Posts Tagged ‘Autismus’

ZUKUNFTSKINDER: 2. Die Vererbungsfrage, c. Das Menschentier

4. Februar 2018

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ZUKUNFTSKINDER: 2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

31. Januar 2018

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2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

ZUKUNFTSKINDER: 1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter

23. Januar 2018

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1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter

Blogeinträge März/April 2011

30. November 2016

Im März und April stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge März/April 2011

  • Die arabische Rebellion und die Emotionelle Pest
  • Die Ausbreitung der anti-autoritären Gesellschaftsordnung auf die moslemische Welt
  • Der Niedergang der modernen Psychiatrie
  • Was ist zur Demokratisierung der islamischen Ländern erforderlich
  • Natürliche Autorität, Zwangs-Autorität und Anti-Autorität
  • Das Gehirn ist nicht der Geist: Was von der neuen Landkarte des Gehirns erwartet werden kann und was nicht
  • Verschwörungstheorien und die Wirkungsweise der Emotionellen Pest
  • Die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen die psychiatrische Betreuung benötigen

 

 
Kommentar zu „Die Ausbreitung der anti-autoritären Gesellschaftsordnung auf die moslemische Welt”

Peter 2013: Beim zweiten Blick paßt das zu Konias Ausführungen:
http://www.bild.de/unterhaltung/leute/justin-bieber/fans-tun-alles-fuer-tickets-konvertieren-in-tv-show-zum-islam-30114444.bild.html

Zu „Der Niedergang der modernen Psychiatrie“

Robert (Berlin) Says: Aus der Frühzeit der Psychiatrie
http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackgroundXXL/a26903/l0/l0/F.html#featuredEntry

O.: Hier die Kurzfassung, da eben mein Text im Äther verschwunden ist (Pech, wenn ich ihn vorhernicht kopiere) …
Die Hysterie gibt es nach wie vor mit fast all ihren Symptomen nur unter anderen Namen im ICD. Sie ist keine Einbildung von Charcot, Freud oder Reich gewesen.
Die fiesen Methoden der Psychiatrie gibt es auch zum Teil noch: EKT, Fixierungen, Zwangsjacken und Psychopharmaka, die schlecht eingestellt sind.
Bei entsprechend „dämlicher“ Behandlung gibt es auch Todesfälle in der Psychiatrie, wie zu Charcots Zeiten, entsprechende Statistiken sind mir nicht bekannt und werden wohl auch nicht veröffentlicht. Beispielweise verstarb meine Großmutter nach wenigen Wochen aufgrund von Dauerfixierung, Bewegungsmangel und künstlicher Ernährung.
Nach dem die Psychiatriereform alle Dauerpateinten plötzlich entlassen hatte, die Betten reduziert wurden, ist die psychiatrische Bahndlung in Deutschland sichtbar besser geworden und ähnelt nicht mehr einem „Zuchthaus“. Dennoch sind EKT (Elektroshocktherapien) und Fixierungen gängige Praxis und werden an Universitäten umworben und gelehrt.

O.: Ein anderer Spiegelartikel (vermutlich von dieser Woche) unterstellt die Zunhame von psychischen Erkrankungen würde durch das DSM 5 und das kommende ICD begünstigt. Die APA, in der auch Psychopharma-Vertreter mitwirken, würde Diagnosen „erfinden“, um ihre Medikamente in großem Stil verkaufen zu können. Eine sehr plakative These, wie ich finde. Man würde einenGroßteil von psychisch „normalen“ Patienten jetzt Diagnosen verpassen und sie medikamentös behandeln wollen.
Hier wird nicht reflektiert, was die neue Arbeitswelt mit den Menschen gemacht hat. Leider gibt es auch immer mehr Menschen, die nicht mehr bis zur Rente arbeiten wollen, da sie keine adequate Arbeit für sich finden oder die zu schlecht bezahlt wird. Das Heraufsetzen des Rentenalters bewirkt außerdem, dass immer mehr Leute ihre positive Arbeitshaltung verlieren und sich dem Arbeitsmarkt innerlich verweigern. Ab 50 wird vermehrt an die Rente gedacht. Ab 60 ist kaum einer noch zu motivieren. Diesem Beispiel folgen auch schon jüngere. Die Angebote des Arbeitamtes sind völlig inakzeptabel, eine Vermittlung findet hier quasi nicht statt. Das Arbeitsamt kann man im Grunde schließen. Und Jugendliche ohne Abitur beginnen gleich mit Hartz IV Jobs wie Kranken- und Altenpfleger.
Viele Menschen sehen sich eben nicht mehr nur als körperlich leidend an, sondern fordern psychische professionelle Hilfe durch Psychologen. Sie warten hierfür bis zu einem Jahr auf die Therapie und bekomen dafür nur VT oder Tiefenpsychologie in der Kurzform.
Eine Verbesserung dieser Situation ist nicht in Sicht, von daher sollen wohl doch die Pillen alles richten, was sie nicht tun. Die Rehabilitaionseinrichtungen der Rentenversicherungen rüsten nun auf: weg von der Psyche, hin zur Arbeitswelt orientierten Medizin.

Robert: Du solltest nicht das Arbeitsamt mit dem Jobcenter verwechseln. Das Jobcenter kann jeden Ausbeuterjob aufzwingen, egal was und welche Bezahlung. Anders beim Arbeitsamt, das Strafen für Nichtvermittlung Zahlen muss.

Robert 2014: Psychiater bezeichnen Non-Konformität als Geisteskrankheit: Nur die Herdenmenschen sind »vernünftig«
Die moderne Psychiatrie ist zur Brutstätte der Korruption geworden, insbesondere die Strömung, die jeden verteufeln und für geisteskrank erklären will, der von der allgemein anerkannten Norm abweicht. Das geht eindeutig aus der neuesten Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders [Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen, ein Klassifikationssystem der Amerikanischen Psychiater-Vereinigung] oder kurz DSM hervor, in der Menschen, die nicht konform gehen mit dem, was die Verantwortlichen für normal erklären, als geisteskrank eingestuft werden
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/was-aerzte-ihnen-nicht-erzaehlen/jonathan-benson/psychiater-bezeichnen-non-konformitaet-als-geisteskrankheit-nur-die-herdenmenschen-sind-vernuenfti.html

Peter 2015: In der NEW YORK TIMES wird der Niedergang der Psychiatrie diskutiert, die immer noch mit den Mitteln, die Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre entdeckt wurden, hantiert, auf der Stelle tritt und die Psychotherapie und deren Weiterentwicklung sträflich vernachlässigt.

In Deutschland ist es, was die psychtherapeutische Ausbildung der Psychiater betrifft, vielleicht etwas besser bestellt, doch die neuen Psychiater lernen jetzt fast immer VT, während die Psychodynamik als „unwissenschaftlich“ mehr und mehr verpönt ist. Bald wird der Ödipuskomplex wieder ein großes Geheimnis sein.

Zu „Was ist zur Demokratisierung der islamischen Ländern erforderlich“

Robert 2013: Zu Tony Blairs Agenda
http://islamnixgut.blogspot.de/2012/07/warum-grobritannien-millionen-muslime.html

Zu „Natürliche Autorität, Zwangs-Autorität und Anti-Autorität“

Peter: Ein Aspekt der antiautoritären Entwicklung ist die Vertuntung der Männerwelt:
http://echtlustig.com/3205/filmhelden-damals-und-heute

Zu „Das Gehirn ist nicht der Geist: Was von der neuen Landkarte des Gehirns erwartet werden kann und was nicht“

Robert 2012: Wie ich schon öfters schrieb, die Psychiatrie ist wieder vor Freud zurückgefallen. Am besten, sie lesen wieder Charcot, Bernheim und Liebault.

Klaus: Worin ‚das Leib-Seele-Problem‘ eher besteht:
http://www.denkabende.de/kognition/bieri.rtf
Ja, die ‚Gehirn-Landkarten‘ entsprechen wohl einer recht naiven Vorstellung.

Peter 2015: Die Bewegung des Körpers macht das Gehirn fexibler: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/hirnforschung/-/journal_content/56/12054/9088897/Bewegung-macht-das-Gehirn-flexibler/

Zu „Verschwörungstheorien und die Wirkungsweise der Emotionellen Pest“

Robert 2012: http://www.wissensmanufaktur.net/verschwoerungstheorie

Peter: Eine auf den Kopf gestellte Welt!
Verschwörungsleugnung:
„Behauptung, dass ein Ereignis nicht das Resultat einer Verschwörung ist“

Neben den sogenannten Verschwörungstheoretikern gibt es auch eine ganze Branche von Verschwörungsleugnern. Ein Verschwörungsleugner ist jemand, der behauptet, dass ein Ereignis nicht das Resultat einer Verschwörung ist. Eine Beweisführung, daß es etwas nicht gibt, ist allerdings grundsätzlich schwer bis unmöglich. Diese Branche hat sich offenbar in der vom Mainstream geprägten journalistischen Zunft entwickelt, die somit eher wenig zur Transparenz der tatsächlichen Sachverhalte beiträgt, sondern stattdessen die gelegten Nebelkerzen der Verwirrung energetisch versorgt.
Wenn mir jemand so einen Mist vorsetzen würde, würde ich schweigend den Raum verlassen, denn mit solchen Leuten kann man einfach nicht mehr diskutieren.

Robert: „Die Zusammenarbeit von Hugo Chavez in Venezuela, auf der extremen Linken, und Mahmud Ahmadineschad aus dem Iran, auf der extremen Rechten, zeigt die Tendenz von pestkranken Individuen sich spontan gegen ihren gemeinsamen Feind zu organisieren, der freien Welt (besonders Amerika),…“
Der Mann hat eine extreme Augenblockierung. Jeder Trottel kann sich zusammenreimen, warum diese Staaten zusammenarbeiten. Weil die Freie Welt, d.h. die imperialistische USA und ihre Vasallen jedes Land überfallen, was gegen ihre wirtschaftlichen Interessen vorgeht, außer es hat Atombomben. Menschenrechte und Demokratie spielen dabei nicht die geringste Rolle. Und diese Staaten sind auf der Abschussliste.
Chavez ist übrigens durch freie Wahlen an die Macht gekommen.

Peter: Immer langsam mit den Pferden! Erstmal weiß hier kaum jemand, wie eng die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden „frei gewählten“ Regierungen ist (http://latina-press.com/news/136708-iran-venezuela-ahmadinejad-gratuliert-seinem-bruder-hugo-chavez/). Und zweitens sind die wirtschaftlichen Interessen den „ideologischen“ (charakterologischen!) Interessen nachgeordnet, denn ansonsten hätten sich diese beiden Länder nicht praktisch aus der Weltwirtschaft ausgeklinkt und würden nicht offenen Auges dem wirtschaftlichen Ruin entgegentaumeln.

Robert: Na so doof sind deine Leser auch wieder nicht. Gegen die Beiden wird doch ständig gestänkert.
Komisch ist nur, dass immer nur die Gegner der Imperialisten als kranke Psychopathen hingestellt werden, während die Imperialisten sich mit jedem brutalen Diktator verbinden dürfen, ohne dass Konia seine verlogene Klappe aufreißt.

Klaus: Gefällt mir, wie hier die Weise nach dem alten ‚antiimperialistischen‘ Muster und Konias Weise, die Stellungen Irans und Venezuelas verständlich zu machen, gegenübergestellt werden. Es ist schon so, dass Konias Panzerungserklärung etwas Totschlagargumenthaftes an sich hat. Aber: die linke Masche auch. Und: Wer nicht völlig blnd ist, kennt die linken Maschen und … Charaktere. Erkennbar z. B. eben an Gewichtungen, wie sie in pi kommentiert werden:
“ ‚Sorge bereitet uns auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.‘ Da bleibt einem die Spucke weg! Wo lebt eigentlich dieser Ignorant von Bundespräsident? Es ist nicht zu fassen! Laufend schlagen Leute mit dunkler Haut und schwarzen Haaren Deutsche zusammen und dann das!“

Robert 2013: »Verschwörungstheorie«: Grundlagen eines »Totschlagarguments«
James F. Tracy
Der Begriff der »Verschwörungstheorie« löst bei den meisten in der Öffentlichkeit stehenden Menschen und insbesondere bei Journalisten und Akademikern Angstgefühle und Beunruhigung aus. Seit den 1960er Jahren wurde diese Etikettierung zu einem Disziplinierungsmittel, das sich als überwältigend effektiv erwies, wenn es darum ging, zu verhindern, dass bestimmte Ereignisse untersucht oder kritisch hinterfragt wurden. Vor allem in den USA gilt es als schweres Gedankenverbrechen Orwellscher Prägung, die offizielle Darstellung zu bestimmten Ereignissen oder Einstellungen, die darauf abzielt, die öffentliche Meinung (und damit die öffentliche Ordnung) zu beeinflussen, berechtigterweise infrage zu stellen. Und von einem solchen Verbrechen muss das öffentliche Bewusstsein mit allen Mitteln abgehalten werden.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/james-f-tracy/-verschwoerungstheorie-grundlagen-eines-totschlagarguments-.html

Zu „Die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen die psychiatrische Betreuung benötigen“

Robert: Vermutlich spielt auch noch die Nahrung eine Rolle im asozialen Verhalten der Minderjährigen. Heutzutage essen sie viel mehr industriell denaturierte Nahrungsmittel, die besonders in den USA genetisch zerstört und mit chemischen Zusätzen angereichert und verfälscht sind. Einige dieser Zusätze lösen aggressives Verhalten aus.
Etwas anderes: die hier einwandernden autoritär strukturierten Menschen sind sicherlich zurecht entsetzt, wenn sie das Verhalten der antiautoritären Einheimischen erleben, das aus Rebellion gegenüber der traditionellen Autorität besteht.
In den Achtzigern fragte mich mal ein türkischer Kollege, ob ich sauer sei, dass er in den Ferien geheiratet hätte, weil er den Eindruck bekommen hatte, die Deutschen wären gegen das heiraten.

Jean: „Wenn man ihr Verhalten betrachtet, sind Eltern emotional nicht fähig, für das Aufziehen ihrer Kinder die Verantwortung zu tragen. Die Gesellschaft ist zerrissen.“
Ich fange allmählich an zu glauben, dass dies in „autoritären“ Zeiten wirklich anders war, so wie hier immer wieder argumentiert wird (konservativer Kernkontakt). Heute müssen Eltern zu allem einen eigenen Standpunkt finden, und wenn man nicht mit seinen Gefühlen verbunden ist, wird das ein stressiges Unterfangen. Die Fülle von Dingen, die man falsch machen kann, die widersprechenden „Experten“-Empfehlungen, und die belastenden Ergebnisse von schlechtem Kontakt zu den Kindern treiben einen geradezu in die Überforderung. Da war es früher vermutlich tatsächlich leichter, seinen Kindern mit Gefühl zu begegnen.

O.: Mit wie viel Gefühl Eltern ihren Kindern früher begegnet sind – vor, während und nach dem Krieg – läßt sich doch aus der Literatur autoritärer Zeiten ablesen: 1933 „Massenpsychologie des Faschismus“ und „Charakteranalyse“, beide Bücher so aktuell wie damals. Wer glaubt denn, dass wir heute wesentlich besser erziehen würden oder eine Gesellschaft (Schule, TV) die Kinder nicht charakterlich verbiegt, ängstigt und in die Abpanzerung zwingt? Diese Prozesse geschehen auch, wenn Eltern ihren Kindern gegenüber weitestgehend positiv gegenüberstehen, da sie ihre Kinder eben nicht (ausreichend) vor dem Umfeld schützen können.

Jean: Guter Einwand. Ich kenne ältere Menschen aus „autoritären Zeiten“, die ich als sehr herzlich erlebe. Es gibt aber auch viele andere.
„Diese Prozesse geschehen auch, wenn Eltern ihren Kindern gegenüber weitestgehend positiv gegenüberstehen, da sie ihre Kinder eben nicht (ausreichend) vor dem Umfeld schützen können.“
Ich erlebe eher, dass sich Eltern zwischen ihre Kinder und Schule stellen und nach beiden Seiten „gut Wetter“ machen wollen, was natürlich nicht klappen kann. Wenn sich viele Eltern mehr /ganz auf die Seite ihrer Kinder stellen würden, hätten sie vielleicht eine Menge Ärger mit den Schulen, würden aber auch etwas bewirken. Die Konflikte werden aber oft aus Angst vor Nachteilen für die Kinder nicht angegangen. Es ist wie immer: das Gestrüpp der vermuteten und angedrohten Gefahren hemmt eine klare Parteinahme für die Kinder.

O.: Es ist für Eltern absolut schwer sich in den Schulen (trotz Elternbeirat etc.) einzubringen, ohne sich emotional auch zu verwickeln und sich unverstanden zu fühlen. „Unabhängige“ Schulsozialarbeiter, die die Interessen der Schüler (in absolut erster Linie) und Eltern gegenüber der Schule moderieren oder (gemeinsam) vertreten, sind in jeder Schule zu fordern und in einigen auch schon vorhanden. Die emotionale Einmischung der Eltern kann dann besser auf der Sachebene diskutiert und gelöst werden. Als Elternteil sagt man evtl. einmal etwas oder bleibt eine kurze Zeit am Thema dran, dann muss aber darauf vertraut werden, dass eine Lösung gefunden wird. Schüler ohne (professionelle) Unterstützung in einer Schule laufen zu lassen, ist nicht nur nicht mehr zeitgemäß, sondern kontraproduktiv. Das ganze Arsenal der Sozial-Pädagogik ist absolut nowendig neben dem Unterricht, da es um Erziehung und nicht um „Bildung“ geht. Bleibt zu hoffen, dass die Fachkräfte sich klar für die Interessen der Kinder einsetzen. Die Nöte in den Familien sind häufig doch sehr gravierend, so dass man von den Eltern nicht so viel erwarten darf. (Das bezieht sich nicht nur auf die Finanzen.) Von daher hat sich charakterneurotisch nichts verändert, ob wir es autoritär oder antiautoritär nennen, evtl. sind durch eine gewisse (falsch verstandene) anitautoritäre Haltung die Eltern für Gespräche zugänglicher geworden und sind bereiter zum Wohl ihres Kindes etwas zu tun, wenn sie nur wüßten, was und wie.
Man überlege sich auch, wie sehr der normale Mensch – jeden Alters – heute nur allzugerne einen Psychologen/ Psychotherapeuten hätte, wenn die (wenigen) Praxen der VT oder PA nicht so überlaufen wären.
Was hier an therapeutischer Methodik in Germany als „Psychotherapie“ noch gelten darf (mit Kassenzulassung), ist ein anderes Kapitel und verdient dessen Bezeichnung kaum.

Jean: „Das ganze Arsenal der Sozial-Pädagogik ist absolut nowendig neben dem Unterricht, da es um Erziehung und nicht um “Bildung” geht. “
Zur Schule gehört auch für mich die Anerkennung der Tatsache, dass wir Erwachsenen immer erziehen, wenn wir mit Kindern und Jugendlichen zusammen sind, und uns damit nicht aus der Verantwortung nehmen können. Leider ist davon bisher sehr wenig zu sehen, ca. 1 Schulpsychologe auf 1500 Kinder, die Lehrerausbildung hauptsächlich fachwissenschaftlich orientiert, Kinder werden als Problem gesehen, dem viele Lehrer mit Ordnungsmaßnahmen zu Leibe rücken, anstatt sich oder ihre Anstalt zu reflektieren.
Ich weiß auch nicht, ob die Schule als „professionelles Umfeld“ alles richten kann und soll. Die Eltern sind doch auch in der Pflicht, ihren Anteil am Geschehen zum Guten der Kinder zu gestalten. Im Prinzip sollte es den Kindern sowohl in den Familien als auch an den Schulen so gut gehen, so dass nicht eine Seite die andere ausgleichen muss.

O.: Auf 150 Schüler sollte eine Vollzeitstelle eines Psychologen kommen, mit festgelegter Frauen- u. Männerquote: Psychologen müssten mindestens 50% der Stellen besetzen, da Männer in Schulen unterrepräsentiert sind in Schulen und im Umgang einen ganz anderen Umgang haben.
Da Eltern für den Lebensunterhalt beide arbeiten müssen, bleibt nur das Wochenende noch für die elterliche Erziehung. Ich denke, das sowohl Eltern als auch Lehrer so sehr in ihren Charakterstrukturen verhaftet sind, dass psychologisch-pädagogische Beratung die geleistete „Erziehungsarbeit“ von außen teilweise begleiten könnten.
Ebenso müssen andere helfende Systeme, wie Kinder- und Jugendclubs, wieder etabliert werden, statt sie abzuschaffen. Kinder brauchen Räume und Plätze, die geschützt sind, auch ohne Massenabfertigunng. – Ein Traum für unser Land.

Das Elend der gegenwärtigen Psychiatrie

26. Januar 2016

Michaela Filiou et al. vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie (München) konnten vor kurzem zeigen, daß ein verbesserter Schutz der Mitochondrien, „die Kraftwerke der Zellen“, eine angstlösende Wirkung zeitigt.

Zunächst ist bemerkenswert, wie das Max-Planck-Institut seinen Bericht einleitet:

Über die biologischen Mechanismen, die Angststörungen zugrunde liegen, ist wenig bekannt. Demzufolge setzen gegenwärtige therapeutische Ansätze eher bei den Symptomen als bei den zugrundeliegenden Mechanismen an.

Nun, für Reich war Angst funktionell identisch mit bioenergetischer Kontraktion. Man denke an das sprichwörtliche zusammengekauerte „ängstliche Häschen“. Chronische Ängstlichkeit mit einer chronischen bioenergetischen Kontraktion, bei der es zu einer ständigen Erregung des Sympathikus kommt. Entsprechend sprach er von „Sypathikotonie“. Ihr zentraler Mechanismus ist die „Atemsperre“, d.h. die verminderte Versorgung des Organismus mit Sauerstoff, da der Neurotiker nicht frei atmen kann. Diese „Atemsperre“ bestimmt den Organismus als Ganzem, d.h. in den Geweben bis hinunter zur zellulären und subzellulären Ebene. Ich verweise auf Reichs „Bione“ und seine Krebsforschung (Die Entdeckung des Orgons: Der Krebs). In der Orgontherapie soll dieser umfassenden Kontraktion des Organismus durch körperpsychotherapeutische Auflösung der Atemsperre (Bewußtmachen von Haltung und Verhalten sowie direktes Angehen der chronisch kontrahierten Muskulatur, die ein freies Atmen unmöglich macht) und durch die vagotone Wirkung des Orgonenergie-Akkumulators, der das Körpergewebe auflädt, entgegengewirkt werden.

Filiou erklärt die Forschung am Max-Planck-Institut wie folgt:

Wir haben bereits früher herausgefunden, daß hochängstliche Mäuse molekulare Veränderungen in ihren Mitochondrien aufweisen. Jetzt haben wir gezeigt, daß die Behandlung mit einem Präparat, das diese mitochondrialen Veränderungen umkehrt, ihre Angst reduziert.

Dieses Präparat zum Schutz der Mitochondrien nennt sich „MitoQ“, ein Antioxidans. Möglicherweise wird es eines Tages zur Behandlung von Angsterkrankungen eingesetzt werden.

Das Problem ist natürlich, daß diese Forscher wegen ihres mechanistischen Ansatzes kein Gesamtkonzept der organismischen Zusammenhänge entwickeln können und deshalb praktisch blind an irgendwelchen Stellschrauben herumhantieren, deren Neujustierung unerwartete, vielleicht verheerende Folgen haben kann. Das eine Symptom, hier die Angststörung, mag verschwinden, doch tatsächlich verlagert sich vielleicht die gesamtorganismische Schädigung nur in andere Bereiche.

Medizin beruht auf einer Diagnose und einer entsprechenden Behandlung. Magengeschwüre werden mit Antibiotika behandelt, Grauer Star mit einer Augenoperation, etc. Die Ursachen für die Beschwerden werden beseitigt und der Organismus funktioniert wieder wie zuvor. So einfach ist das.

Genauso ist es mit emotionalen Störungen, etwa wiederkehrenden Panikattacken. Sie beruhen auf unterdrückten, im Brustsegment festgehaltenen Emotionen. Die Brustatmung wird mobilisiert, die zurückgehaltenen Emotionen ausgedrückt – und die Panikattacken kehren nicht zurück. So einfach ist das.

Die mechanistische Psychiatrie hat jedoch keinen Zugang zu den Emotionen. Das sieht man allein schon daran, daß nichtssagend von „psychischen Störungen“, statt „emotionalen Problemen“, gesprochen wird. Man versucht die „Kognitionen“ zu verändern, die „Hirnchemie“ wird mit Drogen („Psychopharmaka“) beeinflußt oder es werden die angeblichen Ursachen in der Kindheit aufgedeckt – was ungefähr so sinnvoll ist, als versuchte man bei somatischen Erkrankungen, etwa bei Gallensteinen, „die Einstellung“ der Patienten zu ändern. Die aktuelle Ursache für die auftretenden emotionalen Symptome, nämlich die Panzerung, wird nicht berührt und vielleicht sogar weiter verstärkt!

Zweifellos: vielen Menschen wird trotzdem mit Psychotherapie und Psychopharmaka bei ihren „psychischen“ Problemen geholfen, doch bleibt es ein elendes „Herumdoktern an den Symptomen“, ohne daß die eigentliche Ursache, die blockierten Emotionen, jemals berührt wird. Beispielsweise scheinen die Antipsychotika der letzten Generation wirklich bei fest umrissenen Problemen zu helfen, insbesondere bei Schizophrenie, aber die Psychiater stochern dermaßen im Dunkeln, daß sie sie, trotz teilweise schwerwiegender möglicher Nebenwirkungen (Gewichtszunahme, Diabetes, Herzerkrankungen), für alle möglichen „psychischen“ Probleme verschreiben. „Irgendwie“ wird es schon helfen!

Forscher von der Stanford University School of Medicine und der University of Chicago stellen fest, daß für viele Verschreibungen von atypischen Neuroleptika kaum ein Wirkungsnachweis vorliegt. Trotzdem werden sie in steigendem Maße für andere Psychosen als Schizophrenie, Autismus, bipolare Störungen, Delirium, Demenz, Depression und Persönlichkeitsstörungen angewendet. Während sie für einige Krankheitsbilder vielleicht tatsächlich indiziert sind, sind sie es für andere eindeutig nicht.

Nach den systematischen Erhebungen der US-Forscher wurden 2008 mehr als die Hälfte aller atypischen Neuroleptika für Beschwerden verschrieben, für die gar kein Wirkungsnachweis vorliegt.

Das ist keine Medizin mehr, auch keine „mechanistische Medizin“, sondern schlichtweg Quacksalberei.

Noch weiter geht der dänische Facharzt für Innere Medizin Peter Gøtzsche, dem zufolge sämtliche Psychopharmaka mehr Schaden als Nutzen bringen und von der Pharmaindustrie auf der Grundlage manipulierter Daten auf den Markt geworfen wurden. Reich sprach im Zusammenhang mit der Pharmaindustrie über den „chemischen Modju“. Gøtzsches Buch trägt den Titel: Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen. Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen.

Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie

6. Juli 2015

Orgonomen sind im allgemeinen gegen Psychopharmaka, weil diese, ähnlich wie Drogen, das Energie-System des Körpers drosseln, die Kontaktfähigkeit mindern, etc. Es ist schon etwas gruselig, wenn manche Betroffene beispielsweise beschreiben, daß sich unter dem Einfluß „der Pillen“ eine Art „Wand“ bilde zwischen ihnen und ihren Gefühlen. Andererseits sind Psychopharmaka ein absoluter Segen, denn was mit einem schwer depressiven Patienten, der sich zu nichts mehr aufraffen kann, konkret machen?! Vielen Patienten helfen die Pillen nicht, aber es gibt eben auch Fälle regelrechter Wunderkuren. Das aus ideologischen, gar (pseudo-) „orgonomischen“, Gründen vom Tisch zu wischen, ist… Siehe dazu auch: Psychopharmaka und Orgonomie.

Trotzdem: Psychopharmaka sind zweifellos hochproblematisch und die Erfolgsquote ist nicht gerade berauschend – ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen. Um so erfreulicher ist eine alternative Behandlungsmethode für Patienten, die unter „Major Depression“, also einer schweren Depression leiden, früher sprach man von „endogener Depression“. Dieser Behandlungsansatz ist vor allem auch deshalb interessant, weil er in vieler Hinsicht der orgonomischen Herangehensweise ähnlich ist.

Reich versuchte direkt auf das Autonome Nervensystem und das Zentrale Nervensystem einzuwirken. Beim ersteren ging es darum, durch psycho- und körpertherapeutische Techniken die allgemeine „Sympathikotonie“ aufzulösen. Die direkte Einwirkung auf das Gehirn beschreibt Reich im Schlußkapitel der Charakteranalyse, wo es u.a. um die Auflösung der Augenpanzerung geht, ebenfalls durch psycho- und körpertherapeutische Techniken. Dazu muß man wissen, daß die Augen integraler Bestandteil des Gehirns sind, Gehirngewebe.

Bei dem erwähnten alternativen Therapieansatz geht es um die elektrische Stimulation eines Hauptnerven, der direkt vom Gehirn ausgeht. Ian A. Cook vom Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior (University of California, Los Angeles) und seine Kollegen konnten in einer Pilotstudie 80 Prozent der Versuchsteilnehmer von der schweren Depression heilen, was, gelinde gesagt, ein hervorragendes Ergebnis ist.

Bei dieser Behandlungsmethode werden zwei Elektroden an der Stirn angebracht und so der Trigeminalnerv über Wochen hinweg acht Stunden täglich, d.h. über Nacht, stimuliert, ohne daß es zu erkennbaren Nebenwirkungen kommt.

Die Forscher glauben, mit ihrer Methode sei es möglich, Signale direkt in Schlüsselregionen tief im Gehirngewebe zu senden, ohne den Schädel öffnen zu müssen. Sie spekulieren, daß die elektrische Reizung des Trigeminalnervs eine Ereigniskette in der neuronalen Infrastruktur hervorruft.

Das klingt recht vage, wenn nicht sogar nichtssagend, aber es geht eh nur darum, daß ein Anstoß gesetzt wird, der blockierte selbstregulatorische Prozesse in Gang setzt, ganz im Sinne der Orgontherapie.

In der Orgonomie wird Depression vor allem als Folge einer „oralen Blockade“ betrachtet. An der folgenden Illustration sieht man, daß einer der drei Hauptäste des Trigeminus zum Kiefer führt:

In einem früheren Blogeintrag habe ich bereits den Zusammenhang zwischen bionösem Zerfall und der Schizophrenie dargelegt. Es gibt Hinweise darauf, daß auch andere (alle?) psychische(n) Erkrankungen einen entsprechenden Hintergrund haben könnten.

Mario Capechi von der University of Utah konnte Labormäuse, die unter Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreißen) litten, durch eine Knochenmarkstransplantation heilen. Er führte den pathologischen Putzzwang auf einen Defekt des Gens Hoxb8 zurück, der wiederum zu einem Mangel an Mikroglia-Zellen führt. Diese Zellen werden im Knochenmark gebildet und beseitigen im Gehirn Krankheitserreger.

Wurde nun bei derartig erkrankten Mäusen das Knochenmark ersetzt, so daß wieder ausreichend Mikroglia-Zellen gebildet werden konnten, verlor sich ihr „neurotisches“ Verhalten. Umgekehrt entwickelten zuvor gesunde Mäuse die Zwangsstörung, wenn man ihnen Knochenmark mit dem Hoxb8-Defekt einpflanzte.

Capechi vermutet ähnliches auch bei anderen neuropsychiatrischen Störungen, etwa Depression, Schizophrenie und Autismus.

Aus Sicht der Reichschen Erforschung der Bione und der Biopathien, insbesondere der Krebsschrumpfungs-Biopathie, ist zu vermuten, daß die erwähnten „Krankheitserreger“ Produkte des ständigen bionösen Zerfalls des Gehirns sind, dessen hohe Orgonität der Körper nur mit Mühe und Not aufrechterhalten kann.

Ein gesundes Immunsystem kann immer wieder für ein Gleichgewicht sorgen, d.h. die Folgen des bionösen Zerfalls in Schach halten (Mikroglia-Zellen).

Dieses Gleichgewicht kippt, wenn entweder das Immunsystem durch eine Schädigung des Knochenmarks zusammenbricht oder der bionöse Zerfall zu groß wird, um vom Immunsystem weiterhin aufgefangen werden zu können.

Die psychiatrische Orgontherapie wirkt auf beides ein: einerseits sorgt sie lokal für einen besseren orgonotischen Status des okularen Segments (wie das geschieht, hat Reich in Charakteranalyse beschrieben) und andererseits wirkt sie der gesamtorganismischen energetischen Kontraktion entgegen, die nicht zuletzt auch das Immunsystem umfaßt. (Tatsächlich entspricht das dem Ablauf einer typischen Orgontherapie-Sitzung: Charakteranalyse auf dem Stuhl gefolgt von Atmen [ATMEN!!!!] auf der Matratze.)

Das Wesen des Immunsystems ist natürlich weniger ein allgemeines „PA gegen T“, das Reich in Der Krebs beschreibt, sondern seine Spezifität. Für jeden Krankheitserreger werden vom Organismus auf subzellularer Ebene ganz spezifische, paßgenaue Gegenstrategien entwickelt. Genau das macht ja die „Immunität“ aus. Hier kommt, wie der medizinische Orgonom Charles Konia ausgeführt hat, die Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie zum Ausdruck. Es ist auf zellulärer Ebene genau das, was wir tun, wenn wir einen bestimmten Feind erkennen. (Das ganze ist unabhängig vom Bewußtsein. Das Bewußtsein stört sogar, wie jeder Kampfsportler weiß.)

Die in den Genen (etwa in Hoxb8) gespeicherte Information ist natürlich ebenfalls letztendlich Ausdruck der Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie.

Was die Verbindung von Wahrnehmungsfunktion und Immunsystem betrifft, könnte auch eine brandaktuelle Entdeckung von Bedeutung sein: Antoine Louveau (University of Virginia School of Medicine) hat mit einer Zufallsentdeckung eines der Grunddogmen der Medizin erschüttert. Bisher ging man davon aus, daß das Gehirn als einziges Organ nicht mit dem Lymphsystem, der zentrale Apparat der Immunabwehr, verbunden ist. Nun stieß Louveau auf feinste Verästelungen, die bisher übersehen wurden.

Ging man zuvor davon aus, daß das Gehirn nur über Botenstoffe und Nervenreize mit dem Immunsystem kommuniziert, hat man jetzt erstmals eine direkte Verbindung zwischen den beiden Strukturen gefunden. Eine Erkenntnis, die das Verständnis vom Zusammenspiel zwischen Gehirn und Körper revolutioniert.

The Journal of Orgonomy (Vol. 21, No. 1, May 1987)

1. April 2012

Die Orgonomie beschreibt den menschlichen Energiekörper mit Hilfe von zwei Fließschemata: 1. die Pulsation zwischen Zentrum (Solar plexus) und Peripherie (Haut, insbesondere das Genital) und 2. das Orgonom, wie es auch in den indischen und chinesischen „esoterischen“ Traditionen beschrieben wird.

Die mit dem orgonotischen System verbundene Pathologie äußert sich in der chronischen Sympathikotonie (Kontraktion) bzw. der reaktiven Parasympathikotonie (Expansion).

Beim Orgonom fließt die Energie den Rücken empor und am Vorderkörper wieder hinab und wird dabei durch die sieben Panzerungssegmente gehemmt: das okulare (Augen-), das orale (Mund-), das Hals-, das Brust-, das Zwerchfell-, das Bauch- und das Beckensegment. Durch die Wechselwirkung zwischen diesem Energiefluß und den Panzerungssegmenten entstehen die diversen biopathischen Krankheitsbilder, die man sogar in der Therapie eines einzelnen Menschen in dieser Reihenfolge beobachten kann, wie sie entstehen und wieder vergehen. (Weshalb es im übrigen auch so absurd ist, wenn Nichtärzte als „Orgontherapeuten“ tätig werden!). Dazu schreibt Charles Konia aus seiner eigenen orgontherapeutischen Praxis:

Nach Beseitigung der Augenpanzerung bei einem schizophrenen Patienten (…) entwickelten sich Symptome wie Schilddrüsenunterfunktion [Hals], Bluthochdruck [Brust], Diabetes mellitus [Zwerchfell], menstruale Unregelmäßigkeiten und eine Eierstockzyste [Becken] und zwar in dieser Reihenfolge als die Hals-, Brust-, Zwerchfell- und Beckensegmente mobilisiert wurden. Bezeichnenderweise traten erst nach der Beseitigung von Panzerung in den oberen Segmenten Symptome auf, die mit den unteren Segmenten verbunden waren. (Konia: „Orgone Therapy: Part IV. The Application of Functional Thinking in Medical Practice“, S. 92-103)

Auch hier ist wieder eine Anmerkung angebracht: Konias Ausführungen zeigen, wie lebenswichtig es ist, einen wirklich qualifizierten Orgontherapeuten zu wählen, denn der Körper hat sich nicht aus „Jux und Tollerei“ abgepanzert, sondern weil die Panzerung eine jeweils lebenswichtige, lebenserhaltende Funktion hat. Ein Segment ohne Sinn und Verstand zu „entpanzern“ kann ohne Übertreibung tödlich sein! Elsworth F. Baker hat von einem Fall berichtet (der wahr ist, da er Namen nennt): Er hatte einen Patienten bis zu einem bestimmten Punkt geführt und sich dann geweigert weiterzumachen. „Sie werden sterben, wenn ich die Therapie fortführe!“ Der enttäuschte Patient ging daraufhin zu Alexander Lowen in Therapie – und starb kurze Zeit später an akutem Nierenversagen. Gut möglich, daß er heute noch lebte, wenn er nie in Therapie gegangen wäre. „Reichianische“ Therapeuten sind wirklich eine Teufelspest!

Wie die somatischen Erkrankungen sich sinnvoll nach Gebieten besonders starker Panzerung ordnen, zeigt Reich u.a. anhand des Muskelrheumatismus, den er mit jahrzehntelanger Hypertonie der Muskulatur, d.h. mit Panzerung, erklärt:

Es fällt in der Vegetotherapie [also das, was er später als „Orgontherapie“ bezeichnet hat] des Rheumatismus auf, daß er typisch diejenigen Muskelgruppen erfaßt, die die Unterdrückung der Affekte und der Organempfindungen besonders gründlich besorgen. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer-TB, S. 273)

Insbesondere sind die „Trotzmuskeln“ im Kopf- und Halsbereich und die „Moralmuskeln“ im Becken- und Oberschenkelbereich betroffen (ebd., S. 273).

Der Orgontherapeut und Internist Robert A. Dew erläutert die neueren Erkenntnisse über den Muskelrheumatismus, bzw. die „Fibrositis“, die auch als „psychogener Rheumatismus“ bezeichnet wird, da es keine entzündliche Krankheit zu sein scheint, sondern eindeutig einen emotionalen Hintergrund hat und mit Depressionen verbunden ist. Dew spricht von Befunden

von denen wir viele routinemäßig in Verbindung mit Muskelpanzerung finden. Die Hauptschmerzpunkte, Triggerzonen und die Verbindung mit Depression und Schlafstörungen sind ärztlichen Orgontherapeuten seit mindestens 50 Jahren vertraut. (Dew: „Fibromyalgia: A ‚Newly‘ Recognized Somatic Biopathy“, Annals of the Institute of Orgonomic Science, 8(1), September 1991, S. 43-46)

Auf den gleichen Mechanismus lassen sich auch Neuralgien zurückführen, z.B. Intercostalneuralgien auf die chronische Inspirationshaltung des Brustkorbes (Die Funktion des Orgasmus, S. 274).