Archive for the ‘Religion’ Category

Peter präsentiert: Der komplette Marx in einem Blogeintrag!

25. September 2017

Bevor ich Andreas Peglaus Buch Rechtsruck, von mir inzwischen besprochen, zur Hand nahm, nahm ich mir vor, an dem Buch ein hochwissenschaftliches Experiment durchzuführen. Fragestellung: würde Peglau durch seine Marx-Zitate meine These wiederlegen, daß Linke kaum mehr als ein halbes Dutzend Marx-Zitate bis zum Erbrechen wiederkäuen? Diese Mantras zeigen, daß der Marxismus eine echte Religion ist. Unten meine Liste aus einer Fußnote zu Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht. Peglau präsentiert den allerersten. Zu meiner Schande muß ich zugeben, daß ich zwei Sprüche vergessen habe, die ich dank Peglau hier nachtrage. Alle zehn Mantras, ein weiteres ist mir erst jetzt wieder eingefallen, entsprechen einer sozialen Fassade (Reichs Dreischichten-Modell: Kern, mittlere Schicht, Fassade), die vorgibt die mittlere Schicht abzuwehren, um sie desto besser durchzusetzen:

A. Signalisieren, daß man zu den Guten gehört:

  1. An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.
  2. Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.
  3. Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.

B. Man ist nicht das, was man ist. Der Kommunist spiegelt stets falsche Tatsachen vor:

  1. Ich bin kein Marxist.
  2. Der Erzieher selbst muß erzogen werden.
  3. Man muß an allem zweifeln.

C. Das Außen beherrscht das Innen, die Gesellschaft das Individuum, das Humane die Biologie:

  1. Die Gedanken der Herrschenden sind die herrschenden Gedanken.
  2. Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewußtsein.
  3. Radikal sein ist, die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst.

D. Aktionismus:

  1. Die Philosophen haben die Welt nur interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern.

Die mittlere Schicht findet sich in den restlichen 20 000 Seiten der Marx-Bände voller haßerfüllter, u.a. antisemitischer Polemiken, der bioenergetische Kern in den Anfangskapiteln von Das Kapital, auf die sich Reich explizit bezieht.

Wer mich widerlegen will: hier eine kleine Hilfestellung. Mein Punkt ist einfach, daß, egal welches linke Produkt man auch liest, mindestens einer der zehn Sätze fallen wird. DER MARXISMUS IST EINE RELIGION:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 10. Der Christusmord nach Lukas / Mona Lisa

19. September 2017

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 10. Der Christusmord nach Lukas / Mona Lisa

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 12. Die Kinder der Finsternis / Satan

18. September 2017

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 12. Die Kinder der Finsternis / Satan

nachrichtenbrief70

15. September 2017

 

Individuum und Masse

8. September 2017

In traditionellen Gesellschaften, wie etwa dem europäischen Mittelalter, gingen die Menschen ganz in der Gemeinschaft, etwa den Gilden, auf. Ein „Ich“ gab es kaum. Literaturwissenschaftlich läßt sich das „Ich“ im heutigen Sinne erstmals bei Michel de Montaigne (1533-1592) nachweisen. Als „Massenphänomen“ trat das Ich erst im Gefolge der Aufklärung des 18. Jahrhunderts in Erscheinung. Man denke etwa an die klassische Musik, die zunehmend individuelle „Seelenlandschaften“ abbildete, bis sich im Verlauf der Romantik die alten „objektiven“ Kompositionsstrukturen vollständig zugunsten des rein subjektiven „individuellen Ausdrucks“ auflösten. Ähnliches ereignete sich in der Malerei, die ebenfalls zunehmend subjektive „Seelenlandschaften“ darstellte.

Gleichzeitig kam es zur Entwicklung der Massengesellschaft und des Kollektivismus. Ausgerechnet mit der Emanzipation des Ichs in der Aufklärung soll der Kollektivismus seinen Anfang genommen haben? Das Problem taucht schon früher auf, nämlich in der Reformation, die das kritische Bibelstudium, die individuelle Meinungsbildung förderte. Aber mit der Befreiung von der menschlichen Autorität ist eine viel erdrückendere Autorität aufgekommen: die unbedingte Autorität „der Schrift“. Luther hat sozusagen eine „lslamisierung“ des Christentums eingeleitet und das Walten des Heiligen Geistes durch das tote „Wort Gottes“ ersetzt. Thomas von Aquin hatte noch sagen können: „Die Wahrheit ist immer die Wahrheit. Sie kommt vom Heiligen Geist, egal wer sie ausspricht.“ An die Stelle der strukturierten Ständegesellschaft trat eine Massengesellschaft aus „Individuen“.

Luther war ein Unglück für das Christentum, u.a. auch deshalb, weil er die Gegenreformation verursacht hat, die zu einer Erstarrung des Katholizismus geführt hat, aus der er sich erst heute langsam löst. Und genauso war die „Aufklärung ein Unglück für die Aufklärung“ weil das Individuum nur befreit wurde, um erst recht Knecht des „Volkes“, der „Nation“, gar der „Vernunft“ zu werden. Dezentrale Autoritäten wurden „antiautoritär“ durch eine zentrale Autorität ersetzt. Besonders schön sieht man das heute in Afrika, wo die „Ureinwohner“ von ihren feudalen Strukturen „befreit” werden, nur um einem diktatorischen Regime in die Hände zu fallen, das sie restlos knechtet und ihnen doch keine emotionale Heimat liefert.

Der Kollektivismus geht ideologisch davon aus, daß alle Menschen gleich sind (einige sind sogar noch gleicher als andere!). Im Katholizismus ist das anders. Der eine ist zum Priesteramt berufen, der andere nicht, der eine zum Klosterleben, der andere zum Leben in der Welt, der eine zum dienen, der andere zum herrschen, etc. Das ist ungefähr so wie in einer Armee, die man auch nicht gerade kollektivistisch nennen kann.

Vielleicht kann man den Kollektivismus am besten am Problem der Kreativität fassen. Beispielsweise fiel Besuchern von DDR-Kindergärten immer wieder auf, daß den Kindern ein „richtiges“ Zeichnen beigebracht wurde und daß man sie davon abhielt sich selbst kreativ zum Ausdruck zu bringen. Das gleiche ist mir selber auch Anfang der 1970er Jahre passiert, als Lehrer die frisch von den linken Universitäten kamen mir ernsthaft vorwarfen, ich wäre „krankhaft originell“ und würde mich nicht in die Gemeinschaft einpassen. Und das ging über den ganz gewöhnlichen Druck von neurotischen Lehrern in neurotischen Schulen hinaus – das war geradezu ein religiöser bzw. ideologischer Verfolgungswahn. Baker zitiert in seinem Buch Der Mensch in der Falle Nietzsche: die modernen Liberalen seien „allesamt Menschen ohne Einsamkeit, ohne eigene Einsamkeit“ – ohne Originalität (Baker 1967). Das mag mit ihrer Rebellion gegen die Vaterautorität zusammenhängen und mit einer existentiellen Angst: ihre Trennung vom eigenen Wesenskern macht sie wurzellos und das erzeugt eine Todesangst vor dem „existentiellen Schock“ der eigenen „Geworfenheit in die Welt“.

Vielleicht kann man das so ausdrücken: der moderne Liberale ist oberflächlich ein Kollektivist, weil er innerlich ein von allem abgetrennter Existentialist ist (Prototyp Sartre). Der Konservative ist demgegenüber äußerlich ein bis ins Extrem gehender aristokratischer Individualist, weil er innerlich fest verankert ist.

nachrichtenbrief62

27. August 2017

nachrichtenbrief52

30. Juli 2017

nachrichtenbrief51

28. Juli 2017

Warum sind Atheisten im Durchschnitt klüger als religiöse Menschen?

7. Juni 2017

Warum sind Atheisten im Durchschnitt klüger als religiöse Menschen? Zunächst einmal ist das eine gesicherte Korrelation und Edward Dutton, Hauptautor einer neuen Studie zum Thema, hat eine Erklärung parat, die frappant an Sigmund Freud und dessen Argumente gegen Reich erinnert:

Intelligenz – das rationale Lösen von Problemstellungen – kann so interpretiert werden, daß es dabei um die Überwindung von Trieben geht, intellektuell neugierig zu sein und damit offen für nicht triebbedingte Möglichkeiten.

Die „Triebhaftigkeit“ der Religion zeige sich beispielsweise daran, daß wir „zu Gott finden“, wenn wir extremem Streß ausgesetzt sind. All diese Überlegungen wirken ziemlich an den Haaren herbeigezogen, dabei ist die Erklärung aus orgonomischer Sicht so naheliegend:

Es gibt in der gepanzerten Gesellschaft prinzipiell zwei Gruppen von Menschen: die mystischen, religiösen Konservativen, die vor allem im orgonotischen System leben, das sich um den Solar plexus gruppiert, auf der einen und die mechanistischen, atheistischen Linken, die vor allem im energetischen Orgonom leben, das im Zentralen Nervensystem Struktur geworden ist, auf der anderen Seite. Gefühlsbetonte „Bauchmenschen“ mit einer überwiegend muskulären Abwehr gegen rationalistische „Kopfmenschen“ mit einer überwiegend intellektuellen Abwehr. Die Einzelheiten finden sich bei Reich, Baker und Konia.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 10. Der Christusmord nach Lukas / Lukasevangelium (1,1-2,52)

27. April 2017

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 10. Der Christusmord nach Lukas / Lukasevangelium (1,1-2,52)