Posts Tagged ‘klassische Musik’

Der rechte Blick auf DIE MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS (Teil 1)

20. März 2020

Was könnte „rechter“ sein, als zunächst einmal Hitler Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, indem man darstellt, was er wirklich wollte – jenseits von gut und böse! Er betrachtete sich selbst als „Künstler mit soldatischer Haltung“.

Was die meisten „Antifaschisten“ nicht sehen, ist, daß Hitler (laut Reich „der Generalpsychopath“ schlechthin) alles getan hat, um den Staat zu zerschlagen (den er als „jüdische“ Institution betrachtete). Das fast unglaubliche Chaos und das Zuständigkeitswirrwarr im nationalsozialistischen Staat waren gewollt. Die Starken sollten sich durchsetzen, ohne daß sich die Schwachen hinter „Recht und Ordnung“ verstecken können. Der „verschlagene Jude“ „David“ sollte keine Chance haben gegen den „gradlinigen Arier“ „Goliath“. In gewisser Weise war Hitler „antiautoritär“, d.h. die (sekundären) Triebe sollten frei walten können. Er war ein politischer Ökologe, d.h. der Mensch sollte zur Natur zurückkehren – und nach Hitler ist die Natur ein ewiger Kampf und vom Überleben der Stärksten geprägt. Eine absurd verkürzte Primitivversion des Darwinismus

Hitlers Weltbild war aber nicht nur soziopathisch und äußerst trostlos, er war auch ein „Künstler“, ein „Ästhet“. Über Wagner wurde er von Schopenhauers Vorstellung von der „Welt als Wille und Vorstellung“ beeinflußt – jedenfalls einer ebenfalls absurd verkürzte Primitivversion derselben. Der brutale Wille kommt in der Kunst zur Ruhe und erlebt seine Apotheose. Daher die Besessenheit der Nazis Kunstwerke zu stehlen; Wagner, klassische Musik usw. und vor allem Architektur. Dies war auch der zweite Grund für den Haß auf „den Juden“. Nicht nur, daß der schwache „David“ durch Tricks die Natur umging und den starken „Goliath“ tötete, der Jude zerstörte auch Kunst, Musik, alle Schönheit und damit das einzige, was das Leben, das an sich brutal und schmerzhaft ist, lebenswert macht und dem ganzen Kampf Sinn verleiht. (Orgonometrisch betrachtet sind Träume, und damit auch Phantasien, der Orgasmus im Bereich des koexistierenden Wirkung!)

Hitler war ein Alptraum von orgastischer Impotenz, sekundären Trieben und Ersatzkontakt. Reich war in jeder Hinsicht der „Gegenhitler“. Dies erklärt auch, warum Menschen Hitler folgten und warum Hitler bis heute die am meisten diskutierte Person der Weltgeschichte ist. Ein nicht abklingen wollendes Faszinosum! Die Leute können nicht genug von Hitler bekommen. Sie suchen nach Reich und landen aufgrund ihrer Orgasmusangst beim „Gegenreich“.

nachrichtenbrief133

24. September 2019

ZUKUNFTSKINDER: 8. Utopia, a. Der Kult der Expansion

3. Mai 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

8. Utopia, a. Der Kult der Expansion

nachrichtenbrief91

27. November 2017

Edwin Fischer: „Nicht ich spiele – es spielt.“

7. Oktober 2011

Der Schweizer Pianist Edwin Fischer (1886-1960)

war nicht nur eine Instanz auf dem Klavier, sondern auch ein legendärer Therapeut für Verkrampfte, ein Trainer für Übernervöse. Seine Unterweisungen begannen immer mit einer seltsamen Übung: Er lehrte seine Schüler das Ausatmen. Einatmen, wußte Fischer, könne schließlich jeder. Jeden Morgen solle man sich der Etüde widmen, den Druck aus dem Körper zu leiten; danach funktioniere jedes Klavierspiel besser.

Fischer ging es noch um den Atem der Musik und Werktreue. Was heutzutage an „klassischer Musik“ angeboten wird, ist austauschbare Bombast-Scheiße a la Karajan. Vielleicht technisch perfekt und mit Wahnsinnsgeschwindigkeit atemlos abgespielt, aber ohne Seele, „ohne Atem“. Alle diese „Künstler“ klingen heutzutage gleich, sind austauschbar, als würden Roboter die Noten abspielen. Es ist undenkbar, daß sich einer der heutigen peinlichen „Klassikstars“ verspielt und das dann auch noch, wie Fischer es getan hat, veröffentlicht, – aber trotzdem ist das, was heutzutage produziert wird, wertloser Müll. Fischer hatte einen intuitiven Zugang zur Orgonenergie und konnte sie aus den Noten eines Bach, Mozart oder Beethoven wieder zum Erklingen bringen. Das ist die erwähnte Werktreue! Was man heute hört, ist ein ORANUR-Massaker an den unsterblichen Genies.

Der orgonomisch orientierte Pianist Thomas Lorango (1959-1992) führte vor 30 Jahren aus, wie er von der Musiklehrerin Karen Tuttle (1920-2010) darauf hingewiesen wurde, daß er beim Klavierspielen seine Energie „abschneide“, indem er sich vor jedem Anschlag verkrampfe. Seine anderen Lehrer hatten ihm schon gesagt, daß er mehr fühle, als er wirklich zum Ausdruck bringe. Tuttle gab ihm Reichs Die Funktion des Orgasmus zu lesen und er begann zu verstehen, was seine angespannte Muskulatur mit dem Ausdruck, dem freien Fluß der Energie zu tun hatte. Schließlich unterzog er sich einer Orgontherapie.

Leider würden jedoch die meisten Musiklehrer die Zusammenhänge, die Lorango zu erfassen begann, nicht wahrhaben und stattdessen Methodik und Technik lehren, wobei sie „Ausdruck“ als einen bloßen Teil von Methodik und Technik betrachten. Heute seien klassische Musikkonzerte teilweise unerträglich langweilig, da sich alles nur um Technik und Virtuosentum drehe, tiefere Gefühle (statt bloßer „Überwältigung“) nicht angesprochen werden. Es sei kein Vergleich mehr zu den wunderbaren Aufnahmen aus den 1930er Jahren.

Auf Filmaufnahmen würde man auch sehen, daß damals die klassischen Musiker ganz anders wirkten als die Musikathleten heute. Ihre Köpfe, Hälse und Schultern waren damals viel lockerer, als man es bei zeitgenössischen Musikern sähe. Ihr Spiel hatte einen natürlicheren Puls.

Ich habe es in den alten Filmen gesehen, die zeigen, wie Furtwängler dirigiert. Er dirigiert aus einem Zustand der Entspannung heraus und atmet in seinem Musizieren, im Gegensatz zu den heutigen Dirigenten, von denen viele angestrengt und krampfhaft aus einem Zustand hoher Anspannung heraus dirigieren.

Er, Lugano, habe mit Courtney F. Baker darüber gesprochen, der sicher sei, daß die Veränderung der atmosphärischen Orgonenergie in den letzten Jahrzehnten (ORANUR) auch in der Entwicklung der Kunst zum Ausdruck käme („Armor and Music“, Offshoots of Orgonomy, No. 7, Autumn 1983, S. 38f; „Why Classical Music Has Become a Bore“, Offshoots of Orgonomy, No. 11, Autumn 1985, S. 33f).

Sie auch Das Orgon und die Kunst.