Posts Tagged ‘Pulsation’

David Holbrook, M.D.: EMOTIONEN SPRECHEN LAUTER ALS WORTE

12. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte

 

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 2)

30. Januar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte

 

Der Klimawandel

18. Januar 2019

„Klimawandel“ konnte nur in einer mechano-mystischen Kultur zu einem Schreckenswort werden. Einer Kultur, die davon ausgeht, daß alles imgrunde starr und bewegungslos ist. Da diese Weltanschauung unmittelbarer Ausfluß der menschlichen Panzerung ist, ist ihr insbesondere die Pulsation wesensfremd. Beispielsweise sind für unseren krypto-marxistischen Zeitgeist Konjunkturschwankungen der größte Graus überhaupt. Übrigens beruhen (seit unseren Tagen als Jäger und Sammler und später als Bauern) Wirtschaftszyklen letztendlich auf Schwankungen der Sonnenaktivität! Siehe dazu Die Zyklen des Himmels (Wien 1979, S. 203-208), wo sich die beiden Autoren Guy Lyon Playfair und Scott Hill mit der Synchronizität zwischen den Zyklen der Natur und der Wirtschaft auseinandersetzen.

Doch für den mechanistischen Geist muß die Natur statisch sein. Wenn sie es nicht ist, dann hat der Mensch (letztendlich der Kapitalist!) die Schuld. Ausgeblendet und geleugnet wird, daß die Sonne pulsiert bzw. die Sonnenaktivität ständigen kurz- und längerfristigen Schwankungen unterliegt. Sie brennt nicht so stabil („mechanisch“) vor sich hin, wie wir glauben. Alles deutet auf Bewegung, Änderung und Pulsation hin. Hier eine aktuelle Diskussion über die (vor allem indirekte) Einwirkung der Sonne auf das Klima.

Ich erinnere nicht nur an die Wärmeperiode zur Zeit der Staufer und die Kälteperiode, die mittelbar zum Beginn der Industrialisierung zu Goethes Zeiten führte: im Eozän, das vor 56 Millionen Jahren begann und vor 34 Millionen Jahren endete, war die Erdtemperatur dermaßen hoch, daß die beiden Pole des Planeten 15 bis 20 Grad Celsius warm waren!

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 7)

11. Dezember 2018

von David Boadella

6. Die Pulsation der Elektroskop-Blätter

Bisher wurden verschiedene Wege zum Laden und Entladen des Elektroskops beschrieben. Was folgt, ist ein Bericht über das Verhalten des Elektroskops, nachdem es geladen worden ist: Als ich das Material entfernte, welches das Elektroskop an der Scheibe geladen hatte (entweder durch direkten Kontakt oder durch Induktion), begannen die Blätter zuerst zu konvergieren, dann sich aber fast sofort wieder abzuspreizen; manchmal war das Ausmaß der Wiederabspreizung größer als das der anfänglichen Abspreizung. Oft war es etwas weniger. Und zu anderen Zeiten war sie geringfügig oder erschien gar nicht. Im letzteren Fall konnte das Elektroskop die auf es übertragene Ladung nicht aufrechterhalten. Interessant ist, daß, wenn das Elektroskop seine anfängliche Ladung beibehalten oder sogar erhöht hat, dies sich niemals direkt nach der Entfernung des Ladungsmaterials zutrug. Immer gab es eine dazwischenliegende Phase partieller Konvergenz der Blätter. Je schneller ich den Isolator entfernte, desto schneller zuckten die Blätter zusammen und wieder auseinander. Es war sogar möglich, die Reaktion zu verpassen, wenn man nicht gezielt danach schaute, genauso wie man sich nicht bewußt ist, wie oft eine Person mit ihren Augenlidern blinzelt, es sei denn, das Blinzeln ist sehr offensichtlich, oder man ist danach aus, genau dies zu bemerken. Die Analogie zum Blinzeln mag weit hergeholt klingen, aber es ist eine faszinierende Tatsache, daß die erregten Goldblätter sich in vieler Hinsicht so verhalten, als ob sie ‚lebendig‘ wären. Reich beobachtete eine ähnliche Anziehung und Abstoßung in angeregten Seidenfäden. Er schrieb, daß „die Reaktion mich an kontrahierende Froschschenkel erinnert. Zuerst wollte ich diesen Vergleich von mir weisen“ (5, S. 134). Der Übersetzer des Artikels, Theodor Wolfe, fügte eine interessante Fußnote hinzu:

Es erscheint mir eigentümlich, daß die Bewegung eines Paares von Seidenfäden an eine biologische Bewegung erinnern sollte. Ich erinnere mich gut an mein Erstaunen, als ich dieses Experiment zum ersten Mal sah. Mein unmittelbarer Eindruck war tatsächlich der von sich bewegenden Froschschenkeln. Zeuge solcher Experimente zu sein, die immer wieder das Funktionieren einer einheitlichen Energie sowohl im physischen als auch im biologischen Bereich demonstrieren, ist eine der beeindruckendsten Erfahrungen. (5, S. 134)

Das Phänomen der alternierenden Bewegung als Reaktion auf die Anregung eines geladenen Elektroskops tritt nicht nur beim Entfernen des Isolators auf, sondern auch bei der erneuten Annäherung desselben Isolators. Das heißt, wenn man ein Stück geladenen Gummis in die Nähe eines Elektroskops bringt, das schon von demselben Stück Gummi erregt worden ist und seine Ladung behalten hat, beginnen die Blätter zu konvergieren, wenn das Gummi sich nähert, aber ab einem bestimmten Punkt spreizen sie sich wieder und bleiben gespreizt, wenn sich das Gummi auf der Scheibe befindet. Indem ich also zwei Bewegungen mit dem geladenen Isolator (zur Elektroskopscheibe und von ihr weg) vollführte, erzeugte ich vier abwechselnde Bewegungen in den Blättern: Konvergenz, Abspreizung, Konvergenz, Abspreizung. Es war die Beobachtung dieser Art von Bewegung, hier und in anderen Kontexten, die Reich dazu brachte, den Begriff „Pulsation“ als Beschreibung für das zu verwenden, was stattgefunden hat. Reich wies darauf hin, daß die Pulsation in den Blättern „nur dann erfolgt, wenn der Kontakt des Energiefeldes mit der angeregten Substanz hergestellt und wenn es unterbrochen wird“ (5, S. 133). Das gleiche Phänomen wird gefunden, wenn eine Glühbirne durch einen geladenen Isolator in einer Entfernung angeregt wird. Reich beschrieb, wie das Flackern einer durch einen geladenen Stab angeregten Leuchtstofflampe einer Abfolge von „Kontakt und Kontaktunterbrechung“ entspricht. Es scheint auch wahrscheinlich zu sein, daß dies passiert, wenn wir eine Glühbirne mit unseren Händen streicheln. Harveys Betonung der „Trennung von Oberflächen“ als eine Erklärung der Lumineszenz von Rollpflaster, etc., kann jetzt als ein spezieller Fall von „Kontaktunterbrechung“ angesehen werden. Der Kontakt von Oberflächen ist nicht wesentlich, da die Anziehung und Dissoziation von Energiefeldern sowohl zu Erstrahlungseffekten bei Glühbirnen und Isolatoren führt als auch zu Pulsationseffekten bei Elektroskopblättern.

Die Phänomene sind weit davon entfernt, sich einer starren bzw. harten und schnellen Schematisierung zu unterwerfen. Die zweifache Bewegung der Pulsation (Konvergenz-Abspreizung) ist keineswegs die einzige Reaktion auf die Erregung an der Scheibe. Jede Art von Bewegung tritt auch isoliert auf. Manchmal gibt es nur Konvergenz, manchmal nur eine stärkere Abspreizung. Daß diese Unterschiede nicht mit „positiver und negativer Elektrizität“ erklärt werden können, ergibt sich daraus, daß die Annäherung ein und desselben geladenen Materials an ein identisch geladenes Elektroskop zu einer dieser gegensätzlichen Bewegungen führen kann. Die Annahme von Anziehung und Dissoziation als gegensätzliche Funktionen einer einheitlichen Energie macht hier, angesichts der Fakten, einen besseren Sinn, wie sich an den Effekten von Isolatoren aufeinander gezeigt hat.

 

Literatur

5. Reich, Wilhelm: „Orgonotic Pulsation: the differentiation of orgone energy from electro-magnetism. Presented in talks with an electro-physicist“ (insbesondere Part II: The orgonotic excitation of insulators. Questionable points in the concept of static electricity), International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, Vol. 4, 1945

 

Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

Die grenzenlose Charakterstruktur

1. November 2018

Reich glaubte, daß „die Emotionen an die Existenz und Bewegung von protoplasmatischer Substanz innerhalb eines begrenzten Systems gebunden sind und ohne diese Voraussetzung nicht existieren“. Expansion und Kontraktion gäbe es, so Reich, auch in der unbelebten Natur, aber mit einer Membran werden daraus die Emotionen, insbesondere die beiden Grundemotionen Lust (Expansion) und Angst (Kontraktion) (Äther, Gott und Teufel, S. 90f).

Aus dieser Warte muß man den heutigen Wahn sehen, alle Grenzen beseitigen zu wollen. Im Gespräch mit Jürgen Elsässer nennt Gerhard Wisnewski insbesondere folgende Beispiele dafür, daß überall Grenzen aufgelöst werden, wobei er bemerkenswerterweise „Leben“ durchaus ähnlich definiert wie Reich (Compact, 11/2018):

  1. finanzielle und wirtschaftliche Grenzen (deine Ersparnisse bürgen für die Verschwendung in Südeuropa, etc.);
  2. nationale Grenzen („Europa“ und die UN);
  3. ethnische Grenzen („Umvolkung“);
  4. intellektuelle und Begabungsgrenzen (die Einheitsschule, der Gerechtigkeitswahn);
  5. kulturelle Grenzen (Hollywoods globale Einheits-„Kultur“);
  6. sexuelle Grenzen („Gendermainstreaming“, wobei gleichzeitig die beiden Geschlechter zunehmend voneinander entfremdet werden);
  7. künstlerische Grenzen („Crossover-Projekte, es wird alles gemischt, Klassik mit Rock und Jazz und so weiter“).
  8. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine („Transhumanismus“).
  9. Die Grenzauflösung durch Organtransplantation, bei der übrigens LEBENDE ausgeschlachtet werden. Tote können keine Organe spenden, denn diese sind tot, d.h. funktionsunfähig!
  10. Die Grenze zwischen Tier und Mensch: Manieren, Schamgefühle, kurz die Kultur, werden aufgelöst – der Mensch wird zum Schwein.
  11. Die große Vereinheitlichung mit Weltstaat, gleichgeschaltetem Einheitsbürger und einer Weltreligion.

Für Wischnewski ist das alles von oben geplant und zwar seit Jahrzehnten, sogar Jahrhunderten (sic!). Er weiß nichts von der Emotionellen Pest, d.h. der Verschwörung gegen das Leben (das anfangs erwähnte Leben konstituierende „Grenzziehen“) an sich. Spezifischer geht es um die linksliberale und sozialistische Charakterstruktur, die auf der Verneinung von Emotionen beruht. Solche Menschen, die ganz „zerebral“ ausschließlich im „energetischen Orgonom“ leben, aus dem sie ständig hinaus streben, und denen das „orgonotische System“ (die Organisation der Pulsation – Expansion und Kontraktion, Lust und Angst) fremd ist, ertragen keine Grenzen, weil sie keine Emotionen ertragen. Bei der Nationalhymne legen sie nicht ergriffen die rechte Hand auf die Herzregion, sondern sie sind „internationalistisch angewidert“ und „betroffen“. Man gehe aus dieser Perspektive nochmals die obigen elf Punkte durch: alles löst sich in einen emotionslosen konturlosen Empfindungsbrei auf!

Daß sich die Emotionelle Pest organisiert, ist sekundär. Um zu verstehen, was wirklich in der Welt geschieht, muß man Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia lesen!

Paul Ritters Beitrag zum orgonomischen Funktionalismus

24. Juni 2018

Paul Ritter hat das historische Verdienst zwischen 1954 und 1964, also zu einer Zeit als die Orgonomie faktisch stillgelegt war, mit seiner unabhängigen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, die zu ihrer besten Zeit gerade mal 50 Leser hatte, zumindest für etwas Kontinuität und ein Minimum an „Öffentlichkeit“ zu sorgen. Daß der eine oder andere Beitrag grenzwertig war, hat kaum Schaden angerichtet. Was Schaden angerichtet hat, war Ritters unerschütterliches Selbstvertrauen. Er betrachtete sich als einen Menschen, der weitgehend gesund ist:

Swelled headed as it may sound, I have had to come to the conclusion, over the last ten years, that I am sufficiently unarmored and genitally structured to be able to treat, without having been treated. (Orgonomic Functionalism, Vol. 6, No. 5, September 1959, S. 163)

Seit 1949, als er 24jährig damit anfing als „Orgontherapeut“ zu arbeiten, sah er sich zu der Schlußfolgerung gezwungen, daß er ausreichend „ungepanzert und genital strukturiert“ sei, um zu behandeln, ohne selbst behandelt worden zu sein. Also ein zweiter Wilhelm Reich (der immerhin drei Analysen zumindest angefangen hatte!). Seine Äußerungen zeigen jedoch, daß er so gut wie keinen Zugang zum orgonomischen Funktionalismus hatte – dem Titel seiner Zeitschrift. Ich bin darauf an anderer Stelle kurz eingegangen (http://www.orgonomie.net/hdobespr3.pdf, S. 96).

Der Zeitzeuge Walter Hoppe hat in seinem Buch über die Emotionelle Pest auf zwei Druckseiten Ritter abgehandelt. Reich habe Ritter nicht nur aufgefordert, nicht als „Therapeut“ tätig zu sein, sondern auch den Titel seiner Zeitschrift zu ändern. Reich verurteilte, so Hoppe weiter, „die irrationale Überheblichkeit und Polyphragmasie“ (Vielgeschäftigkeit) Ritters.

Reich hatte trotz anfänglichem Kredit Ritter in dem Moment abgelehnt, als er sah, daß Ritter seine Kompetenzen weit überschritt und ohne entsprechende Kenntnis in die Orgonomie eingriff, ja den Viertakt der Orgasmusformel eigenmachtig in einen Dreitakt verwandelte. Seine Ablehnung von Ritter drückte Reich mir gegenüber in einem Brief vom September 1954 u.a. in der Form aus: „Wissenschaft ist keine Angelegenheit demokratischer Meinungsbildung, sondern Sache der Erfahrung und des Beweises.“ Reich bat mich 1953 in Amerika von meinem verabredeten Treffen mit Ritter in England abzusehen, da er den Versuch machen konnte, sich damit offiziell Rückendeckung zu verschaffen. (Hoppe: Wilhelm Reich und andere große Männer der Wissenschaft im Kampf mit dem Irrationalismus, München 1984, S. 226)

Reich habe Ritters „Dreitakt“ „schärfstens“ abgelehnt. Es geht dabei um die Abfolge „Attraction – Fusion –Liberation“, also Anziehung, Verschmelzung und Befreiung. Dies sei, Ritter zufolge, DAS „Grundmuster“ allen Funktionierens der kosmischen Orgonenergie – so jedenfalls der Umschlagtext jeder Ausgabe von Orgonomic Functionalism. Davon findet sich nichts bei Reich, es ist der Beitrag Ritters zur Orgonomie (http://www.orgonomie.net/hdobespr3.pdf, S. 146).

In der Mystik strebt alles nach Einheit und Befreiung. Bei Ritter ist es direkter Ausdruck seiner links-liberalen Charakterstruktur und der ihr eigenen Form von „Mystik“, die sich nach Einheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und „Liberation“ sehnt. Gleichzeitig ist Ritters Dreitakt, der sich letztendlich auf den Zweitakt „Zusamengehen und wieder Auseinandergehen“ reduzieren läßt, von einer mechanistischen Krudität, die die Orgonomie zu einer leeren, nichtssagenden Hülle entleert. Vielleich könnte man an Pulsation denken, aber was Ritter hier aus funktioneller Sicht wirklich beschreibt, ohne es auch nur ansatzweise zu begreifen, ist, daß Erstrahlung zu Anziehung führt und Anziehung zu Erstrahlung. Wie in der Liebe: das wechselseitige Erstrahlen des Energiefeldes von Mann und Frau führt im Rahmen der kosmischen Überlagerungsfunktion zwingend zur genitalen Verschmelzung (Erstrahlung → Anziehung). Umgekehrt: man fühlt sich magisch zueinander hingezogen und, Bumms, ist man Halsüberkopf ineinander verliebt (Anziehung → Erstrahlung). Bei Ritter verschmiert das alles in einer „Reichianischen“ Wirrnis.

Der Kern des orgonomischen Funktionalismus, die Orgonometrie

27. Oktober 2017

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7

nachrichtenbrief69

13. September 2017

nachrichtenbrief67

9. September 2017

nachrichtenbrief14

22. April 2017