Posts Tagged ‘Autonomes Nervensystem’

Donna Reid in Frankfurt

4. März 2019

von David Holbrook, M.D.

Das ist meine Freundin, Donna. In den 1990er Jahren lebte und sang sie in Italien, Deutschland und Frankreich. Nach ihrer Rückkehr in die USA studierte sie mit Cornelius Reid, einem bekannten Gesangslehrer (siehe seinen Wikipedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Cornelius_L._Reid), der 2008 verstarb. Cornelius hatte eine Therapie bei Reichs wichtigstem Schüler Ellsworth Baker, mit dem er nach seiner Therapie persönlich befreundet blieb. Cornelius entdeckte, daß der „funktionelle“ Ansatz der orgonomischen Therapie sehr dem glich, wie er sich bereits der Stimme annäherte: die Hindernisse der natürlichen Stimme zu beseitigen. Cornelius und Donna haben darauf hingewiesen, daß die Muskeln, die die Stimmbänder kontrollieren, vom autonomen Nervensystem innerviert werden und daher fast völlig außerhalb jeglicher Art von sinnvoller bewußter Kontrolle liegen, was die Gesangstechnik betrifft. Daher entwickelten sie individuelle Stimmübungen, die die Stimme der gegebenen Person auf der Grundlage dessen befreien, was sie in der Stimme des Schülers hören. Die Ergebnisse sind oft wunderbar, und obwohl es sich um keine Therapieform handelt, stellen ihre Schüler oft fest, daß sie nicht nur als Sänger, sondern auch in ihrem emotionalen Kontakt zu sich selbst wachsen können, was häufig zu plötzlichen emotionalen Durchbrüchen als Folge des Gesangsunterrichts führt. Cornelius schrieb vier Bücher, darunter The Free Voice und Voice: Psyche and Soma. Außerdem veröffentlichte er einen zweiteiligen Artikel über funktionelles Stimmtraining im Journal of Orgonomy. Er führte regelmäßig Meisterkurse in Europa durch, oft auch in Deutschland, so wie es nun auch Donna jedes Jahr tut. Hauptsächlich werden Musicaltheater-Schüler unterrichtet. Drei oder mehr ihrer Schüler haben die beiden Hauptrollen im Broadway-Musical „Wicked“ gespielt, und sie hatte viele andere Schüler, die am Broadway gespielt haben. Sie unterrichtete lange Zeit an einem der führenden Ausbildungsprogramme für Musicaltheater-Künstler, der American Musical and Dramatic Academy in New York City. Donna hat die Website (http://www.donnasreid.com/) und lehrt an der Upper West Side von Manhattan. Sie hat auch Seminare beim American College of Orgonomy geleitet. Außerdem ist sie der wunderbarste Mensch, dem ich je begegnet bin.

 

Dieser Text wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.

David Holbrook, M.D.: ÜBER DIE GEGENWAHRHEIT

25. Februar 2019

von David Holbrook, M.D.

 

Am Ende seines Buches Christusmord schrieb der österreichische Psychiater Wilhelm Reich einen Anhang mit dem Titel „Die Waffe der Wahrheit“. „Die Waffe der Wahrheit“ ist eine der wichtigsten schriftlichen Äußerungen Reichs. Darin prägte er einen neuen Begriff: „Gegenwahrheit“. Er definierte die Gegenwahrheit als Grund dafür, daß sich die Wahrheit nicht durchsetzt, und er sagte, es sei manchmal sogar noch wichtiger, die Gegenwahrheit zu verstehen, als die Wahrheit selbst zu verstehen, weil es nutzlos und möglicherweise sogar gefährlich ist, die Wahrheit zu unterstützen, ohne die Gegenwahrheit zu verstehen.

Das Konzept der Gegenwahrheit ist ein soziologisches Konzept und Reich hat meines Wissens niemals explizit Parallelen zur klinischen Situation gezogen, die Parallelen sind aber offensichtlich.

Man könnte sagen, daß die psychologische Abwehr eine Gegenwahrheit ist. Die psychologische Abwehr ist „kostspielig“. Sie schränkt unsere psychische Gesundheit ein. Warum gibt es sie dann? Die Gegenwahrheit der Abwehr besteht darin, daß sie verhindern soll, daß wir von Emotionen überwältigt werden, mit denen wir vielleicht nicht umgehen können.

Reich wies auf das autonome Nervensystem (ANS) als das physiologische Substrat für das Funktionieren von Emotionen im Körper hin. Das ANS reguliert Dinge wie Herzschlag, Atemfrequenz und die glatte Muskulatur, die die Blutgefäße auskleidet, wodurch der Blutfluß zu den verschiedenen Organen des Körpers einschließlich der verschiedenen Regionen des Gehirns bestimmt wird. Das ANS beeinflußt auch das Funktionieren des endokrinen Systems und des Immunsystems.

Das ANS macht also den physiologischen Mechanismus der Psyche (Emotion) – und der Abwehr gegen die Psyche und Emotion – im Körper aus. Reich behauptete, das ANS sei der Schlüssel zum Verständnis der uralten Frage nach der Natur der Verbindung von Geist und Körper.

Wenn der Geist vor schmerzhaften Gedanken und Gefühlen zurückschreckt, geschieht dies auch physiologisch und die Physiologie wird durch das ANS vermittelt. Was als sympathischer Zweig des ANS bekannt ist – der Zweig „Kampf oder Flucht“ – vermittelt das Phänomen Angst und Wut im Körper. Bei Angst wird die Blutversorgung von bestimmten physiologischen Strukturen weggelenkt. Wenn die Blutversorgung auf diese Weise begrenzt ist, bedeutet dies, daß die Fähigkeit zur Bekämpfung von Krankheiten in diesen Körperbereichen begrenzt ist, da die Blutversorgung die notwendigen Komponenten des endokrinen Systems und des Immunsystems zur Bekämpfung von Krankheiten bereitstellt.

Es gibt also eine Form der Homöostase zwischen Gesundheit und Abwehr, sowohl auf psychologischer als auch auf physiologischer Ebene. In einem gewissen Sinne ist das eine Neuformulierung von Freuds „Todestrieb“. Warum sollte ein Organismus „die Wahl treffen“ zu sterben? Die Antwort ist, daß ein Organismus lieber sterben will, als unter überwältigender Angst und Schmerz zu leiden. Und das ist die Gegenwahrheit von Leben oder Tod in biologischen Organismen. Wir alle führen einen lebenslangen Kampf zwischen Lust oder Angst, Leben oder Tod.

 

Dieser Text wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 10)

15. Februar 2019

Eine Einführung in die klinische Theorie der Orgonomie mit einer Diskussion einiger paralleler Funde in der modernen Neurowissenschaft und Psychotherapie von David Holbrook, M.D.

 

DER WEG EINES ORGONOMEN ZUR ORGONOMIE (Fortsetzung)

Woher kommen Wörter? Entstammen sie unserem Willen oder kommen sie über uns, wie es die Emotionen tun? Nietzsche (1886, S. 31) formulierte es so: „[E]in Gedanke kommt, wenn ‚er‘ will, und nicht wenn ‚ich‘ es will.“ Emerson (2001) schrieb: „Der Mensch ist ein Strom, dessen Quelle verborgen ist. Unser Wesen steigt in uns herab, wir wissen nicht von wo“ (S. 163). „… ich stelle mir vor, daß der Mensch immer von hinten angesprochen wird und nicht in der Lage ist, den Kopf zu drehen, um den Sprecher zu sehen“ (S. 87).

Es scheint mir, daß Worte irgendwie aus dem Körper kommen. Ich habe das Gefühl, daß Worte irgendwie aus körperlichen Erfahrungen geformt werden. Es fühlt sich an, als ob sie aus meinem Bauch kommen, aber wie kann ich das erklären? Ist das eine Art Metapher oder ist es buchstäblich wahr? Wenn es wahr ist, dann sprechen Emotionen nicht nur lauter als Worte, sondern Worte werden in gewissem Sinne von Emotionen und körperlichen Erfahrungen abgeleitet. Es gibt Forschungen (Begley, 1998, McGinnis 2002), die darauf hinweisen, daß „Gesten uns helfen können, Worte überhaupt zu finden. Es ist, als ob der Körper zum Teil zuerst weiß und dann hilft, das passende Wort zu finden“ (Heuer 2005). Es stellt sich heraus, daß orgonomische Schriften viel dazu zu sagen haben. Reich äußerte sich in Charakteranalyse wie folgt:

„Es ist offenkundig, daß die Sprache in ihren Wortbildungen sich an die Wahrnehmung innerer Bewegungszustände und Organempfindungen anlehnt und daß die Worte, die emotionelle Zustände beschreiben, die entsprechenden Ausdrucksbewegungen des Lebendigen unmittelbar wiedergeben“ (1949, S. 475). „…sowohl der Sprachgebrauch wie auch die Empfindung, die man vom Verhalten eines anderen bekommt, in einer anscheinend gesetzmäßigen Weise gänzlich unbewußt den betreffenden Zustand nicht etwa nur bildlich, sondern vielmehr unmittelbar wiedergibt“ (ebd., S. 439).

Dr. Konia hat auch ausführlich darüber geschrieben. Er schreibt:

„… sowohl Ideen als auch Wörter stammen aus der Wahrnehmung der Organempfindungen. Die kortikalen Sprachzentren … integrieren lediglich die verschiedenen Komponenten der Sprachfunktion … “ (Konia, 1983, S. 233, kursiv im Original). „… die Formulierung, daß Ideen aus der Wahrnehmung von Emotionen und Empfindungen im Körper stammen, basiert auf der klinischen Beobachtung, daß eine therapeutische Verbesserung eintritt, wenn der emotionale Ausdruck des Körpers den damit verbundenen Ideen vorausgeht. Umgekehrt arbeitet das Ausdrücken von Ideen vor dem emotionalen Ausdruck als Widerstand und führt in eine therapeutische Sackgasse. Sobald die in der gepanzerten Muskulatur enthaltene Energie emotional ausgedrückt wird, entstehen Ideen, die sich speziell auf den emotionalen Ausdruck beziehen. Dieser klinische Befund unterstützt die Ansicht, daß Ideen im Gehirn wahrgenommen werden, aber auf körperlichen Sensationen und Emotionen beruhen“ (Konia, 2004, S. 93, kursiv im Original). (Beachten Sie die Ähnlichkeiten zwischen diesen Zitaten und dem Zitat von Solms im zweiten Abschnitt dieses Vortrags.)

Konia und Harman haben auch äußerst interessante Beiträge zum Verständnis des Schlafes geleistet. Es stellt sich heraus, daß Gedanken, Worte und Träume einige gemeinsame Merkmale und Funktionen aufweisen. Konia erklärt: „Sowohl Gedanken als auch Träume stammen aus der Wahrnehmung der Erregung von Emotionen und Sensationen …“ (Konia 2007, S. 53), mit anderen Worten, aus der Wahrnehmung von Organempfindungen, genau wie bei Wörtern. Sowohl Sexualität als auch das Träumen „dienen der Regulierung des Energiehaushalts des Organismus“ (S. 57). Die Panzerung stört die Schlaffunktion, die wie viele andere Funktionen auch Pulsation beinhaltet. „Der Traum ist … eine Form der bioenergetischen Entladung …“ (S. 53).

Harman (2007) stellt fest, daß „Schlaf notwendige Prozesse des autonomen Nervensystems beinhaltet, die nicht während des Wachlebens stattfinden können“ (S. 9). „Im Schlaf etablieren das plasmatische System im allgemeinen und das autonome Nervensystem im besonderen ihre Vorherrschaft über dem Gehirn und halten sie aufrecht. Dieser Prozeß beinhaltet eine Erhöhung der parasympathischen Erregung und der übergreifenden Beweglichkeit, was den Organismus ausdehnt … die orgonotische Ladung wird reorganisiert, um ein höheres Funktionsniveau zu ermöglichen. Dies beinhaltet eine Neuorganisation der Muskel- und Charakterpanzerung“ (S. 7). „Im Verlauf eines Nachtschlafes dominiert zunehmend das parasympathische Nervensystem. Während des REM [schneller Augenbewegungsschlaf, das mit dem Träumen am engsten verbundene Stadium] wird das autonome System extrem aktiv, mit Ausbrüchen sympathischer Aktivität, gefolgt von Phasen extremer Abnahme der sympathischen Aktivität und Zunahme der parasympathischen Aktivität“ (S. 48). „In Träumen … sind grundlegende Funktionen der Kontraktion und Expansion integriert … Bei den meisten gepanzerten Personen dient Schlaf dazu, die Panzerung zu verstärken und aufrechtzuerhalten … In dem Maße, in der konflikthafte Motoraktivität in der Muskulatur ungebunden bleibt [d.h. wenn es einen Mangel an Muskelpanzerung gibt] und im sozialen Leben nicht zum Ausdruck kommt (zum Beispiel beim … Schizophrenen), wird ansteigende Ladung nicht toleriert und der REM-Schlaf wird als traumatisch erlebt …“ (S. 8). „Der Schlaf wird gestört, wenn ein Patient vermeidet, etwas [während der Wachphase] zu tun, das notwendig ist, um sein Leben in Bewegung zu halten, beispielsweise ein Problem zur Sprache zu bringen …“ (S. 15). „Ein Großteil der Umstrukturierung, die nach einer medizinischen Orgontherapie auftritt, die die Sympathitikonie [Überaktivierung des sympathischen Systems] auflöst, ereignet sich im Schlaf“ (S. 8). „Im Schlaf drückt der Mensch sein grundlegendstes Selbst aus“ (Harman 2009, S. 28).

 

Literatur

  • Begley S 1998: Living Hand To Mouth. Newsweek 18:81
  • Emerson R 2001: In Porte, J., Morris, S. (Eds.). Emerson’s Prose and Poetry
  • Harman R 2007: The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep (Part 1). Journal of Orgonomy 41(1):7-49
  • Harman R 2009: The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep (Part 2). Journal of Orgonomy 42(2)
  • Heuer G 2005: „In My Flesh I Shall See God“: Jungian Body Psychotherapy. In: Totten, Nick. (Ed.). New Dimensions in Body Psychotherapy. New York: Open University Press
  • Konia C 1983: For The Record: Orgonotic Functions of the Brain, Part IV. Journal of Orgonomy 17(2):227-239
  • Konia C 2004: Applied Orgonometry Part III: Armored Thought. Journal of Orgonomy 38(2):93-100
  • Konia C 2007: Applied Orgonometry Part V: The Function of Dreams. Journal of Orgonomy 41(1)
  • McGinnis M 2002: How the gesture summons the word. Columbia Magazine. http://www.columbia.edu/cu/alumni/Magazine/Spring2002/Krausss.html
  • Nietzsche F 1886: Jenseits von Gut und Böse, KRITISCHE STUDIENAUSGABE, Bd. 5, Hrsg. G. Colli, M. Montinari, München: dtv/de Gruyter, 1988
  • Reich W 1949: Charakteranalyse, Köln: KiWi, 1989

 

Dieser Text aus dem Jahre 2013 wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 9)

13. Februar 2019

Eine Einführung in die klinische Theorie der Orgonomie mit einer Diskussion einiger paralleler Funde in der modernen Neurowissenschaft und Psychotherapie von David Holbrook, M.D.

 

DER WEG EINES ORGONOMEN ZUR ORGONOMIE (Fortsetzung)

Erst als ich ungefähr 30 war, wurde mir klar, daß ich nicht wirklich die Wörter eines Songs höre – ich höre den Klang der Wörter. Mir wurde klar, daß ich oft keine Ahnung hatte, worum es in einem Song geht, auf verbaler Ebene. Ich habe mich immer darauf konzentriert, welche Gefühle die Sounds in mir hervorriefen, nicht so sehr auf den verbalen Inhalt der Texte. Für mich erzählten mir die Musik und der Klang der Wörter eine Geschichte, die lauter sprach, als die Worte selbst. Und ich fühle mich genauso, wenn ich mit Menschen interagiere oder sie beobachte.

Körpersprache, Ausdruckssprache, Emotion sind ansteckend. Es wird von Körper zu Körper ohne bewußte Absicht oder bewußte Teilnahme übertragen. Man fühlt, was andere fühlen, ob man will oder nicht. Reich drückte das schön aus, als er schrieb:

Wenn in einer Gruppe von Sperlingen ein einziger Sperling unruhig wird und Gefahr witternd davonfliegt, fliegt die ganze Gruppe, gleichgültig ob alle anderen Sperlinge die Ursache der Unruhe bemerkt haben oder nicht … Der Bewegungsausdruck des Kranken führt in unserem Organismus unwillkürlich eine Imitation herbei. Indem wir imitieren, empfinden und verstehen wir den Ausdruck in uns selbst … Unter „Charakterhaltung“ verstehen wir den „Gesamtausdruck“ eines Organismus. Dem emtspricht wörtlich der „Gesamteindruck“, den ein Organismus auf uns macht. (Reich 1949, S. 478f, kursiv im Original).

Mir wurde immer mehr bewußt, daß so viel im Leben eine plasmatische Erfahrung ist, eine organismische Erfahrung, etwas, das vom Körper bestimmt wird, nicht nur vom Gehirn oder von Worten. Es ist, als ob das Gehirn nur Mitfahrer wäre. Der Körper „weiß“, bevor das Gehirn „weiß“. Das Gehirn versucht zu artikulieren, was der Körper ihm sagt, Dinge in Worte zu fassen, die manchmal fast unmöglich in Worte zu fassen sind. Dies steht im Einklang mit der Vorstellung, daß das ANS, dessen Funktion so tiefgehend mit körperlichen, emotionalen Erlebnissen verbunden ist, eine weitaus wichtigere Rolle im menschlichen Leben spielt, als das bisher außerhalb der Orgonomie gewürdigt wurde. In der konventionellen Psychiatrie und Neurowissenschaft wird das ZNS gegenüber dem ANS weit überbetont, aber ist das wirklich gerechtfertigt? Dr. Robert Harman hat darüber in The Journal of Orgonomy geschrieben. Er schreibt:

Das autonome Nervensystem hat sich viel weiter entwickelt als das Gehirn. Das autonome Nervensystem wird manchmal als „primitives“ Nervensystem verstanden im Gegensatz zum Gehirn … das genaue Gegenteil ist der Fall … Das Gehirn eines Menschen hat sich gegenüber dem Gehirn eines Fisches sehr wenig verändert. … mit einer Ausnahme … dem retikulären System … in 300 Millionen Jahren erscheint nichts „Neues“ … Im Gegensatz dazu ändert sich das autonome Nervensystem in jeder Entwicklungsstufe tiefgreifend …. es ist im Fisch nicht vollständig vorhanden. (Harman 2007, S. 33).

Dr. Harman erklärt, daß die Evolution des ANS eng mit der Evolution der emotionalen Funktion bei Tieren zusammenhängt, im Gegensatz zur Funktion der Sensation, die eher mit dem ZNS verbunden ist und in der Evolution viel früher vorhanden ist. Daher entspricht die verbreitete Vorstellung, daß Emotionen primitiv sind und das Denken, das als eine Art Sensation betrachtet werden kann, fortgeschrittener ist, zumindest in gewisser Weise genau dem Gegenteil der Wahrheit. Dr. Harman läßt die Entwicklung des ANS Revue passieren und weist darauf hin, daß es bei Säugetieren und insbesondere beim Menschen am höchsten entwickelt ist (Harman 2007).

 

Literatur

  • Harman R 2007: The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep (Part 1). Journal of Orgonomy 41(1):7-49
  • Reich W 1949: Charakteranalyse, Köln: KiWi, 1989

 

Dieser Text aus dem Jahre 2013 wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 5)

5. Februar 2019

Eine Einführung in die klinische Theorie der Orgonomie mit einer Diskussion einiger paralleler Funde in der modernen Neurowissenschaft und Psychotherapie von David Holbrook, M.D.

 

ERGEBNISSE DER ZEITGENÖSSISCHEN NEUROWISSENSCHAFT UND PSYCHOTHERAPIE, DIE PARALLEL ZUR ORGONOMISCHEN PERSPEKTIVE VERLAUFEN (Fortsetzung)

Das ANS hat in letzter Zeit sowohl in der psychotherapeutischen als auch in der neurowissenschaftlichen Literatur immer mehr Aufmerksamkeit erhalten. „Das Spiegelneuronensystem des Gehirns sorgt dafür, daß wir tatsächlich von selbst mit unseren Patienten in Resonanz treten“ (Wallin 2007, S. 296). Stephen Porges, ein Physiologe und Experte für das parasympathische Nervensystem, hat vorgeschlagen (2011), was er als „polyvagale Theorie“ bezeichnet. Porges ist der Direktor des Brain-Body Center an der University of Illinois:

Nach der Theorie von Porges hat die autonome Regulierung des Menschen drei Verfahrensebenen. Die früheste und primitivste Form der autonomen Regulation, die sich entwickelt, ist ein extremer parasympathischer Zustand, der vom dorsalen (hinteren) Aspekt des Vagusnervs kontrolliert wird. Neben normalen parasympathischen Funktionen kann die hintere Nervenwurzel den Organismus in den Zustand eines extrem langsamen Stoffwechsels versetzen. Dieser extreme Zustand wurde von Reptilien genutzt, um unter Wasser Sauerstoff zu sparen, und in einer Reihe anderer Situationen. Säugetiere verwenden diesen Zustand unter lebensbedrohlichen Umständen, in denen Flucht keine Option ist. In diesem Zustand extremen dorsalen Vagotonus sind Herz, Atemfrequenz und Muskeltonus niedrig, und das Säugetier hat nur eine sehr geringe Fähigkeit, auf die Welt Bezug zu nehmen oder auf sie zu reagieren. Der Einfachheit halber beschreiben wir diesen Zustand als Immobilisierung. Wenn dies beim Labortier auftritt, bleibt das Tier stehen, wird schlaff und defäkiert.

Die nächsthöhere Stufe der autonomen Regulierung ist die Erregungsreaktion des Kampfes oder der Flucht mit hohem Sympathikus … Der Erstarrungszustand ist ebenfalls einer hoher sympathischer Erregung. Im erstarrten Zustand bewegt sich das Tier nicht, hat aber eine hohe Herz- und Atemfrequenz und einen hohen Muskeltonus. Dies unterscheidet sich deutlich vom Immobilisierungszustand, der das entgegengesetzte physiologische Profil aufweist. Der Erstarrungszustand kann je nach Wahl auftreten, um sich vor Raubtieren zu verbergen oder den Tod vorzutäuschen, oder, wie es beim Menschen am häufigsten vorkommt, kann das Tier erstarren, weil es nicht reagieren kann, aber dennoch einen hohen sympathischen Ton aufrechterhält. Die verbreitete Ansicht in der Traumatheorie lautet, daß der Erstarrungszustand aus der gleichzeitigen Erregung des sympathischen und des parasympathischen Nervensystems resultiert.

Schließlich erkennt die Polyvagal-Theorie eine dritte und am weitesten fortgeschrittene Strategie des autonomen Nervensystems an, das social engagement system [System, das auf Kontakt und Kommunikation ausgerichtet ist]. Dieses System umfaßt die vordere Nervenwurzel des Vagus sowie Aspekte anderer Hirnnerven. Zusammen steuern diese Nerven und ihre jeweiligen Nuklei im Gehirn die soziale Bindung und das Einsetzen von Verhaltensweisen wie Gesichtsausdruck, Vokalisation, Zuhören und Saugen. Bei sozialem Engagement oder hohem ventralem Vagotonus variieren Herz- und Atemfrequenz, beschleunigen und verlangsamen sich je nach Erleben. Man stelle sich Laborratten vor, die an einer Gruppenerfahrung teilhaben. Jede Ratte nimmt Kontakt mit anderen Ratten auf und beendet ihn wieder, nähert sich, schnüffelt und zieht sich zurück. Dabei geht ihre Herzfrequenz auf und ab, der Tonus ihrer Gesichtsmuskeln variiert, Augen, Nasen und Ohren bewegen sich aufeinander zu und voneinander weg. Sie haben die Fähigkeit, mit einer Vielzahl von Verhaltensweisen zu reagieren. Diese Variabilität ist wesentlich für das Engagement. Es kann als grundlegender Aspekt der Reaktionsfähigkeit oder Abstimmung angesehen werden. Sieht man, daß die Wurzeln des sozialen Engagements, der Reaktionsfähigkeit und der Abstimmung im Hirnstamm beheimatet sind, erkennt man, daß emotionale Relationalität die Grundlage der menschlichen Natur ist. (Aposhyan 2004, S. 41-44)

Wir sehen hier Resonanzen mit und einige mögliche Unterschiede zu Reichs konzeptioneller Annäherung an das ANS. Es ist nicht Gegenstand dieses Artikels die Feinheiten und Komplexitäten auseinanderzuklauben, die beim Vergleich der aktuellen Konzepte des ANS mit der standardmäßigen orgonomischen Konzeptionierung anfallen. Das ANS steht jedoch im Vordergrund des gegenwärtigen psycho-physiologischen Denkens. Das ANS wird auch bei einer Vielzahl von psychiatrischen Erkrankungen untersucht, wie z.B. der Borderline-Persönlichkeitsstörung, der antisozialen Persönlichkeitsstörung und der multiplen Persönlichkeitsstörung (siehe beispielsweise Nijenhuis und den Boer 2009, S. 349f).

Eine weitere starke Strömung im Bereich der zeitgenössischen Psychotherapie ist das wachsende Interesse an Achtsamkeitsmeditation. Die orgonomische Therapie hat einen Ansatz, der von Meditation sehr verschieden ist und in gewisser Weise auch antithetisch zur Meditation steht, ich erwähne jedoch die Achtsamkeits-Bewegung, weil sie ein weiteres Beispiel dafür ist, wie unsere Kultur begonnen hat sich Ansätze zu eigen zu machen, die sich auf die Geist-Körper-Beziehung und das ANS konzentrieren. Die Achtsamkeitsmeditation konzentriert sich auf die Rolle des ANS bei Streß sowie bei psychischen und medizinischen Störungen und hat sich in kontrollierten Studien zur Behandlung einer Reihe von psychologischen und psychosomatischen Störungen als wirksam erwiesen.

Die Verhaltenstherapie ist eine andere Art von Therapie, die sich in ihrer Orientierung weitgehend von der orgonomischen Therapie unterscheidet. Die Verhaltenstherapie konzentriert sich jedoch auch darauf, daß der Patient lernt, wie er mit seinem autonomen Tonus umgeht, beispielsweise durch Übungen zur Aktivierung der sogenannten „Entspannungsreaktion“, bei der die parasympathische Aktivität verstärkt wird.

 

Literatur

  • Aposhyan S 2004: Body-Mind Psychotherapy. New York and London: W.W. Norton and Company
  • Nijenhuis E, den Boer J 2009: Psychobiology of Traumatization and Trauma-Related Structural Dissociation of the Personality. In: Dell P and O’Neill J (Eds.): Dissociation and the Dissociative Disorders. DSM V and Beyond. New York and London: Routledge
  • Porges S 2011: The Polyvagal Theory. New York and London: W.W. Norton and Company
  • Wallin D 2007: Attachment in Psychotherapy. New York and London: The Guilford Press

 

Dieser Text aus dem Jahre 2013 wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 2)

30. Januar 2019

Eine Einführung in die klinische Theorie der Orgonomie mit einer Diskussion einiger paralleler Funde in der modernen Neurowissenschaft und Psychotherapie von David Holbrook, M.D.

 

Als Reich Patienten verfolgte, die genesen sind und ihre Gesundheit aufrecht erhalten konnten, wurde sein Interesse für die Sexualität und deren Rolle in der emotionalen, psychischen und körperlichen Gesundheit wach. Er stellte fest, daß Menschen, die ihre Gesundheit aufrechterhalten, zur sexuellen Befriedigung fähig sind, während Menschen, die keine Gesundheit erlangen oder aufrechterhalten, chronische psychische und körperliche Rigiditäten aufwiesen, die ihre Fähigkeit beeinträchtigten, volle Befriedigung zu erlangen, was sowohl die emotionalen als auch die sexuellen Aspekte der Liebesbeziehungen betrifft. So wie die Fähigkeit, volle emotionale Beteiligung in der Liebe zu tolerieren, durch den Charakterpanzer eingeschränkt wird, werden auch die Bewegungen des vollständigen sexuellen sich Gehenlassens durch den Muskelpanzer eingeschränkt.

Schließlich interessierte sich Reich dafür, Bewegung in allen Lebensformen zu studieren, um die Natur der nonverbalen Ausdrucksbewegung beim Menschen und den Zusammenhang dieser Bewegungen mit anderen Bewegungsarten in der Natur besser zu verstehen. Er stellte fest, daß zum Beispiel die Bewegungen des Orgasmus eine pulsierende Qualität aufweisen, und machte die Beobachtung, daß Pulsation eine Bewegungsform ist, die in der Natur unter einer großen Anzahl verschiedener Bedingungen beobachtet werden kann. Das Pulsieren hat zwei Komponenten: Expansion und Kontraktion, die sich abwechseln. Reich beschloß, primitive Lebensformen unter dem Mikroskop zu untersuchen, um ihre Bewegungen, insbesondere ihre pulsierenden Bewegungen, zu beobachten. Schließlich verwendete er höhere Vergrößerungen als alle Wissenschaftler zuvor. Während dieser mikroskopischen Experimente machte Reich unabsichtlich zunächst einige Beobachtungen zum Zerfall organischer und anorganischer Materie. Durch die Verwendung des Elektroskops und anderer wissenschaftlicher Instrumente entdeckte er, daß diese Präparate diverser Stoffe beim Zerfall eine Energieform ausstrahlen, die durch bestehende energetische Konzepte, wie die elektromagnetische Theorie oder die Kernphysik, nicht ausreichend beschrieben oder erklärt wurde. Reich ging daran, eine Reihe von Experimenten durchzuführen, in denen die Funktionsweise dieser Energie in der Natur untersucht wurde.

Die Natur bewegt sich. Emotion ist auch eng mit Bewegung verbunden. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Emotion ist, daß sie spontan entsteht. Reich definierte Emotion als: „eine Plasmabewegung“ [an expressive plasmatic motion, Übersetzung von Wolfe/Reich] (Reich 1949, S. 358). Reichs Definition zufolge besteht das plasmatische System aus dem autonomen Nervensystem, über das ich später sprechen werde, und dem Gefäßsystem. Ein anderer orgonomischer Wissenschaftler, Dr. Charles Konia, weist darauf hin, daß das vaskuläre System das endokrine, lymphatische und das Immunsystem umfaßt (1989, S. 224). Reich betrachtete die Plasmabewegung als Manifestation einer spontanen bioenergetischen Bewegung. Wie Reich sich ausdrückt:

Das Lebendige drückt sich in Bewegungen aus … Das deutsche Wort „Ausdruck“ … besagt wörtlich, daß sich im lebendigen System etwas „aus-“ oder „herausdrückt“ und sich folglich „bewegt“. Nichts anderes als das Vorquellen des Protoplasmas, also die Expansion und Kontraktion, kann gemeint sein. Die wörtliche Bedeutung von „Emotion“ ist „Herausbewegung“. Sie ist gleichzeitig „Ausdrucksbewegung“. Der physikalische Vorgang der plasmatischen Emotion oder Ausdrucksbewegung ist unabtrennbar verknüpft mit einer unmittelbar verständlichen Bedeutung, die wir den „Bewegungsausdruck“ [emotional expression] zu nennen pflegen. (1949, S. 360, kursiv im Original).

Ein Teil des Nervensystems, für den sich Reich sehr interessierte, war das autonome Nervensystem (ANS). Das ANS reguliert Funktionen, die meist unwillkürlich sind und sich normalerweise außerhalb des Wahrnehmung bzw. der bewußten Kontrolle befinden, wie Atemfrequenz, Herzfrequenz, Blutdruck, Verdauung, Wärmeregulierung, Blutfluß und Orgasmus. Reichs Interesse für die ANS wurde geweckt, als er bemerkte, daß der Patient manchmal eine starke emotionale Reaktion zeigte, begleitet von Veränderungen im Hauttonus, der Atemfrequenz und anderen Manifestationen von Änderungen in der ANS-Aktivität, wenn er den Patienten besonders effektiv auf eine charakterliche Haltung hinwies.

Die ANS hat zwei Zweige, das sympathische Nervensystem (SNS) und das parasympathische Nervensystem (PNS). Das SNS ist mit der sogenannten „Kampf oder Flucht“ -Reaktion verbunden, die körperliche Zustände von Angst und Wut vermittelt. Im Gegensatz dazu ist das PNS im allgemeinen mit Zuständen von Entspannung und Lust verbunden. Reich machte die Beobachtung, daß das PNS sowohl auf physiologischer als auch auf psychologischer Ebene mit einer lustvollen, expansiven Bewegung auf die Welt zu und mit entspannten, ungepanzerten Zuständen verbunden ist. Im Gegensatz dazu ist das SNS gemeinhin mit einer Kontraktion verbunden, mit anderen Worten, einer ängstlichen oder wütenden abwehrenden Bewegung weg von der Welt weg. Es ist in gepanzerten Zuständen chronisch aktiviert. Wir sehen also wieder die Pulsation, ein grundlegendes Merkmal der Natur, in diesem Fall evident werdend durch die alternierenden Zweige der ANS.

Das Interessante an der ANS ist u.a., daß sie das physiologische Substratum für bestimmte Aspekte der Geist-Körper-Beziehung darstellt. Wir wissen, daß wir eine Emotion erleben, u.a. weil ANS-vermittelte Änderungen in körperphysiologischen Funktionen wie der Herzfrequenz auftreten. Der ANS ist besonders stark mit Teilen des Gehirns verbunden, die emotionale, nonverbale Phänomene koordinieren, beispielsweise die rechte Seite des Gehirns im allgemeinen. Die rechte Gehirnhälfte kommuniziert dann mit der eher verbalen linken Gehirnhälfte. Durch Verbindungen zwischen dem ANS und dem zentralen Nervensystem (ZNS) „weiß“ das Gehirn also, was es „fühlt“. Das Erleben von Emotionen ist also eine Ganzkörpererfahrung, nicht nur etwas, das sich in bestimmten Strukturen des Gehirns zuträgt. Man könnte von einem „autonomen Selbst“ sprechen, mit dem man in Kontakt bleiben muß, um die eigenen Emotionen und den eigenen Körper vollständig wahrnehmen und erleben zu können.

 

Literatur

  • Konia C. 1989: Somatic Biopathies, Part I. Journal of Orgonomy 23(2):224-236
  • Reich W 1949: Charakteranalyse, Köln: KiWi, 1989

 

Dieser Text aus dem Jahre 2013 wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.

Deine beiden Leben

20. August 2018

Wir führen zwei Leben: eines tagsüber, das andere des Nachts. Das erstere ist das bewußte Leben in Bewegung. Hier verlieren wir das Bewußtsein während der Entladung, insbesondere im Orgasmus, aber auch etwa beim heftigen Nießen oder bei epileptischen Anfällen. In der Nacht ist alles umgekehrt: wir sind paralysiert und ohne Bewußtsein. Unsere Träume, in denen wir eine Art „Bewußtsein“ zurückerlangen, sind Entladungen, die manchmal mit Bewegungen einhergehen.

Viele Menschen glauben, der Schlaf sei imgrunde überflüssig, eine Verschwendung unserer beschränkten Lebenszeit: „Ich kann schlafen, wenn ich tot bin!“ Tatsächlich sind wir erst im Schlaf richtig Mensch, denn erst dort tritt das störende Bewußtsein zur Seite und entfaltet sich das Autonome Nervensystem ganz; wir sind ganz orgonotische Pulsation und laden uns mit Energie aus dem kosmischen Orgonozean auf:

Im Wachen tritt das zurück, die Entladung des Orgons, das Zentrale Nervensystem und der Bewegungsapparat treten in den Vordergrund und wir werden zum wachen Raubtier, das seine Beute jagt (bzw. zum nicht weniger wachen Fluchttier), ganz bestimmt vom vorwärtsschnellenden Schwung der Kreiselwelle:

Das „Leben des Tages“ ist ganz bestimmt von den Kategorien Raum (L3) und Zeit (t) = Bewegung (L/t), während das „Leben der Nacht“ von der „nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung“ bestimmt wird: Distanzen trennen nicht mehr und der Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft löst sich auf. Wie man sich das konkret vorstellen kann, zeigt der Traum, wo dieses „Leben der Nacht“ zumindest teilweise in unser Bewußtsein tritt.

Da es im raum- und zeitlosen „Leben der Nacht“ keinen Tod („das Ende einer Wegstrecke“) gibt, erübrigt sich die von vornherein unsinnige Frage nach einem „Leben nach dem Tod“ (sic!). Angesichts des Funktionsbereichs, der dieses zweite Leben, unser eigentliches Leben bestimmt, sind wir unsterblich:

ZUKUNFTSKINDER: 2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

31. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

nachrichtenbrief57

11. August 2017

nachrichtenbrief10

14. April 2017