Posts Tagged ‘Schwarze’

Wenn aus „Antirassismus“ Rassismus wird

6. Februar 2019

Alle Menschen werden über einen Kamm geschert. Es gibt keine Geschlechtsunterschiede mehr und erst recht keine rassischen. Ergebnis dieser Verdrängung der Realität ist jedoch nicht mehr Glück, sondern mehr Frustration. Es ist der helle Wahnsinn Frauen im Krieg an die Front zu schicken, da sie körperlich weniger leistungsfähig sind und weil sie nicht solche gefühlskalten stumpfen Seelenkrüppel sind wie Männer. Es ist unfair einen Chinesen gegen einen Schwarzen sprinten zu lassen oder einen Schwarzen gegen einen Chinesen in der Mathematikolympiade antreten zu lassen. Abweichungen gibt es immer, aber die Statistik ist eindeutig.

Die neue schwarze TATORT-Kommissarin im Interview der Zeitschrift der Deutschen Bahn, mobil (2/2019):

Ich habe diesen runden Hintern, der, wie ich jetzt weiß, ein normaler afrikanischer Hintern ist. Damals [als Kind] wurde mir gesagt, ich hätte eine Fehlstellung. Ich mußte zum Sonderturnen. Beim Ballett sollte ich den Hintern einziehen, aber ich konnte das natürlich nicht und habe mich nur schief gehalten. Ich dachte immer, mit mir würde etwas nicht stimmen.

Alle sind sich einig, wie unsensibel und geradezu „rassistisch“ Frau Kasumba damals behandelt wurde. Man hat sie mit „weißen“ Augen betrachtet. Der „afrikanische Hintern“ verweist auf einen genetisch bedingten grundlegend anderen Hormonhaushalt als etwa bei einer Chinesin. Damit ist aber so gut wie alles anders! Das reicht vom unterschiedlichen Vitamin-D-Haushalt bei Weißen und Schwarzen bis hin zur leidigen Frage nach der unterschiedlichen durchschnittlichen Intelligenz der Rassen. Beim letzteren Punkt rasten alle aus, aber wenn etwa behauptet wird, daß Schwarze „Soul“ haben, der Weißen abgeht, wird überall wohlwollend genickt, so als ob diese Aussage nicht ebenfalls „rassistisch“ ist.

Wenn wir friedlich zusammenleben wollen, dann wird das nicht funktionieren, indem wir alle Unterschiede leugnen. Es ist nicht menschlich, sondern eine unmenschliche Quälerei alle Menschen über den gleichen Kamm zu scheren. Außerdem sendet es verheerende Signale, da sich die jeweils unterlegenen Gruppen ihr chronisches Scheitern nur mit Hilfe irrer Verschwörungstheorien erklären können. Dieser Irrsinn wird potenziert, wenn tatsächlich „Verschwörungen“ hinzutreten. Man denke nur daran, daß in den USA Asiaten systematisch davon abgehalten werden, an den Eliteuniversitäten zu studieren, weil sie sonst alle anderen Rassen hoffnungslos verdrängen würden. Oder etwa die Schwarzen in den USA: ihnen wird von Kindesbeinen von den Medienkonzernen eine Kultur aufgedrängt („Gangsterrap“), die sie fast zwangsläufig in die Mühlen einer Justiz treibt, deren Gesetze („der Krieg gegen die Drogen“) auf geradezu diabolische Weise so gestrickt sind, daß buchstäblich Millionen von Schwarzen in den Knast wandern.

Das Unrecht und das Leid sind unermeßlich, weil die gepanzerten Menschen nicht die lebendige Realität wahrnehmen, sondern Schimären. Der Rassist sieht einen „Ni….“, der vermeintliche „Antirassist“ sieht einen Weißen, mit einer sehr dunklen Hauttönung (so als wenn das nicht ebenfalls eine abgrundtiefe Beleidigung wäre!). Niemand sieht den lebendigen Menschen und alle haben eine Todesangst davor, die Dinge sich frei und organisch entwickeln zu lassen.

Der blinde Fleck der Rechten

6. Oktober 2018

Wir (wer immer das auch sein soll!) können nicht alles Leid aus der Welt schaffen, aber wir können zumindest unnötiges Leid minimieren. Nur Kinder und Linke glauben, man könne etwas tun, ohne dafür einen Preis zu bezahlen. Beispielsweise geht ein Sozialstaat immer mit weniger Freiheit einher und kann nur für eine privilegierte Gruppe gelten, insbesondere für die (um die Worte eines Stückes Scheiße zu verwenden), „die hier schön länger leben“. Rechte vergessen aber gerne, daß dieses Kalkül auch in die andere Richtung geht: ihre Ablehnung von gesellschaftlichen Interventionen ist etwa so vernünftig wie das Vertrauen eines Landschaftsökologen in die Natur angesichts invasiver Pflanzen und Tiere, die einheimische Arten vernichten, und angesichts einer nachhaltig zersiedelten und „flurbereinigten“ Umwelt. „Natürlichkeit“ gibt es hier nur aus Menschenhand.

Irgendwo habe ich mal die Geschichte eines mittelalten rechts-libertären Republikaners aus den USA gehört. Er war immer ein Verächter des europäischen Sozialstaatsmodels gewesen; glaubte, daß jeder seines Glückes Schmied sei und jeder in Amerika selbst die Wahl hätte erfolgreich und glücklich zu sein. Bis er eines Tages bei McDonalds eine spontane Erleuchtung hatte. An der Theke stand eine unattraktive und offenbar nicht sehr intelligente Schwarze, die des Englischen kaum mächtig sich nur in „Ebonics“ (die Rudimentärsprache der Ghettos) ausdrücken konnte und deshalb eine funktionale Analphabetin sein mußte. Plötzlich ging es unserem stets stramm rechten Republikaner auf, daß sie, genauso wie zig Millionen anderer in Amerika, bereits mit diesem Job überfordert war und es schlichtweg kein reales Szenario gab, in dem sie jemals dem Elend entwachsen könnte. Nichts wird sich hier von alleine richten! Das ist die Gegenwahrheit, die die Linke in den USA und in Europa verkörpert. Sie lebt davon, daß bei vielen Menschen selbst Restbestände einer Fähigkeit zur Selbstregulation fehlen.

Der Streit der beiden Parteien (idealtypisch „libertäre Republikaner“ gegen „wohlfahrtsstaatliche Demokraten“) ist nicht auflösbar und daß einzelne die Wahrheit in der Position der Gegenseite sehen und Kompromisse ausarbeiten wollen, führt auch nicht weiter, denn solche Kompromisse sind immer unbefriedigend und wirken schließlich destruktiv. Beispielsweise lassen Subventionen für Arme stets die Preise auf dem freien Markt steigen, was noch mehr Leute in die Armut treibt und so weiter in der sozialistischen Todesspirale. Integriert man umgekehrt in ein öffentliches Gesundheitswesen private gewinnorientierte Anbieter, werden die sich die Rosinen herauspicken, und das solidarische System schließlich in den Kollaps treiben.

Wie raus aus dieser Falle aus unhaltbaren Gegensätzen, aber auch erst recht unhaltbaren Kompromissen? Indem man an die Sache bioenergetisch bzw. „biosozial“, d.h. von der Charakterstruktur der Massen herangeht. Was das konkret bedeutet? Schlicht und ergreifend, daß man sich gesellschaftlichen Problemen nicht mehr mechanistisch oder mystisch nähert, d.h. abstrakt als handele es sich um Maschinenwesen oder Philosophie, sondern individuell. Die weitaus meisten Menschen können durchaus für sich selbst sorgen, übrigens auch oder gerade Menschen mit minderer Intelligenz, denn die sind im Glücksfall spontan und im guten Sinne ungehemmt. Es dürfen ihnen nur nicht sinnlose Hindernisse in den Weg gelegt werden, etwa Anforderungen hinsichtlich irgendwelcher „Genehmigungen“, die selbst Hochbegabte überfordern. Und jene, die wirklich Hilfe brauchen, weil sie selbst zu einer rudimentären Selbststeuerung unfähig sind, wäre mit gezielten Initiativen, wie sie Reich und Charles Konia vorschwebten bzw. vorschweben, weitaus besser gedient, als mit einem Sozialstaat.

Reichs Schüler um Elsworth F. Baker und Charles Konia haben niemals Reichs Sexpol-Programm aufgegeben. Sie haben es weitergeführt und vollendet, während die arroganten Kritiker von vornherein nichts verstanden haben und in überkommenen Paradigmen gefangen sind.

Blogeinträge September/Oktober 2012

8. Juli 2018

Charles Konia beschreibt, wie sich die „biologische Fehlkalkulation“ sieben Jahrzehnte nach Reichs Erstbeschreibung und vier Jahrzehnte nach Paul Mathews‘ Erläuterungen darstellt:

Blogeinträge September/Oktober 2012

  • Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention
  • Obama 2016: Eine Dokumentation über die Rache eines Mannes
  • Kommunismus der amerikanischen Art
  • Man kann nicht beides haben
  • „Es breitet sich wie eine Seuche aus“
  • Willkommen in der Welt des Islam
  • Der biologische Ursprung der Political Correctness
  • Die sozialistische Sehnsucht
  • Die Kultur der Political Correctness und Barack Obama
  • Sozialwissenschaft gegen Soziopolitik
  • Schließlich hat der Kaiser also doch keine Kleider?

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 4)

21. Juni 2018

von Paul Mathews, M.A.*

Rassismus (Fortsetzung)

Es gibt keine schnelle und einfache Lösung für das Rassenproblem und viele heutige Programme sind so kontaktlos, dass wir besser ohne sie auskämen. Sie neigen nur dazu, vorzeitige und ungerechtfertigte Hoffnungen zu wecken, die von Frustration zu Bitterkeit und Gewalt führen. Das einzige, woran man sich orientieren kann, ist der konsequente Verweis auf die biologische Natur des Menschen, seiner Panzerung und Energie. Wenn man einen Patienten behandelt, entkleidet man ihn nicht sofort all seiner Panzerung. Eine solche Praxis würde entweder zu einer weiteren, tieferen Panzerung oder einer Katastrophe führen. Massen von Menschen sind viele solcher Einzelmenschen, für die selbst geringfügige soziale Veränderungen gesteigerte Angst bedeuten. Drastische, plötzliche Veränderungen können zu einem plötzlichen, unerträglichen Zusammenbruch der Hemmungen führen, gefolgt von einem irrationalen und destruktiven Verhalten (Freisetzung von sekundären Trieben). In ihrer Folge kann im Gegenzug eine reaktive Repression zu schlimmeren Übeln und zum Faschismus des entgegengesetzten politischen Pols führen. Die Folgen ungeduldiger, irrationaler sozialer Forderungen und Verhaltensweisen sind oft viel schlimmer als die Bedingungen, die sie ausgelöst haben. Die soziale Analogie ist offensichtlich: Echter und dauerhafter Fortschritt kommt aus den langsamen, schrittweisen und zurückhaltenden Abläufen in der Gesellschaft, die eine erhöhte Toleranz und Konsolidierung des Erreichten ermöglichen und von der Arbeit medizinischer, wissenschaftlicher und pädagogischer Pioniere, die Gewicht legen auf den natürlichen Prozess des menschlichen Funktionierens, intrapsychisch und soziopolitisch. Wie Reich erklärte, „…man wird nicht den Arzt revolutionär [im funktionellen Sinne] nennen, der gegen eine Krankheit mit ausgelassenen Schimpfworten vorgeht, sondern denjenigen, der still, mutig und gewissenhaft die Ursachen der Krankheit erforscht und bekämpft“ (2: S. x)f.

Man kann die Ungeduld und den Groll von Schwarzen verstehen, die so lange einer demütigenden Behandlung unterworfen und von daher ihre unauslöschlichen Narben tragen. Gleichzeitig wäre eine Reaktionsform, die auf diesem sprunghaften Hass beruht, angesichts tief verwurzelter Charaktereigenschaften aussichtslos und selbstzerstörerisch. Jene Schriften von Negern, die es ermöglichen, den Grad der Degradierung zu ermessen, die als Folge rassistischer Voreingenommenheit erlitten wurde, sind in ihrer katalytischen Wirkung für die Korrektur von Ungerechtigkeiten wichtig. Es gibt jedoch einen großen Unterschied im Charakter und in der Motivation jener Schwarzen, die mit Verantwortungsbewusstsein und einem Bewusstsein für die Wirklichkeit des Gesamtbildes schreiben, und diejenigen, die vernichtende, schockierende Denunziationen und Tiraden schreiben, um unversöhnlichen Hass und Gewalt hervorzurufen, die ihren Pestzielen dienen. Der Mensch sollte sich seine „Unmenschlichkeit dem Menschen gegenüber“ vor Augen halten, – aber nicht im Dienste weiterer Unmenschlichkeiten.

Ich möchte nicht die Anwendung spezifischer und örtlich begrenzter Programme auf das bestehende Problem ausschließen. Ich möchte vielmehr betonen, wie wichtig es ist, solche Programme auf ein funktionelles Verständnis des menschlichen Organismus und der Gesellschaft auszurichten. Zu diesen Programmen gehören die Förderung einer maximalen Selbsthilfe und die Förderung gegenseitigen Respekts. Zu diesem Unterfangen müssen wir ständig die gesunde Entwicklung aller Kinder, unabhängig von ihrer Rasse, innerhalb ihres gegebenen Potenzials betonen. Hier spielen pränatale Faktoren und das vorschulische Milieu eine entscheidende Rolle für die künftige Persönlichkeitsentwicklung.

 

Fußnoten

* Pädagoge, Sprachlehrer und Kliniker. Doktorand der Psychologie, New York University. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

 

Anmerkungen des Übersetzers

f Die Massenpsychologie des Faschismus, Kiepenheuer & Witsch, 1971, S. 6

 

Literatur

2. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. New York: Orgone Institute Press, 1946

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 4 (1970), Nr. 1, S. 111-125.
Übersetzt von Robert (Berlin) mit Unterstützung von Peter Nasselstein

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 3)

19. Juni 2018

von Paul Mathews, M.A.*

Rassismus

Rassismus ist, wie Reich gezeigt hat, eine Folge des Mystizismus und der Notwendigkeit, eine patriarchalische Gesellschaftsordnung aufrechtzuerhalten, die durch die der Rassenmischung innewohnenden Freiheit bedroht wäre. Er liefert uns auch Sündenböcke für die Schuldprojektion und das Ausweichen vor persönlicher Verantwortung. So machen sich weiße und schwarze Rassisten gegenseitig für ihre Probleme miteinander verantwortlich. Rassismus, einschließlich anti-schwarze Vorurteile, betrifft nicht nur Amerika, obwohl die öffentliche Aufmerksamkeit dazu neigt, uns das vergessen zu lassen. Er ist seit der Antike eine Pandemie in der Welt und wurzelt in den Tiefen der menschlichen Struktur aus Panzerung und Genitalangst, die zu Verzerrungen und sozialen Problemen führen. Wie die Sexualfeindlichkeit ist er im Charakter eines jeden Menschen verankert. Diese Tatsache entbindet uns nicht von der Verantwortung für die Bewältigung des Problems, sondern hilft uns, eine rationale Perspektive zu erlangen.

Rassismus, der auf Energiestauung und Panzerung basiert, sollte nicht mit rationaler Antipathie verwechselt werden. Eine geächtete und unterdrückte Gruppe kann mit der Zeit Charaktereigenschaften entwickeln, die sich für rationale Abneigung und sogar Unterdrückung anbieten. Brutalität, Unehrlichkeit, Kriminalität, Arroganz, ungesunde Lebensgewohnheiten usw. sind immer Zeichen von Pathologie. Ungeachtet ihrer Herkunft sollten sie nicht geduldet werden. Die bloße selbstaufopfernde Nachsicht für solche Eigenschaften, um die Sünden der Vergangenheit zu sühnen, wird der unterdrückten Gruppe nicht helfen; es wird nur zur (berechtigten) Verachtung für die Gruppe ermutigen, der diese Toleranz gewährt, da sie herablassend und respektlos ist. Hier liegt eine der grundlegenden Unterschiede zwischen den Einstellungen liberaler und konservativer Charaktertypen (1, 2 und 8: S. 173d). Liberale neigen dazu, sich vor ihrer „ererbten Kollektivschuld“ niederzuwerfen und so ihre Gesellschaft (die die Extremisten unter ihnen sowieso verabscheuen) der Destruktivität der unterdrückten Gruppe auszuliefern. Sie opfern sich bereitwillig auf, da sie nicht wirklich betroffen sind, denn sie sind zumeist Mittelschicht und wohlhabend und sie leben nicht in den notleidenden Bezirken, wo man die Hauptlast ihrer Handlungen zu spüren bekommt. Auf der anderen Seite neigen die Konservativen dazu, von anderen das zu erwarten, was sie selbst tun würden (zum Teil aufgrund ihres Gewahrseins der Existenz sekundärer Triebe).

S. I. Hayakawae, der unter Belagerung stehende amtierende Präsident des San Francisco State College – selbst ein ehemaliger Kolumnist einer Negerzeitung in Chicago – hat erklärt: „Es gibt viele Weiße, die für Schwarze nicht den gleichen Standard an Moral und Verhalten wie für Weiße haben. Das ist eine Haltung der moralischen Herablassung und jeder Schwarze, der sich selbst respektiert, hat das Recht, das übelzunehmen und er nimmt dies auch übel.“4 In demselben Artikel wird er zitiert, wie er die „intellektuell schlampige Gewohnheit“ von Weißen und Schwarzen angreift, die jeden als rassistisch anprangern, der sich irgendeiner Negerforderung widersetzt.5

Die liberale Herangehensweise ist, dass Toleranz ein Beweis für die Aufrichtigkeit des Verlangens nach Wiedergutmachung sei und eine Periode notwendiger Katharsis für den Hass und die Wut der unterdrückten Gruppe ermögliche. Dass es so nicht funktioniert, zeigt die Zunahme der Bewegung für Separatismus und Missachtung für Weiße sowie die Zunahme von Gewalt und des Gewaltpotenzials auch in Bereichen, in denen viel gute Arbeit geleistet wurde und Fortschritte erzielt worden sind. Genau wie bei der Pornografie ist eine bloße Massenkatharsis sekundärer Triebe, ohne Vorbereitung oder Kontrolle, ein ähnlich nutzloses und gefährliches Manöver wie bei einem Patienten – umso mehr, als es große Menschenmassen betrifft und lawinenartig zum Krieg anwachsen kann.

Die kriecherische, furchtsame Haltung der Weißen ruft Verachtung bei den Schwarzen hervor und führt zu arroganten, unrealistischen Forderungen der Extremisten, wie dem Aufruf zum Selbstmord bzw. der Vernichtung aller Weißen.6 Dieses umgekehrte Vorurteil und dieser Rassismus ist äußerst gefährlich, da er zu Gewalt und Aufruhr in großem Umfang führt, in Verbindung mit anderen Formen der Pest. Wie der weiße faschistische Rassismus entspringt der Rassismus bestimmter frustrierter, unreifer schwarzer Revolutionäre der Mystik der sekundären Triebe. Er wird also nicht durch den Wunsch motiviert, den Zustand der Schwarzen zu verbessern (wenn auch leidenschaftlich rationalisiert durch ihre redegewandten Psychopathen), sondern durch den zerstörerischen Hass blockierter Energie. Diese pestartigen Charaktere benutzen das Elend ihres eigenen Volkes zur persönlichen Glorifizierung und sinnlosen Zerstörung. In Listen, Little Man! hat Reich erklärt, dass ein Kommunist nicht jemand ist, der die Armen liebt, sondern jemand, der die Reichen hasst. Ebenso sind diese schwarzen Extremisten nicht durch die Liebe zu Schwarzen motiviert (sie versinnbildlichen wirklich einen extremen Hass auf ihre eigene Schwarzheit), sondern durch den Hass auf Weiße. Wie alle Faschisten wollen sie das menschliche Glück überall zerstören, da sie in ihrem gepanzerten Zustand echte Liebe, Arbeit und Wissen – besonders in den Rassenbeziehungen – nicht tolerieren können. Sie sollten nicht von einem leichtgläubigen Publikum, das von schuldbeladenen Liberalen und ihren Kommunikationsmedien irregeführt wird, gepriesen, entschuldigt und gar gefeiert werden.

 

Fußnoten

* Pädagoge, Sprachlehrer und Kliniker. Doktorand der Psychologie, New York University. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

4 New York Daily News, 6. Dezember 1968.

5 Artikel von schwarzen Extremisten werden häufig von Weißen geduldet, selbst wenn sie deren Ausrottung propagieren.

6 Vgl. Artikel von LeRoi Jones, Eldridge Cleaver und anderen schwarzen Nationalisten.

 

Anmerkungen des Übersetzers

d Christusmord, Zweitausendeins, Seite 291/92.
„Wie er es schon in der Vergangenheit getan hat, so wird der Freiheitsscharlatan auch in Zukunft Jugendbewegungen ins Leben rufen, und später wird er das Leben der Heranwachsenden in seinem innersten Kern verraten, indem er, weil er mehr versprochen hat, als er halten kann, noch reaktionärer wird als der gute alte Konservative.“

„Der Konservative, der den gesellschaftlichen Status quo verteidigt, weil er die Schwierigkeiten kennt, die mit der Suche nach der Wahrheit verbunden sind, ist bei weitem ehrlicher. Ihm steht zumindest die Möglichkeit offen, anständig zu bleiben. Der Freiheitsscharlatan muss seine Seele zwangsläufig dem Teufel verschreiben, wenn er vorwärts kommen will.“

e Hayakawa war von 1968-1973 amtierender Präsident des San Francisco State College (heute San Francisco State University).
Stichwort belagert: 1968-69 erbitterter Studenten- und Black Panthers-Streik am College. Längster Streik von Studenten einer akademischen Einrichtung in den Vereinigten Staaten.

 

Literatur

1. Mathews, P.: „A Functional Understanding oft the Modern Liberal Character“, Journal of Orgonomy, 1:138-148, 1967.
2. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. New York: Orgone Institute Press, 1946.
8. Reich, W.: The Murder of Christ. Rangeley, Me.: Orgone Institute Press, 1953

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 4 (1970), Nr. 1, S. 111-125.
Übersetzt von Robert (Berlin) mit Unterstützung von Peter Nasselstein

Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

6. Februar 2017

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Annals of the Institute for Orgonomic Science (1984)

Der mörderische Haß auf das Lebendige (Teil 2)

19. Februar 2015

Die „Emotionelle Pest“, d.h. die Lust an der Zerstörung dessen, was uns auf eine irrationale Weise Angst macht oder unerfüllbare Sehnsüchte in uns wachruft, liegt in uns allen Brach. Beim einen mehr, beim anderen weniger.

Eines der eindeutigsten Beispiele ist die allgegenwärtige teilweise viehische Frauenfeindlichkeit. Sie ist auch ein gutes Beispiel dafür, daß „Emotionelle Pest“ nicht nur eine feste Struktur ist (wie etwa Schizophrenie, Krebs oder eine neurotische Störung), sondern, wie der Name schon sagt, eine ansteckende Pest. Immerhin bedeutet dies auch, daß die Pest sich nicht weiter ausbreiten kann, wenn sie auf eine Mauer von Menschen trifft, die weitestgehend „immun“ sind.

Einer Studie der Universidad de Granada (Mónica Romero-Sánchez, et al.) zufolge, beeinflussen sexistische Witze Männer dergestalt, daß sie Gewalt gegen Frauen mehr akzeptieren als zuvor.

109 männlichen Universitätsstudenten im Alter von 18 bis 26 wurden zuerst hinsichtlich ihrer Einstellung zu Frauen befragt und danach sowohl sexistische als auch neutrale Witze vorgelegt. Als ihnen daraufhin Szenen präsentiert wurden, in denen Frauen in unterschiedlichem Ausmaß Gewalt durch Männer ausgesetzt waren, reagierten jene Männer, die von vornherein entsprechende Tendenzen zeigten, mit einer erhöhten Toleranz für Gewaltausübung gegen Frauen.

Neben der Verachtung und dem Haß auf Frauen gibt es keine größere Verachtung, keinen tieferen Haß als jenen, der gegen Schwarzafrikaner gerichtet ist. Das reicht von den psychotischen „Rassen-Theorien“ der Anthroposophie, die allein schon mehr als ausreichen, um die Waldorfschulen endlich zu verbieten, bis hin zu den alltäglichen Ausfällen gegen „Bimbos“, wenn „der deutsche Mann“ sich vermeintlich unter seinesgleichen glaubt und das Bier seine wahre Gesinnung nach oben schwemmt. Was mich dabei immer bedrückt hat, ist die Intensität dieses Hasses und wie er unweigerlich mit sexuellen und insbesondere „fäkalen“ Anspielungen gespickt ist.

Die Quelle dieses abgrundtiefen Hasses und Mißachtung haben Freud, Reich, Baker und Konia offengelegt:

Erstmal ist da das Primärprozeßdenken a la Rudolf Steiner:

Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. (…) Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen drinnen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammenhängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben.

In diesem infantilen neurotischen „Denken“ wird der Neger nicht nur zur Verkörperung alles Animalischen, seine schwarze Hautfarbe steht auch für „ein Haufen Dreck“ und „Bosheit“. Aufgeladen wird dieser Komplex von unabgeführter und schal gewordener Sexualenergie, die sich schließlich nicht nur in verbalen sadistischen Exzessen entlädt. Man siehe dazu meine Ausführungen über sie sexualökonomischen Grundlagen des Militarismus.

In dem Buch Hitlers afrikanische Opfer räumt der Autor Raffael Scheck mit der Mär von einer Wehrmacht auf, die insbesondere im Westfeldzug, „sauber“ geblieben wäre. Die ersten Opfer des „Vernichtungskrieges“ waren die schwarz-afrikanischen Soldaten der französischen Armee, die unter Flüchen und wüsten Beschimpfungen von deutschen Offizieren massenweise abgeschlachtet wurden. Darunter auch Verwundete. Wären die Opfer „Weiße“, etwa Juden, gewesen, wären diese Vorkommnisse ein großes Thema seit Jahrzehnten. Aber bisher hat sich niemand drum geschert.

Das ganze hatte wenig mit dem Nationalsozialismus zu tun (der hatte allenfalls die Funktion des eingangs erwähnten „Biers“), sondern stand in einer Tradition mit dem versuchten Völkermord an den Hereros in „Deutsch Süd-West“ und dem Niederschlagen des Maji-Maji-Aufstandes in Deutsch-Ostafrika.

Weitere schockierende Belege für den kochenden und brodelnden Haß in jenen, die a la Rudolf Steiner glauben, daß in der „äthiopischen Rasse die Merkurkräfte kochen und brodeln“, bietet Günter Wallraff, der als Somali verkleidet durch deutsche Kneipen zog, sich eine Wohnung mieten wollte oder beispielsweise in Ostdeutschland einem Fußballspiel beiwohnte. Nachzulesen in seinem Buch Aus der schönen neuen Welt.

Wie Wallraff in der Hamburger Morgenpost berichtet, galten ihm, dem vermeintlichen „Schwarzen“, immer wieder Beschimpfungen wie „Affen nach Afrika!“ Jedem Fußballfan sind die Sprechchöre gegen „Schwarze“ in den Stadien vertraut: „Hier, hol dir deine Banane!“ Wallraff:

Ich war beim Fußballspiel Cottbus gegen Dresden. Wenn da nicht die Polizei gewesen wäre, hätten die mich alle gemacht.

Was in den von Wallraff beschriebenen Massen vorgeht; was diesen mörderischen Haß provoziert, kann man wirklich am besten erfassen, wenn man sich mit dem anthroposophischen Rassismus befaßt. Nirgendwo sonst wird offensichtlicher, was Reich in der Massenpsychologie des Faschismus unter den Stichworten „Rassereinheit, Blutsvergiftung und Mystizismus“ diskutiert.

Der Haß gegen den „Schwarzen“ beruht auf der Angst vor „Kontamination“. Beispielsweise forderte 1922 Rudolf Steiner Schwangere auf, sie sollten damit aufhören, die damals populären „Negerromane“ zu lesen, da durch den geistigen Einfluß dieser Lektüre auf den Fötus ihre Kinder negroid, grau und kraushaarig werden würden. Auch beklagte er ganz allgemein den Einfluß der Negerkultur in Europa, weil es schädlich für die geistig-rassische Reinheit sei. 1926 schrieb die Witwe des inzwischen verstorbenen Geistersehers, Marie von Sivers, in einer ihrer Einleitungen zu Steiners Vorträgen, über „das Blöde und das Negerhafte“, dem der moderne Europäer als letzter Mode huldige, dergestalt würde er zum „Untersinnlich-Dämonischen streben, das wiederum dem Negerhaften entsteigt“.

Aus historischen Gründen, wird der „Schwarze“ mit verführerischer Exotik und abstoßender Minderwertigkeit in Zusammenhang gebracht. Ich kann mich gut an einen einfach nur peinlichen Onkel von mir erinnern, der wirklich bei jeder Familienfeier von Josephine Baker schwärmte, um jedesmal gleich anschließend zum Besten zu geben, daß ihn der Gedanke mit einer „Negerin“ zu schlafen, abgrundtief anwidern würde: „Bahhhh, ich könnte mich schütteln!“

Der Schwarze verkörpert genau das ansteckend „Untersinnlich-Dämonische“, das angesichts der AIDS-Hysterie (Ansteckung!) in ganz besonderer Weise wieder aktualisiert wurde. Er verkörpert die mühsam in Schach gehaltenen Sexualtriebe. Sie zu unterdrücken, macht uns erst zu „Kulturmenschen“. Wir haben Angst uns „anzustecken“, d.h. „Feuer zu fangen“, und so unseres mühsam aufrechterhaltenen Status verlustig zu gehen, zu „vertieren“. Je niedriger der eigene Sozialstatus ist, d.h. je „negerhafter“ man sich selbst empfindet, desto stärker ist dieser Mechanismus ausgeprägt und entsprechend groß ist der Haß.

Die ekelhafte Pest Rassismus wird es solange geben, bis sich Kinder und Jugendliche auf einer Massenbasis werden frei entfalten können und zu Menschen heranwachsen, die eine wirklich erwachsene, befriedigende genitale Sexualität leben können.

Dieser mörderische Haß auf das Lebendige im allgemeinen und die Genitalität im besonderen ist nicht nur Rechten eigen, sondern auch Linken, obwohl er sich dort einen „humanitären“ Anstrich gibt.

Im folgenden AIDS-Infomertial geht es vordergründig um den Schutz vor „HIV-Viren“, doch tatsächlich steht dahinter die Frauen- und Sexualverachtung, die Mordgelüste der Filmemacher. Auch ist es ihr Bestreben, in Kindern und Jugendlichen alle sexuellen Gefühle zu ersticken, nachdem sie vorher angestachelt worden sind. (Dieser Film wurde speziell für MTV gedreht und richtet sich an Kinder und Jugendliche!) Zu gerne würden sich die Filmemacher a la Che Guevara bei realen Massenerschießungen gütlich tun. Stattdessen sind sie „Aktivisten“ geworden, die ihre Phantasien ausleben:

Siehe auch die Bilder in Der HIV-AIDS-Komplex.