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Das Norovirus

20. Oktober 2011

Das Norovirus ist wirklich zum Kotzen. Ich hatte bisher zweimal Brechdurchfall durch dieses Virus und nie in meinem Leben ist es mir so schlecht gegangen. Diese nicht enden wollenden Brechattacken. Auch kann man sich praktisch auf der Toilette häuslich niederlassen. Es ist wirklich zum KOTZEN! Niemand braucht diesen Scheiß. Man wird nicht einmal immun.

Gleichzeitig ist das Virus sehr interessant. Die typischen Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) wurden bereits 1945 beschrieben, der Infektionsweg 1947 mittels Freiwilliger dingfest gemacht. Als klar umrissene klinische Gegebenheit trat das Virus aber erst 20 Jahre später in Erscheinung. Ursprünglich sprach man vom „Norwalk agent“, weil 1968 in dieser Stadt in Ohio diese Form der akuten Gastroenteritis das erste Mal in einer Massenepidemie auftrat. Als immer mehr Erkrankungswellen publik wurden, sprach man schließlich vom „Norowalk-Virus“. 1972 konnte das Virus im Elektronenmikoskop dingfest gemacht und durch Freiwillige, die ein Ultrafiltrat des Stuhls von Erkrankten einnahmen, unzweifelhaft mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden. Seit 2002, als es in „Norovirus“ umbenannt wurde, steigt die Infektionsrate dramatisch an von 10 000 gemeldeten Fällen auf heute über 150 000. Mittlerweile ist das Norovirus bei weitem die häufigste Ursache für Brechdurchfall. Vor zehn Jahren trat es noch alle zwei Jahre auf, seit fünf Jahren jeden Winter. Passenderweise fast immer zur Weihnachtszeit.

Das gehäufte Auftreten während der dunkelsten Zeit des Jahres habe jedoch nichts mit unserem geschwächten Abwehrsystem zu tun, sondern damit, daß es im Winter zu „Punktmutationen“ komme, was zu aggressiven und besonders ansteckenden Variationen des Virus führe.

Warum das so ist und warum es überhaupt zu dem dramatischen Anstieg in den letzten zehn Jahren gekommen ist, kann m.W. niemand befriedigend erklären. Allenfalls wird vorgebracht, daß unser Immunsystem die Epidemie solange kontrollieren kann, bis nach etwa einem Jahr einerseits die Immunität sich langsam verliert und andererseits die Viren neue Mutationen hervorbringen, die die Immunabwehr von neuem unterlaufen. Hinzu kommt, daß Viren in der vergleichsweise trockenen Luft des Winters besser überleben können.

Viele „orthodoxe Reichianer“ spekulieren jetzt vielleicht, man habe es mit „Autoinfektion“ zu tun. Es ist jedoch unzweifelhaft, daß man sich mit dem Norovirus anstecken muß, damit die entsprechenden Symptome auftreten. Außerdem ist unzweifelhaft, daß die wellenförmig auftretenden Epidemien direkter Ausdruck von Veränderungen am Genom des Virus selbst sind.

Andererseits muß man aber auch fragen, woher Viren, die grundsätzlich nur als Parasiten überleben (d.h. sich fortpflanzen) können, überhaupt kommen sollen, wenn sie denn keine Verfallserscheinungen von vollwertigen Organismen sind! In diesem Sinne geht wirklich jeder Virus auf „Autoinfektion“ zurück. Das würde auch erklären, wie immer wieder neue Virenarten sozusagen „aus dem Nichts“ auftauchen können.

Die Entstehung, die langsame Ausbreitung und schließlich die rezente Explosion des Neurovirus könnte durchaus ein unmittelbarer Ausdruck des DOR-Notstandes auf dem Planeten Erde sein. Eine Art „atmosphärischer Sympathikotonie“, die in den kalten Wintermonaten besonders ausgeprägt ist. Überlegungen, wie sich das im einzelnen zutragen mag, d.h. wie genau sich hier das Norovirus einordnet, wird sich zu schnell in Spekulationen verlieren. Jedenfalls imponiert die akute Gastroenteritis fatal als eine typische DOR-Krankheit: eine schier nicht zu ertragende Übelkeit im Solar plexus (genau so fühlt sich der Heroinentzug an!) und eine für Kleinkinder und Senioren potentiell lebensbedrohliche Dehydration.

In vieler Hinsicht erinnert das Auftreten des Norovirus an die Erkältung, der Reich schlichtweg den infektiösen, viralen Charakter absprach und stattdessen mit einer Fehlanpassung der organismischen Orgonenergie erklärte. Durch die „laufende Nase“, d.h. durch geschwollene Schleimhäute in den oberen Atemwegen, versucht der Organismus so viel Orgonenergie wie nur irgend möglich aufzunehmen. Deshalb auch das gehäufte Auftreten von Erkältungen in der kalten Jahreszeit, wenn generell weniger Orgonenergie in der Atmosphäre vorhanden ist (Arthur Steig: „On the Common Cold: Notes by Layman Based on Wilhelm Reich’s Concept ‚Orgone Energy Metabolism’”, Orgone Energy Bulletin, IV(1), January 1952, S.54-58).

Der Brechdurchfall wäre entsprechend der Versuch des Organismus möglichst schnell, möglichst viel DOR zu entladen.