Posts Tagged ‘Zelltod’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 75

22. Juni 2020

orgonometrieteil12

75. Die fünf Grundfarben unserer Lebenswelt

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Krebsiger Zerfall nach dem Tod

30. Januar 2017

Alex E. Pozhitkov (University of Washington) et al. konnten in ihrer Arbeit „Tracing the Dynamics of Gene Transcripts after Organismal Death” zeigen, daß nach dem Tod sich das Leben im Körper fortsetzt, vielleicht für zwei Tage. Die Forscher stellten eine „schrittweise Abschaltung“ nach dem Tod fest, wo einige Gentranskriptionen, die Übertragung von DNA auf RNA und der erste Schritt der Genexpression, geringer wurden, während andere sich nach dem Tod sogar verstärkten. Einige Zellen scheinen zu kämpfen und zu versuchen, sich selbst zu reparieren, speziell Stammzellen. Dabei kommt es insbesondere zu Aktivitäten, die üblicherweise mit Streß, Immunabwehr, Entzündung und Krebs verbunden sind. Interessanterweise ist auch Gentranskription, die mit der embryonalen Entwicklung verbunden ist, erhöht. Es sei, als ob Teile des Körpers in der Zeit zurückgingen, d.h. zelluläre Eigenschaften der sehr frühen Entwicklung zeigen.

Wie Reich in Der Krebs gezeigt hat, versucht sich der Körper beim Absterben auf einem primitiveren Niveau neu zu organisieren.

PA-Bione und das Par-4-Gen

6. Juni 2013

Reich beschreibt die Anfänge seiner Krebsforschung wie folgt:

Die Orgontherapie des Krebses läßt sich historisch auf die erste Beobachtung der tötenden Wirkung zurückführen, die die blauen PA-Bione auf viele Arten von Fäulnis- und anderen Stabbakterien ausübten. Es war nur logisch, daß ich verschiedene Arten blauer PA-Bione mit verschiedenen Formen von Stabbakterien unter dem Mikroskop zusammenbrachte und zusammen Mäusen injizierte. Im Mikroskop konnte man sehen, daß fortbewegte Stäbe in der Nähe kräftiger blauer Bione (…) unruhig wurden, zu flüchten versuchten oder wie gelähmt bewegungslos wurden, wenn sie zu nahe geraten waren. Dasselbe war der Fall, wenn man die rasch und zackig flitzenden T-Bazillen mit blauen PA-Bionen zusammenbrachte. Die T-Bazillen pflegten den blauen Bionen bewegungslos anzuhaften oder um sie herum unbewegte Haufen zu bilden („Agglutination“). (…) Sämtliche mit T injizierten Mäuse starben früher oder später an akuter T-Intoxikation oder an Krebs verschiedener Reifegrade. Sämtliche mit PA allein injizierten Mäuse blieben gesund. Die mit PA und mit T zugleich injizierten Mäuse blieben zum großen Teil gesund. (…) Ich brachte PA-Bione mit Krebszellen unter dem Mikroskop zusammen. Die PA umschwärmten die Krebszellhaufen, drangen schließlich in die Masse ein und zerstörten ihr Gefüge. (Der Krebs, Fischer TB, S. 301)

Heute würde man in diesem Zusammenhang von induziertem „Zelltod“ („Apoptose“) der Krebszellen sprechen. Generell setzte Reich die PA-Bione mit der Immunabwehr gleich.

Etwa gleichzeitig, d.h. in den 1930er zund 40er Jahren, nahm die heutige genetisch geprägte Krebsforschung ihren Anfang.

Vor zehn Jahren ist Zheng Cui von der Wake Forest University (North Carolina) zufällig auf eine krebsresistente Maus gestoßen, die zum Stammvater von hunderten krebsresistenten Tieren wurde. Die Hälfte der Nachkommen aus Kreuzungen mit normalen Weibchen war ebenfalls resistent und vererbte diese Eigenschaft weiter – wahrscheinlich sei ein einzelnes Gen verantwortlich. Bei diesen Mäusen wurden die Krebszellen offenbar durch „aktivierte“ Weiße Blutkörperchen sehr effektiv abgetötet. Bis dahin glaubte man, daß das Krebsrisiko mit dem Alter zunimmt, weil sich Mutationen anhäufen. Die krebsresistenten Mäuse legten nun aber die Vermutung nahe, daß der Grund in der nachlassenden Immunabwehr liegen könnte.

Vivek Rangnekar von der University of Kentucky hat 2008 durch Genmanipulation eine krebsresistente Maus geschaffen. Die Maus wurde so behandelt, daß ein bestimmter Teil des Gens „Par-4“ in den Zellen zum Ausdruck kommt („Genexpression“), der den Zelltod Krebszellen hervorruft.

Die Nähe, ich hätte beinahe geschrieben „funktionelle Identität“, mit Reichs Entdeckung ist offensichtlich. Gene sind nichts weiter als eine Strukturierung (sozusagen „Mechanisierung“) lebendiger Funktionen, die auf diese Weise stabiler und zuverlässiger werden.

PAkrebs