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„Orgontherapie“ als perverse (sado-) masochistische Zwangshandlung

19. Juni 2026

„Reichianische“ Therapie und ab und an sogar Orgontherapie (in diesem Fall „Orgontherapie“) ist kaum mehr als eine Kombination aus dem ständigen Aufsuchen des kindlichen Traumas, auf das das heutige Leid zurückgeht, plus dem Hervorrufen physiologischer Flashs, die das aktuelle Leiden so kaschieren, daß es akzeptabler wird. Man zittert, erbebt, schreit, hat „Anfälle“ etc. „Es passiert was.“ In Wirklichkeit passiert rein gar nichts bei dieser Kombination von schlechter Psychotherapie und sadistischer „Körperarbeit“!

Das Reaktivieren des kindlichen Ungemachs erfolgt im Sinne des Freudschen Wiederholungszwangs, weil man auf magische Weise einen anderen Ausgang erwartet, irgendeine Lösung im nachhinein, ein zufriedenstellendes Schließen der offenen Gestalt. Das wird natürlich niemals eintreten! Wie auch? Man wird die ausgedrückte Zahnpasta nicht zurück in die Tube kriegen und stattdessen immer wieder von neuem an der alten Wunde verbluten!

Eine entsprechende Illusion entsteht allenfalls, weil man die damaligen Affekte und Emotionen von neuem erlebt, wogegen sicherlich nichts einzuwenden ist und was fraglos tatsächlich einen therapeutischen Effekt haben kann, aber es kann auch schnell zu einem kontaktlosen Ausagieren um seiner selbst willen entarten und mit einem ständigen Retraumatisieren einhergehen, was dann wieder nach „Aufarbeitung“ verlangt. Ein Teufelskreis, der einen immer tiefer in den seelischen Sumpf treibt.

Man bleibt jedoch bei der Stange, weil die Entspannung und das hemmungslose(re) Ausatmen in der „Reichianischen“ „Körpertherapie“ einen energetisch expansiven Zustand hervorruft, dem man ebenso suchtartig verfallen kann, wie der besagten hoffnungsvollen psychologischen „Aufarbeitung“, und deshalb immer wieder in den Therapiestunden („Therapie“) erlangen muß wie etwa bei Alkohol- oder Drogen- oder irgendeiner anderen Sucht. Das ist nichts als ein billiger Ersatzkontakt, der den „Therapeuten“ ähnlich ihren Lebensunterhalt sichert, wie Junkies das luxuriöse Leben ihrer Dealer finanzieren. Auf diese Weise erhält die „Therapie“ die Neurose und die neurotisierenden gesellschaftlichen Verhältnisse aufrecht. Ein schlimmerer Verrat an Reichs Lebenswerk ist kaum denkbar!

Es ist wie bei der Frau, die sich immer und immer wieder erniedrigen und vergewaltigen läßt und darauf insistiert, nur so könne sie „kommen“. Ihr gesamtes Sexualleben gruppiert sich um ihr Kindheitstrauma, das sie zwanghaft reinszeniert, um es endlich zu bewältigen, was natürlich nie und nimmer geschehen wird. Das wird zur selbstzerstörerischen Sucht, zumal die erneute Vergewaltigung jedesmal für einen Kick und einen Flash sorgt, der sie vermeintlich „befriedigt“.

Orgontherapie ist etwas grundsätzlich anderes als das Aufsuchen der traumatischen Vergangenheit und das sinnlose Hervormanipulieren vermeintlich spontaner „bioenergetischer“ Ausbrüche in der Gegenwart, die tatsächlich kaum mehr sind als der Ausdruck von masochistischer Kontaktlosigkeit. Wirkliche Orgontherapie ist die Auflösung von Kontaktlosigkeit und die Vereinigung und Integration der in der kindlichen Entwicklung zersplitterten Teilpulsationen zum einheitlichen Orgasmusreflex und sonst nichts. Ohne diese beiden Elemente sind „Reichianische“ „Körperpsychotherapeuten“ perverser Verbrecherabschaum der schlimmsten Sorte!

Peter auf dem Weg zur Orgonomie (Teil 13)

19. Mai 2025

Ich war dabei! Die Welt ist bereits untergegangen und niemand hat es bemerkt. Die 1970er waren der allerletzte Nachklang von menschlicher Kultur. Was Jugendliche, was wir, damals an Musik hörten, war das allerletzte Echo von Kultur:

Das Äon-Wechsel von 1960, d.h. der damals Fahrt aufnehmende Übergang von der alten autoritären zur neuen antiautoritären (und deshalb nicht lebensfähigen) Gesellschaft, insbesondere die sexuelle Revolution der 1960er Jahre, hat jedes menschliche Leben ausgelöscht. Es war, als hätte man eine Atombombe gezündet. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie mich damals ihr alles zerfetzender apokalyptischer Krach aus dem Schlaf des pomadigen „autoritären“ Lebens riß, das mir vorbestimmt war:

Gleichzeitig war da der sehnsuchtsvolle Zauber einer Verheißung eines neuen Lebens, eines neuen Äons:

Dieser Vibe ist verpufft und wir leben in der atomaren Wüste eines verstrahlten Planeten. Es gibt keine kulturellen Impulse mehr. Die Politik und die gesamte Akademie ist nur noch ein verachtenswertes Affentheater. Leere Gesten und sinnloses Gegrunze. Es ist aus und vorbei. Die, die die 1970er Jahre nicht mehr bewußt erlebt haben, tun mir leid, da sie in diesem inhaltsleeren Nichts aufgewachsen sind. Man mache das Radio an und lasse die „musikalische“ Plastikjauche in sein Hirn fließen! Und man vertue sich nicht: das Innenleben der heutigen Jugend sieht genau so aus!

Natürlich darf in dieser Blogserie mein unvermeidliches Bild, Bild 17, aus dem Jahr 1973 nicht fehlen… Interessant, daß das ungefähr das Jahr ist, um das die Netzseite über Paul Mathews und insbesondere auch deren Anhang kreist. Damals hatten wir den Weltuntergang – unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

Gibt es denn keine Zukunft? Ähhh, hallo, das Äon ist vorbei! Die antike Welt ist an ihrer grotesken Dekadenz verreckt, Reich zufolge an ihrer entmenschlichenden Pornoreligion (Christusmord), und aus ihren Trümmern hat sich das Christentum erhoben. Diese neue, christliche Zivilisation ist zwischen 1914 und ca. 1974 untergegangen. Wir leben nunmehr seit einem halben Jahrhundert sozusagen im inhaltsleeren „Nachhall“ dieses Untergangs in einem geisterhaften Niemandsland. Ende. Finito. Aus. In diesem leeren Ort gibt es auch keine Zeit mehr: 1995, 2005, 2015, 2025 – nichts, wirklich nichts ändert sich mehr an der Musik, dem Erscheinungsbild der Menschen, der Mode, der Politik, nichts – es alles erstarrt.

Seit 1981/82 fasziniert mich das Plattencover bzw. das Konzertplakat einer Band, von deren Musik ich nie auch nur einen einzigen Ton gehört habe:

„No Future!“ war damals schon längst erreicht! Es ist wie bei Nietzsches bekannten „tollen Menschen“, der konstatiert, daß seine Zeitgenossen das Offensichtliche noch gar nicht mitbekommen haben: daß Gott verstorben ist und deshalb die (seine!) Welt ihren Untergang bereits hinter sich hat. Schon mal aufgefallen, daß es Deutschland gar nicht mehr gibt! Und das diese „Demokratie“ nicht mal mehr eine Simulation ist! Es gibt keine Filme mehr, keine Architektur, keine – Menschen! „Keine Menschen“? Ja, man frage jeden psychoanalytisch zumindest noch angehauchten Psychiater: es gibt keine klassischen Neurotiker mehr, sondern nur noch frühgestörte – Kreaturen, die gar nicht merken, daß sie am Leben sind. Sie wissen ja noch nicht mal welches Geschlecht sie haben oder welcher Spezies sie angehören:

Meine Generation wurde in den Untergang der Menschheit, ihre Zombiefizierung hineingeboren.

Ohne die Orgonomie wird es kein neues Äon geben. KEINE ZUKUNFT!

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 37)

30. März 2021

Wir dürfen nie vergessen, welche Rolle die Großkapitalisten bei der Zerstörung der Gesellschaft gespielt haben. Man nehme etwa die Musik der 1970er Jahre: Frank Zappa, das Mahavishnu Orchestra, Return to Forever, Jean-Luc Ponty, Klaus Doldinger etc. Man machte damals das Radio an und konnte tatsächlich Musik hören. Jazzmusiker, die jeden klassischen Musiker in die Tasche steckten, wenn sie nicht sogar selbst ursprünglich klassisch ausgebildet waren. Die Leute kamen auf den Geschmack für anspruchsvolle Musik und es konnte sein, daß etwa Fans von Emerson, Lake and Palmer sich tatsächlich Klassikalben kauften, weil sie auf den Geschmack gekommen waren oder beispielsweise Fans von Santana sich begannen für John Coltrane zu begeistern.

Das endete in den USA Ende der 1970er Jahre, als Großkonzerne anfingen die lokalen Radiostationen aufzukaufen und sich von Marketingspezialisten beraten ließen, die keinerlei Interesse an Musik hatten. Es wurden schließlich nur noch die „Top 40“ gespielt und nach und nach änderte sich der Massengeschmack. In den 1960er und 1970er Jahre hatten die Plattenbosse noch bei Weather Report gesagt: „Was ist denn das für ein Krach?! Aber wenn’s den jungen Leuten gefällt. Versuchen wir’s.“ Später versuchten umgekehrt Marketingstrategen die Jugendlichen zu beeinflussen. Es kam infolge zu einer schier unfaßbaren Verflachung bis zur heutigen Bubblegum-„Musik“, die auf den denkbar anspruchslosesten Massengeschmack getrimmt ist.

Diese Entwicklung ist so überaus dramatisch, weil Musik ein unmittelbarer Zugang zu unseren orgonotischen Körperfunktionen bietet. Daraus wurde ein Alptraum aus ORANUR-artigem Fickerkrach. Schiere Emotionelle Pest durch den Äther direkt in deine Seele. Kostenlose Lobotomie!

Und es geht noch weitaus diabolischer, denn als in den 1980er Jahren die Rapmusik aufkam und gleichzeitig in den USA die Gefängnisse privatisiert wurden, haben die gleichen Marktstrategen eine aus ihrer Sicht schlichtweg geniale Strategie gefahren: um die Gefängnisse auch füllen zu können, wurde Gangsterrap kreiert und den jungen Schwarzen das Gangstertum als authentische schwarze Kultur eingebleut. Pure Emotionelle Pest! Bei den Köpfen der Unterhaltungsindustrie haben wir es nicht mehr mit Menschen zu tun, sondern mit Dämonen in Menschengestalt. Deine Kinder der heutigen Popkultur auszusetzen ist, als würdest du sie in eine Schule schicken, deren Direktor Satan persönlich ist!