therapie könnten solche Verfahren weisen.

Gesunde Augen sind frei beweglich, können alle Emotionen ausdrücken, beidäugig, dreidimensional schauen und, wie der medizinische Orgonom Elsworth Baker in seinem Buch Der Mensch in der Falle ausführt, ist eine Erregung der Augen, etwa beim Flirten, unmittelbar in den Genitalien als lustvolle Empfindung zu spüren. Bei emotional gesunden Menschen sind die Augen frei beweglich, feucht, strahlen und haben einen lebendigen, wachen Ausdruck. Die Pupillen reagieren sofort und angemessen. Auch die Muskulatur um die Augen herum, ja im ganzen oberen Kopfbereich, ist frei beweglich, insbesondere die Stirn. Die Haut in diesem Areal ist gut durchblutet und hat eine gesunde Farbe. (Hier Forschungsergebnisse über den Zusammenhang zwischen Gesichtsfarbe und sexueller Attraktivität.)

Das diametrale Gegenteil findet man typischerweise bei Schizophrenen, deren Augen und das gesamte „okulare Segment“ (siehe die Skizze unten) fahl und wie abgestorben wirken. Baker zufolge sind die meisten Schizophrenen darüber hinaus kurzsichtig. (Auch sonst sind zumindest einige Arten von Kurzsichtigkeit biopathisch, was insbesondere der Fall ist, wenn die Kurzsichtigkeit mit chronisch geweiteten Pupillen einher geht. Sind die Pupillen nicht geweitet, sei, so Baker, die Kurzsichtigkeit wahrscheinlich nicht biopathisch und könne deshalb mit psychiatrischer Orgontherapie nicht beeinflußt werden.)

Man kann die Schizophrenie als Schrumpfungsbiopathie betrachten ähnlich dem Krebs. Beim Schizophrenen ist es so, daß buchstäblich „das Gehirn wegfault“ – und tatsächlich beschreiben die meisten Schizophrenen ihren Zustand mit diesen oder ähnlichen Worten.

In Der Krebs führt Reich aus, wie durch die biopathische Schrumpfung das Gewebe „bionös“ zerfällt und dabei Mikroorganismen entstehen, die der mechanistische Wissenschaftler nur auf „Infektion“ zurückführen kann, welche zu einer entsprechenden Immunreaktion führt.

Eine ähnliche Verwirrung ist nun im Zusammenhang mit einer schwedischen Studie entstanden, bei der erstmals der Liquor von Schizophrenen, also die Flüssigkeit, in der das Gehirn schwimmt, direkt untersucht wurde.

Schizophrenie könnte zumindest zum Teil auf eine Immunreaktion im Gehirn zurückgehen. Darauf deutet jetzt eine Studie schwedischer Forscher hin, die die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit von Patienten kurz nach dem Ausbruch der Krankheit untersuchten. Ergebnis: Im Vergleich zu Gesunden fand sich im Liquor der Schizophrenie-Patienten ein deutlich erhöhter Spiegel eines wichtigen Signalstoffs des Immunsystems. Sollte sich ein Zusammenhang zwischen einem überaktiven Immunsystem und dem Ausbruch der Krankheit auch in weiteren Studien bestätigen, könnte sich ein völlig neuer Behandlungsansatz für die Krankheit eröffnen, von der bis heute unbekannt ist, wie sie eigentlich entsteht.

Ob der um den Faktor Fünf erhöhte Spiegel des Immunsignalmoleküls Interleukin-1-beta in der Hirnflüssigkeit von Schizophrenen Ursache oder Folge ihrer Erkrankung ist, können die Forscher jedoch nicht sagen.

Zum psychiatrischen Allgemeinwissen gehört, daß Menschen, die unter Autoimmunkrankheiten leiden, ein erhöhtes Schizophrenierisiko haben. Michael Eriksen Benros et al. (Aarhus University, University of Copenhagen, Dänemark, Johns Hopkins University, Baltimore) konnten nun mit Hilfe des Dänischen Nationalen Registers, also von Zehntausenden von Patienten, nachweisen, daß umgekehrt auch Menschen mit Schizophrenie ein erhöhtes Risiko von 53% für Autoimmunerkrankungen haben. Wobei mit längerer Zeitdauer nach Ersterkrankung mit Schizophrenie das Risiko einer Autoimmunerkrankung langsam abnahm (Schrumpfungsbiopathie, sinkender Energiepegel!). Für bipolare Erkrankungen ergaben sich ähnliche Befunde. Hier ist das Risiko einer Autoimmunerkrankung sogar um 71% höher.

Elsworth F. Baker hat in Der Mensch in der Falle eine enge Verbindung zwischen Phobien, die ebenfalls eng mit dem okularen Segment verbunden sind, und Autoimmunerkrankungen gezogen:

Auch die Phobie scheint ein allergischer Zustand zu sein, nur ist sie auf den psychischen Bereich beschränkt. Auch hier ist ein Erregungsfaktor vorhanden, der eine übermäßige Erregung verursacht, und eine Gegenkontraktion, die starke Angst hervorruft. (…) ich habe Fälle erlebt, wo sich eine Phobie entwickelte, als der allergische Zustand verschwand. Ich habe auch einen Fall erlebt, in dem das Umgekehrte eintrat, d.h. der Patient bekam eine Allergie, als die Phobie verschwand. In manchen Fällen kann beides vorhanden sein. Menschen, die an diesen Erkrankungen leiden, scheinen überempfindlich zu sein, d.h. „dünnhäutig“ oder von ektodermem Typus. Sie sind überempfindlich gegen ihre Umwelt, die für sie sehr bedrohlich ist. Sie neigen dazu, sich zurückzuziehen, besonders in den Augen. (…) Der Rückzug in den Augen ermöglicht wahrscheinlich die Projektion der Angst auf ein Symbol. (Baker, S. 294)

Autoimmunkrankheiten sind eine parasympathische Überreaktion (Erstrahlung) auf eine sympathische Kontraktion, die ähnlich wie Fieber das eigene System zerstören kann. Die Panzerung reicht nicht aus genug Energie zu binden, die entsprechend zur Peripherie durchbricht. Das gemahnt an das ausufernde Wahn- und Verfolgungssystem („Plussymptomatik“) des Schizophrenen.

The Journal of Orgonomy (Vol. 25, No. 2, November 1991)

17. Juni 2012

Gesunde Augen sind frei beweglich, können alle Emotionen ausdrücken, beidäugig, dreidimensional sehen und „Erregung von den Augen her wird unmittelbar als lustvoller Kitzel (pleasurable thrill) im Genitale gespürt“ (Elsworth F. Baker: Der Mensch in der Falle, S. 56).

Bei Gesundheit sind die Augen beweglich, sie leuchten, sind feucht, weit geöffnet, sie sind weder eingesunken, noch stehen sie hervor. Sie sind lebhaft und wach. Die Pupillen reagieren schnell. Die Augenlider, die Stirn, die Seiten der Nase und die Kopfhaut sind frei beweglich und haben eine gute Farbe. (Philip Gold: „Orgonomic Therapy of the Ocular Segment“, Orgonomic Medicine, 2(1), April 1956, S. 51-63)

Betrachten wir nun das okulare Segment von Wilhelm Reich, angesichts der Behauptungen er selbst sei schizophren gewesen. Dazu schreibt Reichs letzter Schüler Morton Herskowitz:

(…) wenn die gestörte Funktion im Augensegment krankheitstypisch für psychotische Prozesse ist, war Reich, mit seinem außerordentlich klaren Blick, kein sehr wahrscheinlicher Kandidat für eine Psychose. (Morton Herskowitz: „Recollections of Reich“, Journal of Orgonomy, 12(2), November 1978, S. 185-200)

Eine biopathische Störung der Augen ist der Strabismus. Charles Konia schreibt dazu in „Somatic Manifestations of Ocular Armor: A Case of Vertical Strabismus with Scoliosis“ (S. 207-213):

Schielen (…) kann sich jederzeit während des Prozesses der okularen Koordination und Integration entwickeln, und ist einer der vielen Wege, wie eine emotionale Störung die Fähigkeit beeinträchtigen kann zu sehen. (S. 207)

Der divergente Strabismus einer Patientin konnte mit der adjuvanten Behandlung durch einen Augentherapeuten (Stichwort William H. Bates) in der Orgontherapie vollständig beseitigt werden. Ein interessanter Aspekt, von dem Konia berichtet, betrifft das unterschiedliche Funktionieren der beiden Augen:

In der Orgontherapie rief eine Augenklappe auf dem linken Auge Gefühle der Selbstkritik, Selbstzweifel und Angst hervor. Die Bedeckung ihres rechten Auges erzeugte angenehme Gefühle. (S. 211)

Das unterstreicht nur wieder, wie unmittelbar die „Spiegel unserer Seele“ tatsächlich mit der „Seele“ verbunden sind und wie wichtig es für das seelische Gleichgewicht ist, beidäugig zu sehen.

Im folgenden Video wird sehr deutlich, wie nahe sich die Bates-Methode und die medizinische Orgonomie sind. Wer immer in Orgontherapie war, kann bestätigen, daß das Sehen kein mechanischer Vorgang ist. Die Augen sind keine Miniphotoapparate, die ihre Daten ans Gehirn weitergeben und ansonsten nichts mit dem restlichen Körper zu tun haben. Jedoch genau so werden sie in der modernen biomedizinischen „Wissenschaft“ behandelt!

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=O4BDvF1K85w%5D

Siehe auch The Journal of Orgonomy (Vol. 14, No. 2, November 1980).