Posts Tagged ‘Penis’

ZUKUNFTSKINDER: 4. Geburtshilfe, d. Das blutige Grauen der Geburt

20. Februar 2018

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4. Geburtshilfe, d. Das blutige Grauen der Geburt

ZUKUNFTSKINDER: 4. Geburtshilfe, a. Das soziale Umfeld des Fötus

14. Februar 2018

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4. Geburtshilfe, a. Das soziale Umfeld des Fötus

ZUKUNFTSKINDER: 3. Die Entstehung des „Nein“, a. Die Emotionelle Pest im Angriff auf den Urquell des Lebens

6. Februar 2018

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3. Die Entstehung des „Nein“, a. Die Emotionelle Pest im Angriff auf den Urquell des Lebens

ZUKUNFTSKINDER: 1. „Rousseauismus“? b. Alice Miller und der sexuelle Kindesmißbrauch

25. Januar 2018

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1. „Rousseauismus“? b. Alice Miller und der sexuelle Kindesmißbrauch

Die Funktion des Orgasmus (Teil 1)

16. Juli 2014

Das folgende ist eine Vertiefung von Fickende Gehirne.

Alte Sexualmoral und moderne „Esoterik“ töten, da sie die organismische Pulsation unterbinden und dadurch verhindern, daß die Gewebe, insbesondere im Beckenbereich, ständig von frischen Sekreten um- und durchspült werden. Enthaltsamkeit ist hochgradig unhygienisch. Das gilt insbesondere für Frauen, aber auch Männer sind betroffen, wie 2003 eine australische Studie über Prostatakrebs zeigte.

Ein Team unter Prof. Graham Giles vom Cancer Council Victoria verglich die Sexualpraktiken von 1079 Prostatakrebs-Patienten mit denen von 1259 gesunden Männern. Wer vom 2. bis 4. Lebensjahrzehnt öfter als fünf mal pro Woche ejakuliert, senkt diesen Ergebnissen zufolge sein Risiko für Prostatakrebs um ein Drittel. Giles geht davon aus, daß häufiges Ejakulieren den Rückstau der mit chemisch hochaktiven Substanzen überladenen und deshalb möglicherweise karzinogenen Samenflüssigkeit verhindert. Der gesundheitsfördernde Effekt häufigen Ejakulierens sei mit der Senkung des Brustkrebsrisikos durch Stillen vergleichbar.

Ein Jahr später wurde dieses Ergebnis durch eine amerikanische Studie mit mehr als 30 000 Probanden in vollem Umfang bestätigt.

Der gleiche Chemiecocktail, der Männern schadet, ist für das Wohlbefinden von Frauen unerläßlich, da das Sperma antidepressiv wirkende Hormone und Wachstumsfaktoren enthält, die von der Schleimhaut der Vagina resorbiert werden.

2002 veröffentlichte ein Team um den Psychologen Gordon Gallup (State University of New York) eine Studie an 293 College-Studentinnen, die einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Kondomen und der Häufigkeit von depressiven Stimmungen (und sogar Selbstmordversuchen) bei jungen Frauen nachwies. Junge Frauen, die ohne Kondom Geschlechtsverkehr hatten, litten signifikant seltener an Depressionen. Auch seltener Geschlechtsverkehr hatte negativen Einfluß auf die Stimmungslage. Die Depressionen nahmen mit längerer Enthaltsamkeit deutlich zu.

David Greening, der an der privaten Fruchtbarkeitsklinik Sydney IVF in Australien forscht, machte 2009 seine Studie zur Spermaqualität publik. Er hatte 118 Probanden mit schlechter Spermaqualität zu täglichem Geschlechtsverkehr aufgefordert. Bei 81 Prozent der Studienteilnehmer ging die Zahl der beschädigten Spermien nach sieben Tagen um 12 Prozent zurück.

Entsprechend fordert Greening Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zu besonders häufigem Geschlechtsverkehr auf. Bezeichnenderweise rieten Fortpflanzungsmediziner bisher eher zu längerer Abstinenz, damit sich ausreichend Sperma sammelt.

Regelmäßiger Geschlechtsverkehr hat ganz allgemein eine positive Auswirkung auf das kardiovaskuläre System und die Immunabwehr. Eine sich über 10 Jahre hinziehende Langzeitstudie mit 2500 Männern zwischen 45 und 59, die von Wissenschaftlern der britischen University of Bristol und der nordirischen Queen’s University of Belfast durchgeführt wurde, zeigt, daß ein aktives Sexualleben die Gesundheit des Mannes fördert und ihn vor Schnupfen, Krebs, Schlaganfällen und vielen anderen Leiden schützt. Bei 3 bis 4 Geschlechtsakten pro Woche sinke beispielsweise das Risiko eines Herzinfarkts um die Hälfte. Zudem sei Geschlechtsverkehr ein wirksames Schmerzmittel. Beim Sex ausgeschüttete Hormone würden bei Gelenk- und Kopfschmerzen helfen. Zusätzlich stärken sie das Immunsystem, schützen vor Arterienverkalkung und Osteoporose.

Forscher von der Wilkes University in Wilkes-Barre, Pennsylvania konnten zeigen, daß Leute, die ein- oder zweimal pro Woche Geschlechtsverkehr haben, ihr Immunsystem stärken. Das ermittelten sie über die Konzentration bestimmter Antikörper im Speichel. Deutlich mehr oder aber weniger Geschlechtsverkehr reduzierte die Menge an Antikörpern.

Im Anschluß daran haben Forscher der Technischen Hochschule Zürich in einer Studie herausgefunden, daß sich regelmäßiger Geschlechtsverkehr positiv auf das Immunsystem auswirkt. Ideal sei zwei- bis dreimal pro Woche. Sowohl eine höhere als auch eine niedrigere Frequenz macht den positiven Effekt zunichte.

Weder eine ungezügelte Sexsucht noch die mancherorts propagierte Enthaltsamkeit haben sich als vorteilhaft erwiesen.

Bei den Probanden erhöhte sich unmittelbar nach dem Orgasmus die Konzentration von „Killerzellen“ im Blut auf das Doppelte.

Die Auswirkung auf das Immunsystem konnte bisher aber nur bei Männern nachgewiesen werden.

1976 hat eine Studie an israelischen Frauen zwischen 40 und 60 den Zusammenhang zwischen Frigidität und Herzerkrankungen beleuchtet. Dazu wurden 100 Frauen, die wegen einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden waren, über ihr Sexualleben befragt und das mit einer Kontrollgruppe von 100 Frauen verglichen, die aus anderen Gründen im Krankenhaus lagen. Frigidität und sexuelle Frustration (vor allem wegen Ejaculatio praecox oder Impotenz des Ehemannes) fanden sich bei 65% der Herzpatienten, aber nur bei 24% der Kontrollgruppe. Außerdem hatten die Wechseljahre bei den Herzpatienten früher eingesetzt.

Ein reges Geschlechtsleben sorgt für ein längeres Leben. So meint der amerikanische Forscher Michael Roizen, daß ein Mann, der 350 Orgasmen pro Jahr hat, etwa vier Jahre länger lebt und sich dabei acht Jahre jünger fühlt, als der durchschnittliche Geschlechtsgenosse, der nur 81 Orgasmen hat. 700 (sic!) Orgasmen würden die Lebenszeit sogar um acht Jahre verlängern.

Der Neuropsychologe David Weeks vom Royal Edinburgh Hospital in Schottland kam nach der Untersuchung von 3500 Personen zu dem Ergebnis, daß regelmäßiger Geschlechtsverkehr, d.h. mindestens dreimal pro Woche, die Menschen um durchschnittlich 10 Jahre jünger aussehen läßt. Er führt das auf die Aktivierung des Wachstumshorms Somatotropin zurück, das das Bindegewebe verjüngt. Der Effekt ist desto größer, je mehr die Menschen im Geschlechtsleben auch emotional befriedigt sind.

Und immer so weiter, Studie auf Studie… Beispielsweise könnte man ausführen, daß nach dem Orgasmus bei den Partnern das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet wird und zu einer wohligen Entspannung und erholsamem Schlaf führt. Die ausgeschütteten Endorphine wirken wie ein Schmerzmittel, sorgen Depressionen und Angststörungen vor und verhindern Fettsucht, weil sie Freßattacken verhindern.

Tatsächlich kann man an der Adipositas den zentralen Punkt festmachen: die überschüssige Orgonenergie, die nicht über den Orgasmus abgeführt wird („Befriedigung“), wird in jedem Fall anders reguliert – mit verheerenden Folgen. Kirsi Pietiläinen von der Universität Helsinki und ihre Kollegen haben festgestellt, daß Übergewicht zu einer Beeinträchtigung der Zellkraftwerke, den Mitochondrien führt: der Körper verliert an Energie.

Dadurch werden Nahrungsfette und andere Nährstoffe sehr viel weniger effizient verbrannt (…). Gleichzeitig entstehen größere Mengen an ungesunden Nebenprodukten – ähnlich wie bei einem schlecht laufenden Automotor, der zu viele Abgase produziert. Die Folgen sind die typischen gesundheitlichen Probleme bei Übergewicht, wie etwa eine Fettleber, hohe Entzündungswerte und Störungen im Zuckerstoffwechsel.

geschlechtsreife

Der orgasmische Affe (Teil 3)

10. November 2011

Betrachten wir Homo sapiens‘ Sexualleben im Rahmen der etwa 200 anderen Primatenarten. Bärenmakaken-Männchen vollziehen durchschnittlich zehn Kopulationen pro Tag. Rhesusaffen und Paviane benötigen eine Serie von Kopulation, bevor es zur Ejakulation kommt. Interessant ist, daß dies nur die ranghöchsten Männchen tun, während rangniedere nur jeweils einmal kopulieren können, so daß es bei ihnen gar nicht zur Ejakulation kommt. Und wie wir im zweiten Teil gesehen haben, haben auch die ständig unter Streß stehenden höchsten Männchen alles andere als ein gesundes sexualökonomisches Leben.

Die gewaltigen Gorillas haben einen 2 Zentimeter langen Penis, sodaß es kaum zu einem energetischen Kontakt kommen kann. Schimpansen haben wohl 7 Zentimeter zur Verfügung, aber von der Intromission bis zur Ejakulation bleiben nur 7 oder 8 Sekunden mit 15 hektischen Friktionen, so daß auch hier jeder energetische Kontakt wohl unmöglich ist.

Was nun im Vergleich dazu den Primaten Homo sapiens betrifft (der mit dem Schimpansen so nah verwandt ist, daß man direkt von einer „Schimpansenunterart“ sprechen könnte) nimmt merkwürdigerweise die Dauer des Geschlechtsakts mit dem Ausmaß einer unnatürlichen Einstellung zur Sexualität ab: Spitzenreiter ist Dänemark mit 15 Minuten, im Mittelfeld liegen Länder wie Frankreich mit 7 Minuten und am Endpunkt liegt China mit 2 Minuten – und in wirklich pathologischen Weltgegenden wie Arabien kann man solche Erhebungen erst gar nicht anstellen. Man fragt sich nun, was hier denn „natürlich“ ist. Ganz kraß gesagt, ist nämlich, im Vergleich mit unseren nächsten Verwandten im Tierreich, der Araber in seinem Sexualverhalten weit „natürlicher“ als z.B. der Trobriander! Und umgekehrt sind „nach menschlichen Maßstäben“ unsere nächsten tierischen Verwandten die gleichen „phallischen Narzißten“ wie die Araber. Sie beide kompensieren ihr Ejaculatio praecox-Problem durch Vielweiberei und ständiges exhibitionistisches Zurschaustellen ihrer Männlichkeit.

Beim Affen kann man die ganze pathologische Palette des Mißbrauchs von „Sex“ für Machtzwecke finden: Schimpansen reiten als Zeichen des Unterwerfens oder der passiven Unterwerfung ohne Penetration auf, auch bei Gleichgeschlechtlichen (sogar Weibchen gegenüber rangniederen Weibchen). Bei manchen Affenarten imitieren die männlichen Tiere die genitalen Brunstschwellungen und -färbungen der Weibchen. Bei anderen Affenarten entwickelte sich die Klitoris der Weibchen zu einem Pseudopenis, so daß man die Geschlechter kaum unterscheiden kann, zumal sich bei einigen Arten zusätzlich auch ein Pseudohodensack entwickelt hat. Das Präsentieren des Hinterteils bei Weibchen und Männchen zur Beschwichtigung des Höhergestellten und umgekehrt das Präsentieren des erigierten Penis, das der Drohung gegen gruppenfremde Individuen und zur Demonstration des Ranges innerhalb der Gruppe dient, findet sich bei allen Affen. Der Penis ist hier neben Lustorgan in erster Linie Drohorgan.

Exhibitionisten, ob sie nun psychisch krank sind oder nur enge Jeans tragen, sind typische Rückkehrer zu atavistischem Primatenverhalten. Ähnliches gilt auch für die Weibchen, auch wenn es denen weniger um Macht und Ansehen, als vielmehr ums Fressen geht: Bei den allernächsten Verwandten des Menschen, den Bonobo-Zwergschimpansen hat man beobachtet, daß die Frauen für sich und ihre Kinder das notwendige tierische Eiweiß bei den jagenden Männern gegen Sex tauschen. Prostitution, aus der sich die menschliche Ehe entwickelt hat. Die sekundären Triebe sind so gewissermaßen die „primären“.

Zwischen den Schimpansenhorden gibt es unglaublich brutale Kriege, bei denen schon ganze Gruppen von ihren Gegnern ausgerottet wurden. Schnappt eine Gruppe von Männchen bei der Pirsch ein einzelnes männliches Mitglied einer verfeindeten Gruppe, wird dieses Männchen langsam zu Tode gequält, die Glieder verrenkt, das Fleisch von den Knochen gerissen und das Blut getrunken. Hier erwischt es sogar ein Weibchen:

Man sieht, dieser Aufsatz ist nichts für vegetarische Naturfreunde und Rousseauistische Wilhelm-Reich-Freaks! Nur Wahnsinnige können sich einen Schimpansen halten!

Hans Hass schließt aus der Beobachtung von Tieren, daß aggressive Stimmungen die sexuelle Bereitschaft des Männchens verstärken, jene des Weibchens jedoch abschwächen. Andererseits vermögen Angstzustände beim Weibchen sexuelle Gestimmtheit erheblich zu steigern, während sie diese beim Männchen mindern. Daß Angst (Kontraktion) positiv mit weiblicher Sexualität (Expansion) korreliert sein soll, wirft für die Orgonomie schwer zu beantwortende Fragen auf, denn diese tierischen „natürlichen“ Zustände lassen sich nicht auf den gesunden Menschen übertragen. Beim gesunden Mann verschwindet die Erektion bzw. kommt gar nicht erst zustande, wenn er gegen seine Partnerin wütend wird. Genauso bleibt jede Frau unerregt, sollte sie Angst vor ihrem Partner haben. Man kann eben nicht die tierische und die genitale Sexualität gleichsetzen.

Es ist offensichtlich, daß sich infolge eines Energiestaus neurotische Mechanismen beim Mann „sadistisch“ (phallisch), bei der Frau „masochistisch“ (hysterisch) festsetzen können, die dann Humanethologen wie Hass als natürlich imponieren. Was sie gewissermaßen auch sind! Aber… – immer, wenn sich der Mensch wie ein Affe benimmt, verhält er sich krankhaft. Es ist aus Sicht der Primaten „natürlich“, daß man Kinder auf den Bauch legt und nicht, wie es die Orgonomie fordert, auf den Rücken. Es ist „natürlich“, daß der Erwachsene neurotisch-depressiv gebückt und hängend „wie ein Affe“ durch das Leben schlurft, demgegenüber ist Aufrechtgehen vollkommen „unnatürlich“. Die „natürliche“ a tergo-Stellung im Geschlechtsakt, ist, wenn sie beim Menschen zur Regel wird, pathologisch (Vermeidung von Kontakt).

Evolutionsbiologen behaupten, die Überbevölkerung wäre biologisch vorgegeben, da das alte Genom darauf programmiert sei, möglichst viele Nachkommen gegen die hohe Sterberate hervorzubringen. Dies ist Blödsinn, denn die Überbevölkerung kam nachweislich mit dem Patriarchat, das altes Wissen über Verhütung verdrängte. Naturvölker leiden nicht an einem Bevölkerungsüberschuß, da sie eben kein „natürliches“ Sexualleben führen. Zum Beispiel entsprechen die Affenhorden mit ihrem „Harem“, dem ein „Pascha“ vorsteht, doch durchaus der Freudschen „Urhorde“, aber eben, wie Reich feststellte, nicht der („)natürlichen(“) Urgesellschaft.

Von jeher haben Dichter aus allen Kulturen in ihren Fabeln neurotisches Verhalten gerne anhand von Tieren verdeutlicht. Übrigens hat auch Reich, mit Tieren neurotische Charakterzüge illustriert: schleichender Fuchs, watschelnde Ente, schnurrende Katze, trampelnder Elefant (vgl. Offshoots of Orgonomy, No. 3, S. 6). Der körperliche Gesamtausdruck des Patienten drängt von allein zu einem zusammenfassenden Begriff. „Es sind merkwürdigerweise meist Formeln und Bezeichnungen aus dem Tierreiche wie ‚Fuchs‘, ‚Schwein‘, ‚Schlange‘, ‚Wurm‘ u.ä.“ (Funktion des Orgasmus, S. 228). Entsprechend empfanden sich natürliche, matristische Völker nicht als Tiere (Hans Biedermann: Die Großen Mütter, München 1989, S. 38). Die Trobriander entfernen künstlich alle „äffische“ Körperbehaarung und ihr ganzes Schönheitsideal, ihr „züchtender Gedanke“ (Nietzsche), ist eindeutig eine Verneinung des Schimpansenvetters im bzw. am Menschen.