Posts Tagged ‘Krebs’

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 6.d.

20. April 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

6. Äther, Gott und Teufel

a. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

b. Spiritualität und die sensationelle Pest

c. Die Biologie zwischen links und rechts

d. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

Orgonomische „Soziobiologie“ (Teil 2)

26. Juni 2015

Kollektivismus ist eines der Hauptcharakteristiken der „Maschinenmenschen-Ameisen“: das Fehlen jeder Individualität, Eigenverantwortlichkeit und Spontanität – das Fehlen jeder wirklichen Gemeinschaft. Die krasseste Ausbildung dieses Syndroms finden wir im Sozialismus. Eine Gesellschaftsformation, die durch den Kollektivisten, bzw. modern liberal character hervorgerufen wurde.

Betrachten wir diesen Charakter etwas genauer:

1. Als Ausdruck einer energetischen Einebnung (mechanisches Potential) strebt er nach sozialer Nivellierung, die, auch bedingt durch seine Kontaktlosigkeit, alles andere als „sozial“ ist, sondern eben seinem Drang nach maximaler Entropie entspricht. Baker zufolge trägt er seine eigene „totale Devitalisierung“ in den gesellschaftlichen Organismus hinein. Deshalb handelt es sich beim modernen Liberalismus in jeder Hinsicht um eine gesellschaftliche „T-Reaktion“ (siehe Reich: Der Krebs), die zwangsläufig zum „gesellschaftlichen Krebs“ (Kommunismus) führen muß.

Krebsgewebe ist äußerst homogen und weniger spezialisiert als gesundes Gewebe („gesellschaftliche Nivellierung“). Nach Reich hört bei der Krebsbiopathie im Körper auch die „Energie-Produktion“ auf – dem entspricht im gesellschaftlichen Organismus die Beseitigung des produktiven Kapitalismus durch den unproduktiven Sozialismus. Gemäß dem mechanischen Potential sinkt das Energieniveau, alle Energieunterschiede werden eingeebnet und die Verantwortungslosigkeit nimmt zu. Ein Blick auf die diversen Gesellschaftexperimente der Sozialdemokraten und Kommunisten reicht aus, um diese Thesen zu untermauern.

2. Auf der anderen Seite führt der energetische Zentralismus (orgonomisches Potential) dazu, das der modern liberal character nach einem starken Sozialstaat strebt, aber auch dies ist nicht „sozial“, sondern Ausdruck dessen, daß der Liberale zentral aus seinem Gehirn heraus lebt. Dies macht ihn, da es zur Abtrennung vom Kern führt, zum Mechanisten. Auch dieser Aspekt ist Teil des krebsigen Zerfalls der Gesellschaft: Nach Reich (Der Krebs) verschiebt sich bei der präkanzerösen Zelle

die Kern-Plasma-Relation in energetischer Hinsicht rasch und drohend zugunsten des Kerns. Der Energieüberschuß im Kern wird im Verhältnis zum erstickenden Plasma allzu groß.

Beim Kollektivisten, dem „präkommunistischen Charakter“, verschiebt sich durch Intellektualisierung die Energie vom Becken zum Hirn, das, Reich zufolge, „wie ein Parasit dem Körper Energie abzapft.“ Dies entspricht ganz der Zentralisierung im Kommunismus. So sprach der modern liberal character Marx davon, daß die (Marxsche) Philosophie der „Kopf“ des Proletariats sei und Trotzki nannte die KP „das historische Organ, durch das die Klasse klassenbewußt wird.“

Diese Einteilung in Funktionäre und Arbeiter entspricht funktionell der Einteilung in Geschlechts- und Arbeitsameisen. Dazu gehört auch die Verteufelung des Egoismus durch die Linke (die organisierte Emotionelle Pest). Dieter Otto in schreibt seinem Buch Die Rote Waldameise (Wittenberg „DDR“ 1962):

Es gehört zur Eigenart eines Insektenstaates, daß die einzelnen Staatenmitglieder Tätigkeiten verrichten, die nicht unmittelbar nur ihren eigenen, individuellen Bedürfnissen oder den Bedürfnissen ihrer eigenen Nachkommen (Brutfürsorge) entsprechen, sondern die dem Gedeihen und der Erhaltung der gesamten Gemeinschaft dienen.

So verkörpert der „DORifizierende“ Kollektivist eine funktionelle Entwicklung hin zur Ameise. Nicht ohne Grund hat man die von den modern liberal characters Marx, Lenin, Bucharin („Menschenmaterial“), Trotzki, Stalin, Mao, Ho Chi-Minh, Castro, Pol Pot entworfenen kommunistischen Paradiese oft mit Ameisenstaaten (die „blauen Ameisen“ Chinas) verglichen.

Ein individuelles Bewußtsein ist in derartigen Ameisengesellschaften nur störend. Wichtig hingegen ist die möglichst hohe Entwicklung der Wahrnehmungsfunktion, um dies monolithische Gebilde zusammenhalten zu können. In seiner Abhandlung über „Krebs und Kommunismus“ schreibt Konia:

Die Gesellschaften der Wirbellosen basieren auf der größtmöglichen Entwicklung der Wahrnehmungsfunktion, während die Gesellschaften von Wirbeltieren von der möglichst umfassenden Entwicklung des Bewußtseins abhängen.

Beim Zerfall dieser „Wirbeltier-Gesellschaften“ hat das Bewußtsein seinen Sitz immer weniger im Individuum, sondern verschmiert sozusagen über die gesamte Gesellschaft (beispielsweise spricht man von „Bewußtseinsindustrie“, die Menschen entwickeln eine politisch korrekte „Einheitsmeinung“).

Was damit gemeint ist, zeigt die folgende Stelle aus Wilhelm Goetsch‘ Buch Die Staaten der Ameisen (Berlin 1953):

Wenn sich bei uns Menschen eine feste Gemeinschaft mit einheitlichem Handeln ergeben soll, dann sind stets besondere Einrichtungen nötig; man muß einander als Glieder dieser Gemeinsamkeit erkennen und man muß sich miteinander irgendwie verständigen können. Zum Erkennen dienen beispielsweise Abzeichen von der Vereinsnadel bis zur Uniform, oder Losungsworte vom Feldgeschrei bis zur Parole; zur Verständigung werden benützt irgendwelche Winkzeichen bis zur Druckschrift, oder Alarmsignale vom Schreckensruf bis zum SOS der drahtlosen Telegraphie. Es handelt sich demnach bei menschlichen Einrichtungen, deren Aufzählung man beliebig fortsetzen könnte, fast immer um Zeichen, die auf unser Auge oder Ohr wirken.

Bei den Ameisen steht der Geruch im Vordergrund.

Weil das individuelle Bewußtsein unterdrückt wird und das Individuum zu einer Art Nervenzelle wird, die nur Informationen empfängt und weitergibt, also jede Kreativität unterdrückt wird und jeder darauf schaut, was die anderen machen und sich dementsprechend verhält, stammte aus den kommunistischen Gesellschaften keine einzige epochemachende Erfindung. Das ist so, weil „das Bewußtsein“, d.h. jede Kreativität unterdrückt wird und jeder darauf schaut, was die anderen machen und sich dementsprechend verhält. Entsprechend war die Sowjetunion wie ein Parasit, der von der Auskundschaftung der geistigen Errungenschaften des Kapitalismus und der Ausbeutung der materiellen Ressourcen des Westens lebte. (Über die islamische Welt läßt sich ähnliches sagen!)

Konia schreibt weiter, daß sich das Bewußtsein parallel zur Sexualität entwickelt hat und daß bei den Insekten jede Freiheit und Sexualität dem Kollektiv geopfert wird (die Arbeitsameisen haben keinerlei Sexualleben), während bei den Wirbeltieren diese Funktionen bei den Individuen bis auf das Äußerste entwickelt sind.

Tschernobyl: Krise im Klassenraum

17. November 2014

ORANURlogo

Susan Burns: Tschernobyl: Krise im Klassenraum mit einer Einleitung von Jerome Eden.

Gunnar Heinsohn und die drei Welten

1. März 2014

Krebs (oder genauer gesagt die „Krebsschrumpfungs-Biopathie“, im Gegensatz zu isolierten Tumoren) ist eine Krankheit, für die es keine Heilung gibt (siehe Reichs Der Krebs). Da der Kommunismus der Zweiten Welt nichts anderes als Krebs auf gesellschaftlicher Ebene war, ist Rußland dem Untergang geweiht. Was wir erleben, sind die letzten Todeszuckungen. Die Russen sind buchstäblich am Aussterben! Zunächst kollabiert die Produktion, dann sogar die Reproduktion.

Wenn einmal die „Energieproduktion“ im Inneren eines Menschen oder einer Gesellschaft (Arbeit, Familie) aufgehört hat, gibt es kein Zurück mehr. Auf das Gesellschaftliche übertragen, ist genau das die Gefahr, die vom Sozialismus ausgeht: daß er „das Produktive“ in der Gesellschaft erstickt. Wenn der Kommunismus Krebs ist, d.h. die „Energieproduktion“ im Kern der Gesellschaft aufhört („Mangelwirtschaft“), dann ist der gegenwärtige Kapitalismus des Westens die Entsprechung einer „kardiovaskulären Biopathie“. Die kardiovaskuläre Biopathie, die Reich als „Angstneurose infolge Abstinenz“ definiert, zeichnet sich dadurch aus, daß die „Energieproduktion“ im bioenergetischen Kern zwar lebendig bleibt, diese aber aufgrund einer peripheren Kontraktion (die vor allem durch eine chronische Inspirationshaltung gekennzeichnet ist) zu einer Stauung führt.

Im Kommunismus befand sich praktisch jeder im Dauerstreik: „Ihr tut so, als wenn ihr uns bezahlt, und wir tun so, als würden wir arbeiten!“ Im Kapitalismus hingegen schuften sich die Leute zu Tode, abgesehen von einigen übelriechenden sozialistischen „Tumoren“. Wir ersticken geradezu an der eigenen Produktivität. Aufgrund der Panzerung der Massen besteht eine Blockade, die zwischen Produktion und Konsumption geschaltet ist. „Es wird an den Bedürfnissen vorbeiproduziert.“ Ein Beispiel sind unsere Städte: Gibt es irgendeinen Menschen, dem die modernen Bauten wirklich gefallen?

Was die Länder der Ersten Welt in der Produktion sind, sind die Länder der Dritten Welt (einschließlich der reichen Ölstaaten) in der Reproduktion. Jeder Zuwachs an materiellen Gütern wird unmittelbar in mehr Kinder umgesetzt, weshalb Entwicklungshilfe insbesondere in Afrika ein gigantisches Mißverständnis ist. Wie verheerend es ist, wenn die Erste Welt (Warenproduktion) und die Dritte Welt (Menschenproduktion) einander durchdringen, kann man anhand der USA und Mexiko ablesen – und in unseren „bikulturellen“ Großstädten unmittelbar beobachten.

Reich hat stets Produktion und Reproduktion, Ökonomie (Probleme der Arbeitsdemokratie) und „Sexualökonomie“, als ein und derselben Ebene zugehörig betrachtet. Derjenige, der dem heute noch am nächsten kommt, ist Gunnar Heinsohn mit seinen Theorien über die „Eigentumsökonomie“ und zur Demographie („Youth Bulge“). Problem ist, daß er nicht die bioenergetischen Zusammenhänge sieht.

Die Frage ist natürlich zunächst einmal, ob die Heinsohnsche Eigentumsökonomie überhaupt realitätsgerecht ist. Meines Wissens hat wirklich jeder Rezensent Heinsohn zugute gehalten, daß dieser zur Begriffsklärung beigetragen hat. Besitz ist nicht gleich Eigentum. Beispielsweise kann ich in den Wald gehen und mir dort eine Hütte bauen, Feldfrüchte anbauen, etc. Wirtschaftliche Dynamik kommt aber erst auf, wenn es mir gelingt, diese Hütte und die umliegenden Felder als mein anerkanntes Eigentum eintragen zu lassen. Mit der hergestellten Rechtssicherheit ist es mir möglich Kredite aufzunehmen und so an der Ökonomie jenseits des lokalen Tausches von Feldfrüchten gegen andere Güter teilzunehmen. Wahrscheinlich werde ich wie ein Irrer schuften müssen, um meine Hütte nicht zu verlieren, d.h. meine Kredite bedienen zu können. Für geraume Zeit werden alle dank dieser Schufterei reicher, doch langfristig kommt es durch die Fallstricke des Kreditwesens dazu, daß sich das Eigentum immer mehr konzentriert und das Spiel dergestalt schließlich zum Erliegen kommt. Die Resettaste muß gedrückt werden: ein zeitweises Unrecht stellt das (Eigentums-) Recht wieder her.

Wie das abläuft, haben wir nach dem Fall des Realsozialismus zumindest in Anklängen gesehen. Ein Spieler, der Staat, hatte alle Karten und hat Almosen vergeben: Bezugsscheine für die Realwirtschaft. Nach der kapitalistischen Revolution wurde der Staatsbesitz willkürlich verteilt. An die Stelle von Bezugsscheinen traten Nachweise für Eigentum, mit denen man Kreditgeschäfte tätigen konnte, bis schließlich nach vielen in die Hose gegangenen Kreditgeschäften wieder eine immer kleiner werdende Oligarchie alles in Händen hat. Diese Konzentration von Eigentum in wenigen Händen sieht man auch an der weltweiten Schuldenkrise: immer mehr Menschen haben bei immer weniger Menschen Schulden, wobei es egal ist, ob sie selbst die Schulden aufnehmen oder ob es der Staat für sie tut.

Das ganze ist ein zutiefst tragisches Weltbild, denn echte Ökonomie, d.h. auf Kredit basierende Ökonomie (Eigentumsökonomie), kann nur funktionieren, wenn das Eigentum einigermaßen gleichmäßig verteilt wird, jedoch führt eben dieses System der Kreditvergabe zwangsläufig (fast so wie bei einem Skatspiel) zu einer immer ungleichmäßigeren Verteilung des Eigentums, bis schließlich alle bei ganz wenigen verschuldet sind und man es an sich wieder mit dem Elend einer kommunistischen Verteilungsdiktatur zu tun hat. Eine solidarische Gesellschaft, in der alle zusammenarbeiten, wäre eine Elendsgesellschaft, da ihr die Dynamik des besagten „Kartenspiels“ abgeht. Selbstregulation und eine „Arbeitsdemokratie“ sind eine Illusion. Es bleibt eine Art Keynsianisches System: der Staat muß mächtig sein, da sich das kapitalistische System ansonsten selbst zerstört. Die Anklänge an Marx sind offensichtlich („Konzentration des Kapitals und damit Selbstaufhebung des Kapitalismus“), mit dem entscheidenden Unterschied, daß bei Heinsohn kein Platz für eine Utopie bleibt, allenfalls die ewige Wiederkehr des Gleichen.

Ich habe gesagt, daß man Heinsohn die Begriffsklärung zugute halten muß. Aber genau da zeigen sich auch die Risse in seiner Theorie. Beispielsweise wird schlichtweg bestritten, daß es in der DDR Geld gab, denn das kann es nur geben, wenn es Eigentum gibt, das verpfändet werden kann. Aber kann man ernsthaft in Abrede stellen, daß es in der DDR Geld gab? Und, was noch wichtiger ist: Kann man bestreiten, daß sich neben der Planwirtschaft eine funktionierende Schattenwirtschaft entwickelt hat, die das System erst lebensfähig gemacht hat? Also eine wirtschaftliche Dynamik ganz ohne staatlich gesichertes Eigentum? Und was Gesellschaften betrifft, denen der Eigentumsbegriff weitgehend fremd war, wie etwa den Völkern Amerikas vor den Konquistadoren: Dort gab es ein den ganzen Kontinent umfassenden Handel. Dem das Prädikat einer „genuinen Ökonomie“ abzusprechen, ist einfach ein Jonglieren mit selbstgebastelten Definitionen („Begriffsklärung“).

Der funktionelle Kern bei Heinsohn ist, daß die Eigentumsökonomie die Menschen zwingt, wie blöde zu arbeiten, um ihr Eigentum nicht wieder zu verlieren. Das geht heute so weit, daß die zweite Kernfunktion der Gesellschaft, die Reproduktion der Menschen in den Familien, zum Erliegen kommt, sogar die Familie selbst zur Disposition steht.

Die sexuelle Revolution begann Anfang der 1920er Jahre: damals fingen die Geburten pro Frau an sich statistisch dem heutigen Wert zu nähern. Der nachwirkende Jugendüberhang ist im Zweiten Weltkrieg verheizt worden. Seitdem äußert sich der expansive Impuls nur noch in der Produktion und Überproduktion von Waren.

Um diesem Spuk ein Ende zu setzen, bedarf es etwas, was der sexuellen Revolution entspricht. Die Dritte Welt benötigt eine sexuelle Revolution, wie ich morgen erläutern werde. Die Erste Welt benötigt eine „arbeitsdemokratische Revolution“.

heinsohnmaldrei