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Zeena Schreck

19. August 2024

Anlaß dieses Beitrags ist ein neues, seltenes Interview von Zeena Schreck:

Zeena Schreck (Jahrgang 1963) ist die Tochter des Gründers der Church of Satan in San Francisco, Anton LaVey. Sie war das erste Kind, daß im Namen Satans getauft wurde, wobei jede Menge Götter, Göttinnen und Dämonen herausbeschworen wurden. Tatsächlich war LaVey ein Atheist und seine Kirche (gegründet 1966) ein Geschäftsmodell und Kabarett pur. Seine Satanische Bibel war fast Durchweg ein Plagiat – ein konsequenter Satanist! Noch heute fallen Volldeppen auf diesen Unsinn herein:

Hier beschreibt ein „Satanist“ seine nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossene „Orgontherapie“ bei einem „Orgontherapeuten“. Was daran bemerkenswert ist, ist nicht das, was der YouTuber sagt, sondern wie er es sagt. (Und zum Inhalt: in einem anderen Video phantasiert er von zukünftigen Androiden, die als Arbeits- und Sexsklaven für uns tätig sein könnten.)

Es geht darum, daß dieser Mann penetrant seinen „Satanismus“ zur Schau stellt, im Blick, im Gehabe, in der Körperhaltung, im Gesichtsausdruck. Es ist ein einziger großer Krampf, Getue, Show, „Charakter“ – oder mit einem anderen Wort: Abwehr.

Dieser Mann wurde zwei Jahre lang mit „Körperpsychotherapie“ malträtiert, charakteranalysiert und „biophysikalische Arbeit“ an ihm gemacht (Muskeln gequetscht und geknetet) – mit dem Resultat, daß er wahrscheinlich ein schlimmeres Arschloch ist als je zuvor.

Solche Fälle sind der Grund dafür, warum ich „Reichianer“ und sogenannte „Orgontherapeuten“ wie die Pest hasse. Es ist tatsächlich nichts weiter als Emotionelle Pest, was diese Muskelquetscher und „Energiemobilisierer“ verkörpern.

Wo ihr Fehler liegt? Da wo er immer liegt: im mechano-mystischen Denken!

Wie kann man ernsthaft glauben, daß, wenn man einen Organismus nur kräftig „durchschüttelt“, in Wallung bringt oder irgendwelche „Komplexe“ aufarbeitet, sich irgendetwas Grundlegendes verändern wird?

Wenn man all die pseudo-orgonomischen, „Reichianischen“ und „Neo-Reichianischen“ Publikationen liest – es ist wirklich alles durch die Bank schierer Mist. All diese Tricks und Kniffe und Techniken sind nichts weiter als ein immer weiter ausgebautes System des systematischen Ausweichens vor dem Wesentlichen.

Und es wird tatsächlich auch niemandem geholfen. Mal abgesehen davon, daß die sogenannten „Therapeuten“ und ihre sogenannten „Patienten“ (wie etwa der Mann im Video) subjektiv von ihrem Tun bzw. dem, was ihnen widerfahren ist, begeistert sind. So empfinden aber auch Scientologen, Sufis, Zen-Adepten, Taoisten, Lamaisten, Guruisten, etc.pp.

Reich ging es nicht darum, daß sich die Menschen besser in die Falle einfügen, sondern um eine wirkliche Veränderung. Die ist aber nur möglich, wenn man das tut, was wirklich alle unisono vermeiden: sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das bedeutet in der Orgontherapie, wenn sie denn ihrem Namen gerecht werden will, den einen Hauptwiderstand des Patienten dingfest zu machen und penetrant immer und immer und immer wieder anzugehen, d.h. sie dem Patienten auf eine existentielle Weise bewußt zu machen. Andernfalls ist Orgontherapie nichts anderes als folgenlose „biophysikalische Gymnastik“ kombiniert mit sinnleerem Psychogelaber. Am Ende stehen dann unerträgliche Narzißten und Wichtigtuer, die sich einbilden „umstrukturiert“, „entpanzert“ und „orgastisch potent“ zu sein. Tatsächlich sind sie aber nur Teil eines weiteren verrückten, destruktiven Kults.

Orgontherapie findet sich auf der Seite roomforhappiness.de. Den Rest, egal wie sehr er sich auch auf Reich berufen mag, kann man getrost vergessen. Besonders schlimm ist das, weil wir seit etwa 1960 tatsächlich in „satanistischen“ Zeiten leben mit Menschen, die eine fundamental neue Charakterstruktur haben. Von diesem Homo novis kann jeder Psychotherapeut ein Lied singen. Nur noch in Städten wie Münster findet man die klassischen von Freud und Reich beschriebenen triebgehemmten Neurotiker, während Praxen in Hamburg, Berlin, Frankfurt, etc. von psychopathischen triebhaften Freaks bevölkert werden. Der Orgonom Charles Konia hat diese Leute wie folgt beschrieben:

  1. chronische Parasympathikotonie (als Reaktion auf die zugrundeliegende Sympathikotonie);
  2. muskuläre Erschlaffung im Gegensatz zur muskulären Verspannung;
  3. statt dessen wird die Energie vom okularen Segment gebunden, daß entsprechend stark gepanzert ist;
  4. dies geht wiederum mit einer extremen emotionalen Kontaktlosigkeit einher;
  5. weshalb die Panzerung heute ausgeprägter ist als jemals zuvor;
  6. das sieht man daran, daß die Therapie weitaus länger dauert (aus dem Homo novis muß zuerst ein normaler Neurotiker gemacht werden, der dann wie zu Reichs Zeiten geheilt wird);
  7. trotz der oberflächlichen „Entspanntheit“ und Überexpansion sind die Kontraktionen weitaus stärker als jemals zuvor: schwerste Depressionen, Selbstmorde und vor allem eine extreme Intoleranz für wirkliche Expansion (wirkliche „Lebensfreude“);
  8. das alles führt zu einer ewigen Rebellion ohne Ziel und Grund. Hierher gehört auch der Hang zum Sadomasochismus und „Satanismus“.

Aber zurück zu Anton LaVey:

Als sich immer mehr Neurotiker („Sinnsucher“) und Perverse um ihn scharrten, zog Lavey die Notbremse und machte klar, daß er allein das Sagen habe und das ganze nicht mehr sei als ein Geschäft. (Der Mann war schließlich böse!) Daraufhin kam es zur Abspaltung einer Gruppe, die tatsächlich an Satan bzw. den „Prinzen der Finsternis“ glaubte. Es bildete sich der Temple of Set. Set war der ägyptische Totengott und angeblich die Urform des christlichen Teufels. Ansonsten blieb vieles beim Alten, d.h. LaVeys lächerliche Rituale, von denen einige „Himmler und der SS“ entlehnt waren, wurden weiter praktiziert. LaVeys Tochter Zeena, die Mittlerweile zur „Hohepriesterin“ der „Kirche“ avanciert war, wandte sich schließlich enttäuscht und angewidert ob der Lügen und Betrügereien ihres Vaters von diesem ab und wurde Mitglied des Temple of Set. 2002 trat sie auch dort aus, weil die vertretenen Lehren nicht „authentisch“ seien und einer kritischen Überprüfung nicht standhielten. Aus ihr wurde eine tantrische Buddhistin, deren Ziel es ist zu einem Bodhisattwa zu werden. Gleichzeitig blieb sie Set treu und blieb eine bekennende Sadomasochistin und Hexe. Sie lebt heute in Berlin.

Tatsächlich war der europäische Satanismus (Blavatsky, Crowley und Co.) mit seinen sexualmagischen Praktiken zu einem Gutteil kaum mehr als eine Verballhornung des tibetischen Buddhismus, der mit der Kabbala und der Magie der Renaissance zu einem abartigen Gebräu vermengt wurde. Zentral war dabei der „prolongierte Orgasmus“ bei möglichst „aufgeilendem“ perversen Sex und die Konzentration der magischen Intention während des Orgasmus.

Es ist bemerkenswert wie weit sich dieses Gedankengut in der westlichen Welt verbreitet hat. Ich erinnere nur an Projekte wie „Orgasmen für den Frieden“.

In ihrem Buch über die Sexualmagie Demons of the Flesh, The Complete Guide to Left Hand Path Sex Magic stellen Zeena Schreck und ihr Ehemann Nicolas Jesus als einen Zauberer dar, dem es um „Selbstvergöttlichung“ ging und der dazu Sexualmagie mit Maria Magdalena praktizierte. Als Beleg verweisen sie auf die tatsächlich bemerkenswert weite Verbreitung sexualmagischer Elemente in der christlichen Gnosis. Ich selbst habe auf dieses Element des Christentums wiederholt hingewiesen (siehe Der verdrängte Christus).

Warum ich das alles erwähne? Erstens zeigt es, daß so manche Verdächtigung gegen den tibetischen Buddhismus alles andere als aus der Luft gegriffen ist. Beispielsweise schreibt Zeena (auf ihrer mittlerweile eingestellten Website) unter einem Photo des Dalai Lama: „Mahakala in Disguise“. Mahakala ist der tantrische Gott der Zeit, die männliche Entsprechung der Göttin Kali und in vieler Hinsicht die tibetische Entsprechung von Set. Oder mit anderen Worten: der Dalai Lama ist eine Verkörperung Satans. „Satan“ im Sinne von Mephisto: jene Kraft, die alles Erschaffene („die Welt der Illusionen und Anhaftungen“) zerstören will. Siehe dazu Die Massenpsychologie des Buddhismus.

Entgegen allem äußeren Anschein geht es dem tibetischen Tantrismus nicht weniger um die Vernichtung des Weiblichen als etwa dem Islam. Beispielsweise sind die „Dakinis“, die stets in Flammen gehüllt dargestellt werden, bei lebendigem Leib verbrannte Hexen, die sich, magisch gebannt, dem Buddhismus unterworfen haben. Zeena Schreck selbst ist eine solche Dakini. Ihren soziopathischen und frauenverachtenden Vater hatte sie mit einem Todesfluch belegt, woraufhin dieser elendig verreckt ist. In dem obigen Interview führt sie aus, daß sie damals ganz im Sinne des LaVey‘schen Satanismus gehandelt hat: so dir einer auf die recht Wange schlägt – zerschmettere seinen Schädel! Das ist die Moral der Gangster, die dazu führt, daß man in der Unterwelt möglichst ehrlich und höflich mit den anderen Verbrechern umgeht. Zeenas Tragik ist, daß sie sich mittlerweile ganz dem Karmapa und dem Dalai Lama unterwirft. Und auch Set steht beispielsweise Allah näher als sie es wahrhaben will. Ein Leben gefangen in einem grandiosen Mißverständnis.

Tatsächlich ist sie so etwas wie „das erste Kind des neuen Äons“, die Verkörperung einer vollkommen andersgearteten Menschheit als wir sie bisher kannten, dem erwähnten Homo novis. Bis etwa 1960 hatten wir eine autoritäre Gesellschaft mit „gottgläubigen“ Menschen, wie Reich sie in seinen Schriften beschrieben hat. Seitdem schält sich immer mehr die antiautoritäre Gesellschaft heraus mit „satanistischen“ Menschen, die eine grundsätzlich andere Panzerstruktur haben. Wenn ich mir Zeena Schreck anschaue… – sie hat die gleiche Ausstrahlung wie so viele andere Mädchen und junge Frauen heute. Verkörperungen einer Biologischen Revolution, die hoffnungslos schiefgegangen ist.

Es geht hier nicht darum irgend jemanden zu verurteilen („Sadomasochismus“, „Okkultismus“, „Satanismus, der mit Elementen des Nationalsozialismus kokettiert“, etc.), tatsächlich habe ich einen Heidenrespekt vor Zeena Schreck, sondern um die Trauer angesichts des fatalen Hangs des gepanzerten Menschen zur Selbstzerstörung. Der „neue Mensch“ ist diesem (wenn man so sagen kann) „Todestrieb“ weit mehr verfallen als vorangegangene Generationen.

sadofascho

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Fachbewußtsein” und folgende

21. Juli 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Fachbewußtsein“ und folgende

Wie der Linksorgonom tickt

18. Juli 2024

Bei Gesundheit sind Fassade und bioenergetischer Kern zwar unterschiedlich aber wesensgleich, d.h. die soziale Fassade des Menschen dient dazu, die rationalen Antriebe möglichst effektiv und „diplomatisch“ zum Ausdruck zu bringen. Das klassische Beispiel ist die „Lüge“ in der Partnerschaft: „Toll, was Deine Friseurin da mal wieder gezaubert hat.

Bei der Emotionellen Pest ist es umgekehrt: Rationales und „Orgonomisches“ wird nur vorgespielt, um den bioenergetischen Kern zu unterdrücken. Man spricht dann von „Verlogenheit“. Beispielsweise werden die politischen Voraussetzungen einer gesunden gesellschaftlichen Sexualökonomie (Recht auf Abtreibung, ein dezidiert nichtmoralischer Umgang mit dem Thema Sexualität in der Öffentlichkeit, ausreichend Wohnraum, d.h. Intimsphäre, Mutterschutz und generell soziale Sicherheit, etc.) dazu benutzt, um die gesellschaftliche Rotverschiebung, also die umfassende Tendenz zum Roten Faschismus (a la aufgedunsene Dampfnudel), zu unterstützen und „orgonomisch“ zu fundieren.

Gemeinhin sind die Konservativen und ist allgemein die Rechte eher gegen Abtreibung; moralistisch, was überhaupt die Sexualität betrifft, und neigt zu einem Sozialdarwinismus, der keine Rücksicht auf „weiche“ und „soziale Themen“ nimmt. Reich hat sich seit 1927 zur Genüge darüber ausgelassen und kein gutes Haar am autoritären „christlichen“ Zeitalter gelassen! Und genau das nutzt der Linksorgonom aus, um heute insbesondere (ausgerechnet den New Yorker erzliberalen) Trump mit einem antifantischen Fanatismus zu bekämpfen.

Da grundsätzlich jeder Politiker, der rechts von der Mitte steht, Lippenbekenntnisse für die christliche Sittlichkeit zum Besten geben muß, um reüssieren zu können, wäre bei einer „sexualökonomischen“ Herangehensweise an die Politik die Gesellschaft in alle Ewigkeit zu einem Linkskurs verdammt. Wenn man die Ruinierung der Staatsfinanzen durch eine „aktive Sozialpolitik“ und ein immer weiteres Wuchern des Staatstumors hinzuzählt, bei gleichzeitiger Zerstörung der produktiven Sphäre, ist das Ende im vollausgeprägten Roten Faschismus unausweichlich. Also alles das, was wir heute in der zur DDR 2.0 sich wandelnden BRD unmittelbar beobachten. Genau aber das will der Linksorgonom, der nichts anderes ist als ein kommunistischer Verschwörer „innerhalb“ der Orgonomie.

„Orgonomie“ ist bei diesem pestilenten Charakter nur Fassade, um die Orgonomie um so effektiver vernichten zu können. Es ist so bzw. er ist so, weil der liberale Charakter von Anfang an eine schwächere Verankerung im bioenergetischen Kern hat als der konservative Charakter und deshalb der geborene Verräter ist. Das sieht man allein schon an seinen irrwitzigen Übertreibungen, was das Ende von Frauen- und Minderheitenrechten im allgemeinen und die „sexuelle Repression“ unter Trump (oder jedem beliebigen anderen „Rechtspopulisten“) betrifft. Geht’s noch?! Und ohnehin: wenn irgendwas zu „sexueller Repression“ führt, dann die forcierte Einwanderung, d.h. die Ausweitung Saharasias, und parallel dazu bzw. in einem bizarren Kontrast dazu die „Dekonstruktion“ der Geschlechterrollen. Man denke an die immer aberwitzigere multikulturelle Wohnungsnot, die wachsende Verelendung der Unterschicht, das wachsende Klima der Gewalt, die Transformation der Kindheits- und Jugendjahre in eine Hölle von Entfremdung, antiweißem Rassismus und Hoffnungslosigkeit, garniert mit all dem blauhaarigen Trans- und Nichtbinärscheißkotzdreck.

Nicht ihre Ideologie, sondern deren nicht nur logischen, sondern aktuell AUGENFÄLLIGEN Konsequenzen erweisen die Linksorgonomen als Todfeinde der Genitalität, deren endgültige Vernichtung sie mit einem unbedingten Vernichtungswillen verfolgen, der ihrer ganzen „lebenspositiven“ Rhetorik den Stempel „Modju“ aufprägt.

Der BRD-Faschismus

13. Juli 2024

Ich muß den Kommunisten von 1924 leider recht geben: der Faschismus ist die terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals. Das ist so seit 100 Jahren. Es hat sich jetzt erst wieder Frankreich durchgesetzt und auch Deutschland wird weiterhin von BlackRock regiert werden – irgendein Trick wird ihnen schon einfallen:

Man lese dazu die letzten Kommentare „ausgerechnet“ zu diesem Video:

Die gängige orgonomische Definition von „Faschismus“ kreist um Autoritarismus, die emotionale Abhängigkeit der infantil gehaltenen Massen und ihre mechano-mystische Lebenshaltung. Traditionell wird Faschismus vom etruskisch-römischen „Rutenbündel“ hergeleitet, entsprechend der nationalsozialistischen „Gleichschaltung“ und der militärischen „Schlachtreihe“ der spanischen Falange. Gemeint ist damit die Vereinigung von Partei, Staat, Wirtschaft, Gewerkschaften und nicht zuletzt den Medien zu einem einzigen Block unter einer einheitlichen Führung und „beseelt“ von einer irrwitzig irrationalen Einheitsideologie.

Gegenwärtig bestimmt die Führungsmannschaft von BlackRock, daß wir bis zur vollkommenen Pauperisierung der Massen der schwachsinnigen Klimaagenda folgen, uns freiwillig totspritzen lassen oder etwa Tschibo vollkommen sinnfreie „Werbung“ mit Negern macht, also konsequent an der Zielgruppe vorbei. Und so in allen Branchen und allen Firmen, die vom Finanzmarkt abhängig sind. Bonität wird heute nicht durch das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben bestimmt, sondern durch die Befolgung der ideologischen Vorgaben. Alle ziehen hier am gleichen Strang von der gekauften „Wissenschaft“ bis zur manipulierten „öffentlichen Meinung“, vom Industrie- bis zum Gewerkschaftsboß. Der Kleine Mann reiht sich ein und versucht sich als Blockwart zu profilieren, etwa als „Oma gegen rechts“.

Es ist von nicht zu überbietender Tragikomik, wenn etwa ein Grüner Funktionsträger auf jemanden zukommt, den er als Sympathisanten der AfD einschätzt, also der einzigen nennenswerten Partei, die sich zaghaft der Gleichschaltung verweigert, und ausgerechnet ihn als „Nazi“ oder „Faschisten“ beschimpft. Auffällig ist dabei stets die Aggressivität und der blanke Haß aus dem ein unbedingter Vernichtungswille spricht. Denn die faschistische Ideologie zeichnet sich vor allem durch die kompromißlose Ausgrenzung jener aus, die sich entweder nicht einreihen wollen oder nicht ins („rassische“, „völkische“ oder „nationale“) Schema passen. Diese Ausgrenzung erfolgt stets mit dem Verweis auf die Verfassung. Der Staat in Gestalt seiner Vertreter richtet die Verfassung, die nach den Erfahrungen mit dem Hitler-Faschismus den Bürger vor einem übergriffigen Staat schützen sollte, gegen den Bürger. Wenn immer du dich kritisch äußerst und dich der Gleichschaltung verweigerst, verletzt du, dieser verqueren BlackRock-Logik zufolge, die Menschenwürde! Und wenn du auf deine Grundrechte beharrst, erweist du dich als Nazi!

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 140)

30. Juni 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Es ist immer dasselbe: das Individuum gegen die Gesellschaft. Kaum hat Stirner Feuerbachs Chimäre „der Mensch“ zerschlagen, kommt Marx und macht das Individuum zu einer bloßen Schnittstelle gesellschaftlicher Beziehungen oder es wird wie bei Nietzsche, Freud, Heidegger auf je eigene Weise Transformator letztendlich mystischer Kräfte. Ausnahmslos allen ist gemeinsam, daß sie dem Individuum nichts zutrauen. Das sieht man ganz praktisch an der Kindererziehung. Das Baby weiß sofort wo die Brustwarze der Mutter ist. Es ist ein Geben und Nehmen, wechselseitige Anregung, der Egoismus des Babys verzahnt sich eins zu eins mit dem Egoismus der Mutter, Bestärkung, wechselweise Verstärkung, organische Entwicklung aus sich selbst heraus. Der Stirnersche „Verein“ ist sofort da. Aber nein, diese natürliche „egoistische“ Entwicklung, die uns alle anderen Lebewesen vorleben, muß zerschlagen werden (das „irrationale Über-Ich“ muß errichtet werden), um dann im Nachhinein durch das ersetzt zu werden, was Reich als („altruistischen“) „Ersatzkontakt“ bezeichnet hat: Hegel, Feuerbach, Marx, Nietzsche, Freud, Heidegger mit ihren grandiosen Systemen versuchen das wildgewordene, irrational gewordene Individuum irgendwie wieder einzubinden. Eine elende Flickschusterei. Dann betrachte man, was LaMettrie, Stirner und Reich gemeinsam ist – die Aussage: „Leute, hört auf Kopfgeburten hinterherzulaufen, sondern geht von der Wirklichkeit aus.“ Platt ausgedrückt: aus jedem Neugeborenen folgt alles mit logischer Konsequenz. Es weiß, was es will und was es will, ist gut. Wie sollte es anders sein? Das Lebendige würde gar nicht existieren, wenn es nicht rational wäre! Und wenn die Umwelt entsprechend rational reagiert…

Warum diese Panik, dieser Haß, dieses Ausweichen, dieses ins Lächerliche ziehen bei den Reaktionen auf LSR? Weil Laska dem Ersatzkontakt, diesen ganzen Mummenschanz ein Ende setzt. Eine ganze Ersatzwelt droht zu kollabieren.

Bei LaMettrie ist es der Maschinenmensch (das heißt der von der Metaphysik, dem sinnlosen Schuldgefühl und der sinnlosen Scham befreite Mensch), bei Stirner der Eigner seiner selbst, der nicht mehr „besessen“ ist und bei Reich der ungepanzerte („über-ich-lose“) Mensch, der an die Stelle einer vollkommen verfehlten Art von Menschsein tritt. Einen größeren Fauxpas kann man sich gar nicht vorstellen. Imgrunde haben LaMettrie, Stirner und Reich gesagt: „Leute, das ist alles kontraproduktiver Blödsinn, was ihr hier veranstaltet.“

Und das Schlimme ist, daß sie für diese Botschaft nicht nur jeweils umgebracht wurden, sondern die Leute aus Panik noch eine Schicht an Blödsinnigkeit draufgelegt haben. Man denke nur an all das Unheil, das, als Reaktion auf LaMettrie, Rousseau in die Welt gesetzt hat (die Französische Revolution), als Reaktion auf Stirner letztendlich das 20. Jahrhundert (Marx und Nietzsche) und als Reaktion auf Reich die „sexuelle Revolution“ a la Genderfluidity etc. Das irrationale Über-Ich feiert heutzutage solche Triumphe, daß Leute sich sogar kastrieren, die Brüste abschneiden und hochgiftige Chemie in sich pumpen.

Das ist letztendlich der Riecher Laskas, der L und S und R gefunden hat. Ich weiß, es klingt verquer, aber es ist der Riecher, der das besagte Neugeborene vollautomatisch zur Brustwarze der Mutter führt.

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 3)

29. Juni 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 3)

Video an den Kleinen Mann

9. Juni 2024

Das Video Punkt für Punkt:

1. Nicht wie ein kleiner Mann der abgehobenen zentralen „Autorität“ folgen (Kontaktlosigkeit, Faschismus), sondern die Gesellschaft als ein Netz von lokalen Autoritäten organisieren (Kontakt, Arbeitsdemokratie).

2. Eine echte Gesellschaft mit innerem Zusammenhalt bilden (Solidarität) und nicht eine mechanische Ansammlung von verängstigten, paranoiden Kleinen Männern, die jederzeit bereit sind, ihrem „diversen“ Nachbarn aus schierer Panik die Kehle durchzuschneiden. Gemeinschaft (Selbstregulierung, Identität) statt Atomisierung (Fremdbestimmung, Entfremdung).

3. Wirkliche Reue, d.h. den riesigen Balken im eigenen Auge zu sehen und den winzigen Splitter im Auge des Nachbarn zu ignorieren, ist die Überwindung des Kleiner Mann-Seins.

4. Der Kleine Mann ist ein eingebildeter Fatzke, weil er seine eigenen Sünden nicht sehen will, d.h. er distanziert sich nicht von seiner sekundären Schicht.

5. Der Kleine Mann bleibt in seinen Unzulänglichkeiten gefangen und ist nicht lernwillig, d.h. er will klein bleiben, anstatt zu lernen und immer besser zu werden, um seine eigenen Unzulänglichkeiten zu überwinden.

6. Wenn man sich auf die Unzulänglichkeiten anderer konzentriert, um sich ihnen überlegen zu fühlen, zementiert man seinen Status als Kleiner Mann, weil man seine eigenen Unzulänglichkeiten ignoriert und sogar kultiviert.

7. Wir können niemanden ändern, außer uns selbst. Der Kleine Mann hingegen versucht, andere zu ändern, während er selbst derselbe bleibt.

8. Der Kleine Mann kann nicht wirklich beten, d.h. mit der kosmischen Quelle des Lebens und der Liebe in Resonanz treten und mit ihr in Einklang kommen – denn er ist wirklich gepanzert, d.h. gefangen in seinem eigenen, selbst geschaffenen Gefängnis, seiner eigenen HÖLLE, getrennt von Gott in alle Ewigkeit.

9. Der Kleine Mann kann sich nicht für seine Mitmenschen öffnen. Er ist frei von jeglicher Großzügigkeit, d.h. er ist ein selbstgeschaffener Dämon in seiner eigenen Hölle; ein Vampir, der die Energie anderer Menschen aussaugt. Anstatt eine Quelle des Lebens zu sein, ist er der leibhaftige Sensenmann.

10. Der Kleine Mann ist ein Kleiner Mann, weil es ihm an jeglicher Bescheidenheit fehlt und er in der Illusion von Größe und Überlegenheit gefangen ist. Er weiß schlichtweg nicht einmal, daß er ein Kleiner Mann ist.

11. Der Kleine Mann will „Freiheit“ ohne Verantwortung und steuert damit auf seine eigene Versklavung zu.

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 132)

28. Mai 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Theodor Reik reduziert in seinem Buch Geständniszwang und Strafbedürfnis die Psychoanalyse auf eine von der Libidotheorie bereinigte Ichpsychologie, die er gleichzeitig scheinbar unlösbar an Freuds neue Todestriebtheorie kettet (wie es übrigens Freud selbst in Das Ich und das Es vorexerziert hat). Sowohl Reik als auch Reich plädieren in ihren Arbeiten dafür, zwischen dem Über-Ich und dem Ich zu vermitteln, doch für Reich ist dies nur ein erster Schritt, an den sich die Vermittlung zwischen Ich und Es anschließen muß, damit es zur realen Triebbefriedigung kommen kann (zumal die Strenge des Über-Ich von der erogenen Fixierung abhängt). Reik sieht aber vollkommen vom Libidogeschehen ab und reduziert alles auf „Signale“ zwischen starren festumrissenen psychischen Einheiten. Reich wendet sich gegen diese Personifikation der psychischen Instanzen, so als wären sie voneinander unabhängige Personen, zwischen denen sich ein Drama abspielt. Reich beharrt darauf, daß der neurotische Konflikt sich zwischen der Außenwelt und dem Lust-Ich abspielt, das sich aus Angst vor Strafe an diese Außenwelt anpaßt und daran scheitert, während nach Reik die Neurose auf dem Konflikt zwischen Trieb und dem Bedürfnis nach Strafe beruht. Der Konflikt ist also für Reik, gemäß Freuds sich im Geständniszwang und Strafbedürfnis manifestierenden Todestrieb, von vornherein im Individuum angelegt und muß nicht erst von der Gesellschaft ins Individuum getragen werden. Reich hebt hervor, wie bequem doch eine solche Theorie für die Gesellschaft ist.

Was wie „Reich vs. Reik“ aussah, war in Wirklichkeit „Reich vs. Freud“. Und was wie „ärztliche Psychoanalytiker vs. Laienanalytiker“ aussah, war in Wirklichkeit „LSR vs. DMF“ – und es hat was, wenn später „emanzipatorische“ und „Marxistische“ „Reichianer“ in der Frage der „Laienanalyse“ stets mit Freud übereinstimmten.

Wenn Reich darauf bestand, daß nur Ärzte Psychoanalystiker sein dürften, ging es ihm explizit darum, daß „Geisteswissenschaftler“ wie Reik eben den „Geist“, d.h. das Über-Ich in die Psychoanalyse tragen. Das gleiche ist dann später auch prompt in der Orgonomie geschehen, als Laien, die sich als „Orgontherapeuten“ gerierten, die Orgonomie geradezu systematisch auf mystische Gleise leiteten.

Es ging um die zentrale widersprüchliche Dichotomie: kein Sollen von unten (aus dem Es), aber Ethik von oben (aus dem Über-Ich). Sozusagen die Welt als Wille (Es) und Vorstellung (Über-Ich). Daß aus dem Sein kein Sollen folge und das dazu parallele „Ethisieren“ ist der Kern der Ideologie des Liberalismus – und des Faschismus.

Peter liest die Laska/Schmitz-Korrespondenz (Teil 6)

3. April 2024

Mit seiner „Leibphilosophie“ besteht Hermann Schmitz darauf, daß wir nicht Gefühle haben, sondern von Gefühlen ergriffen werden. Damit ähnelt er durchaus Reich, der seit den bio-elektrischen Experimenten Mitte der 1930er Jahre darum bemüht war, Gefühle zu „objektivieren“ und umgekehrt Subjektivität in die Forschung zu integrieren: der Forscher selbst als wichtigstes Forschungsinstrument. Laska liegt eine solche Sichtweise fern oder, besser gesagt, ihm ist das Ergriffenwerden selbst das Grundproblem: Fremdsteuerung, Manipulation, Heteronomie, Über-Ich. Und tatsächlich sind alle „Lehren“, die die Objektivität von Gefühlen vertreten (der Mensch wird zu einem bloßen „Radioempfänger“!), etwa der tibetische Buddhismus oder Steiners Anthroposophie, dezidiert, wie soll ich sagen, „über-ich-affin“. Das zeigt sich ganz konkret an der Kindererziehung, die diametral dem orgonomischen „Summerhill-Modell“ widerspricht.

Für Schmitz ist die große, alles entscheidende Wende in der Menschheitsgeschichte die Philosophie Fichtes (zugespitzt durch Stirner): die radikale Subjektivität, wie sie in der romantischen Bewegung evident wurde, eine alles zersetzende Ironie, die in vielem unsere heutigen antiautoritären Verhältnisse, die alles beherrschende Beliebigkeit, vorwegnahm. Man spielt nur noch eine beliebige Rolle, kann sogar sein Geschlecht nach Belieben ändern und sogar neue „Geschlechter“, wenn nicht „neue Genitalien“ frei erfinden. Tatsächlich wird ja Stirner von vielen neosexuellen Transleuten vereinnahmt: „Ich habe meine Sache auf nichts gestellt!“ „Ich bin, wer ich bin!“

Aus dieser Perspektive blickt Schmitz auf Laska: als jemand der sich der Ergriffenheit, Betroffenheit entzieht. Beispielsweise hat Schmitz die „Utopie“, daß Europa eines Tages von „Hndugöttern“ ergriffen werden könnte, worauf Laska nur konsterniert kopfschüttelnd reagieren kann. Was Schmitz meint, wird wohl am besten durch das Phänomen „Heilung“ verkörpert. Man lese die Kommentare unter dem Video und beachte, wie viele Menschen es sich schon angeschaut haben!

Heilung im Sinne Schmitz‘! An sich ist der Mummenschanz lächerlich und fordert zur Ironie auf, aber die bleibt einem buchstäblich im Halse stecken, wenn man den Mut hat sich der Erfahrung zu öffnen – den Gefühlen zu öffnen.

Hier haben wir exakt das, was Wagner anstrebte und nicht zuletzt sein Adept Hitler. In Massenpsychologie des Faschismus hat sich Reich ausgiebig mit dem Phänomen des „Ergriffenseins“ beschäftigt. Gleichzeitig hat er eine Alternative angeboten; eine Alternative, die explizit gegen das Über-Ich gerichtet ist. Die Rede ist davon, daß in seinen „Sexpol-Gruppen“ die sexualpositive Massenatmosphäre, die durch die wortwörtliche „Aufklärung“ erzeugt wurde, die individuellen Hemmungen überwunden hat und den Impuls zur kollektiven Befreiung freisetzte. Ähnliches strebte er später mit seinem Konzept der „Arbeitsdemokratie“ in der Sphäre der Arbeit an. Das ist der sozusagen „menschentierliche“ „unbedingte Ernst“, der „‘tierisch‘ verankerte Lebenswille“, den Laska Schmitz nahebringen will, aber Schmitz sieht nur Kultur, verteidigt die Kultur, die „einpflanzende Situation“ – das Über-Ich. Faschismus! Seine Zukunftsvision sind „Hindugötter“! Heilung…

Peter liest die Laska/Schmitz-Korrespondenz (Teil 5)

2. April 2024

Schmitz‘ Philosophie, überhaupt alle, man verzeihe mir den Ausdruck, pseudo-reich-nahen Philosophien, etwa die Nietzsches, lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: „Gestrüpp“. Ich zitiere Schmitz:

Der Mensch ist nie unabhängig vom Schicksal, auch nicht vom Schicksal der Verstrickung in ein geschichtliches Erbe mit allem Glanz und Elend. Aus diesem Urwald, aus dem Urwald der unsere zuständlichen persönlichen Situationen umschließenden und durchziehenden über- und unpersönlichen Situationen, werden wir nie herauskommen, aber wir haben die Waffen an unserer Besonnenheit, uns darin zurechtzufinden und auf den Weg zu machen, den wir nach kritischer Prüfung als angemessen für uns und vielleicht für Andere zu erfassen glauben. (S. 126, Hervorhebung hinzugefügt)

Direkt an Laska gerichtet:

Sie wollen den Menschen die Last der Tradition, mindestens der Indoktrination, abnehmen, da wir einig sind, daß in der bisherigen Geschichte viele Menschen dadurch verschüchtert („geschwächt“) worden sind, und lehnen pädagogische Hilfen als unnützen Umweg ab, da man besser täte, die Menschen gar nicht erst so zu schwächen. Ich halte dagegen den Umweg für außerordentlich nützlich im Interesse der Auslese. (…) Nur die Bewährung vor der Aufgabe, sich unter dem Druck der Tradition zu behaupten, wird günstigenfalls von einer Gestaltungskraft belohnt, die die neuen Formen des Lebens finden kann, deren wir bedürfen, um (…) zu bestehen. Ich denke in dieser Hinsicht darwinistisch. Die sogenannte Schwächung des Organismus, sofern es überhaupt eine ist, ist eine Herausforderung an die Starken, ihren eigenen Weg zu gehen, aber nicht in einem Paradies freier Selbstbestimmung, sondern in ständiger Bahnung des Weges durch den Urwald der Verstrickungen, den Weg durch einen mehr oder weniger dunklen Wald, der zugleich Last und Geschenk ist: Last als Widerstand für die Selbstaufklärung, Geschenk als Schatz oder Fundus von Möglichkeiten der Explikation, der Deutung und Umdeutung, woraus die Auseinandersetzung schöpfen kann und muß, wenn sie nicht in dürren Formen erstarren und vertrocknen soll. (S. 162f, Hervorhebungen hinzugefügt)

Mit anderen Worten: der Mensch soll wachsen im Handgemenge mit dem undurchdringlichen Gewebe der Widerstände, wachsen am Gestrüpp (dem vermeintlichen „Urwald“) der Charakterwiderstände. Was dich nicht umbringt, macht dich hart! Das ist Faschismus! Anti-Reich!