Posts Tagged ‘Mutter Theresa’

Der biologische Rechenfehler der „Spiritualität“

16. August 2026

Spiritualität bedeutet, wie der Name schon sagt, schlichtweg, daß der „Geist“ unabhängig vom Körper existieren kann und über dem Körper steht. Das wird generell mit einer „ethischen“ Weltsicht verbunden. Da Menschen eine „unsterbliche Seele“ haben, behandeln wir den Körper entsprechend als den Träger von etwas unendlich Kostbarem und nicht nur als rein materiellen Fleischhaufen. Der Körper als heiliger Tempel der Seele! Materialisten seien entsprechend die geborenen Unmenschen.

Mutter Theresa ist der perfekte Gegenbeweis. Sie leitete den reichsten Orden der Weltgeschichte mit Einnahmen von vielleicht jährlich 50 Millionen Dollar Spendengeldern, doch ihre indischen Sterbehospize und ihre Waisenhäuser hatten praktisch null Fachpersonal und medizinische Einrichtungen. Trotzdem überlebten 50% der Patienten das Sterbehospiz. Ein Arzt, der dort arbeitete, um dann angewidert eine eigene Hilfsorganisation aufzubauen, meinte, daß bei richtiger Behandlung mindestens 75% überlebt hätten. Aber Mutter Theresa ging es explizit gar nicht um die Armen, sondern um den „spirituellen Dienst“ an Jesus, der sich in den Armen offenbare. Warum da Geld für Schmerzmittel, Medikamente, Ärzte und andere schnöde materielle Dinge verschwenden? Diese sadistische Kreatur hat natürlich selbst die moderne Medizin genutzt, um möglichst schmerzfrei ihre elende Existenz zu verlängern. Auch in den vom Orden betriebenen Waisenhäusern vegetierten die Opfer christlicher „Liebe“, da für die Ordensschwestern die Seele schon fertig da ist und man sich deshalb nur um das körperliche Überleben der Kinder kümmern muß. Daß dabei emotional und geistig gestörte Menschen heranwachsen, interessierte nicht.

Wirkliche Liebe kann nur etwas Bioenergetisches sein. Wirkliche Mitmenschlichkeit, Fürsorge und Mitleid ist eine unmittelbare Funktion der kosmischen Orgonenergie – oder eine sadistische Lüge. Ohne die Orgonomie haben wir nur unmenschliche Barbarei.

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 80)

15. September 2023

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Jung Chang und Jon Halliday haben in ihrem Buch Mao: Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes über mehr als 900 Seiten hinweg den wohl größten Egomanen dargestellt, der je gelebt hat. 70 Millionen seiner Landsleute schickte er in den Tod, den Rest verdammte er zu Elend und Armut, er zerstörte eine der großen Kulturen der Menschheit und starb verbittert, weil er China nicht zu einer dominierenden Weltmacht machen konnte. Ohne Zweifel war er der mit Abstand größte Verbrecher und Massenmörder, den die Menschheit hervorgebracht hat. Und dabei ging es immer nur um ihn selbst und nicht etwa irgendeine Ideologie (Marx und Engels hat er nie gelesen). Er war ein Außerirdischer vollkommen losgelöst von jedweder Tradition und verachtete die Moral und das Gewissen. Ist er damit nicht eine perfekte Verkörperung von Stirners Einzigem? Oder man schaue sich Klaus Schwab oder Bill Gates an, die „Maoisten“ der Jetztzeit, die nach dem Motto leben: Tu, was du willst!

Ja, denn nichts stand Stirner ferner, als das Diktum, daß meine Freiheit bei der Freiheit der anderen, mein Glück beim dadurch vielleicht verursachten Unglück der anderen aufhört. Mein Freiheits- und Glückstreben ist einzig vom Ausmaß meiner Macht abhängig! Das heißt aber noch lange nicht, daß ein Mensch wie Mao ein Eigner seiner Selbst ist, denn zur Macht gehört auch der Wille. Warum sollte ich diese Verrücktheiten verüben? Welches total verkorkste Interesse sollte ich daran haben, andere unglücklich zu sehen? Wenn ich meine eigene Impotenz kompensieren müßte, dann wäre ich ein Besessener, ein Neurotiker, ein vom Über-Ich tyrannisierter und verkrüppelter, also das genaue Gegenteil eines Eigners meiner Selbst.

Und man komme mir nicht mit den Heiligen, die in allem das vermeintliche Gegenteil von Mao verkörpern. Sie machen sich klein, um „im Himmelreich“ die Ersten und Größten zu sein. Sie sind auf ihre Weise ebenso verkrüppelte Egomanen wie Mao. Man schaue sich das Leben von Mutter Theresa an:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 7. Der Christusmord nach Markus / Markusevangelium (6,1-11,19) (Teil 2)

21. Juli 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 7. Der Christusmord nach Markus / Markusevangelium (6,1-11,19) (Teil 2)