Posts Tagged ‘Kontraktion’

Zerstörung durch Reichianische Therapie

5. November 2018

Es kann kein größeres Unheil als das Auflösen von Blockaden geben. Die „Befreiung“ durch die sexuelle Revolution hat uns das anti-autoritäre Zeitalter beschert, das diesen Planeten zerstören wird. Es muß zunächst eine sexualpositive, lebensbejahende Stimmung in der Gesellschaft hergestellt werden, bevor man eine „sexuelle Revolution“ in Angriff nehmen kann, ansonsten landen wir in einem Alptraum aus Pornographie, Verunsicherung, Selbsterniedrigung und Gewalt. Cloudbusting ohne vorangegangene Beseitigung des atmosphärischen DOR kann nur in Wetterchaos münden und Menschenleben gefährden. Die Beseitigung der Körperpanzerung und das „Freilegen des Orgasmusreflexes“ kann nur im psychosomatischen Chaos enden.

Das Grundübel sämtlicher Reichianischer Therapieformen, inklusive dessen, was manche Leute als „Orgontherapie“ betrachten, ist die fast ausschließliche Fixierung auf den Reich, der die letzten Kapitel der Charakteranalyse und das Buch Die kosmische Überlagerung geschrieben hat. Hier beschäftigt er sich mit dem „energetischen Orgonom“, d.h. der longitudinalen Bewegung der Orgonenergie zwischen Steißbein, Kopf und Genital. Es gilt die Blockierungen dieser Bewegung aufzulösen. Was sträflich vernachlässigt wird, ist Reichs vorangegangener „radialer“ Ansatz, bei dem, wie in der Charakteranalyse, der Mensch als eine Art „Zwiebel“ betrachtet wurde, deren Schalen abgetragen werden, damit sich die Kontraktion, die „Sympathikotonie“ der „inneren Amöbe“ löst. Es muß erst diese energetische Verkrampfung gelockert, Expansion und Kontakt hergestellt werden, bevor es Sinn macht „Blockaden zu lösen“.

Letztendlich beruht die vollständige Fixierung der „Körperpsychotherapien“ auf das energetische Orgonom auf der soziopolitische Charakterologie. Der liberale (linke) Charakter lebt fast ausschließlich im energetischen Orgonom, im zentralen Nervensystem. Das im Solar plexus zentrierte orgonotische System, „der Bauch“, ist ihm fremd. Autonomie ist ihm fremd. Er, der „multikulturelle Globalist“, wird davongetragen von der Kreiselwellen-Bewegung der kosmischen Orgonenergie. Die bodenständige, zentrierte, in sich ruhende orgonotische Pulsation ist ihm wesensfremd (abgesehen von haltlosen Lippenbekenntnissen). Von seiner Charakterstruktur her kann er die Orgontherapie, so wie sie vom American College of Orgonomy vertreten wird, gar nicht begreifen. Sie ist ihm eine fremde Welt.

Ich habe mich also mal wieder mit „Reichianischen“ Körperpsychotherapien beschäftigt… Hier ist meine Reaktion dokumentiert:

Die grenzenlose Charakterstruktur

1. November 2018

Reich glaubte, daß „die Emotionen an die Existenz und Bewegung von protoplasmatischer Substanz innerhalb eines begrenzten Systems gebunden sind und ohne diese Voraussetzung nicht existieren“. Expansion und Kontraktion gäbe es, so Reich, auch in der unbelebten Natur, aber mit einer Membran werden daraus die Emotionen, insbesondere die beiden Grundemotionen Lust (Expansion) und Angst (Kontraktion) (Äther, Gott und Teufel, S. 90f).

Aus dieser Warte muß man den heutigen Wahn sehen, alle Grenzen beseitigen zu wollen. Im Gespräch mit Jürgen Elsässer nennt Gerhard Wisnewski insbesondere folgende Beispiele dafür, daß überall Grenzen aufgelöst werden, wobei er bemerkenswerterweise „Leben“ durchaus ähnlich definiert wie Reich (Compact, 11/2018):

  1. finanzielle und wirtschaftliche Grenzen (deine Ersparnisse bürgen für die Verschwendung in Südeuropa, etc.);
  2. nationale Grenzen („Europa“ und die UN);
  3. ethnische Grenzen („Umvolkung“);
  4. intellektuelle und Begabungsgrenzen (die Einheitsschule, der Gerechtigkeitswahn);
  5. kulturelle Grenzen (Hollywoods globale Einheits-„Kultur“);
  6. sexuelle Grenzen („Gendermainstreaming“, wobei gleichzeitig die beiden Geschlechter zunehmend voneinander entfremdet werden);
  7. künstlerische Grenzen („Crossover-Projekte, es wird alles gemischt, Klassik mit Rock und Jazz und so weiter“).
  8. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine („Transhumanismus“).
  9. Die Grenzauflösung durch Organtransplantation, bei der übrigens LEBENDE ausgeschlachtet werden. Tote können keine Organe spenden, denn diese sind tot, d.h. funktionsunfähig!
  10. Die Grenze zwischen Tier und Mensch: Manieren, Schamgefühle, kurz die Kultur, werden aufgelöst – der Mensch wird zum Schwein.
  11. Die große Vereinheitlichung mit Weltstaat, gleichgeschaltetem Einheitsbürger und einer Weltreligion.

Für Wischnewski ist das alles von oben geplant und zwar seit Jahrzehnten, sogar Jahrhunderten (sic!). Er weiß nichts von der Emotionellen Pest, d.h. der Verschwörung gegen das Leben (das anfangs erwähnte Leben konstituierende „Grenzziehen“) an sich. Spezifischer geht es um die linksliberale und sozialistische Charakterstruktur, die auf der Verneinung von Emotionen beruht. Solche Menschen, die ganz „zerebral“ ausschließlich im „energetischen Orgonom“ leben, aus dem sie ständig hinaus streben, und denen das „orgonotische System“ (die Organisation der Pulsation – Expansion und Kontraktion, Lust und Angst) fremd ist, ertragen keine Grenzen, weil sie keine Emotionen ertragen. Bei der Nationalhymne legen sie nicht ergriffen die rechte Hand auf die Herzregion, sondern sie sind „internationalistisch angewidert“ und „betroffen“. Man gehe aus dieser Perspektive nochmals die obigen elf Punkte durch: alles löst sich in einen emotionslosen konturlosen Empfindungsbrei auf!

Daß sich die Emotionelle Pest organisiert, ist sekundär. Um zu verstehen, was wirklich in der Welt geschieht, muß man Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia lesen!

Der Kern des orgonomischen Funktionalismus, die Orgonometrie

27. Oktober 2017

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7

nachrichtenbrief67

9. September 2017

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 2.c.

16. Oktober 2015

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Entwicklungsgleichungen

a. Die Auffächerung der Hauptgleichung

b. Kreiselwelle und Pulsation

c. Welle, Puls, Expansion und Kontraktion

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel V.2.a.

8. Juni 2015

orgonometrieteil12

V. Das Wesen von Zeit und Raum

1. Zeit und Länge

a. Der „Rote Faden“ Zeit

b. Die Zeitmodi

2. Bewegung

a. Das CFP von Zeit und Länge

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel II.2.b.

6. Mai 2015

orgonometrieteil12

II. Der orgonomische Funktionalismus

1. Die orgonotische Strömung

a. Orgonotischer Kontakt

b. Die funktionelle Identität von objektiven Vorgängen und subjektivem Erleben

c. Varianten der orgonotischen Strömung

d. Die Grundlage der Psychoanalyse

e. Die Grundlage der Orgontherapie

2. Die kosmische Überlagerung

a. Die Galaxien

b. Familien und Arbeitsorganisationen

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel II.1.e.

29. April 2015

orgonometrieteil12

II. Der orgonomische Funktionalismus

1. Die orgonotische Strömung

a. Orgonotischer Kontakt

b. Die funktionelle Identität von objektiven Vorgängen und subjektivem Erleben

c. Varianten der orgonotischen Strömung

d. Die Grundlage der Psychoanalyse

e. Die Grundlage der Orgontherapie

Medizinische Orgontherapie (Teil 1)

11. Januar 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Howard J. Chavis: Medizinische Orgontherapie (Teil 1)

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