Archive for the ‘www.orgonomie.net’ Category

Peter auf dem Weg zur Orgonomie (Teil 10)

7. Februar 2024

In der Zeit, als ich dieses Bild zeichnete, schaute ich mir im Fernsehen häufiger die Geschichten von Luis Trenker an. Erst Jahrzehnte später ist mir aufgegangen, wie nah er Reich kommt von seinem Aussehen, seinen Manierismen, seinen Gesten, seiner überbordenden „alpinen“ Energie:

Dieser Beitrag ist bemerkenswert, weil Trenker aus einer Zeit erzählt, die Reich als verlorene Jahre gerne hinter sich gelassen hatte. Reichs eigene Beschreibung des Ersten Weltkrieges an der Italienischen Front, einem der schlimmsten Frontabschnitte im gesamten Krieg, Marke „Verdun“, ist im Verglich dazu merkwürdig skizzenhaft, blaß, konturlos – wie die so vieler anderer Weltkriegsteilnehmer.

Hier Trenkers Film von 1931 Berge in Flammen. Trenker ist Reich und die Handlung entspricht in etwa Reichs Kriegserlebnissen. Reich hätte diesen Film 1931 sehen müssen. Der Alptraum des Krieges!

Von all dem wußte ich um das Jahr 1973 natürlich nichts. Aber trotzdem: Trenker hat damals bei mir einen „Eindruck“ hinterlassen. Als Norddeutscher war ich auf Reich eingestellt…

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Aberglaube” und folgende

5. Februar 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Aberglaube“ und folgende

DER ROTE FADEN (Band 2): 65. Die grundlegenden Mißverständnisse Reichs bei seiner Auseinandersetzung mit der FDA und der US-Justiz

28. Januar 2024

DER ROTE FADEN (Band 2): 65. Die grundlegenden Mißverständnisse Reichs bei seiner Auseinandersetzung mit der FDA und der US-Justiz

Email [Die Welt, ein Irrenhaus] (2003)

25. Januar 2024

Email [Die Welt, ein Irrenhaus] (2003)

Brief [Reich Nahebringen, seine politische Einordnung] (1978)

15. Januar 2024

Brief (Reich Nahebringen, seine politische Einordnung) (1978)

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 97)

8. Januar 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Warum wollten die Psychoanalytiker Reich vernichten? Wegen Reichs Orgasmustheorie, die doch nur eine logische Fortführung von Freuds eigener Theorie der „Aktualneurose“ war? Kaum! Wegen dem Orgon? Kaum:

Auch bezüglich des elan-vital-Konzeptes des Philosophen und Literaturnobelpreisträgers Henri Bergson gab es Übereinstimmungen. Reich war nicht der einzige Psychoanalytiker, der sich darauf berief. Schon der Gründungspräsident der US-amerikanischen Psychoanalytikerorganisation, der international anerkannte Neurologe James Putnam, hatte 1911 auf dem Weimarer IPV-Kongreß die Analytiker aufgefordert, das Wirken einer „selbsttätigen“, „sich selbst erneuernden“ „Lebensenergie“ zur Kenntnis zu nehmen. Dabei verwies er neben Hegel insbesondere auf Bergson. In einem Brief vom 8. Juli 1915 gestand Freud, erneut von Putnam auf Bergson angesprochen, ebenfalls zu: „Ich weiß, daß jeder einzelne ein Stück Lebensenergie repräsentiert.“ Auch das Libido-Verständnis C.G. Jungs, der Bergson ohnehin sehr schätzte, wies deutliche Verwandtschaft auf zum „elan vital“ – und damit eben auch zum „Orgon“. Doch was bei Freud oder Jung offenbar nicht einmal einer kritischen Erwähnung bedarf, dient bei Reich bis heute als Alibi zum Attestieren einer Geisteskrankheit. Der Umgang der Analytiker mit Reich ist voll mit solcherart Absurditäten (Andreas Peglau: Unpolitische Wissenschaft?, S. 302-311, 416).

Es bleibt etwas, was mit den beiden genannten Faktoren unlösbar verknüpft ist, ohne das die ganze Sache aber unverständlich bleibt und sich ins Gegenteil kehrt (Stichwort C.G. Jung). Es geht um „LSR“, das nur unzureichend mit den Stichworten „Panzerung“ bzw. „Über-Ich“ umrissen wird: die Möglichkeit der Selbstregulierung. Jene, die den Konflikt zwischen Freud und Reich auf die Politik reduzieren wollen, tun dies, um genau diesen Kern zuzukleistern. Gleichzeitig geht es natürlich in der Tat um „Politik“, d.h. die Frage nach der individuellen und gesellschaftlichen Selbststeuerung.

Um mit LaMettrie zu reden: „Machen wir diese häuslichen Feinde [unsere Selbstanklagen] doch endlich nieder; seien wir nicht länger im Krieg mit uns selbst“ (z.n. Ursula Jauch: Jenseits der Maschine, S. 559). Ursprünglich glaubte Reich, komplementär dazu müßten auch sozusagen die „außerhäuslichen“ Feinde, die Ausbeuter niedergemacht werden. Deshalb seine Hinwendung zum Marxismus. Im Laufe der 1930er Jahre erkannte er, daß es tatsächlich um den Kampf gegen die Emotionelle Pest geht, konkret die Auseinandersetzung zwischen der ihrem Wesen nach unaufhebbar rationalen Arbeitsdemokratie und der irrationalen Politik.

Email [Reich und das große Ausweichen] (2008)

6. Januar 2024

Email [Reich und das große Ausweichen] (2008)

BIBLIOGRAPHIE DER ORGONOMIE: Register von The Journal of Orgonomie Vols. 1-56 (1967-2023)

27. Dezember 2023

BibliographiederOrgonomie - Kopie

THE JOURNAL OF ORGONOMY: chronological index vols. 1-56 (1967-2023)

Der Rote Faden (Band 2): 54. Die FDA wird wieder aktiv

24. Dezember 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 54. Die FDA wird wieder aktiv

Enttäuschung an der Orgonomie

14. Dezember 2023

Ein Großteil der Interessierten wenden sich über kurz oder lang enttäuscht von der Orgonomie ab. Das kann nur die organisierte Orgonomie betreffen, aber auch gleich Reichs gesamtes Lebenswerk.

Die Gründe sind vielschichtig und reichen von persönlicher Enttäuschung, Verbitterung, Desillusionierung etc. bis zur „objektiven“ Erkenntnis, daß die Orgonomie in ihren Grundlagen nicht stimmig, wenn nicht sogar schlichtweg falsch ist.

Die Leute gehen enthusiastisch an die Sache heran und begegnen „Vertretern“ der Orgonomie, die in bestimmten Situationen auch nicht im Entferntesten das verkörpern, was sie verkünden. Oder ein Gymnasiast mit Leistungskurs Physik liest Reichs Der Krebs und sagt sich: „Moment mal, mein Lehrer würde mir für diese Darstellung eine glatte 6 geben!“

Im allgemeinen erklären Orgonomen dieses Abwenden mit mystischen Erwartungen von Perfektion, die nicht erfüllt werden konnten. Man stelle sich diese Aussage von einem KFZ-Meister vor, wenn bei einem Auto nach der Reparatur die Bremsen defekt sind! Der Fehler liege in den zu hohen Erwartungen des Kunden!

Tatsächlich geht es aber um etwas anderes. Es ist wie in der Liebe. Objektiv hat der Partner alle möglichen Schwächen, die einem neutralen Beobachter abstoßen würden, aber der sieht nicht das, was du siehst. Du siehst den wunderschönen Kern, der so hell leuchtet, daß alles andere überstrahlt und damit praktisch unsichtbar wird.

Die, die bei der Stange bleiben, „die treu bleiben“, haben immer diesen „perfekten“ Kern vor Augen, der alles Imperfekte als unbedeutendes Beiwerk erscheinen läßt. Und das gilt nicht nur für die Theorie, sondern auch für Organisationen und einzelne Personen. Ein HSV-Fan bleibt treu, egal wie absolut scheiße der Verein auch spielt. Ein Freund bleibt ein Freund, egal wie unmöglich er sich auch verhält, denn eben das, diese bedingungslose Loyalität, macht Freundschaft aus.

Entweder überzeugt dich Reichs imgrunde einzige Entdeckung, die Funktion der orgastischen Plasmazuckung, oder eben nicht. Entweder empfindest du gegenüber dem Entdecker und seinen Erben eine unverbrüchliche Loyalität oder eben nicht.