Posts Tagged ‘Erster Weltkrieg’

Donald Trump und die Arbeitsdemokratie

12. Mai 2018

Der Westen wird von jeher von Gesindel regiert. Diese Leute haben den Ersten und Zweiten Weltkrieg zu verantworten, die Entstehung der UdSSR und der Volksrepublik China und das Leid, das die Entkolonialisierung mit sich gebracht hat. Es waren lebensferne Nichtsnutze wie Churchill, ein typisches Produkt der englischen Oberschicht, der sein Leben lang keine Geldbörse besaß und nie ein Geschäft betreten hat. Parasiten, die die Politik als eine Art Hobby betrieben. Oder man nehme Willy Brandt, lebenslang ein Funktionär und drittklassiger Schreiberling für die Parteipresse. Für derartige Leute, man nehme nur Kohl oder Merkel, ist die Politik die Karriereoption, weil sie im wirklichen Leben kaum etwas zustande gebracht hätten. (Die Doktorarbeiten dieser beiden Kanaillen sind schlichtweg lächerlich!)

Und dann kommt ein Trump, eindeutig ein Unfall im Politikgeschäft, der das Politgesindel bis heute aus der Fassung bringt, und löst „Probleme“, die für einen Clinton, Bush und Obama unlösbar waren. Ein tragikomischer Haufen wie der IS, ein bankrotter Kleinstaat wie Nordkorea und ein vollständig unbedeutender Regionalkonflikt, wie Israel und seine Nachbarn: innerhalb weniger Monate sind diese Scheinprobleme vom Tisch und was den Iran betrifft, werden wir uns noch alle wundern.

Trumps Geheimnis ist schlicht, daß er sein ganzes Leben nichts anderes gemacht hat, als materielle Werte zu schaffen. Mit einem Trump hätte es nie den Wahnsinn der beiden Weltkriege und aller daraus hervorgehenden Schrecken gegeben, kein Mensch bräuchte heute hungern und wir wären dabei das Sonnensystem systematisch zu besiedeln. Was uns davon abgehalten hat, sind Vollnulpen a la Schäuble oder Nahles, die null Verbindung zum Leben, zur Arbeitsdemokratie haben und die durch diese Welt tapsen wie verpeilte Kleinkinder. Wie lange werden sich die hartarbeitenden Massen noch von Kindsköpfen wie Macron und May auf der Nase herumtanzen lassen? MAN VEREGENWÄRTIGE SICH MAL DEN WAHNSINN, DASS EINE NAHLES BUNDESKANZLERIN WERDEN KÖNNTE! Oder daß ein Hitler, ebenfalls ein vollkommen nutzloser Hallodri, tatsächlich Reichskanzler geworden ist… Was für ein Irrenhaus.

Gott segne Donald J. Trump!

Die depressiven KINDER DER ZUKUNFT

24. Februar 2018

Auf der Heimatseite der Jungen Freiheit ist ein interessanter Artikel über die auffällige Depressivität der heutigen Studentengeneration erschienen. Die Erklärungsversuche bewegen sich im üblichen Freudistischen (gegen das Ich gekehrte Aggression) und Marxistischen (Entfremdung in der neoliberalen Welt) Erklärungsansätzen. Im Prinzip immer noch der gleiche Murx, mit dem Reich in den 1920er und 1930er Jahren konfrontiert war! Was wäre dann eine „Reichistische“ (bioenergetische) Erklärung dieses Phänomens?

Zunächst einmal: Was sollen eigentlich die Generationen des 30jährigen Krieges der Neuzeit (Erster und Zweiter Weltkrieg) und des Wiederaufbaus eines in jeder denkbaren Hinsicht hoffnungslos zerstörten Landes sagen?! „Überforderung“, „Leistungsdruck“, „Zukunftsangst“, „Existenzangst“? DASS ICH NICHT LACHE! Den wahren Grund des modernen Jammerns findet sich in einem Faktor, den niemand berücksichtigt, obwohl er jedem ins Auge springen sollte: die antiautoritäre Gesellschaft.

Was die Kindererziehung betrifft geht sie mit zweierlei her: 1.) eine Entfremdung zwischen Kind und Eltern, die, frei nach Fritz Perls, sich selbst entfalten wollen; und 2.) auf dem Insistieren, daß sich ihrerseits die Kinder frei entfalten sollen: frei von allen Gefahren und Herausforderungen. Ergebnis sind überängstliche und gleichzeitig arrogant altkluge Jugendliche, denen es an Urvertrauen („Substanz“) mangelt und die nie dem rauhen Wind der Wirklichkeit ausgesetzt waren, der ihre hehren Vorstellungen und Illusionen sofort zerfetzen würde. Kontaktlose Kreaturen, die in einer kontaktlosen Welt aufgewachsen sind. Kein Wunder, daß sie mit dem Beginn des Erwachsenseins deprimäßig abkacken!

Würde man uns Ältere in der abgelegensten Wildnis Sibiriens aussetzen: Nichts kann das Urvertrauen erschüttern, das uns unsere Mütter mit auf dem Weg gegeben haben. Den Widerstand eines kalten und vollkommen gleichgültigen Universums gewöhnt, würden wir Verantwortung übernehmen und uns zunächst einen Unterstand für die Nacht herrichten und überlegen, wie wir an Wasser, Nahrung und Feuer kommen können. Die heutigen Memmen würden – um Hilfe rufen und hemmungslos flennen, bis irgendein Wolfsrudel oder ein hungriger Bär sie aus ihrer Agonie befreit.

nachrichtenbrief60

21. August 2017

DER ROTE FADEN: Der Weg in den Kommunismus

3. April 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion:

a. Der Weg in den Kommunismus

nachrichtenbrief1

25. März 2017

Roter und schwarzer Sadismus

7. Februar 2017

Dem Kommunisten geht es um Macht um ihrer selbst willen (die berühmte „Machtfrage“). Da er vom Kern abgetrennt ist, ist die absolute Kontrolle die einzige Möglichkeit, um mit dem inneren Terror (der Orgasmusangst, Angst vor „Kontrollverlust“) fertigzuwerden. Der Faschist hingegen mit seinem verzerrten Kernkontakt sieht sich als „Ritter“, der einer Mission „im Auftrag des Herrn“ folgt, dem Ozeane von Blut geopfert werden. Der norwegische Massenmörder Breivik ist ein gutes Beispiel, die Kämpfer des Islamischen Staats sind ein anderes.

Vom Ödipuskomplex her betrachtet, rebelliert der Kommunist gegen den brutalen Vater, während der Faschist sich mit ihm identifiziert und ihn zu übertrumpfen sucht. Der Kommunist versucht die überkommene Ordnung zu zerschlagen, der Faschist versucht sie karrikaturhaft zu überbieten. Man schaue sich nur an, was nach dem Ersten Weltkrieg in Europa geschah.

Wie lautet der Spruch? „Der Kommunist tötet dich zu deinem Besten, der Faschist tötet dich zu seinem Besten.“ Die Handlungen des Kommunisten werden durch seine intellektuelle Abwehr bestimmt. Entsprechend ist sein Sadismus eingebettet in ein Gedankensystem, das moralische Überlegenheit signalisiert. Der Faschist, mit seiner muskulären Abwehr, lebt schlicht seine Brutalität aus.

Die sexuelle Revolution

7. Januar 2017

Als Reich aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrte und nach einem Semester Jura anfing Medizin zu studieren, organisierte er zusammen mit seinem damaligen Freund Otto Fenichel ein privates Studentenseminar über eine Leerstelle im offiziellen Lehrplan: die Sexologie. Über dieses Seminar kam er in Kontakt mit Freud und wurde sehr schnell Psychoanalytiker. Was ihm bereits damals auffiel, war, wie imgrunde fremd ihm die Herangehensweise der damaligen Sexologen und Psychoanalytiker war, die sich detailversessen an allen möglichen Perversionen abarbeiteten, das eigentliche Thema aber verfehlten: die gewöhnliche Sexualität des Menschen bzw. das, was sich die meisten Menschen als erfüllende Liebe ersehnen. Entsprechend lebte er als Sexualaufklärer in einer vollkommen anderen Welt als etwa Magnus Hirschfeld. Es gab praktisch keinerlei Berührungspunkte. Man muß auch daran denken, daß zu der Zeit, als Reich in Berlin tätig war, Berlin als die „Sexhauptstadt“ der Welt galt. Nichts davon ist in seinem persönlichen Leben oder in seiner „Sexpol“-Arbeit zu finden. Entsprechend verband ihn in Amerika so gut wie nichts mit Leuten wie Henry Miller oder Alfred Kinsey. Vielmehr galt er wegen seines Beharrens auf der Genitalität als prüde und außerdem betrachteten ihn beispielsweise die damaligen Anarchisten, die für „sexuelle Freiheit“ fochten, als eine Gefahr, weil sie befürchteten mit seiner „Pseudowissenschaft“ in einen Topf geworfen zu werden.

In seiner Sexpol-Arbeit beschäftigte er sich natürlich auch mit Perversionen, Hermaphroditen, etc. doch dies nie in seinen öffentlichen Vorträgen, sondern nur in Einzelgesprächen, wo es darum ging, daß das ganze kein Problem der Moral sei, daß sich der betreffende nicht schämen müsse, wo er weitere Hilfe finde, etc. Das kontrastiert auffallend zur „modernen“ Herangehensweise, Minderheitenprobleme in den Mittelpunkt zu stellen und das, was „die Massen“ angeht, an den Rand zu schieben.

Kurioserweise wurde von Anfang an versucht Reich mit der „sexuellen Revolution“ der 1960er Jahre in Verbindung zu bringen, allein schon wegen des gleichnamigen Buchtitels von Reichs Mitte der 1940er Jahre erschienenen Buches. Doch ist es vollständig abwegig Reich in irgendeine Beziehung etwa zum Playboy oder anderen Vermarktern von „Sex“ zu setzen. Man schaue sich nur den Film What‘s New Pussycat aus dem Jahre 1965 an. Nichts verband ihn mit den Hippies und selbst in der Studentenbewegung, man denke nur an Cohn-Bendit, wurde eindeutig Herbert Marcuse bevorzugt und Reich der „Fetischisierung der Genitalität“ geziehen.

Die wahre „sexuelle Revolution“ hatte für Reich verschiedene Aspekte. Zunächst einmal ging es um die Herstellung einer grundsätzlich sexualpositiven, lebensfreundlichen und das hieß für Reich anfangs vor allem antireligiösen Atmosphäre. Diese stellte er etwa auf den Massenversammlungen der Sexpol in Wien und Berlin her. Heute kann man kaum sagen, daß die gesellschaftliche Atmosphäre „sexualpositiv“ ist, vielmehr ist sie von Angst geprägt nicht irgendwelchen Kriterien zu genügen und ständig wird Angst vor Geschlechtskrankheiten, insbesondere HIV eingeflößt. Hinzu kommt, daß heute „Sex“ weitgehend als Ersatz für familiäre Wärme und emotionalen Kontakt herhalten muß. Bei Migranten herrschen heutzutage ähnliche Verhältnisse wie damals im erzkatholischen Österreich oder in der damaligen deutschen Provinz und selbst die Deutschen sind alles andere als „antireligiös“, vielmehr greift eine „Spiritualität“ um sich, die die Menschen erst recht von ihrer Sexualität entfremdet.

Einer der Hauptgegensätze zwischen Reich und Freud war die Natur des Ödipuskomplexes. Für Freud war er eine biologische Gegebenheit, aus der sich die Kultur entwickelt hat, die deshalb untrennbar mit der Neurose verknüpft sei. Für Reich war er ein Kunstprodukt der patriarchalen Familienstruktur und würde sich, zusammen mit der Neurose, mit dem Verschwinden der Familie, wie wir sie kennen, in Luft auflösen. Er schaute dabei hoffnungsvoll nach Rußland und dessen Experimenten mit „kollektiver Erziehung“. Reich dachte dabei vor allen an von den Kindern selbstgesteuerte „Kinderrepubliken“, in denen kindliche Sexualität ausschließlich zwischen etwa gleichaltrigen Kindern stattfindet. Gleichzeitig erkannte Reich im Laufe der Zeit aber immer deutlicher, wie sehr das Kind vom Augenblick der Geburt an die körperliche und vor allem emotionale Nähe seiner Mutter braucht, um gesund heranzuwachsen. In der sogenannten „sexuellen Revolution“ kam es jedoch, nicht zuletzt durch den Einfluß der orthodoxen Psychoanalyse, die bei zu engem Kontakt zwischen Kindern und Eltern immer eine „Aktivierung des Ödipuskomplexes“ witterte, zu einem Wegbrechen dieses Urvertrauens. Für Kinder und Jugendliche wurde „Sex“ zu einem Ersatz für diese Nähe und Menschen mit pädophilen Tendenzen sahen sich berufen, die Sexualität von Kindern „zu befreien“, wobei sie sich irrwitzigerweise teilweise sogar auf Reich beriefen.

Durch den Zerfall der alten triebgehemmten autoritären Ordnung und ihre schrittweise Ersetzung durch eine triebenthemmte antiautoritäre „Unordnung“ ist es infolge der „sexuellen Revolution“ zu einer grundlegenden Veränderung der Panzerstruktur des Durchschnittsmenschen gekommen, nicht zuletzt auch durch die Verbreitung legaler und illegaler Drogen, insbesondere Marihuana: muskuläre Panzerung wurde weitgehend durch okulare (Augen-) Panzerung ersetzt, was zu einem Zustand allgemeiner Kontaktlosigkeit, einem höheren Angstpegel und allgemeiner Orientierungslosigkeit führt, die die Augenpanzerung immer weiter verstärkt.

Paläokonservative gegen Neokonservative

19. Dezember 2016

Vor einem Jahrhundert beherrschte der Westen den gesamten Planeten. Seitdem reibt er sich in nicht enden wollenden Selbstmordversuchen immer weiter auf. Fast immer geht es um unsinnige Garantien und lächerliche „Freundschaften“. Was hatte, beispielsweise, um alles in der Welt, Amerika im Ersten Weltkrieg verloren? Hat es sich für England wirklich gelohnt, wegen einem lächerlichen Regionalkonflikt (Wegerechte durch Westpreußen und der Status von Danzig, zwei Gebiete, die überwiegend von Deutschen besiedelt waren!), den Zweiten Weltkrieg vom Zaun zu brechen? Man sehe sich die folgende Dokumentation an, die ich zwar ebenfalls ziemlich einseitig finde – aber für die andere Seite sorgen ja Schule und Medien, die uns tagtäglich neu umerziehen:

Am Ende hatte wirklich jeder verloren. Das Perfideste ist vielleicht, daß im öffentlichen Bewußtsein die Vorstellung vorherrscht, daß gegen Hitler gekämpft werden mußte, um die Juden zu retten! Der Holocaust begann jedoch erst nachdem man in den Krieg hineingeschlittert war – und während des Krieges ging es von alliierter Seite dezidiert ganz und gar nicht um die Juden. Tatsächlich scherte man sich einen Dreck um sie! (Man nehme nur Reich in Amerika: er verbrachte seine Urlaube u.a. deshalb im Zelt, weil in weiten Teilen der USA neben den Hoteleingängen stand: „Nur für Christen!“) Und den deutschen Widerstand gegen Hitler haben sie geradezu sabotiert.

Heute haben wir fast ein identisches Szenario mit dem Iran, der seit nunmehr drei Jahrzehnten „eingekreist“, „eingedämmt“ und zum Hort alles Bösen stilisiert wird. Tatsächlich sind aber Saudi-Arabien und die anderen Golfmonarchien unsere wirklichen Todfeinde, wie einst die Sowjetunion der wirkliche Todfeind der freien Welt war. Die Ölscheichs finanzieren Al Kaida, ISIS und die schleichende Islamisierung des Westens; sie sind es, die uns unterwandern, nicht die Iraner! Die Schiiten sind eine kleine krypto-christliche Minderheit im Weltislam und müssen entsprechend radikal islamistisch (und extrem israelfeindlich) auftreten, doch in der Realität – oder sagen wir lieber perspektivisch – sind sie wegen ihres Status als bedrängte Minderheit, die nicht mal wirklich mohammedanisch ist, eher auf unserer Seite.

Moral oder gar „Gefühle“ haben in der Politik nichts zu suchen, sondern nur Interessen! Das hatte beispielsweise General Patton beherzigt, als er am Ende des Krieges meinte, daß die Deutschen die falschen Gegner gewesen waren und man nun zusammen mit den Resten der Wehrmacht doch bitte gegen den wahren Feind, die Sowjetunion ziehen sollte. Wenige Jahre später hat (bzw. natürlich hätte) man genau das ja auch tatsächlich getan! Nur, daß die Wehrmacht nun „Bundeswehr“ hieß und amerikanische Uniformen trug.

Genauso mag es heute vielleicht moralisch gut aussehen, gegen den „Islamo-Faschismus“ der Iraner anzugehen, aber tatsächlich ist es ein lächerlicher Nebenschauplatz, denn währenddessen breitet sich der saudische Wahabismus über den Planeten aus. Ja, die Bahais werden im Iran blutig verfolgt, aber währenddessen ist die arabische Halbinsel „juden- und christenrein“!

Es ist gut möglich, daß sich am Konflikt mit dem Iran (ein Konflikt, der hinter dem gesamten „arabischen Frühling“ steht, nicht nur hinter dem Krieg in Syrien!) ein neuer Weltkrieg entfacht – und wieder wird der Westen gegen den falschen Gegner antreten. So abgrundtief widerlich und hassenswert das Regime der Ayatollahs auch sein mag: sie sind es, die die Wahabiten in Schach halten.

Ich hatte mich in den 1980er Jahren tierisch über die vermeintliche „Idiotie“ von Rainer Zittelmann (übrigens ein Krypto-Reichianer) aufgeregt, der versucht hatte, den gordischen Knoten der linken Dominanz in Westdeutschland durch eine Neubewertung des nationalsozialistischen Regimes und des Zweiten Weltkrieges zu durchtrennen, d.h. die „Umerziehung“ frontal anzugreifen. Ich betrachtete Zittelmanns Ansatz als gemeingefährliche Idiotie, denn darauf warten ja die Linken: daß Konservative sich als klammheimliche „Nazis“ outen.

Doch erstens nehmen die Linken diese Gleichsetzung ohnehin vor und zweitens: bei mir hat Zittelmanns Taktik mit einer jahrzehntelangen Inkubationszeit gewirkt. Der Zweite Weltkrieg gilt als das Beispiel für einen „gerechten Krieg“ und mit dem Stichwort „Hitler“ läßt sich seitdem wirklich alles rechtfertigen: der Irak, das Kosovo, der Iran, die Überfremdungspolitik… Ich gönne Hitler, Saddam, Milosevic, Gaddafi, etc. ihr Schicksal von ganzem Herzen, aber… Aber, beispielsweise, ohne die durchweg idiotischen Interventionen der Engländer hätte die Wehrmacht Hitler weggeputscht und der Nazispuck wäre verpufft. Den Engländern ging es aber ohnehin nicht um Hitler und erst recht nicht um die Juden, sondern dezidiert um die Vernichtung des Deutschen Reiches von 1871! Saddam und sein unmittelbares Umfeld hätte man beseitigen können und durch ein „normales“ arabisches Regime ersetzten können, ohne Tausende GIs für die „Demokratie“ zu opfern, die in einer Stammesgesellschaft ohnehin nicht funktionieren kann. Das gleiche gilt für Afghanistan und überhaupt alle großartigen Projekte der Neokonservativen, die so auftreten, als wollten sie der Geschichte im Sinne von Marx Beine machen: orientalische Despotie → bürgerliche Demokratie → das Paradies auf Erden (Kommunismus). Genuine Konservative setzen einfach die Interessen ihres Landes durch und achten darauf, daß die Kosten nicht den Gewinn übersteigen: fertig.

Nationalismus und Globalismus

10. Oktober 2016

Im US-Wahlkampf geht es gegenwärtig weniger um Links und Rechts, sondern um Nationalismus und Globalismus. Wie neulich ein „kapitalistischer“ Nadelstreifen-Heini vor Verachtung sagte: „Die Fremdenfeindlichkeit der Leute im Osten ist so irrational. Kein Land der Welt profitiert so sehr von der Globalisierung!“ Und daneben bettelte ein Punker mit seinem „No Borders!“-Sticker.

Auch Reich plädierte von Anfang bis Ende seiner Karriere für den Globalismus. Wie sollte er auch anders reagieren als Heimatloser, der durch den nationalistischen Irrsinn des Ersten Weltkrieges gegangen ist und schon bald von einem Exil ins andere fliehen mußte, sich Europa aber in eine Ansammlung von landesgroßen Festungen verwandelt hatte. Er wußte noch, daß es vor dem Ersten Weltkrieg keine Paßpflicht gab. Angesichts der biologischen bzw. bioenergetischen Funktionen, die er entdeckt hatte, waren die Unterschiede zwischen Völkern und „Rassen“ vollkommen nebensächlich und verloren jedwede Bedeutung. Die Arbeitsdemokratie sei inhärent internationalistisch und die willkürlichen politischen Grenzen zwischen den Ländern (man denke nur an den Zerfall Österreich-Ungarns!) wären in dieser Hinsicht zerstörerisch.

Ist dieser Blog aber nicht anti-globalistisch und, oh Schreck, nationalistisch? Dazu ist dreierlei zu sagen:

  1. Was früher eine Wahrheit war, ist heute eine Lüge und wird in Zukunft wahrscheinlich wieder eine Wahrheit sein. Wir mögen einen Vorteil durch offenen Warenverkehr haben, aber Menschen ohne jedes Hindernis ins Land zu lassen, bringt fast ausschließlich Probleme mit sich, zumal es wohl kaum ein Land gibt, daß für zuwanderungswillige Fachkräfte (Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler, etc.) derartig unattraktiv ist – und durch die Einwanderung des Lumpenproletariats Südosteuropas, Arabiens und Afrikas auch immer unattraktiver wird. Und überhaupt: der globalisierte Kapitalismus mag zwar von den Wirtschaftsdaten Deutschlands her betrachtet sehr gut aussehen, doch tatsächlich zerstört er die Mittelschicht, mittelständische und Kleinstunternehmen, die Familienbetriebe in der Landwirtschaft und nicht zuletzt unsere gesamte Kultur. Mit anderen Worten: er zerstört die Arbeitsdemokratie in Deutschland. Auch wenn die von der vaterlandslosen Großindustrie bestimmten Medien das Gegenteil verkünden!
  2. Es ist unstreitig, man denke nur an die „Ethno-Medizin“, daß es gewichtige Unterschiede zwischen Rassen und Völkern gibt. Wie sollte das auch anders sein, schließlich ist der Mensch ein Tier und unterschiedliche Tierpopulationen verhalten sich unterschiedlich, sind unterschiedlich. Beispielsweise kann man indische Elefanten zähmen, afrikanische prinzipiell nicht. Es macht in dieser Beziehung wenig Sinn, auf tiefere Funktionen oder gar auf „den Elefanten an sich“ zu verweisen! Daß etwa weltweit und so gut wie ohne Ausnahme sich ostasiatische Einwanderer (etwa Chinesen und Koreaner) sehr gut einpassen und spätestens in der zweiten Generation erfolgreich sind, während Schwarzafrikaner nur selten auf einen grünen Zweig kommen, ist der Biologie zu schulden, etwa dem angeboren geringeren Testosteronspiegel der Asiaten, der die Anpassung an die fremde Gesellschaft erleichtert, verbunden mit einem angeborenen höheren IQ. Reichs anti-genetische und „anti-faschistische“ Argumentation mag zwar sehr sympathisch sein, doch aus heutiger Sicht ist sie mehr Ideologie als Wissenschaft!
  3. Reich hatte vollkommen recht. Man muß nur die unterschiedlichen Ebenen auseinanderhalten. Er sprach von der bioenergetischen Ebene unterhalb der Genetik und der biosozialen („arbeitsdemokratischen“) Ebene unterhalb der Ökonomie. Das bedeutet aber nicht, daß man deshalb der Ideologie von Frau Merkel, der Grünen und der Bertelsmann-Stiftung folgen muß, die überall „Rassismus“ wittert, den Nationalstaat abschaffen will und die totale Globalisierung preist. Diese Ideologie ist genau jene Wahrheitskrämerei, die Reich so verabscheut hat. Manchmal muß man mit allen Mitteln die Gegenwahrheit, d.h. die oberflächliche Ebene, gegen die Wahrheit, d.h. die tiefere Ebene, verteidigen.

Über den Krieg

29. September 2016

Der lebenslange Stubenhocker Freud räsonierte angesichts des Ersten Weltkrieges über die tiefsitzende Grausamkeit der menschlichen Natur. Der Krieg ließe „den Urmenschen in uns wieder zum Vorschein kommen“. Reich, der als Leutnant jahrelang an der besonders grausamen italienischen Front stand und ständig damit beschäftigt war, arme Bauernburschen in den sicheren Tod zu schicken, imponierte etwas ganz anderes: die abgrundtiefe Stupidität der Kriegsmaschinerie, in die sich er und andere willenlos einpaßten. Für Reich war der Krieg nichts „Urmenschliches“, sondern der Höhepunkt der „Maschinenzivilisation“.

Freuds Schlußfolgerung aus der hohlen Hand war, daß der Mensch seine „bösen Trieb“ kontrollieren und ständig auf der Hut vor seiner „(un)menschlichen Natur“ sein müsse. Reichs aus dem Leben gegriffene Antwort auf den Krieg bzw. eine Gesellschaft, die solche Kriege möglich machte, war das genaue Gegenteil: durch Aufklärung, Therapie, vor allem aber durch Kindererziehung Menschen heranzubilden, die lebendig sind und sich nicht mehr zu willenlosen Anhängseln von fleischzerfetzenden und knochenzermahlenden Maschinen machen lassen. Letztendlich steht Sexualverneinung („Lebenstriebverneinung“) gegen Sexualbejahung („Lebenstriebejahung“).

Siehe dazu meine Kinder der Zukunft-Seite.