Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

Die politische Idiotie in der Orgonomie

2. Oktober 2016

Ich kann es nicht lassen, die Facebook-Beiträge von Amerikanern, die außerhalb des American College of Orgonomy (ACO) stehen, über mich ergehen zu lassen. DeMeo ist die einzige Ausnahme, der Rest ist einheitlich für Hillary, ein paar für die Kandidatin der Grünen Partei. Das rechtfertigen sie mit ihrem Kampf gegen den „Faschismus“, den Trump angeblich verkörpert, vor allem aber „sexualökonomisch“, d.h. mit Themen wie Frauenrechte, Empfängnisverhütung und Abtreibung, Schwulenrechte, Mutterschutz, etc. Hinzu kommt der „Klimaschutz“ und allgemein der Schutz der Umwelt.

Diese Argumente zielen ins Leere, denn „rechte“ Orgonomen wie Baker, Mathews und Konia haben sich ausdrücklich und radikal von Konservativen distanziert, wenn es um die Bereiche Sexualität, Religion und Umweltschutz geht. Aber warum dann doch realiter immer konservative Politiker unterstützen? Weil es getreu des Reichschen Diktums darum geht Politik selbst als Krankheit zu sehen, d.h. Politik an und für sich in Frage zu stellen.

Von jeher haben Konservative Politik stets auf ihren rationalen Kern beschränken wollen, d.h. schlicht auf die „Staatskunst“: Sicherung der Grenzen, der Infrastruktur und das ständige Bemühen, die Gewaltenteilung aufrechtzuerhalten. Linke hingegen wollten stets weit mehr als reine Staatskunst, nämlich stets „Gesellschaftspolitik“, d.h. ideologische Gleichschaltung durch den Staat (etwa den „Kampf gegen Rechts“), die Sozialstaatsidee, etc. Mit anderen Worten die Durchdringung der gesamten Gesellschaft mit der Emotionellen Pest, die mit staatlicher Gewalt ihre Ziele durchsetzt. Plötzlich werden die Grenzen geöffnet, die Staatskassen für arbeitsscheues Gesindel geplündert, deine Kinder lernen in der Schule alles über „Analverkehr“ und du selbst stehst mit einem Bein im Gefängnis, wenn du eine Meinung kundtust, die vor wenigen Jahren noch Mainstream war. Und diese „orgonomischen“ Idioten unterstützen das alles, damit weiter Millionen Ungeborene zerhackt und abgesaugt werden dürfen, der Islam sich auf Kosten des Christentums ausbreiten kann und die Landschaft mit Vogelschreddern verschandelt wird … Und das alles im Namen von „Wilhelm Reich“!

Um der Idiotie die Krone aufzusetzen, sagen sie dir dann noch voll Entrüstung ins Gesicht, daß ja schließlich gerade doch das ACO politisch sei. Sie sind charakter-strukturell unfähig den Unterschied zu sehen, weil ihre Panzerstruktur zwanghaft nach „Gesellschaftspolitik“ verlangt. Sie brauchen sie, wie Konservative die Religion brauchen.

Die Wiederauferstehung der abgetöteten Lebensenergie, DOR

18. September 2016

Wir erkennen immer mehr wie wertvoll Moore als Ökosysteme sind. Von jeher wußten wir, wie wertvoll Torf ist. Als ich Kind war, haben wir unsere Gemüsebeete, insbesondere die Kartoffeln mit der schwarzen Jauche aus der Grube hinter dem Haus gedüngt. Jeder Schrebergärtner hat einen Misthaufen, in dem aus verfaulenden Gartenabfällen lebensspendender Humus wird. Das vor Leben geradezu explodiernde Watt der norddeutschen Küste ist ein einziger tiefschwarzer Modder. Es ist eine funktionelle Entsprechung des karzinomatösen Schrumpfungsprozeß, an dessen Ende eine schwarze unförmige Masse aus T-Bazillen steht:

Eines der wesentlichen Merkmale der Krebs-Biopathie ist der spontane Gewebezerfall mit CO2-Anstieg (analog zu dem organischen Zerfall, der zur Humusbildung führt) und den wir jetzt mit DOR-Produktion in Zusammenhang bringen. (Brief von Courtney F. Baker an Jerome Eden, PPCC Bulletin 8(1), S. 12)

Pflanzen nehmen das DOR-Äquivalent Kohlendioxid auf und geben das OR-Äquivalent Sauerstoff ab.

Der Begriff „Funktion“

16. September 2016

Den Begriff „Funktion“ kann man vielleicht am besten begreifen, wenn man ihn „räumlich“ und „zeitlich“ sieht:

Zunächst einmal bezieht sich „Funktion“ auf das Verhältnis des Teils zum Ganzen. Beispielsweise spielen Organe jeweils eine bestimmte Rolle im Gesamtorganismus, das gleiche gilt für den Staat in Bezug auf seine „Organe“, für Tiere und Pflanzen in Bezug auf das jeweilige Ökosystem, etc.

Eine „funktionelle“ Betrachtung ist auf die Zukunft ausgerichtet, d.h. beispielsweise, daß sich die Funktion der Leber sehr schnell erweist, wenn sie erkrankt ist oder gar ganz ausfällt. Was eine nicht auf die Zukunft, d.h. nicht auf die langfristigen Folgen ausgerichtete Betrachtungsweise anrichtet, sieht man beispielsweise an Demokratien.

Gleichzeitig ist eine „funktionelle“ Betrachtungsweise kausal, d.h. es geht stets um Prozesse und die Zukunft ergibt sich aus der Vergangenheit durch Bifurkation, was sowohl Regelhaftigkeit als auch Spontanität impliziert.

Taschenlampen-Phänomene in der Erdorgonenergie-Hülle

15. September 2016

https://nachrichtenbrief.com/?p=45049

Orgonotische Wetterfühligkeit

11. September 2016

In Die bio-elektrische Untersuchung von Sexualität und Angst und Der Krebs hat Reich gezeigt, daß erstens die Nerven keine starren „Stromkabel“ sind, sondern Gewebe, das sich ausbreiten (länger werden) und zusammenziehen kann. Krebsschmerzen führte er auf die Kontraktion der Nerven zurück und erklärte so die schmerzlindernde, da expansive Wirkung des Orgonenergie-Akkumulators. Zweitens zeigte er, daß die atmosphärische Orgonenergie bei feuchtem bedecktem Wetter kontrahiert, bei trockenem sonnigem Wetter expandiert.

Wissenschaftler der Universität Manchester haben in einer Studie mit 9000 Teilnehmern festgestellt, daß kaltes, feuchtes Wetter und Sonnenmangel chronische Schmerzen verstärken können. (…) Bei der Auswertung der Daten schauten die Wissenschaftler vor allem auf die Ergebnisse in den Städten Leeds, Norwich und London. Sie stellten fest, daß kaltes Wetter kritischer ist als warmes. So ist in allen drei Städten zu beobachten, daß mit der steigenden Anzahl der Sonnentage von Februar bis April die Zeit abnimmt, in der die Teilnehmer unter starken Schmerzen leiden. Von Juni an steigt das Schmerzniveau jedoch wieder. In dieser Zeit war das Wetter meist feuchter und die Zahl der Sonnenstunden sank.

Wozu dieses Netztagebuch?

8. September 2016

Dieses Netztagebuch ist aus der Netzseite www.orgonomie.net herausgewachsen. Ursprünglich war der Nachrichtenbief eine wöchentliche Strompost, die die neusten Entwicklungen in Gesellschaft und Wissenschaft mit den Themen der Netzseite in Zusammenhang bringen sollte.

Problem bei solchen Netztagebüchern ist, daß sie zur Verbreitung von Weltanschauungen tendieren. Die Orgonomie ist jedoch Wissenschaft, keine Weltanschauung. Entsprechend war für Reich in den 1920er und 1930er Jahren die Psychoanalyse eine Wissenschaft und keine Weltanschauung, obwohl sie als Weltanschauung bekämpft wurde (Menschen im Staat, S. 238). Reich führte damals weiter aus, daß sich in der „objektiven Wissenschaft“ der weltanschauliche Konflikt nicht direkt zu äußern pflege. Man müsse unterscheiden, wo wissenschaftliche Differenzen Mängeln sachlicher Erkenntnis und wo sie weltanschaulichen Motiven entspringen, und ausmachen, wo es zur Bremsung der Erforschung der Wahrheit durch eine unbewußt festgehaltene Weltanschauung komme (ebd., S. 250).

Es kann also nicht darum gehen, hier eine vermeintlich „orgonomische“ Weltanschauung zu vertreten (was ein Widerspruch in sich selbst wäre!), sondern nur darum zu zeigen, wo und wie die diversen Weltanschauungen verhindern, daß sich die Wahrheit, d.h. die Wissenschaft durchsetzt. Ein solches Unterfangen ist natürlich nur möglich, wenn man selbst auf einem sachlichen Fundament steht.

Dieses Fundament ist die Orgonomie bzw. die folgenden vier Grundelemente (vgl. www.orgonomie.net/hdozeit.htm):

  1. die Funktion des Orgasmus
  2. die Entdeckung des Orgons
  3. der Orgonomische Funktionalismus
  4. das ORANUR-Experiment

Am wichtigsten, weil die Grundlage von allem, ist der 1. Punkt. Für den Leser dieser Zeilen bedeutet dies konkret psychiatrische Orgontherapie als die alles entscheidende Grundvoraussetzung, um überhaupt in irgendeiner Weise orgonomisch tätig sein zu können (siehe www.w-reich.de).

Parallel dazu strebt die soziale Orgonomie danach, die „soziale Panzerung“ aufzulösen. Dies geschieht, indem den Massen bewußtgemacht wird, daß die Lösung ihrer Probleme nicht im politischen, sondern im bio-energetischen Bereich liegt. Wie der amerikanische Orgonom Charles Konia in seinem Netztagebuch schrieb:

Das erste und einzige, was den Menschen auf ihrem aktuellen emotionalen Entwicklungsstand gesagt werden kann, ist, daß es keine politischen Lösungen für ihre sozialen Probleme gibt und ihre politischen Lösungen, um den Himmel auf Erden zu erreichen, ein Schwindel sind. Wenn die Menschen diesen Gedanken fassen können, reicht das erst mal. Politische Sehnsucht ist bei den heutigen Massen an die Stelle der religiösen Sehnsucht getreten. Auf diese Weise drücken sie ihren Mystizismus aus.

Punkt 2 beinhaltet den Nachvollzug und die Weiterführung von Reichs Experimenten.

Punkt 3 ist mehr oder weniger Inhalt von www.orgonomie.net, desgleichen

Punkt 4, hier insbesondere der Kampf gegen die Emotionelle Pest, die Auswirkungen von DOR (abgestorbener, giftiger Orgonenergie) auf gesellschaftlicher Bühne (OREP).

 

Politische Biologie

29. August 2016

Seit Jahren überlegen sich Anthropologen, ob das Menschentier zu einem intelligenten und sozial kooperierenden Wesen geworden ist, weil er aggressiver Jäger oder weil er verängstigter Gejagter war. Im ersten Fall mußte er Jagden vorbereiten, organisieren, strategisch planen, mit anderen eng zusammenarbeiten, im zweiten Fall habe „der frühe Mensch Mechanismen entwickelt, die seine Fähigkeit zur Kooperation stärkten, sein Sozialverhalten und seine Teamfähigkeit. Diese Mechanismen haben den Menschen kooperativ gemacht statt aggressiv.“

Es ist offensichtlich, daß hier einiges durcheinander geraten ist, da Jäger, etwa Löwenrudel, und Gejagte, etwa Wildpferde, in ihrem Sozialverhalten innerhalb des Rudels bzw. der Herde kaum Unterschiede aufweisen! Hört man den Anthropologen zu, die den Urmenschen als brutale „kapitalistische“ Bestie zeichnen, und denen, für die er der geborene „Kommunist“ war, kommt einem der Verdacht, daß der oben konstruierte Gegensatz mehr eine Funktion der soziopolitischen Charakterstruktur des jeweiligen Anthropologen ist als eine der objektiven Wissenschaft. Das läßt sich auf die gesamte Biologie ausdehnen. Ich erinnere nur an die Diskussion um Stephen Jay Gould. Generell tendierten die Biologen in der alten autoritären Gesellschaft zu einer brutalen Version des Darwinismus, während sie heute, in der anti-autoritären Gesellschaft jedenfalls tendenziell überall friedliche Symbiose und Kooperation sehen wollen.

Wer Elsworth F. Bakers soziopolitische Charakterologie nicht studiert hat, kann die Welt nicht verstehen! Siehe dazu Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Zwei Fragen zu Reichs DER KREBS

23. August 2016

1. Warum bewegen sich T-Bazillen, die doch durch einen Mangel an (Orgon-) Energie, bzw. durch das immobilisierende DOR gekennzeichnet sind, so erratisch und schnell unter dem Mikroskop, verglichen mit gesunden Bionen?

T-Bazillen sind funktionell identisch mit einer Angst- und Panikreaktion, d.h. durch Anorgonie in der Peripherie bei gleichzeitiger, durch die extreme Kontraktion bedingte, Konzentrierung der kläglichen Restenergie auf einen kleinen Punkt, der wie wild gegen den endgültigen Erstickungstod ankämpft.

2. Warum werden bei einer Bestrahlung im Orgonenergie-Akkumulator nur die Erythrozyten (die Roten Blutkörperchen) und nicht auch die pathogenen Mikroorganismen aufgeladen und dadurch resistenter?

Weil die gesamtorganismische Funktion gestärkt wird (Expansion), während die Partikularinteressen (d.h. die Mikroorganismen), die auf Reorganisation auf niedrigerer, primitiverer Ebene zurückzuführen sind (Kontraktion), geschwächt werden.

Der Fehler des Fragestellers ist jeweils darin begründet, daß er auf die „mechanischen“ Einzelphänomene (die „lebendigen“ pathogenen T-Bazillen und die im Orgonenergie-Akkumulator geschwächten pathogenen Mikroorganismen) fixiert bleibt und das „widersprüchliche“ Geschehen nicht primär im Rahmen der gesamtorganismischen Funktionen (in diesem Fall der Pulsation) betrachtet.

Diese mechanistische Sichtweise kennzeichnet sowohl die Argumente der meisten Reich-Kritiker als auch die teilweise wirklich nervtötenden Fragen von wohlmeinenden Studenten der Orgonomie.

Siehe dazu auch Chronik der Orgonomie.

Orgonotische Post

19. August 2016

Die Verbindung zwischen der alltäglichen Elektrizität und der kosmischen Lebensenergie läßt sich sehr schön durch einen Brief Nietzsches an Erwin Rohde (3.9.1869) aus der Frühzeit der technischen Anwendung der Elektrizität illustrieren: „… werfe ich einen ganzen Brief mit guten Gedanken und Wünschen für Dich in den blauen Himmel, in der Hoffnung, daß der elektrische Draht zwischen unseren Seelen (oder, nach Reichenbach, die odische Lohe) diese Schnellschrift zu Dir befördert.“

Cartesianische „Reichianer“

28. Juli 2016

„Reichianer“ leben in einer Cartesianischen Welt aus „Energiebewegung und Wirbeln“, in der eine Art kosmische Sauce alles und jedes bestimmt. Der Unterschied zur mechanistischen Weltanschauung ist nur graduell. Ursache und Wirkung werden hydrodynamisch statt mechanisch erklärt. Für eine gleichzeitige bzw. nicht-lokale Wirkung ist kein Platz. Die schmerzliche freibleibende Lücke wird dann mit mystischen Konzepten notdürftig verkleistert. Ganz ähnlich mußte Descartes die res extensa, in der sich alles infolge von Druck und Stoß ergibt, durch eine ausdehnungslose res cogitans ergänzen. Zwei zusammenhanglose Reiche, zwischen denen nur der unerkennbare Gott vermitteln kann.

Siehe dazu auch Erstrahlung, Überlagerung und Relativität.