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EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Die Emotionelle Pest aus dem Weltraum und der DOR-Notstand auf der Erde

22. März 2021

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EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Die Emotionelle Pest aus dem Weltraum und der DOR-Notstand auf der Erde

 

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 1.

16. September 2015

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

Das Verschwinden der Orgonomie

13. Februar 2014

Wie in Der Dalai Lama im Dschungelcamp dargelegt, beruht unsere gegenwärtige Kultur auf zwei funktionellen Transformationen: die von Emotion in Sensation und die von Erregung in Wahrnehmung. Oder mit anderen Worten Sensationen treten an die Stelle von Emotionen und beginnen entsprechend die kulturelle Atmosphäre zu prägen. Das gleiche gilt für Wahrnehmung und Erregung. Da die Massen unfähig sind funktionell zu denken, wird dieses bioenergetische Geschehen als zunehmende „Spiritualität“ mißinterpretiert. Die „kontemplative Stille“ und die „geistigen Welten“, die sich neu erschließen, gehen auf eine grundlegende Störung der bioenergetischen Struktur zurück: das im Zentralen Nervensystem Struktur gewordene energetische Orgonom dominiert vollständig das im Autonomen Nervensystem Struktur gewordene und im Solar Plexus zentrierte orgonotische System. Entsprechend verlagert sich die Energie vom Bauch auf den Kopf. Das bedingt gleichzeitig, daß diese „neue Spiritualität“ im krassen Gegensatz zur „alten Spiritualität“ (insbesondere die des Christentums) politisch eher links orientiert ist. (Siehe dazu Spiritualität und die sensationelle Pest.)

Problem ist, daß die Orgonomie in einer solchen Kultur nicht überleben kann. In der Orgontherapie geht es nicht um die „Psyche“, sondern um die Emotionen, es geht nicht um „Beurteilung“ (die, im Sinne der alten Psychoanalyse, kaum mehr ist als Verurteilung), sondern um die Befreiung blockierter Erregung. Heute hingegen tendieren die Menschen eher dazu, alles Bioenergetische kurzschlüssig in haltlose Phantasiewelten umzusetzen. Man braucht nur den Fernseher anzumachen, ins Kino zu gehen oder in einem Buchladen stöbern: „Fantasy“ wohin man schaut. Von Computerspielen will ich gar nicht erst anfangen!

Die Orgontherapeutin und Leiterin eines „Wilhelm Reich Instituts“ Dorothea Fuckert hat diesen grundlegenden Wandel seit Reichs Zeiten erfaßt – und setzt sich an die Speerspitze dieser „bioenergetischen Entwicklung“:

Wir haben die meisten Projekte eingestellt, sowohl die physikalische Forschungsarbeit als auch die Herausgabe unserer Zeitschrift [für Orgonomie]. Die Orgontherapie kommt nur noch selten zum Einsatz. (…) Wir bieten weiterhin Seminare an, nicht zu Themen der Orgonomie im engeren Sinne, sondern im weiteren Sinne zu Themen eines funktionellen Gesundheitsverständnisses, energetisch-spiritueller Therapiekonzepte, einer kosmischen Weltsicht und einer gemeinsamen, geistig-energetischen Schöpfungsquelle.

(…) Was die Orgontherapie anbelangt, so ist festzustellen, daß sich die innere Struktur des Menschen heute im Vergleich zu Reichs Zeiten ziemlich verändert hat. Die spezielle bioenergetische, neurotische Dreischichten-Struktur taucht kaum mehr in der Psychotherapiepraxis auf. Vielmehr haben wir es vorwiegend mit dissoziativen Strukturen und vielen Persönlichkeitsanteilen zu tun. Dies erfordert ganz andere Techniken. Hinzu kommt die Tatsache, daß sich viele Menschen in einer tiefgreifenden spirituellen Suche und Entwicklung befinden. Wir selbst haben uns bewußtseinsmäßig verändert. Unsere Behandlungsangebote entwickelten sich mit unserer eigenen Entwicklung. (…)

Einen weiteren Aspekt dieser Entwicklung finden wir beim „Wissensmanager“ Bernhard Harrer:

[Harrer] dachte, wenn Reich Recht hatte und es wirklich eine Lebensenergie gab, die geschädigt und wieder geheilt werden konnte, dann müßte dieses Wissen doch einen Einfluß auf das Denken der Menschen haben. Es galt also, die Experimente von Reich nachzuvollziehen, und so nahm er zu allen Menschen Kontakt auf, die über Reich forschten. (…) Während seinem Meteorologiestudium saß Harrer stundenlang vor dem Lesegerät und vertiefte sich in das Reichsche Werk. Als ordentlicher Reichianer absolvierte er zudem eine körperorientierte Psychotherapie. 1989 (…) konnte Bernhard Harrer eine Projektgruppe zum Thema „Orgonbiophysik – kritische Evaluation der biophysikalischen Arbeiten von Wilhelm Reich“ aufbauen. (…) Je genauer seine Experimentaldaten wurden, je mehr Störgrößen ausgeschaltet werden konnten, desto weniger konnten die Erscheinungen auf solche Vorgänge zurückgeführt werden. Eine physikalische Lebensenergie schien auf diese Weise nicht nachweisbar.

Bernhard Harrer ging nun mit der Hartnäckigkeit eines Naturwissenschaftlers an die Texte Reichs heran und unterzog die gesamte Literatur einer nochmaligen kritischen Analyse. Es wurde immer deutlicher: Reich hatte zum Beispiel Temperaturunterschiede auf seinen experimentellen Anordnungen nur deshalb messen können, weil die Sonne auf unterschiedliche Oberflächen fiel. Selbst Elektrosmog wurde von Reich als Lebensenergie interpretiert. Auch der Besuch im Reichmuseum in den USA brachte nur noch die letzte Bestätigung: Die Versuchsanordnungen Reichs waren zu simpel. Die Geräte waren nicht stabilisiert, und einfache Spannungsschwankungen im Stromnetz erklärten das von Reich als Pulsieren von Lebensenergie bezeichnete Flackern in Vakuumröhren. Reich war es nicht gelungen, Lebensenergie physikalisch nachzuweisen.

In der Folge war es die Beschäftigung mit den Theorien von Burkhard Heim und John Eccles, die Harrer halfen, zu verstehen, daß Lebensenergie nicht physikalisch in Erscheinung tritt. „Damals begann ich zu erahnen, daß Lebensenergie aus anderen Bereichen der Wirklichkeit kommt – Bewußtsein steuert das Leben.“ Anhand der Psychosomatik machte er sich deutlich: Das biologische Funktionieren wird von bewußten oder unbewußten seelischen Entscheidungen beeinflußt. So stand für ihn bald fest, daß sich die Arbeit mit dem Cloudbuster von Wilhelm Reich nicht von der eines traditionellen Schamanen unterscheidet.

Wie mit dieser Entwicklung umgehen? Das ganze ist alles andere als neu für die Orgonomie. Sie ist aus der Erforschung und der Therapie von „triebhaften Charakteren“ hervorgegangen, bzw. wurde so von Reich die Charakteranalyse entwickelt (und entscheidende Impulse für die Formulierung der Orgasmustheorie gewonnen). Kurz gesagt ging es um Menschen, die praktisch in jeder Hinsicht das Gegenteil des damaligen triebgehemmten und angepaßten Homo normalis waren. In der Therapie mußte man sie eingrenzen, d.h. davon abhalten „Blödsinn zu machen“; man mußte Kontakt herstellen, also psychoanalytische Deutungen unterlassen, sondern charakteranalytisch vorgehen: mit dem arbeiten, was die Patienten tatsächlich (und unbewußt) im Hier und Jetzt kommunizieren. Auf diese Weise wurde Ordnung ins Chaos gebracht und die Charakterschichten nach und nach aufgedeckt. Durch dieses geordnete Vorgehen („Funktionalismus“) gelang schließlich der „Einbruch ins biologische Fundament“, die Entdeckung der Orgonenergie und ihre praktische Nutzung.

Die oben kurz angedeuteten „Ansätze“, um mit ähnlichen Phänomenen heute umzugehen, bedeuten das diametrale Gegenteil: das Chaos wird ausgeweitet, der Zugang zur Orgonenergie systematisch verbaut und es geschieht in mancher Hinsicht genau dasselbe wie in der damaligen Psychoanalyse, in der sich zunehmend alles „vergeistigte“ und mit dem „Dritten Ohr“ gehört wurde.

fuhaenterd