Posts Tagged ‘Neurotiker’

Paul Mathews: Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

28. Dezember 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

David Holbrook, M.D.: „NICHT SO SCHNELL!“: DIE BEHANDLUNG EINES PARANOID-SCHIZOPHRENEN CHARAKTERS (Diskussion)

11. November 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

„Nicht so schnell!“: Die Behandlung eines paranoid-schizophrenen Charakters

 

Über den Terrorismus (Teil 3)

14. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.
 

Warum ist es so oft schwierig, mit dem Terrorakt oder den Terroristen umzugehen oder sie gar zu verstehen? Ein Problem ist, dass es für die meisten Menschen, da sie nach der dreischichtigen gepanzerten Struktur funktionieren, schwierig und manchmal unmöglich ist, die wahren Motive hinter der Fassade zu erkennen. Es beinhaltet ein gewisses Maß an Einsicht und Mut gegenüber der eigenen sekundären Schicht und dem Kern, denen der durchschnittliche Mensch mit Schrecken gegenübersteht. Es ist gleichbedeutend mit der direkten Konfrontation mit dem ganzen sekundären Schrecken – und dem DOR – der bzw. das sich unter der Oberfläche verbirgt.

Es ist noch schwieriger, sich der linksgerichteten politischen Pest entgegen zu stellen – insbesondere für „Intellektuelle“ (d.h. intellektuell abwehrende Menschen). Der Grund dafür ist, dass der durchschnittliche anständige Neurotiker auf die humanistische Fassade der Linken reagiert, ohne zu wissen, dass sich die intellektuell abwehrenden, modernen liberalen Typen heimlich mit einer Fassade identifizieren, die Parallelen zu der ihren aufweist (die der emotionellen Pest). Der Unterschied besteht darin, dass die humanistische Fassade des Liberalen eine Abwehr gegen die sekundäre Schicht darstellt, wohingegen die Fassade der Pest ihr dient, wie Elsworth F. Baker aufzeigte (3). Die linke Abwehrstruktur ist voller Schuldgefühle, Subversion, Rebellion und umfassendem Hass gegen alle Autoritäten (Establishment/Vater).2

Es ist von daher nicht überraschend, dass die meisten terroristischen Führer und sogar ihre Anhänger aus der mittleren und/oder intellektuellen Schicht der Gesellschaft kommen, die von den oben beschriebenen strukturellen Merkmalen durchdrungen ist.

Rechte Terroristen sind grundsätzlich wie linke Terroristen strukturiert. Der Unterschied liegt in ihren Fassaden, die eher nationalistisch und rassistisch als internationalistisch und nivellierend, wie die ihrer linken Pendants, sind. Beide Gruppen sind elitär in der Annahme, dass sie wissen, was für die Massen am besten ist. Wie das alte Sprichwort sagt: „Die Nazis töten dich zu ihrem eigenen Besten und die Kommunisten töten dich zu deinem eigenen Besten.“ Beide Gruppen zielen auf willkürliche Gewalt um ihrer selbst willen ab und haben das Bedürfnis, alle natürlichen, lebendigen Funktionen zu unterdrücken und zu kontrollieren. Demzufolge passen sie gut zueinander und können sich gegenseitig recht gut verstehen und nachempfinden. Die besiegten NS-Kader haben sich beispielsweise leicht an das kommunistische Regime in Ostdeutschland angepasst und es wurden dort keine „Kriegsverbrecherprozesse“ durchgeführt. Diese Kader tauschten lediglich ihre Nazi-Armbinde gegen sowjetische Symbole ein. Sie standen der sowjetischen internationalen kommunistischen „Bruderschaft“ genauso selbstgerecht loyal gegenüber wie zuvor Hitlers Übermenschc-Ideologie und sie tun es immer noch.

 

Anmerkungen

2 Man muss nur die Anti-Establishment-Themen studieren, die uns vom Fernsehen und den liberalen Medien im Allgemeinen aufgenötigt werden, um eine hinreichende Bestätigung dieses Befindens zu finden.

 

Anmerkungen des Übersetzers

c ubermensch im Original.

 

Literatur

3. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan, 1967

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Über den Terrorismus (Teil 1)*

10. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.**
 

Verständlicherweise kann man sich fragen, was das Thema Terrorismus mit Orgonomie zu tun hat und warum wir uns überhaupt mit politischen Fragen beschäftigen. Für den funktionellen Denker ist die Antwort klar: Alles, was mit dem soziopolitischen Ausdruck von Menschen zu tun hat, umfasst auch ihre Charakterstrukturen und wie diese im sozialen Kontext zum Ausdruck kommen. So kann die Erforschung des kollektiven menschlichen Verhaltens zu einem tieferen Verständnis der Dynamik blockierter Energie im gesamten Spektrum führen, vom einfachen Neurotiker bis hin zum voll entfalteten Modju.1 Unser Ziel ist, diese Fragen in einem Bereich zu untersuchen, der dramatisch sichtbar, erschreckend unmittelbar und sozial destruktiv ist, d.h. dem Terrorismus. Wir werden uns auf den Terrorismus der Linken konzentrieren, da er derzeit eine noch größere Bedrohung für die menschliche Freiheit darstellt, als sein nicht minder abscheuliches Gegenstück auf der rechten Seite.

Auf einer Konferenz über den internationalen Terrorismus, die 1979 in Jerusalem stattfand, wurde die folgende Definition angenommen: Terrorismus sei die „vorsätzliche, systematische Ermordung, Verstümmelung und Bedrohung von Unschuldigen, um Angst zu erregen und damit politische Ziele zu erreichen“ (1, S. 361).

Die obige Definition, so pragmatisch sie auch sein mag, ist aus funktioneller, orgonomischer Sicht begrenzt. Funktionell können „politische Ziele“ als charakterologische Ziele interpretiert werden – eine Erweiterung des menschlichen Charakters auf die soziale Szene. Die Politik kann möglicherweise positive Aspekte des menschlichen Charakters zum Ausdruck bringen, wie sie in einigen wirklich großen Staatsmännern der Vergangenheit verkörpert wurde. Häufiger ist sie jedoch Ausdruck dessen, was neurotisch, machttrunken und der emotionellen Pest ähnlich ist. Man könnte durchaus argumentieren, dass alle politischen Aktivitäten a priori neurotisch sind. Wir müssen uns jedoch darüber im Klaren sein, dass es Menschen gibt, die sich aus nicht-neurotischen Gründen der Politik nähern, die ihre natürlichen, kosmischen Gefühle falsch interpretieren und dennoch starke, anständige soziale Anliegen (Kontakt zur Umwelt) haben, die sie zum gesellschaftlichen Dienst mittels des politischen Apparats nötigen.

Der Terrorismus muss, so wie er zuvor definiert wurde, von der Art der Guerilla-Aktivität („kleiner Krieg“) unterschieden werden, die ausschließlich den Angriffen auf die politischen und militärischen Bastionen eines objektiv unterdrückerischen und ungewollten Regimes dient. Terroristen hingegen zielen auf unschuldige Menschen ab, mischen sich häufig unter sie, machen sie zu Geiseln und bestrafen sie für feindliche Aktivitäten, wie z.B. der Vietcong und die P.L.O. Nachdem Unschuldige verletzt wurden, weinen sie Krokodilstränen über Wirkung und Nutzen. Folglich waren die Guerilla-Taktiken der amerikanischen Kolonisten und der palästinensischen Juden gegen die Briten und der Partisanen gegen die Achsenmächte während des Zweiten Weltkriegs nicht terroristisch, jedenfalls nicht als Teil einer offiziellen oder kalkulierten Politik. Diese Aktionen richteten sich nicht gegen unschuldige Zivilisten, noch waren die Täter eine Koalition von Triebtätern der Emotionellen Pest, die den Interessen einer globalen Verschwörung gegen die Freiheit und das natürliche Leben dienten. Sie versteckten sich weder hinter einem vorgeschobenen Humanitarismus oder Nationalismus, noch haben sie abscheuliche Taten hinter Blendfassaden begangen bzw. sie mit ihnen verschleiert, wie die P.L.O., die Baader-Meinhof-Bande, die Roten Brigaden, die IRA-Provosa und andere derartige Terrorgruppen.

 

Anmerkungen

* Basierend auf Vorlesungen an den Universitäten Adelphi und New York, Herbst und Frühjahr 1981-1982.

** Außerordentlicher Professor der Sozialpsychologie, New York Universität. Orgonomischer Berater. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

1 Eine Bezeichnung, die von Reich für den tödlichsten emotionellen Pestcharakter verwendet wird.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Provisional Irish Republican Army, die aus der Spaltung der Irisch-Republikanischen Armee im Dezember 1969 hervorging. Verantwortlich für unzählige Bombenanschläge und über tausend Verletzte.

 

Literatur

1. International Terrorism: Challenge und Response, Proceedings of the Jerusalem Conference on International Terrorism (The Jonathan Institute, Jerusalem, 1980)

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

19. September 2019

 

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Paul Mathews: Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

5. September 2019

 

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Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 4)

11. August 2019

 

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Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 3)

10. August 2019

 

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Die Wirkungsweise der emotionalen Pest (Teil 4)

15. Januar 2019

 

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Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

 

Der genitale Charakter und die genitale Welt

13. April 2018

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

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