Posts Tagged ‘Verhaltenstherapie’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 60

27. April 2020

orgonometrieteil12

60. Das Leib-Seele-Problem

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 51

2. Februar 2020

orgonometrieteil12

51. Die vier Arten von Therapie

David Holbrook, M.D.: ERGEBNISSE DER ZEITGENÖSSISCHEN NEUROWISSENSCHAFT UND PSYCHOTHERAPIE, DIE PARALLELEN ZUR ORGONOMISCHEN PERSPEKTIVE AUFWEISEN

22. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Ergebnisse der zeitgenössischen Neurowissenschaft und Psychotherapie, die Parallelen zur orgonomischen Perspektive aufweisen

 

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 5)

5. Februar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte

 

Reich als Überwinder der Distanz

27. November 2018

Wenn gesellschaftliche Vorgänge von der Wissenschaft beschrieben werden, psychologische Prozesse, körperliche Erkrankungen, etc., hat das, so impliziert die gängige „wissenschaftliche“ Sichtweise, jeweils nie wirklich etwas mit uns zu tun. Verursacher seien „objektive“ sozioökonomische Prozesse, „Komplexe“, „die Leber“, etc., also externe oder zumindest mechanisch ersetzbare Faktoren. Eine kaputte Leber kann man durch eine neue ersetzen, Komplexe kann man psychopharmakologisch und/oder mit verhaltenstherapeutischen Interventionen auflösen, etc. Ganz anders wird es, wenn die eigene vegetative (orgonotische) Strömung, schlichtweg DAS LEBEN, ins Spiel kommt. Dann wird „der Geschichtsverlauf“ zum Fleischwolf, durch den wir seit unserer Geburt (und sogar davor!) gedreht wurden und werden; unsere Psyche und unsere Soma werden zu bloßen Äußerungsformen der Störungen der besagten Strömung. Selbst „das Wetter“ und sogar ferne Galaxien entsprechen unmittelbar dem, was durch unsere Körper strömt. Und wir realisieren, daß das, was sich großspurig als „Wissenschaft“ präsentiert, nur Ausdruck der allgemeinen Neurose ist, dem Bedürfnis „Distanz zu wahren“, d.h. der Kontaktlosigkeit.

ZUKUNFTSKINDER: 7. Das Drogenproblem, a. Giftstoffe, ORANUR und DOR

16. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

7. Das Drogenproblem, a. Giftstoffe, ORANUR und DOR

Blogeinträge September 2011

18. August 2017

Im September 2011 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz. Angesichts von Andreas Peglaus von mir besprochenem Buch Rechtsruck ein Beispiel dafür, wie Massenpsychologie nach Wilhelm Reich im 21. Jahrhundert wirklich aussehen muß:

Blogeinträge September 2011

  • Was am schwersten zu sehen ist
  • Die Ausbreitung der Emotionellen Pest in der heutigen Welt
  • Das Problem mit den heutigen psychiatrischen Therapien
  • Es gibt jetzt eine wahrhaftig funktionelle wissenschaftliche Soziologie

Emotionen sind für den Therapieerfolg wichtiger als Einsicht und Deutung

22. Februar 2017

So der Titel eines Tagungsberichts von dem Psychiater und Psychotherapeuten Andreas Meißner im NeuroTransmitter (Feb. 2017), dem offizielles Organ der Nervenärzte, Neurologen und Psychiater. Im Gegensatz zur ursprünglichen Psychoanalyse sei heute die Therapie dieses Traditionsstranges intersubjektiv statt hierarchisch, partnerschaftlich statt autoritär. Die therapeutische Beziehung ist der entscheidende Wirkfaktor, nicht mehr Deutung und Einsicht. Früheste nonverbale Beziehungserfahrungen werden jenseits der Sprache im prozeduralen Gedächtnis („Beziehungsgedächtnis“) abgelegt und können deshalb nicht „gedeutet“ werden, sondern es kann in der therapeutischen Beziehung allenfalls zur Nachreifung kommen. Die Gesprächsatmosphäre wird wichtiger als die kognitive Verarbeitung, denn sie schafft einen „Entwicklungsraum“. Entsprechend kommt es ganz entscheidend auf die Wahrnehmungsfähigkeit, die Lebendigkeit und das Verständnis des Therapeuten an.

Liest man die entsprechenden Ausführungen, muß man spontan an Reichs Konzept von gegenseitiger orgonotischer Erstrahlung und Anziehung denken. Etwa wenn es bei Meißner heißt:

Es handelt sich [bei Therapeut und Patient] um ein analytisches Paar, das etwas neues Drittes erschafft, eine neue Wirklichkeit, eine neue gemeinsame Erfahrung, aus der nun beide Beteiligten verändert hervorgehen, verändert in verschiedener Weise und in unterschiedlichem Ausmaß.

In dieser Art von Therapie hört der Patient auf, sich als bloßes Opfer längst vergangener Interaktionen zu betrachten, sondern (ganz wie in Reichs Charakteranalyse) tritt das Hier und Jetzt in den Vordergrund.

Soweit referiert Meißner Ausführungen des emeritierten Professors für Psychosomatik und Psychotherapie, Michael Erdmann. Im Anschluß daran beschreibt Meißner ergänzende Ausführungen des Professors für Verhaltensphysiologie und Neurobiologie, Gerhard Roth:

Pränataler und früh postnataler milderer Streß der Mutter führt beim Kind zu einem erhöhten Kortisolspiegel, der einhergeht mit Überängstlichkeit, Melancholie oder Angststörungen. Bei stärkerem, chronischem und nicht bewältigbarem Streß führt der entsprechende Hyperkortisolismus zu atypischer Depression, Empfänglichkeit für posttraumatische Belastungsstörungen und zu emotionaler Unempfindlichkeit bis hin zur Psychopathie (wie man sie etwa beim „gefühllosen Berufskiller“ findet). Der Hyperkortisolismus geht fast immer mit einer verminderten Serotoninproduktion einher, was zu Störungen der Regulation von Nahrungsaufnahme, Schlaf, Temperaturregulation, der Fähigkeit der Verhaltensregulation, Beruhigung und Wohlbefinden, etc. führt. Reich sprach hier von „Sympathikotonie“, der chronischen energetischen Kontraktion des Organismus, die bereits im Uterus anfange, spätestens aber während und unmittelbar nach der Geburt.

Dem könne, so Roth, ein Oxytocinanstieg im Rahmen einer liebevollen Interaktion entgegenwirken. Die Kortisolproduktion werde verhindert, der Serotoninspiegel steige. Damit sei die Möglichkeit einer Kompensation früher psychischer (gemeint ist wohl eher emotionaler) Defizite gegeben.

Aus diesem Grund seien auch rein kognitive Therapiestrategien kaum erfolgreich. Die neurobiologische Forschung zeige, daß die Wirkung etwa der kognitiven Verhaltenstherapie auf emotional wirkenden Faktoren beruhen müsse, wie die Bindung zum Therapeuten und das konkrete verhaltenstherapeutische Training und Einüben im Hier und Jetzt. Ähnliches ließe sich über die „einsichtsvermittelnde und bewußtmachende“ Psychoanalyse sagen. „Eine rein sprachlich aufklärende Mitteilung wirke nicht auf die subkortikalen limbischen Zentren, erläuterte Roth. Wirksam wird die Behandlung, wenn emotionale Dinge eine Rolle spielen.“ Ähnliches sagte Reich in der damaligen Begrifflichkeit seit Anfang der 1930er Jahre. Die psychoanalytischen Sektierer haben ihn dafür mit einem gnadenlosen Haß und abgrundtiefer Verachtung gestraft.

Auf die Orgontherapie verweist folgende Stelle in Meißners Aufsatz: Durch die therapeutische Allianz komme es zu den erläuterten neurobiologischen Veränderungen hinsichtlich Kortisol, Serotonin, Oxytocin, etc. Doch „Roth wies darauf hin, daß die eigentlichen strukturellfunktionellen Defizite dabei aber offenbar nicht behoben werden, was die hohe Rückfallquote von 80% erklären könnte“. Deshalb spiele „das Aufspüren von Ressourcen und das Einüben alternativer Schemata im Fühlen, Denken und Handeln“ in einer zweiten Therapiephase eine große Rolle. Die neurobiologische Umstrukturierung brauche halt Zeit. Schön und gut, aber tatsächlich scheitern diese Therapien letztendlich, weil die PANZERUNG nicht angegangen wird!

Diagnose

18. Oktober 2016

Rainer Tölle in seinem klassischen Psychiatrie-Lehrbuch: „Wie jede Behandlung setzt auch die Verhaltenstherapie eine exakte Diagnostik voraus.“

Dazu muß man Möchtegern-„Orgontherapeuten“ erlebt haben, die mir ins Gesicht gesagt haben, daß in der Orgontherapie „eine Diagnose nicht so wichtig ist“. In jedem anderen medizinischen Fach wäre eine derartige Aussage lachhaft bis zum Gehtnichtmehr. Aber wenn es um die Orgonomie geht, maßen sich Nicht-Psychiater an derartige Aussagen zu treffen.

Was bedeutet Diagnostik im Bereich der orgonomischen Psychiatrie? Schlicht die Panzerstruktur, d.h. die Rolle der chronischen Muskelverspannungen im Gesamtorganismus. Es geht bei der „bio-psychiatrischen“ Diagnose also auch um die psychische Entwicklung und das aktuelle Verhalten. Die Diagnose bestimmt dann die Therapie.

Siehe dazu Vittorio Nicola und die Zeitschrift für Orgonomie.

Das Verschwinden der Psychiatrie

17. April 2016

Die Psychiatrie ist wohl die einzige Fachdisziplin, die wirklich alles tut, um sich selbst überflüssig zu machen. 2011 fragte sich Dr. med. Oliver Biniasch in NeuroTransmitter, dem offiziellen Organ gleich dreier Berufsverbände, dem der Nervenärzte, dem der Neurologen und dem der Psychiater, „Schafft sich die deutsche Psychiatrie ab?“ Im Rahmen einer umfassenden „Deprofessionalisierung“ in der Psychiatrie, seien Psychiater zunehmend nur noch „für das Grobe“ zuständig, nämlich das Verabreichen von Psychopharmaka und die Entscheidung, ob eine Einweisung notwendig ist. Der „Rest“, d.h. die eigentliche Betreuung der Patienten, fällt zunehmend in den Zuständigkeitsbereich von Psychologen und Sozialpädagogen.

Neben der Fokussierung auf die pharmakologische Behandlung schreibt der Psychiater Dr. Biniasch diese Entwicklung auch dem Einfluß der Kostenträger zu, die beispielsweise von Sozialpädagogen betriebene „sozialpsychiatrische“ Dienste zunehmend als „Therapie“ qualifizieren. Auch die absurde Gestaltung des ambulanten psychiatrischen Honorarsystems degradiere Psychiater zunehmend zu bloßen Ausstellern von Rezepten und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sollten sie, so Biniasch, „auf der Basis eines biopsychosozialen Krankheitskonzeptes“ für die Patienten die „Lotsenfunktion“ im Psychobereich übernehmen.

Man stelle sich das mal bei Internisten oder Orthopäden vor! Zwar übernehmen auch dort nicht-akademische Hilfskräfte wichtige Funktionen (Krankenschwestern, Physiotherapeuten, etc.), aber die eigentliche Behandlung, insbesondere Operationen, obliegt immer noch dem Arzt. Daß Psychiater die Therapie ihrer Patienten Psychologen oder gar Sozialpädagogen überantworten und sich dabei selbst auf eine „Lotsentätigkeit“ beschränken – und darauf auch noch stolz sind, ist an Absurdität kaum zu überbieten.

In einer überzeugenden Argumentationskette führt der Orgonom Charles Konia, selbst Psychiater, diese fatale Entwicklung bis auf das Jahr 1934 zurück, d.h. dem Jahr als Reich aus der Psychoanalyse ausgeschlossen wurde („The Decline and Fall of Modern Psychiatry“, The Journal of Orgonomy, Vol. 41, No. 2, Fall/Winter 2007). In der Folgezeit begann dann die Psychoanalyse die Psychiatrie zu dominieren, bis sich schließlich, spätestens Anfang der 60er Jahre, herausgeschälte, daß sie nicht das zu bieten in der Lage war, was sie versprochen hatte. Die zu dieser Zeit entwickelten Psychopharmaka versprachen eine gangbare Alternative. Das Problem war nur, daß dadurch das Berufsbild des Psychiaters zunehmend verödete: eine sich zwar ab und an erneuernde aber doch geradezu absurd eingeschränkte Palette von Medikamenten waren zu verabreichen.

Wäre Reichs damals sich entwickelnder Ansatz einer „charakteranalytischen Vegetotherapie“ (die für ihn nichts anderes war als „biophysische Chirurgie“, in der Psychologen oder gar nichtakademische Hilfskräfte nichts, aber auch rein gar nichts zu suchen haben) von der psychiatrischen Profession aufgegriffen worden, könnten heute Psychiater tatsächlich ihrem Beruf nachgehen! (Daß Psychopharmaka in vieler Hinsicht ein absoluter Segen sind – geschenkt!)

Man nehme etwa die Behandlung von Schizophrenen, an der psychoanalytische Ansätze kläglich gescheitert sind: hier ist Reichs „biopsychiatrischer“ Ansatz die Methode der Wahl.

Dazu nur ein Zitat aus dem Facharztmagazin Ärztliche Praxis Neurologie Psychiatrie ebenfalls von 2011:

Bislang ging man davon aus, daß die bei Schizophrenie beobachteten fortschreitenden Veränderung des Hirnvolumens eine Auswirkung der Krankheit sei. „Aktuelle Tierstudien deuten jedoch darauf hin, daß Antipsychotika ebenfalls zur Abnahme des Hirnvolumens beitragen könnten“, berichten Dr. Beng-Choon Ho und Kollegen vom University of Iowa Carver College of Medicine. Da Antipsychotika Schizophreniepatienten über lange Zeiträume verschrieben und zunehmend auch bei anderen psychischen Störungen eingesetzt würden, sei es unumgänglich, die langfristigen Effekte auf das menschliche Gehirn zu ergründen, so die Mediziner.

(…) Hos Arbeitsgruppe bestimmte [bei Schizophreniekranken], inwiefern vier Prädikatoren zu Veränderungen des Hirnvolumens beitrugen: Erkrankungsdauer, Behandlung mit Antipsychotika, Erkrankungsschwere und Drogenmißbruch. So fanden sie, daß Patienten, die länger beobachtet wurden, eine größere Reduktion des Hirnvolumens aufwiesen. Eine Behandlung mit Antipsychotika ging ebenfalls mit einer Verminderung des Hirngewebes einher. Die anderen beiden Variablen – Erkrankungsschwere und Drogenmißbrauch – hatten dagegen keinen Einfluß auf das Hirnvolumen.

Symptome (d.h. sich auf chaotische Weise entladende Energie) werden von der mechanistischen Psychiatrie beseitigt, indem die Energiezufuhr des gesamten Organismus gedrosselt wird. Eine allgemeine energetische Schrumpfung (ähnlich der Krebsschrumpfunsbiopathie) wird initialisiert, die sich teilweise sogar in schrumpfendem Geweben niederschlägt. Die Symptome werden sozusagen „zugekleistert“, ihre eigentlichen Ursachen bleiben unangetastet. Generell kann man sagen, daß die Psychiatrie, zuerst mit der Psychoanalyse (die Verlagerung und Bindung der Symptome hervorrufenden Energie im Gehirn) und dann mit der Psychopharmakologie (generelle Senkung des Energie- und damit des Angstniveaus), sich genau entgegengesetzt zur einzig gangbaren, d.h. wissenschaftlichen Methodik entwickelt hat: die Befreiung blockierter Energien im Körper und ihre geordnete Entladung. Es ist tatsächlich so, daß es heute vielleicht gerade mal zweidutzend Psychiater auf dem gesamten Globus gibt – die medizinischen Orgonomen. Der Rest hat sich vor acht Jahrzehnten sektiererisch von der wissenschaftlichen Entwicklung abgekoppelt und ist gerade dabei sich als Profession ganz abzuschaffen.

Siehe auch Charles Konias Blogeintrag über den Niedergang der modernen Psychiatrie von 2011.

Tatsächlich ist alles noch weitaus schlimmer, als oben dargestellt, denn die Psychiatrie tut gegenwärtig alles, um seelische Gesundheit (Genitalität), die ganz natürlichen Emotionen zu pathologisieren und gleichzeitig das Pathologische, insbesondere aber die sexuellen Perversionen für normal zu erklären: