Posts Tagged ‘Apoptose’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 16

10. Mai 2019

orgonometrieteil12

16. Das Ganze und seine Teile

nachrichtenbrief99

23. Dezember 2017

Corrington: Wilhelm Reich. Psychoanalyst and Radical Naturalist (2003)

31. Januar 2017

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Corrington: Wilhelm Reich. Psychoanalyst and Radical Naturalist (2003)

Apoptose

8. August 2015

In den modernen Lehrbüchern wird der Vorgang des „programmierten Zellselbstmordes“ bzw. der „Apoptose“ wie folgt beschrieben:

Zunächst verläßt die Zelle den Gewebeverbund und nimmt eine runde Form an. Dann bilden sich im Zellinneren Flüssigkeitsreservoirs („Bläschen“), die sich mit der Zellwand verbinden. Dabei verfällt die Zelle nicht – wie man annehmen könnte – in Agonie, sondern vollzieht „wilde Bewegungen“; schließlich fließt Wasser aus, die Zelle schrumpft und zerfällt in apoptotische Vesikel.

Das hat Reich bereits Mitte der 1930er Jahre beschrieben. Damals bezeichnete er das als „bionösen Zerfall“. Ihm kommt hier eindeutig die wissenschaftliche Priorität zu – und allein schon dafür gebührt ihm posthum der Nobelpreis!

Heute gehen die Fachveröffentlichungen über Apoptose in die Zehntausende. In populärwissenschaftlichen Zeitschriften finden sich ständig Artikel über Apoptose, teilweise mit faszinierenden elektronenmikroskopischen Aufnahmen der sich von der Zelle abschnürenden Bione („apoptotische Vesikel“).

Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma, Alzheimer, Parkinson und andere Krankheiten werden vom bionösen Zerfall („Apoptose“) her erklärt.

Heute weiß man beispielsweise, daß Krebsmedikamente nicht etwa, wie bis vor kurzem angenommen, die Krebszellen einfach vergiften, vielmehr aktivieren sie das „genetische Selbstmordprogramm der Krebszellen“ und lösen so bei ihnen eine Apoptose, also den bionösen Zerfall, aus. Demnach funktionieren die orthodoxen Krebstherapien ähnlich wie der Orgonenergie-Akkumulator, d.h. indem sie den bionösen Zerfall beeinflussen.

Der entscheidende Unterschied ist, daß der Orgonenergie-Akkumulator die orgonotische Potenz des Gesamtorganismus erhöht, der dergestalt nicht mehr so leicht bionös zerfällt und sich im Krebsgewebe reorganisiert (was zur Tumorbildung führt) bzw. sich gegen bestehendes Krebsgewebe besser verteidigen kann und es in die apoptotische Auflösung treibt.

Man kann unmittelbar bei einem Grasaufgußpräparat sehen, daß das Gras nicht oder nur geringfügig apoptotisch zerfällt und entsprechend

keine oder nur sehr wenige Protozoen (bildet), wenn (das Präparat) von Anbeginn im Orgonakkumulator gehalten wird. Das Orgon lädt offenbar das Grasgewebe auf und verhindert dessen Zerfall in Protozoen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 62)

Beim Menschen kann der gleiche Vorgang mit dem Bluttest verifiziert werden. Bei diesem handelt es sich um die Beobachtung der natürlichen Apoptose von Blutzellen, die dem Körper entnommen und in physiologischer Kochsalzlösung unter dem Mikroskop beobachtet werden. Je nachdem wie langsam oder schnell die Apoptose die Roten Blutkörperchen auflöst, ist es um den orgonotischen Ladungszustand des Organismus beschaffen.

Setzt man den Patienten in einen Orgonenergie-Akkumulator, verändert sich dementsprechend der Bluttest (auch entwickeln die Patienten nicht die für Krebsfälle so typische Anämie). Der Reichsche Bluttest zeigt, wie der Patient gegen die Krankheit reagiert und spiegelt so unmittelbar die Gesundheit des ganzen Organismus wider.

Was die Atmung im klinischen Bereich ist, ist der Bluttest im Labor: der unmittelbare Ausdruck des Gesundheitszustandes, d.h. ob der Organismus in einer Kontraktionshaltung (Sympathikotonie) befangen ist, was sich bei den Roten Blutkörperchen in der Schnelligkeit des bionösen Zerfalls zeigt.

Traum der heutigen Wissenschaft ist, neben der gezielten Apoptose von Krebsgewebe, die Einschränkung der Apoptose im gesunden Gewebe und damit die ewige Jugend mittels Gentechnik.

Es gibt auch Ansätze, die Wirkung von HIV damit zu erklären, daß sich das Virus in nur wenigen Immunzellen einnistet und von dort aus die gesunden Immunzellen mit Eiweißmolekülen beschießt, die bei den gesunden Immunzellen das „Selbstmordprogramm“ der Apoptose aktivieren. So wird das Immunsystem langsam durch bionösen Zerfall zerstört.

Das ähnelt verblüffend der Vorstellung von der Krebsschrumpfungs-Biopathie, die Reich entwickelt hat, man muß nur die eine „Krankheitsursache“ (HIV) durch einen funktionellen Zerfallsprozeß ersetzen: Immunzellen zerfallen und erzeugen, wie jedes zerfallende Eiweiß, „T-Bazillen“ (die „tückischen Eiweißmoleküle“ der HIV-Hypothese), diese T-Bazillen greifen dann die vorgeblich „gesunden“ Immunzellen an, die daraufhin selbst in T-Bazillen zerfallen. Vielleicht wird so die AIDS-Forschung auf überraschende Weise Reich verifizieren.

Ständig sterben in unseren Organen, beispielsweise der Haut, Zellen über den bionösen Zerfall ab. Noah Fierer et al. von der University of Colorado in Boulder gelang es beim Vergleich der DNA von Bakterien, die von Computertastaturen und -mäusen abgenommen wurden, auf die Benutzer zu schließen. Offensichtlich hat jeder Mensch auf seinen Händen sozusagen „persönliche“ Bakterien. Fierer glaubt sogar, daß die Bakterienflora auf unseren Händen derartig individuell ist, daß sie forensisch auf ähnliche Weise Anwendung finden könnte wie der Fingerabdruck. Dieser „Fingerabdruck“ regeneriert sich schnell, nachdem man seine Hand gewaschen hat.

Die Bakterien können nicht von außen kommen, da wir sonst alle die gleiche Bakterienflora hätten. Es ist natürlich denkbar, daß sich nach jedem gründlichen Waschen diese individuelle Flora sozusagen von „Rückzugsgebieten“ ausgehend regeneriert. Aber das erscheint mir wenig plausibel, zumal die Hygiene, insbesondere der Hände, immer gründlicher wird und unsere Haut weitaus schneller von „fremden Bakterien“ bevölkert werden könnte. Bleibt die Option, daß die individuelle Bakterienflora Resultat des bionösen Zerfalls unserer genetisch unverwechselbaren Körperzellen ist. Das ließe sich ganz leicht überprüfen, indem man die Bakterienflora von eineiigen Zwillingen miteinander vergleicht.

2006 hatten Samuel Hooper und seine Kollegen von der Cardiff University in Tumoren von Patienten mit Mundkrebs Bakterien entdeckt. Insgesamt wurden 20 Proben von Krebsgewebe untersucht, wobei im Inneren des Tumors eine Vielzahl von Bakterien gefunden und identifiziert wurde. Davon gehören manche vielleicht sogar bisher unbekannten Arten an. Einige Arten fanden sich nur im Tumor, andere nur im angrenzenden „gesunden“ Gewebe. Ob die Bakterien die Tumorbildung verursachen oder erst später in das entartete Gewebe eindringen, können die Wissenschaftler bislang nicht sagen.

Wie kommen (teilweise bisher unbekannte) Bakterien in das Krebs- und das vermeintlich „gesunde“ Gewebe? Reich hat diese Frage vor 75 Jahren gestellt und beantwortet. Siehe sein Buch Der Krebs und meine Besprechung von Alan Cantwells The Cancer Microbe.

Die Krebsmafia

15. März 2015

Reich wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde juristisch verfolgt, weil er angeblich behauptet habe, Krebs heilen zu können und er viel Geld mit dem entsprechenden Gerät (dem Orgonenergie-Akkumulator) gemacht habe.

Damals und in dem mehr als einem halben Jahrhundert, das seitdem verflossen ist, hat die Pharmaindustrie praktisch wöchentlich revolutionäre Durchbrüche verkündet – aus denen nie etwas geworden ist. Und was die Chemotherapie betrifft: trotz immer neuer Präparate gab es in den letzten drei Jahrzehnten keinen Anstieg der Überlebensrate bei Organkrebs. Bei Brustkrebs hat sich die Situation sogar verschlechtert.

Um was es geht – nämlich um Profite, wie sie sonst nur die Mafia kennt – zeigt ein Beitrag auf Spiegel online, über eine neue Generation von Wundermitteln:

Ärzteprotest gegen Krebsmittel-Kosten: „Die Preise sind schlicht obszön“ – Trotz des enorm hohen Preises sei der klinische Nutzen der fraglichen Arzneien nur geringfügig oder gar nicht zweifelsfrei belegt, kritisieren Onkologen und Gesundheitsökonomen in einem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium. Mehr als ein Dutzend derartige Präparate – meist Antikörper oder Enzymhemmstoffe – werden schon heute verschrieben, bis zu 40 weitere könnten nach Expertenschätzung in den nächsten sechs Jahren Marktreife erlangen.

Es geht um Ausgaben pro Patient von bis zu 100.000 Euro im Jahr!

Dazu ein bezeichnender Leserkommentar eines Onkologen, dem ein Medikament zur Verwendung beim multiplen Myelom (Knochenmarkkrebserkrankung) aufgefallen ist. Es handelt sich um einen Contergan-Abkömmling. Ein weiterer Onkologe weist darauf hin, daß die Originalsubstanz Thalidomid in den 1960er Jahren in Deutschland in der 10er Packung für unter 5 DM verkauft wurde. Hier die aktuellen Preise des erwähnten Krebsmedikaments:

5 mg: ca. 6000
10 mg: ca. 6500
15 mg: ca. 6800
25 mg: ca. 7000 oder mehr. EURO!!!
Das Fiese ist, daß das auch noch Kapseln sind, man kann also nix teilen. Man kann einen Patienten noch nicht einmal guten Gewissens aufdosieren (weil auch nicht so gut verträglich) und ihm erst einmal 2 x 5 mg Packungen rezeptieren, weil die fast so teuer sind wie die 10 mg Packungen.

Gegenwärtig wird die Krebsforschung von der Vorstellung dominiert, daß genetische Veränderungen für die Entwicklung von Krebszellen verantwortlich sind. Reichs Theorie, daß eine gestörte „Zellatmung“ das Problem ist, wirkt dem hingegen altertümlich. Doch neuerdings zeichnet sich eine Renaissance derartiger Krebstheorien ab.

In Reichs Der Krebs spielt die sogenannte „Warburg-Hypothese“, die Otto Warburg (1883-1970) 1924 aufgestellt hat, eine zentrale Rolle: während gesunde Zellen ihre Energie aus der Verbrennung von Sauerstoff gewinnen, schöpfen Krebszellen die ihre aus der Vergärung von Zucker („Erstickungsstoffwechsel“). Bis vor kurzem konnte diese These weder falsifiziert noch verifiziert werden.

2006 hat eine Arbeitsgruppe (Michael Ristow et al.) von den Universitäten Jena und Potsdam sowie dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke Krebszellen (Dickdarmkrebs) mittels molekularbiologischer Techniken gezwungen, oxidativen Stoffwechsel zu betreiben. Daraufhin verloren die Zellen die Fähigkeit, bösartige Geschwulste in Versuchstieren zu bilden. In einer Art „Kontrollstudie“ schalteten die Forscher den oxidativen Stoffwechsel in Leberzellen aus, woraufhin sich Tumorzellen schneller ausbreiteten und gesunde Zellen begannen, wie Tumoren zu wachsen (Journal of Biological Chemistry, 2006; 281(2): 977-981).

Ebenfalls an Warburg gemahnen die Forschungen von Dolores Takemoto (Kansas State University).

In einer Forschungsarbeit, in der es ursprünglich um den Erhalt der Sehkraft von Diabetikern ging, untersuchte Takemoto das Protein Kinase C gamma in der Augenlinse. Dabei entdeckte sie eine Verbindung zwischen dem Protein Connexin46 (Cx46) und Hypoxie, d.h. Sauerstoffmangel im Zellgewebe. Cx46 entsteht, wenn das Sauerstoffniveau sinkt. Natürlicherweise tritt Cx46 nur im Auge auf, da dies das einzige Gewebe im Körper ist, in dem unter normalen Umständen Hypoxie auftritt. Ansonsten findet sich Cx46 nur in Krebszellen.

Takemoto glaubt, daß ihre Forschungsergebnisse zur Behandlung des Retinoblastoms (Netzhautkrebs), das vor allem bei Kindern auftritt, beitragen könnten. Dazu müßte medikamentös der Gehalt von Cx46 im Gewebe gesenkt werden. Das Cx46 würde es nämlich dem Krebsgewebe ermöglichen, in der hypoxischen Umgebung zu bestehen. Bei Mäusen wurde dieser Ansatz bereits erfolgreich getestet.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Thu Annelise Nguyen untersuchte Takemoto auch Kulturen von Brustkrebs und fand dort ebenfalls Cx46, desgleichen bei Darmkrebszellen.

„Immer wenn im Körper der Sauerstoffgehalt sinkt, taucht Cx46 auf“, sagt Takemoto.

An Reichs Krebstherapie erinnert auch der Ansatz von Nicholas Roberts (Johns Hopkins Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center, Baltimore, Maryland) et al. Anaerobe Clostridium novyi-Bakterien werden ins Zentrum von Tumoren gespritzt, woraufhin diese von innen heraus schrumpfen. Wie das geschieht, können die Forscher nicht erklären.

Erste Versuche, Krebs mit Hilfe von Bakterien zu bekämpfen, gab es bereits vor mehr als 100 Jahren. Ein Arzt hatte in den 1890er Jahren beobachtet, daß einige seiner Krebspatienten sich erholten oder gar völlig gesund wurden, wenn sie nach einer Krebsoperation eine Infektion bekamen. Seine darauffolgenden Versuche, eine auf diesen Beobachtungen basierende Behandlung zu entwickeln, waren jedoch wenig erfolgreich, so daß die Methode bis heute nicht weiter intensiv erforscht wurde.

2007 sorgten Evangelos Michelakis und seine Kollegen von der University of Alberta in Edmonton, Kanada mit einem ebenso altbekannten wie denkbar einfachen Medikament für Furore: Dichlorazetat (DCA). An menschlichen Zellkulturen stellten sie fest, daß DCA zwar Krebszellen aus Lunge, Brust und Gehirn abtötet, gesunde Zellen jedoch unangetastet läßt. Bei Ratten, in denen menschliche Tumorzellen wuchsen, schrumpften die künstlich erzeugten Krebswucherungen drastisch zusammen, wenn den Versuchstieren über einige Wochen DCA ins Trinkwasser gegeben wurde. Bisher behandelte man mit DCA seltene Stoffwechselkrankheiten. Das Medikament ist mit keinem Patent belegt, weshalb die Pharmaindustrie kaum an der Entwicklung zu einem Krebsmittel interessiert sein wird.

Mittlerweile hat zwar einige Ernüchterung Fuß gefaßt, doch aus orgonomischer Sich bleibt DCA von großem Interesse:

Während normale Zellen Energie aus ihren Mitochondrien gewinnen, sozusagen den „Lungen“ der Zelle, schöpfen Krebszellen, offenbar weil sie von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wurden (Panzerung!), in einer Art „Erstickungsatmung“ ihre Energie aus ineffizienter (anaerober, „fauliger“) Glykolyse, die im gesamten Zellkörper abläuft. Michelakis‘ Experimente beweisen, daß auch Krebszellen weiterhin funktionsfähige Mitochondrien besitzen, die durch das DCA reaktiviert werden können. Dadurch scheint es zu einer Art energetischem Schock zu kommen, denn unmittelbar danach setzt „Apoptose“ ein, d.h. die Krebszellen zerfallen in Bione – genauso wie unter konzentrierter Orgonenergie (siehe Der Krebs).

Hier und da wird weiter geforscht, wie eine Dissertation aus Tübingen über den Sauerstoffverbrauch bei bestimmten humanen Neuroblastom-Zelllinien zeigt:

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, daß [diese Zellen] die aerobe Glykolyse nutzen. […] In Hinsicht auf die therapeutische Nutzung des Warburg Effektes scheint die durch Dichloracetat ausgelöste Verschiebung des Glukosemetabolismus bei Neuroblastomzellen ein möglicher Ansatz zu sein, allerdings waren die erzielten Effekte nicht so ausgeprägt wie aus Literaturdaten zu vermuten war.

Mag sein, daß die Krebsbekämpfung mit Natron auf einem ähnlichen Prinzip beruht…

Hier noch ein interessanter Leserbrief, der zu einem entsprechenden Artikel erschien:

Alpha-Liponsäure sowie Dichloracetat können Krebsarten, die ihre Energie durch Vergärungsprozesse gewinnen, zum Absterben bringen. Dies geht aus Versuchen im Reagenzglas und mit Tieren hervor. Das Absterben geschieht aber rasant. Schon nach einer Woche etwa, ist ein Drittel eines Tumors abgestorben. Dies kann bei großen oder vielen Tumoren in einem Organismus zu einer lebensgefährlichen Vergiftung, durch die abgestorbenen Krebszellen führen. Es hat wohl etwas mit der Menge an Elektrolyten zu tun, die beim schnellen Absterben eines größeren Tumors plötzlich in den Organismus gelangen. Vielleicht kann man es zum besseren Verständnis mit der Einnahme von destilliertem Wasser und seinen (tödlichen?) Folgen vergleichen. Unter dem Stichwort „Tumor Lysis-Syndrom“ kann man im Internet mehr dazu lesen.

Reichs Versuche der Krebsheilung sind am Tumorlyse-Syndrom gescheitert, was er auf die Überschwemmung des Organismus mit „T-Bazillen“ zurückführte.

Die fünf Grundfarben unserer Lebenswelt

22. November 2014

Blau ist nicht nur meine persönliche Lieblingsfarbe (wie die der meisten Deutschen), sondern auch die Farbe der Orgonenergie. Man schaue aus dem Fester: wir leben in einem Ozean aus blauer Orgonenergie – und sollten im Interesse der Kinder der Zukunft entsprechend leben.

Man hat festgestellt, daß Tiefseefische, die in blauem Licht aufgezogen werden, kleinere, d.h. „weitsichtigere“ Augen haben, als ihre Artgenossen, die unter Rotlicht aufwuchsen und entsprechend „kurzsichtig“ sind. Das läßt sich auf den Menschen übertragen. Bei Sehtests stellte man fest, daß beim Lesen unter blauem Licht die Linsenbewegung zur Scharfstellung des Bildes („Akkommodation“) weniger ausgeprägt ist, als bei rotem Licht. Das liegt daran, daß der Brennpunkt von Rotlicht hinter der Netzhaut liegt. Leider ist es so, daß Bücher heute auf Papier gedruckt werden, das rotes Licht stärker reflektiert. Wenn man stattdessen leicht bläuliches Papier benutzen würde, verschöbe sich der Brennpunkt beim Lesen so nach vorne, daß der Kurzsichtigkeit, die vor allem durch Lesen in früher Kindheit entsteht, effektiv vorgebeugt würde.

Außerdem zeigen diverse Studien, daß helles Blau, insbesondere als Wandfarbe, ideal ist zur Beruhigung von hyperaktiven Kindern, den Blutdruck sinken läßt und allgemein die soziale Atmosphäre bessert.

Bei einer blauen Beleuchtung reagiert das Gefühlszentrum wesentlich stärker auf Emotionen in der Stimme eines anderen als etwa bei grünem Licht. Da bläuliches Licht zudem die Aufmerksamkeit verbessert und Müdigkeit entgegenwirkt, könnten auch Menschen ohne depressive Verstimmungen von einem höheren Blauanteil im Umgebungslicht profitieren.

Tatsächlich ist blaues Licht der Taktgeber unserer Existenz:

Im Auge wurde Anfang des Jahrtausends ein System der Lichtmessung entdeckt, das die Pulsation des gesamten Organismus steuert. Selbst wenn in der Netzhaut keine Stäbchen und Zapfen vorhanden sind, also aus klassischer Sicht vollkommene Blindheit vorliegt, reagieren die Pupillen und die biologischen Rhythmen verändern sich. Der dafür verantwortliche „circadiane Melanopsin-Sensor“ spricht auf blaues Licht an. Man denke auch an die chronisch geweiteten Pupillen bei Schizophrenen, die getreulich die Kontraktion des gesamten Organismus widerspiegeln (siehe E.F. Baker: Der Mensch in der Falle).

Ein österreichisch-britisches Forscherteam um Simone Moser (Universität Innsbruck) hat herausgefunden, daß Bananen unter UV-Licht blau zu leuchten beginnen, wenn sie reif werden, d.h. ihre Farbe von Grün zu Gelb wechseln. Schließlich entwickeln sich braune Flecken, deren Ränder ganz besonders stark leuchten. Im Todeskampf („Apoptose“ bzw. „programmierter Zelltod“) würden die absterbenden Zellen blau aufleuchten. „Wie die Forscher nun zeigen konnten, leuchten immer diejenigen Zellen vermehrt, die als nächstes absterben werden.“ Mit der einsetzen der Fäulnis hört das blaue Leuchten der Bananen dann ganz auf.

Für den Studenten der Orgonomie ist das blaue Leuchten der reifen Bananen Ausdruck der Orgonenergie und das Erstrahlen der Ränder der braunen Flecken nichts anderes als Ausdruck des bionösen Zerfalls, bei dem besonders viel Orgonenergie freigegeben wird.

Für den Mechanisten handelt es sich hingegen um fluoreszierende Abbauprodukte des grünen Chlorophylls („FCCs“). Tiere, die UV-Licht wahrnehmen können, beispielsweise Affen, werden von dem Leuchten angelockt und so die Pflanzensamen verbreitet. „Außerdem vermuten die Forscher, daß die fluoreszierenden Stoffe vorteilhafte Eigenschaften für die Pflanzenzellen haben. Wissenschaftler fanden bereits bei Säugetieren verwandte Moleküle, wo sie als Zellschützer wirken.“

Die mechanistische Wissenschaft stolpert ständig über jene Phänomene, die Reich in den 1930er Jahren des letzten Jahrhunderts zu entdecken begann, bleibt aber immer an irgendwelchen stofflichen Details („fluoreszierende Abbauprodukte“) hängen und in einem letztendlich mystischen Weltbild verfangen, in dem alles mit einem Zweck „erklärt“ wird. Die Forschungsergebnisse sind natürlich nicht falsch. Es ist nur schade, daß die Forscher in einer mechano-mystischen Betrachtungsweise gefangen sind, die steril ist und nicht wirklich weiter führt.

Ich verweise auf Reichs Studien mit dem Fluoroskop, die er in Der Krebs beschreibt.

Unsere Umwelt wird durch fünf Farben bestimmt: das Orgonblau des Himmels, das Grün der Flora, das Gelb/Braun des Bodens, und das Schwarz des Mutterbodens. Es fehlt die Fauna, deren charakteristische Farbe das Rot ist – jedenfalls, wenn man sie „aufschneidet“. Tiere sind die orgonotischten Einheiten in unserer Umgebung. Das Blut ist rot, da Rot für hocherregtes Orgon steht. Blut außerhalb des Körpers wird schnell braun, weil es seinen Orgongehalt verliert. Das entspricht dem Verwelken von Pflanzen, die von ihrer Energiequelle abgelöst werden: sie werden gelb-braun, weil sie Orgon verlieren. Die „Matrix“ des Lebens, der „Lebenssaft“ ist gelb. Braun wird sie durch Beimengung mit „schwarzem Orgon“, Melanor – das Produkt abgestorbenen Lebens. In reiner Form haben wir es bei tiefschwarzem Humus vorliegen. Wie aus Tod und Verfall neues Leben hervorgeht, hat Reich in Der Krebs beschrieben.

Die mechanistische Wissenschaft hat natürlich jeweils andere Erklärungen, etwa für das Oxidieren („Verrosten“) des Blutes. Betrachten wir die Fauna etwas ausführlicher. Die heutige Wissenschaft hat dazu folgende Erklärungsmodelle entwickelt:

  • Biochemie: im Herbst nimmt das Chlorophyll ab, wodurch andere Farbstoffe, etwa gelbe, sichtbar werden. Zusätzlich wird Anthocyane produziert, das für die Rotfärbung sorgt.
  • Anpassung an die Witterung: die neugebildeten Stoffe schützen die alternden Blätter vor dem Licht an kühlen Tagen.
  • Anpassung an die Freßfeinde: im Herbst legen Läuse ihre Eier bevorzugt auf grünblättrige Bäume.

Für die letzte These spricht eine Arbeit des britischen Forschers Marco Archetti, derzufolge sich kultivierte Apfelbäume, die sich über die Generationen vor Läusen weitgehend geschützt entwickeln konnten, im Herbst weniger verfärben als die Wildformen.

Zur weiteren Erhärtung untersuchte Archetti den ebenfalls von Läusen verursachten und von Landwirten gefürchteten Feuerbrand. Seine Vermutung: Sorten, die empfänglicher für diese Krankheit sind, müßten sich eher rot verfärben als weniger gefährdete Arten. Auch diesen Zusammenhang bestätigt die aktuelle Studie.

Außerdem haben die Apfelbäume mit sich rot verfärbenden Blättern laut dem Forscher deutlich kleinere Früchte. Ein Indiz dafür, daß sie noch viel näher mit ihren wilden Vorfahren verwandt sind.

Hier schließt sich der Kreis zu einer tieferen Ebene, die von der mechanistischen Wissenschaft beharrlich ausgeblendet wird:

  • Bioenergetik: die generelle Kontraktion der blauen Orgonenergie im Herbst geht mit entsprechenden Prozessen in den Lebewesen einher.

Reich:

Die Blätter vertrocknen und werden gelb, weil das Blau aus dem Grün schwindet. Schließlich verlieren die Blattstiele ihren Halt an den Zweigen und fallen ab. Die „Saftigkeit“ weicht einem trostlos wirkenden, trockenen, winterlichen Aussehen. (OROP Wüste, S. 25)

Ariettis Arbeit weist darauf hin, daß die kultivierten Apfelbäume, die von den Obstbauern gezielt so gezüchtet wurden, daß sie größere Früchte tragen, orgonotischer („saftiger“) sind als die Wildformen und deshalb im Herbst länger dem „anorgonotischen“ Trend der Umwelt widerstehen können.

apfel

Zum Abschluß meine aus Spaß zusammengezimmerte „Flagge der Orgonomie“, eine Apotheose des Lebens:

orgonflag

Das Gelb steht für die Matrix des Lebens, das Blau für die atmosphärische Orgonenergie. Beide zusammen ergeben das Grün der Flora (Chlorophyll). Das Rot steht für die Fauna (Hämoglobin), die hochenergetische Form des Lebens. Der weiße Hintergrund (als zusätzliche, sechste Farbe) steht für, man verzeihe mir die Wortwahl, „das höchste Prinzip“ des Lebens. Es wird durch das Orgonit (die Farbe der höchsten Erstrahlung der Atmosphäre zur Mittagszeit) und das weiße Orin (sozusagen geronnene Lebensenergie) verkörpert. Das rote Symbol des orgonomischen Funktionalismus steht für den Kampf für das Leben: die medizinische Orgonomie, die naturwissenschaftliche Orgonomie und das Cosmic Orgone Engineering.

Krebs, Chromosomen und Orgonenergie (Teil 2)

12. April 2014

Gestern habe ich anhand neuer Forschungsergebnisse und Theorien erläutert, daß Krebs mit der Teilung der Chromosomen zusammenhängt, also mit der Orgasmusfunktion auf zellulärer Ebene. Tatsächlich scheint der gesamte Alterungsprozeß von der Teilung der Chromosomen abzuhängen.

Seit Jahrzehnten weiß man, daß bei Wirbeltieren mit jeder Zellteilung eine Struktur, die das Chromosom abschließt und zusammenhält, das „Telomer“, kürzer wird. Wenn die Telomeren eine gewisse Länge unterschreiten, verlieren die Zellen die Fähigkeit sich zu teilen und beginnen schließlich bionös zu zerfallen („Apoptose“). Für Reich war Krebs ein verfrühter Alterungsprozeß, u.a. gekennzeichnet durch diesen bionösen Zerfall, dem im Zellkern eine „chromosomale Destabilisierung“ vorangeht.

Richard M. Cawthon (University of Utah) berichtete 2003 über weitere Belege, daß sich die Lebenserwartung des Menschen an der Länge der Telomeren ablesen läßt. Konkret fanden Cawthon und sein Team eine Korrelation zwischen der Länge der Telomeren bei 60jährigen und deren Sterblichkeitsrate 15 Jahre später.

Ebenfalls 2003 konnten Alan K. Meeker, Angelo M. DeMarzo et al. zeigen, daß die Verkürzung der Telomeren eine der frühesten und am häufigsten auftretenden Veränderungen in der präcanzerösen Zelle ist. Das Ausmaß der Verkürzung entspricht ungefähr der bei voll ausgeprägtem Krebs, ist also kein Resultat der rasch aufeinanderfolgenden Zellteilungen, die (nach gängiger Theorie) dem Tumorwachstum zugrunde liegen, sondern gehört zur Vorgeschichte der Tumorentwicklung.

Dieser Punkt unterstützt Reichs Krebstheorie, die zwischen dem bionösen Zellzerfall des Gewebes (Destabilisierung der Chromosomen durch Verkürzung der Telomeren führt zur Apoptose) und dem Versuch einer Selbstheilung unterscheidet, welche zur Reorganisation des Gewebes und damit zur Zellwucherung führt. Langsam gehen auch den mechanistischen Krebsforschern diese funktionellen Zusammenhänge auf.

2009 wurde über die ersten Ergebnisse einer groß angelegten Langzeitstudie berichtet, in der die Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs dingfest gemacht werden sollten. Insgesamt werden 50 000 Frauen im Alter zwischen 35 und 74 untersucht. In den ersten beiden Teilstudien geht es um die Beziehung zwischen der Lebensführung und dem Zustand der Chromosomen. Es zeigte sich, daß Übergewicht und Streß die Telomeren verkürzen und so den Alterungsprozeß beschleunigen.

Tatsächlich sind, so Dean Ornish (University of California, San Francisco) et al., die Telomeren bzw. deren Länge kein unabwendbares Schicksal. Heute steht fest, daß Diät mit viel Früchten und Gemüse, körperliche Ertüchtigung, Streßbewältigung (Yoga, Meditation, etc.) und ein verbessertes Sozialleben zu längeren Telomeren führen. Eine Gruppe von Männern im Frühstadium des Prostatakrebses hatten mit einem entsprechenden Programm nach fünf Jahren im Vergleich zu einer Vergleichsgruppe immerhin 10 Prozent längere Telomeren.

Darüber hinaus war es so, daß je mehr die Menschen ihr Verhalten geändert hatten, indem sie dem empfohlenen Lifestyle-Programm folgten, desto dramatischer ihre Verbesserungen in der Länge der Telomere waren. Im Gegensatz dazu hatten die Männer in der Kontrollgruppe, die nicht gebeten worden waren ihren Lebensstil zu ändern, meßbar kürzere Telomere – fast um 3 Prozent kürzere, als die Fünf-Jahres-Studie endete. In der Regel verkürzt sich die Telomer-Länge im Laufe der Zeit.

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Der Gegensatz von Alzheimer und Krebs

14. Juli 2013

Massimo Musicco (L’Ospedale Santa Lucia, Roma) et al. konnten erneut und jetzt mit einiger Sicherheit bestätigen, daß Alzheimer und Krebs (und zwar durch die Bank alle Krebsarten) sich weitgehend gegenseitig ausschließen. Es ist zwar nicht unmöglich, daß ein Alzheimer-Patient auch an Krebs erkrankt oder ein Krebs-Patient auch an Alzheimer, aber dieses Zusammentreffen ist äußerst selten. Bisher bestand der Verdacht, daß diese statistische Korrelation einfach darauf zurückzuführen ist, daß Krebspatienten eher sterben und Alzheimer weitgehend eine Alterserscheinung ist, doch die neue Studie konnte diesen Verdacht ausräumen.

Für die Reichsche Krebstheorie ist es stets bedeutsam, wenn es bei Untersuchungen um den Krebs geht, nicht nur um bestimmte Krebsarten. Reich hatte nämlich aus seinen Forschungen erschlossen, daß der Krebs eine „Schrumpfungsbiopathie“ ist, d.h. eine Biopathie die mit einer allgemeinen Senkung des Energieniveaus einhergeht, im Zentrum des Organismus keine Energie mehr „produziert“ wird, bis der Körper bei lebendigen Leibe buchstäblich in Verwesung übergeht. Die Krebstumoren stellen den verzweifelten Versuch des Organismus dar, sich auf einem niedrigeren Organisationsniveau neu zu organisieren. Sie entstehen insbesondere dort, wo die Panzerung besonders stark ist, etwa an Schließmuskeln.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang der oben umrissene antagonistische Gegensatz?

alzheimkrebs

Alzheimer ist mit einiger Sicherheit so etwas wie „Diabetes des Gehirns“ und damit ebenfalls eine Schrumpfungsbiopathie. Das Spezifische dieser Art von Schrumpfung scheint jedoch eine „zentrale Desorganisation“ zu sein. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken bei Menschen, deren Persönlichkeit von Gewissenhaft und Zielstrebigkeit gekennzeichnet ist, deutlich geringer.

Die Erklärung der mechanistischen Wissenschaft für den Gegensatz von Alzheimer und Krebs ist einfach:

Erklärt wird er meistens damit, daß Alzheimer und Krebs in gewisser Hinsicht zwei Seiten derselben Medaille sind: Bei Krebs reagieren die Körperzellen zu wenig auf Signale, die ihnen den Selbstmord befehlen, und wachsen ungebremst drauflos. Bei Alzheimer sind die Nervenzellen dagegen offenbar überempfindlich für solche Signale: Sie sterben ab, obwohl es keinen offensichtlichen Grund dafür gibt. Wer also ein gut funktionierendes Zell-Selbstmord-System in seinem genetischen Code beherbergt, wird seltener Tumoren entwickeln, aber anfälliger für Alzheimer und – ebenfalls bereits belegt – ähnliche Krankheiten wie Parkinson sein. Wer dagegen sehr robuste Zellen besitzt, neigt zwar weniger zu Alzheimer und Parkinson, hat aber eher entartete Zellen im Körper.

Die mechanistische Wissenschaft erklärt den Krebs damit, daß normale Zellen biologisch entarten, durch einen „Programmfehler“ jedoch nicht zerfallen („Zellselbstmord“), sondern sich ganz im Gegenteil wie wild teilen, es also zu Zellwucherungen = Krebs komme. Bei Alzheimer komme es ganz im Gegenteil zu Zellselbstmorden auch bei vollkommen gesunden Gehirnzellen, bis das Gehirn aussieht wie ein Schweizer Käse.

Reichs Forschungen legen ein ganz anderes Szenario nahe: Während Krebs Folge extremer Panzerung ist, die das Leben dermaßen drosselt, daß es buchstäblich anfängt zu faulen, ist Alzheimer durch Kontrollverlust gekennzeichnet. Zwar kommt es zu Krampfanfällen (insbesondere auch bei Parkinson), doch generell ist dieser Zustand von einem Zerfall der Panzerung und einer entsprechenden Enthemmung, insbesondere sexuellen Enthemmung, geprägt. Weil es sich um zwei Biopathien handelt, wird die organismische Energie schon Jahrzehnte vor dem eigentlichen Krankheitsbeginn entsprechend „gepolt“ sein.

Da die Gegensätzlichkeit dieser beiden Krankheitsbilder so fundamental zu sein scheint, wäre auch an den Gegensatz zu denken von energetischem Orgonom (Zentrales Nervensystem, Kontrollverlust, Alzheimer) und orgonotischem System (Vegetatives Nervensystem, Einstellung der zentralen Energieproduktion, Krebs). Als Beispiele denke man an den Alzheimer-Patienten Ronald Reagan, der vital und „bauchgesteuert“ blieb, aber nie als besonders gewissenhaft galt, und vergleiche ihn etwa mit dem Krebspatienten Freud, der bis zuletzt zielstrebig, „zerebral“ und vor allem kontrolliert blieb. Auf gesellschaftlicher Ebene entspricht das dem Gegensatz von „entfesseltem Kapitalismus“ auf der rechten Seite und dem „sozialen Krebstod“ (Kommunismus) auf der linken Seite.

PA-Bione und das Par-4-Gen

6. Juni 2013

Reich beschreibt die Anfänge seiner Krebsforschung wie folgt:

Die Orgontherapie des Krebses läßt sich historisch auf die erste Beobachtung der tötenden Wirkung zurückführen, die die blauen PA-Bione auf viele Arten von Fäulnis- und anderen Stabbakterien ausübten. Es war nur logisch, daß ich verschiedene Arten blauer PA-Bione mit verschiedenen Formen von Stabbakterien unter dem Mikroskop zusammenbrachte und zusammen Mäusen injizierte. Im Mikroskop konnte man sehen, daß fortbewegte Stäbe in der Nähe kräftiger blauer Bione (…) unruhig wurden, zu flüchten versuchten oder wie gelähmt bewegungslos wurden, wenn sie zu nahe geraten waren. Dasselbe war der Fall, wenn man die rasch und zackig flitzenden T-Bazillen mit blauen PA-Bionen zusammenbrachte. Die T-Bazillen pflegten den blauen Bionen bewegungslos anzuhaften oder um sie herum unbewegte Haufen zu bilden („Agglutination“). (…) Sämtliche mit T injizierten Mäuse starben früher oder später an akuter T-Intoxikation oder an Krebs verschiedener Reifegrade. Sämtliche mit PA allein injizierten Mäuse blieben gesund. Die mit PA und mit T zugleich injizierten Mäuse blieben zum großen Teil gesund. (…) Ich brachte PA-Bione mit Krebszellen unter dem Mikroskop zusammen. Die PA umschwärmten die Krebszellhaufen, drangen schließlich in die Masse ein und zerstörten ihr Gefüge. (Der Krebs, Fischer TB, S. 301)

Heute würde man in diesem Zusammenhang von induziertem „Zelltod“ („Apoptose“) der Krebszellen sprechen. Generell setzte Reich die PA-Bione mit der Immunabwehr gleich.

Etwa gleichzeitig, d.h. in den 1930er zund 40er Jahren, nahm die heutige genetisch geprägte Krebsforschung ihren Anfang.

Vor zehn Jahren ist Zheng Cui von der Wake Forest University (North Carolina) zufällig auf eine krebsresistente Maus gestoßen, die zum Stammvater von hunderten krebsresistenten Tieren wurde. Die Hälfte der Nachkommen aus Kreuzungen mit normalen Weibchen war ebenfalls resistent und vererbte diese Eigenschaft weiter – wahrscheinlich sei ein einzelnes Gen verantwortlich. Bei diesen Mäusen wurden die Krebszellen offenbar durch „aktivierte“ Weiße Blutkörperchen sehr effektiv abgetötet. Bis dahin glaubte man, daß das Krebsrisiko mit dem Alter zunimmt, weil sich Mutationen anhäufen. Die krebsresistenten Mäuse legten nun aber die Vermutung nahe, daß der Grund in der nachlassenden Immunabwehr liegen könnte.

Vivek Rangnekar von der University of Kentucky hat 2008 durch Genmanipulation eine krebsresistente Maus geschaffen. Die Maus wurde so behandelt, daß ein bestimmter Teil des Gens „Par-4“ in den Zellen zum Ausdruck kommt („Genexpression“), der den Zelltod Krebszellen hervorruft.

Die Nähe, ich hätte beinahe geschrieben „funktionelle Identität“, mit Reichs Entdeckung ist offensichtlich. Gene sind nichts weiter als eine Strukturierung (sozusagen „Mechanisierung“) lebendiger Funktionen, die auf diese Weise stabiler und zuverlässiger werden.

PAkrebs

ORANUR und Immunisierung

25. August 2011

Das ORANUR-Experiment sollte ursprünglich zeigen, daß die Orgonenergie auch hinsichtlich radioaktiver Strahlung als heilendes Agens wirkt, d.h. den Auswirkungen der Radioaktivität, wenn nicht sogar dieser selbst, entgegenwirkt. Die unmittelbaren Resultate erwiesen das Gegenteil. Es zeigte sich, daß, beispielsweise bei Strahlenkrankheit, die Orgonenergie den Zustand des Patienten weiter verschlechtert und die Radioaktivität das Orgon selbst toxisch macht („ORANUR-Reaktion“).

Immerhin gab es nach einiger Zeit Anzeichen, daß Reichs Arbeitshypothese doch ihre Berechtigung hatte:

Zuletzt brachte das ORANUR-Experiment doch einige Hoffnungsschimmer mit sich, die Wirkung der Kernstrahlung neutralisieren zu können. Reich und seine Mitarbeiter fanden, daß nach den anfänglichen Auswirkungen das ORANUR Immunisierungseffekte hatte: sie konnten besser damit fertigwerden, wenn sie dem ORANUR erneut ausgesetzt wurden. So weist das ORANUR-Experiment in Richtung auf einen gewissen Schutz gegen Nuklearstrahlung. Bevor jedoch eine Nutzanwendung möglich wird, muß die Menschheit auf die Orgonenergie selbst und die Gefahren des ORANUR, das durch die Wechselwirkung von Kernstrahlung und dem Orgon erzeugt wird, hingewiesen werden.

Gian Luigi Russo et al. vom Italian National Research Council CNR in Pisa und Avellino haben entdeckt, daß Körperzellen als Reaktion auf eine kontinuierliche, milde Bestrahlung eine Art Immunität entwickeln können.

Bei ionisierender Strahlung, inklusive Röntgenstrahlung, galt bisher, je höher die Strahlendosis desto höher das Krebsrisiko. Nun wurden vom italienischen Forscherteam die Auswirkungen einer ständigen Exposition mit einer vergleichsweise niedrig dosierten Röntgenstrahlung getestet, wie sie insbesondere Kardiologen ständig ausgesetzt sind. Bereits Paracelsus habe die Hypothese aufgestellt, daß geringe Dosen von Giften sich positiv auf den Organismus auswirken können.

Ein Vergleich von Blutproben der Kardiologen und einer Vergleichsgruppe ergab folgendes Bild:

Das zu den reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), bzw. „freien Radikalen“, gehörende Wasserstoffperoxid und die Caspase-3, ein Enzym, das eine Schlüsselrolle beim Auslösen des „Zellselbstmordes“ (Apoptose = bionöser Zerfall) spielt, spiegeln beide unmittelbar den Streß durch die ionisierende Strahlung wider. Das Antioxidans Glutathion schützt hingegen die Zelle vor Schäden durch Radioaktivität. Bei den Kardiologen war nun nicht nur die Konzentration des schädlichen Wasserstoffperoxids höher als bei der Vergleichsgruppe, sondern auch die des schützenden Glutathion. Außerdem war bei den Kardiologen die Caspase-3 vor allem in den Lymphozyten übermäßig aktiv. Die sich dadurch ergebende erhöhte Anfälligkeit der Lymphozyten für Apoptose, könne, so die mechanistische Denkweise, dazu dienen, Zellen mit beschädigtem Erbgut zu beseitigen und so deren „krebsige Entartung“ zu verhindern.

Funktionell betrachtet haben wir auf der einen Seite den bionösen Zerfall, d.h. nicht nur die Apoptose, sondern auch die Oxidation, eine Art „inneres Verrosten“ (= bionöser Zerfall), auf der anderen Seite das Glutathion, das diesem Zerfall entgegenwirkt.