Zu „Die Eckpfeiler der sozialen Orgonomie“ verwies Robert (Berlin) darauf, daß, was „Die soziopolitische Charakterstruktur“ betrifft, die Trennung zwischen modern liberals und conservatives sich auch durch die Parteien zieht. Er verweist dabei auf einen nicht mehr im Netz zu findenden Artikel von pi-news von 2016 demzufolge Überfremdung und Islamisierung die gesellschaftliche Linke spalten. Dazu ich: Richtige Soziologie sieh mittlerweile wie folgt aus:
Pussy- und Arschkriecher-Generation“: Clint Eastwood outet sich als Trump-Versteher
Der 86-jährige Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood hat in einem Esquire-Interview zugegeben, von der Politkorrektheit und Kriecherei in den USA müde zu sein und bekannte sich zu dem Präsidentschaftskandidaten und US-Milliardär Donald Trump. Auch wenn der Republikaner „viele Dummheiten“ sagt. (Linkt nicht mehr vorhanden)
James Strick, das IOS, Renate Reich, Peter Robbins, etc. – sie alle unterstützen Clinton. Warum? Neben dem üblichen Müll („Faschismus“) vor allem aus sexualökonomischen Gründen: das Recht auf Abtreibung. Mit anderen Worten MORD, denn heutzutage gibt es so viele Verhütungsmittel, daß man die Lage kaum mit den 1930er Jahren vergleichen kann. Und was wird Trump vorgeworfen? Er und seine Famiiie hätte jede Menge Tiere getötet: (Link nicht mehr vorhanden)
„Die politschen Auswirkungen des Niedergangs des Zweiparteiensystems“:
Robert (Berlin)
Konia sieht unsere europäische Parteienvielfalt als noch kränker als die us-amerikanische an. Wenn Linke und Rechte die zwei Seiten der Panzerung sind, dann wird die Panzerung durch die Parteienvielfalt zersplittert – in noch mehr Symptome. Generell könnte man das Parteienheer in Konservative und Liberale einsortieren.
Peter:
Es ist einfach Teil von „Checks and Balances“:
Innerhalb der beiden großen Blöcke halten sich Linke und Rechte in Schach und im Großen die beiden Blöcke selbst.
Innerhalb der Blöcke wird der jeweilige (linke und rechte) Rand weitgehend integriert und so die Emotionelle Pest weitgehend neutralisiert. Und was das gesamte politische System betrifft können die Konservativen beispielsweise nicht mit ihren Extrempositionen hinsichtlich dem Totalverbot der Abtreibung durchkommen und umgekehrt die Linken nicht mit den ihren (daß Abtreibung wie in der Sowjetunion ein Mittel der Geburtenkontrolle wird). Es kommt immer zu VERNÜNFTIGEN Kompromissen, die das Maximum an Rationalität darstellen, die es in einer gepanzerten Gesellschaft geben kann. Generell geht es um Sachfragen, weil der politische Streit in den Hintergrund tritt.
Ganz anders in Ländern wie etwa Holland oder Israel: die großen Parteien zerfallen in Splitterparteien, die jeweils homogen ideologische Extrempositionen und Sonderinteressen vertreten, nie das gesamte Land im Blick haben. Es kommt zu einer generellen Politisierung, in der Sachfragen vollständig in den Hintergrund treten und die Politik verselbständigt sich: es kommt zu absurden Koalitionen. Ich wähle etwa die CDU, um die Grünen draußenzuhalten – und bin dann mit einer schwarzgrünen Regierung konfrontiert. Das ist keine Demokratie mehr!
Als sich die Bundesrepublik konsolidierte, steuerte alles von der anfänglichen Zersplitterung auf ein Zweiparteiensystem zu. Mit dem Zerfall der Bundesrepublik zersplittert die Parteienlandschaft erneut.
Generell kann man sagen, daß es („quasi orgonometrisch“) bei jeder Frage um zwei Alternativen geht. Invasion! Verteidige ich am Strand oder im Hinterland? Beides hat sein Für und sein Wider und es ist ziemlich egal, wofür man sich entscheidet, solange es konsequent durchgeführt wird. Zum Desaster kommt es, bei „Koalitionen“ und den entsprechenden halbherzigen und widersprüchlichen Kompromissen: am Strand wird ein bißchen verteidigt und die Verteidiger entsprechend überrannt. Im Hinterland gibt es entsprechend keine ausreichende Kräfte – der Krieg ist verloren. Und so in allen Lebenslagen.
Robert (Berlin):
„zerfallen in Splitterparteien, die jeweils homogen ideologische Extrempositionen und Sonderinteressen vertreten“
Ähnlich die Zersplitterung in Minigewerkschaften, wie die der Lokführer oder Fluglotsen, die ein ganzes Land öfters am lahmlegen sind.
Robert (Berlin) 2018: Neuer Trend in den USA – geh weg von der Democratic Party
Entgegen den jüngsten Rezensionen dieses Buches in der New York Times (3, 4) ist Reich weder gegen die Familie noch impliziert er, dass sich alle patriarchalischen Gesellschaften zu einem organisierten faschistischen Staat entwickeln müssen. Ihm geht es um die patriarchalische Zwangsfamilie, nicht um die natürliche Familie, und um jene Aspekte der menschlichen Charakterstruktur, die in einem faschistischen Staat kulminieren können. Eine weitere Implikation in diesen Rezensionen betraf Frauen in Nazi-Deutschland, die angeblich „ihren Sex genauso genossen haben wie die heutigen Mitglieder der Frauenbefreiungsligen“. Ein elementares Verständnis von Reichs Orgasmus-Theorie hätte ein solches Beispiel ausschließen können, denn Tatsache ist, dass sexuelle Aktivität und orgastische Potenz nicht identisch sind und dass „klitorale Orgasmen“ vaginale Orgasmen nicht ersetzen können (5).
Mit unfehlbarer Logik zeichnet Reich den Niedergang der Sozialdemokratie in der Weimarer Republik und ihren Verfall zum Nationalsozialismus nach. Und den vergleichbaren Prozess in der Sowjetunion nach den ersten Jahren, der zum Stalinismus und Roten Faschismus führte. In beiden Fällen weist Reich auf die charakterologischen Unfähigkeiten der Massen zu echter Sozialdemokratie hin und ihre starken Reaktionen auf ideologische Appelle, die auf Patriarchat, sexuellen Ängsten, Mystizismus und Chauvinismus beruhen.
Ich muss jedoch Reichs Einschätzung von Lenin widersprechen, dem er meines Erachtens mehr als verdiente Anerkennung sowohl für seine humanen Beweggründe als auch für sein funktionelles Verständnis der charakterologischen Unfähigkeit zu Freiheit seitens der Massen zollt.
Jüngste Dokumentationen, wie Robert Paynes The Life and Death of Lenin (6)g weisen darauf hin, dass Lenins Motivationen erheblich weniger human und funktionell waren, als Reich ihm zuschreibt:
Nachdem Lenin entschieden hatte, dass alle Mittel zulässig seien, um die Diktatur des Proletariats zu errichten, wobei er selbst im Namen des Proletariats regierte, hatte er Russland in unerträglicher Weise der menschlichen Freiheit beraubt. Seine Macht war nackte Macht; seine Waffe war die Vernichtung; sein Ziel war die Verlängerung seiner eigenen Diktatur. Er konnte schreiben: „Europa in Flammen setzen“ und sich nichts dabei denken. Er konnte den Tod von Tausenden und Abertausenden von Menschen anordnen und ihr Tod war unerheblich, weil sie nur Statistiken waren, die den Fortschritt seiner Theorie behinderten. Das Gemetzel in den Kellern der Lubjanka interessierte ihn nicht. Er kaperte die russische Revolution und verriet sie dann und in diesem Moment machte er Stalin unausweichlich (6, S.631).
Obwohl man Payne widersprechen muss, es sei Lenin und nicht die russischen Massen gewesen, die „Stalin unvermeidlich machten“, ist klar, dass Lenin kein humanitärer Mensch war.
Anmerkungen des Übersetzers
g Deutsch: Lenin und sein Tod. Rütten & Loening, München 1965.
Literatur
3. Lacqueur, W.: „The Mass Psychology of Fascism,“ New York Times Sunday Book Review, Dec. 20, 1970.
4. Lehman-Haupt, C. : „Again Into the Orgone Box,“ New York Times, Jan. 4, 1971.
5. Herskowitz, M.: „Orgasm in the Human Female,“ Journal of Orgonomy, 3:92-101, 1969.
6. Payne, R. : The Life and Death of Lenin. New York: Simon and Schuster, 1964.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia. Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 1, S. 107-112.
Übersetzt von Robert (Berlin)
Ich habe mich eingehend mit der „Widerstandsarbeit“ der Sozialisten und Kommunisten gegen das Dritte Reich auseinandergesetzt. Am Ende fragt man sich, was das eigentlich alles sollte, welchen Sinn die teilweise lebensgefährlichen Unternehmungen hatten. All das Gezänk zwischen den verschiedenen Fraktionen und Parteien „des Widerstands“, das sich in ganzen Bibliotheken voller leerem politischen Geschwafel und tödlich langweilig ausgewalzten Parteiinterna niedergeschlagen hat. Schließlich ist mir aber doch der Sinn in diesem Nonsens aufgegangen, als ich von der Rechtfertigung von Jacob Walcher, Vorsitzender der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) im Ausland erfuhr. Bei Kriegsende, „wertete er den Erfolg vor allem darin, daß die Gastländer durch die Presse-, Publikations- und Öffentlichkeitsarbeit der SAP über die nationalsozialistische Diktatur aufgeklärt wurde, die es dem englischen Premierminister Neville Chamberlain und dem französischen Premier Eduard Daladier unmöglich gemacht habe, vollends vor Hitler zu kapitulieren, was sie letztlich gezwungen habe, Deutschland den Krieg zu erklären“ (Gertrud Lenz: Gertrud Meyer, Paderborn 2013, S. 110).
Angesichts der zig Millionen Kriegsopfer und der vielleicht 3000 Toten, die auf das Konto des Nationalsozialismus vor dem Krieg gingen, hält sich meine Begeisterung für die Aufklärungsarbeit in Grenzen. (Der Ku-Klux-Klan, ein Organ der Demokratischen Partei, hat genausoviel Menschen ermordert.) Oder mit anderen Worten: an den Händen dieser „Öffentlichkeitsarbeiter“ klebt Blut und hat seit jeher Blut geklebt. Sie haben den Sieg der Bolschewiki herbeigeschrieben, genauso wie den von Mao Tse Tung oder Fidel Castro, drei der mörderischten Regime der Weltgeschichte. Sie haben den Sieg Nordvietnams herbeigeschrieben (bzw. „herbeigesendet“) und standen knapp davor, den Sieg des Weltkommunismus im Kalten Krieg zu erreichen. Beinahe hätten sie Hillary Clinton an die Macht gebracht und damit den Dritten Weltkrieg zu verantworten. Die Exemplare der New York Times kann man, nachdem sie sich 100 Jahre mit dem Blut der 100 Millionen Opfer vollgesogen hat, auswringen.
Reich hat sich 1937, mit der Entwicklung seines Konzepts der Arbeitsdemokratie, spätestens aber 1947, mit dem Angriff Mildred Bradys, von diesem „antifaschistischen“ Milieu losgesagt und es schließlich aktiv bekämpft.