Posts Tagged ‘Hölle’

Theologie ist wichtig!

17. Oktober 2018

Zwei Dinge haben mich von jeher irritiert: die Achtung, die Religionen entgegengebracht wird, und die Verachtung für die Theologie. Ich soll eine Religion achten, die mich zur Hölle, also ewig anhaltender Folter verdammt, mich als untermenschliches Wesen, als unberührbares Stück Dreck betrachtet? Ich soll jedem hirnverbrannten Schwachsinn Achtung entgegenbringen? Vor allem soll ich akzeptieren, daß jede Religion gleich ist, so als gäbe es keine Theologie. Theologisch sind beispielsweise alle neo-christlichen Religionen, die aus Amerika kommen, etwa der Mormonismus, Christian Science und die Zeugen Jehovas von vornherein null und nichtig. Erst recht kann es keinen Dialog zwischen Juden, Christen und Mohammedanern geben. Es gibt nichts zu „diskutieren“! Man kann sich allenfalls darauf einigen, sich gegenseitig zu ignorieren. Ansonsten: Warum soll ich Leute auch nur eine Sekunde ernstnehmen und achten, die ihre eigene Religion nicht ernstnehmen und achten?!

Betrachtet man, wie Reich, die ganze Angelegenheit von außen und weiß, daß religiöse Gefühle eine rationale Grundlage haben, weil die Menschen die Orgonenergie und ihre kosmischen Gesetzmäßigkeiten durch ihre Panzerung hindurch gedämpft und verzerrt spüren, kann und muß man Partei ergreifen. Welches Charakteristikum der kosmischen Orgonenergie spiegelt eine gegebene Religion verzerrt wider? Wie und in welchem Ausmaß behindert sie die Sexualökonomie, die Arbeitsdemokratie und die Wissenschaft? Unterstützt oder bekämpft sie Frauenverachtung, Tribalismus und Aberglauben? Wie gut spiegeln ihre Mythen das Wesen der Orgonomie, der Wissenschaft von der kosmischen Lebensenergie, wider?

Man braucht nicht weiter ausführen, warum bei diesen Punkten das Christentum in allen Punkten am besten und das Muselmanentum am schlechtesten abschneidet, zumal das letztere zu allem Überfluß durch die Förderung der Inzucht auch noch eine verheerende Wirkung auf den Genpool der Menschheit hat. Von vorne bis hinten eine Katastrophe.

Interessanterweise sind, aus theologischer Sicht, die beiden verheerendsten Ideologien des 21. Jahrhunderts, der Islam und der Linksliberalismus, nichts anderes als ins Gegenteil verkehrte Versionen des Christentums. In der einen ist Jesus nicht mehr der Sohn Gottes, der mit seinem „Schwert aus dem Mund“ („dem Wort“) das Böse vom Guten scheidet, sondern ein bloßes menschliches Werkzeug Gottes, der mit seinem Schwert Köpfe und Finger abtrennt. In der anderen wird versucht mit Tugendterror (der zwangsläufig im realen Terror der Gulag münden muß) das Himmelreich auf Erden zu errichten. Es sind die beiden Evangelien des Antichrist (die aktuellen Ausformungen des schwarzen und roten Faschismus). Es würde mir schon reichen, wenn sich diese beiden verirrten Menschengruppen von Satan abwenden und zurück zum Sohn Gottes finden! Mehr können wir in einer gepanzerten Welt (und damit wahrscheinlich überhaupt) kaum erreichen. Auch ist dieser theologische Blick auf das Dasein des Menschen in einer gepanzerten Welt (und damit wahrscheinlich überhaupt) der tiefst mögliche. Die endgültige Wahrheit, die Orgonomie, kann voraussehbar nur von einer lächerlich kleinen Minderheit erfaßt und ertragen werden.

Der verdrängte Christus: 26. Die Schlange

2. Oktober 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

26. Die Schlange

Über Panzerung, Krieg und Frieden (Teil 2)

16. August 2018

von Paul Mathews, M.A.

Genauso schuldig wie die Führer sind, wie Reich gezeigt hat (3), deren Anhänger. Deren Charakterstruktur begünstigt diese Führer, die Ausfluss der eigenen sadomasochistischen Bedürfnisse ihrer Anhänger sind.1

Die modernen, aus dem Erforschung der Tiere abgeleiteten Vorstellungen, dass es im Menschen entweder einen „territorialen Imperativ“ (8) oder einen natürlichen destruktiven Trieb (9) gibt, sind, wie ich meine, Trugschlüsse als Erklärung für wiederkehrende Kriege. Sie unterscheiden nicht zwischen gesunder, natürlicher Aggression (primäre Triebe) und destruktiven Impulsen (sekundäre Trieben). Die Blockierung des Orgonenergie-Flusses im Organismus und der daraus resultierende Panzerungsprozess schaffen die sadomasochistische Struktur des Menschen, der ständig mit sich und anderen Krieg führt. Die Massenkonfrontation auf dem Schlachtfeld ist in diesem Sinne die makrokosmische Erweiterung des inneren, mikrokosmischen Kampfes des Menschen.

„Frieden“ ist im Wesentlichen ein bioenergetischer Zustand, der die natürliche Orgonenergie-Pulsation im Körper widerspiegelt. Der soziale Frieden ist identisch mit der biologischen Befriedigung. In der Geschichte des Menschen gab es selten einen echten sozialen Frieden, nicht nur eine Pause vor dem Sturm. Selbst in Zeiten großer Kreativität, Erfindungen und Entdeckungen befanden sich die Menschen ständig im Krieg. Wann immer es Frieden gab, bestand er eher unter Einzelpersonen oder kleinen Gruppen als unter großen Teilen der Gesellschaft. „Außerdem“, so Dr. Elsworth Baker, „wird jede systematische Bemühung, seine [des Menschen] Destruktivität wieder zu korrigieren, selbst zur Zerstörung. Die brüderliche Liebe des Christentums wurde zur Inquisition; der Versuch, religiöser Verfolgung zu entgehen, verwandelte sich in die Hexenjagd von Salem; der Sturz der Tyrannei des Zaren führte zu der noch schlimmeren Tyrannei des Kommunismus“ (10).b Die Bedeutung dieses abgründigen menschlichen Zustandes kann über funktionelle biologische Einsichten als Kampf des Menschen um die Befreiung von der Panzerung verstanden werden. Reich erklärte:

Alle diese Kriege, all das Chaos jetzt – wissen Sie, was das für mich ist? Die Menschheit versucht, ihr Zentrum wiederzugewinnen, ihr lebendiges, gesundes Zentrum. Aber bevor es erreicht werden kann, muss die Menschheit diese Phase des Mordes, des Totschlags und der Zerstörung überwinden. Das, was Freud den Destruktionstrieb nannte, findet man in der mittleren Schicht. Ein Stier ist verrückt und zerstörungswütig, wenn er frustriert wird. Mit den Menschen ist es genauso. Das heißt, bevor man zu den wahren Dingen gelangt – Liebe, Leben, Rationalität – muss die Hölle durchschritten werden. Das ist von großer Tragweite für die gesellschaftliche Entwicklung. (11)c

Leider ist es gerade dieser Aspekt von Reichs Denken, der von neurotischen Anarchisten und „Revolutionären“ aufgegriffen wurde, um ihre Handlungsweise für gültig zu erklären. Was sie nicht verstehen, ist, dass primäre Ergebnisse nicht mit sekundären Mitteln erreicht werden können; dass unverantwortliche, zügellose Destruktivität sich nur verewigt und das Eintreten des Weltuntergangs beschleunigt. Reich hat das klargestellt, als er schrieb, „Nichts verschaffte mir tödlichere Feinde, nie waren mein Leben, meine Freiheit, mein Glück stärker bedroht als durch diese Bewegung, die von Befreiern geführt wurde, die die Gesetze der verantwortlichen Freiheit nicht kannten“ (11, S. 114)d. Aus diesem Grund verzweifelte Reich an der erwachsenen Menschheit und betonte die Arbeit an Kindern und Kleinkindern.

 

Fußnoten

1 Vgl. „Schema der Massenpsychologie des Faschismus“, dieser Artikel, Seite 169.

 

Anmerkungen des Übersetzers

b Man in the Trap, PREFACE, p. xxviii, American College of Orgonomy, 2000
Der Mensch in der Falle, Kösel 1980, S. 28
c Wilhelm Reich über Sigmund Freud, Schloß Dätzingen 1976, S. 73
d Wilhelm Reich über Sigmund Freud, Schloß Dätzingen 1976, S. 77

 

Literatur

3. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. New York: Orgone Institute Press, 1946. Farrar, Straus & Giroux (Noonday), 1970
8. Ardrey, R.: The Territorial Imperative. New York: Dell Publishing Co., 1966.
9. Lorenz, K.: On Agression. New York: Harcourt, Brave and World, 1966.
10. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan Co., 1967
11. Higgins, M. und Raphael, C., Hrsg.: Reich Speaks of Freud. New York: Farrar, Straus & Giroux, 1967

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 2, S. 165-174.
Übersetzt von Robert (Berlin) mit Unterstützung von Peter Nasselstein

Das Tor zur Hölle öffnet sich (Teil 2)

14. Juli 2018

John Dee und Edward Kelley, Aleister Crowley und Rudolf Steiner, der Schamanismus und der Lamaismus; das, was Goethes Faust beschreibt; der Umgang mit Engeln und Verstorbenen und das Heraufbeschwören von Dämonen; Channeling und Tarot; das, womit sich erstaunlich viele Pubertierende, angeregt durch die Musikindustrie und Hollywood, beschäftigen: das grenzt in etwa ein, worum es geht. Es bestimmt weite Teile unseres Lebens, ist aber kein Thema für die Orgonomie – weil es durch deren Begriffsraster fällt. „Geist“, frei vom Körper, ist Mystizismus; ist Ausdruck einer durch die Panzerung verzerrten Wahrnehmung. (Morgen zu diesem Punkt ein wichtiger Anhang!)

Es geht um das Herbeizitieren von nichtmenschlichen „geistigen“ Wesenheiten, die man sich zunutze machen will, wie man sich die materielle Welt zunutze macht. Im Lamaismus, beispielsweise, gibt es ein ganzes Pantheon von diesen Wesenheiten, insbesondere auch mächtige Dämonen, die von den großen buddhistisch-tantrischen Yogis bezwungen worden sind, um fortan dem Dharma zu dienen. Tatsächlich dreht sich der gesamte Lamaismus fast exklusiv um das magische Heraufbeschwören von Geistwesen. Wenn sich angehende Lamas drei Jahre zurückziehen, tun sie dabei kaum etwas anderes als eine vorgegeben „Gottheit“ in allen allerkleinsten Einzelheiten zu visualisieren, bis diese Verkörperung einer buddhistischen Tugend ganz und gar von ihnen Besitz ergriffen hat. Wird von diesen „besessenen“ Lamas unter allen möglichen seltsamen Zeremonien ein Sandmandala gelegt, bauen sie tatsächlich einen Tempel und die dazugehörigen Gottheiten nehmen Besitz von diesem Platz. Es ist eine Landnahme!

Diese „Landnahme“ ist wortwörtlich zu nehmen. Man muß entsprechende, „besetzte“ Lokalitäten betreten, um das am eigenen Leibe zu spüren. Neulich hat es mich in die Räumlichkeiten von Anhängern der lamaistischen Karmapa-Sekte verschlagen, wo ich eine halbe Stunde warten mußte. Es war ähnlich wie im Warteraum einer Strahlenpraxis. Ein bedrückendes Gefühl wie von ORANUR und DOR, ein Energieschwall, der meine Hände hat kribbeln lassen und das subtile Gefühl, seine eigene Identität bewahren zu müssen, weil etwas an einem zehrt, während gleichzeitig etwas in dich hineinwill und an deine Stelle treten will. Vor allem fühlte ich mich den Rest des Tages energetisch schmutzig, als wäre ich starkem DOR ausgesetzt gewesen.

Da ich mich in absurd jungen Jahren, Jahre bevor ich je von Reich gehört habe, mit dem Tantrismus beschäftigte und von daher ein Gefühl dafür habe, kann ich nur jedem raten, sich davon fernzuhalten, ähnlich wie man sich von ORANUR- und DOR-Quellen fernhält. Sie (was „sie“ auch immer sein mögen!) wollen deine Seele zerreißen und an deren Stelle treten. Die Filme von Kenneth Anger, Horrorfilme wie Shining, Tanz der Teufel, Poltergeist, Event Horizon oder Hellraiser

„Spiritualität“ und „Esoterik“ aller Art, jede „Religion“, Hollywood, die Eliten, sie alle versuchen diesen Planeten in so etwas zu verwandeln, was ich bei den Karmapa-Anhängern gespürt habe: Dämonen werden heraufbeschworen, um sie zu versklaven, ähnlich wie wir „das Atom“ versklaven wollten…

Christus kam, um die Dämonen auszutreiben.

Das Tor zur Hölle öffnet sich (Teil 1)

12. Juli 2018

Religion ist „Gemeinschaft plus Orgon“. Abgesehen von „Sinnsuchern“ mit einer mehr oder weniger „schizophrenen“ Charakterstruktur, gehört die Religionszugehörigkeit zum Gemeinschaftsleben, in das man hineingeboren wurde, oder man schließt sich einer Religion an, um Teil einer Gemeinschaft zu sein. Wir sind Herdentiere und brauchen einen „Stamm“, damit wir uns einigermaßen wohlfühlen können. Das besondere an der Religion ist, daß sie nur funktioniert, weil die Menschen vage und mystisch verzerrt etwas in sich und „in der Atmosphäre“ spüren, das sie als „Gott“ bezeichnen: das Orgon.

Fehlt dieser mystisch entstellte Kontakt mit dem Orgon aufgrund einer „linksliberalen“ Charakterstruktur, wird die Politik zu einer Ersatzreligion. Heutzutage werden die bizarren Projekte der Linken, etwa die „multiethnische Gesellschaft“ (also die sichere Hölle auf Erden!) mit einem unerbittlichen Fanatismus durchgesetzt, der den von religiösen Menschen bei weitem überflügeln kann. Da jedweder Kontakt zum Orgon und damit ein Korrektiv fehlt, das individuelle Gewissen, tritt das Kollektiv und dessen Ideologie in den Mittelpunkt und wird zum neuen „Gott“, dem alles gewissenlos (kontaktlos) geopfert wird.

Die Hölle auf Erden folgt den linken Projekten nicht von ungefähr, denn das, was solchen Menschen überhaupt an Tiefe zugänglich ist, sind die Abgründe der sekundären Schicht: der Teufel. Von Karl Marx bis Saul Alinsky haben die Linken stets ganz offen Satan gehuldigt. Ihre entsprechenden Bilder und Sprüche werden meist als Provokation, Ironie, Sarkasmus oder Zynismus abgetan, aber tatsächlich spiegeln sie ziemlich genau die bioenergetischen Realitäten wider.

Man kann jetzt natürlich auf „links-christliche Politiker“ verweisen, etwa Rudi Dutschke. Leute wie er finden keinen Zugang zum Kern und verlagern deshalb ihren religiösen Impetus auf die Politik. Das erstrebte Himmelreich auf Erden ist nur über Berge von Leichen und Ozeane von Blut erreichbar. „Vietnam“ mußte in die Metropolen des Westens getragen werden. Es reichen aber schon die absurden Pläne einer Umstrukturierung von Wirtschaft und Verwaltung, die zum Zusammenbruch der Versorgung, Anarchie und Massensterben geführt hätten. Naive Menschen sagen sich, Leute wie Dutschke wären halt Spinner. Doch man muß die Ideen und das Tun der Dutschkes dieser Welt FUNKTIONELL betrachten: Worauf führt das ganze hinaus? Es verweist unmittelbar auf die erwähnten Abgründe der sekundären Schicht.

Der verdrängte Christus: 13. Christliche Spiritualität

1. Juli 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

13. Christliche Spiritualität

Der verdrängte Christus: 11. Der orgonomische Kern der Bibel

23. Juni 2018

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11. Der orgonomische Kern der Bibel

Der verdrängte Christus: 8. Der Opfertod Christi

25. Mai 2018

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8. Der Opfertod Christi

ZUKUNFTSKINDER: 3. Die Entstehung des „Nein“, c. Biopathien

10. Februar 2018

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3. Die Entstehung des „Nein“, c. Biopathien

Der verdrängte Christus: 2. „Erlösung“ ist Befreiung vom DOR

12. Januar 2018

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2. „Erlösung“ ist Befreiung vom DOR