Posts Tagged ‘Vereinigte Staaten’

David Holbrook, M.D.: SOZIALISMUS ALS „ERSTE PHASE DER KOMMUNISTISCHEN GESELLSCHAFT“: DIE IDEOLOGIE, DIE ALLEM LINKEN DENKEN ZUGRUNDELIEGT / HAT SCHON MAL JEMAND DIE ÄHNLICHKEITEN ZWISCHEN POLITISCHER IDEOLOGIE UND RELIGIÖSER IDEOLOGIE BEMERKT?

28. Dezember 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Sozialismus als „erste Phase der kommunistischen Gesellschaft“: die Ideologie, die allem linken Denken zugrundeliegt

 

Hat schon mal jemand die Ähnlichkeiten zwischen politischer Ideologie und religiöser Ideologie bemerkt?

 

Die Strategie der Emotionellen Pest

19. November 2020


Scheinheiligkeit.

Die Strategie der Emotionellen Pest

Buchbesprechung: THE MASS PSYCHOLOGY OF FASCISM (Teil 5)

26. Oktober 2020

von Paul N. Mathews

 

Reich blickte mit Hoffnung auf Amerika, ungeachtet echter Missstände und Ungerechtigkeiten. Aber die Aktivitäten und Verzerrungen der Freiheitskrämer ließen ihn um den Fortbestand Amerikas als Bastion der allmählichen sozialen und sexuellen Revolution fürchten und das versetzte ihn wegen der Säuglinge und Kinder in Sorge.

Das lag daran, dass er deutlich sah, wie wenig die Freiheitskrämer die charakterologischen – bzw. biologischen – Voraussetzungen für die Selbstverwaltung und die Fähigkeit der Massen in dieser Hinsicht verstanden. Die Tendenz, sowohl in Skandinavien als auch in den Vereinigten Staaten, vom Privat- zum Staatskapitalismus überzugehen, hielt er angesichts der bestehenden Charakterstruktur für bedrohlich. Dieser Prozess erschien ihm als der eigentliche Mechanismus zur Schaffung eines faschistischen Staates – wie in Nazi-Deutschland und der Sowjetunion (1, S. 280-284)h. Obwohl er keine große Bewunderung für engstirnige Kapitalisten hatte, setzte Reich sie nicht mit Faschisten gleich, sondern betrachtete sie als Anhänger einer Wirtschaftsphilosophie und -praxis, die in einer gepanzerten Welt zu erwarten sind, genauso wie auch Sozialisten. Für Reich waren die Übel des Staatskapitalismus nicht auf dessen kapitalistische Züge zurückzuführen, sondern auf die Unfähigkeit der Massen, ihr Leben selbst zu verwalten, wodurch immer mehr Macht an Bürokraten verlagert wurde, die sich in Führeri verwandeln (7, 8)j. Der charakterologische bzw. biologische Faktor ist viel tiefer als alle Klassen- oder Wirtschaftsunterschiede und überschreitet alle Grenzen.

Der wesentliche Bestandteil für eine gesunde Gesellschaft ist der Kontakt zum Kern. Hier bot Reich eine höchst sinnvolle Herangehensweise für das menschliche Dilemma an: Arbeitsdemokratie, die die besten Merkmale der kapitalistischen Individualität und des Unternehmertums und der sozialen Kooperationsfähigkeit in sich vereinte, jedoch über beides hinausging durch ihre Betonung freudvoller Arbeit auf der Grundlage genitaler Gesundheit. Ein System ohne willkürliche Klassifikationen von Proletariat und Nichtproletariat, sondern das vielmehr all jene umfasst, die die „lebensnotwendige Arbeit“ als Ausdruck ihrer natürlichen Fähigkeit zu Arbeit, Liebe und Wissen leisten.

 

Anmerkungen des Übersetzers

h Massenpsychologie, ebenda, S. 251-255.

Zitate: „So grundverschieden auch die staatliche Kontrolle der sozialen Produktion und Konsumtion in Rußland, Deutschland, Skandinavien und den Vereinigten Staaten aufgrund der historischen Entwicklung ausfiel, es gab dennoch einen gemeinsamen Nenner: die Unfähigkeit der Menschenmassen zur Selbstverwaltung der Gesellschaft, und aus dieser gemeinsamen Grundlage der staatskapitalistischen Entwicklung folgt logisch und einfach die Gefahr der Entwicklung autoritärer Diktaturen. (…) Es gibt in Wirklichkeit, gesehen von der Struktur und Ideologie der arbeitenden Menschenmassen, keine einzige konkrete Garantie dafür, daß sich aus der staatskapitalistischen Richtung keine Diktatur entwickelt.“

„Der deutsche und der russische Staatsapparat waren aus alten Despotismen hervorgegangen. Das charakterliche Untertanentum der Menschenmassen war daher in Deutschland und Rußland außerordentlich stark. So führte in beiden Fällen die Revolution mit der Treffsicherheit irrationaler Logik zu neuem Despotismus. Verglichen damit ging der amerikanische Staatsapparat aus Menschengruppen hervor, die sich dem europäischen und asiatischen Despotismus durch die Flucht in eine jungfräuliche, von aktuell wirksamen Traditionen freie Gegend entzogen hatten. (…) Wenn wir den Tatsachen gerecht sein wollen, dann müssen wir, ob wir es wollen und mögen oder nicht, feststellen, daß die Diktatoren Europas, die sich auf Millionenmassen stützten, durchwegs aus den unterdrückten Volksschichten stammen.“

„Der Einfluß der Charakterstruktur der Menschenmasse ist entscheidend für die Staatsform, gleichgültig ob sie sich durch Passivität oder durch Aktivität ausdrückt.“

i Im Original steht: führers

j Hayek: Der Weg zur Knechtschaft. Olzog, München 2009. (Erstübersetzung: Eugen Rentsch, Erlenbach-Zürich 1945.)
Burnham: Das Regime der Manager. Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1951

 

Literatur

1. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. Translated by Theodore P. Wolfe, M.D. New York: Orgone Institute Press, 1946.
7. Hayek, F. A.: The Road to Serfdom. Chicago: University of Chicago Press, 1962.
8. Burnham, J.: The Managerial Revolution. New York: John Day Co., 1941.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 1, S. 107-112.
Übersetzt von Robert (Berlin)

David Holbrook, M.D.: TSCHÜß NFL / WAS STECKT HINTER ALL DEM? / WARUM ICH NICHT MEHR ARGUMENTIEREN MÖCHTE

21. September 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Tschüß NFL

 

Was steckt hinter all dem?

 

Warum ich nicht mehr argumentieren möchte (aber weiterhin meine Meinung äußern werde)

 

Buchbesprechung: REICH – FOR BEGINNERS von David Zane Mairowitz (Teil 3)

16. September 2020

von Paul N. Mathews

 

Der Rest des Buches ist einer von Abneigung geprägten Sicht auf die Vereinigten Staaten in den 1950er Jahren gewidmet, mit ihrer Verurteilung von Alger Hissb als Meineidigem auf Seiten der Roten und der Hinrichtung der „sogenannten ‚Atom-Spione‘ Ethel und Julius Rosenberg“ („auf dem elektrischen Stuhl geröstet“). Er spricht verächtlich von Eisenhower, als „einen Kriegsgeneral, der kaum das Wort ’nuklear‘ aussprechen kann und der Präsident werden soll“. Aus diesem Grund, meint Mairowitz, „kann ein bösartiger Kommunismus-Renegat wie Reich jetzt gar nicht anders, als kräftig in die Schmähungen gegen ‚Rote Faschisten‘, ‚Heckenschützen‘ der Kommunistischen Partei und ‚Chinesische Rote Teufel‘ einzustimmen“. Mairowitz glaubt den letzteren Beschreibungen offensichtlich nicht. Für ihn ist man „bösartig“, wenn man antikommunistisch ist. Interessanterweise habe ich den Begriff „bösartig“ zur Beschreibung eines Nazigegners noch nie verwendet gesehen. Reich wird der Mystifizierung der Kinder beschuldigt, das Konzept der emotionellen Pest leite sich aus seiner „theologischen Vision“ ab, die eine „Quelle des Bösen“ erfordert – und anderen solchen Unsinn. Auf alle Fälle zeugt dieser letzte Teil des Buches von der offensichtlichen linken Orientierung des Autors, auch wenn er in bestimmten Passagen kritisch gegenüber der Linken sein kann – aber als freundlicher Kritiker. Etwas, was er jedoch niemals im Fall der Rechten ist.

Das Buch endet mit dem schließlichen Tod Reichs nach der Verfolgung und dem Prozess durch die FDA. Es gereicht dem Autor zur Ehre, daß er die Nachwirkungen von Reichs Tod in einem „Epilog“c erzählt, in dem er den Missbrauch von Reichs Sexualtheorien durch die Neue Linke, die reaktionären sexuellen Vorstellungen des pädiatrischen Helden der Linken, Dr. Benjamin Spock, und den Wahnsinn derjenigen beschreibt, die Reich als „Irren“ bezeichneten – all dies sollte deutlich machen, was ich mit den „Unklarheiten und Zweideutigkeiten“ des Autors meine.

Dies wird noch durch seine „Schlussbemerkung“ unterstrichen, in der er seine europäische, wiewohl britische, Überlegenheit gegenüber Reichs „derzeitigen Treuhändern, Herausgebern, Übersetzern usw. zeigt, [die] vor allem Amerikaner sind, die ihn erst gegen Ende seines Lebens [d.h. seiner Orgonphase] kannten und die im Allgemeinen seine ‚antipolitische‘ Voreingenommenheit teilen“. Er informiert und warnt seine Leser, dass die gegenwärtige Arbeit der „Reichianer“ sich „nur aus einem schmalen Bereich Reichs entwickelt. Sie spiegeln die eher ‚private‘ Phase von WR wider. Sie sind nicht die Erbsöhne des Mannes, der illegale Abtreibungen (usw.) arrangierte, oder gar des ‚Verrückten‘, der sagte: ‚Wir werden lernen, den mörderischen Formen der Atomenergie die lebensfördernde Funktion der Orgonenergie entgegenzusetzen, um sie damit unschädlich zu machen.’“

Er wirft also die „Neo-Reichianer“ und die „Post-Reichianer“ in einen Topf mit den Orgonomen und versucht, die Ziele der Orgonomie zu ändern, von der Arbeit für den Wandel durch die Erziehung gesünderer Kinder und die Wiederherstellung der Genitalität bei nicht gesunden Menschen hin zu einem politischen Aktivismus der einen oder anderen Art – genau das Gegenteil von Reichs letztendlichen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen.

Ich persönlich empfand das Comic-Format geschmacklos, als ablenkend und unangemessen für die Ernsthaftigkeit und Tiefe des Materials, das es zu bieten vorgibt.

 

Anmerkungen des Übersetzers

b Alger Hiss (1904-1996) war ein amerikanischer Rechtsanwalt und Regierungsbeamter, dem Spionage für die Sowjetunion vorgeworfen wurde und den 1950 ein Bundesgericht wegen Meineid zu fünf Jahren Gefängnis verurteilte. Bis zu seinem Lebensende bestritt Hiss die Vorwürfe. Seit der Auswertung sowjetischer Archivmaterialien herrscht unter amerikanischen Historikern die Auffassung vor, dass er Informant der sowjetischen Geheimdienste war. Auch die in Moskau erscheinende Tageszeitung Prawda nannte Hiss einen sowjetischen Spion. (Wiki)

c Zitat aus http://www.lsr-projekt.de/miscwr.html : „Leider fehlen in der deutschen Ausgabe die sieben Seiten des ´Epilogs`, in dem Mairowitz einige Schlaglichter auf die Folgen der fehlgegangenen bzw. ausgebliebenen Rezeption Reichs wirft und auf einige nicht weithin bekannte, aber durchaus wichtige Eigentümlichkeiten der Editionspraxis Reichs und seiner Nachlassverwalter hinweist.“

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 20 (1986), Nr. 2, S. 293-296.
Übersetzt von Robert (Berlin)

David Holbrook, M.D.: LIEBE, ARBEIT UND WISSEN UND DER CORONAVIRUS / PSYCHOPOLITIK UND DIE PANDEMIE DER ANGST / EINE PANDEMISCHE ERLEUCHTUNG / POLITIK UND DIE PANDEMIE / POLITIK UND ANGST / COVID-19, ANGST UND WUT

15. August 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Liebe, Arbeit und Wissen und der Coronavirus

 

Psychopolitik und die Pandemie der Angst

 

Eine pandemische Erleuchtung

 

Politik und die Pandemie

 

Politik und Angst

 

COVID-19, Angst und Wut

 

Zwei unheilvolle Anzeichen für die Ahnungslosigkeit der Amerikaner

19. Juni 2020


Die Pforten der Hölle öffnen sich.

Zwei unheilvolle Anzeichen für die Ahnungslosigkeit der Amerikaner

Dr. Charles Konia am 16. Mai 2020

27. Mai 2020


Derei Berichte über die Emotionelle Pest in Amerika:

Die Vorgehensweise der Emotionellen Pest bei der Coronavirus-Pandemie erkennen

Zwei Sichtweisen auf Amerika

Die Hürde: Die Wahrnehmung der Existenz der Emotionellen Pest

David Holbrook, M.D.: WAHRHEIT, „TRIGGERING“, POLITICAL CORRECTNESS, BEZIEHUNGEN UND DEMOKRATIE

13. März 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Wahrheit, „Triggering“, Political Correctness, Beziehungen und Demokratie

 

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Der Durchbruch der Emotionellen Pest durch die soziale Oberfläche

8. Februar 2020


Der Sozialmediziner.

Der Durchbruch der Emotionellen Pest durch die soziale Oberfläche