Posts Tagged ‘Stirner’

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 143)

22. Juli 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Generation auf Generation wurden die Menschen seit mindestens 6000 Jahren geschädigt. Insbesondere wurde ihre Fähigkeit zur Selbstregulation in Mitleidenschaft gezogen. Diese ist schlichtweg die Grundlage jedweden Lebens. Drehe ich einen Stein um, bleibt er so liegen. Mache ich das gleiche mit einer Schildkröte, wird sie alles tun, um wieder auf dem Bauch zu landen. Jedes Lebewesen weiß instinktiv, welcher Zustand der beste für es ist und tut entsprechend alles, um diesen Zustand zu erreichen. Nur beim Menschen wurde dieser Instinkt systematisch zerstört und gleichzeitig auch die organismische Beweglichkeit, um den besagten Zustand auch zu erreichen. An die Stelle des Instinkts sind künstliche Vorgaben getreten (das Über-Ich), die nie wirklich optimal und situationsangemessen sein können. Gerechtfertigt werden sie durch die allgemeine Lähmung und Unbeholfenheit der Menschen.

LaMettrie, Stirner und Reich (LSR) haben jeweils dieses wahnwitzige System aus zerstörter Selbststeuerung, „Verkrüppelung“ und einem denkbar schlechten Ersatz (moralische Regulierung, sozusagen „innere Planwirtschaft“) in Frage gestellt.

Die Menschheit befindet sich in der verzweifelten, ausweglosen Lage, eines geistig behinderten Krüppels, der nur schwachsinnige Zwangsgedanken im Kopf hat. Intellektuell sensiblere Menschen können die Situation des gepanzerten Menschen mangels der richtigen Kategorien zwar nicht verbalisieren, aber sie ahnen es und angesichts des sich auftuenden Abgrunds wird ihnen schwindelig, so daß sie nicht mal etwas sagen würden, wenn ihnen diese Kategorien auf dem Silbertablett präsentiert werden.

6000 Jahre haben den Seelenkrüppeln jedes Selbstvertrauen genommen, so daß sie sich ein Leben ohne Über-Ich nicht mehr vorstellen können, so wie ein Krüppel sich nicht mehr ohne Krücken auf die Beine traut. In diesem Zusammenhang finde ich Laskas Satz auf S. 6 seiner Korrespondenz mit dem Philosophen Hermann Schmitz bemerkenswert: „Die Konsequenz dessen, was [Schmitz] mit ‚sittlicher Leerlauf“ andeutend umschreib[t], der ‚Absturz [!, BAL] in schrankenlose Beliebigkeit‘ (…), scheint gerade diejenigen bis ins Mark zu schrecken, die sich die tiefsten Gedanken machen.“ Noch schlimmer: es trifft sie so ins Mark, weil die Krüppel auch bösartig geworden sind, ähnlich Werwölfen oder Vampiren. Sie von ihren moralischen und körperlichen Schranken zu befreien, würde die Hölle auf Erden freisetzen.

Da man nicht sieht, daß das Antisoziale erst durch die Unterdrückung der primären Triebe entstanden ist, wurstelt man sich irgendwie durch, d.h. versucht auch das Über-Ich und dessen Auswüchse einzudämmen. Rousseau (als Gegenspieler LaMettries) ist ein passendes Beispiel mit seiner Verdammung der schädlichen Wirkung der Zivilisation und der gleichzeitigen Dressur der wilden Natur seines Zöglings Emile. Nietzsches (Gegenspieler Stirners) „blonde Bestie“, ist die durch Zucht und Ordnung gesteigerte „Natur“ a la dem Geigenvirtuosen Heydrich, Hitlers „musischer Mensch mit soldatischer Gesinnung“. Freud (Gegenspieler Reichs) steht uns näher: einerseits waren die Triebe für ihn antisozial, andererseits erzeugte deren Unterdrückung die Neurosen. Als Arzt, dem es um das Individuum zu tun ist, war er deshalb für die Befreiung der Triebe, als Staatsbürger jedoch für deren Unterdrückung. Meines Erachtens warf er Gross, Ferenczi und Reich vor sich aus diesem Dilemma herauszustehlen, indem sie eine Harmonie zwischen diesen beiden Faktoren postulierten, die nach Freuds Auffassung illusorisch war. Das gleiche findet sich haargenau auch im Dialog zwischen Schmitz und Laska: während Schmitz den virtuosen „Wellenreiter“ mimt, der unglaublich differenziert durch die unaufhebbaren Dilemmata des Lebens hindurch gleitet, wirkt Laska wie ein naives Kind, das sich eine blutige Nase an der nächsten überstehenden Klippe einfangen wird. Freud und Schmitz versuchen sich keine Blöße zu geben, indem sie etwa den Status quo verteidigen. Nein, sie sind durchaus für „Reformen“, aber solche – die den Status quo nicht gefährden.

Es ist immer die haargenau gleiche Diskussion: Rousseau, Freud, Schmitz. Alle vermeinen, die Kultur gegen die Sexualität verteidigen zu müssen, die aber durch ihre Unterdrückung noch gefährlicher werde. Gross, Ferenzci und Reich können so argumentieren, wie sie argumentieren, weil sich die vermeintliche „Bestie“ bei ihrer Befreiung als gutartig erweisen wird und weil es ohnehin diese „Bestie“ war, die ursprünglich die Kultur geschaffen hatte. Man kann sich also fallenlassen, während Rousseau, Freud, Schmitz ängstlich am Rande des vermeintlichen Abgrund erstarren.

Daß es, wie bereits angedeutet, diesen Abgrund wirklich gibt, er aber anders geartet ist, dazu im nächsten Teil mehr.

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 141)

16. Juli 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Ist der Utopismus nicht auf die Zeitebene gekipptes und kollektiviertes Christentum? Damals ist man als Einzelner von einem Raum in den andern getreten (vom irdischen Jammertal in himmlische Gefilde). Heute muß man eins werden mit „der Menschheit“, deren Zukunft das irdische Paradies ist. Es wird erst ein Schuh draus, wenn man das ganze von einer dritten Warte aus betrachtet, der bioenergetischen. Es geht um „bioenergetische“ Spannung, die sowohl die Christen als auch die weltlichen „Progressiven“ für ihre irrationalen (faschistischen) Zwecke ausgenutzt haben. Als lebendiges Wesen kann ich gar nicht anders als über mich selbst und meinen jetzigen Zustand „emotional hinauszugreifen“. Wer das nicht tut, ist nicht etwa ein „Egoist“ oder „Eigner“, sondern schlichtweg tot. Das ist etwa so, als wenn man Fußball spielt, ohne gewinnen zu wollen! (Eine spannungslose Malaise, die sich an mancher woker Schule tatsächlich findet.)

Es geht nicht darum, wie irgendwelche linken oder rechten Spinner einem hohlen Traum von einer vermeintlich „besseren Gesellschaft“ nachzuhängen und dafür das Hier und Jetzt zu opfern. Nein, es geht darum „ganz egoistisch“ sein Potential auszukosten. Es gibt zwei Möglichkeiten: innerlich zu brennen (d.h. zu leben, denn was ist Leben anderes als zu „oxydieren“ wie jedes Lagerfeuer) oder ein nasser Lappen zu sein und auf den Tod zu warten, d.h. schon innerlich tot sein. Das bedeutet nicht, sich für irgendwas zu opfern, sondern durchaus im Sinne Stirners:

Wer nur besorgt ist, daß er lebe, vergißt über diese Ängstlichkeit leicht den Genuß des Lebens. Ist’s ihm nur ums Leben zu tun und denkt er, wenn Ich nur das liebe Leben habe, so verwendet er nicht seine volle Kraft darauf, das Leben zu nutzen, d.h. zu genießen. Wie aber nutzt man das Leben? Indem man’s verbraucht, gleich dem Lichte, das man nutzt, indem man’s verbrennt. Man nutzt das Leben und mithin sich, den Lebendigen, indem man es und sich verzehrt. Lebensgenuß ist Verbrauch des Lebens. (Der Einzige und sein Eigentum, reclam, S. 358f))

Hinzu kommt meine Auseinandersetzung ausgerechnet mit Herrmann Schmitz! Wie ich schon mal zum Ausdruck brachte, hat mich seine Diagnose „ironistisches Zeitalter“ durchaus getroffen. Mittlerweile bin ich aber dabei, auch das in den Gedärmen meines Gedanken- und Gefühlslebens zu verdauen. Warum bin ich nicht griesgrämig, obwohl ich diese Gesellschaft von tiefstem Herzen verachte und hasse? Weil ich diesen ganzen Schwachsinn mit derselben Ironie betrachte, wie eingefleischte Atheisten ein religiöses Ritual verfolgen. Es ist absurdes Theater und ich sitz amüsiert im Zuschauerraum. Es wäre widersinnig, wenn mich das absurde Theater griesgrämig und unglücklich machte. – Das ist die eine Seite, die andere ist, daß ich auf einer anderen Ebene ganz und gar nicht distanziert bin, von Ironie keine Rede sein kann. Aber auch dann bin ich nicht griesgrämig und unglücklich, denn dann brenne ich – vor revolutionärem HASS.

Hier gehört auch irgendwie meine Haltung zur rechten Regimekritik in der BRD hin: manchmal gehe ich voll mit, andererseits drifte ich immer wieder in „ironische“ Distanz weg. Das bedeutet, ich bin schlichtweg nicht verrückt, nicht ideologisch. Krank wäre es, immer vorbehaltlos mitzugehen, aber ebenso krank wäre es, immer ironische Distanz zu wahren. Beides macht unglücklich. Es ist wie atmen und schlafen: man kann nicht immer nur einatmen, nicht immer nur wach sein. Gut, etwas sehr flach formuliert, aber irgendwie so… Interessanterweise wurde mir stets Fanatismus und gleichzeitig Opportunismus vorgeworfen…

Ich bilde mir ein, daß Laska ziemlich verwundert war, daß AUSGERECHNET ich ihm die Treue gehalten habe, denn „Reichianisch“ standen wir schnell an den gegenseitigen Polen, ich konnte mich durchaus für Nietzsche begeistern, Schmitz‘ Hitler-Buch (Adolf Hitler in der Geschichte) gut finden (dabei ging es Laska nur um Hitler, der Teil, der mich am wenigsten interessierte), ich kann mich für jeden „Unsinn“ begeistern – Laskas Hauptvorwurf an mich… Ich bilde mir ein, es ist dieses Changieren zwischen blutigem Ernst und „ironistischer Herangehensweise“, der mich bei der Stange gehalten hat. Vielleicht macht das gerade auch LSR zu einem Gutteil aus. Wenn man etwa „Vade retro!“ liest: einerseits die distanzierte Rezeptionsgeschichte, sozusagen Ironie pur – andererseits: es ist Laska so tief ernst, ernster geht es gar nicht. „Satan, weiche von mir!“ ist sowohl Ironie als auch – ernster geht es nicht!

LaMettrie, Stirner und Reich sind DIE Ankläger („Satane“) einer im Grundsatz verfehlten Gesellschaft mit einer vollkommen lächerlichen und gleichzeitig tottraurigen 6000 jährigen Geschichte des schieren Wahnsinns…

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 4)

14. Juli 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 4)

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 140)

30. Juni 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Es ist immer dasselbe: das Individuum gegen die Gesellschaft. Kaum hat Stirner Feuerbachs Chimäre „der Mensch“ zerschlagen, kommt Marx und macht das Individuum zu einer bloßen Schnittstelle gesellschaftlicher Beziehungen oder es wird wie bei Nietzsche, Freud, Heidegger auf je eigene Weise Transformator letztendlich mystischer Kräfte. Ausnahmslos allen ist gemeinsam, daß sie dem Individuum nichts zutrauen. Das sieht man ganz praktisch an der Kindererziehung. Das Baby weiß sofort wo die Brustwarze der Mutter ist. Es ist ein Geben und Nehmen, wechselseitige Anregung, der Egoismus des Babys verzahnt sich eins zu eins mit dem Egoismus der Mutter, Bestärkung, wechselweise Verstärkung, organische Entwicklung aus sich selbst heraus. Der Stirnersche „Verein“ ist sofort da. Aber nein, diese natürliche „egoistische“ Entwicklung, die uns alle anderen Lebewesen vorleben, muß zerschlagen werden (das „irrationale Über-Ich“ muß errichtet werden), um dann im Nachhinein durch das ersetzt zu werden, was Reich als („altruistischen“) „Ersatzkontakt“ bezeichnet hat: Hegel, Feuerbach, Marx, Nietzsche, Freud, Heidegger mit ihren grandiosen Systemen versuchen das wildgewordene, irrational gewordene Individuum irgendwie wieder einzubinden. Eine elende Flickschusterei. Dann betrachte man, was LaMettrie, Stirner und Reich gemeinsam ist – die Aussage: „Leute, hört auf Kopfgeburten hinterherzulaufen, sondern geht von der Wirklichkeit aus.“ Platt ausgedrückt: aus jedem Neugeborenen folgt alles mit logischer Konsequenz. Es weiß, was es will und was es will, ist gut. Wie sollte es anders sein? Das Lebendige würde gar nicht existieren, wenn es nicht rational wäre! Und wenn die Umwelt entsprechend rational reagiert…

Warum diese Panik, dieser Haß, dieses Ausweichen, dieses ins Lächerliche ziehen bei den Reaktionen auf LSR? Weil Laska dem Ersatzkontakt, diesen ganzen Mummenschanz ein Ende setzt. Eine ganze Ersatzwelt droht zu kollabieren.

Bei LaMettrie ist es der Maschinenmensch (das heißt der von der Metaphysik, dem sinnlosen Schuldgefühl und der sinnlosen Scham befreite Mensch), bei Stirner der Eigner seiner selbst, der nicht mehr „besessen“ ist und bei Reich der ungepanzerte („über-ich-lose“) Mensch, der an die Stelle einer vollkommen verfehlten Art von Menschsein tritt. Einen größeren Fauxpas kann man sich gar nicht vorstellen. Imgrunde haben LaMettrie, Stirner und Reich gesagt: „Leute, das ist alles kontraproduktiver Blödsinn, was ihr hier veranstaltet.“

Und das Schlimme ist, daß sie für diese Botschaft nicht nur jeweils umgebracht wurden, sondern die Leute aus Panik noch eine Schicht an Blödsinnigkeit draufgelegt haben. Man denke nur an all das Unheil, das, als Reaktion auf LaMettrie, Rousseau in die Welt gesetzt hat (die Französische Revolution), als Reaktion auf Stirner letztendlich das 20. Jahrhundert (Marx und Nietzsche) und als Reaktion auf Reich die „sexuelle Revolution“ a la Genderfluidity etc. Das irrationale Über-Ich feiert heutzutage solche Triumphe, daß Leute sich sogar kastrieren, die Brüste abschneiden und hochgiftige Chemie in sich pumpen.

Das ist letztendlich der Riecher Laskas, der L und S und R gefunden hat. Ich weiß, es klingt verquer, aber es ist der Riecher, der das besagte Neugeborene vollautomatisch zur Brustwarze der Mutter führt.

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 3)

29. Juni 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 3)

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 2)

28. Juni 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 2)

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 139)

22. Juni 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Was wollte Laska? Was hat ihn getrieben? Für sich selbst Klarheit schaffen im Gewirr des intellektuellen Lebens. „Selbstvergewisserung“, wie er selbst immer wieder sagte. Warum aber dann ein lohnloser Achtstundentag am LSR-Schreibtisch, all seine Veröffentlichungen und Korrespondenzen? Warum hat er nicht einfach sein Leben genossen, indem er mit seinen geliebten Hunden durch den nahen Nürnberger Wald spazierenging? Weil er einer Utopie anhing. Zitat aus seiner Website: https://www.lsr-projekt.de/wrnega.html

Reich schloß seinen Aufsatz über den Erziehungszwang mit den Worten: „Wir müssen daran denken, daß die ursprüngliche lebendige Kraft, die der Erziehungszwang zähmen will, aus sich selbst heraus einmal Kultur geschaffen hat. Man darf großes Zutrauen zu ihr haben. Ist es gewagt, zu behaupten, daß sich das Leben seine notwendigen Daseinsformen selbst am besten zu schaffen vermag?“ Das war die Grundformel einer nichtpräskriptiven Utopie, die das Dilemma moderner Philosophie, in das sie der Zwang zur Vermeidung des sog. naturalistischen Fehlschlusses führt, überwindet.

In diesem Sinne war Laska ein Getriebener. „Das Leben“ in ihm hat nach außen gestrebt hin zu einer Utopie. Der Eigner (im Sinne Stirners) sehnt sich nach dem Verein – auch wenn der Jahrhunderte entfernt ist. Der Verein schafft sich in der Kooperation der Individuen spontan seine Regeln gemäß dem „rationalen Über-Ich“.

LaMettrie, Stirner und Reich haben durch ihren frühen, elenden Tod ihr Leben „geopfert“, weil sie sich ansonsten selbst verraten hätten. Aber wie das formulieren, ohne daß man im Sinne Hegels, Nietzsches und Heideggers vom Geist/Willen/Sein schwafelt, das einen benutzt, um sich zu verwirklichen – Stichwort „irrationales Über-Ich“?

Bei ihrem letzten Treffen, als sie über die sozialen Konsequenzen der Psychoanalyse sprachen und Reich für seinen sozialen Aktivismus warb, meinte Freud zu ihm „Der Eros [Geist/Lebenswille/Sein] wird eine Anstrengung machen“, was Reich zutiefst befremdet hat. Erinnert irgendwie an das „Verhältnis“ von Stirner und Schopenhauer, LaMettrie und Rousseaus „Naturkult“.

Marx‘ charakterologischer Zerfall vom Liberalen zum Roten Faschisten im Lichte der heutigen BRD (ERSTER NACHTRAG zu: Die eigentlichen Feinde von LSR. Oder: Peter offenbart die letzten esoterischen Geheimnisse der Weltverschwörer.)

20. Juni 2024

Der frühe Marx wird durch die beiden folgenden Zitate gekennzeichnet, die einen durch und durch liberalen Geist zeigen, der geradezu seherisch das gegenwärtige rotfaschistische System der BRD-Unrechtsjustiz vorausgesehen hat und die ganze Perfidie der rotfaschistischen Gesinnung etwa der heutigen SPD:

Karl Marx 1842 in seinen Bemerkungen über die neueste preußische Zensurinstruktion:

Der Schriftsteller ist also dem furchtbarsten Terrorismus, der Jurisdiktion des Verdachts anheimgefallen. Tendenzgesetze, Gesetze, die keine objektiven Normen geben, sind Gesetze des Terrorismus, wie sie die Not des Staats unter Robespierre und die Verdorbenheit des Staats unter den römischen Kaisern erfunden hat. Gesetze, die nicht die Handlung als solche, sondern die Gesinnung des Handelnden zu ihren Hauptkriterien machen, sind nichts als positive Sanktionen der Gesetzlosigkeit.

Wie gesagt: der heutige Unrechtsstaat im globalistischen Siedlungsraum „BRD“.

Im gleichen Jahr äußerte sich Marx das erste Mal zum Sozialismus bzw. Kommunismus in Der Kommunismus und die Augsburger »Allgemeine Zeitung« und zwar auf eine denkbar erstaunliche Weise, als könnte er in das verrottende Gehirn eines heutigen ideologisch verblendeten Jusos blicken – Opfer einer ständigen Rotbestrahlung seit der Kinderkrippe:

Wir haben die feste Überzeugung, daß nicht der praktische Versuch, sondern die theoretische Ausführung der kommunistischen Ideen die eigentliche Gefahr bildet, denn auf praktische Versuche, und seien es Versuche in Masse, kann man durch Kanonen antworten, sobald sie gefährlich werden, aber Ideen, die unsere Intelligenz besiegt, die unsere Gesinnung erobert, an die der Verstand unser Gewissen geschmiedet hat, das sind Ketten, denen man sich nicht entreißt, ohne sein Herz zu zerreißen, das sind Dämonen, welche der Mensch nur besiegen kann, indem er sich ihnen unterwirft.

Kurz danach kam es bei Marx zur Wende: er entdeckte das „Gattungswesen“, zu dem sich das Individuum „emanzipieren“ (sic!) müsse – die klassische Wende vom Liberalismus zum Pseudo-Liberalismus (Roten Faschismus). Dazu schrieb er 1844 in Zur Judenfrage:

Die [liberale, PN] politische Emanzipation ist die Reduktion des Menschen, einerseits auf das Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft, auf das egoistische unabhängige Individuum, andrerseits auf den Staatsbürger, auf die moralische Person … erst wenn der wirkliche individuelle Mensch den abstrakten Staatsbürger in sich zurücknimmt und als individueller Mensch in seinem empirischen Leben, in seinen individuellen Verhältnissen Gattungswesen geworden ist, erst wenn der Mensch seine „[eigene Kräfte]“ als gesellschaftliche Kräfte erkannt und organisiert hat und daher die gesellschaftliche Kraft nicht mehr in der Gestalt der politischen Kraft von sich trennt, erst dann ist die menschliche Emanzipation vollbracht.

Im Sommer 1844 wird er dann in seinen „Pariser Manuskripten“ diese vermeintliche „Emanzipation“, d.h. die Vergesellschaftung des Individuums mit der Beseitigung des Privateigentums gleichsetzen und dann im Folgejahr in seiner Auseinandersetzung mit Stirner das Individuum endgültig zu einem bloßen Reflex der sozioökonomischen Entwicklung auflösen.

Du wirst nichts besitzen und dabei glücklich sein und du wirst ganz und gar mit der Maschine eins werden.

Die eigentlichen Feinde von LSR. Oder: Peter offenbart die letzten esoterischen Geheimnisse der Weltverschwörer (Teil 2, das energetische Orgonom)

19. Juni 2024

Ende der 1830er bis Mitte der 1840er Jahre haben die „Junghegelianer“ wirklich alles vorweggenommen, was die Geistesgeschichte in den fast zwei Jahrhunderten danach fabriziert hat. ALLES! Und der krönende Abschluß von allem war, unbestritten, Max Stirners Jahrtausend-, nein Menschheitsbuch Der Einzige und sein Eigentum, – das im Grunde kaum mehr ist als eine bloße Gelegenheitspolemik gegen die Junghegelianer im allgemeinen und Bruno Bauer im besonderen.

Der Marx-Forscher David McLellan behauptet in seinem Buch Die Jungehegelianer und Karl Marx (dtv 1974), daß Stirner „im Grunde nur die Gedanken der Brüder Bauer bis zum Äußersten weiterentwickelt“ habe (S. 51). Bruno und Edgar Bauer hätten ihrerseits nur versucht Hegel zu Ende zu denken. „Hegel habe versucht, bestimmte Prinzipien und Kräfte vom menschlichen Selbstbewußtsein zu trennen, die [Bauersche] Kritik habe jetzt aber bewiesen, daß das Selbstbewußtsein alles umfasse und als einzige im Universum wirksame Kraft auf alles andere einwirke“ (S. 67f).

Bruno Bauer beschrieb, stets im Anschluß an Hegel, 1841/42 den Untergang Roms und den Triumph des Christentums über die antike Welt wie folgt:

Es war alles jetzt, das Ich, und doch war es leer; es war jetzt die allgemeine Macht geworden, und doch mußte es auf den Trümmern der Welt vor sich selbst erschrecken und wegen des Verlustes verzweifeln; dem leeren, alles verschlingenden Ich graute vor sich selber, es wagte sich nicht als alles und als die allgemeine Macht zu fassen, d.h. es blieb noch der religiöse Geist und vollendete seine Entfremdung, indem es seine allgemeine Macht als eine fremde sich selbst gegenüberstellte und dieser Macht gegenüber in Furcht und Zittern für seine Erhaltung und Seligkeit arbeitete. (S. 70).

Genau so, angesichts der untergehenden christlichen Welt, sehen sich die Weltverschwörer heute! Nur, daß sie eben nicht „zu Kreuze kriechen“, sich nicht Christus unterwerfen. Wie Marx bereits in seiner von Bruno Bauer inspirierten Doktorarbeit schrieb: die Philosophie sei gegen „alle himmlischen und irdischen Götter, die das menschliche Selbstbewußtsein nicht als die oberste Gottheit anerkennen. Es soll keiner neben ihm sein“ (S. 86). Hier klingt Marx schon fast wie später Stirner: „…die Beweise für das Dasein Gottes sind nichts als Beweise für das Dasein des wesentlichen menschlichen Selbstbewußtseins, logische Explikationen desselben. Zum Beispiel der ontologische Beweis. Welches Sein ist unmittelbar, indem es gedacht wird? Das Selbstbewußtsein“ (S. 87).

Der alles entscheidende Unterschied ist, daß der Stirnersche Einzige nicht dem Wahn verfällt, gottgleich und quasi „großbürgerlich“ alles und allmächtig zu sein, also „frei“ zu sein, sondern GANZ IM GEGENTEIL schlichtweg, quasi „kleinbürgerlich“, gegen das Fremde auf seiner Eigenheit zu bestehen.

Bioenergetisch entspricht das dem Unterschied zwischen kontaktlosem Hochmut, bei dem die Energie weg vom Genital zum Kopf fließt (Stichwort „Kundalini“) und der Liebe, bei der die Energie vom Kopf zum Genital fließt. Mit anderen Worten, die Weltverschwörer sind nicht nur wegen der lustigen Verkleidungen auf ihren Festen (siehe das Video in Teil 1), sondern auch wegen ihrer Hochnäsigkeit – Pappnasen!

Die eigentlichen Feinde von LSR. Oder: Peter offenbart die letzten esoterischen Geheimnisse der Weltverschwörer (Teil 1, das orgonotische System)

18. Juni 2024

Die wahren Feinde von LSR sind nicht die üblichen Verdächtigen, etwa die Katholische Kirche oder irgendwelche Gutmenschen. Nein, es sind die, die den Glauben und den Altruismus verfluchen und die nur sich selbst anbeten – die kein höheres Wesen über sich anerkennen und deshalb in ihrem Tun frei von jedweder Moral, Ethik und Mitmenschlichkeit sind bzw. vermeinen zu sein. Teilweise sind sie sogar Anhänger von LaMettrie, Stirner, Reich und – Bernd A. Laska.

Wenn man nicht die Abbildung unten vor Augen hat, könnte man irrigerweise glauben, daß die Welt von Anhängern Max Stirners beherrscht wird, also daß die Weltverschwörer Stirnerianer sind. Hans G. Helms und Alexander Stulpe haben sehr dicke Bücher darüber geschrieben.

Um zu den Weltverschwörern zu gehören, mußt du dich zu den sieben Todsünden Trägheit, Neid, Völlerei, Wollust, Habgier, und schließlich Hochmut, d.h. zu Luzifer, bekennen, um schließlich, siebentens, im Zorn und im Namen Satans unaussprechliche Dinge zu tun, die dich, vom Über-Ich befreit, auf ewig aus der menschlichen Gemeinschaft ausschließen…

…schau dir die Kreaturen an, die ihre Seele an den Teufel verkauft haben, die Entertainer (Marke Madonna) mit ihren Musikvideos und die Politiker (Marke Macron) mit ihrer bösartigen Politik! EINFACH MAL DIE AUGEN AUFMACHEN! Die sieben Sprossen der „Stairway to Heaven“ führen schließlich zum letzten Raum im Schloß der blutigen Bestie:

Der Film zeigt das, was sie aus Kubricks Eyes Wide Shut herausgeschnitten haben…

Du willst mir sagen, daß ich dem Marquis de Sade, den bekennenden Satanisten Marx und Lenin und polymorph-perversen Psychoanalytikern wie Isidor Sadger und Paul Federn folgen soll?! DMF (Diderot, Marx, Freud) statt LSR?!

Drogenmißbrauch insbesondere Cannabis (Trägheit), Neid („Kleiner Mann“), Völlerei, Wollust und Habgier (orgastische Impotenz) und Hochmut (die Verlagerung von Energie weg vom Genital in den Kopf: „Hochnäsigkeit“) und schließlich sexueller Kindesmißbrauch und Mord (die blutige Zerstörung von Genitalien) sind das, wofür AUSGERECHNET LaMettrie, Stirner und Reich stehen sollen?!

Ich kann nur immer und immer und immer wieder und wieder und wieder auf Reichs Dreischichtenschema verweisen:

Das DOR in der Mitte wird sequestriert werden und die Fassade wird den Kern ausdrücken! Keine Ahnung warum, aber das findet sich alles ausgerechnet in den B-Movies von Roger Corman.