Der Flüchtling ist vor allem männlich. 80 Prozent! Der Flüchtlingshelfer ist vor allem weiblich. 75 Prozent! Das ist allein schon evolutionsbiologisch erklärbar, denn Schimpansenmännchen pflegen herumstreunende Männchen, die sich an die eigenen Weibchen heranmachen wollen (sonst wären es keine Männchen!), einzukreisen und gemeinschaftlich bei lebendigen Leib in Stücke zu reißen. Ganz anders ist das bei Schimpansenweibchen, die natürlicherweise die Horde verlassen und sich fremden Horden anschließen: ihr Territorialgefühl geht gegen null, weshalb sie auch in der Politik nichts zu suchen haben. In einer genitalen Welt, d.h. in einer Welt, in der die meisten Menschen orgastisch potent sind und deshalb solche atavistischen Instinkte nicht energetisch besetzt sind, wäre das anders, aber so wie die Welt nun mal aktuell gestrickt ist…
In der gepanzerten Welt sind praktisch alle Frauen, mit denen man es im Alltag zu tun hat, hysterische Charaktere und so gut wie alle Männer, 80 Prozent, sind phallische Charaktere. Entsprechend sexualisieren Frauen wirklich alles – und laufen gleichzeitig ständig vor der Sexualität davon, während bei Männern sich alles um Macht, Imponiergehabe und gefühlloses „Ficken“ (genitale Rache) dreht.
In der anti-autoritären Ära der gepanzerten Welt, die etwa 1960 anfing, wird die weibliche Hysterie geradezu kultiviert, während im Zuge des Kampfes gegen die Autorität (den Vater, „das Patriarchat“) den Männern immer mehr ihrer Männlichkeit genommen wird, was der hysterischen Frau einerseits zupaß kommt (sie braucht keine Angst mehr zu haben), sie andererseits aber erst recht frustriert. Im oben verlinkten Artikel heißt es paßgenau: „Die kruden Machos aus dem Morgenland scheinen weibliche Bedürfnisse anzusprechen, für die den sorgfältig feminisierten und genderisierten deutschen Männern mittlerweile der Sinn oder der Mumm fehlt.“
Ein weiterer Aspekt der anti-autoritären, „liberalen“ Epoche ist der Kult der Schuld. Der konservative Charakter findet Trost und Vergebung durch seinen wie auch immer verzerrten Kontakt zum bioenergetischen Kern, d.h. in sich selbst (bzw. natürlich in seiner Beziehung zu einem imaginären „Gott“). Dem liberalen Charakter ist diese Vergebung verschlossen. Er muß auf pestilente Weise die ganze Welt auf den Kopf stellen, um „das Unrecht“ wiedergutzumachen, auf magische Weise ein imaginäres „Gleichgewicht“ wiederherzustellen. Deshalb auch die Fixierung auf das „ökologische Gleichgewicht“, eine „gerechte Gesellschaft“, eine „gerechte Weltwirtschaftsordnung“, etc.)
Entsprechend ist es bei den Refugees-Welcome-Tanten nicht nur die Fixierung auf das Ficken:
Viele erzählen von ihrem schlechten Gewissen, sogar wenn sie besonders plumpe und brutale Annäherungsversuche männlicher Asylbewerber zurückweisen. Ist Frau jetzt etwa doch eine Rassistin? Manche versuchen gar, deutsche Schuld aus zwölf Jahren Nationalsozialismus irrsinnige 70 Jahre später in einer ganz persönlichen Sühneaktion abzutragen, etwa durch eine „Schutzehe“, dem „Heiraten zum Zweck der Aufenthaltsgenehmigung“, wie es eine Broschüre harmlos formuliert.
Hollywood hat sich gerade mit der „feministischen“ Version der Ghost Busters einen desaströsen Flop eingehandelt und wird kaum je die 300 000 000 Dollar einnehmen, um zumindest eine schwarze Null schreiben zu können. Durch ihre einseitige und einfach nur noch lächerliche Anti-Trump-Berichterstattung verlieren Fernsehsender wie CNN und Tageszeitungen wie die New York Times massiv an Zuschauern bzw. Lesern. Mit ihrer Pro-Asyl- und Anti-AfD-Hetze steuert in Deutschland die BILD-Zeitung ihrem Untergang entgegen. Wo man hinschaut: die Unterhaltungsindustrie und die Medien graben sich aus ideologischer Verblendung das eigene Grab. Man kann sich kaum ausmalen, wieviel Geld Hollywood mit einer patriotischen Großproduktion machen würde! Wieviel Geld die Medien machen würden, wenn sie die schier unglaublichen Machenschaften der Clintons ins Rampenlicht zerren würden! Sex & Crime & und eine sterbende Frau, die Präsident werden will!
Daß die Kapitalisten Milliarden ins Klo spülen, liegt an charakter-strukturellen Gegebenheiten: „horizontal“ hat sich die gesamte Gesellschaft nach links bewegt (Charles Konia spricht von der „Rotverschiebung“) und „vertikal“ sind Menschen desto linker, je weiter sie von der Handarbeit entfernt sind, je „verkopfter“ sie sind, etwa „etwas mit Medien machen“. Das kapitalistische Kalkül der „Kopfarbeiter“ geht nicht auf, weil die Rotverschiebung der „Handarbeiter“ noch nicht so weit gediehen ist, daß sie feministische „ghost buster“, schwule Cowboys oder die Vernichtung der eigenen Ethnie ohne weiteres honorieren würden.
Ein bezeichnendes Beispiel für den Linksliberalismus ist der Streit um den Begriff „Leitkultur“, der Anfang des Jahrtausends diskutiert wurde. Die Konservativen sprachen „vage“ von einer in elf Jahrhunderten organisch gewachsenen deutschen Kultur, die es zu bewahren gelte, wenn nicht alles im Chaos versinken solle. Die öffentlich-rechtlichen Mundwerker hingegen fragten hämisch, ob auch „Pizza und Döner“ zur deutschen Leitkultur zu zählen seien. Die Konservativen brachten ihre (wie auch immer verzerrten) Kern-Gefühle zum Ausdruck, während die Linken, typisch für ihre vollkommene Abtrennung vom eigenen bioenergetischen Kern, nach „konkreten Definitionen“ verlangten, über die dann „Diskurse“ zu führen seien. Die einen bezogen sich quasi arbeitsdemokratisch auf die „spontanen Ordnungen“, die wir nicht beliebig verändern können, die anderen gebärdeten sich als die mechanistischen Sozialingenieure, die sie von ihrer Struktur her sind. In den Augen dieser Menschenfreunde sind wir kaum mehr als Laborratten!
Der „eifernde Gott“ des Konservativen durchschaut den (gepanzerten) Menschen und sieht seine (Un-) Natur. Deshalb der unbedingte Glaube des Konservativen an die geschichtliche Kontinuität, die Institutionen und ihre „zivilisatorische“ Funktion gegen diese Unnatur. Der Progressive hingegen ist unfähig die (irrationale) Triebstruktur des (gepanzerten) Menschen zu erfassen. Daher sein naiver Glaube an das Gute im Menschen und sein entsprechender Fortschrittsoptimismus, z.B. der Glaube an das „multikulturelle Miteinander“ mit Muslimen und an deren Ehrlichkeit. In der Zuwanderungspolitik geht es ihm nicht nüchtern um „richtig oder falsch“, sondern hysterisch um „anständig oder unanständig“ oder gar um den „Aufstand der Anständigen“.
Diese Argumentationsfigur (wenn man denn überhaupt von „Argumentation“ sprechen kann!) brandmarkt jeden, der sie verwendet als Vertreter der Emotionellen Pest. Die Pest erkennt man daran, daß die vorgeschobenen Motive nicht mit den wirklichen Motiven übereinstimmen. Beispielsweise geht es in der Erziehung („Erziehung“) selten um das Wohl des Kindes („es ist zu Deinem Besten!“), sondern meist um die Bequemlichkeit oder den Ehrgeiz der Eltern. Man glaube nicht, daß es den Sozialingenieuren, die uns wie Kinder behandeln, um unser Wohl, unsere „Wohlfahrt“ geht!
Die Vordenker des „Wohlfahrtsstaates der Zukunft“ wollen den Menschen nicht erfassen, weil er arm ist, sondern weil er gefährdet ist – sie macht also alle Menschen zu Sozialfällen und das in ihrer ganzen sozio-psycho-somatischen Existenz: es geht, so ein Ideologe der staatlichen Wohlfahrt, um das „gesamtmenschliche Wohlbefinden, um das physische, psychische und das soziale Wohlbefinden des Menschen“ (z.n. Gerd Habermann: Der Wohlfahrtsstaat, Frankfurt 1994, S. 237). Habermann, Kritiker des Wohlfahrtsstaates, resümiert:
Sofern moderne Sozialpolitiker noch über ihre Prämissen und die Wünschbarkeit ihrer Ziele nachdenken, kommt eine rationalistische Humanitäts- und Emanzipationsphilosophie zum Vorschein. „Freiheit“ bedeutet dann nicht mehr Freiheit von physisch-politischem Zwang durch andere Menschen, sondern soviel wie materielle Versorgtheit oder Macht über die Umstände. Es wäre demnach ein bettelarmer Vagabund, der von Gelegenheitsarbeit lebt, „unfrei“, ein kommandierter, aber wohlversorgter Soldat in seiner Kaserne „frei“ – ein Beispiel von Hayeks. (ebd., S. 239)
Der Weg führt, wie schon die zeitgenössischen Kritiker Karl Marx‘ konstatierten, in letzter Konsequenz zum „Kasernenkommunismus“. Das ist das wirkliche Ziel (das wirkliche Motiv) des linken Pseudoliberalismus.
Das Bild rundet sich, wenn man den sexualökonomischen Aspekt betrachtet:
Der Feminismus hat die Beziehung zwischen den Geschlechtern und Generationen nachhaltig gestört. Jeder harmlose Flirt kann ähnlich fatale Folgen zeitigen, als lebten wir in einem islamistischen Land. (Tatsächlich sieht man erstaunlich viele Feministinnen eines Tages im islamischen Kopftuch!)
Man nehme etwa den Fall Assange, der wegen „Vergewaltigung“ auf dem ganzen Planeten verfolgt wird. Tatsächlich geht es um Kabbeleien wegen Kondomen, die er während des Geschlechtsverkehrs mit zwei Verehrerinnen wieder abgestreift habe. Demnach steht jeder Mann, der in Schweden seiner Heterosexualität frönt, mit einem Bein im Gefängnis!
Anderes Beispiel: Welcher Vater kann noch unbefangen mit seiner Tochter umgehen?
Und genau das war das verborgene wirkliche Motiv des Feminismus: dem Leben die Spontanität zu nehmen und es dergestalt dem verkrüppelten Biosystem einer Alice Schwarzer anzupassen. Dergestalt ist der Feminismus geradezu das Musterbeispiel für Emotionelle Pest.
Warum waren es ausgerechnet die Politlesben, die etwa gegen den Paragraphen 218 oder gar gegen sexuelle Belästigung den lautesten Protest einlegten? Wie Felix Stern es ausdrückt:
Ihnen ging es um die Zerstörung der heterosexuellen Beziehungen an sich, wozu die Verächtlichmachung des Gebärens ein Mittel zum Zweck war. Mit Parolen wie „Gebärzwang“, „ausbeuterische Reproduktion des Patriarchats“ oder „männliches Domestizierungsinstrument gegenüber der Frau“ sollten die Heteropartnerschaften getroffen werden, die in den Augen der Lesben die größten Gefahren für die feministische Kulturrevolution darstellten. (Penthesileas Töchter, München 1996, S. 64f)
Es wäre doch legitim zu fragen, ob die Erwerbstätigkeit der Frauen und die damit verbundene Zerstörung des Familienlebens nicht ursächlich mit der Jugendgewalt verbunden ist. Aber eine solche Frage würde den Kern der lebensfeindlichen feministischen Ideologie treffen. Oder man erwähne in diesem Zusammenhang das spontane Spielverhalten von Mädchen (Spiele mit Puppen) und Jungen (Kriegsspiele). Unausdenklich!
Sogar die Parteilichkeit (im orwellschen linken Neusprech „die ideologiekritische Perspektive“) ist da in der „feministischen Wissenschaft“, ganz analog zur einstigen „marxistisch-leninistischen Wissenschaft“. Oder man denke nur wie von feministischen Kinderschutzgruppen „geforscht“ wird: ist einmal der widerliche Verdacht ausgesprochen, gibt es kein Zurück mehr. Ein einziger Stalinistischer Alptraum! Das ist in keinster Weise eine Übertreibung, wenn erst mal das „gleichgeschaltete“ Jugendamt sich einmischt. Die Emotionelle Pest folgt einem strukturellen Zwang.
1929 beschrieb Reich die damalige Lage der Psychoanalyse wie folgt:
Wenn man der Psychoanalyse in den Händen, besser den Köpfen von nicht wirklich analytisch Ausgebildeten begegnet, erkennt man in ihr das Werk Freuds nicht wieder; die Sache mit der Sexualität stimme ja, aber die Übertreibungen… und wo bleibt das Ethische im Menschen? Analyse sei ja sehr richtig, aber… Synthese sei nicht weniger notwendig. Und gar als Freud auf seiner Sexualtheorie die Ichpsychologie aufzubauen begann, da ging ein hörbares Aufatmen durch die wissenschaftliche Welt: endlich beginne Freud seine Absurditäten einzuschränken, endlich komme auch das „Höhere“ im Menschen zu Wort, und überhaupt die Moral… Und es dauerte nicht lange, bis man nur mehr von Ichidealen reden hörte und die Sexualität, wie die stereotype Ausrede lautet, „selbstverständlich vorausgesetzt“ wurde. Man sprach von einer neuen Ära der Analyse, von einer Renaissance… die Psychoanalyse wurde mit einem Worte gesellschaftsfähig.
Nicht weniger trostlos, nur noch widerlicher, sieht es im breiten Publikum aus. Unter dem Drucke der bürgerlichen SexuaImoral hat man sich der Psychoanalyse als einer die Lüsternheit befriedigenden Modeangelegenheit bemächtigt, man analysiert einander die Komplexe, spricht in den Salons beim Fünf-Uhr-Tee von den TraumsymboIen, streitet ohne die geringste Sachkenntnis und nur weil es sich um Sexualität handelt, für und wider die Analyse, der eine ist begeistert von der großartigen „Hypothese“, der andere, kein geringerer Ignorant, ist überzeugt, daß Freud ein Scharlatan ist und seine Theorie eine Seifenblase, und überhaupt diese „einseitige Überschätzung der Sexualität, als ob es nichts anderes, ‚Höheres‘ gäbe“, und dabei spricht der „Kritiker“ über nichts anderes als über die Sexualität. In Amerika bilden sich ganze Vereine und Diskussionsklubs für Psychoanalyse, die Konjunktur ist gut, sie muß ausgenützt werden, man lebt seine unbefriedigte Sexualität aus und verdient außerdem mit einer Mache, die sich Psychoanalyse zu nennen wagt, viel Geld. „Psychoanalyse“ ist ein gutes Geschäft geworden. So sieht es außerhalb der Psychoanalyse aus.
Und innerhalb? Eine Abfallbewegung nach der anderen, die Forscher halten dem Druck der Sexualverdrängung nicht stand. Jung stellt die ganze analytische Theorie auf den Kopf und macht daraus eine Religion, in der von Sexualität keine Rede mehr ist. Ebenso führt die Sexualverdrängung bei Adler zur These, die Sexualität sei nur eine Erscheinungsform des Willens zur Macht, damit zur Abkehr von der Psychoanalyse und zur Gründung einer ethischen Gemeinde. Rank, früher einer der begabtesten Schüler Freuds, gelangt dadurch, daß er den Libidobegriff ichpsychoIogisch verwässert, zu seiner Mutterleibs- und Geburtstraumatheorie und leugnet schließlich die wesentlichsten analytischen Erkenntnisse ab. Immer wieder wirkt sich die Sexualverdrängung gegen die Psychoanalyse aus. Auch sonst kann man im psychoanalytischen Kreise selbst die gesellschaftliche und ökonomische Gebundenheit in ihrer mildernden, abschwächenden, Kompromisse bildenden Arbeit sehen. Nach dem Erscheinen von Das Ich und das Es ist jahrelang von der Libido kaum die Rede, man versucht, die ganze Neurosenlehre auf die Ich-Termini umzumünzen, man verkündet, daß erst die Entdeckung des unbewußten Schuldgefühls die Großtat Freuds sei, man sei erst jetzt zum Eigentlichen und Wesentlichen vorgedrungen. (Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse)
Wenn man das aufmerksam liest, fühlt man sich unwillkürlich in die Welt zwischen 1957 und 2016 versetzt:
Begegnet man dem Werk Reichs in der Version fast aller seiner Adepten, erkennt man es kaum wieder. Reichs zentraler Aussage von 1931, daß „die Neurose ein Produkt der Sexualverdrängung und der Stauung der sexuellen Energie (ist), ihre Heilung Aufhebung der Verdrängung und gesundes genitales Lebens (voraussetzt)“ (Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, KiWi, S. 16), wird man nie begegnen. Stattdessen ein ermüdendes Blablabla über Pulsation, Blockaden und „Energie“. Statt von Sexualökonomie ist von „überweltlichen Wirkstrukturen“ und all dem verstaubten Krempel aus dem „New Age“ die Rede. Immer mehr tritt die Spiritualität, eben das „Höhere“, in den Mittelpunkt. Die Atmosphäre wurde „reiner“ und Versatzstücke von Reichs „körpertherapeutischer Arbeit“ akzeptabel für so gute wie alle. Man lese nur die schier unglaublichen Machwerke des verstorbenen Heiko Lassek! Beim breiten Publikum wird Reich nur noch mit „Orgonit“ und den Kinderfickern der Grünen in Zusammenhang gebracht. Wirklich jeder Schreiberling („Journalist“), der sich an das Thema heranwagt, kann sich von pornographischen Andeutungen und dem Suhlen im Psychotischen und Psychopathischen nicht wieder einkriegen. Wenn Reich verteidigt wird, dann als „Kämpfer gegen Rechts“, als Inspirator des besagten Grünen Abschaums und als „Rudolf Steiner“ für Arme. Ich habe an dieser Stelle keine Lust über so manchen vermeintlichen „Vertreter der Orgonomie“ herzuziehen. Wenn ich etwa daran denke, daß von manchen „Orgonomen“ ausgerechnet das Schwein Herbert Marcuse hervorgekramt wurde…
Hier ein Beispiel für die heutige Rezeption des Reichschen Werks:
Der Schriftsteller und Radiomann Matthew Sweet zeichnet für die Sendung The Life and Afterlife of Wilhelm Reich verantwortlich, die 2011 auf BBC Radio 3 lief. (Hier setzt sich der Dreck in einer Besprechung der Radiosendung fort.) Zentrum der Darstellung ist die „sexuelle Revolution“. Reichs Ideen hätten dazu beigetragen die 60er Jahre zu formen. Von der wirklich wichtigen Sache, den Kindern der Zukunft, ist an keiner Stelle in dem 45 minütigen Beitrag auch nur ansatzweise die Rede. Und das im Heimatland von A.S. Neill! Die Sendung sagt mehr über die heimlichen Obsessionen von Herrn Sweet aus als über Reich und seine Probleme!
Eingerahmt und zusammengehalten wird die Sendung von Sweets kurzem Besuch auf Reichs zugeschneiten Anwesen Orgonon. Hinzu kommen am Anfang und Ende der Sendung zwei Ausschnitte aus Reichs Tonaufnahme „Alone“, in der er darüber reflektiert, daß er keinen Gesprächs- und Ansprechpartner habe, der seine Arbeit auch nur annähernd verstehen würde. Die Sendung ist nach der Assoziationstechnik aufgebaut: „verschneites Orgonon → verschneites Galizien → ein kalter Hauch durchzog auch Reichs Kindheit → Selbstmord der Mutter“. Nach diesem Muster ist die gesamte Sendung gestaltet. In Maßen und als Notlösung ist das ja vertretbar, aber bei Sweet ist es das einzige Formelement! Genauso war 1987 Digne Meller Marcovicz‘ Film Wilhelm Reich – Viva, Little Man gestaltet. Ganz große Kunst!
Mary Higgins, seit einem halben Jahrhundert die Kuratorin des Wilhelm Reich Infant Trust, führt Sweet durch das Museum. Als nächstes wird der Orgontherapeut Harry Lewis interviewt, ein Schüler von Victor Sobey, der wiederum einer der medizinischen Orgonomen zu Reichs Lebzeiten war. Hier sind die beiden 1993 zu sehen:
Lewis berichtet über den Konflikt Freud-Reich und im Anschluß daran Higgins über Reichs Sexpol-Zeit in Berlin. Wie Sweet sich ausdrückt: „Er gab jungen verwirrten Berlinern radikale Ratschläge über Sex.“ Higgins‘ Beschreibung ist vollkommen korrekt, doch vorher hat Sweet vorgegeben, wie man das zu verstehen hat.
Reich habe, Sweet zufolge, nicht nur eine Marxistische, sondern auch eine sexuelle Revolution angestrebt. Als nächstes kommt – die Pest vollends zum Zuge: Christopher Turner. Turner ist Autor des 2007 erschienenen Buches Adventures in the Orgasmatron: How Renegade Europeans Conceived the American Sexual Revolution and Gave Birth to the Permissive Society.
In Sweets Sendung erklärt uns Turner Reichs Buch Die Massenpsychologie des Faschismus!
Die faszinierende jedoch bisher unbekannte Geschichte über Wissenschaft, Sex und das Amerika der Nachkriegszeit.
Bereits lange vor den 1960er Jahren entwickelte sich die sexuelle Revolution in Amerika angeführt von verbannten europäischen Denkern, die das weite Land als reif für die Befreiung erachteten. (…) Turner erzählt die Geschichte der Revolution – eine erhellende, packende, oft bizarre Geschichte über Sex und Wissenschaft, Ekstase und Repression.
Im Zentrum der Schilderung steht die Orgon-Box – eine große, schlanke Konstruktion aus Holz, Metall und Stahlwolle. Ein Mensch, der in der Kiste saß, konnte, wie geglaubt wurde, sein „orgastisches Potential“ erhöhen – den Körper von repressiven Kräften befreien und seine sexuelle Potenz verbessern. Norman Mailer, Saul Bellow und William Burroughs saßen in der Orgon-Box und suchten nach einer Synthese von sexueller und politischer Befreiung.
Die Box war die Erfindung von Wilhelm Reich, einem Außenseiter der Psychoanalyse und abtrünnigen Anhänger Freuds, der seine Theorien über die sexuelle Energie während des Zweiten Weltkriegs nach Amerika brachte. Bei ihm handelt es sich um die archetypische Geschichte eines zielstrebigen Wissenschaftlers, der sich mit einer argwöhnischen Gesellschaft in Konflikt befindet: er war mit einem landesweiten Verbot seiner Orgon-Box konfrontiert, einer Untersuchung durch das FBI, einer aufreibenden Begegnung mit Einstein und Anfällen von Verfolgungswahn, die es ihm verunmöglichten sich selbst zu verteidigen.
Turners lebhafter Darstellung zufolge nahmen Reichs Bestrebungen jene von Alfred Kinsey, Herbert Marcuse und anderen prominenten Denkern vorweg – Bestrebungen, die eine Transformation der westlichen Einstellung zur Sexualität herbeiführten in einer Art und Weise, die diese Denker nicht einmal selbst sich hätten vorstellen können.
Exakt, wortwörtlich, die gleiche Scheiße, mit der es Mildred Brady Ende der 1940er Jahre gelang, die FDA auf Reich aufmerksam zu machen, was schließlich zu seiner Inhaftierung und vorzeitigem Tod führte. Die Emotionelle Pest bleibt sich treu!
Das ist auch ungefähr der Inhalt von Sweets Radiosendung. Norman Mailer, Saul Bellow und William Burroughs werden als Beispiele für Reichs Einfluß erwähnt. Lewis weist darauf hin, wie berühmt Reich doch war, als er in Amerika erschien: der Hörsaal der New School of Social Research in New York sei vollständig überfüllt gewesen. Morton Herskowitz beschreibt seine Begegnung mit Reich und die Orgontherapie. Turner beruft sich auf „Reichs Tochter“ (wohl Lore Reich), die ihm erklärt habe, daß Reich, der manische und depressive Episoden gehabt habe, doch ganz offensichtlich „manisch-depressiv“ gewesen sei. Higgins stellt auf unangenehm sektiererisch und „kultisch“ wirkende Weise Reichs Umgang mit der FDA und dem amerikanischen Gerichtssystem als Triumph dar: die Wissenschaft habe sich durchgesetzt. Die Qual endet mit einer Aussage der feministischen Theoretikerin Germaine Greer, die sehr stark von Reich beeinflußt wurde:
Leider habe sich gezeigt, daß die sexuelle Revolution nicht zu mehr Glück geführt habe, denn die Befreiung des Sex habe gezeigt, daß er wie alles andere auch sei, d.h. mit dem Wegfall der äußeren Repression hätte sich gezeigt, daß selbstregulierte Sexualität nicht zärtlich und liebevoll sei – diese Vorstellung sei angesichts der Realität offensichtlich verrückt gewesen. Außerdem habe man, anstelle das repressive Gesellschaftssystem politisch zu analysieren, sich, Reich folgend, quasi religiös nach innen gekehrt, um die Repression in seinem Inneren zu suchen. Dies habe eine ganze Generation (politisch) lethargisch gemacht.
Diese Leute können sich ihr gesamtes Leben mit Reich beschäftigen – und nichts, rein gar nichts, verstehen!
Was Lewis geradezu enthusiastischen Hinweis auf Reichs Aufnahme in New York betrifft: das hat einen Hintergrund, der in der Radiosendung (man möchte sagen: zum Glück) nicht durchklingt. Sobey war der einzige Orgontherapeut in Reichs Umgebung (obwohl alle, bis auf Baker und Silvert, linksliberal eingestellt waren), der sich selbst als eine Art „Marxist“ verstand. Bei ihrem letzten Treffen vor seiner Inhaftierung habe sich Reich ihm gegenüber ausdrücklich zu Marx bekannt. In der Folgezeit bildeten er und seine Schüler, insbesondere Lewis, so etwas wie das „Linksaußen“ der Orgonomie. Wenn Lewis sagt, Reich wäre in New York begeistert empfangen worden, bezieht sich das auf die Sozialisten. Was Leute wie Lewis geflissentlich nicht erwähnen, ist daß Reich genau zu diesem Zeitpunkt mit seinem Konzept „Arbeitsdemokratie“ sich ein für allemal von den Sozialisten distanziert hat. Ilse Ollendorff beschreibt das als Zeitzeugin in ihrer Reich-Biographie. Reich hätte es so einfach haben können, wenn er nur opportunistischer gewesen wäre!
Herskowitz beschreibt die Halsstarrigkeit als Beispiel für Reichs therapeutische Herangehensweise. Halsstarrige Menschen seien buchstäblich halsstarrig. Er würde das so angehen, daß er den Muskel drückt bis dieser schmerzt und die Patienten dabei auffordern, die Gefühle auszudrücken, die von der kontrahierten Muskulatur zurückgehalten werden. Gut, nur leider geht heute kein gutausgebildeter Orgontherapeut mehr so vor! Ich habe mich damit in Warum Orgontherapie nichts bringt beschäftigt. Das dort dargestellte Orgontherapie-Opfer war ein Patient aus dem Sobey-Umfeld.
Reich als „manisch-depressiv“ zu beschreiben, weil sich Phasen großer Verzweiflung mit denen überbordendem Enthusiasmus und Optimismus abwechselten, ist an Gemeinheit kaum zu überbieten. Hier ist nicht der Platz, um sich mit Reichs Charakter und persönlichen Problemen zu beschäftigen. Faszinierend ist, wie paßgenau Reich „diagnostiziert“ wird, um sich eine wirkliche Auseinandersetzung mit seinem Werk zu ersparen. Er wurde einfach verrückt und man braucht sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr mit seinen Forschungen beschäftigen. Oder er war manisch-depressiv, so daß man sich Dinge aus jenen Phasen herausgreifen kann, in denen er ernst zunehmen war. Wenn man „Alone“ hört: der arme Mann! Wenn man vom Schwung seiner Arbeit mitgetragen zu werden droht: der arme Mann!
Higgins scheint vom gleichen Kaliber wie die kleingeistigen Fanatiker, mit denen sich Reich in seinen letzten Jahren umgab. Man siehe dazu meine Ausführungen in Fragwürdigkeiten der Reich-Biographik. Man kann es so sehen oder so… Als Treue zu Reich – oder als ultimativem Verrat an dem Mann. Geradezu… „tragikomisch“ ist das falsche Wort – ist es, wenn Higgins sagt:
Und, wie Sie wissen, wenn es eine Sache gibt, denke ich, die seit Reichs Tod sich als richtig erwiesen hat – obwohl sicherlich wenig, wenn überhaupt, sehr wenig wissenschaftliche Arbeit geleistet wurde und so weiter und so weiter – aber ich glaube der Trust hat die Richtigkeit von Reichs anfänglicher Haltung bewiesen.
Mein Gott, wenn der Trust etwas bewiesen hat, dann, daß es ohne Reich keine orgonomische Forschung mehr gab!
Auf den Einwand, der Einsatz sei hoch gewesen (Reichs Leben!), antwortet Higgins, daß es um Reichs Arbeit ging und daß er niemandem erlaubte, sich ihr in den Weg zu stellen.
Er hätte geradezu getötet, um sie zu schützen. Und tatsächlich hat er hier ein Gewehr bei sich getragen und wollte nicht mit den FDA-Agenten sprechen.
Schon auffällig, daß (jedenfalls seit kurzem) Linke jede Rohrdommel hysterisch verteidigen, der prototypische strukturelle Konservative (der Bauer, der Militär, der Handwerker) hingegen ziemlich rücksichtslos mit der Natur umgeht. Das hat damit zu tun, daß sich der eine mit den Unterdrückten („der ausgebeuteten Natur“) identifiziert, während der andere mit dem Unterdrücker mithalten will. Kurioserweise geht das erstere mit dem Verlust des Kernkontakts einher. Das offenbart sich, wenn es um wirkliche Knackpunkte geht. Linke Ööökos mögen jede Kaulquappe verteidigen, doch wenn es um Abtreibung geht, sind sie plötzlich extrem kaltschnäuzig. Man spürt den Unterschied auch unmittelbar: die linke Öko-Sandalette ist merkwürdig verkopft und schwebt förmlich davon – Mangel an Robustheit (physisch, psychologisch, moralisch, „ökologisch“); der „selbstsüchtige“ Bauer ist „bodenständig“ und reagiert aus dem Bauch heraus (er hat, wenn auch verzerrt, Kontakt zum bioenergetischen Kern).
Daß die Öko-Bewegung tatsächlich nichts mit der Umwelt zu tun hat, sondern einen charakterologischen Hintergrund hat, zeigt sich heute anhand der vermeintlichen „Flüchtlinge“. Kein Feldhamster oder seltener Käfer kann den Bau einer Asylantenunterkunft verhindern. Kein Argument, daß Deutschland doch schon heute hoffnungslos übervölkert ist, verfängt. Hinweise darauf, daß diese Kulturkreise nichts mit der Ökologie am Hut haben und die Öko-Bewegung sich dergestalt selbst das Wasser abgräbt, haben keinerlei Chance das Denkverbot zu durchdringen.
Tatsächlich ging es diesen angeblichen „Ökologen“ immer nur um eins: die Drosselung der Lebensenergie, letztendlich die Vernichtung aller Lebendigkeit, allen Lebens. Man kann sich Beispielsweise keine größeren Umweltkatastrophen vorstellen als landschaftsverschandelnde Vogelschredder, Maismonokulturen für „Bioreaktoren“, „Biosprit“, für den ganze Urwälder abgeholzt werden, oder Elektroautos, für deren Batterien zur Neige gehende seltene Erden benötigt werden. Seltene Erden, für die in China ganze Landschaften in giftige Schlämme verwandelt werden.
Man erzähle mir nicht, daß die von den Grünen vorangetriebene Islamisierung und generelle „Saharasierung“ Europas nicht aus diesem charakterstrukturellen Zwang erwächst das Lebendige abtöten zu müssen. Da diese Leute fast durchweg charakterliche Kommunisten sind, geschieht das, indem die Fassade („grün“) in den Dienst der sekundären Schicht („rot“) tritt. Ein Gutteil dieses satanischen Geschmeisses waren in den 1970er Jahren Maoisten!
Die gleiche Dynamik findet sich im Feminismus, der doch an sich die Befreiung der Frau erreichen will. Tatsächlich verachten „Feministinnen“ alles genuin Frauliche. Die Sexualität der „Frau“ soll männlich werden, sie soll Karriere machen, auf Kinder verzichten – zu einem Mann werden. Tatsächlich kann man sich kaum etwas Traurigeres vorstellen, als eine Frau, die selbst das Alpha-Männchen spielt und von lauter frustrierenden Waschlappen umgeben ist; die, oh Wunder, an all den Krankheiten leidet, inklusive Haarausfall, die bisher Domäne der Männer waren; und die einem einsamen und sinnleeren Lebensabend entgegensteuert. Wieder: es geht einzig und allein um die Drosselung der Lebensenergie, um den Verrat am Frausein im Namen des Frauseins. Es ist die kommunistische Charakterdynamik, bei der die Fassade („Emanzipation der Frau“) in den Dienst der sekundären Schicht („Vernichtung der Frau“) tritt. Dieses diabolische Spiel macht den Kommunismus so gefährlich. Dabei geht es natürlich nicht um den Kommunismus im politischen, sondern im charakterologischen Sinne.
Ein schlagendes Beispiel, das dieses Wesen des Feminismus zeigt, ist dessen Haltung zum Islam. Wenn es um die unterdrückte Dritte Welt geht, dann gelten plötzlich die Maßstäbe nicht mehr, die an den Weißen Mann angelegt werden. Das ist der kommunistischen Subversion zu schulden, der Rebellion gegen das „Establishment“. Diese Leute setzen, ohne mit der Wimper zu zucken, die deutsche Frau wilden Horden von islamischen Machos aus und haben dann nichts weiter beizutragen als der deutschen Frau Verhaltensregeln mitzugeben, ob daß sie nicht allzu „provokativ“ auftrete. Damit hat der Feminismus die Frau schnurrstraks zu den schlimmsten Zeiten der Reaktion zurückgeführt!
Die vollkommen absurde Asylpolitik verdanken wir natürlich der Dritte Welt-Bewegung. Durch die Entwicklungspolitik a la Willy Brandts „Nord-Süd-Dialog“ hat sie erst das Elend in der Dritten Welt geschaffen, indem sie diese Gesellschaften mit ihren gutsherrlichen Geldflüssen vollends korrumpiert hat. Außerdem gibt es in diesen Ländern prinzipiell keine Menschen, die Asyl verdient hätten, denn die Unterdrückten wären, wenn sie an der Macht seien, die Unterdrücker. Das ist so, weil es sich durchweg um Stammesgesellschaften handelt. Aber die Kommunisten wollen das nicht hören, weil es ihnen einzig und allein um die Zerstörung des Westens durch ständige Asylantenströme geht. Unsere Gutmütigkeit wird uns zum Strick gedreht!
Was tun? Es gibt nur eine Art und Weise, um mit dem ultimativen pestilenten Charakter, dem Kommunisten, wie er uns heute in Gestalt unserer rotgrünen Politiker und „Medienmacher“ entgegentritt, umzugehen: ihn zu isolieren, zu sequestrieren, ihm das Wasser abgraben – Maos Fischen das Wasser abgraben. Kurioserweise zeigen charakterliche Kommunisten wie Heiko Maas und Sigmar Gabriel wie es geht, wenn sie gegen das „Pegida-Pack“ hetzen. Es bringt nichts mit solchen Leuten zu diskutieren, da alles, wirklich alles, was sie sagen und tun, im Dienst der sekundären Schicht steht. Das ist so, weil sie jeden Kontakt zum bioenergetischen Kern verloren haben.
Die „Emotionelle Pest“, d.h. die Lust an der Zerstörung dessen, was uns auf eine irrationale Weise Angst macht oder unerfüllbare Sehnsüchte in uns wachruft, liegt in uns allen Brach. Beim einen mehr, beim anderen weniger.
Eines der eindeutigsten Beispiele ist die allgegenwärtige teilweise viehische Frauenfeindlichkeit. Sie ist auch ein gutes Beispiel dafür, daß „Emotionelle Pest“ nicht nur eine feste Struktur ist (wie etwa Schizophrenie, Krebs oder eine neurotische Störung), sondern, wie der Name schon sagt, eine ansteckende Pest. Immerhin bedeutet dies auch, daß die Pest sich nicht weiter ausbreiten kann, wenn sie auf eine Mauer von Menschen trifft, die weitestgehend „immun“ sind.
109 männlichen Universitätsstudenten im Alter von 18 bis 26 wurden zuerst hinsichtlich ihrer Einstellung zu Frauen befragt und danach sowohl sexistische als auch neutrale Witze vorgelegt. Als ihnen daraufhin Szenen präsentiert wurden, in denen Frauen in unterschiedlichem Ausmaß Gewalt durch Männer ausgesetzt waren, reagierten jene Männer, die von vornherein entsprechende Tendenzen zeigten, mit einer erhöhten Toleranz für Gewaltausübung gegen Frauen.
Neben der Verachtung und dem Haß auf Frauen gibt es keine größere Verachtung, keinen tieferen Haß als jenen, der gegen Schwarzafrikaner gerichtet ist. Das reicht von den psychotischen „Rassen-Theorien“ der Anthroposophie, die allein schon mehr als ausreichen, um die Waldorfschulen endlich zu verbieten, bis hin zu den alltäglichen Ausfällen gegen „Bimbos“, wenn „der deutsche Mann“ sich vermeintlich unter seinesgleichen glaubt und das Bier seine wahre Gesinnung nach oben schwemmt. Was mich dabei immer bedrückt hat, ist die Intensität dieses Hasses und wie er unweigerlich mit sexuellen und insbesondere „fäkalen“ Anspielungen gespickt ist.
Die Quelle dieses abgrundtiefen Hasses und Mißachtung haben Freud, Reich, Baker und Konia offengelegt:
Erstmal ist da das Primärprozeßdenken a la Rudolf Steiner:
Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. (…) Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen drinnen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammenhängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben.
In diesem infantilen neurotischen „Denken“ wird der Neger nicht nur zur Verkörperung alles Animalischen, seine schwarze Hautfarbe steht auch für „ein Haufen Dreck“ und „Bosheit“. Aufgeladen wird dieser Komplex von unabgeführter und schal gewordener Sexualenergie, die sich schließlich nicht nur in verbalen sadistischen Exzessen entlädt. Man siehe dazu meine Ausführungen über sie sexualökonomischen Grundlagen des Militarismus.
In dem Buch Hitlers afrikanische Opfer räumt der Autor Raffael Scheck mit der Mär von einer Wehrmacht auf, die insbesondere im Westfeldzug, „sauber“ geblieben wäre. Die ersten Opfer des „Vernichtungskrieges“ waren die schwarz-afrikanischen Soldaten der französischen Armee, die unter Flüchen und wüsten Beschimpfungen von deutschen Offizieren massenweise abgeschlachtet wurden. Darunter auch Verwundete. Wären die Opfer „Weiße“, etwa Juden, gewesen, wären diese Vorkommnisse ein großes Thema seit Jahrzehnten. Aber bisher hat sich niemand drum geschert.
Das ganze hatte wenig mit dem Nationalsozialismus zu tun (der hatte allenfalls die Funktion des eingangs erwähnten „Biers“), sondern stand in einer Tradition mit dem versuchten Völkermord an den Hereros in „Deutsch Süd-West“ und dem Niederschlagen des Maji-Maji-Aufstandes in Deutsch-Ostafrika.
Weitere schockierende Belege für den kochenden und brodelnden Haß in jenen, die a la Rudolf Steiner glauben, daß in der „äthiopischen Rasse die Merkurkräfte kochen und brodeln“, bietet Günter Wallraff, der als Somali verkleidet durch deutsche Kneipen zog, sich eine Wohnung mieten wollte oder beispielsweise in Ostdeutschland einem Fußballspiel beiwohnte. Nachzulesen in seinem Buch Aus der schönen neuen Welt.
Wie Wallraff in der Hamburger Morgenpost berichtet, galten ihm, dem vermeintlichen „Schwarzen“, immer wieder Beschimpfungen wie „Affen nach Afrika!“ Jedem Fußballfan sind die Sprechchöre gegen „Schwarze“ in den Stadien vertraut: „Hier, hol dir deine Banane!“ Wallraff:
Ich war beim Fußballspiel Cottbus gegen Dresden. Wenn da nicht die Polizei gewesen wäre, hätten die mich alle gemacht.
Was in den von Wallraff beschriebenen Massen vorgeht; was diesen mörderischen Haß provoziert, kann man wirklich am besten erfassen, wenn man sich mit dem anthroposophischen Rassismus befaßt. Nirgendwo sonst wird offensichtlicher, was Reich in der Massenpsychologie des Faschismus unter den Stichworten „Rassereinheit, Blutsvergiftung und Mystizismus“ diskutiert.
Der Haß gegen den „Schwarzen“ beruht auf der Angst vor „Kontamination“. Beispielsweise forderte 1922 Rudolf Steiner Schwangere auf, sie sollten damit aufhören, die damals populären „Negerromane“ zu lesen, da durch den geistigen Einfluß dieser Lektüre auf den Fötus ihre Kinder negroid, grau und kraushaarig werden würden. Auch beklagte er ganz allgemein den Einfluß der Negerkultur in Europa, weil es schädlich für die geistig-rassische Reinheit sei. 1926 schrieb die Witwe des inzwischen verstorbenen Geistersehers, Marie von Sivers, in einer ihrer Einleitungen zu Steiners Vorträgen, über „das Blöde und das Negerhafte“, dem der moderne Europäer als letzter Mode huldige, dergestalt würde er zum „Untersinnlich-Dämonischen streben, das wiederum dem Negerhaften entsteigt“.
Aus historischen Gründen, wird der „Schwarze“ mit verführerischer Exotik und abstoßender Minderwertigkeit in Zusammenhang gebracht. Ich kann mich gut an einen einfach nur peinlichen Onkel von mir erinnern, der wirklich bei jeder Familienfeier von Josephine Baker schwärmte, um jedesmal gleich anschließend zum Besten zu geben, daß ihn der Gedanke mit einer „Negerin“ zu schlafen, abgrundtief anwidern würde: „Bahhhh, ich könnte mich schütteln!“
Der Schwarze verkörpert genau das ansteckend „Untersinnlich-Dämonische“, das angesichts der AIDS-Hysterie (Ansteckung!) in ganz besonderer Weise wieder aktualisiert wurde. Er verkörpert die mühsam in Schach gehaltenen Sexualtriebe. Sie zu unterdrücken, macht uns erst zu „Kulturmenschen“. Wir haben Angst uns „anzustecken“, d.h. „Feuer zu fangen“, und so unseres mühsam aufrechterhaltenen Status verlustig zu gehen, zu „vertieren“. Je niedriger der eigene Sozialstatus ist, d.h. je „negerhafter“ man sich selbst empfindet, desto stärker ist dieser Mechanismus ausgeprägt und entsprechend groß ist der Haß.
Die ekelhafte Pest Rassismus wird es solange geben, bis sich Kinder und Jugendliche auf einer Massenbasis werden frei entfalten können und zu Menschen heranwachsen, die eine wirklich erwachsene, befriedigende genitale Sexualität leben können.
Dieser mörderische Haß auf das Lebendige im allgemeinen und die Genitalität im besonderen ist nicht nur Rechten eigen, sondern auch Linken, obwohl er sich dort einen „humanitären“ Anstrich gibt.
Im folgenden AIDS-Infomertial geht es vordergründig um den Schutz vor „HIV-Viren“, doch tatsächlich steht dahinter die Frauen- und Sexualverachtung, die Mordgelüste der Filmemacher. Auch ist es ihr Bestreben, in Kindern und Jugendlichen alle sexuellen Gefühle zu ersticken, nachdem sie vorher angestachelt worden sind. (Dieser Film wurde speziell für MTV gedreht und richtet sich an Kinder und Jugendliche!) Zu gerne würden sich die Filmemacher a la Che Guevara bei realen Massenerschießungen gütlich tun. Stattdessen sind sie „Aktivisten“ geworden, die ihre Phantasien ausleben:
Frägt man, was von Reich heute übriggeblieben ist, kommt oft die Antwort, daß, frei nach Reichs Schrift von 1934 Was ist Klassenbewußtsein? , „das Private politisch“ sei. Das war beispielsweise einer, wenn nicht der Leitspruch des Feminismus in den 1970er Jahren und gilt bis heute als Essenz der „Emanzipation“ etwa der Schwulen und anderer sexueller Minderheiten.
Das geht so weit, daß das Private, womit natürlich stets das Sexuelle gemeint ist, selbst zu einem politischen Kampfmittel wird. Man denke nur an den Christopher Street Day oder etwa groteske Gruppen wie „Fuck for Forest“. Die Gesellschaft wird mit dem Intimleben Schwerstgestörter belästigt. Reich wurde und wird immer wieder mit dergleichen in Zusammenhang gebracht, etwa „Orgasmen für den Frieden“. Deshalb zum Mitschreiben: Reich steht für das Gegenteil dessen, was diese „Sexrebellen“ vertreten!
Reich:
An die Stelle der Sexualisierung des politischen Lebens unserer Zeit sollte die Politisierung, also die gesellschaftlich korrekte Bewältigung des zerrütteten privaten Daseins treten. (Menschen im Staat, S. 183)
Die Sexualisierung des politischen Lebens analysierte Reich vor allem anhand der Nationalsozialisten, deren gesamte „Politik“ nichts anderes als ein einziger gigantischer „Christopher Street Day“ war. Selbst das Hakenkreuz-Symbol und die SS-Rune standen unterbewußt für den Geschlechtsakt. Siehe dazu meine Ausführungen in Der Blaue Faschismus. Was sagt etwa das bekannte „Friedenssymbol“ aus, das seit den 1960er Jahren wie kein anderes unsere Kultur symbolisiert? Siehe hier.
Die Sexualisierung des politischen Lebens wird erst dann beendet sein, wenn man erkannt haben wird, daß das politische Leben durch den Charakter bestimmt wird, also durch Struktur gewordene pervertierte Sexualität. Sexualität gehört ins Schlafzimmer, nicht in den Reichstag. Genital befriedigte Menschen haben einen freien Kopf und bewältigen ihr Leben selbst. Für sie ist Politik – politisch, d.h. es geht nüchtern um die Ausrichtung des bißchen Staates, den die Arbeitsdemokratie für ihr Funktionieren benötigt.
Solange Politiker die Politik mißbrauchen, um ihre mystischen („rechten“) bzw. mechanistischen („linken“) Impulse auszuleben, wird die Arbeitsdemokratie gefesselt bleiben. Schlagende Beispiele sind Adolf Hitler und Claudia Roth, die die Politik ausschließlich benutzten, um sich selbst zu verwirklichen, d.h. schlicht um sich auszuleben; sozusagen öffentliches Privatleben. Ihr öffentliches Ereifern, ist öffentliche Masturbation und sonst nichts! Oder man denke daran, wie sehr der nüchternen Margaret Thatcher der merkwürdig ekstatische Visionär Helmut Kohl auf den Wecker gegangen ist. Manche Politiker sind einfach nur obszöne Erscheinungen. Leider müssen wir alle für ihren Schweinkram blechen, beispielsweise für die verzückte „Vision“ eines vereinten Europas.
Fünf Jahre zuvor hatten Wissenschaftler, ebenfalls vom St. Stephen’s Hospital in New Delhi, berichtet, daß weibliche Babys in Indien mit einer weitaus größeren Wahrscheinlichkeit sterben wie männliche.
Das Geschlechtsverhältnis bei der Geburt lag bei 869 weiblichen pro 1000 männlichen Babys. Die mittlere Säuglingssterblichkeit lag bei weiblichen Babys 1,3 mal höher als bei männlichen (72 gegen 55 pro 1000). Diarrhöe war insgesamt für 22% der Todesfälle verantwortlich, wobei doppelt so viele Mädchen an Diarrhöe starben. Es gab keine bedeutenden Unterschiede in der Anzahl von Todesfällen durch Ursachen wie Geburtsasphyxie, Blutvergiftung, Frühgeburten und angeborene Fehlbildungen. Bei 10% der Todesfälle gab es keine vorangehende Krankheit und es konnte keine zufriedenstellende Ursache gefunden werden. Drei von vier solcher Todesfälle betrafen Mädchen.
T-online berichtet nun über eine Studie von 2006 derzufolge 10 Millionen Frauen in Indien fehlen. Hinzu kommt die Folter, die Frauen von Geburt an ausgesetzt sind:
Für die drei Monate alte Afreen kam jede Hilfe zu spät. Übersät von blauen Flecken und Brandmalen starb das drei Monate alte Mädchen in einem Krankenhaus in Südindien. Der Säugling hatte nach Ansicht des Vaters das falsche Geschlecht, wie die Mutter der Polizei erzählte: Der 25jährige wollte einen Sohn.
Solche Dramen kommen in ganz Indien vor. Im März starb in der Hauptstadt Neu Delhi ein weiblicher Säugling mit gebrochenen Armen und Schädeltrauma. Kürzlich verhaftete die Polizei im nordindischen Amritsar einen Mann: Er soll seine Frau erwürgt haben, weil sie eine dritte Tochter gebar. Und immer wieder werden weibliche Föten auf Müllhalden oder in alten Brunnen entdeckt.
Das Erschreckende ist, daß dieser Massenmord, dieser „Gender-Holocaust“, dieser flächendeckende Seelenmord durch Vernachlässigung und Folter, durch die Moderne nicht etwa aufgehalten, sondern verstärkt, wenn nicht erst möglich gemacht wurde. Seit 1980 ist es möglich, das Geschlecht von Föten zu bestimmen und alle Inder, die es sich leisten können, merzen entsprechend ihre weiblichen Nachkommen bereits im Mutterbauch aus. Hinzu kommt, daß die Aussteuer, die Mädchen traditionell bei Verheiratung mitgegeben werden muß, mit wachsendem Wohlstand und ausufernden Konsumwünschen astronomische Ausmaße angenommen hat. Ein Mädchen ist gleichbedeutend mit dem finanziellen Ruin!
Man kann sich ausmalen, wie diese geschundenen Wesen, die Frauen Indiens, mit ihren Kindern umgehen! Kein Wunder, daß für die Kinder das Leben ein Jammertal, eine wahrhafte Hölle ist, dem man mit „Spiritualität“ entfliehen muß! Daher, aus dieser seelischen Malaise, stammt die massenmörderische Frauen- und Sexualfeindlichkeit. Hare Krishna!