Posts Tagged ‘Sozialverhalten’

Der Einzug der Emotionellen Pest in die frühkindliche Entwicklung

31. Juli 2022

Das Ende der Kinder der Zukunft.

Der Einzug der Emotionellen Pest in die frühkindliche Entwicklung

Politische Einstellungen unterliegen physiologischen Merkmalen: Politisches Denken und die biologische Grundlage des soziopolitischen Charakters (Teil 2)

21. Juni 2021

Virginia Whitener, Ph.D.

Konia stellt fest: „Um das menschliche Sozialverhalten genau zu verstehen, muss man aus dem Rahmen des bestehenden Denkens heraustreten. Eine funktionelle energetische Perspektive und Kenntnisse der soziopolitischen Charakterologie sind unerlässlich. Jeder Mensch hat seine individuelle Charakterstruktur… Er oder sie hat auch eine identifizierbare soziopolitische Charakterstruktur, die Art und Weise, wie der Einzelne versucht, die Umwelt und die Gesellschaft so zu formen, dass sie seinen eigenen irrationalen Bedürfnissen entsprechen. Einer der wichtigsten Beiträge von Elsworth F. Baker zum Verständnis soziopolitischer Charaktertypen war seine Identifizierung der Struktur der Panzerung eines Individuums in Bezug auf den soziopolitischen Charakter (Baker 1967, Seite 153). Zum ersten Mal wurden die politische Linke und Rechte in objektiven biophysikalischen Begriffen definiert, wodurch der Ursprung der sozialen Pathologie auf eine feste biologische Grundlage gestellt wurde.“ (Konia 2008, Seite 91)

Der Prozess der Charakterentwicklung und die spezifischen soziopolitischen Charaktertypen werden in den Schriften von Baker und Konia beschrieben und diskutiert. (Siehe insbesondere Man in the Trap und The Emotional Plague.) Im vorliegenden Zusammenhang genügt es zu sagen, dass es im reifen menschlichen Organismus eine Formierung des Charakters gibt, die ein Individuum dazu prädestiniert, auf bestimmte Weise auf soziale Fragen zu reagieren. Diese Reaktionen sind nicht bewusst und sind keine „Entscheidungen“ im üblichen Sinne des Wortes. Je extremer die Panzerung ist, desto mehr Druck verspürt das Individuum selbst, sich so rigide Weise auszudrücken, wie es dem Charakter entspricht, und desto „bestimmter“ wird seine soziopolitische Ideologie und Verhalten sein – die Art und Weise, wie man versucht, die soziale Welt um sich herum zu beeinflussen und sich anderen gegenüber zu verhalten. Die Wahl der politischen Partei (eine eher oberflächliche Funktion) ist offen für äußere Einflüsse und kann sich ändern, aber die grundsätzliche soziopolitische Einstellung zum Leben ist es nicht und wird sich in vielen anderen Bereichen manifestieren.

In einer kürzlich erschienenen Ausgabe des Journal of Orgonomy, 41(1) 2007, stellte ein Leser eine Frage zu einer Aussage von Konia, dass „nach E.F. Baker der soziopolitische Charakter des Individuums angeboren, biologisch verwurzelt, unveränderlich und weitgehend unabhängig von Umwelteinflüssen ist“ (Konia 2007, Seite 109). Konia antwortet, dass Baker oft sagte: „Es muss etwas im Protoplasma geben, das die verschiedenen gesellschaftspolitischen Charaktertypen unterscheidet“ (ebenda, Seite 110). Derartig gleichbleibend sei beim Einzelnen, im gesamten Repertoire und im Verlauf der Zeit, die Art seines Denkens, Verhaltens und seiner emotionalen Reaktion im sozialen und politischen Bereich.

Literatur

Baker, E. 2000 (reprinted from 1967). Man in the Trap. Princetows: ACO Press

Konia, C. 2005. The Collision between Islam and the West. Journal of Orgonomy 39(2): 70-94

———. 2007. Letter to the Editor. Journal of Orgonomy 41(1): 109-110

———. 2008. The Emotional Plague: The Root of Human Evil. Princeton: A.C.O. Press

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 43 (2010), Nr. 2, S. 62-67.
Übersetzt von Robert Hase

Die Strategie der Emotionellen Pest erkennen

31. Oktober 2020


Über die Antifa und andere Pestratten.

Die Strategie der Emotionellen Pest erkennen

Die Kinder der Zukunft und die endgültige Ausmerzung der sozialistischen Idee

23. Dezember 2016

Avshalom Caspi (Duke University, Durham) et al. zufolge verursacht ein kleiner Teil der Bevölkerung den Großteil der Ausgaben für die Gesundheits- und Sozialfürsorge sowie für die Bekämpfung der Kriminalität. Das ganze ginge auf die Kindheit der Menschen zurück, denn die 20 Prozent der Kinder, die als Dreijährige am schlechtesten in Bezug auf Sozialverhalten, Intelligenz und Familiensituation abschnitten, sorgten als Erwachsene für 80 Prozent der Probleme. Dies zeige, daß es sich lohnt, wenn eine Gesellschaft in frühe Hilfe für solche Kinder, die unter Armut, Ausgrenzung oder zerrütteten Familienverhältnissen leiden, investiere.

Wie groß der Effekt der Kindheitsverhältnisse ist und wie effektiv Frühinterventionen helfen, war jedoch bisher umstritten. Dazu haben nun Caspi und seine Kollegen Daten der sogenannten „Dunedin-Studie“ ausgewertet, bei der 1037 Kinder, die 1972 und 1973 in Neuseeland geboren wurden, bis ins Erwachsenenalter hinein regelmäßig untersucht und befragt wurden. Die Daten wurden jetzt dahin untersucht, wie deutlich sich Probleme im Erwachsenenalter schon in der Kindheit abzeichnen.

In allen acht von den Forschern untersuchten sozialen und medizinischen Bereichen sorgte eine Minderheit von rund 20 Prozent der Teilnehmer für 80 Prozent der gesellschaftlichen Kosten. „In welchem Segment man auch immer schaut, ob bei der Kriminalität, der Sozialhilfe oder dem Gesundheitssystem – überall finden wir eine solche Konzentration“, sagt Caspi. „Das Neue daran ist, daß die gleiche Gruppe von Individuen in gleich mehreren Segmenten auffällig wird.“ Die Angehörigen dieser Hochrisikogruppe waren für 81 Prozent der Verurteilungen wegen krimineller Delikte verantwortlich, hatten 66 Prozent der Sozialhilfe der Kohorte erhalten und 78 Prozent der verschreibungspflichtigen Medikamente, wie die Forscher berichten. Auch Übergewicht und Rauchen kam in dieser Gruppe überdurchschnittlich häufig vor.

(…) Ob eine Person später zu den rund 20 Prozent der problembelasteten Erwachsenen gehörte, ließ sich meist schon im Alter von drei Jahren feststellen. „Wir haben beobachtet, daß sich Mitglieder der Hochrisikogruppe von ihren Altersgenossen durch die gleichen vier Kindheits-Nachtteile unterschieden: Sie wuchsen tendenziell in sozioökonomisch benachteiligten Umgebungen auf, wurden schlecht behandelt, schnitten in IQ-Tests schlechter ab und zeigten eine geringe Selbstkontrolle“, berichten Caspi und seine Kollegen. Dies habe für alle acht untersuchten Bereiche nahezu gleichermaßen gegolten. Konkret bedeutet dies: Wie es einem Kind im späteren Leben ergehen wird, läßt sich unter Umständen schon im Kindergartenalter vorhersagen.

Die Studie zeige, so die Forscher, „daß ein frühes Eingreifen und eine Verbesserung der Bedingungen für Kinder aus prekären und zerrütteten Verhältnissen echte Abhilfe bieten könne. (…) Eine frühe Intervention ist demnach für die Gesellschaft gut eingesetztes Geld, denn es erspart später erheblich größere gesellschaftliche Kosten.“

Aus orgonomischer Sicht ist dazu zu sagen, daß 80 Prozent der Bevölkerung vollkommen in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, sonst würde auch die Arbeitsdemokratie gar nicht funktionieren und die Gesellschaft instantan kollabieren. Auch wird kein normaler Mensch jemals in seinem Leben kriminell. Damit ist der gesamte Asozial- und Polizeistaat, der die Arbeitsdemokratie zu erdrosseln droht, vollkommen überflüssig. Die Arbeitsdemokratie kann sich nur konsolidieren, wenn den Menschen endlich die Verantwortung für ihr eigenes Leben vollständig selbst aufgebürdet wird!

Das Elend, die Hilflosigkeit und Abhängigkeit, die uns tagtäglich ins Auge springt, geht auf einen Bruchteil der Bevölkerung zurück und läßt sich entsprechend mit eng begrenzten Maßnahmen der Sozialfürsorge bewältigen. Einer Fürsorge, deren Ziel es gleichzeitig sein muß, sich selbst weitgehend überflüssig zu machen, indem durch zielgruppenspezifische Förderung von Geburt an die besagten „20 Prozent“ auf vielleicht ein unvermeidliches, sagen wir, „5 Prozent“ gedrückt wird und langfristig die unsinnige „soziale Frage“ ganz verschwindet.

Das linke Halunkentum wird sich dagegen mit Händen und Füßen wehren, da es von der „sozialistischen Sehnsucht“, d.h. der Hilflosigkeit der Massen und der scheinbaren Unlösbarkeit der „sozialen Frage“ lebt. Wir werden diese Probleme also erst bewältigen können, wenn die von Elsworth F. Baker und Charles Konia entdeckte soziopolitische Charakterologie und vor allem die Kenntnis über die charakterliche Struktur der Linken zum Allgemeingut geworden ist. Ich verweise auf Dr. Konias Blog http://www.orgonomie.wordpress.com.

Politische Biologie

29. August 2016

Seit Jahren überlegen sich Anthropologen, ob das Menschentier zu einem intelligenten und sozial kooperierenden Wesen geworden ist, weil er aggressiver Jäger oder weil er verängstigter Gejagter war. Im ersten Fall mußte er Jagden vorbereiten, organisieren, strategisch planen, mit anderen eng zusammenarbeiten, im zweiten Fall habe „der frühe Mensch Mechanismen entwickelt, die seine Fähigkeit zur Kooperation stärkten, sein Sozialverhalten und seine Teamfähigkeit. Diese Mechanismen haben den Menschen kooperativ gemacht statt aggressiv.“

Es ist offensichtlich, daß hier einiges durcheinander geraten ist, da Jäger, etwa Löwenrudel, und Gejagte, etwa Wildpferde, in ihrem Sozialverhalten innerhalb des Rudels bzw. der Herde kaum Unterschiede aufweisen! Hört man den Anthropologen zu, die den Urmenschen als brutale „kapitalistische“ Bestie zeichnen, und denen, für die er der geborene „Kommunist“ war, kommt einem der Verdacht, daß der oben konstruierte Gegensatz mehr eine Funktion der soziopolitischen Charakterstruktur des jeweiligen Anthropologen ist als eine der objektiven Wissenschaft. Das läßt sich auf die gesamte Biologie ausdehnen. Ich erinnere nur an die Diskussion um Stephen Jay Gould. Generell tendierten die Biologen in der alten autoritären Gesellschaft zu einer brutalen Version des Darwinismus, während sie heute, in der anti-autoritären Gesellschaft jedenfalls tendenziell überall friedliche Symbiose und Kooperation sehen wollen.

Wer Elsworth F. Bakers soziopolitische Charakterologie nicht studiert hat, kann die Welt nicht verstehen! Siehe dazu Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.