Posts Tagged ‘Entzündungen’

Der Orgon-Akkumulator (Teil 8)

24. April 2019

von Bernd Laska

5. Hinweise für die Benutzung des Akkus (Fortsetzung)

Örtliche Bestrahlung

Während die Körperganzbestrahlung im großen Akku durch Stärkung des gesamten Bio-Energie-Systems wirkt, kann man mittels eines kleinen Akkus, dem sog. „shooter“ auch lokale Bestrahlungen vornehmen, so zB bei Schnittwunden oder Verbrennungen. Die im Innern des Akku konzentrierte Orgonenergie wird dabei durch einen mit isolierendem Material (zB Tesakrepp) umwickelten, flexiblen Eisenschlauch gezielt an die gewünschten Stellen geleitet.

Bel kleinen Stellen genügt es, das Ende des Schlauchs mit einem Abstand von etwa 3 mm an die entsprechende Stelle zu halten, bei größeren Stellen ist ein ebenfalls mit Tesakrepp umwickelter (nur außen) Eisentrichter am Schlauchende anzubringen.

Nach einiger Zeit der Bestrahlung spürt man Prickeln und Wärme. Sofern Schmerz da ist, beginnt er, gelegentlich nach einer ganz kurzen Periode erhöhter Intensität, zu schwinden. Bei Verletzungen sollte man nicht länger als 15 bis 20 Minuten hintereinander bestrahlen. Bestrahlungen anderer Körperteile, ohne daß diese verletzt wären, sollten nur so lange erfolgen, bis man das Wärmegefühl verspürt. Solche Bestrahlungen können täglich vorgenommen werden, während man zur Körperganzbestrahlung im großen Akku (auf dem kleinen als Sitzbank) sitzt. Empfohlene Stellen sind zB die Augen (nur bei geschlossenen Lidern etwa 1 Minute), die Gegend zwischen den Augen, die Gegend der unteren Herzspitze und der Herzbasis, der Mund und der Solarplexus.

Obwohl im Normalfall und bei Beachtung der genannten Empfehlungen die Anwendung von Orgonenergiebestrahlungen harmlos ist (denn Orgon ist eine körpereigene Energie), empfiehlt Reich eine spezielle ärztliche Überwachung in allen folgenden Fällen:

(a) bei allen Überladungsbiopathien, also bei zu hohem Blutdruck, hysterischem Charakter, akuter Sexualstauung; außerdem bei: dekompensierten Herzleiden, systolischem Blutdruck über 150, Gehirntumoren, Arteriosklerose, vorhergegangenen Schlaganfällen, Entzündungen der Haut und Bindehaut;

(b) bei Krankheiten, bei denen der Einfluß von Orgonbestrahlung noch nicht erforscht worden ist;

(c) in allen Fällen der Überladung durch übermäßige Akkubenutzung;

(d) in allen Fällen der Verwendung von Akkus mit mehr als drei (Doppel-) Schichten.

Diese Hinweise sind der Akku-Broschüre von Reich aus dem Jahre 1950 entnommen. Fachkundige ärztliche Betreuung ist heute kaum erhältlich. Deshalb sei allgemein zur Vorsicht geraten. Wenn es einem irgendwie unangenehm erscheint, sollte man die Bestrahlung abbrechen.

Neurosen können nach Reich mit physikalischer Orgontherapie allein nicht behandelt werden, es kann lediglich der biopathische somatische Hintergrund verbessert werden.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.

ZUKUNFTSKINDER: 3. Die Entstehung des „Nein“, c. Biopathien

10. Februar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

3. Die Entstehung des „Nein“, c. Biopathien

Krebsiger Zerfall nach dem Tod

30. Januar 2017

Alex E. Pozhitkov (University of Washington) et al. konnten in ihrer Arbeit „Tracing the Dynamics of Gene Transcripts after Organismal Death” zeigen, daß nach dem Tod sich das Leben im Körper fortsetzt, vielleicht für zwei Tage. Die Forscher stellten eine „schrittweise Abschaltung“ nach dem Tod fest, wo einige Gentranskriptionen, die Übertragung von DNA auf RNA und der erste Schritt der Genexpression, geringer wurden, während andere sich nach dem Tod sogar verstärkten. Einige Zellen scheinen zu kämpfen und zu versuchen, sich selbst zu reparieren, speziell Stammzellen. Dabei kommt es insbesondere zu Aktivitäten, die üblicherweise mit Streß, Immunabwehr, Entzündung und Krebs verbunden sind. Interessanterweise ist auch Gentranskription, die mit der embryonalen Entwicklung verbunden ist, erhöht. Es sei, als ob Teile des Körpers in der Zeit zurückgingen, d.h. zelluläre Eigenschaften der sehr frühen Entwicklung zeigen.

Wie Reich in Der Krebs gezeigt hat, versucht sich der Körper beim Absterben auf einem primitiveren Niveau neu zu organisieren.

Die Stimulierung des Vagusnervs

23. September 2016

In Psychology Today ist zu lesen, daß Entzündungen oft die Antwort des Organismus auf Streß seien. Statt Medikation sei die Erhöhung des „vagischen Tonus“ eine Option, etwa durch Yoga und Meditation oder durch die Implantation von Geräten, die den Vagusnerv ständig stimulieren.

1921 entdeckte der deutscher Physiologe Otto Loewi, daß Stimulation des Nervus vagus eine Reduktion der Herzfrequenz verursacht, indem er die Freisetzung eines Stoffes auslöst, den Loewi „Vagusstoff“ nannte. Der Vagusstoff wurde später als Acetylcholin identifiziert, der erste Neurotransmitter überhaupt, den Wissenschaftlern identifiziert haben.
Der Vagusstoff (Acetylcholin) ist wie ein Beruhigungsmittel, das man einfach sich selbst verabreichen kann, indem man ein paar tiefe Atemzüge mit langem Ausatmen macht. Das bewußte Erschließen der Kraft deines Vagusnervs kann einen Zustand der inneren Ruhe erzeugen und dabei den Entzündungs-Reflex zähmen. (…)
Ein gesunder Vagotonus wird durch einen leichten Anstieg der Herzfrequenz beim Einatmen angezeigt und eine Abnahme der Herzfrequenz beim Ausatmen. Tiefe Zwerchfellatmung – mit einem langen, langsamen Ausatmen – ist der Schlüssel, um den Vagusnerv zu stimulieren und die Herzfrequenz sowie den Blutdruck zu verlangsamen, vor allem bei Zeiten des Leistungsdrucks.
Ein höherer Index des Vagotonus ist mit körperlichem und psychischem Wohlbefinden verbunden. Umgekehrt geht ein niedriger Index des Vagotonus mit Entzündungen einher, Depression, negativen Stimmungen, Einsamkeit, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Mit derartigen Erkenntnissen und Erläuterungen ist die moderne Medizin wieder da, wo Reich in den 1920er Jahren mit der Entwicklung der medizinischen Orgonomie angefangen hat. Reichs Ansatz zur Bekämpfung der chronischen Sympathikotonie war die charakteranalytische Vegetotherapie (psychiatrische Orgontherapie) und später der Einsatz des Orgonenergie-Akkumulators (physikalische Orgontherapie). Das mechanische Äquivalent heute ist die direkte Stimulierung des Vagusnervs mittels eines kleinen unter die Haut implantierten „Schrittmachers“. Problem mit dieser neuen „bioelektronischen Medizin“, und übrigens auch mit den erwähnten „Yoga und Meditation“, ist, daß diese Interventionen nur oberflächlich wirken und der alte Zustand rasch wiedekehrt, wenn sie eingestellt werden.

Die Hoffnungen sind groß, daß die Nervenstimulation die kostspielige und nebenwirkungsreiche Medikation bei rheumatischer Arthritis, Parkinson, Morbus Chron und Alzheimer ersetzen könnte. Wie weit wären wir, wenn man vor 70 Jahren die medizinische Orgonomie unterstützt hätte, statt dem verbrecherischen Irrweg des Verabreichens giftiger Substanzen!

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 2.e.

2. November 2015

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

a. Die Auffächerung der Hauptgleichung

b. Kreiselwelle und Pulsation

c. Welle, Puls, Expansion und Kontraktion

d. Ladung und Entladung

e. Erstrahlung und Anziehung

Orgonomische Medizin und bioelektronische Medizin

9. Juli 2015

Das folgende ist eine Ergänzung zu Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie.

Ich werde kaum mehr tun, als den zentralen Teil eines faszinierenden Artikel aus dem Weltnetz zu paraphrasieren, der erneut zeigt, daß die moderne Medizin langsam dahin kommt, wo Reich bereits Anfang der 1930er Jahre war, als er die sexualökonomische Bedeutung des Gegensatzes von Parasympathikus und Sympathikus, den beiden Zweigen des autonomen Nervensystems, aufzeigte. Der Parasympathikus steht für Expansion und Entspannung, der Sympathikus für Kontraktion und Anspannung. So gut wie alle psychischen und somatischen Erkrankungen gehen auf eine chronische Sympathikotonie zurück (bzw. auf eine reaktive Parasympathikotonie, beispielsweise Asthma). Mit Hilfe der „charakteranalytischen Vegetotherapie“, die er später zur Orgontherapie weiterentwickelte, als er die segmentäre Anordnung der Panzerung entdeckt hatte, und dem Orgonenergie-Akkumulator, der eine direkte parasympathische Wirkung ausübt, konnte Reich diese chronische Sympathikotonie langsam auflösen, den Organismus aus seiner ständigen Kontraktion befreien und die natürliche bioenergetische Pulsation, gleich Gesundheit, wiederherstellen.

Aber zum besagten wirklich erstaunlichen Artikel:

In den späten 1990ern experimentierte der New Yorker Neurochirurg Kevin Tracey mit Ratten, in deren Gehirne er entzündungshemmende Medikamente injizierte. Zu seiner Überraschung wirkten diese Medikamentengaben auch auf Entzündungen in der Milz und andere Organe. Die Dosis war an sich viel zu klein, um in den Blutkreislauf zu gelangen. Schließlich kam ihm die Idee, daß das Gehirn vielleicht über den Vagusnerv der Milz sagt, überall im Körper Entzündungen entgegenzuwirken. Bisher galt eine direkte Verbindung zwischen Gehirn und dem Immunsystem als unmöglich! Traceys These war immerhin einfach zu überprüfen: mittels Durchtrennung des Vagusnervs. Prompt hatte die Injektion der entzündungshemmenden Medikamente in das Gehirn keine Auswirkungen mehr auf den Rest des Körpers. Der zweite Test bestand darin, den Nerv ohne Gabe eines Medikaments elektrisch zu stimulieren. Tatsächlich kam es zu einer entzündungshemmenden Wirkung auf die Milz.

Der Vagus ist Hauptbestandteil des Parasympathikus. Vom Stammhirn ausgehend verläuft er an beiden Seiten des Halses abwärts und reicht über die Brust bis in die Bauchorgane hinab. Er innerviert beispielsweise die Augen- und Gesichtsmuskeln, sowie die Sprachorgane, spiegelt sich also unmittelbar in unserem Kontakt mit unseren Mitmenschen wider. Er reicht neben der Milz hinab in Lunge, Herz, Gedärme, Leber und Nieren.

Der Vagotonus kann über den Herzschlag bestimmt werden. Beim Einatmen (bioenergetisch eine Kontraktion, „Enge“) schlägt das Herz etwas schneller, beim Ausatmen (bioenergetisch eine Expansion, „Weite“) schlägt es langsamer. Je größer dieser Unterschied ist, desto höher ist der Vagotonus. Ein hoher Vagotonus, also eine ausgeprägte Stärke der Vagusinnervation im Gesamtorganismus, geht beispielsweise, wie die Forschung zeigt, mit einem größeren Vermögen einher, den Blutzucker zu regulieren: man ist weitgehend gegen Diabetes gefeit. Ein niedriger Vagotonus ist, wie dargeleg,t mit chronischen Entzündungen verbunden, man denke zum Beispiel an die rheumatische Arthritis. Der Vagus reguliert dies in erster Linie über Eindämmung des Tumornekrosefaktors, einem Signalstoff des Immunsystems, der vor allem innerhalb der Milz entsteht.

Durch elektrische Stimulation des Vagusnervs ist es nun möglich, zumindest einen Teil der Patienten mit niedrigem Vagotonus weitgehend von der rheumatischen Arthritis zu befreien. Es geht dabei um eine Stimulation von nur drei Minuten am Tag! Wird diese Stimulation einige Tage unterlassen, steigt der Tumornekrosefaktor wieder an, um mit erneuter Stimulation wieder abzunehmen.

Mittlerweile überlegt man die Stimulation des Vagus, der bisher nur bei Epilepsie Anwendung fand, nun auch auf andere chronische Krankheiten wie beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Asthma, Diabetes, das chronische Erschöpfungssyndrom und Fettleibigkeit anzuwenden! Es gibt Überlegungen, daß die „bioelektronische Medizin“, d.h. die Stimulation von Nerven durch implantierte „Schrittmacher“, bei einigen Krankheiten die heute verabreichten (durchweg nebenwirkungsreichen!) chemischen Mittel ersetzen könnte.

Einer der Forscher, der Niederländer Paul-Peter Tak, klingt fast wie Reich:

Es wird immer deutlicher, daß wir Organsysteme nicht isoliert betrachten können, wie wir es in der Vergangenheit getan haben. Wir betrachteten nur das Immunsystem und wir haben entsprechende Medikamente, die auf das Immunsystem gerichtet sind. Aber es ist ganz klar, daß der Mensch eine Einheit ist: Körper und Geist sind eins. Das klingt logisch, aber so haben wir das in der Vergangenheit nicht gesehen. Wir hatten nicht die Wissenschaft, die mit dem übereinstimmte, was intuitiv richtig scheinen mag. Jetzt haben wir neue Daten und neue Einsichten.

Der entscheidende Unterschied zur Orgonomie ist, daß die elektrische Nervenstimulation lebenslang wiederholt werden muß und die Effekte mehr oder weniger schnell nachlassen, wenn man diese technischen Interventionen beendet. Bei Reich hingegen geht es (jedenfalls was die medizinische Orgontherapie betriff) um eine regelrechte „Restrukturierung“ (Entpanzerung) des Organismus, d.h. darum, eine natürliche Energieökonomie wiederherzustellen, ein neues permanentes Gleichgewicht. Und was den Orgonenergie-Akkumulator betrifft: hier wird eine Ebene beeinflußt, die unterhalb von Nervensignalen und biochemischen Vorgängen angesiedelt ist.

nervensystemautonomes

The Journal of Orgonomy (Vol. 15, No. 2, November 1981)

13. Januar 2012

Courtney F. Baker, Robert A. Dew, Michael Ganz, Louisa Lance: „The Reich Blood Test“ (S. 184-218).

Der Reich-Bluttest untersucht die „biologische Stärke“ des Blutes und besteht aus drei Teilen, wobei sich der erwähnte Artikel auf den ersten Teil konzentriert:

  1. mikroskopischer Bluttest: der bionöse Zerfall in physiologischer Kochsalzlösung wird untersucht;
  2. Autoklavierungs-Bluttest: die Blutprobe wird in Bouillon und Kaliumchlorid autoklaviert, wobei gesünderes Blut besser erhalten bleibt als z.B. Krebsblut;
  3. Kultur-Bluttest: die Blutprobe wird in Bouillon und Kaliumchlorid auf Bakterienkultur geprüft.

Es muß angemerkt werden, daß in einigen Fällen gesundes Blut und schwaches Blut nach außen hin gleich wirken, den gleichen Hämoglobin-Gehalt haben und sich nur in der biologischen Kraft unterscheiden. So konnten mit Hilfe dieses Verfahrens zwei anscheinend identische Blutproben als gesund bzw. krebsartig identifiziert werden. (Doug Marett: „Blood Tests for Biological Vigor and Cancer Determination“, International Journal of Life Energy, Vol. 3, No. 1-2, Spring/Summer 81, S. 85)

Reich hat seinen Bluttest im Zusammenhang mit der Erforschung der Krebsbiopathie entwickelt. Der Krebstumor ist nur das Endsymptom einer zugrundeliegenden Schrumpfungsbiopathie, die bereits lange vor der Tumorbildung im Bluttest sichtbar wird und damit eine gewisse Krebsvorsorge ermöglicht. Am Blut erkennt man die Krebsschrumpfungs-Biopathie des Gesamtorganismus, da das Blut ein Gesamtorgan des Organismus ist (Der Krebs, S. 246).

Bei der Krebserkrankung kann entsprechend auch von der „’Sympathikotonie‘ der roten Blutkörperchen“ die Rede sein. Im Vergleich mit normalen Blutkörperchen sind sie eingeschrumpft („Sulfa-Form“) (ebd., S. 245). „Im Blutsystem ist charakteristisch die Schrumpfung der Erythrozyten, die bis zur Poikilozytose führen kann“ (Walter Hoppe: Biopsychische und biophysische Krebsentstehung im Lichte der Orgonomie).

Dieses krebsige Blut zerfällt vollständig in T-Bazillen (Der Krebs, S. 245).

Gesundes Blut gibt keine Kulturen von Bakterien in Bouillon. Krebsiges Blut gibt Fäulnisbakterien und T-Bazillen-Wuchs. Fäulnisstäbe und T-Bazillen kann man im Krebskrankenblut auch mikroskopisch beobachten (nicht unter 2000 x). (ebd, S. 246)

Der T-Typ des Zerfalls, der sich bei Krebs stets findet, kann auch bei anderen biopathischen Zuständen gefunden werden, d.h. Krankheiten, die auf einer Störung der bioenergetischen Pulsation beruhen. (Chester M. Raphael und Helen E. MacDonald: „II. The Reich Blood Test“,Orgonomic Diagnosis of Cancer Biopathy, Rangeley, Maine: The Wilhelm Reich Foundation, 1952, S. 83)

C.F. Baker et al. fanden im ersten Teil des Bluttests generell weitaus längere Zerfallszeiten des Bluts als sie Reich selbst noch beobachtet hatte. Ob dies ein Artefakt aufgrund veränderter Labormaterialien ist oder tatsächlich auf das ORANUR zurückzuführen ist, dem die Menschen seit den 1950er Jahren ausgesetzt sind, ist die Frage. Der eine hat mir gegenüber apodiktisch das eine behauptet, der andere das andere. Kann ein Leser dazu etwas sagen?

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Arthur Nelson: „Acute Depression“ (S. 224-228).

Zunächst referiert Nelson kurz die psychoanalytische Sichtweise der Depression, der auch die Orgonomie noch folge, insbesondere was die Rolle der oralen Libido und die Rolle der nach innen gewendeten Wut betrifft. Nelson fährt fort:

Von einem orgonomisch-biophysikalischen Gesichtspunkt aus betrachtet, können wir den Mechanismus der Depression fundamentaler würdigen. Es kommt zu einer massiven Kontraktion (die physiogische Entsprechung der oben genannten unterdrückten Wut), die die Hemmung des Organismus aufrecht erhält. Wenn dies in einem biologisch anfälligen Säugling auftritt, der einer orgonotischen Deprivation unterworfen ist, wird eine starke Intoleranz für Expansion, sowie ein Hang zur Kontraktion hervorgerufen. Das letztere könne das biologische Substrat der anekdotischen Beobachtung sein, daß Depressive „sensibel“, d.h. leicht verletzbar sind. Andererseits vertreten einige die Ansicht, daß ein Hang zur Entwickelung von Depressionen einem Organismus entspricht, der mit einem äußerst „sensiblen“ Nervensystem geboren wurde, d. h. mit einer starken negativen Reaktion auf Streßfaktoren in der Umgebung.

Nelsons Sichtweise der Depression wird durch neuste Forschungen bestätigt. William Copeland (Duke University Medical Center) et al. haben eine zentrale Debatte innerhalb der gegenwärtigen Psychiatrie untersucht: Führen Entzündungen im Körper zu Depressionen oder führen umgekehrt Depressionen zu Entzündungen? Depression wurde nämlich mit dem Entzündungsmarker C-reaktives Protein (CRP), der sich in der Blutbahn findet, in Zusammenhang gebracht. Die Forscher verfolgten die Entwicklung von Kindern ins junge Erwachsensein hinein und glichen die beiden Parameter „Depression“ und „CRP“ miteinander ab. Ergebnis: erhöhte CRP-Werte im Blut sagen keine spätere Depression voraus, jedoch korreliert die Anzahl der aufeinanderfolgenden depressiven Episoden mit einem steigenden CRP-Niveau.