Posts Tagged ‘zentrales Nervensystem’

David Holbrook, M.D.: EMOTIONEN SPRECHEN LAUTER ALS WORTE

12. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte

 

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 2)

30. Januar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte

 

Deine beiden Leben

20. August 2018

Wir führen zwei Leben: eines tagsüber, das andere des Nachts. Das erstere ist das bewußte Leben in Bewegung. Hier verlieren wir das Bewußtsein während der Entladung, insbesondere im Orgasmus, aber auch etwa beim heftigen Nießen oder bei epileptischen Anfällen. In der Nacht ist alles umgekehrt: wir sind paralysiert und ohne Bewußtsein. Unsere Träume, in denen wir eine Art „Bewußtsein“ zurückerlangen, sind Entladungen, die manchmal mit Bewegungen einhergehen.

Viele Menschen glauben, der Schlaf sei imgrunde überflüssig, eine Verschwendung unserer beschränkten Lebenszeit: „Ich kann schlafen, wenn ich tot bin!“ Tatsächlich sind wir erst im Schlaf richtig Mensch, denn erst dort tritt das störende Bewußtsein zur Seite und entfaltet sich das Autonome Nervensystem ganz; wir sind ganz orgonotische Pulsation und laden uns mit Energie aus dem kosmischen Orgonozean auf:

Im Wachen tritt das zurück, die Entladung des Orgons, das Zentrale Nervensystem und der Bewegungsapparat treten in den Vordergrund und wir werden zum wachen Raubtier, das seine Beute jagt (bzw. zum nicht weniger wachen Fluchttier), ganz bestimmt vom vorwärtsschnellenden Schwung der Kreiselwelle:

Das „Leben des Tages“ ist ganz bestimmt von den Kategorien Raum (L3) und Zeit (t) = Bewegung (L/t), während das „Leben der Nacht“ von der „nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung“ bestimmt wird: Distanzen trennen nicht mehr und der Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft löst sich auf. Wie man sich das konkret vorstellen kann, zeigt der Traum, wo dieses „Leben der Nacht“ zumindest teilweise in unser Bewußtsein tritt.

Da es im raum- und zeitlosen „Leben der Nacht“ keinen Tod („das Ende einer Wegstrecke“) gibt, erübrigt sich die von vornherein unsinnige Frage nach einem „Leben nach dem Tod“ (sic!). Angesichts des Funktionsbereichs, der dieses zweite Leben, unser eigentliches Leben bestimmt, sind wir unsterblich:

Die Linke und die Psyche

19. April 2018

Von Rechtswegen sind Linke Materialisten, „Dialektische Materialisten“, die nichts mit Psychologie am Hute haben. Reich mußte sich in den 1920er und 1930er Jahren zur Genüge mit diesem „Vulgärmarxismus“ herumschlagen. Dieser extreme Materialismus ist die Ideologie der Roten Faschisten, der Trotzkisten, Stalinisten, Maoisten, DKPler und andere derartige Sektierer am äußersten linken Rand. Man muß mit eigenen Augen gesehen haben, wie sich solche Kommunisten auf Operationstischen buchstäblich ausschlachten lassen, weil sie partout keine „psychosomatischen“ Krankheiten anerkennen wollen!

Die breite Masse der Linken ist vollkommen anders: „Psychosomatik“ ist ihr Lebenselixier, sie lieben Freud, sind ständig am psychologisieren, gehen ganz in der „Kultur“ auf und ihr vermeintlicher „Marxismus“ ist kaum mehr als verweltlichtes „Christentum“, d.h. alles dreht sich um Moral, den Kampf gegen Ungerechtigkeit und die Sünde an den Armen und Geknechteten. Alles dreht sich ums Bewußtsein. Es durchzieht wirklich die gesamte Existenz dieser Klientel: Bewußtmachen des Unbewußten im Sinne der Psychoanalyse, die Pornographisierung des Alltags, die spezifisch „buddhistische“ Spiritualität („Achtsamkeit“), der Wahn alles regulieren und bestimmen zu können, etc.

Warum die, für einen Linken auf den ersten Blick so unnatürliche, Faszination mit dem so „unmaterialistischen“ Bewußtsein? Bewußtsein steht für das einheitliche, koordinierte Funktionieren des Organismus als Ganzheit. Aber gleichzeitig (Vorsicht: Dialektik!) unterbindet das Bewußtsein das einheitliche Funktionieren. Und genau das ist der Hauptmechanismus der linken Charakterstruktur: das, was Reich als „intellektuelle Abwehr“ bezeichnet hat. Der Intellekt dient der Abwehr bioenergetischer Strebungen, was mit einer Verlagerung der organismischen Orgonenergie vom Becken ins Gehirn einhergeht. Während der Konservative im Solar plexus zentriert ist (vegetatives Nervensystem), geht der Linke ganz im Zentralen Nervensystem („energetisches Orgonom“) auf: er ist sein Gehirn. Ein Gehirn, das alles analysiert und in seine Einzelteile „zersetzt“ – entsprechend dem Materialismus. Je weiter die Abwehr sich steigert, d.h. je neurotischer der Linke wird, desto offen materialistisch wird er, bis das anfangs beschrieben Syndrom in reiner Form vorliegt, der beinharte, knochentrockene Kommunist.

Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht. Eine Ergänzung zu „Peter der Griesgrämige“

16. März 2017

Betrachten wir zunächst die Hauptgleichung der Orgonomie (hier in sehr verkürzter, „amputierter“ Form!):

Zutiefst haben wir die „orgonotische Strömung“. Was das ist, wird am ehesten noch anhand der Orgontherapie deutlich. Die Beseitigung der Augenblockierung führt zum Kontakt mit der Umwelt (dreidimensionales Sehen), die Beseitigung der Zwerchfellblockierung zum Kontakt mit dem eigenen Selbst, dem Körper (dreidimensionales Fühlen) und die Beseitigung der Beckenblockierung zum Kontakt mit dem Kosmos (orgastische Potenz). Dies geht jeweils einher mit einem Gefühl zunehmender Tiefe. Zunächst sieht man die atmosphärische Energie, dann, nach der Öffnung des Zwerchfells, fühlt man sie durch die eigenen Glieder fließen (und lernt entsprechend den Körper wirklich als dreidimensionales Gebilde zu empfinden) und schließlich wird man eins mit diesem Fließen, d.h. wird eins mit der kosmischen Strömung, die in ihrer Überlagerung die Galaxien und damit die Materie aus dem primordialen Orgonenergie-Ozean bildet. Hier setzt die Panzerung an. Indem sie die orgonotische Strömung unterbindet, macht sie die Welt flach, raubt ihr jede Tiefe und führt bei den gepanzerten Menschen zu Derealisation, Depersonalisation und einer generellen orgastischen Impotenz.

Konkret kommt die orgonotische Strömung in der kreiselwellenartigen Bewegung (dem „Orgonom“, siehe Die kosmische Überlagerung) und der orgonotischen Pulsation (siehe Äther, Gott und Teufel) zum Ausdruck.

In der alten, autoritären Gesellschaft führte die Abpanzerung der orgonotischen Strömung dazu, daß die Menschen einseitig aus dem durch das autonome Nervensystem (Plexus solaris) verkörperte orgonotische System heraus empfanden und entsprechend eine konservative, reaktionäre, wenn nicht faschistische Charakterstruktur hatten. In der neuen, antiautoritären Gesellschaft ist es zu einer ebenso einseitigen Verschiebung hin zum Orgonom gekommen, das durch das zentrale Nervensystem verkörpert wird. Die Menschen sind „zerebral“ und von ihren Emotionen getrennt, entsprechend liberal, sozialistisch, wenn nicht kommunistisch strukturiert. Den Unterschied sieht man im gesamten Auftreten. Man vergleiche etwa einen heutigen „typischen Deutschen“ mit einem typischen Türken! Ein „Erdogan“ wäre heute in Deutschland undenkbar!

Aus der obigen Gleichung ist ersichtlich, daß sich die Kreiselwelle in der „Welle“ und im „Puls“ äußert, die Pulsation selbstredend in Expansion und Kontraktion.

Die „Welle“ steht für den Schwung nach vorne, wie er etwa archetypisch im Sprung des Tigers zum Ausdruck kommt – oder in der Flucht der Gazelle. Dem Sprung ging ein mühsames und langwieriges Verfolgen und Lauern voran, der wilden Flucht das Grasen. Das letztere steht für den „Puls“, das „Mahlen auf der Stelle“, die Arbeit am Kleinklein. In der autoritären Gesellschaft „lebte man, um zu arbeiten“. Nur so waren die horrenden Kriegsanstrengungen und das Wirtschaftswunder möglich. Für den antiautoritären Menschen sind das „Sekundärtugenden, die Auschwitz erst möglich gemacht haben“. Arbeit ist eine Last („Ausbeutung“), stattdessen wird umverteilt und konsumiert, man gibt sich der Hedonie hin.

Die entsprechenden Erörterungen über Kontraktion und Expansion erübrigen sich ebenso, wie eine detaillierte Beschreibung, wie sich diese energetischen Funktionen in der neueren Geschichte des Kapitalismus widergespiegelt haben bzw. wie dessen Entwicklung wiederum die jeweiligen Charakterstrukturen perpetuierten. Man braucht nur die Augen aufmachen!

Diedrich: Naturnah Forschen (2000)

13. März 2017

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Diedrich: Naturnah Forschen (2000)

Die Atemsperre aus Sicht der Neurowissenschaft

14. Dezember 2016

Für die Orgonomie ist Einatmen funktionell identisch mit einer Kontraktion des Organismus, die wiederum funktionell identisch ist mit Furcht und „ängstlicher Aufmerksamkeit“. Das sympathische Nervensystem wird aktiviert. Deshalb wird in der Orgontherapie so viel Wert auf ein intensives Ausatmen durch den Mund gelegt. Wird das Kind auf eine lust- und lebensfeindliche Weise von den Eltern behandelt, entwickelt es eine chronische Einatmungshaltung und wird zeitlebens von dem heimgesucht, was ihm vor langer Zeit widerfahren ist.

Christina Zelano (Northwestern University) et al. haben entdeckt, daß der Atemrhythmus, ob wir ein- oder ausatmen, die elektrische Aktivität im menschlichen Gehirn beeinflußt und damit das emotionale Urteilen und das Erinnerungsvermögen. Damit wurde erstmals das zentrale Element der Orgontherapie, die Rolle der Atemsperre (chronische Einatmungshaltung, Sympathikotonie) mit dem Zentralen Nervensystem in Zusammenhang gebracht. Die Hirnaktivität schwankt mit der Atmung.

Die Forscher entdeckten einen dramatischen Unterschied in der Hirnaktivität in der Amygdala und im Hippocampus beim Einatmen im Vergleich zum Ausatmen. Wenn man einatmet, stimuliert man das limbische System, insbesondere Neuronen im olfaktorischen Cortex, in der Amygdala und im Hippocampus, d.h. in Hirnbereichen, in denen Emotionen, insbesondere Angst, Gedächtnis und Gerüche verarbeitet werden.

Ausgehend von dieser Entdeckung forderten die Wissenschaftler Versuchspersonen auf, sich möglichst schnell zu entscheiden, ob Gesichter, die man ihnen vorlegte, entweder Angst oder Überraschung zeigten. Während des Einatmens erkannten sie ängstliche Gesichter schneller als während des Ausatmens. Bei Gesichtern, die Überraschung ausdrücken, gab es diesen Unterschied nicht. Außerdem wurde der Effekt geringer, wenn die Probanden durch ihren Mund atmeten.

In einem zweiten Experiment, das darauf abzielte, die an den Hippocampus gebundene Gedächtnisfunktion zu untersuchen, wurden denselben Versuchspersonen Objekte auf einem Computerbildschirm gezeigt, die sie sich einprägen sollten. Die Erinnerung war später besser, wenn die Bilder während des Einatmens gesehen wurden. Auch hier verminderte die Mundatmung den Effekt.

Die beiden Experimente werden evolutionär erklärt: wenn man in Gefahrensituationen schneller atmet, gewinnt das Einatmen im Vergleich zum Ausatmen an Gewicht, d.h. man atmet insgesamt länger ein. Das Hirn wird entsprechend beim Einatmen besser aktiviert, weil man schnell auf Gefahrensituationen reagieren muß. Es wird auch auf das „aufmerksame Atmen“ bei der Mediation verwiesen: durch das verstärkte Einatmen „synchronisiert man die Hirnschwingungen über das ganze limbische Netzwerk hinweg“.

Bioenergetik und Tod

29. November 2016

In seinem Buch Der Urschock stellt der italienische Reichianer Luigi DiMarchi die These auf, daß alles menschliche Elend aus einem „existentiellen Schock“ stammt, der dem „menschlichen Affen“ widerfuhr, als er spürte, daß er sterblich ist. Wir alle sind zum Tode verurteilt und perverserweise wissen wir nicht mal, wann denn das Urteil vollstreckt wird: morgen oder erst in 50 Jahren! Alle Kultur, Philosophie, Religion und alle politischen Aufstände dienten nur dem Ziel mit dieser unerträglichen Angst fertigzuwerden, die so letztlich die Ursache der Panzerung sei. Gefährlich wird diese Angst dadurch, daß die Menschen ihre Angst paranoid nach außen projizieren würden, und die vermeintlich „bösen“ Gruppen wie „die Juden“, „die Kapitalisten“, „die Roten“, etc. sterben müssen, um so irgendwie mit dem eigenen Tod fertigzuwerden. Aber nicht unsere Mitmenschen, sondern die böse „Stiefmutter Natur“ sei unser wirklicher Gegner, gegen den wir uns humanistisch solidarisieren müßten. Wir müßten unsere Wissenschaft danach ausrichten, endlich mit dem Tod fertigzuwerden. Letztendlich wird dieser Ansatz in die Unmenschlichkeit eines „unsterblichen“ kybernetischen künstlichen Wesens führen, das alle Verbindung zur Natur verloren hat.

Die Alternative zu diesem Ausweg vor dem Tod, eine, die praktisch alle Menschen vor dem Zeitalter der Aufklärung beschritten haben, ist der Mystizismus. Der Mechanist wird sagen, daß dies alles nur Träumereien seien und daß der einzige reale Weg zur Überwindung des Todes in der medizinischen Forschung und der technischen Weiterentwicklung liege. Tatsächlich hängt jedoch der Mechanist weit eher einer Scheinlösung an und dies in zweifacher Hinsicht:

Die Frage nach dem Tod und dem Sinn des Lebens ist eine Frage, „die das Gehirn stellt“. Warum glauben wir, daß diese Frage irgendeine Bedeutung hat?! Das Zentrale Nervensystem, bzw. das Bewußtsein ist nicht die höchste Ausdrucksform des Lebendigen, sondern ein bloßes Werkzeug, um uns in unserer Umwelt zurechtzufinden. Vor vielen Jahren ist die Narbe meiner Fahrradpedalen blockiert, als ich mit ganzer Kraft losradeln wollte. Mit dem Gesicht voran bin ich mit voller Wucht auf den Asphalt geknallt – hätte mein Bewußtsein die Herrschaft behalten, stattdessen hat mein Körper in Bruchstücken einer Sekunde so reagiert, daß mir rein gar nichts passiert ist. Was genau er gemacht hat, weiß ich nicht. Als mein Bewußtsein die Kontrolle wieder innehatte, stand ich verdutzt vor dem vor mir auf dem Boden liegenden Fahrrad. Oder eine Klassenfahrt, als ich ein Kind war: im Kinderheim tobte und alberte ich auf dem Stockbett herum, verfing mich im Bettlacken und knallte mit dem Genick voran aus zwei Meter Höhe auf den Betonboden, – wenn sich nicht mein Körper in der Luft gedreht hätte, so daß ich in einer artistischen Nummer, die ich bewußt nie hingekriegt hätte, irgendwie so flog, daß ich plötzlich unter dem oberen Etagenbett hing und mich kopfüber mit allen Vieren am Bettgitter festklammerte. Eine artistische Spitzenleistung! Das Bewußtsein ist, wenn es wirklich ums Überleben geht, nichts weiter als ein alberner Störfaktor. Zu glauben, daß das Denken uns irgendwas über „Leben und Tod“ sagen könnte, ist eine Idiotie! Der Mystiker versucht zumindest Zugang zu diesem Geheimnisvollen zu finden, das jenseits des Denkens in uns wohnt – das wir sind: „Hinter deinen Gedanken und Gefühlen, mein Bruder, steht ein mächtiger Gebieter, ein unbekannter Weiser – der heißt Selbst. In deinem Leibe wohnt er, dein Leib ist er“ (Nietzsche).

Überhaupt unser ach so wertvolles Bewußtsein! Bewußtsein ist kein „Ding“, keine „Seele“, kein „kleiner Mann im Kopf“ oder sonst etwas, was eine Ausdehnung und einen Ort hätte. Es gehört, zusammen mit Phänomenen wie die Genetik oder die Gravitation, zum orgonotischen Funktionsbereich der „gleichzeitigen Wirkung“, die dem Mechanisten prinzipiell nicht zugänglich ist. Ohne „Fernwirkung“ wäre die Gravitation unerklärlich oder wie in jeder einzelnen Körperzelle der gesamte Körper codiert sein kann – oder wie ein materieller Zellhaufen so etwas wie „Bewußtsein“ entwickeln kann. Mystiker mit ihrem Glauben an die Unsterblichkeit haben zumindest ein Gespür dafür, daß das Bewußtsein außerhalb der materiellen Welt steht.

Die Schwerkraft funktioniert so, als gäbe es zwischen den Objekten keinen Raum. Die Gene funktionieren, als gäbe es keine Zeit, die die aufeinanderfolgenden Ereignisse voneinander trennt. Das Bewußtsein hat keine räumliche Ausdehnung, im Gedächtnis ist die Zeit aufgehoben. Die Mystiker liegen nicht vollkommen falsch!

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 2.i.

24. November 2015

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

a. Die Auffächerung der Hauptgleichung

b. Kreiselwelle und Pulsation

c. Welle, Puls, Expansion und Kontraktion

d. Ladung und Entladung

e. Erstrahlung und Anziehung

f. Schein, Sein, Trennen und Verbinden

g. Fühlen

h. Entfaltung, weg vom CFP, Vereinfachung und hin zum CFP

i. Die Verwurzelung des Denkens in der Natur

Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie

6. Juli 2015

Orgonomen sind im allgemeinen gegen Psychopharmaka, weil diese, ähnlich wie Drogen, das Energie-System des Körpers drosseln, die Kontaktfähigkeit mindern, etc. Es ist schon etwas gruselig, wenn manche Betroffene beispielsweise beschreiben, daß sich unter dem Einfluß „der Pillen“ eine Art „Wand“ bilde zwischen ihnen und ihren Gefühlen. Andererseits sind Psychopharmaka ein absoluter Segen, denn was mit einem schwer depressiven Patienten, der sich zu nichts mehr aufraffen kann, konkret machen?! Vielen Patienten helfen die Pillen nicht, aber es gibt eben auch Fälle regelrechter Wunderkuren. Das aus ideologischen, gar (pseudo-) „orgonomischen“, Gründen vom Tisch zu wischen, ist… Siehe dazu auch: Psychopharmaka und Orgonomie.

Trotzdem: Psychopharmaka sind zweifellos hochproblematisch und die Erfolgsquote ist nicht gerade berauschend – ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen. Um so erfreulicher ist eine alternative Behandlungsmethode für Patienten, die unter „Major Depression“, also einer schweren Depression leiden, früher sprach man von „endogener Depression“. Dieser Behandlungsansatz ist vor allem auch deshalb interessant, weil er in vieler Hinsicht der orgonomischen Herangehensweise ähnlich ist.

Reich versuchte direkt auf das Autonome Nervensystem und das Zentrale Nervensystem einzuwirken. Beim ersteren ging es darum, durch psycho- und körpertherapeutische Techniken die allgemeine „Sympathikotonie“ aufzulösen. Die direkte Einwirkung auf das Gehirn beschreibt Reich im Schlußkapitel der Charakteranalyse, wo es u.a. um die Auflösung der Augenpanzerung geht, ebenfalls durch psycho- und körpertherapeutische Techniken. Dazu muß man wissen, daß die Augen integraler Bestandteil des Gehirns sind, Gehirngewebe.

Bei dem erwähnten alternativen Therapieansatz geht es um die elektrische Stimulation eines Hauptnerven, der direkt vom Gehirn ausgeht. Ian A. Cook vom Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior (University of California, Los Angeles) und seine Kollegen konnten in einer Pilotstudie 80 Prozent der Versuchsteilnehmer von der schweren Depression heilen, was, gelinde gesagt, ein hervorragendes Ergebnis ist.

Bei dieser Behandlungsmethode werden zwei Elektroden an der Stirn angebracht und so der Trigeminalnerv über Wochen hinweg acht Stunden täglich, d.h. über Nacht, stimuliert, ohne daß es zu erkennbaren Nebenwirkungen kommt.

Die Forscher glauben, mit ihrer Methode sei es möglich, Signale direkt in Schlüsselregionen tief im Gehirngewebe zu senden, ohne den Schädel öffnen zu müssen. Sie spekulieren, daß die elektrische Reizung des Trigeminalnervs eine Ereigniskette in der neuronalen Infrastruktur hervorruft.

Das klingt recht vage, wenn nicht sogar nichtssagend, aber es geht eh nur darum, daß ein Anstoß gesetzt wird, der blockierte selbstregulatorische Prozesse in Gang setzt, ganz im Sinne der Orgontherapie.

In der Orgonomie wird Depression vor allem als Folge einer „oralen Blockade“ betrachtet. An der folgenden Illustration sieht man, daß einer der drei Hauptäste des Trigeminus zum Kiefer führt:

In einem früheren Blogeintrag habe ich bereits den Zusammenhang zwischen bionösem Zerfall und der Schizophrenie dargelegt. Es gibt Hinweise darauf, daß auch andere (alle?) psychische(n) Erkrankungen einen entsprechenden Hintergrund haben könnten.

Mario Capechi von der University of Utah konnte Labormäuse, die unter Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreißen) litten, durch eine Knochenmarkstransplantation heilen. Er führte den pathologischen Putzzwang auf einen Defekt des Gens Hoxb8 zurück, der wiederum zu einem Mangel an Mikroglia-Zellen führt. Diese Zellen werden im Knochenmark gebildet und beseitigen im Gehirn Krankheitserreger.

Wurde nun bei derartig erkrankten Mäusen das Knochenmark ersetzt, so daß wieder ausreichend Mikroglia-Zellen gebildet werden konnten, verlor sich ihr „neurotisches“ Verhalten. Umgekehrt entwickelten zuvor gesunde Mäuse die Zwangsstörung, wenn man ihnen Knochenmark mit dem Hoxb8-Defekt einpflanzte.

Capechi vermutet ähnliches auch bei anderen neuropsychiatrischen Störungen, etwa Depression, Schizophrenie und Autismus.

Aus Sicht der Reichschen Erforschung der Bione und der Biopathien, insbesondere der Krebsschrumpfungs-Biopathie, ist zu vermuten, daß die erwähnten „Krankheitserreger“ Produkte des ständigen bionösen Zerfalls des Gehirns sind, dessen hohe Orgonität der Körper nur mit Mühe und Not aufrechterhalten kann.

Ein gesundes Immunsystem kann immer wieder für ein Gleichgewicht sorgen, d.h. die Folgen des bionösen Zerfalls in Schach halten (Mikroglia-Zellen).

Dieses Gleichgewicht kippt, wenn entweder das Immunsystem durch eine Schädigung des Knochenmarks zusammenbricht oder der bionöse Zerfall zu groß wird, um vom Immunsystem weiterhin aufgefangen werden zu können.

Die psychiatrische Orgontherapie wirkt auf beides ein: einerseits sorgt sie lokal für einen besseren orgonotischen Status des okularen Segments (wie das geschieht, hat Reich in Charakteranalyse beschrieben) und andererseits wirkt sie der gesamtorganismischen energetischen Kontraktion entgegen, die nicht zuletzt auch das Immunsystem umfaßt. (Tatsächlich entspricht das dem Ablauf einer typischen Orgontherapie-Sitzung: Charakteranalyse auf dem Stuhl gefolgt von Atmen [ATMEN!!!!] auf der Matratze.)

Das Wesen des Immunsystems ist natürlich weniger ein allgemeines „PA gegen T“, das Reich in Der Krebs beschreibt, sondern seine Spezifität. Für jeden Krankheitserreger werden vom Organismus auf subzellularer Ebene ganz spezifische, paßgenaue Gegenstrategien entwickelt. Genau das macht ja die „Immunität“ aus. Hier kommt, wie der medizinische Orgonom Charles Konia ausgeführt hat, die Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie zum Ausdruck. Es ist auf zellulärer Ebene genau das, was wir tun, wenn wir einen bestimmten Feind erkennen. (Das ganze ist unabhängig vom Bewußtsein. Das Bewußtsein stört sogar, wie jeder Kampfsportler weiß.)

Die in den Genen (etwa in Hoxb8) gespeicherte Information ist natürlich ebenfalls letztendlich Ausdruck der Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie.

Was die Verbindung von Wahrnehmungsfunktion und Immunsystem betrifft, könnte auch eine brandaktuelle Entdeckung von Bedeutung sein: Antoine Louveau (University of Virginia School of Medicine) hat mit einer Zufallsentdeckung eines der Grunddogmen der Medizin erschüttert. Bisher ging man davon aus, daß das Gehirn als einziges Organ nicht mit dem Lymphsystem, der zentrale Apparat der Immunabwehr, verbunden ist. Nun stieß Louveau auf feinste Verästelungen, die bisher übersehen wurden.

Ging man zuvor davon aus, daß das Gehirn nur über Botenstoffe und Nervenreize mit dem Immunsystem kommuniziert, hat man jetzt erstmals eine direkte Verbindung zwischen den beiden Strukturen gefunden. Eine Erkenntnis, die das Verständnis vom Zusammenspiel zwischen Gehirn und Körper revolutioniert.