Posts Tagged ‘Psychotherapie’

Freud, Retter der Kultur

23. Dezember 2014

Wenn man vom Libido-Konzept selbst absieht, ist die wichtigste Vorstellung, die Reich aus der Psychoanalyse übernommen hat, die, daß die Libido auf prägenitale Stufen bzw. Objekte (insbesondere das gegengeschlechtliche Elternteil) fixiert bleibt und deshalb nicht entladen werden kann.

Diese Vorstellung hat er dahin modifiziert, daß die genitale Sexualität die besagten infantilen Fixierungen entschärfen kann, indem ihnen die Energie entzogen wird, und daß umgekehrt durch Störung der genitalen Abfuhr an sich harmlose Erfahrungen in der Kindheit (etwa inzestuöser Natur) im nachhinein pathogen werden können, weil sie mit Energie aufgeladen werden.

Unglaublicherweise will die Psychoanalyse die genitale Befriedigung aber eindämmen und durch „Sublimierung“ ersetzen, die, wie Reich hervorhebt, jedoch von der uneingeschränkten genitalen Befriedigung abhängt. Nur wer genital befriedigt ist, kann prägenitale Strebungen sublimieren. Man kann also mit Karl Kraus sagen, daß die Psychoanalyse die Krankheit ist, deren Heilung sie vorgibt.

In Die Traumdeutung (Fischer TB, 1961, S. 470f) beschreibt Freud seinen therapeutischen Ansatz wie folgt: Unbewußte Wünsche blieben immer rege.

Sie stellen Wege dar, die immer gangbar sind, so oft ein Erregungsquantum sich ihrer bedient. Es ist sogar eine hervorragende Besonderheit unbewußter Vorgänge, daß sie unzerstörbar bleiben. Im Unbewußten ist nichts zu Ende zu bringen, ist nichts vergangen oder vergessen. Man bekommt hiervon den stärksten Eindruck beim Studium der Neurosen, speziell der Hysterie. Der unbewußte Gedankenweg, der zur Entladung im Anfall führt, ist sofort wieder gangbar, wenn sich genug Erregung angesammelt hat. Die Kränkung, die vor dreißig Jahren vorgefallen ist, wirkt, nach dem sie sich den Zugang zu den unbewußten Affektquellen verschafft hat, alle die dreißig Jahre wie eine frische. So oft ihre Erinnerung angerührt wird, lebt sie wieder auf und zeigt sich mit der Erregung besetzt, die sich in einem Anfall motorische Abfuhr verschafft. Gerade hier hat die Psychotherapie einzugreifen. Ihre Aufgabe ist es, für die unbewußten Vorgänge eine Erledigung und ein Vergessen zu schaffen. Was wir nämlich geneigt sind, für selbstverständlich zu halten und für einen primären Einfluß der Zeit auf die seelischen Erinnerungsreste erklären, das Ablassen der Erinnerung und die Affektschwäche der nicht mehr rezenten Eindrücke, das sind in Wirklichkeit sekundäre Veränderungen, die durch mühevolle Arbeit zustande kommen. Es ist das Vorbewußte, welches diese Arbeit leistet, und die Psychotherapie kann keinen anderen Weg einschlagen, als das Ubw der Herrschaft des Vbw zu unterwerden.

Nach Reich ist das Verdrängte, das Unbewußte („Ubw“) identisch mit der Muskelpanzerung. Genauer gesagt: die innere Erregung wird chronisch so umgeleitet, daß es zu automatischen („unbewußten“) Verhaltens- und Denkmustern kommt. Reichs Ansatz beinhaltet die Auflösung dieser Panzerung, so daß der Körper wieder situationsangemessen reagieren kann. Bei Freud geht es ganz im Gegenteil darum, die „Herrschaft des Vorbewußten (Vbw)“ aufzurichten, d.h. die vorbewußte (also jeder Zeit bewußtseinsfähige, ansonsten aber automatisch ablaufende) Kontrolle zu verschärfen – den Menschen noch mehr zu verpanzern.

Freud schreibt weiter:

Für den einzelnen unbewußten Erregungsvorgang gibt es also zwei Ausgänge. Entweder er bleibt sich selbst überlassen, dann bricht er endlich irgendwo durch und schafft seine Erregung für dies eine Mal einen Abfluß in die Motilität, oder er unterliegt der Beeinflussung des Vorbewußten, und seine Erregung wird durch dasselbe gebunden anstatt abgeführt.

Durch die systematische Beseitigung der Panzerung wollte Reich die „orgastische Potenz“ herstellen, d.h. die geregelte Abfuhr der vegetativen Energie in Arbeit und Sexualität. Freud ging es darum, diese „störenden“ Energien besser zu binden, d.h. die orgastische Impotenz zu vertiefen.

Man muß Psychoanalytiker und ihre „erfolgreich therapierten“ Patienten persönlich kennengelernt haben, um zu sehen, daß das alles mehr als bloße Theorie ist.

Konkret geschieht die psychoanalytische „Bindung“ der Energie durch Verstärkung der Kopfpanzerung („Intellektualisierung“). Ganz ähnlich ist es um das angebliche Gegenteil der Psychoanalyse bestellt, die kognitiv-behaviorale Therapie.

Schon früh hatte Reich erkannt, daß nicht etwa der Neurotiker mit seinen auffallenden Symptomen der wirklich Kranke ist, sondern der „Charakterneurotiker“, Homo normalis, der sich reibungslos in diese kranke Gesellschaft einpaßt. Psychotherapeuten sollen die Neurotiker wieder auf Linie bringen.

Im Grunde ist das die Aufgabe unserer gesamten Kultur: all die Feuilletons, schlauen Bücher und Diskussionsrunden. Deshalb ist es auch so abwegig, „Intellektuelle“ von der Orgonomie überzeugen zu wollen. Bestenfalls ist sie ihnen „zu banal“.

Eine der effektivsten Techniken, um bei Menschen eine Panzerung des okularen Segments hervorzurufen, ist die Verunsicherung. Wir alle kennen das Gefühl des Weggehens in den Augen, wenn wir von verwirrten Menschen unvermittelt etwa gefragt werden: „Waren sie schon mal alt?“ „Hatten Sie nicht eben eine Decke in der Hand?“ Insbesondere aber, wenn sie absurde Deutungen von alltäglichen Erscheinungen und Vorkommnissen geben. Man stößt irritiert aus: „Leute, ihr bringt mich ganz durcheinander“ und schüttelt spontan den Kopf, so als wolle man die künstlich induzierte Augenpanzerung wieder abschütteln. Wieviel schlimmer muß das sein, wenn derartiger Schwachsinn einem mit der Autorität des Arztes aufgezwungen wird! Genau dies geschieht bei den fast durchweg absurden Deutungen der Psychoanalyse. Man denke nur an die Erinnerungen des „Wolfsmanns“.

Bei Reich war dies radikal anders, denn in der Charakteranalyse und Orgontherapie wird eben dem Patienten nicht gesagt, wogegen sich seine Abwehr richtet, vielmehr ist es Aufgabe des Patienten selbst zu ergründen, was sich hinter seiner Angst verbirgt. Die Psychoanalyse ist ein destruktiver Kult, der verboten gehört!

Die ganze Pestilenz der Psychoanalyse wird durch folgendes Zitat aus dem Jahre 1926 deutlich, als Freud in Die Frage der Laienanalyse schrieb:

Die sexuellen Regungen des Kindes finden ihren hauptsächlichsten Ausdruck in der Selbstbefriedigung durch Reizung der eigenen Genitalien, in Wirklichkeit des männlichen Anteils derselben. Die außerordentliche Verbreitung dieser kindlichen „Unart“ war den Erwachsenen immer bekannt, diese selbst wurde als schwere Sünde betrachtet und strenge verfolgt. Wie man diese Beobachtung von den unsittlichen Neigungen der Kinder – denn die Kinder tun dies, wie sie selbst sagen, weil es ihnen Vergnügen macht – mit der Theorie von ihrer angeborenen Reinheit und Unsinnlichkeit vereinigen konnte, danach fragen Sie mich nicht. Dieses Rätsel lassen Sie sich von der Gegenseite aufklären. Für uns stellt sich ein wichtigeres Problem her.

Soweit, so lebenspositiv vernünftig, doch dann fährt der ach so aufgeklärte Freud fort:

Wie soll man sich gegen die Sexualbetätigung der frühen Kindheit verhalten? Man kennt die Verantwortlichkeit, die man durch ihre Unterdrückung auf sich nimmt, und getraut sich doch nicht, sie uneingeschränkt gewähren zu lassen. Bei Völkern niedriger Kultur und in den unteren Schichten der Kulturvölker scheint die Sexualität der Kinder freigegeben zu sein. Damit ist wahrscheinlich ein starker Schutz gegen die spätere Erkrankung an individuellen Neurosen erzielt worden, aber nicht auch gleichzeitig eine außerordentliche Einbuße an der Eignung zu kulturellen Leistungen? Manches spricht dafür, daß wir hier vor einer neuen Scylla und Charybdis stehen.

Für Freud ging die Kultur stets vor!

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Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 1)

13. Dezember 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Dale Rosin: Adipositas bei einem phallischen Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block (Teil 1)

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Ein Fall von Anorexia nervosa (Teil 3)

24. November 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Robert A. Harman: Ein Fall von Anorexia nervosa (Teil 3)

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Die Zukunft der Orgonomie (Teil 2)

18. Oktober 2014

Die Zukunft der Orgonomie ruht auf vier Pfeilern, von denen gegenwärtig alle vier brüchig, wenn überhaupt vorhanden sind:

  1. Orgontherapie: Ohne sie ist alles, was „innerhalb“ der Orgonomie getan wird, vom individuellen Charakterpanzer geprägt und damit kontraproduktiv. Konkret bedeutet dies, die Beiträge sind entweder mystisch oder mechanistisch entartet. Leider gibt es in Europa kaum Therapeuten.
  2. Orgonenergie-Akkumulator: Es ist eine der Tragödien der Orgonomie, daß beispielsweise in den 45 Jahren, in denen das Journal of Orgonomy erschienen ist, kein einziger Artikel über die therapeutische Anwendung des Orgonenergie-Akkumulators erscheinen konnte. Das geschah nicht nur aus Angst vor der FDA (der amerikanischen Bundesgesundheitsbehörde), sondern vor allem wegen der Befürchtung, aus der Arzthaftpflichtversicherung geworfen zu werden und damit die Approbation zu verlieren. Mit der Obama-Gesundheitsreform und der damit einhergehenden zusätzlichen Bürokratisierung kann die Situation nur noch schlimmer werden. Aus diesem Grund liegt die Zukunft der Orgonomie eher in Europa – solange das die EUdSSR noch zuläßt.
  3. Soziale Orgonomie: Ohne Studium und Handhabe der Emotionellen Pest ist die Orgonomie der Irrationalität der gepanzerten Menschen schutzlos ausgeliefert. Zu Reichs Zeiten waren es vor allem die konservativen Kräfte, die sich den Zielen der Orgonomie entgegenstellten (d.h. vor allem dem humanen Umgang mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen), heute sind es fast ausschließlich die sogenannten „progressiven“ Kräfte, die im Wege stehen. Beunruhigenderweise ist Europa in den letzten Jahrzehnten in einem Maße nach links gerückt, daß Ideologie alles bestimmt und Vernunft kaum noch eine Chance hat.
  4. Physikalische Grundlagenforschung: Hier gibt es zwei Probleme. Erstens erzwingt der gegenwärtige wissenschaftliche Standard einen derartigen Aufwand, daß eine Finanzierung zunehmend schwieriger wird. Ohne diese Anstrengung wäre orgonomische Forschung aber kaum mehr als Selbstvergewisserung. Zweitens ist die atmosphärische Orgonenergie seit Reichs Zeiten dermaßen geschädigt worden (ORANUR), daß die orgonotischen Phänomene immer schwerer dingfest zu machen sind. (Das energetische Absterben der Atmosphäre betrifft natürlich auch die drei ersten Punkte!)

Die Lage scheint ausweglos zu sein, doch das Schöne an der Orgonomie ist, daß jeder in jedem beliebigen Moment etwas Konstruktives tun kann. Man kann seine eigene Panzerung dadurch angehen, daß man sie zunächst einmal spürt. Man kann immer und überall die Orgonenergie beobachten. Man kann sich der Irrationalität in seiner Umgebung entgegenstellen. Und vor allem kann man sich bemühen, so funktionell wie nur irgend möglich zu leben. Liebe, Arbeit und Wissen sind die Grundlagen unseres Lebens, sie sollten es auch beherrschen!

Alles hängt von den „Massen“ ab – alles hängt von uns ab. Jeder Erwachsene trägt die Verantwortung für sein Leben und die Umstände, unter denen er lebt.

Die Orgontherapie ist so zentral wichtig, weil ohne Orgontherapie alles nichts ist! Deshalb erscheinen in der Zeitschrift für Orgonomie vorerst fast ausschließlich Texte zur Orgontherapie.

Betrachten wir dazu das Emblem der Zeitschrift. Historisch geht es auf die zu Reichs Lebzeiten von Elsworth F. Baker herausgegebene Zeitschrift Orgonomic Medicine zurück, deren Symbol eine Äskulapschlange war, die sich um das Symbol des orgonomischen Funktionalismus schlängelte (siehe hier). Als Baker diese Zeitschrift 1968 unter neuem Titel fortführte (The Journal of Orgonomy), gesellte sich zur Schlange, die die Medizin symbolisiert, der Blitz als Symbol der Physik. Die neue Zeitschrift sollte nämlich auch die von Reich herausgegebene Zeitschrift CORE ersetzen, in der es vor allem um Orgonbiophysik gegangen war. Insgesamt symbolisiert das Emblem der Zeitschrift für Orgonomie die drei Hauptbereiche der Orgonomie: Medizin (Schlange), Physik (Blitz) und Kosmologie (Spiralgalaxie).

Entsprechend wird die Orgonomie in den drei Bänden von Die Entdeckung des Orgons beschrieben: Bd. 1: Die Funktion des Orgasmus, Bd. 2: Der Krebs und der nie abgeschlossene dritte Band über die orgonomischen Funktionalismus, dessen geplanter Inhalt sich aus Äther, Gott und Teufel und Die kosmische Überlagerung in etwa erschließen läßt.

Nochmal: Warum ist dann die Orgontherapie so überproportional wichtig? Weil –, um mit Kant zu sprechen: „Die Welt erscheint nicht so, wie sie ist, sondern so, wie ich bin.“ Bin ich gepanzert, ist alles nichts! Oder anders gesagt: Es müssen in Deutschland erst eine „kritische Masse“ an Menschen eine Orgontherapie durchlaufen haben, ehe man sich sinnvoll mit etwas anderem als der orgonomischen Medizin beschäftigen kann!

Und hier geht es wirklich um die Orgontherapie, nicht irgendeine „Körperpsychotherapie“ oder eine vom American College of Orgonomy nicht autorisierte angebliche „Orgontherapie“!

In einem Kalender habe ich folgenden Spruch des Schweizer Jesuiten und Zen-Meisters Niklaus Brantschen gefunden: „Wie ich gehe, so geht es mir; wie ich stehe, so steht’s um mich; wie ich laufe, so laufen die Dinge bei mir.“ Kant wird hier sozusagen „verkörpert“. Im Kommentar wird auf alltägliche Sprüche verwiesen wie „Laß den Kopf nicht hängen!“, „mit stolzgeschwellter Brust“, „Trag die Nase nicht so hoch!“

Das bedeutet aber nicht, daß die Orgontherapie eine „Körpertherapie“ ist. Ganz im Gegenteil!

Reich hat seinem Mitarbeiter Myron Sharaf gesagt: „Es sollte möglich sein, Orgontherapie durchzuführen, ohne den Patienten zu berühren, nur mit Reden“ (z.n. Sean Haldane: Pulsation, London 2014, S. 199).

Und Baker hat geschrieben:

Manchmal kann man Gefühle freisetzen und manchmal läßt das Festhalten nach, wenn man dem Patienten beschreibt, was er ausdrückt oder was er tun möchte, oder wenn man ihm einen Spiegel vorhält oder durch verständnisvolle Worte und nicht durch direkte Bearbeitung der Muskeln. Ich habe oft das Gefühl gehabt, wenn man nur genug wüßte und aufmerksamer wahrnähme, könnte man die Therapie ganz und gar auf diese Weise durchführen. (Der Mensch in der Falle, München 1980, S. 91)

Noch etwas: Die Orgonomie wird in Deutschland nur eine Zukunft haben, wenn die Orgontherapie hier eine Zukunft hat. Mehr: die Orgonomie wird nur in Deutschland eine Zukunft haben. Oder anders ausgedrückt: hat Deutschland keine Zukunft, hat auch die Orgonomie keine Zukunft.

deutschorg

Ein orgonomisch-funktionalistischer Blick auf den Strafvollzug

14. Juli 2014

Wir alle stecken in jeweils unserem eigenen Gefängnis, dem Gefängnis unserer Panzerung. Sie verhindert, daß wir uns auf Kosten unserer Mitmenschen „ausleben“, aber leider verhindert sie auch, daß wir das Leben in vollem Umfang genießen können. So war es jedenfalls noch vor 20, 30, 40 Jahren. Heute, in der anti-autoritären Gesellschaft, geht die erste Funktion der Panzerung zunehmend flöten und die Rücksichtslosigkeit nimmt zu. Gleichzeitig wird die zweite Funktion immer prononcierter, d.h. die Menschen werden immer unzufriedener und „unbefriedigbarer“.

Damit ist die (Schein-) Rationalität der Panzerung vollends weggefallen und die unaufhebbare Irrationalität einer gepanzerten Gesellschaft tritt immer schärfer vors Auge – jener, die sehen können. Dies um so mehr, als selbst die „richtigen“ Gefängnisse, die aus Stahl und Beton, in Frage gestellt und Täter immer mehr zu den „wahren Opfern“ erklärt werden. Wir sind Zeuge dessen, was passiert, wenn die Panzerung auf chaotische Weise wegbricht. In den Individuen verlagert sich das Blockieren der Energie vom Körper („Muskelpanzer“) immer mehr auf das Gehirn („Augenpanzer“) und parallel dazu, d.h. auf Grund der daraus resultierenden Kontaktlosigkeit, brechen auch in der Gesellschaft alle Dämme. Beispielsweise wird Deutschland zu einem „Einwanderungsland“ erklärt – für Menschen, die niemals in Kanada oder Australien einwandern dürften. Die „Festung Europa“ müsse geschleift werden!

Wo man hinsieht, der schiere Wahnsinn. Aber dank des Mangels an funktionellem Denken hat der Wahnsinn Methode. Man betrachte nur die höchstrichterliche Entscheidung, die den Staat dazu zwang, Sicherheitsverwahrte auf die Bürger loszulassen; man denke nur an den Serien-Vergewaltiger Adolf J. (damals 37), der wegen eines Formfehlers aus der Haft entlassen worden war und später nach letztinstanzlicher Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe endgültig auf freien Fuß gesetzt wurde.

Gutachter halten ihn weiter für hochgefährlich: Weil er als Kind auf den Kopf fiel, funktionieren bei Adolf J. die Hirnareale für Triebsteuerung, Hemmschwelle und Mitleid nicht mehr!

In Glossar von www.orgonomie.net wird „Gefängnis“ wie folgt definiert:

Ersatz für die Panzerung, die den „Kriminellen“, „Süchtigen“ oder „Perversen“ fehlt. Sie können ihre Sekundären Triebe nicht „einsperren“, so daß sie selbst „eingesperrt“ werden müssen.

Diese Definition geht zurück auf den amerikanischen Orgonomen Dr. Charles Konia.

www.theemotionalplague.com

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Der Psychiater Frank Schneider konnte gemeinsam mit anderen Autorinnen und Autoren im Rahmen einer empirischen Studie zeigen, daß sage und schreibe 88% der inhaftierten Straftäter an einer psychischen Erkrankung oder an einer Persönlichkeitsstörung leiden.

Vor dem Hintergrund eines Zusammenhangs zwischen unbehandelten psychischen Störungen, wobei vor allem Suchterkrankungen mit Deliktrückfallgefahr eine hervorgehobene Rolle spielen, fordert Professor Schneider gemeinsam mit den beteiligten Forschern den Aufbau adäquater Beratungs- und Behandlungsangebote für diese Menschen.

Kriminalität geht nicht auf unser „unmenschliches Wirtschaftssystem“ zurück. Eine vulgär-marxistische These, die im übrigen eine einzige Beleidigung für Menschen ist, die aus der Unterschicht stammen! Es ist letztendlich ein charakterologisches bzw. sexualökonomisches Problem.

Wie jedes andere neurotische Symptom geht Kriminalität auf ein Versagen der Panzerung zurück. Sie ist nicht mehr in der Lage, die sekundären Triebe in Schach zu halten. Die Lösung kann deshalb langfristig nur darin liegen,

  • die Bildung von Panzerung auf Massenbasis zu verhindern (Reichs Projekt „Kinder der Zukunft“),
  • die Gesellschaft mit Hilfe von Gefängnissen und Psychiatrien vor jenen zu schützen, die ihre neurotische Destruktivität nicht selbst kontrollieren können und schließlich
  • die Ersetzung des moralistischen Gedankens von „Schuld und Sühne“ durch eine strikt psychiatrische Herangehensweise: Straftäter müssen solange (und nur so lange) von der Gesellschaft isoliert werden, bis sie ihre emotionalen Probleme zumindest soweit im Griff haben, wie der Rest der Bevölkerung.

Orgontherapie (Teil I: Die psychosomatische Beziehung) (Teil 1)

11. Juli 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Charles Konia: Orgontherapie (Teil I: Die psychosomatische Beziehung) (Teil 1)

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Flirten, Beerdigen und Therapieren

22. November 2013

In traditionellen und autoritären Gesellschaften ist das soziale Leben durch Rituale geregelt. Früher wußte man, wie man eine Frau für sich gewinnen kann und wie man beispielsweise mit dem Tod umgeht.

Heute, in der antiautoritären Gesellschaft, vereinsamen die Menschen zusehends, da niemand mehr die Signale des anderen richtig deuten kann. Schon die harmlosesten Annäherungsversuche können dir als „sexuelle Belästigung“ ausgelegt werden.

Kein Mensch weiß mehr, wie er mit seiner Trauer umgehen soll, zumal es häufig eher ein Gefühl der Erleichterung ist oder der Schmerz ist derartig groß, daß er zum Selbstschutz von gegenteiligen Affekten überlagert wird. In traditionellen Gesellschaften wurde das durch festgelegte Trauerrituale aufgefangen. Heute müssen die Menschen „spontan“ reagieren und sind entsprechend von der Situation überfordert.

Insbesondere die 68er haben uns einen Terror der Spontanität, „Echtheit“ und „Eigentlichkeit“ eingebrockt, der die Menschen hilflos und todunglücklich macht.

Dort, wo Rituale ihren Platz haben, nämlich im Leben der Gesellschaft, wurden sie beseitigt und werden in ihren Restbeständen noch heute von den linken Zersetzern rigoros bekämpft. Auch die letzte Anstandsregel, auch der letzte Verhaltenscodex wird im Namen der „Authentizität“ infrage gestellt.

Bezeichnenderweise hält jedoch gleichzeitig in den Kernfunktionen Partnerschaft, Familie, Sexualität, Erziehung eine Regelwut Einzug, die alles spontan Lebendige erstickt. Die Menschen werden mit Ratgebern überflutet, wie man mit dem Partner und den eigenen Kindern umzugehen hat, sogar was genau man im Bett zu tun hat, um „Supersex“ zu haben. Hier obwaltet eine Ritualisierung, Standardisierung und Vergesellschaftung, die die bioenergetischen Kernfunktionen erstickt. Es ist Emotionelle Pest und nichts außerdem.

Ein typisches Beispiel sind „Reichianische Therapien“, wo wirklich alles vorgegeben wird: genaue Zeitabfolgen, Übungen, Körperstellungen, etc. Alles extrem mechanistisch und zwanghaft. Natürlich verwendet auch der genuine Orgontherapeut „Techniken“, aber diese nur in einem funktionellen Zusammenhang, d.h. schlicht und ergreifend er weiß, was er tut! Leute, die nach Schema F vorgehen, wissen dies offensichtlich nicht. Vielmehr werden Patienten in genau jene Rolle gedrängt, unter der sie schon als Babys und Kleinkinder litten: es wird ihnen eine bürokratische, stereotype, mechanische und gedankenlose Routine übergestülpt. Und das alles im Namen Wilhelm Reichs! Eine solche Form von „Therapie“ ist Emotionelle Pest und nichts außerdem: das diametrale Gegenteil von Orgontherapie.

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Die Zusammenarbeit der Psychiater mit der Pharmaindustrie und der Versicherungsbranche

19. Juli 2013

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Dr. Charles Konia: Die Zusammenarbeit der Psychiater mit der Pharmaindustrie und der Versicherungsbranche

Die Rolle des energetischen Orgonoms beim Psychopathen

28. Juni 2013

Die ÄrzteZeitung für Neurologen und Psychiater vom Juni 2013 berichtet von einer Studie von Jean Decety et al. (University of Chicago) bei der 27 hochpsychopathische Straftäter mit 25 Straftätern ohne Psychopathie verglichen wurden. Den Probanden wurden im MRT Videos gezeigt, in denen Menschen absichtlich verletzt wurden. Gesichter waren dabei nicht zu sehen. In einer zweiten Versuchsreihe wurden ihnen Gesichter gezeigt, die teilweise typische Reaktionen auf Schmerz zeigten.

Konsistent in beiden Serien waren (…) vor allem die Aktivitätsmuster von drei der Komponenten verändert: So zeigten Straftäter mit hohen PCL-Werten [Hare Psychopathy Checklist] in beiden Serien wie vermutet eine reduzierte Aktivität im orbitofrontalen und im ventromedial präfrontalen Kortex, allerdings, und das war überraschend, auch eine verstärkte Aktivität im vorderen Cingulum. Normalerweise wird das Cingulum bei empathischen Reaktionen mit aktiviert.

Das Team um Decety vermutet nun, daß die Funktion des Cingulums doch komplexer ist als angenommen. Möglicherweise wird auch bei Psychopathen ein Teil des Empathie-Netzwerkes angeschoben, der Stimulus wird aber nur kognitiv und nicht emotional verarbeitet. Die Betroffenen wissen nach diesen Erkenntnissen sehr gut, was vor sich geht, es berührt sie aber nicht. (Hervorhebungen hinzugefügt)

Aus orgonomischer Sicht handelt es sich bei dieser Trennung von Kognition und Emotion um den funktionellen Gegensatz von energetischem Orgonom und orgonotischem System. Das erstere geht auf die Kreiselwelle zurück: die Energie fließt den Rücken empor in den Kopf und gemäß der Kreiselwelle in einem Bogen nach innen und am Vorderkörper zurück nach unten. Seine materielle Verkörperung ist das Zentrale Nervensystem mit dem Rückgrat und dem Gehirn, seine subjektive Repräsentanz sind die Sensationen. Das orgonotische System geht auf die orgonotische Pulsation zurück: die Energie fließt abwechselnd vom in der Nähe des Herzens liegenden Solar plexus aus nach außen und zurück nach innen. Ihre materielle Verkörperung ist das Autonome Nervensystem mit dem Parasympathikus (Energiefluß nach außen) und dem Sympathikus (Energiefluß nach Innen), ihre subjektive Repräsentanz sind die Emotionen.

Wenn das energetische Orgonom vorherrscht und das orgonotische System an Bedeutung verliert, dominieren die kognitiven („hirngesteuerten“) Prozesse die emotionalen („herzgesteuerten“) Prozesse. Entsprechend sehen sich psychopathische Kriminelle als „Geschäftsleute“, „die keine Rücksicht auf Gefühle nehmen können“. Umgekehrt sind heutzutage ein Gutteil der Geschäftsleute nichts anderes als psychopathische Kriminelle, wie erst vor kurzem wieder anhand der Bankenkrise in Irland deutlich wurde. Das wird in der antiautoritären Gesellschaft immer schlimmer, weil das energetische Orgonom stetig an Bedeutung gewinnt.

Es handelt sich um ein bioenergetisches Phänomen, das man quer durch die Gesellschaft findet: das Verhalten und Denken von Jugendlichen, die zunehmende Bedeutung von Cannabis (das unmittelbar die Umwandlung von Emotionen in Sensationen bewirkt), die allgegenwärtige Mechanisierung aller Lebensprozesse, die wachsende Dominanz der „kognitiven Verhaltenstherapie“ in der Psychotherapie, die zunehmende Bedeutung von Psychopharmaka („Hirnchemie“), Kunst und Musik („Ambient“), die Ausbreitung „fernöstlichen“ Gedankenguts, die gesellschaftliche Hegemonie der linken Political Correctness, der „Casinokapitalismus“, etc. pp. Eine Welt, in der es nur Berechnung gibt, keine „störenden“ Emotionen. Eine herzlose Welt der Sensationen, in der die Menschen zwar wissen, was sie tun, aber nicht mehr fühlen, was sie tun. Ohne Kenntnis von der Entdeckung der Orgonenergie und der kosmischen Überlagerung kann man nicht verstehen, was hier vor sich geht.

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Grundelemente einer orgonomischen Soziologie (Teil 3)

23. Dezember 2012

Teil 1

Teil 2

In der Psychotherapie bringt es nicht wirklich etwas, mit dem Patienten zu reden oder irgendwelche „bioenergetischen“ Übungen mit ihm zu machen. In jedem Fall wird er sich weiter im Kreis seiner Neurose drehen und allenfalls zu einer narzißtischen Nulpe werden. Man kann den Patienten nur dadurch verändern, daß man tiefere Funktionsebenen angeht, also die Orgonenergie aus Verhaltens- und Verspannungsmustern löst durch Charakteranalyse und Vegetotherapie, d.h. charakteranalytische Vegetotherapie bzw. psychiatrische Orgontherapie. Indem man auf einer tieferen Funktionsebene etwas ändert, ändert man automatisch auch die höheren Funktionsebenen. Das ist durchaus kein ungefährliches Unterfangen, da die große Wahrscheinlichkeit besteht, daß bei einem unsystematischen Vorgehen der gesamte „Überbau“ kollabiert: Psychose, Suizid, Absturz ins soziale Nichts, somatische Krankheiten, etc. Das geschieht beispielsweise, wenn der Orgasmusreflex verfrüht mobilisiert wird.

Wirkliche Veränderung ist nur durch eine Änderung der Charakterstruktur möglich. Dieser Satz ist natürlich kaum mehr als eine Leerformel, wenn man ihn nicht richtig versteht. Charakter ist erstarrte, stillstehende Historie (Blockierung, „Panzerung“), die wie in einer Zeitkapsel fortwirkt, auch wenn die historische Entwicklung weitergelaufen ist. Deshalb muß das Verhalten der gepanzerten Menschen nicht von den „realen Verhältnissen“, sondern vom Charakter her betrachtet werden. Beispielsweise kann man das Verhalten der Juden in Amerika, die fast durchweg die israelfeindlichen „Progressiven“ und sogar den Moslem Hussein Obama unterstützen, nur verstehen, wenn man weiß, daß sich unter den Juden überdurchschnittlich viele liberale Charaktere finden.

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Ihr Charakter, nicht ihre wirklichen Interessen, bestimmen ihre Handlungen! In einer Art „Schleife“ geht aber der Charakter der Juden wiederum auf ihre materielle Existenz zurück: sie sind liberal, weil sie jahrhundertelang durch die Christen von den zentralen Funktionen, den Kernfunktionen der Gesellschaft verdrängt und in den Handel, Geldverleih, später in die Juristerei abgedrängt wurden. Dadurch kam es zu einer „intellektuellen“, statt „muskulären“ Panzerung. Daß Reichs Eltern Viehzüchter waren, ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

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Charakterliche Veränderungen ereignen sich unter dem Druck der ökonomischen Verhältnisse. Durch den Zwang, ökonomisch auf eigenen Füßen zu stehen, verändern sich Menschen, da ihre biologische Energie aktiviert wird – oder sie zerbrechen unter dem Druck der Energie. Die gesamte sozialistische Bewegung ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch, das neurotische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten („soziale Sicherheit“). Grundsätzlich führen alle Sozialprogramme nirgendswohin, sondern führen allenfalls zur Verschlimmerung der Situation, d.h. zur Verhärtung: die Lage läßt sich dann immer schwerer wirklich ändern. Man denke nur an die verheerenden Folgen von Arbeitslosigkeit auch unter den denkbar besten Bedingungen der ökonomischen Absicherung.

In Israel wurden durch den Druck der Umstände aus murkligen Ghettojuden zionistische „Übermenschen“. Gleichzeitig kann man in Israel den umgekehrten Prozeß beobachten, wie nämlich die in den Charakterstrukturen verankerte Freiheitsangst die Ökonomie bestimmt. Israel wurde durch den Sozialismus fast zerstört. Und nachdem das sozialistische Monster aus englischer Labour-Tradition (gegen die George Orwell angeschrieben hat) und deutscher Sozialdemokratie durch die Sephardim zerschlagen wurde, kommt jetzt die Gefahr von Rechts: der quasi „iranische“ religiöse Wahn der Sephardim und der national-religiöse Wahn der Aschkenasim. Die Umstände treiben nach vorne, doch der Charakterpanzer bremst.

Politik (im weitest denkbaren Sinne) kann nur dann verantwortungsvoll betrieben werden, wenn man versteht, was Charakter ist, wie er sich entwickelt und wie man ihn handhaben kann. Was das im einzelnen bedeutet, erläutert Charles Konia in seinem Blog. Jede andere Herangehensweise ist gemeingefährliches Herumdoktern an den Symptomen und wird letztendlich in einer totalitären Gesellschaft enden, in der die freiheitliche Verfassung mit Füßen getreten wird. In vieler Hinsicht sind wir schon heute soweit. Die Political Correctness hat die amerikanische Verfassung und das deutsche Grundgesetz zu bedeutungslosen Fetzen Papier degradiert.