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ZUKUNFTSKINDER: 7. Das Drogenproblem, f. Der Weg in die Verblödung

30. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

7. Das Drogenproblem, f. Der Weg in die Verblödung

Die Panzersegmente (Teil 4): Der Brust- und Zwerchfellpanzer

8. November 2014

In Funktionelle Medizin habe ich Beispiele dafür gebracht, wie ernsthafte medizinische Probleme durch denkbar einfache Maßnahmen, die die muskuläre Panzerung entweder auflockern oder verstärken, behoben werden können.

Ein britisch-französisches Forscherteam hat herausgefunden, daß man mit einer einfachen „Atemtechnik“ die Seekrankheit (Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen) lindern, wenn nicht sogar ganz verhindern kann. Alles, was man tun muß, ist entgegen der Intuition zu atmen.

In Versuchen in einem Flugsimulator neigten Freiwillige nämlich dazu, während der Rückwärtsbewegungen ein- und während der Vorwärtsbewegungen auszuatmen. Um körperlichen Beschwerden entgegenzuwirken, muß der Atemrhythmus jedoch genau umgekehrt sein. Wer zusätzlich ein wenig schneller oder langsamer atmet, als es der Bewegungsrhythmus vorgibt, kann die Symptome noch weiter lindern, berichten die Wissenschaftler.

Nun, Babys lieben es geschaukelt und sogar durch die Luft geschleudert, fallen gelassen und dann aufgefangen zu werden. Sie schreien vor Vergnügen und können gar nicht genug davon haben, dabei kein Anzeichen von „Seekrankheit“ – obwohl sie sicherlich „intuitiv atmen“.

Sie leiden noch nicht unter „Lustangst“ wie wir. Diese treibt uns dazu, während der aus bioenergetischer Sicht expansiven Hingabe (der Bewegung nach hinten) angstvoll einzuatmen (Kontraktion) und entsprechend bei der aus bioenergetischer Sicht kontraktiven Bewegung nach vorne auszuatmen (Expansion). Dabei folgen wir ängstlich angespannt sklavisch dem von außen vorgegebenen Takt.

Die Forscher verhalfen ihren Versuchspersonen wieder wie Kinder zu empfinden, indem sie sie „kontra-intuitiv“ dazu brachten, lustvoll auszuatmen, wenn es nach hinten ging und voller Erwartung einzuatmen, wenn es nach vorne ging. Außerdem brachten sie sie dazu, bei dem ganzen ihre „bioenergetische Autonomie“ zu wahren, d.h. locker zu bleiben.

Das ganze erinnert mich an einen Bericht des pseudointellektuellen Schmierantenmagazins Der Spiegel, das 1985 eine Geschichte über Lifte wie folgt abschloß:

Ihre (pseudo-)wissenschaftliche Deutung fanden „die verwirrten Sinne in der Vertikale“ [pornographische Anspielung auf „Horizontale“] schließlich bei dem österreichischen Marxisten und Freud-Schüler Wilhelm Reich. In seiner Untersuchung „Zur Funktion des Orgasmus“ befand der Analytiker: „Auch beim Schaukeln, im rasch abwärts fahrenden Lift (…) verspürt man am Herzen und am Genitale Empfindungen, die angst- und lustbetont zugleich sind.“

Ja, bei ganz gewöhnlichen Alltagsphänomenen kann es wirklich um die bioenergetischen Grundlagen unserer Existenz gehen!

Und woher kommt die Übelkeit beim „gepanzerten Atmen“? Sie ist eine direkte Folge der Unterbrechung der natürlichen Pulsation. Das Ergebnis ist mit jenem sehr unangenehmen Zustand vergleichbar, in den man gerät, wenn man kurz vor der orgastischen Entladung beim Geschlechtsverkehr gestört wird. Reich schreibt dazu:

Die prä-orgastische Erregung ist der Ansatz zu einer unwillkürlichen Zuckung des Plasmasystems. Ist eine solche Zuckung aus Angst abgewehrt, dann entwickelt der Organismus mitten in der Expansion, die in der Zuckung enden sollte, eine entgegenwirkende Kontraktion, anders ausgedrückt, eine Bremsung der Expansion. Dadurch kommt das Empfinden zustande, das man erlebt, wenn man in einem Fahrstuhl rasch abwärts fährt oder in einem Flugzeug rasch landet. (Der Krebs, Fischer TB, S. 196).

Vor 65 Jahren schrieb Reich in Äther, Gott und Teufel (S. 68):

Unter der Maske idealen oder hygienischen Verhaltens versteht es der gepanzerte Organismus, jede spontane Lebensregung in sich selbst und in anderen Organismen zu ertöten.

Das illustriert Reich mit „Atemübungen“, die 1945 in einer New Yorker Zeitung veröffentlicht worden waren.

Die deutsche Pharmaindustrie macht Werbung mit der Broschüre Durchatmen mit Martina Ertl (Mehr Leistungsfähigkeit und Vitalität mit der deutschen Skiweltmeisterin), die auf www.gesundheit.de auch ins Netz gestellt wurde. Dr. Dr. Hans-Herbert Vater schreibt zum Geleit:

Gesundes Atmen sollte eine Mischung aus Brust- und Bauchatmung sein. Doch die meisten von uns atmen völlig unbewußt und viel zu selten tief in den Bauch hinein.

So etwas wie eine natürliche, „unbewußte“ Innervation scheint es in diesem Weltbild nicht zu geben. Der von Ertl propagierte Umgang mit der universellen Atemhemmung sieht wie folgt aus:

Nehmen Sie beim Einatmen die Arme nach vorne und strecken Sie sie dann nach oben. Spannung halten. Beim Ausatmen die Arme langsam senken.

Und so in allen sieben Übungen: Einatmen und Spannung halten!

In der gegenwärtigen „Gesundheitsbewegung“ sind wir keinen deut weiter, als zu Zeiten von Turnvater Jahn und Schrebers Ärztlicher Zimmergymnastik (32 Auflagen bis 1909). Yoga (Einatmen, Spannung halten), der den Faschismus im „Volkskörper“ verankert….

Das Norovirus

20. Oktober 2011

Das Norovirus ist wirklich zum Kotzen. Ich hatte bisher zweimal Brechdurchfall durch dieses Virus und nie in meinem Leben ist es mir so schlecht gegangen. Diese nicht enden wollenden Brechattacken. Auch kann man sich praktisch auf der Toilette häuslich niederlassen. Es ist wirklich zum KOTZEN! Niemand braucht diesen Scheiß. Man wird nicht einmal immun.

Gleichzeitig ist das Virus sehr interessant. Die typischen Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) wurden bereits 1945 beschrieben, der Infektionsweg 1947 mittels Freiwilliger dingfest gemacht. Als klar umrissene klinische Gegebenheit trat das Virus aber erst 20 Jahre später in Erscheinung. Ursprünglich sprach man vom „Norwalk agent“, weil 1968 in dieser Stadt in Ohio diese Form der akuten Gastroenteritis das erste Mal in einer Massenepidemie auftrat. Als immer mehr Erkrankungswellen publik wurden, sprach man schließlich vom „Norowalk-Virus“. 1972 konnte das Virus im Elektronenmikoskop dingfest gemacht und durch Freiwillige, die ein Ultrafiltrat des Stuhls von Erkrankten einnahmen, unzweifelhaft mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden. Seit 2002, als es in „Norovirus“ umbenannt wurde, steigt die Infektionsrate dramatisch an von 10 000 gemeldeten Fällen auf heute über 150 000. Mittlerweile ist das Norovirus bei weitem die häufigste Ursache für Brechdurchfall. Vor zehn Jahren trat es noch alle zwei Jahre auf, seit fünf Jahren jeden Winter. Passenderweise fast immer zur Weihnachtszeit.

Das gehäufte Auftreten während der dunkelsten Zeit des Jahres habe jedoch nichts mit unserem geschwächten Abwehrsystem zu tun, sondern damit, daß es im Winter zu „Punktmutationen“ komme, was zu aggressiven und besonders ansteckenden Variationen des Virus führe.

Warum das so ist und warum es überhaupt zu dem dramatischen Anstieg in den letzten zehn Jahren gekommen ist, kann m.W. niemand befriedigend erklären. Allenfalls wird vorgebracht, daß unser Immunsystem die Epidemie solange kontrollieren kann, bis nach etwa einem Jahr einerseits die Immunität sich langsam verliert und andererseits die Viren neue Mutationen hervorbringen, die die Immunabwehr von neuem unterlaufen. Hinzu kommt, daß Viren in der vergleichsweise trockenen Luft des Winters besser überleben können.

Viele „orthodoxe Reichianer“ spekulieren jetzt vielleicht, man habe es mit „Autoinfektion“ zu tun. Es ist jedoch unzweifelhaft, daß man sich mit dem Norovirus anstecken muß, damit die entsprechenden Symptome auftreten. Außerdem ist unzweifelhaft, daß die wellenförmig auftretenden Epidemien direkter Ausdruck von Veränderungen am Genom des Virus selbst sind.

Andererseits muß man aber auch fragen, woher Viren, die grundsätzlich nur als Parasiten überleben (d.h. sich fortpflanzen) können, überhaupt kommen sollen, wenn sie denn keine Verfallserscheinungen von vollwertigen Organismen sind! In diesem Sinne geht wirklich jeder Virus auf „Autoinfektion“ zurück. Das würde auch erklären, wie immer wieder neue Virenarten sozusagen „aus dem Nichts“ auftauchen können.

Die Entstehung, die langsame Ausbreitung und schließlich die rezente Explosion des Neurovirus könnte durchaus ein unmittelbarer Ausdruck des DOR-Notstandes auf dem Planeten Erde sein. Eine Art „atmosphärischer Sympathikotonie“, die in den kalten Wintermonaten besonders ausgeprägt ist. Überlegungen, wie sich das im einzelnen zutragen mag, d.h. wie genau sich hier das Norovirus einordnet, wird sich zu schnell in Spekulationen verlieren. Jedenfalls imponiert die akute Gastroenteritis fatal als eine typische DOR-Krankheit: eine schier nicht zu ertragende Übelkeit im Solar plexus (genau so fühlt sich der Heroinentzug an!) und eine für Kleinkinder und Senioren potentiell lebensbedrohliche Dehydration.

In vieler Hinsicht erinnert das Auftreten des Norovirus an die Erkältung, der Reich schlichtweg den infektiösen, viralen Charakter absprach und stattdessen mit einer Fehlanpassung der organismischen Orgonenergie erklärte. Durch die „laufende Nase“, d.h. durch geschwollene Schleimhäute in den oberen Atemwegen, versucht der Organismus so viel Orgonenergie wie nur irgend möglich aufzunehmen. Deshalb auch das gehäufte Auftreten von Erkältungen in der kalten Jahreszeit, wenn generell weniger Orgonenergie in der Atmosphäre vorhanden ist (Arthur Steig: „On the Common Cold: Notes by Layman Based on Wilhelm Reich’s Concept ‚Orgone Energy Metabolism’”, Orgone Energy Bulletin, IV(1), January 1952, S.54-58).

Der Brechdurchfall wäre entsprechend der Versuch des Organismus möglichst schnell, möglichst viel DOR zu entladen.