Posts Tagged ‘Karl Marx’

BERND A. LASKA, aus dem LSR-Archiv: Stapel von karteikartengroßen Papierzetteln über Wilhelm Reichs Biographie (undatiert, 1982?)

8. Dezember 2022

Stapel von karteikartengroßen Papierzetteln über Wilhelm Reichs Biographie (undatiert, 1982?)

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 9. Zwischen Himmel und Hölle / Opfer

11. August 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 9. Zwischen Himmel und Hölle / Opfer

Orgonomie und Metaphysik (Teil 41)

5. März 2022

Verschwörungstheorien, etwa die um die NSU und Beate Zschäpe, entstehen, weil man einfach nicht die Absurdität unserer Existenz und von uns Menschen akzeptieren kann. Die Geschichte der „NSU“ macht so gut wie keinen Sinn, der Verlauf der Taten (etwa die Anwesenheit eines Verfassungsschutzmitarbeiters bei einem der Morde) ist absurdes Theater der schwachsinnigsten Art. Verschwörungstheoretiker leiden unter dem Zwang, vermeintlichen Sinn in diesen Unsinn zu bringen, aber alles, was sie dabei tun, ist nicht etwa die angebliche „Wirklichkeit“ bloßzulegen – sie legen vielmehr sich selbst bloß, ihre Charakterstrutur, ihren eigenen Wahnsinn. Und nichts auf dieser Welt, nicht mal die Aussage von Beate Zschäpe selbst, kann die Verschwörungstheorie dieser Vollidioten ins Wanken bringen, vielmehr dient sie als Beweis dafür, wie tief doch die Verschwörung reicht! Man kann diese fast schon psychotische Tollerei etwa auf pi-news verfolgen.

Begeben wir uns ins Reich des Wahnsinns:

Menschen wie John Lennon haben ihre Seele an den Teufel verkauft und sind deshalb märchenhaft erfolgreich und wohlhabend geworden. Das erreichten sie, indem sie jedem Modetrend hinterhergelaufen sind, sich an die Gepflogenheiten der Branche angepaßt haben, den abgehobenen Superstar, mit der entsprechenden „Aura“, spielten und alte Freunde, die gestört haben, von sich stießen. Schließlich wurde Lennon von einem wirren Fan erschossen, der glaubte, daß er seine „Ideale“ verraten hätte.

Man vergleiche das mit der Geschichte von Randy California, der mit 15 (sic!) als zweiter Gitarrist in Jimi Hendrix‘ erster eigener Gruppe gespielt hatte, unmittelbar bevor Hendrix nach England ging und berühmt wurde. Danach war California Gitarrist der von ihm mitgegründeten psychedelischen Gruppe Spirit, die zeitweise einflußreicher war als Jefferson Airplane. Doch weil er sich nie anpaßte, sich nie von den Plattenbossen reinreden ließ und nie den „Star“ mimte, verlief seine Karriere im Sande. Nach allen Abzügen hatte er kaum je einen höheren Lebensstandard als ein Facharbeiter.

Lennon ist zu übermenschlichem Ruhm aufgestiegen und wurde zu einem der Superreichen, weil er seine persönliche Integrität verkauft und sich zum Affen gemacht hat, während California, der übrigens selbst ein großer Lennon-Verehrer war, schlicht seinen Weg gegangen ist.

Mein Problem ist nun, daß kaum das Wort „Seele an den Teufel verkauft“ gefallen ist, so mancher Leser sogleich mit irgendwelchem mystischen Unsinn antanzt, gar den Leibhaftigen selbst ins Spiel bringt.

Hierher gehört auch, warum Superstars wie Beyoncé oder Lady Gaga ständig mit der Freimauerer-Symbolik spielen? Ich brauche das hier nicht weiter ausführen, weil das Weltnetz voll von Analysen dieses offenbar nicht an den Haaren herbeigezogenen Phänomens ist. Normalerweise hätte ich hier ein entsprechendes Video hingesetzt, aber – ne, das ist mir echt zu dumm. Meine armen Gehirnzellen 😉 Oder – was soll’s:

Anderes Beispiel: Ich könnte von Trotzkis auffällig intensiver Beschäftigung mit dem Freimaurertum berichten und überhaupt, wie das anarchistische, sozialistische und kommunistische Vereinsleben im 19. und 20. Jahrhundert vom Freimaurertum geprägt zu sein schien. Ein, wie ich finde, interessanter Gedankengang, der sich um ein zentrales Element der Reichschen Analyse des „Roten Faschismus“ dreht: die Verschwörung um der Verschwörung willen, – daß es gar nicht um sozialen Fortschritt geht, sondern um sozusagen „spirituelle“ (d.h. charakterologische, letztendlich also „bioenergetische“) Ziele.

Kaum hat man das gesagt, wird der übliche gequirlte Schwachsinn über die „Illuminaten“ daraus gemacht und ich werde unvermittelt in die okkulte Jauche gezogen, die das Internet durchwabert.

Warum dann überhaupt in mythologischen und „verschwörungstheoretischen“ Gefilden wildern? Weil das die angemessene Sprache für den orgonomischen Funktionalismus ist, dessen Haupttext immerhin die Überschrift „Äther, Gott und Teufel“ trägt. (Siehe auch Reichs entsprechende Ausführungen in Das ORANUR-Experiment.)

Da die kosmische Orgonenergie identisch mit der Lebensenergie und eindeutig die Wahrnehmungsfunktion („Psyche“) in ihr angelegt ist, ist es nur naheliegend einen Begriff wie „Gott“ zu verwenden. Zumal die Vorstellung „Gott“ auf der mehr oder weniger verzerrten Wahrnehmung der Orgonenergie durch den gepanzerten Menschen beruht. Entsprechendes läßt sich über das entstellte, „gepanzerte“, giftige Orgon (DOR) und den Begriff „Teufel“ sagen.

Wenn ich schreibe, John Lennon hätte seine Seele dem Teufel übereignet, um erfolgreich zu sein, ist das ebensowenig eine launige Sprachfigur, die nur besagen soll, daß er sich „dem kapitalistischen Verwertungsmechanismen unterworden hat und dafür mit einem Selbstwertverlust bezahlt hat“ (rationalistischer Mechanismus), noch bin ich unter die christlichen Fundamentalisten gegangen (Mystizismus). Es geht um etwas ganz anderes: um die Umschreibung bioenergetischer Vorgänge (Funktionalismus).

Es geht darum, daß man einen Preis für den Verrat an der eigenen Integrität zahlen muß, d.h. die Abtrennung vom eigenen Kern (Orgon) und das Sichausliefern an Kräfte, die man am ehesten als „teuflisch“ bezeichnen könnte (DOR, Sekundäre Schicht). Inwieweit da im weitesten Sinne auch „Paranormales“ hineinspielt, läßt sich schwer sagen. Ich bin jedenfalls nicht dumm genug, um so etwas a priori auszuschließen.

Entsprechend muß man über den Kommunismus reden können, ohne gleich in den Schlamm des Obskurantismus hinabgezogen zu werden.

Ich möchte mich von Stellen, wie der folgenden aus den Darlegungen des christlichen Predigers Richard Wurmbrand über Marx als Krypto-Satanisten inspirieren lassen können:

Kommunisten haben die Gewohnheit, Frontorganisationen zu gründen. Alles, was wir bisher ermittelten, legt die Möglichkeit nahe, daß die kommunistische Bewegung selbst Frontorganisation für den okkultischen Satanismus ist. Das würde auch erklären, weshalb sich politische, wirtschaftliche, kulturelle und militärische Waffen, die gegen den Kommunismus eingesetzt worden sind, als wirkungslos erweisen. Die Mittel, den Satanismus zu bekämpfen, sind geistlicher, nicht menschlicher Art. Sonst kommt es dazu, daß zwar eine satanische Frontorganisation wie der Nazismus bezwungen wird, dafür aber eine andere einen noch größeren Sieg erringt. (Der unbekannte Karl Marx, Stephanus Edition, 1987)

Von Anfang an hatte die „materialistische“ Marxistische Bewegung ein großes Thema: Ideologie, also „Geist“, ein eher schwarz-faschistisches Ingredienz. Karl Steinbuch verglich die heutigen Spätmarxisten mit den Nazis. Ihr absoluter Bezugspunkt sei ein frei in der Luft hängendes „wahres Bewußtsein“, das einer erfahrungswissenschaftlichen Bestätigung genauso wenig bedürfe wie der mystische Komplott von Juden und Freimaurern, die angeblich die Nation untergraben (Mensch, Technik, Zukunft, Stuttgart 1971).

Man könnte hinzufügen, daß vielleicht sogar so etwas wie Okkultismus in die Marxistische Bewegung hineinspielt. Jedenfalls gibt es (wenn auch recht schwache) Hinweise darauf, daß der „Materialist“ Marx in Baudelaire-artigen satanistischen Okkultismus involviert war. Daß dies nicht allzuweit hergeholt ist, kann man an den „sozialrevolutionären“ Stellen in Baudelaires Fleurs du mal von 1857 ablesen:

O du, weisester und schönster der Engel, Gott, verraten vom Schicksal und beraubt der Lobpreisungen (…) des Himmels, wo du geherrscht hast und in den Tiefen der Hölle, wo du besiegt im Schweigen träumst.

Satan, der Rächer der Enterbten! Man denke nur an Marx‘ glutäugige, „titanische“ Jugendgedichte:

Götterähnlich darf ich wandeln. Siegreich ziehen durch ihr Ruinenreich, jedes Wort ist Glut und Handel. Meine Brust dem Schöpferbusen gleich.

Ob Marx nun „Satanist“ war oder nicht – die weitaus meisten der frühen radikalen Sozialisten und insbesondere die Anarchisten bevorzugten den rebellischen „Satan“ und „revolutionäre“ Schwarze Magie, die „das System“ sabotiert, indem sie alles von den Füßen auf den Kopf stellt. Das ganze Konzept der „Revolution“ hat etwas Schwarzmagisches und Satanistisches. 100 Jahre später war praktisch die gesamte „progressive“ Gegenkultur von Aleister Crowley geprägt: Sympathy for the Devil.

Gerd Koenen sieht folgendes genuin faschistisches Moment im Bolschewismus:

Der von Nietzsche philosophisch artikulierte Wunsch, die gesamte zähe Deckschicht der jüdisch-christlichen und bürgerlichen Zivilisation abzustoßen und den Weg zurück zu einem „dionysischen Zustand“, einer neuen „Echtheit“ des Lebens und einer Moral „jenseits von Gut und Böse“ zu finden, hatte gerade auch in Rußland eine – später sorgsam kaschierte – Wirkungsgeschichte.

In Rußland konnte man von einem „nietzscheanischen Marxismus“ sprechen: dem Bolschewismus (Utopie der Säuberung, Alexander Fest Verlag, 1998, S. 126f).

Hier ist so viel zu ergründen, – doch das kurzschlußartige, keine Spannung ertragende „Denken“ des Mystizismus, das immer wieder alles zuwuchert, macht das so gut wie unmöglich.

Populäre Verschwörungstheorien sind mit dem Problem beladen, daß sie das Gegenteil dessen bewirken, was sie vorgeblich erreichen wollen. Statt dabei zu helfen die Machenschaften hinter den Kulissen offenzulegen, verstellen sie alles mit zusätzlichen Kulissen. Man nehme John F. Kennedy. Es wurden bereits ganze Bibliotheken mit ausschweifenden Arbeiten über seine Ermordung gefüllt. Ein schier endloses Blablabla, das niemals irgendwo hinführen wird.

Der wirkliche Skandal gerät dabei ganz aus dem Blickfeld: daß Kennedys Vater seine alten Mafiaverbindungen aus den Zeiten der Prohibition hat spielen lassen, um seinen Sohn, einen schwerkranken, medikamentenabhängigen, hohlen Playboy die Präsidentschaft zu sichern. Damals kontrollierte die Mafia die Gewerkschaften.

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Verschwörungstheorien? Das Gebrabbel um die Ermordung ist populär, obwohl bzw. weil es sich in Spekulationen erschöpft. Die Geschichte der Familie Kennedy ist belegt, Spekulieren vollkommen überflüssig. Wichtiger ist jedoch, daß man aus der ersten Verschwörungstheorie aus bioenergetischer Sicht so gut wie nichts lernen kann. Ganz im Gegenteil spürt man geradezu wie sich im Verlauf des Eingehens in dieses Thema die Augenpanzerung immer weiter verstärkt. Es ist ein richtiggehender „Trip“! Bei der zweiten Verschwörungstheorie ist man unmittelbar mit bioenergetischen Themen konfrontiert:

  1. Die Unterhöhlung der Arbeitsdemokratie durch die Emotionelle Pest, die wiederum von den Sekundären Trieben der Massen lebt. In diesem Fall Alkohol- und Vergnügungssucht und der moralistische Versuch, diese durch „Prohibition“ einzudämmen.
  2. Die orgastische Impotenz von Kennedys Vater sorgte unmittelbar dafür, daß es in seinem Leben nur eines gab, Macht und Geld. Dafür hat er buchstäblich alles geopfert, selbst das Lebensglück seiner eigenen Kinder.
  3. Der Faschismus in den Massen, die sich dieses Schmierentheater, diesen Führerkult haben bieten lassen und ihm noch heute frönen. Die absurden Verschwörungstheorien, die sich um die Ermordung Kennedys ranken, sind unmittelbarer Ausdruck dieses faschistischen Personenkults.
  4. Die Präsidentschaft Kennedys fällt mit dem wichtigsten bioenergetischen Ereignis seit dem Beginn des Untergangs des Matriarchats vor 6000 Jahren zusammen: dem Beginn des Übergangs von einer autoritären Gesellschaft (Patriarchat) in eine anti-autoritäre Gesellschaft. Die Zerstörung des gesamten Wertesystems, die Unterhöhlung aller gewohnten Strukturen, insbesondere der Familie, und die Verlagerung der Verantwortung für das eigene Leben auf den Staat. (Man denke nur an vollkommen absurde Existenzen wie „Anarchisten“ und „Autonome“, die alles vom Staat fordern!) Nicht zuletzt reihen sich hier die üblichen Verschwörungstheorien ein, die wie dazu geschaffen scheinen, um wirklich jede rationale Autorität auszuhöhlen und die Grundfesten der Gesellschaft mürbe zu machen.

Man denke in diesem Zusammenhang auch um die schwachsinnigen Mythen, die sich um den 11. September ranken. Alles wie geschaffen, um erstens von der eigentlichen Verschwörung abzulenken, der seit 1400 andauernden systematischen Islamisierung der Welt durch sublimen, manchmal plakativen, Terror, und zweitens jede Gegenwehr gegen die Ausbreitung des Islam prinzipiell zu delegitimieren.

Und schließlich ist da noch ein Element, das Verschwörungstheorien erst ihr hartnäckiges Überleben sichert: der Zufall bzw. das „Das kann doch kein Zufall sein!“ Ich weiß wovon ich rede, denn in den letzten paar Tagen haben sich in meinem persönlichen Leben gleich viermal (sic!) in Folge derartig absurde Zufälle ereignet… „Irgendwie“ scheinen zentrale Ereignisse im Leben eines einzelnen Menschen, erst recht aber im Leben einer ganzen Nation eine ganze Abfolge von vollkommen absurden Zufällen hervorzurufen, bzw. „Synchronizitäten“ zu verursachen (wenn „verursachen“ in diesem Zusammenhang denn das richtige Wort ist).

Hier ein Beispiel aus der Geschichte der Orgonomie: Ein absurder Zufall, der Reich das FBI auf den Hals hetzte und zu seiner Inhaftierung 1941 auf Ellis Island führte. Er wurde mit einem gewissen William Reich aus Newark, NJ verwechselt. Die übliche Inkompetenz von Bundesbehörden. William Reich war ein Kommunist, der als treuer Stalinist Trotzkistische Kreise in den USA infiltriert hatte und vielleicht sogar bei der Vorbereitungen zur Ermordung Trotzkis in Mexico beteiligt gewesen war. Er hatte nicht nur den gleichen Namen wie Reich, sondern war zu allem Überfluß auch noch im gleichen Jahr geboren! Er unterrichtete politische Ökonomie an der Arbeiterschule in Manhattan zur gleichen Zeit, als nur weniger Straßenzüge weiter Reich an der New School for Social Research lehrte (Christopher Turner: Adventures in the Orgasmatron, S. 242f).

Hier ein beliebiges und denkbar banales Beispiel: In der ersten Folge der zweiten Staffel von Entweder Broder stellt das Fernsehteam fest, daß bei der Veranstaltung von Jürgen Elsässer über 9/11, die sie gerade filmen, ausgerechnet jener Neo-Nazi sitzt, der auch in der ersten Staffel eine Rolle spielte. Ein vollkommen absurder Zufall, zumal er genau zur intendierten Botschaft Broders paßt. „Verschwörungstheoretiker“ zerstören diesen bemerkenswerten Moment sofort: „Das ist doch wohl der Beweis, daß in solchen Filmen alles nur Inszenierung ist!“ Der unmittelbare Reflex des Kleinen Mannes, der sich groß und überlegen („über-legen“) fühlen will. Man lese nur einen beliebigen Kommentarbereich!

Es fallen dann Sätze wie: „Wie bitte sehr erklärst du, daß Der-und-der ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt Da-und-da stand?!“ Der Punkt ist, daß so etwas gar nichts, aber wirklich rein gar nichts beweist, – außer daß unsere Wirklichkeit tiefer und (for lack of a better term) „strukturierter“ ist, als wir es uns überhaupt ausmalen können. Verschwörungstheorien verkleistern das. Sie entsprechen in etwa jenem Schizophrenen, dem wir zufällig begegnen und der auf uns zugeht: „Das ist doch kein Zufall, daß wir uns ausgerechnet hier sehen!“ Wobei er impliziert, man wäre Teil einer Verschwörung, eines umfassenden Überwachungs- und Einschüchterungssystems, das ihn tagundnacht verfolgt. Ihm ist es unmöglich, die orgonotischen Prozesse in seinem Körper und in seiner Umgebung (wozu ich auch „Synchronizitäten“ zähle) richtig einzuordnen. Seine Welt ist flach, ohne jede Tiefe. Ähnlich ist die flache Welt der Verschwörungstheoretiker geartet.

Zur bioenernetischen Dimension von 9/11 siehe etwa Random Event Generators And Sept 11th – Tapping into Global Consciousness.

Paul Mathews: Besprechung SEX-POL-ESSAYS, 1929-1934 von Wilhelm Reich

5. Januar 2022

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Besprechung SEX-POL-ESSAYS, 1929-1934 von Wilhelm Reich

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 48)

7. Juni 2021

Der berühmte Scientologe Joe Feshbach ist vor einem Jahrzehnt im Alter von 55 Jahren an einem Herzanfall gestorben. Er war ein „OT8“ (die höchste „spirituelle“ Stufe, die ein Scientologe erreichen kann) und er war ein Vertreter dessen, was den gegenwärtigen Kapitalismus so hassenswert macht. Feshbach hat mit sogenannten „Leerverkäufen“ an der Börse ein Milliardenvermögen gemacht. Dabei geht es darum, durch entsprechende Spekulationen Gewinn daraus zu schöpfen, daß bestimmte Aktien nicht etwa steigen, sondern fallen. Man leiht sich dazu (als nachvollziehbares Beispiel) eine Aktie im Wert von EUR 100 für eine geringe Gebühr von EUR 2 und verkauft dann diese Aktie ebenfalls für EUR 100, braucht dann aber nach einem dramatischen Kursverfall nur EUR 60 ausgeben, um sie zurückzukaufen und dem ursprünglichen Eigentümer der Aktie zurückzugeben. Gewinn innerhalb von ein paar Tagen: EUR 38. Mit der entsprechenden Anzahl von Aktien kann man jede Menge Nullen dranhängen! Beim gewinnbringenden Kursverfall kann man natürlich mit dem streuen entsprechender Gerüchte und mafiöser Methoden nachhelfen und so das eigene Risiko minimieren. Es ist die schiere Boshaftigkeit, Niedertracht und Destruktivität – mit der Feshbach zum Milliardär wurde und die organsierte Emotionelle Pest mit Riesensummen unterstützen konnte; Scientology, wo er derartiges Verhalten gelernt hat.

Neulich war ich Zeuge, wie ein Vertreter für Büroartikel mit einem Neuling spricht: Wenn er das Produkt an den Kunden verkauft, erhält er eine Provision von gerade mal EUR 150. Wenn er dem Kunden jedoch zusätzlich noch ein „B-Scan“ (was immer das auch ist) andrehe, würde die Provision sich auf EUR 450 verdreifachen. „Die Kunden brauchen das zwar gar nicht, aber Du mußt geschickt vorgehen und ihnen sagen, Du würdest dich für sie einsetzen und dafür sorgen, daß sie zusätzlich noch einen B-Scan erhalten. Mein Gott, wir werden doch auch ständig beschissen!“

Es geht hier nicht nur um schlichten Betrug. Nein, diese Vertreter geben sogar vor einen selbstlosen Freundschaftsdienst zu leisten; sich extra für den Kunden ins Zeug zu legen, weil ihnen der Kunde ja persönlich so sympathisch sei!

Daß so die Arbeitsdemokratie im Kern ausgehöhlt wird, braucht nicht näher ausgeführt zu werden. Es ist aber auch so, daß sich diese neunmalklugen Vertreter selbst Schaden zufügen.

Das haben zur Zeit von Feshbachs Tod ausgerechnet Mark Fisher und Mike Rinder beschrieben. Fisher war zeitweise Sicherheitschef der geheimen Zentrale von Scientology (ein veritables Gefangenenlager hinter Stacheldraht!) und Rinder war bis wenige Jahre zuvor Sprecher von Scientology und Leiter des scientologischen Nachrichtendienstes OSA. Das „Office of Special Affairs“ ist das Nonplusultra von Emotioneller Pest.

Rinder stand an der Spitze dieses Systems und konnte sich trotzdem befreien, weil er noch nicht vollständig von seinem bioenergetischen Kern abgetrennt war. Eine Abtrennung, die die beiden obenerwähnten Handelsvertreter mit Macht für sich selbst bewerkstelligen wollen! Nachdem Fisher und Rinder den Kult verlassen hatten, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hatten, ohne Ausbildung, ohne Beruf, fanden sie schließlich eine Beschäftigung als Autoverkäufer. Anläßlich dem öffentlichen Hype um einen scientologischen „Verkaufsguru“, der die anfangs beschriebenen Tricks der Emotionellen Pest als Verkaufsrezept für Vertreter und Verkäufer – verkauft, schreibt Fisher in einem Leserkommentar:

Es ist wahrlich nicht verwunderlich, daß dieser Typ ein Anhänger von DM ist (David Miscavige, der gegenwärtige Führer des Kults). Er paßt zum Rollenmuster für Verkäufer, die Leute dazu bringen etwas zu kaufen und Geld für etwas auszugeben, das sie gar nicht benötigen. (…)

Meiner Erfahrung als Verkäufer nach ist die Kommunikation mit dem Kunden der Schlüssel, um herauszufinden, was sie BENÖTIGEN und WOLLEN und ihnen dann das passende Produkt anzubieten, das zu ihren Bedürfnissen UND zu ihren finanziellen Möglichkeiten paßt.

Das beinhaltet auch Ehrlichkeit gegenüber dem Kunden und den Gebrauch von ARC (Scientology-Sprech für Herstellung von Kontakt) zum gegenseitigen Verständnis und daß der Kunde kauft und darüber hinaus zurückkommen wird und seine Freunde vorbeigeschickt.

Der Verkäufer muß auch selbst an das Produkt, das er verkauft, glauben und das Gefühl haben, daß er etwas verkauft, was einen guten Tausch zwischen der Firma und dem Kunden darstellt und keine Abzocke. Auch muß er das Produkt und seine Vorteile aus dem Effeff kennen.

Die Art des Verkaufens in diesem Video ist die Verkaufsart, die ich hasse.

Ich war im letzten Jahr vielleicht nicht die Nummer 1 der Verkäufer in meiner Firma, aber ich gehörte zu den Top 5 und einige jener, die besser als ich abschnitten, hatten mehr Auftragsstornierungen und Beschwerden, weil es ihnen um die schnelle Mark ging, statt das Produkt korrekt zu verkaufen und sicherzustellen, daß der Kunde zufrieden war.

Dieser Typ mag die Abschlüsse dieser Verkäufer ansteigen lassen, ich würde aber gerne entsprechende Erhebungen sehen, die zeigen, wie zufrieden ihre Kunden wirklich waren.

Ich bin nicht überrascht, daß Mike Rinder die Nummer 1 in seinem Autohaus war. Ich wette, er tat mehr von dem, was ich oben beschrieben habe und weniger von dem, was dieser Typ pusht.

Darauf Rinder:

Mark – ich stimme Dir zu 100 Prozent zu. Der gesamte scheiß Müll in der Welt, den Motivationsvortragende verbreiten, ist kein Ersatz für einen comm cycle (Scientology-Sprech für den Austausch zwischen zwei Individuen), für wirkliches Interesse und Menschen aufrichtig helfen zu wollen. Ich habe vielen Leuten gesagt, daß es von ihnen eine schlechte Entscheidung wäre einen Wagen zu kaufen, der, den sie hatten, war OK und sie hatten nicht das Geld für einen neuen. Ich würde niemandem ein Auto verkaufen, wenn ich nicht glaube, daß es die richtige Entscheidung für ihn ist. Cardone (der Typ aus dem obigen Video) und all die anderen versuchen den Leuten einzubleuen, daß du jedem etwas andrehen kannst, wenn du ihn überzeugst mit gespielter Begeisterung, zustimmendem Nicken, ihn dazu bringst mit dir übereinzustimmen (du hörst wie oft er sagt: „Sie stimmen mir zu, nicht wahr?“) und den anderen „Tricks“, die alle zum Einsatz bringen.

Auch Menschen, die bis über beide Ohren in die Organisierte Emotionelle Pest verstrickt sind, können sich wieder aus ihr befreien. Fisher und Rinder kamen buchstäblich aus der Hölle („Haß, Zerstörung und Verblendung“) und wissen deshalb „Liebe, Arbeit und Wissen“ zu schätzen. Durch den starken Kontrast haben sie ein Gefühl für die Arbeitsdemokratie, ähnlich wie Menschen, die während des Kalten Krieges dem Realsozialismus entkommen sind. Der eingangs erwähnte Vertreter, der sein Leben lang die Vorteile der Arbeitsdemokratie genossen hat, tut hingegen alles, um die Quellen unseres Lebens zu vergiften. „Es bescheißen doch alle!“ Genau diese Einstellung, die von Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit, Bitterkeit und Defätismus geprägt ist, verwandelt unsere Gesellschaft langsam aber sicher in jene Hölle, aus der Fisher und Rinder entflohen sind.

Dieses Beispiel über das Verhältnis von Arbeitsdemokratie und Emotionelle Pest zeigt dreierlei:

  1. Ideologie ist weit mächtiger als Realität. Obwohl Fisher und Rinder wie kaum jemand ermessen können, wie zerstörerisch die scientologische Ideologie ist, hingen sie ihr zu diesem Zeitpunkt doch noch immer an. Im Vergleich zu dem, was in den Köpfen des gepanzerten Menschen vorgeht, sind seine tatsächlichen Lebensumstände und Erfahrungen fast bedeutungslos.
  2. Es stimmt einfach nicht, daß sich im Kapitalismus die besonders Skrupellosen durchsetzen. Jemand, der seinen Kunden übers Ohr haut, mag kurzfristig einen besonders hohen Profit aus seiner Skrupellosigkeit schlagen, aber er hat diesen Kunden und dessen Freunde für immer verloren, gleichzeitig wird er deshalb für seine Geschäftspartner zunehmend unprofitabel. Was natürlich voraussetzt, daß die Kunden nicht vollkommen verblendet sind.
  3. Marxistisch verbildete Menschen reagieren auf derartige Aussagen nur mit Verachtung: Es gelte alle Umstände zu ändern, in denen der Mensch bla bla bla… Hört mit eurem pseudo-materialistischen Geschwafel auf! Wir selbst bestimmen unsere „Umstände“.

Das zeigt mal wieder wie vollkommen inkompatibel Orgonomie und Marxismus sind. Doch Reich hat sich bis zuletzt zu Marx bekannt. Man lese Menschen im Staat und die Aussage des Orgonomen Victor Sobey, daß Reich ihm in seinem letzten Gespräch vor seinem Gang ins Gefängnis bekundet habe, er, Reich, sei noch immer ein Marxist. Reichs Biograph Myron Sharaf hat einem Freund von mir berichtet, daß Reich ihm in deren letzten Gespräch genau das gleiche gesagt habe: „Remember, I am still a Marxist!“

Mich erinnert diese absurde Selbsteinschätzung an das Bekenntnis von Fisher und Rinder zu L. Ron Hubbard, dem Begründer der Scientology. Reichs Selbstverortung ist absurd, weil sie (außer ein paar sektiererischen „Reichianern“) von wirklich keinem einzigen ernstzunehmenden Marxisten bestätigt wird. Und das nicht etwa nur „wegen dem Orgon“, sondern von der Analyse der unrevidierten angeblich „Marxistischen“ Schriften Reichs her. Man siehe etwa die Marxistisch versierte Darstellung in Christiane Rothländers Buch Karl Motesiczky 1904-1943 (Wien: Turia + Kant, 2010).

Reich glaubte naiv an die proto-Stalinistische Einordnung von Marx in die Geistesgeschichte, an die geschönte Marx-Biographie und manipulierte Geschichte der Arbeiterbewegung, wie man sie etwa bei dem Marx-Hagiographen Franz Mehring findet. Ideologische Märchen wie die, die sich um L. Ron Hubbard ranken!

Bezüglich Reichs SEX-POL ESSAYS, 1929-1934 (Teil 2: Mathews)

13. November 2020

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Besprechung SEX-POL-ESSAYS, 1929-1934 von Wilhelm Reich

Marx’ ursprüngliche Botschaft (Teil 1)

11. März 2020

Im Schwarzbuch des Kommunismus von Stéphane Courtois wird der Kommunismus so behandelt, als wäre er dem Nationalsozialismus ähnlich. Das Buch spricht nur darüber, was die Kommunisten „nationalsozialistisch“ mit dem Körper gemacht haben. Aber die wahre Tragödie des Kommunismus war das, was sie der Seele eines jeden einzelnen Mitglieds der Gesellschaft angetan haben. Sie haben systematisch jede Selbstregulierung zerstört. Sie zerstörten die bioenergetische Kraft. Ich erinnere mich noch gut an den depressiven Ausdruck der Menschen auf den Straßen Ost-Berlins. Die wirkliche Bankrotterklärung des Kommunismus war jedoch, was NACH seinem Zusammenbruch in den betroffenen Ländern geschehen ist!

Dies geht direkt auf die Dichotomie zwischen Marx und Max Stirner zurück. „Kommunismus“ oder „Kommunist“ ist eine böse Fehlbezeichnung (die ursprünglichen Kommunisten der Arbeiterklasse waren alles andere als modern-liberale Modjus) – es gibt nur einen Nenner, der alle „kommunistischen“ Massenmörder vereint: Sie waren MARXISTEN, alle, und sie haben nicht trotz, sondern wegen Marx‘ Lehren gemordet. Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie (mit einem Vorwort von Stéphane Courtois) zeigt mit Zitat nach Zitat nach Zitat, daß alle im Schwarzbuch des Kommunismus beschriebenen Dinge in den ursprünglichen Gedanken von Marx und Engels angelegt, vorhanden, explizit gefordert waren. „Nach der Revolution werden die Leute uns als Monster betrachten!“

Bernd A. Laska hat aufgezeigt, daß Marx und Engels ihre mörderische Ideologie als Gegenentwurf zu Max Stirners Der Einzige und sein Eigentum entwickelt haben. Nicht der „Kommunismus“ war und ist der Feind, sondern der Marxismus, der nichts anderes als das Wesen der modern-liberalen Ideologie verkörpert, der ultimative Ausdruck der faschistischen Mentalität.

Bei der Lektüre des Rotbuch der kommunistischen Ideologie mit Auszügen aus Marx‘ und Engels Schriften und Korrespondenz saß ich gerade im Park, als ein Death Metal-Fan mit Totenköpfen und Blut und Zeugs auf seinem T-Shirt vorbeiging und plötzlich war ich in die Welt versetzt, die ich betreten hatte, als ich Jahre zuvor ein kleines christlich-fundamentalistisches Büchlein Das andere Gesicht des Karl Marx über Marx‘ angeblichen Satanismus gelesen hatte. Damals reagierte ich schon etwas herablassend auf den christlichen Autor Richard Wurmbrand, aber jetzt wurde ich ständig mit Marx‘ haßerfülltem und wirklich gemeinem Zeugs, seinen rassistischen und antisemitischen Beschimpfungen, seiner Kriegs- und Terrorlust bombardiert (er forderte tatsächlich eine Art von innerparteilicher Tscheka für seinen „Bund der Kommunisten“), seiner komplett psychopathisch-empathielosen Unmenschlichkeit – es hat mich wirklich getroffen: Marx, ein Ritter im Dienste Satans? Gehörte er wirklich einer Aleister Crowley-ähnlichen Loge an? Steht etwas hinter dem Kommunismus, dem (abgesehen vom Islam) zerstörerischten Kult, den es je gegeben hat?

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 54

12. Februar 2020

orgonometrieteil12

54. Der Dialektische Materialismus

David Holbrook, M.D.: REICHS POLITIK

15. Dezember 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Reichs Politik

 

Kommunismus-Indoktrination an Schulen (Teil 3: Sexualökonomie)

29. Juni 2019

Am Ende soll es um den letztendlichen Grund, um das Fundament dessen gehen, was ich bisher beschrieben habe, um den rituellen Kindesmißbrauch, der die beiden Zweige der organisierten Emotionellen Pest, den roten und den schwarzen, miteinander verbindet. Es kann kaum ein Zweifel daran bestehen, daß Karl Marx Satanist war. Ein krankhafter Narzißt bar jedweder Empathie für seine Mitmenschen. Ich verweise auf die Analysen von Richard Wurmbrand und Konrad Löw.

Wie generell die „elitären“ Verschwörer ticken, beschreibt ein anonymer Psychiater:

Ich habe 13 Jahre in einer forensischen Psychiatrie gearbeitet. Somit konnte ich mir einen Einblick in die dunkelsten und widerwärtigsten Ecken und Winkel der menschlichen Seele verschaffen. Ich habe etliche Gerichtsverfahren mitbekommen und viele Akten der persönlichkeitsgestörten Narzißten gelesen, habe Gruppentherapien mit diesen Patienten mitgemacht und viele Gespräche mit selbigen geführt. Es lief immer auf dasselbe hinaus: Eine perverse Gier nach Macht! Mit Sexualität hat das kaum noch etwas zu tun….die Macht, ein menschliches Wesen zu quälen, zu foltern…das Leiden in den Augen des Opfers zu erkennen….die Macht zu haben, dieses gequälte Opfer erst dann zu „erlösen“, wenn es dem Perversen genehm ist…das veranlaßt diese, man mag mir das Wort nachsehen, diese „Monster“ zu diesen sadistischen Taten! Jedoch sind diese Monster absolut empathielos, andernfalls könnten sie solch abscheulichen Verbrechen ja auch nicht ausüben. Zu einer Einsicht, Reue kommt es nie!!!! Ich befasse mich seit langem mit dem Thema Narzißmus und muß ehrlich sagen: Es gibt einfach Menschen, denen das Böse schlicht innewohnt. Therapien sind fast nie möglich, denn das würde eine Einsicht voraussetzen. Seltsamerweise sind fast alle dieser Täter aus den sogenannten höheren Kreisen, und nicht, wie häufig vermutet in den unteren Schichten zu finden. Schauergeschichten wie diese findet man sonst nur in Psychothrillern und man sollte meinen, daß der Autor eine blühende und schon fast perverse Phantasie haben muß…aber leider weit gefehlt……

Hier öffnet ein Banker einen kleinen Türspalt zur Welt der Eliten…

Vor diesem Hintergrund muß man die Frühsexualisierung an den Schulen betrachten. Zwangsprostituierte werden „zugeritten“, um aus Menschen mit einer Seele seelenlose (enteignete, ihrer Eigenheit beraubte) Sexroboter zu machen, die man nach wenigen Jahren problemlos entsorgen kann. Unseren Kindern wird von der Tendenz her genau das gleiche angetan. Sie wachsen in einem Morast aus Perversion und Pornographie auf und werden dergestalt den weltweiten Verschwörern wesensgleich gemacht.

Perverse entstehen vor allen durch die Erzeugung eines Fetisch. Das erfolgt durch Fixierung bei der ersten sexuellen Erregung. Allgemein prägen die ersten sexuellen Kontakte. Insbesondere, wenn sie zur Unzeit und gegen den eigenen Willen erfolgen. „Fußfetischisten“ und verwandte Geschöpfe werden ähnlich geprägt wie Gänseküken auf ihre Mütter bzw. auf jedes beliebige Objekt, das sich anbietet. Der Perverse erhielt förmlich ein „Brandzeichen“.

Man nehme etwa den verstorbenen Popsänger Prince, der von seiner Mutter in sehr jungen Jahren „aufgeklärt“ wurde, indem sie ihm wortlos den Playboy und andere derartige Zeitschriften in die Hand drückte. Alle seine Musikvideos, sein ganzes Oeuvre entführt dich in diese Welt, die fortan sein gesamtes Innenleben bestimmte. Nicht nur, daß unsere Kinder durch das Internet mit Pornographie überflutet werden, sie werden auch mit Genderkrimskrams, Regenbogengedöns, Toleranzunsinn und einer Sexualaufklärung drangsaliert, in der für alles Raum ist, nur nicht für die Genitalität. Zusammen mit dem Zerfall der Familie, hohen Scheidungsraten (das Kind lernt: es gibt keine Liebe, keine Treue, keine Verbindlichkeit), alleinerziehenden Eltern und dem generellen Zerfall der Kindheit (wo sind all die spielenden und herumstromernden Kinder hin?) erzeugt das jene Freaks, denen wir tagtäglich begegnen. Selbstverletzungen, insbesondere das „Ritzen“, Gefühlskälte anderen gegenüber und die seelenvernichtende Trennung von Liebe und Sex: Sexroboter.