Posts Tagged ‘Major Depression’

David Holbrook, M.D.: DIE ÜBERLEGENHEIT DER CHARAKTEROLOGISCHEN IM VERGLEICH ZUR SYMPTOMATISCHEN DIAGNOSE (Diskussion)

29. November 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Die Überlegenheit der charakterologischen im Vergleich zur symptomatischen Diagnose

 

David Holbrook, M.D.: DIE ÜBERLEGENHEIT DER CHARAKTEROLOGISCHEN IM VERGLEICH ZUR SYMPTOMATISCHEN DIAGNOSE (Einführung und Anamnese)

27. November 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Die Überlegenheit der charakterologischen im Vergleich zur symptomatischen Diagnose

 

Depressive Kinder und eine hoffnungverheißende neue Psychiatrie

16. August 2016

Leiden Kinder unter Major Depression („endogene“, schwere Depression) bringen die gängigen Antidepressiva, vielleicht mit Ausnahme des veralteten SSRIs Fluoxetin, rein gar nichts. Venlafaxin bringt sogar eine erhöhte Suizidalität mit sich! Wobei gesagt werden muß, daß dieser letzte Aspekt für andere Antidepressiva noch nicht ausreichend erforscht wurde.

Das ist in groben Zügen das Ergebnis einer Metaanalyse von 34 randomisierten, kontrollierten Studien, an denen insgesamt 5260 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 18 teilgenommen haben (Cipriani A et al.).

Wie lang und breit auf www.w-reich.de ausgeführt, gibt es eine gangbare Alternative zu diesem Wahnsinn: eine Psychiatrie, die weitgehend auf Psychopharmaka verzichtet (also sie nicht aus ideologischen Gründen von vornherein und unter allen Umständen ablehnt!) und dabei weitaus mehr zu bieten hat als die gängigen Psychotherapien, seien diese nun tiefenpsychologisch oder behavioristisch orientiert (die ebenfalls nicht rundweg abgelehnt werden).

Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie

6. Juli 2015

Orgonomen sind im allgemeinen gegen Psychopharmaka, weil diese, ähnlich wie Drogen, das Energie-System des Körpers drosseln, die Kontaktfähigkeit mindern, etc. Es ist schon etwas gruselig, wenn manche Betroffene beispielsweise beschreiben, daß sich unter dem Einfluß „der Pillen“ eine Art „Wand“ bilde zwischen ihnen und ihren Gefühlen. Andererseits sind Psychopharmaka ein absoluter Segen, denn was mit einem schwer depressiven Patienten, der sich zu nichts mehr aufraffen kann, konkret machen?! Vielen Patienten helfen die Pillen nicht, aber es gibt eben auch Fälle regelrechter Wunderkuren. Das aus ideologischen, gar (pseudo-) „orgonomischen“, Gründen vom Tisch zu wischen, ist… Siehe dazu auch: Psychopharmaka und Orgonomie.

Trotzdem: Psychopharmaka sind zweifellos hochproblematisch und die Erfolgsquote ist nicht gerade berauschend – ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen. Um so erfreulicher ist eine alternative Behandlungsmethode für Patienten, die unter „Major Depression“, also einer schweren Depression leiden, früher sprach man von „endogener Depression“. Dieser Behandlungsansatz ist vor allem auch deshalb interessant, weil er in vieler Hinsicht der orgonomischen Herangehensweise ähnlich ist.

Reich versuchte direkt auf das Autonome Nervensystem und das Zentrale Nervensystem einzuwirken. Beim ersteren ging es darum, durch psycho- und körpertherapeutische Techniken die allgemeine „Sympathikotonie“ aufzulösen. Die direkte Einwirkung auf das Gehirn beschreibt Reich im Schlußkapitel der Charakteranalyse, wo es u.a. um die Auflösung der Augenpanzerung geht, ebenfalls durch psycho- und körpertherapeutische Techniken. Dazu muß man wissen, daß die Augen integraler Bestandteil des Gehirns sind, Gehirngewebe.

Bei dem erwähnten alternativen Therapieansatz geht es um die elektrische Stimulation eines Hauptnerven, der direkt vom Gehirn ausgeht. Ian A. Cook vom Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior (University of California, Los Angeles) und seine Kollegen konnten in einer Pilotstudie 80 Prozent der Versuchsteilnehmer von der schweren Depression heilen, was, gelinde gesagt, ein hervorragendes Ergebnis ist.

Bei dieser Behandlungsmethode werden zwei Elektroden an der Stirn angebracht und so der Trigeminalnerv über Wochen hinweg acht Stunden täglich, d.h. über Nacht, stimuliert, ohne daß es zu erkennbaren Nebenwirkungen kommt.

Die Forscher glauben, mit ihrer Methode sei es möglich, Signale direkt in Schlüsselregionen tief im Gehirngewebe zu senden, ohne den Schädel öffnen zu müssen. Sie spekulieren, daß die elektrische Reizung des Trigeminalnervs eine Ereigniskette in der neuronalen Infrastruktur hervorruft.

Das klingt recht vage, wenn nicht sogar nichtssagend, aber es geht eh nur darum, daß ein Anstoß gesetzt wird, der blockierte selbstregulatorische Prozesse in Gang setzt, ganz im Sinne der Orgontherapie.

In der Orgonomie wird Depression vor allem als Folge einer „oralen Blockade“ betrachtet. An der folgenden Illustration sieht man, daß einer der drei Hauptäste des Trigeminus zum Kiefer führt:

In einem früheren Blogeintrag habe ich bereits den Zusammenhang zwischen bionösem Zerfall und der Schizophrenie dargelegt. Es gibt Hinweise darauf, daß auch andere (alle?) psychische(n) Erkrankungen einen entsprechenden Hintergrund haben könnten.

Mario Capechi von der University of Utah konnte Labormäuse, die unter Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreißen) litten, durch eine Knochenmarkstransplantation heilen. Er führte den pathologischen Putzzwang auf einen Defekt des Gens Hoxb8 zurück, der wiederum zu einem Mangel an Mikroglia-Zellen führt. Diese Zellen werden im Knochenmark gebildet und beseitigen im Gehirn Krankheitserreger.

Wurde nun bei derartig erkrankten Mäusen das Knochenmark ersetzt, so daß wieder ausreichend Mikroglia-Zellen gebildet werden konnten, verlor sich ihr „neurotisches“ Verhalten. Umgekehrt entwickelten zuvor gesunde Mäuse die Zwangsstörung, wenn man ihnen Knochenmark mit dem Hoxb8-Defekt einpflanzte.

Capechi vermutet ähnliches auch bei anderen neuropsychiatrischen Störungen, etwa Depression, Schizophrenie und Autismus.

Aus Sicht der Reichschen Erforschung der Bione und der Biopathien, insbesondere der Krebsschrumpfungs-Biopathie, ist zu vermuten, daß die erwähnten „Krankheitserreger“ Produkte des ständigen bionösen Zerfalls des Gehirns sind, dessen hohe Orgonität der Körper nur mit Mühe und Not aufrechterhalten kann.

Ein gesundes Immunsystem kann immer wieder für ein Gleichgewicht sorgen, d.h. die Folgen des bionösen Zerfalls in Schach halten (Mikroglia-Zellen).

Dieses Gleichgewicht kippt, wenn entweder das Immunsystem durch eine Schädigung des Knochenmarks zusammenbricht oder der bionöse Zerfall zu groß wird, um vom Immunsystem weiterhin aufgefangen werden zu können.

Die psychiatrische Orgontherapie wirkt auf beides ein: einerseits sorgt sie lokal für einen besseren orgonotischen Status des okularen Segments (wie das geschieht, hat Reich in Charakteranalyse beschrieben) und andererseits wirkt sie der gesamtorganismischen energetischen Kontraktion entgegen, die nicht zuletzt auch das Immunsystem umfaßt. (Tatsächlich entspricht das dem Ablauf einer typischen Orgontherapie-Sitzung: Charakteranalyse auf dem Stuhl gefolgt von Atmen [ATMEN!!!!] auf der Matratze.)

Das Wesen des Immunsystems ist natürlich weniger ein allgemeines „PA gegen T“, das Reich in Der Krebs beschreibt, sondern seine Spezifität. Für jeden Krankheitserreger werden vom Organismus auf subzellularer Ebene ganz spezifische, paßgenaue Gegenstrategien entwickelt. Genau das macht ja die „Immunität“ aus. Hier kommt, wie der medizinische Orgonom Charles Konia ausgeführt hat, die Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie zum Ausdruck. Es ist auf zellulärer Ebene genau das, was wir tun, wenn wir einen bestimmten Feind erkennen. (Das ganze ist unabhängig vom Bewußtsein. Das Bewußtsein stört sogar, wie jeder Kampfsportler weiß.)

Die in den Genen (etwa in Hoxb8) gespeicherte Information ist natürlich ebenfalls letztendlich Ausdruck der Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie.

Was die Verbindung von Wahrnehmungsfunktion und Immunsystem betrifft, könnte auch eine brandaktuelle Entdeckung von Bedeutung sein: Antoine Louveau (University of Virginia School of Medicine) hat mit einer Zufallsentdeckung eines der Grunddogmen der Medizin erschüttert. Bisher ging man davon aus, daß das Gehirn als einziges Organ nicht mit dem Lymphsystem, der zentrale Apparat der Immunabwehr, verbunden ist. Nun stieß Louveau auf feinste Verästelungen, die bisher übersehen wurden.

Ging man zuvor davon aus, daß das Gehirn nur über Botenstoffe und Nervenreize mit dem Immunsystem kommuniziert, hat man jetzt erstmals eine direkte Verbindung zwischen den beiden Strukturen gefunden. Eine Erkenntnis, die das Verständnis vom Zusammenspiel zwischen Gehirn und Körper revolutioniert.

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 11)

13. Oktober 2013

Reichs Mitarbeiter Myron R. Sharaf wies auf damalige Forschungsergebnisse hin, die u.a. zeigten, daß Frauen, die weniger sexuelle Befriedigung erlangen, wahrscheinlicher an Gebärmutterkrebs erkranken. Patientinnen mit Brustkrebs könnten nicht mit Wut und Aggressivität umgehen bzw. diese ausdrücken und seien ebenfalls sexuell gehemmt. Patienten, bei denen sich die verschiedenen Krebsarten rasch ausbreiteten, seien zurückhaltend, würden sich dauernd entschuldigen und seien schüchtern, während jene, bei denen die Krebstherapie anschlug, mehr aus sich herausgingen (Sharaf: „Priority in Reich’s Cancer Findings”, Orgonomic Medicine, 1(2), November 1955, S.145-150).

In den letzten Jahren ist es um die „Psychoonkologie“ sehr still geworden. Wikipedia faßt die Situation wie folgt zusammen:

Die Psychoonkologie als Wissenschaft begann in den 70er Jahren zunächst mit der Untersuchung von psychosozialen Faktoren, die für die Entstehung einer Krebserkrankung mitverantwortlich sein sollten (Psychoimmunologie). Bekannt geworden ist in diesem Kontext die in den 1980er Jahren postulierte Behauptung, derzufolge das Krebsrisiko hoch mit bestimmten Persönlichkeitszügen korreliere, die sich im „Persönlichkeitstyp C“ verdichten. Der „Typ C“ repräsentiert unselbständige und überangepaßte Menschen, die antriebsgehemmt, defensiv und depressiv erscheinen und nicht in der Lage sind, ihre Gefühle angemessen auszudrücken. Inzwischen ist das Konstrukt der „Krebspersönlichkeit“ von der Wissenschaft weitgehend verworfen, erfreut sich aber dennoch im Alltagsdenken recht großer Popularität und wird nach wie vor auch von einzelnen Wissenschaftlern verfochten – zumeist ohne fundierte systematische Belege.

Heutzutage ginge es in der Psychoonkologie in erster Linie um die Folgen der Krebserkrankung für die Psyche.

Als Beispiel für das „überholte“ Denken erinnere ich nur an das Buch von Gerald Pohler Krebs und seelischer Konflikt aus dem Jahre 1988 (2. Auflage 1989), dessen abschließendes Kapitel Reichs Krebstheorie behandelte, nachdem vorher die „Krebspersönlichkeit aus tiefenpsychologischer Sicht“ beschrieben wurde.

Wie gesagt, ist davon heute so gut wie nichts mehr zu hören. Um so interessanter ist eine Studie der Kanadierin Jillian Satin von der University of British Columbia, Vancouver. Satin und ihre Kollegen haben 26 Studien analysiert, in denen insgesamt 9417 Krebspatienten (mit unterschiedlichsten Tumorarten) untersucht worden waren. Speziell ging es um den Einfluß einer Depression auf den Verlauf der Krebserkrankung und die Todesrate.

„Wir fanden eine erhöhte Todesrate bei Patienten, die von depressiven Symptomen berichten. Desgleichen bei Patienten, bei denen eine depressive Störung diagnostiziert worden war im Vergleich zu Patienten, bei denen das nicht der Fall war“, sagte Satin. Zusammengefaßt war in den Studien die Mortalität um bis zu 25 % bei Patienten höher, die depressive Symptome zeigten, und um 39 % höher bei denen eine Major oder Minor Depression [endogene Depression oder depressive Neurose] diagnostiziert worden war.

Diese Ergebnisse hatten Bestand, wenn man andere klinische Daten, die die Mortalität beeinflussen konnten, berücksichtigte. Demnach kann eine Depression die Überlebenszeit eines Krebspatienten verkürzen.

Unzweifelhaft ist Reich Ahnherr der modernen Psychoonkologie (Pohler: Krebs und seelischer Konflikt, S. 13). Tatsächlich ist die psychosomatische Vorstellung der Krebserkrankung älter als die rein körperliche (Ekkehard Ruebsam: „Emotionale Blockierung und Krebs“, emotion 2, 1981, S. 57), trotzdem galt Krebs bis vor kurzem als rein somatische Erkrankung (Bernd A. Laska: Wilhelm Reich, rororobildmono, S. 115). Siehe auch Chester M. Raphaels Bemerkung über die moderne „Doktrin der spezifischen Ätiologie“:

Ein großes Hindernis für das Verständnis der Reichschen Krebstheorie ist die vorherrschende mechanistische Art, Krankheiten zu begreifen. Vor gar nicht langer Zeit, tatsächlich vor weniger als hundert Jahren, schrieb man Krankheiten den Wechselwirkungen vieler Variablen im Individuum und seiner Umgebung zu. Beginnend mit den Forschungen Pasteurs und Kochs entstand jedoch die „Doktrin der spezifischen Ätiologie“, nach der eine Krankheit durch einen spezifischen Faktor verursacht ist, z.B. durch ein Bakterium, einen Virus oder einen Hormonausfall. Die moderne Medizin basiert auf dieser mechanistischen Sichtweise, und diese ist es auch, die gegenwärtig durch die großzügigen staatlichen Fonds zur Krebsforschung unterstützt wird. Die Begeisterung für den mechanistischen Ansatz gründet sich auf Wissen, daß durch einen einzelnen isolierten Faktor bei einem Versuchstier eine Krankheit hervorgerufen werden kann und daß ein mechanisches Verfahren oder eine chemische Substanz, die oft durch einen glücklichen Zufall entdeckt wird, bei der Behandlung von Krankheiten helfen kann. Es gibt prominente Wissenschaftler, die diesen Ansatz beim Krebs ablehnen und die versichern, daß die Suche nach einem spezifischen kausalen Faktor fruchtlos ist. Trotzdem geht die Suche weiter. (Raphael im Vorwort zu Der Krebs, Fischer TB, S. 10)

Gerald Pohler schreibt zu Reichs psychosomatischer Krebstheorie: „Damit hat Reich wieder einmal Befunde vorweggenommen, die in der gegenwärtigen Psychoonkologie immer wieder erwähnt werden“ (Pohler: Krebs und seelischer Konflikt, S. 101).

„Der Krebs ist“, so Reich, „eine Sexualbiopathie (Sexualhungerkrankheit)“ (Der Krebs, S. 217). Durch mangelnde Lebensfreude erlischt der Lebensfunke in dieser „Lusthungerseuche“ (ebd., S. 260). In der traditionellen Krebs-Therapie wird dies allenfalls angegangen mit Bekämpfung des Tumors durch Sexualhormone („Orgonomic and Chemical Cancer Research – A Brief Comparison“, Orgone Energy Bulletin, 2(3), July 1950, S. 139-142).

Die biopathische Kontraktion tritt am eindeutigsten in der Atemsperre hervor (Der Krebs, S. 170f). Diese schlechte äußere Atmung hat dann auch eine schlechte Gewebeatmung zur Folge (ebd., S. 174f). Dabei konnte Reich lückenlos an die Forschung des Nobelpreisträgers Otto Warburg anschließen (David Boadeall: Wilhelm Reich, Scherz Verlag, S. 196).

Reich beschreibt, wie er die Atemsperre einer Krebspatientin beheben will (Der Krebs, S. 193). Durchbricht man bei einer Stauungsneurose die Atemsperre, kommen starke Erregungen an die Oberfläche, nichts dergleichen bei der Krebsbiopathie, bei der es auch nach Lösung der Atemsperre zu keinerlei Affektäußerungen kommt (ebd., S. 223).

Es gibt Schichten des Lebensapparates verschiedener Tiefe um den biologischen Kern herum. Es gibt höhere und tiefer gelegene Schichten im Biosystem. Es gibt demzufolge oberflächliche und tiefergreifende Störungen der Körperfunktion. Eine akute Atemstörung wird dem Kern des Biosystems nichts anhaben. Eine chronische Atemstörung durch Inspirationshaltung wird chronische Angst erzeugen, aber die biologische Zellplasmafunktion nicht berühren, solange die bioenergetischen Funktionen in den Zellen selbst weitergehen, solange der Organismus weiter kräftige Impulse produziert. Ist aber die Impulsproduktion in den Zellen selbst getroffen, hat die periphere charakterliche Resignation das Zellplasmasystem erfaßt, dann haben wir es mit dem Prozeß der biopathischen Schrumpfung zu tun. (Der Krebs, S. 224)

Im ganzen führt Gerald Pohler sechs Punkte an, in denen Reich die heutige Psychoonkologie vorweggenommen hat:

  1. Der Tumor ist zeitlich späterer Ausdruck einer tieferliegenden Krankheit.
  2. Tumorbeseitigung alleine ist keine Heilung, sondern nur eine symptomatische Therapie.
  3. Heilung ist nur dort möglich, wo es zu einer Persönlichkeits- bzw. Verhaltensänderung kommt.
  4. Es gibt einen Zusammenhang von „charakterlicher Resignation“ (Depression) und der Tumorentstehung.
  5. Die „Krebsdisposition“ ist durch den „Charakterpanzer“ bzw. muskuläre Verspannungen, die schon in der frühesten Kindheit entstehen können, mitbedingt.
  6. Persönlichkeitsmerkmale, wie sie Reich für Krebskranke beschrieb, wurden später bestätigt. (Pohler: Krebs und seelischer Konflikt, Frankfurt 1989, S. 115)

Zusammenfassend kann man sagen, daß sich die Reichsche Herangehensweise an den Krebs in sechs Punkten von der traditionellen unterscheidet: er untersuchte lebendes Gewebe unter extrem hohen Vergrößerungen und entdeckte so die Zwischenstufen in der Entwicklung der Krebszellen, ging das Problem grundsätzlich von seinen Grundlagen an (Biogenese) und betrachtete den Krebs aus der Warte des Gesamtorganismus (Der Krebs, S. 254).

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Das depressive Gesicht mechanistisch und funktionell betrachtet

20. Mai 2012

Ich habe bereits davon berichtet, daß die Gesichtslähmung mit Botulinumtoxin teilweise dramatische Folgen zeitigt. Folgen, die m.W. kein mechanistischer Wissenschaftler vorausgesehen hat.

Die Stimmung eines Menschen erkennen wir in erster Linie an seinem Gesicht. Depressionen sind geradezu ins Gesicht gemeißelt. Für die mechanistische Wissenschaft, die in Begriffen von Wirkung (Ursache und Effekt) und Rückwirkung denkt, sollte es deshalb alles andere als absurd sein, daß die Lähmung der sorgenvoll verkrampften Gesichtsmuskultur auch umgekehrt auf den Affekt wirkt.

Vor kurzem wurde eine Doppelblindstudie an 30 Patienten durchgeführt, die an einer Major Depression litten, die sich durch die Standardbehandlung noch nicht gebessert hatte. Bei den Patienten, denen Botox in die Region zwischen den Augenbrauen gespritzt wurde, kam es zu einer Verbesserung auf der Hamilton Depression Rating Scale von 47,1 Prozent, bei der Placebogruppe von nur 9,2 Prozent. Ein noch größerer Effekt stellte sich heraus, als man die Patienten nach 16 Wochen erneut untersuchte. Ähnliches zeigte sich im Beck Depression Inventory und der Clinical Global Impression Scale, die den klinischen Gesamtzustand erfaßt.

Die Forscher haben hier etwas nachvollzogen, was Reich bereits in den 1930er Jahren erfaßt hatte: Muskel- und Charakterpanzerung sind funktionell identisch. Man kann mittels „Körpertherapie“ die Seele heilen. Und man kann mit Hilfe von Psychotherapie körperliche Leiden abbauen, wenn sich nach Lösung der inneren Konflikte Muskeln nicht mehr „sorgenvoll“ verkrampfen müssen. Weit effektiver und sicherer ist es jedoch, aus diesem mechanistischen System von Ursache und Wirkung auszubrechen und die Funktionen anzugehen, die sowohl dem Muskel- als auch dem Charakterpanzer zugrundeliegen. Dann geht es um die Befreiung der Lebensenergie aus festgefahrenen Bahnen. Konkret handelt es sich um eine Befreiung des lebendigen Ausdrucks, also in vieler Hinsicht dem Gegenteil der „Totenmaske“, in die Botox das Gesicht verwandelt.

Eine psychische Störung wie Major Depression ist nicht einfach nur „Pathologie“, die man „wegspritzen“ könnte, sondern imgrunde ein vollkommen natürlicher Ausdruck, der jedoch übertrieben, isoliert und festgefahren ist. In der Orgontherapie gilt es diese Blockade in der „Ausdruckssprache des Lebendigen“ zu lösen, indem der Patient immer mehr damit in Kontakt gebracht wird, wie er sich gegen das Lebendige sperrt.

Wenn man die Sache von dieser Warte aus betrachtet, wird deutlich, warum auch rein körperliche und rein psychologische Interventionen wirken, um gewisse Pathologien aufzulösen. Es sind Anstöße, die Blockaden lösen und es der Orgonenergie erlauben in diesem Bereich wieder frei zu fließen. Aber nur in den seltensten Fällen ist die Heilung permanent. Der zugrundeliegende Energiestau führt bei solchen „Heilungen“ dann an anderer Stelle zu Symptomen! Weit effektiver ist es im Rahmen einer Orgontherapie die bioenergetische Ebene direkt anzugehen und sich die „Ausdruckssprache des Lebendigen“ entfalten zu lassen.

Siehe zum Thema auch Eine neue Behandlungsmethode bei Major Depression.

Reich hat diese Zusammenhänge in Der Krebs wie folgt schematisch dargestellt:

The Journal of Orgonomy (Vol. 17, No. 1, May 1983)

25. Januar 2012

In „Orgonotic Functions of the Brain (Part 3)“ führt Charles Konia aus, daß Parkinson möglicherweise eine biopathische Erkrankung ist. Zunächst fällt natürlich die Störung der einheitlichen pulsatorischen Bewegungen, etwa der Gang, der Tremor, etc. ins Auge. Die Krankheit scheint mit einer tiefreichenden okularen und auch oralen Panzerung, die das Gehirn selbst erfassen kann, einherzugehen. Die unaufhaltsame Zerstörung der Substantia nigra im Mittelhirn und eine Senkung des Dopamin-Pegels hat sicherlich etwas mit der chronischen Anorgonie von tiefliegenden Hirnarealen zu tun. Insgesamt deutet das äußere Erscheinungsbild des Parkinson-Kranken auf eine schwere Kontraktion hin und einen Ladungsabfall des gesamten Organismus.

Die Häufigkeit mit der Parkinson mit depressiven Zuständen verbunden ist, d.h. mit Individuen, die eine orale Panzerung vorweisen, und die Ähnlichkeit der klinischen Bilder dieser beiden Störungen ist ein weiterer Hinweis darauf, daß Parkinson eine biopathische Störung kein könnte. Wenn die Anorgonie tiefer vordringt, als es bei einfacher Depression der Fall ist, also bis zu den Basalganglien, kann Parkinson die Folge sein.

Man denke nur an die geradezu gruselige Starre und Unbeweglichkeit, die von Schwerdepressiven ausgeht!

Die typische Schüttellähmung geht darauf zurück, daß es im subthalamischen Kern zu einer Überaktivität von Nervenzellen kommt (als verzweifelte „Erstickungsreaktion“ auf die Anorgonie?), die wiederum die Bewegungszentren in der Hirnrinde bremsen. Darauf beruht auch die Behandlung von Parkinson mit „Tiefer Hirnstimulation“, die seit den 1980er Jahren entwickelt wurde und die beispielsweise auch zur Behandlung von Major Depression angewendet wird. Dabei werden die genannten Neuronen mit hochfrequenten elektrischen Impulsen sozusagen ausgeschaltet (weshalb auch der Begriff „tiefe Hirnstimulation“ irreführend ist).

Ich finde schon, daß das ganze frappant an Reichs Vorstellung von der Sympathikotonie erinnert: sympathische Überstimulation im Kern (Kontraktion), Erstarrung an der Peripherie. Hört bei Krebs, ganz entsprechend einer „tiefen Hirnstimulation“, der bioenergetische Kern auf zu „feuern“, kommt es zu einer wundersamen Entspannung des Körpers, die Körperpanzerung löst sich auf, der Orgasmusreflex ist leicht herstellbar.