Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

Handel und sekundäre Schicht

19. April 2017

Reich hat den Charakter des Menschen in den zentralgelegenen produktiven und rationalen bioenergetischen Kern (erste Schicht, die „Natur“ des Menschen) und die soziale Fassade (dritte Schicht, die „Persönlichkeit“ des Menschen) aufgeteilt, die diese Impulse nach außen vermittelt. Ähnlich wie beim Entoderm und Ektoderm sich das Mesoderm (weitgehend die Muskulatur) schiebt, kommt bei der biopsychischen Struktur als weitere Schicht, die mittlere Schicht hinzu. Sie bestimmt den Charakter des Menschen, also die Art und Weise, wie er seine Energie bindet und freisetzt. Ist er gepanzert, d.h. ist die Muskulatur je nach Charakter chronisch verspannt und das Verhalten entsprechend irrational, spricht man von der sekundären Schicht. Die zweite Schicht wird zum Hort der sekundären Triebe.

Im Nationalsozialismus gab es eine zentrale Auseinandersetzung über die Stellung des Handels. Die einen sahen im Handel etwas „typisch Jüdisches“: der Jude würde das „verschachern“, was andere produziert haben, und daraus einen ungerechtfertigten Profit schlagen. Eine ausbeuterische Schicht schiebe sich zwischen Produzenten und Konsumenten. (Dagegen wurde von anderen Nationalsozialisten voller Empörung der ehrbare „deutsche Kaufmann“ angeführt.) Ein entsprechendes Sentiment fand sich in der gegen den „kosmopolitischen“ Westen gerichteten Propaganda der „DDR“. Ähnlich hat auch Jerome Eden Ende der 1970er Jahre argumentiert, als er sich mit dem Direktmarketing von damals aktuellen „grünen“ Produkten beschäftigte und den Einzelhandel mit der mittleren Charakterschicht gleichsetzte, die dem System Energie entziehe, es sozusagen „besteuere“. Ähnliche Gedanken finden sich bei vielen „Direktvermarktern“, etwa Leuten, die direkt beim Biobauern kaufen, Konsumgenossenschaften, etc. Mit den Möglichkeiten, die das Internet für die Direktvermarktung geschaffen hat, ist das ganze topaktuell.

Diese Vorstellungen haben etwas für sich. Man kann den Handel in der Tat mit der zweiten Schicht funktionell gleichsetzen, muß dabei aber die durchaus rationale mittlere Schicht von der irrationalen sekundären Schicht unterscheidet. Die mittlere Schicht kanalisiert einfach die Energie. Der Mensch zeigt „Charakter“ („Charakter“ hier durchaus in der überkommenen Begrifflichkeit!). Genauso ist es mit dem Handel. Ich kaufe für meinen täglichen Bedarf immer im größten Supermarkt Norddeutschlands ein, weil ich es schätze 100 000 einzelne Produkte in überschaubarer, wohlüberlegter und ansprechender Form und garantierter Qualität präsentiert zu bekommen, darunter auch exotische Spezialitäten, auf die ich alleine nie kommen würde. Für diesen Service zahle ich gerne die in dieser Branche ohnehin lächerlich geringe Handelsspanne. (Außerdem gibt es dort im Gegensatz zum Discounter keine Türken und keine deutschen Asozialen, aber das ist ein anderes Thema…) Die irrationale Seite des Handels (sekundäre Schicht, sekundäre Triebe) zeigt sich beispielsweise darin, daß man sich nach den billigeren, aber nicht unbedingt schlechteren Marken grundsätzlich bücken muß und die Produkte so aufgestellt sind, daß willensschwache („charakterlose“) Menschen zu sinnlosen, aber für das Geschäft profitablen Konsum angestachelt werden. Dieser Aspekt zeigt sich insbesondere in der Fernsehwerbung. Wenn etwa für Erfrischungsgetränke und Süßigkeiten geworben wird, wirkt das, als würben sie für Kokain oder ähnliches.

Die Lüge Demokratie

18. April 2017

Demokratie ist nicht etwa eine Lüge, weil sie, je nachdem, die Herrschaft des tumben Pöbels ist oder, wie in den antiken „Demokratien“, die Herrschaft einer kleinen Kaste von Sklavenhaltern, sie ist eine Lüge, weil sie die Zeitachse außen vor läßt. Wir sind die Treuhänder dessen, was unsere Vorfahren teilweise unter unvorstellbaren Qualen erkämpft und erwirtschaftet haben. Ohne die Tradition, etwa in Gestalt von Erfindungen oder beispielsweise der Sprache, wären wir buchstäblich ein Nichts. Wir sind ebenso die Treuhänder dieses Erbes für die Generationen, die nach uns kommen. Ohne Vergangenheit und Zukunft macht unser Leben keinerlei Sinn. In der Demokratie, die nur den kurzfristigen Egoismus kennt, wird dies negiert. Demokratie ist demnach der ultimative Nihilismus. In der Monarchie, die sich einzig durch die Zeitachse definiert, ist das, jedenfalls vom Prinzip her, anders.

Auch sind Monarchien, genau wie die Arbeitsdemokratie, inhärent transnational. Welches Unheil nach dem Ersten Weltkrieg Präsident Wilson, ein pestilenter Charakter, mit seinem Wahn von „nationaler Unabhängigkeit“ und „Demokratie“ gebracht hat, braucht hier nicht erörtert werden.

Letztendlich geht es um die Kinder der Zukunft. Wird etwa gefragt, was uns denn das Geschehen in der Türkei, im Iran oder in Südafrika angehe, nämlich nichts, wenn das der dortige demokratische Wille der Menschen ist, kann ich nur antworten: ganz im Gegenteil – das einzige, was uns angeht, ist das Wohlergehen der Kinder der Zukunft.

Entspricht das nicht der Freiheitskrämerei der Kommunisten und Neo-Konservativen (Krypto-Trotzkisten)? Nein, denn wir haben mit dem Blick auf die Rolle der Tradition ein Bewußtsein für die charakterstrukturellen Begrenzungen dieses Konzepts.

Im Wilhelm Reich der Hölle

13. April 2017

Aus dem Traum von einem befreiten, selbstregulierten Menschen wurde eine Generation, die sich nur um ihre „Identitäten“ dreht, die niemals infrage gestellt werden dürfen. Es dreht sich alles um ihr angeblich „eigenes“ ach so kostbares und ach so zerbrechliches Ich. Die verzogenen Arschgeburten der Bourgeoisie fühlen sich dabei auch noch „links“!

Aus dem Traum von einer befreiten, befriedigenden Sexualität, die nicht länger von der Liebe getrennt ist, wurde ein Haufen von ekelerregenden Freaks, die sich ausgerechnet über ihre sexuellen Perversionen definieren und das teilweise ausschließlich.

Aus dem Konzept der Panzerung wurde die Auflösung aller Grenzziehungen zwischen den Geschlechtern, Ländern, etc. Alles gerät in Fluß, die Energie schwappt durchs Rhizom…

Aus dem Funktionalismus wurde die Dekonstruktion, die jedwedes Lebensgefühl erstickt. Überall läßt sich Sexismus, Klassismus, Rassismus, Eurozentrismus, etc. aufdecken, so daß nichts von unserer Kultur übrigbleibt als ein übelriechender Schrottplatz.

Das läßt sich alles auf einen gemeinsamen Nenner zurückführen: die vollständige Abtrennung vom bioenergetischen Kern. Die Trennung von der Herkunft in biologischer und kultureller Hinsicht. Was bleibt ist – Schrott. Und genauso sehen diese bizarren Dämonen, man kann sie nicht mehr als Menschen bezeichnen, auch aus:

Der neue historische Materialismus

12. April 2017

Die gesellschaftlichen Zustände gehen auf die – gesellschaftlichen Zustände zurück. Konkret geschieht das durch den Menschen, dessen Charakterstruktur von den gesellschaftlichen Zuständen geformt wird und der entsprechend die gesellschaftlichen Zustände reproduziert. Da der Charakter aber nicht einfach „von der Gesellschaft“ geformt wird, sondern konkret von der Familie und derem unmittelbaren Umfeld, ist diese Umsetzung nicht mechanisch. Hinzu kommt, daß der Mensch nicht beliebig formbar ist, sondern die Charakterbildung bestimmten inhärenten, d.h. biologischen Gesetzen unterliegt (siehe Elsworth F. Bakers Der Mensch in der Falle). Der ständige Einbruch dieser biologischen Gesetzmäßigkeiten zusammen mit der Unvorhersehbarkeit der Zeitläufe (zufällige politische Entwicklungen mit weitreichenden Folgen, etwa der Ausbruch der beiden Weltkriege und deren unvorhersehbarer Verlauf, oder unvorhersehbare technische Entwicklungen, beispielsweise das Internet) sorgt für die gesellschaftliche Dynamik. Schon kleinste Veränderungen, geschweige denn gigantische Umbrüche wie die Weltkriege, können eine biologische Dynamik in Gang setzen, die aus rein ökonomischer und soziologischer Sicht nicht vorhersehbar sind. Hilfloserweise wird dann auf den Mystizismus zurückgegriffen, etwa indem von vermeintlichen „Materialisten“ der „Ideologie“ eine allesbestimmende Bedeutung zugemessen wird oder alles mit „Verschwörungen“ erklärt wird, etwa das Aufkommen von Al-Qaida oder ISIS.

Eine positive Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse hilft nur weiter, wenn der biologische Faktor berücksichtigt wird. Welche Veränderungen genau sind „positiv“? Hilft beispielsweise eine sozialistische Rundumversorgung den Menschen weiter? Reagieren sie aufgrund ihrer Charakterstruktur nicht vielleicht gegenteilig zu dem, was man aus abstrakter (ideologischer) Sicht vermuten sollte? Was immer man tut und wie immer man auf Ereignisse reagiert, man muß stets von charakterdynamischen Überlegungen ausgehen. Ohne auf das zu hören, was Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia in dieser Hinsicht erarbeitet haben, wird es niemals zu einem wirklichen Fortschritt kommen.

Der Holocaust im Kiwittsmoorpark

8. April 2017

Im Kiwittsmoorpark hielten sich am Samstag gegen 0:40 Uhr eine Gruppe von deutschen Jugendlichen auf und wurden „aus einer anderen Gruppe heraus“ ohne ersichtlichen Grund angegriffen und zwei 19jährige schwerverletzt. Einer trug eine Stichverletzung davon, der andere einen Knochenbruch.

Was ich hier gerade im Lokalanzeiger von Langenhorn, Hamburg gelesen habe, wird kaum in die Stadtnachrichten oder gar in die bundesweiten Nachrichten gelangen. Das gleiche gilt flächendeckend für zahllose gleichgeartete Vorfälle im ganzen Land:

Am Rande des Kiwittsmoorparks auf dem Parkplatz des U-Bahnhofs Kiwittsmoor wurden dreistöckig Container für „Flüchtlinge“ aufgestellt, d.h. junge Männer, die den lieben langen Tag rumsitzen und mit den Smartphones, auf die sie unablässig starren, weltweit vernetzt sind.

Worum es geht, ist die schrittweise Verdrängung der autochthonen Bevölkerung aus dem öffentlichen Raum. Welche Frau wird jetzt noch abends durch den Park joggen. Selbst ich: ich könnte da nicht mehr wie früher abends chillen ohne auch nur den Anflug des Gefühls einer wie auch immer gearteten Bedrohung.

Warum tun uns die Grünen, die SPD und die dem Zeitgeist sich anpassende CDU das an? Vordergründig geht es um den Schutz der „Flüchtlinge“, doch das wahre Motiv ist ein anderes. Der ach so weichherzige (links-) liberale Charakter leidet aufgrund seiner Struktur, die nicht auf muskulärer, sondern „intellektueller“ Panzerung beruht („der Intellekt als Abwehr“), unter einer extremen Aggressionshemmung. Er holt deshalb frustrierte und aggressive jugendliche Abenteurer ins Land, damit die stellvertretend einen Genozid am deutschen Volk verüben. Es geht ihm um die Auslöschung der bioenergetischen Kernfunktionen im eigenen Volk.

Das entspricht weitgehend dem Vorgehen der Nationalsozialisten, auch wenn die als Charaktere von der anderen Seite des soziopolitischen Spektrums höchst selbst handelten. Sie waren nicht damit zufrieden, irgendwelche imaginären Führungsfiguren einer angeblichen „jüdischen Weltverschwörung“ auszuschalten, nein, indem sie es gerade auf Frauen und Kinder abgesehen hatten, wollten sie eine „biologische Lösung“. Auf beiden Seiten der gleiche Lebenshaß, ein und dieselbe Emotionelle Pest.

Wie Reichs MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS ins Gegenteil verkehrt wird

5. April 2017

Angesichts des Aufkommens von Marine LePen, der AFD, dem Brexit und anderer „rechtspopulistischer“ Bewegungen wird gerne auf die Aktualität von Reichs 1933 erschienenem Buch Die Massenpsychologie des Faschismus verwiesen. Reich hätte damals genau das analysiert, was auch heute geschehe. Was damals Antisemitismus war, sei heute die „Ausländerfeindlichkeit“; die Mischung aus Autoritarismus und Rebellion, das nach oben Buckeln und nach unten Treten, der Appell an „einfache Lösungen“ („endlich durchgreifen“!) und das Schwarzweißdenken entspräche heute dem Rechtspopulismus.

Ich bestreite in keinster Weise, daß Reichs Analyse noch heute aktuell ist, aber man gehe damit doch bitte in Erdogans Türkei! Worum es Reich zentral ging, war, daß die Menschen gegen ihre eigenen Interessen handelten, sich ausbeuten und als Kanonenfutter mißbrauchen ließen. Wenn heute Menschen sich dagegen wehren, daß ihr Lebensglück dem persönlichen Machtinteresse einer Angela Merkel und den Visionen linker Ideologen geopfert wird – ausgerechnet gegen diese Menschen, die für ihre eigenen Interessen ein- und aufstehen, Reich ins Feld zu führen, ist schlichtweg obszön. Konkret wehren sie sich gegen die biosoziale („emotionale“) Vergiftung ihres unmittelbaren Lebensumfelds durch islamische Herrenmenschen, Zigeuner, Neger, etc., die Zerstörung des Bildungssystems und damit der Zukunftschancen unserer Kinder, die Überforderung der Sozialkassen und vor allem der wachsenden Wohnungsnot für Unter- und sogar Mittelschichtler in den Ballungsräumen. Daß sie dagegen aufstehen und für die eigenen Interessen kämpfen, mit dem Faschismus gleichzusetzen… Geht’s noch?!

Im besten Fall handelt es sich hier einfach um das mechanistische Übertragen von Reichs Analyse der autoritären Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die so andersgeartete antiautoritäre Gesellschaft Anfang des 21. Jahrhunderts. Im schlimmsten Fall ist es Emotionelle Pest, d.h. Ausdruck des eigenen irrationalen Antiautoritarismus der entsprechenden Autoren. Unbewußt ertragen sie das Lebensglück der anderen nicht und wollen es deshalb zerschlagen, indem sie vorgeben gegen den Faschismus (d.h. das Zerschlagen des Lebensglücks der Massen) aufzustehen. Charakterstrukturell sind sie „liberal“ und ertragen nicht die Mobilisierung der rationalen Aggression im bioenergetischen Kern. Wir können alle krepieren, damit sie sich wohlig und sicher fühlen! Weist man auf diese bioenergetischen Zusammenhänge hin, erklären einem diese „Reichianischen“ Arschlöcher frech, daß das eine groteske Entstellung der Erkenntnisse Reichs wäre bzw. keinerlei Ähnlichkeit mit Reichs Ausführungen habe, man brauche ja nur Die Massenpsychologie des Faschismus zu lesen!

nachrichtenbrief6

4. April 2017

Nationalsozialistische Hippies

27. März 2017

Der Nationalsozialismus ist heute von Bedeutung nicht als Warnung vor den Schrecknissen der autoritären Gesellschaft per se, sondern vor den Schrecknissen des Zusammenbruchs der autoritären Gesellschaft.

Eines der Probleme bei der Vermittlung von Charles Konias Theorien über die antiautoritäre Gesellschaft, die sich seit 1960 ausformt, ist, daß diese Entwicklung natürlich nicht einheitlich ist. Bis heute findet man ganze Familien, ganze Dörfer, die noch durch und durch autoritär geprägt sind. Oder man nehme die „türkische Community“, die weitgehend noch in autoritären bis extrem reaktionären Parallelgesellschaften verharrt. Hinzu kommt, daß es infolge des allgemeinen Linkstrends zu einer fortschreitenden politischen Polarisierung kommt, durch die Menschen, die früher nicht im Traum „reaktionärer Tendenzen“ verdächtig waren, schon aus Protest etwa die Welt des Kaiserreichs zu glorifizieren beginnen und sich entsprechend nonkonformistisch im Alltag verhalten.

Ähnliches läßt sich über die alte autoritäre Gesellschaft vor 1960 sagen. Es gab zu dieser Zeit jede Menge antiautoritärer Tendenzen insbesondere nach der industriellen Revolution und ihren Umbrüchen und natürlich nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Aber auch das waren nur vereinzelte und isolierte Erscheinungen. Eine davon war nicht zuletzt der Nationalsozialismus. In der Eigenwahrnehmung waren Leute wie Hitler oder Goebbels alles andere als „Reaktionäre“. Imgrunde verachteten sie das „Völkische“, auch in der eigenen Bewegung. Wichtiger als diese ideologischen Fehlfarben war jedoch ihr konkretes Handeln, etwa der Kampf gegen die Autorität der traditionellen Familie durch die Hitler-Jugend, der aus taktischen Gründen nie offen ausgetragene antikirchliche Kampf und nicht zuletzt die generelle Tendenz zur Zentralisation und, ja, „Gleichschaltung“, d.h. die Zerschlagung lokaler und traditioneller Autoritäten. Dazu gehört auch der Sozialstaatsgedanke. In vieler Hinsicht war das Dritte Reich der Probelauf der BRD, Hitler der Vorgänger Willy Brandts!

Unerwähnt bleiben soll auch nicht, daß praktisch die gesamte Führungsmannschaft des Nationalsozialismus aus bizarren Sonderlingen bestand, die im bürgerlichen Leben untergegangen wären. Angefangen bei der Künstlernatur Hitler, der sein ganzes Leben kaum einen Tag gearbeitet hat, über den Junkie Göring, bis zum wirren Esoteriker Himmler, zu dessen Hauptanliegen die Rehabilitierung der Hexen gehörte. Wer von 1968 spricht, darf von 1933 nicht schweigen!

Das ändert nichts daran, daß die Nationalsozialisten ganz rechts standen und Reichs Analyse des Faschismus korrekt ist, genauso wie Konias Analyse des heutigen Antiautoritarismus korrekt ist.

Ein bioenergetischer Blick auf Verschwörungstheorien

22. März 2017

Die Sache mit den Verschwörungstheorien, insbesondere hinsichtlich „9/11“ war stets ein zentraler Streitpunkt auf diesen Blog. Früher, als ich noch ferngeschaut habe, etwa Colombo mit Peter Falk, habe ich regelmäßig die Augen verdreht, wenn irgendwelche „Widersprüche“ den Täter zu Fall gebracht haben. Mein Gott, das ganze Leben ist voller „Ungereimtheiten“ und zum Glück steht man heutzutage als Beschuldigter einer objektiven Kriminaltechnik gegenüber und ist nicht mehr trotteligen Gehirnakrobaten a la Colombo ausgeliefert.

Man nehme etwa das Schulmassaker von „Sandy Hook“, wo Verschwörungstheoretiker beispielsweise auf den Vater eines („angeblich“) ermordeten Kindes verweisen, der zunächst vollkommen entspannt ist, lächelt und scherzt, um dann, kaum daß er vor die Fernsehkameras tritt, anfängt zu schluchzen und zu weinen. Diese „Ungereimtheit“ sei ein „Beweis“, daß das ein Schauspieler war, der Teil eines großangelegten Fakes sei. Nein, es ist ein Beweis, daß die Sache authentisch ist, denn jeder Schauspieler der Welt würde sich lange vorher auf diese schwierige Rolle eintunen. Wer an Filmsets war, weiß, daß Schauspieler lange vor dem Filmen „in der Rolle sind“ und auch lange brauchen, um da wieder rauszukommen. Wenn einen etwas emotional überfordert, macht man die verrücktesten Dinge, bekommt etwa einen Lachanfall (sic!), wenn das eigene über alles geliebte Kind ermordet wird. Und dann wird man aus dieser akuten seelenschützenden Psychose herausgerissen, weil man berichten muß, was passiert ist. Verschwörungstheoretiker sind manchmal derartig weltfremd, – wollen uns aber die Welt erklären!

Zu dieser Weltfremdheit gehört auch mangelndes naturwissenschaftliches und technisches Wissen. Vielleicht sollte man sich vorher mit Ballistik, Akustik und Waffentechnik beschäftigen, bevor man auf entsprechende vermeintliche „Widersprüche“ bei Schulmassakern hinweist! Oder mit Videotechnik, bevor man behauptet, daß bestimmte Dinge „eindeutig“ im Studio gedreht wurden!

Andere Verschwörungstheorien sind wegen ihrer Komplexität zwar schwer bis gar nicht zu beweisen bzw. zu widerlegen, aber trotzdem vertretbar. Man nehme etwa die Theorie, daß der überbordende Drogenkonsum in den USA im letzten halben Jahrhundert auf den KGB und das CIA zurückgeht. Daß die Chinesen über das „Goldene Dreieck“ und die Russen über Kuba und die lateinamerikanischen „Befreiungsbewegungen“ jedes Interesse hatten, die USA buchstäblich zu vergiften, liegt auf der Hand. Und daß das CIA jedes Interesse hatte, eine aus ihrer Sicht zum Kommunismus neigende Jugend buchstäblich lahmzulegen, ist ebenfalls offensichtlich. Timothy Leary hat offen damit geprahlt Einflußagent des CIA zu sein!

Und schließlich gibt es Verschwörungen, die einen geradezu ins Gesicht springen. Dazu gehört etwa Pizzagate. Alles fing mit Wikileaks‘ Veröffentlichung von John Podestas Emails an. Podesta ist einer der einflußreichsten Männer der Welt und trotzdem gehörte er zu denen, die Paßwörter wie „Passwort“ wählen! Seine Emails waren voll von kryptischen Verweisen auf „Pizza“, „Pasta“ und etwa „Landkarte“ und zwar in Zusammenhängen, die keinerlei Sinn machen. Er beschäftigt sich mit „Pizza“ über eine Stunde lang, fragt, ob er besser auf „Pasta“ oder auf „Pizza“ „Domino spielt“! Zunächst glaubte die Webcommunity, daß sich dieser offensichtliche Code vielleicht auf Drogen bezog, bis jemand entdeckte, daß diese Wortwahl FBI-Agenten nur zu wohlbekannt ist: „Pizza“ steht für kleine Jungs, „Pasta“ für kleine Mädchen, „Domino“ für Dominanz bei SM und „Landkarte“ (map) für Handtuch: das Handtuch, das beim Mißbrauch unter das Baby, Kleinkind oder Kind gelegt wird und das so gefährlich ist, weil von ihm genetisches Material abgelesen werden kann, das zum Täter führt (daher „Landkarte“).

Wie hat Podesta reagiert? Indem er auf die Massenmedien verwies, die das alles „debunked“ hätten. Wie haben sie das gemacht? Es wurde einfach behauptet, daß nichts an der Geschichte dran sei und nichts mehr darüber berichtet. Währenddessen ist die Webcommunity über eine Merkwürdigkeit nach der anderen gestoßen. Etwa den bizarren Pizzakult bei pornographischen (sic!) Teen Stars (sic!) wie Miley Cyrus und Katy Perry, Macaulay Culkin, etc. etc.

Es gibt zwei Arten von Wahnsinn: Zusammenhänge zu sehen, wo keine sind, und Zusammenhänge zu leugnen, die sich einem aufdrängen. Ein Beispiel für beiderlei Wahnsinn ist die Political Correctness: du sagst die denkbar harmlosesten Dinge, wirst aber als „Nazi“ hingestellt, indem durch abenteuerlichste mentale Verrenkungen irgendwelche nichtexistierenden Verbindungen gezogen werden, während umgekehrt die offensichtlichsten Verbindungen, wie sie etwa Sarrazin statistisch unterlegt hat, schlichtweg geleugnet werden. Man fühlt sich wie im Irrenhaus! Der gemeinsame Nenner ist die von Reich beschriebene bioenergetische Kontaktlosigkeit.

Qualitätsmanagement ist Emotionelle Pest!

9. März 2017

Natürlicherweise sollte das Bewußtsein eine sehr eingeschränkte Rolle in unserem Leben spielen. Ich könnte das hier auf der Tastatur meines Notebook kaum schreiben, wenn ich jede Taste bewußt suchen würde. Mir der Tastenbelegung bewußt zu werden, ist sogar ausgesprochen unangenehm. Ich verkrampfe spontan. In Die kosmische Überlagerung bemüht Reich das Bild des Tausendfüßlers, der über seine eigenen Beine stolpert, sobald er sich dessen bewußt wird, was er tut. Reich erwähnt das im Zusammenhang mit der möglichen Entstehung der Panzerung des Menschen.

Diesen sprichwörtlichen „Krampf“ begegnen wir in allen Bereichen des Lebens, insbesondere aber im Liebes- und Arbeitsleben. Sich nicht gehenlassen zu können, ist geradezu die Definition von orgastischer Impotenz. Das ist unsere persönliche Neurose, mit Emotioneller Pest haben wir es zu tun, wenn uns dieser Krampf von außen aufgezwungen wird. Bei der Sexualität war das früher die Religion, heute sind es Dinge wie die AIDS-Propaganda, der Tugendterror der Political Correctness („Darf ich deinen Busen berühren? Darf ich Deinen Büstenhalter öffnen?“ – ohne derartige Fragen und die explizite Zustimmung liegt Vergewaltigung vor!) und der Druck durch die Kackwelten der diversen „Ratgeber“, die jeden verunsichern, der so dumm ist sich diesen Scheiß zuzuführen. Bei der Arbeit ist es heutzutage das Qualitätsmanagement, d.h. der Zwang jeden Handschlag zu dokumentieren, alles bis ins letzte Detail mit Kollegen abzusprechen (Wer ist dafür zuständig, daß nachts im Büro nicht das Licht an bleibt?) und das dann auch noch von irgendwelchen Wichsern zertifizieren zu lassen, die von den tatsächlichen Arbeitsvorgängen keinen blaßen Schimmer haben.

Leute, die früher freudig zur Arbeit gegangen sind, weil Arbeit zu einem erfüllenden Leben genauso gehört wie die genitale Umarmung, werden nach der Einführung interner Kontrollsysteme, bei denen Prozeßabläufe penibel dokumentiert werden müssen, zu nervösen Wracks. Das ganze erinnert an „Neurastheniker“, die entstehen, weil sie Empfängnisverhütung durch „Aufpassen“ betreiben. Es ist, als würde das Arbeitsleben von Deutschland neuerdings von Scientologen terrorisiert. Wer leugnet, gegen entsprechende Administratoren Mordphantasien zu entwickeln, lügt!

Der volkswirtschaftliche und biosoziale Schaden, den die organisierte Emotionelle Pest hier anrichtet, ist unermeßlich. Man denke nur an die Krankenschwestern und Klinikärzte, die immer noch weniger als früher Zeit für die Patienten haben, weil sie diese mit dem Qualifikationsmanagement verschwenden. Hinzu kommt, daß das ganze den gegenteiligen Effekt des (angeblich!) angestrebten hat: die Qualität sinkt dramatisch, das Chaos steigt und jeder weiß, daß praktisch alle Angaben, die der regelmäßigen Zertifikation zugrundeliegen, getürkt sind. Die Demoralisierung, die aufgestaute Wut, die Verzweiflung, das ganze Miasma aus Frustration, Lug und Betrug… Die Emotionelle Pest hat ihr Ziel erreicht!