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Die Bioenergetik des Antiamerikanismus

7. Juni 2016

Eine Kolumne von Henryk M. Broder hat mich zu Folgendem inspiriert.

Nach Nietzsche ist die Handlung „vollkommen leer an Wert: es kommt alles darauf an, wer sie tut“ (Der Wille zur Macht, A 292). Man denke nur an eine Vergewaltigung. Erschreckend spontan entweicht bei der Verurteilung von Vergewaltigern aus meinem Munde der Spruch: „Hoffentlich wird das Schwein im Gefängnis vergewaltigt!“ Oder man denke an die seit einem Säureanschlag erblindete und entstellte Iranerin, die ihrem Peiniger nach den Grundregeln der Scharia das gleiche antun will.

Ein KZ-Häftling hat mir erzählt, wie die Aufseher die Häftlinge fast verhungern ließen, um ihnen dann voll sadistischem Ergötzen verschimmelte Brotlaibe vor die Füße zu werfen. Jene, die sich nicht zurückhalten konnten und sie Bissen für Bissen in sich hineinschlangen, sind unter elendlichen Qualen verreckt.

Das Bild ändert sich unvermittelt, wenn man erfährt, daß mir diese Geschichte von einem deutschen Kriegsgefangenen, einem Reichsbahner, der Züge nach Auschwitz abgefertigt hat, erzählt wurde. Er war nach dem Krieg in ein polnisches Straflager geraten.

Wird ein blonder Deutscher von einer Gruppe „Südländer“ zusammengeschlagen und schließlich wie ein Schwein abgestochen, ist das kaum eine kleine Meldung im Lokalblatt wert. Wird umgekehrt ein Migrant von einer Gruppe blonder Bestien zusammengetreten, bis er tot ist, schaltet sich das Bundeskriminalamt ein.

Die Handlung ist vollkommen leer. Es kommt darauf an, wer sie tut!

Heute ist für weite Teile der Bevölkerung grundsätzlich alles abgrundtief böse, was Amerika (und auch Israel) tun. Leute, die bei der Ermordung von 3000 unbeteiligter Menschen im World Trade Center nur mit den Achseln zuckten, kriegen sich nicht wieder ein vor Empörung, gar Mitgefühl, wenn sie an den armen „unbewaffneten Familienvater Osama“ denken. Ein Scheusal wie Gaddafi mutiert unversehens zu einem Opfer von CIA-Machenschaften, während die gleichen Leute das Schicksal der seit Jahrzehnten in den Verliesen Gaddafis schmachtenden politischen Gefangenen nie interessiert hat. Das hätte anders ausgesehen, wäre Gaddafi eine „Marionette Amerikas“ gewesen! Dann wären die gleichen Gefangenen ein Cause célèbre gewesen, genauso wie sich diese „progressiven“ Kreise etwa für schwarze Polizistenmörder in den USA engagieren!

Das schlimmste dabei ist, daß sie es mit absolut selbstgewisser moralischer Inbrunst tun. Angeblich „aufgeklärte“ und „kritische“ Menschen benehmen sich wie religiöse Fanatiker, die vollkommen in ihrem Wahn verrannt sind.

Was macht wohlmeinende und hochintelligente Menschen zu derartigen moralischen Mikroben?

Nun, zunächst einmal sind auch Amerika und Israel „leer“. Was repräsentieren sie emotional? Schlicht und ergreifend das „Establishment“, „Gott“, letztendlich die Eltern. „Die Eltern sind immer schuld.“ Sie haben unser Leben versaut. Wenn nicht die realen Eltern, dann die Macher unserer Kultur: die „Kapitalisten“, die „Sklaventreiber“, die „Kolonialisten“, die „Ausbeuter“, „der weiße Mann“, das Christentum, letztendlich das Judentum. Amerika und Israel sind dafür nur Projektionsflächen.

Deshalb ist alles, was Amerika und Israel anpacken a priori böse und jede noch so grausame Aktion gegen sie (etwa „9/11“) hat eine gewisse Legitimation – ist letztendlich Gegenwehr, Verteidigung.

Alle gepanzerten Menschen in unserer Kultur sind in dieses neurotische Gespinst eingewoben. Der gesamte öffentliche Diskurs, so „wissenschaftlich“ er sich auch immer geben mag, ist nichts weiter als neurotisches Geplärr, das man nicht ernstnehmen darf. Handlungen sind prinzipiell leer und alles was gepanzerte Menschen über Handlungen sagen, hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit den Handlungen und es hat alles mit der Charakterstruktur jener zu tun, die die Handlungen bewerten.

Was nun die Haltung zu Amerika (und auch zu Israel) betrifft gibt es, wie Elsworth F. Baker gezeigt hat, zwei Arten von Reaktionsweisen, die auf entsprechenden Charakterstrukturen beruhen (Der Mensch in der Falle, München 1982):

Beide Gruppen sind in gleicher Weise Opfer ihrer Eltern, bzw. der gesamten gepanzerten Kultur:

  • Die einen, jene mit einer konservativen Charakterstruktur, bewältigen es, indem sie in einen Wettstreit „mit dem Vater“ treten. Sie versuchen es besser zu machen, „den Alten“ zu übertrumpfen. Deshalb identifizieren sie sich, egal wie stark die Konflikte auch immer waren, mit ihren Ursprüngen und bleiben entsprechend mit ihrem bioenergetischen Kern in Kontakt. Wenn sie antiamerikanische und antisemitische Anschauungen haben, wie etwa G.K. Chesterton, dann weil sie durch die „moderne Welt“ ihre „christlichen Wurzeln“ gefährdet sehen.
  • Die anderen, die, in amerikanischer Ausdrucksweise, eine „liberale“, also linke, Charakterstruktur besitzen, reagieren auf die elterlichen (bzw. kulturellen) Zumutungen mit Rebellion. „Daddy the pig.“ Alles, aber auch wirklich alles, was „von oben“ kommt ist schlecht und böse. Die Linken sind in einem permanenten Aufbegehren gegen ihre Ursprünge gefangen und haben sich entsprechend vollständig von ihrem bioenergetischen Kern losgelöst. Sie haben, wie Reich es in Christusmord ausdrückt, im Gegensatz zu den Konservativen ihre Seele an den Teufel verkauft. Satan ist in die Gesichter der Antiamerikaner und „Antizionisten“ geschrieben.

Forschungsergebnisse bestätigen, daß langfristige politische Haltungen in unserem Körper verankert sind. Dabei schälen sich zwei unterschiedliche Gehirne heraus: das „rote Gehirn“ des Konservativen und das „blaue Gehirn“ des Progressiven. (In Amerika steht die Farbe Rot für die Republikaner, die Farbe Blau für die Demokraten.)

Das „rote Gehirn“ zeigt eine vermehrte Aktivierung der Mandelkerne, d.h. dem „Angstzentrum“, das bei Konservativen häufig ausgeprägter ist als bei Linken. Das „blaue Gehirn“ ist vor allem durch eine vermehrte Aktivierung des Gyrus cinguli anterior gekennzeichnet, bei dem es u.a. um die Verarbeitung sich widersprechender Informationen, also um „Kritikfähigkeit“ geht. Bei Linken ist dieser Hirnbereich oft stärker ausgeprägt.

Die Unterschiede entsprechen dem auf die Kreiselwelle zurückgehenden energetischen Orgonom (der bioenergetischen Grundlage des Liberalen) und dem pulsierenden orgonotischen System (der bioenergetischen Grundage des Konservativen):

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Was sind die Beweggründe der Kernkraftgegner?

25. Mai 2016

Wenn Mechanisten einen Baum sehen, können sie, sagen wir mal, mit ihrem botanischen Wissen brillieren oder in Windeseile mit Hilfe seines Schattens seine Höhe berechnen. Während ein Funktionalist, „assoziativ gelockert“, beispielsweise an den „Stammbaum“ denken muß; daß in der Genealogie sich alles unendlich verzweigt, je weiter man zurückgeht, und schon ist er beim World Wide Web und frägt: „Was mögen die Bäume des Internets sein?“ „Häähhhhhhhh?!“

Offensichtlich ist es im Wald genauso wie in der menschlichen Gesellschaft. Die Bäume nehmen die Energie der Sonne auf und halten so das „Wood Wide Web“ aufrecht, das ich in Orgonometrie (Teil 2): 2.i. Die Verwurzelung des Denkens in der Natur erwähnt habe. Das Individuum erwirtschaftet einen Überschuß, kann essen (= Aufnahme von Sonnenenergie!), wohnen und sich fortpflanzen und setzt so das sich unendlich verzweigende genealogische Geflecht fort bzw. wird Teil von ihm. Genauso wird das Weltnetz von Kraftwerken gespeist, deren Energie sich größtenteils auf die Sonne (fossile Energien, erneuerbare Energien) zurückführen läßt. (Hinzu kommen Energien, die ebenfalls „kosmischen“ Ursprungs sind, d.h. auf die Bildung des Sonnensystems zurückgehen: Kernkraft, Erdwärme, Gezeiten.)

Die einzelnen Computerterminals, von denen aus die Informationen ins www eingespeist bzw. abgerufen werden, sind selbst Teil des Netzwerks und keine funktionellen Entsprechungen der Bäume. Das gleiche gilt für die User, die schließlich keine „Energie“ ins Netz einspeisen. Gewisserweise ist das Internet eine spezielle Ausweitung des Stromnetzes. In manchen Kommunen, etwa Norderstedt bei Hamburg, wird das Stromnetz sogar zur Datenübermittlung genutzt! (So macht gewisserweise Lenins Aussage im nachhinein doch noch Sinn: „Kommunismus ist Herrschaft der Sowjets plus Elektrifizierung.“)

Man kann diesen Gedankengang ausweiten, denn das Internet ist kaum mehr als eine elektronische Entsprechung des weltumspannenden arbeitsdemokratischen Netzwerks, das von Reich entdeckt wurde. Beide sind dezentral, aber von einem einheitlichen Code abhängig. Auch sind beide unzerstörbar. Man müßte schon den Planeten in die Luft jagen, um das World Wide Web bzw. die Arbeitsdemokratie zu vernichten! Oder man müßte „sämtliche Bäume fällen“ – will sagen, die Energiezufuhr weltweit abschalten.

Wenn man Kraftwerke sieht, hat man funktionell betrachtet die äußere Oberfläche eines gigantischen Netzwerkes vor sich: sie sind „Bäume“. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß in primitiven Kulturen Bäume so gut wie die einzige Energiequelle des Menschen waren. Womit ich wieder beim Baum am Rande der Waldlichtung bin, auf der ich gerade mit meinem Notebook sitze, und der mich zu dieser Notiz inspiriert hat.

Es geht darum, die Dinge in ihrem funktionellen Zusammenhang zu sehen und nicht nur als Gegebenheit, die man abstrakt analysiert. Beispielsweise glaube ich keine Sekunde, daß es den linken Kernkraftgegnern um die Umwelt, künftige Generationen oder gar um ORANUR geht. Sie sind derartig besessen von dem Thema, weil sie „den Kapitalismus“, letztendlich das arbeitsdemokratische Geflecht, abgrundtief hassen und deshalb energetisch erdrosseln wollen. Im übertragenen Sinne wollen sie „die Wälder roden“!

Sie sind Todfeinde des weltweiten Netzwerkes der Arbeitsdemokratie, weshalb sie auch den einheitlichen Code zerstören und das dezentrale Netzwerk durch eine zentrale Lenkung ersetzen wollen. Dem dienen die „Dekonstruktion“ der Sprache und die Steuerung des Verhaltens durch Political Correctness. Das Gerede von „Basis“, „Netzwerken“, etc., gar „dezentraler Energieversorgung“, hat nur die Aufgabe jede vernünftige „Forstwirtschaft“ zu zerstören. So sind Kommunisten bisher stets vorgegangen („Räte“, „Sowjets“, „Basisdemokratie“). Sind sie erst mal an der Macht, setzen sie alles daran alle „Netzwerke“ abzuschalten, heutzutage natürlich insbesondere das Internet.

Zur „Genealogie“ der Arbeitsdemokratie siehe Kapitalismus und Arbeitsdemokratie.

Der arschkonservative Nachrichtenbrief

22. November 2015

Es gibt zwei Arten von politischem Handeln: erstens aus Eigeninteresse und zweitens aus „Eigeninteresse“. Das kann man sich am Beispiel der „Flüchtlingspolitik“ vergegenwärtigen. Ein rationaler Politiker wägt nach den Interessen seines Volkes ab. Beispielsweise wäre es schlichtweg irrational, wenn Polen (von dem Multikultikackhaufen „Deutschland“ wage ich gar nicht mehr zu reden!) Moslems aus Syrien aufnähme. Gar Männer im wehrfähigen Alter!!! Warum sollte es das tun? Bei syrischen Christen und insbesondere solchen, die mit Rom verbunden sind, mag das anders aussehen. Erst recht mit möglichen Flüchtlingen aus der Ukraine. Ein irrationaler Politiker wie Merkel hingegen wird irgendein schwachsinniges, pseudomoralisches Zeugs von sich geben und darüber schwadronieren, daß es in unserem besten Eigeninteresse sei, eine Politik zu verfolgen, die nur Kosten und Probleme verursacht und sichtbar in die Katastrophe führt, die den Namen „Islam“ trägt.

Die ersteren Politiker betreiben schlichtweg Politik, so wie wir sie bereits in Schimpansenhorden finden, die letzteren Politiker betreiben etwas vollständig anderes, nämlich Gesellschaftspolitik, d.h. sie folgen einem neurotischen Zwang ähnlich einem Drogenkranken, der sein „Eigeninteresse“ verfolgt, wenn er seine letzten Hirnzellen zerstört. Jeder normale Mensch kann angesichts ihrer Handlungsweise nur mit dem Kopf schütteln, doch sie folgen auf eine verquere Weise ihrem „Eigeninteresse“ – wenn sie sich ins Knie ficken. Nur so kann man die deutschlandfeindliche, volksverräterische Politik Merkels verstehen. Es geht nicht um irgendwelche Verschwörungen oder gar rationales Kalkül, sondern um einen charakterstrukturellen Zwang. Nur von der soziopolitischen Charakterologie her, kann man die Weltläufe verstehen. Jeder andere Zugang bleibt oberflächlich oder muß vollständig in die Irre führen und ist damit integraler Bestandteil jenes irrationalen Geschehens, das er doch erklären will.

Das Grundübel des linksliberalen charakterstrukturellen Zwangs, der unsere Gesellschaft bis ins Mark aushöhlt, ist die pathologische Angst vor Aggression, d.h. vor dem Einstehen für das Eigene. Das zeigt sich insbesondere im Umgang mit dem islamischen Faschismus oder der Unfähigkeit faschistischen Gewaltherrschern wie Putin massiv entgegenzutreten. Wie feige Ratten wenden sich Linke stattdessen todesmutig mit viehischer Mordlust gegen die paar Solitäre, die sich dem selbstmörderischen Massenwahn entgegenstellen:

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In Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie habe ich versucht, die auf Elsworth F. Baker zurückgehende (und von Charles Konia leicht modifizierte) stark von der amerikanischen Szene geprägte „soziopolitische Charakterologie“ auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Ich glaube zwar immer noch, daß meine Formulierungen zum Verständnis beitragen, jedoch verwischen sie durch die besagte „Anpassung an heutige deutsche Verhältnisse“ ein, vielleicht das wichtigste, biosoziologische Geschehen der letzten 50 Jahre: die sich zunehmend beschleunigende Verschiebung des politischen Spektrums als Ganzes nach links.

In Amerika hat es zwar auch diese Verschiebung gegeben, aber nicht in diesem Ausmaß. Ein Republikaner aus dem Mittleren Westen (oder auch so mancher Demokrat aus dem Süden) wäre auf deutsche Verhältnisse übertragen schlichtweg undenkbar. Das gesamte Land würde einen hysterischen Anfall erleiden! Es gibt hier faktisch keine Konservativen mehr! Die heutigen Handvoll „Konservativen“ vertreten in Wirklichkeit linksliberale Positionen, die CDU sozialistische und die SPD/Grüne/Linke kommunistische. Und, nein, das ist nicht maßlos übertrieben!

Solche Einschätzungen scheinen nur jenen übertrieben, die sich vom ständig beschworenen „gesellschaftlichen Konsens“ mitreißen lassen. Für Leute, die das ganze von draußen betrachten, d.h. jenen, die einen biosozialen Standpunkt einnehmen, bewegt sich die gesamte Gesellschaft vor ihren Augen nach links. Den willenlosen Massenindividuen müssen sie deshalb zunehmend als „Rechtsextreme“ erscheinen, obwohl sie sich tatsächlich nie aus der Mitte wegbewegt haben. Oder anders ausgedrückt: die Orgonomie steht nicht rechts – es ist die Gesellschaft, die sich nach links bewegt!

Es bleibt die Frage, ob sich nur ideologisch etwas ändert oder auch (charakter-) strukturell! Diese Frage hat Reich in seiner Massenpsychologie des Faschismus diskutiert. Ideologisch mag sich eine Gesellschaft nach links entwickeln, doch die beharrende Kraft der unbeweglichen Charakterstrukturen wird sich langfristig doch immer durchsetzen. Auch kurzfristig kann das der Fall sein, etwa in wirtschaftlichen Krisensituationen. (Genauso wie auch beim Einzelnen in persönlichen Krisen immer der Charakter durchbricht, egal was für ein Schauspiel der Neurotiker in guten Zeiten auch immer abgezogen haben mag!)

Leider (oder, je nachdem, zum Glück) ist es aber auch so, daß sich langfristig eben auch die Charakterstrukturen verändern. Beispielsweise haben die Lebensumstände der Landbevölkerung über die Jahrhunderte hinweg die Charakterstrukturen der Menschen „konservativ gefärbt“, während aus Städtern eher „linke Kopfmenschen“ wurden. Durch ähnliche Mechanismen wird sich auch die ideologische Linksverschiebung der letzten 50 Jahre biosozial (charakterologisch) niederschlagen. Tatsächlich ist es bereits soweit, wenn man die heutigen Heranwachsenden betrachtet.

Hier Bakers ursprüngliche Aufstellung. Sie ist weitgehend mit der heute gültigen von Konia formulierten Aufstellung identisch, wenn man den „modernen Liberalen“ (Pseudoliberalen) mit dem Sozialisten austauscht und entsprechende kleine Korrekturen vornimmt.

Unabhängige Bestätigungen von Elsworth F. Bakers soziopolitischer Charakterologie

22. Juni 2015

Generell sprechen die Menschen nicht gerne über ihre Sexualität, weil sie sich dadurch buchstäblich entblößen. Das scheint sich zwar in den letzten Jahren geändert zu haben („Let’s talk about sex!“), doch hat das mehr jene Qualität, die sich schon von je her in Männergesprächen gefunden hat, wo man seine (angeblichen) Eroberungen zum besten gab. Man hat Angst davor, daß die eigene Pseudopotenz entlarvt wird. Entsprechend sprechen Konservative nicht gerne über ihre religiösen Gefühle, weil sie Angst davor haben, daß diese „psychoanalytisch“ entzaubert werden. Ähnlich sieht es bei Linken hinsichtlich ihrer politischen Einstellungen aus. Erstaunlicherweise scheint das letzte der drei Tabus einer gepanzerten Gesellschaft in unserer Gesellschaft das stärkste zu sein!

Dies ist auch der tiefere Grund dafür, daß kaum ein anderer Reich-Schüler in bestimmten Kreisen derartig unbeliebt, wenn nicht sogar verhaßt, ist, wie Elsworth F. Baker, der zu Reichs Zeiten der informelle Anführer der zum größtenteils in New York ansässigen amerikanischen Orgonomen war. Er wird geradezu zu einem „Anti-Reich“ hochstilisiert. Dies vor allen Dingen wegen seines 1967 in Amerika erschienen Buches Der Mensch in der Falle (Man in the Trap), in dem er ein ausführliches Kapitel der „soziopolitischen Charakterologie“ gewidmet hat und dort insbesondere die wahren Motive des „modern liberal“ entlarvt.

In Der politische irrationalismus aus Sicht der Orgonomie habe ich versucht, Bakers Analyse in ihrer von den Orgonomen Charles Konia und Robert Harman leicht revidierten Form auf das deutsche Spektrum anzuwenden und dabei weiter zu systematisieren. Obwohl ich überzeugt war, daß Baker im Grundsatz recht hat (und dazu auf jede Menge unabhängiger Untersuchungen, die überhaupt nichts mit der Orgonomie zu tun haben, verweisen konnte), mußte ich doch Bakers Formulierungen an die deutschen Verhältnisse anpassen. Hatte er also doch nicht bioenergetische Vorgänge erfaßt, sondern nur soziokulturelle Gegebenheiten? Nach der Lektüre von Charles Konias Buch The Emotional Plague, das in mancher Hinsicht eine Fortführung von Bakers Buch ist, bin ich mittlerweile wieder mehr von Bakers Schema als bioenergetischer Realität überzeugt.

Das Problem mit Deutschland und Europa allgemein ist die Verschiebung des gesamten politischen Spektrums nach links außen im Verlauf der letzten hundert Jahre. (Man zeige mir einen einzigen genuin konservativen Politiker!) Dadurch wurde Bakers Schema bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Oder mit anderen Worten: was die Leute in Anpassung an die linke Atmosphäre von sich geben („political correctness“), hat wenig Verbindung zu ihrer Charakterstruktur. (Daß uns der linke Abschaum noch nicht durch ständige Provokationen in den Rechtsradikalismus getrieben hat, beweist mal wieder wie stabil doch der konservative Charakter ist im Gegensatz zum [links-] libralen Charakter. Ganz entsprechend Bakers Theorie.)

Trotz aller Verzerrungen des politischen Spektrums, die zunehmend auch Amerika betreffen, liegen unabhängige Studien vor, die Bakers Ansatz in wirklich jeder Hinsicht bestätigen:

Baker unterschied zwischen zwei soziopolitischen Grundcharakteren: dem Liberalen auf der linken Seite des Spektrums und dem Konservativen auf der rechten Seite. Je mehr gepanzert sie seien, desto mehr schäle sich ihr Grundwesen heraus: bei den Liberalen ihr Kollektivismus, weshalb Baker den modern liberal auch als „kollektivistischen Charakter“ bezeichnet, und aus Bakers Beschreibung des „extremen Konservativen“ wird deutlich, daß er diesen entsprechend als „individualistischen Charakter“ hätte bezeichnen können.

Michael Dodd (University of Nebraska, Lincoln) et al. untersuchten 72 linke (im amerikanischen Sprachgebrauch „liberale“) und konservative Probanden. Sie saßen vor einem weißen Computerbildschirm, in dessen Mitte sich ein kleines schwarzes Kreuz befand.

Dieses verschwand nach wenigen Sekunden und wurde durch ein Gesicht ersetzt, dessen Augen zunächst leer waren. Dann erschienen die Pupillen, die entweder nach links oder nach rechts schauten. Die Aufgabe der Freiwilligen bestand darin, mittels Tastendruck zu signalisieren, sobald rechts oder links neben dem Gesicht ein kleiner Kreis erschien. Allen Teilnehmern wurde erklärt, daß die Blickrichtung der Augen kein Hinweis darauf sei, wo der Kreis erscheinen würde. Obwohl es insofern eigentlich keinen Grund gab, den Blicken des Computergesichts zu folgen, taten die Liberalen genau das.

Die Forscher fanden es verwunderlich, daß die Konservativen nicht dem instinktiven Impuls nachgaben, den Blicken ihres Gegenübers zu folgen, sondern im Gegensatz zu den „Liberalen“ vollkommen immun gegenüber diesem zentralen Schlüsselreiz sozialer Interaktion blieben.

Möglicherweise führe diese unterschiedliche Wahrnehmung der Umwelt dazu, daß manche Menschen eine eher konservative Position einnähmen, die die persönliche Autonomie in den Vordergrund stelle, mutmaßen die Forscher. Entsprechend würden Menschen, die besonders intensiv auf ihre Mitmenschen reagieren, eher eine liberale Ausrichtung einnehmen.

Diese und viele weitere neuere Untersuchungen zeigen, daß politische Unterschiede biologisch, nicht ökonomisch verankert sind!

Jacob Hirsh (University of Toronto) et al. haben gezeigt, daß sich aus der Persönlichkeit (Charakter) unsere politischen Vorlieben bestimmen lassen. Unsere Werte seien tief in der Biologie verankert.

Die Forscher fragten mehr als 600 Teilnehmer aus Kanada und den USA nach deren politischen Grundhaltung, weniger nach ihren parteipolitischen Präferenzen. Danach führten sie einen Persönlichkeitstest durch, um ihre Persönlichkeitszüge und deren Beziehung zu ihren politischen Vorlieben zu bestimmen.

Hirsh und seine Kollegen konnten zeigen, daß eine Einstellung, die sich um Mitleid, Mitfühlen und Gleichheit dreht, mit einer (links-) liberalen Haltung einhergeht, das Betonen von Ordnung und der Befolgung sozialer Normen mit einer konservativen. Konservative zeigen, so Hirsh, höhere Testwerte bei dem Persönlichkeitszug „Ordnung“, niederigere bei „Offenheit“. Ihnen ist eine tiefsitzende psychologische Motivation eigen, die gegenwärtige Gesellschaftsstruktur zu bewahren.

Diese Arbeit fügt sich zu anderen Forschungsberichten, die unisono darauf hinweisen, daß politisches Verhalten von zugrundeliegenden psychologischen Bedürfnissen bestimmt wird. Hirsh:

Wenn die Bedürfnisse nach Ordnung und nach Gleichheit einigermaßen ausgeglichen sind, ist der Betreffende wahrscheinlich politisch moderat eingestellt. Wird eines der Beweggründe stärker als der andere, bewegen sich die politischen Vorlieben zum jeweiligen Ende des Spektrums.

Jordan Peterson, ein Co-Autor der Studie:

Die Wertvorstellungen der Menschen sind tief in ihr biologisches und genetisches Erbe eingebettet. Das bedeutet, daß man politische Wert- und Moralvorstellungen von einer tieferen Warte, d.h. vom Ursprung der Beweggründe her, betrachten muß. Politische Vorlieben gehen nicht einfach aus einer rationalen Betrachtung der Probleme hervor.

Nichts anderes hat Baker gesagt! Und genau wie Peterson hat auch Baker argumentiert, daß um eine Gesellschaft funktionsfähig zu erhalten, beide Arten von politischer Motivation notwendig sind.

Soweit die Studie.

Wie bereits angedeutet, gefährdet die Linke die soziopolitische Balance, die die Gesellschaft lebensfähig erhält. Beispielsweise fordern mittlerweile gerade „konservative“ Politiker eine „buntere Republik“! Das kann nur in einem gewaltigen Knall enden: entweder in einer kommunistischen Diktatur oder in einem maßlosen konservativen Gegenschlag, der allen konservativen (also weitgehend christlichen) Grundsätzen hohnsprechen wird. Möge uns Gott beistehen!

Diskussionsforum 2010: eine Nachlese (Teil 2)

5. Juni 2015

Futjah wendet sich Anfang September 2010 direkt an mich, PN:

Deine Grundeinstellung wirkt auf mich sehr feindselig und VERurteilend.

Ich habe nichts gegen BEurteilungen, aber deine Abfälligkeit ist sehr auffällig.

Versteh mich nicht falsch, dafür möchte ich dich nicht verurteilen, finde es eher unheimlich verständlich, nur wenig hilfreich und damit unlebendig. Damit tust du dir selbst keinen Gefallen!

Ich hoffe du nimmst meine Kritik auf und verstehst, daß ich mich mit dir, dem „breitbeinig dastehenden Araber“ und allen anderen Menschen auf Augenhöhe fühle und ihnen nicht mehr ihre „Schwächen“ vorwerfe, die hat nämlich jeder auf seine Weise.

Botschaft Reichs ist für mich, daß jeder Mensch im Grunde gut bzw. lebendig ist. Was nicht bedeutet, daß ich mein Leben in die Hände anderer legen möchte und ihnen keine Grenzen bzgl. meiner Selbst aufzeigen werde.

Doch i.d.R. nicht ohne Verständnis für den anderen. Werte ich ihn ab, weil er angelblich mehr DOR und weniger Orgon ausstrahlt o.ä., so bin ich mehr „DOR-Verseucht“ als ich mir eingestehen möchte.

Ich hoffe bei dir ist nicht Orgon sowas wie Arier und DOR sowas wie Juden! Das Spiel hatten wir schon, bitte nicht nochmal! Auch wenn die Gefahr sehr groß ist wie man immer wieder mal sieht…

Klingt gut, worum es aber wirklich geht, scheint deutlich durch: die Angst davor, daß es mit dem „Gutsein“ des Menschen nicht sehr weit trägt und daß dies alptraumhafte Konsequenzen hat. „Reichianer“, größtenteils liberale Charaktere ohne jede Tiefe, können meist nicht begreifen, daß Christusmord eine Wasserscheide in Reichs Werk darstellt und Blütenträume über das Gute im Menschen, das man nur freilegen müsse, passé sind – das Böse real ist, keine bloße Oberflächenerscheinung. Ich verweise beispielsweise auf den Blogeintrag Verfilmungen von Reichs Buch CHRISTUSMORD.

Und was die abfällige Art von PN betrifft… Karl Klein wendet sich ebenfalls an mich:

Was die orgonomische Qualität ihrer Nachrichtenbriefe betrifft, möchte ich nur an einen Nachrichtenbrief erinnern, in dem sie ihre „Gegner“, hier Linke, ganz allgemein als „Kinderficker“ beschimpfen.

Ich antwortete damals: „Welchen? Wohl https://nachrichtenbrief.wordpress.com/2015/05/13/kommunarden%C2%A0kinderficker/ Ich hätte noch ganz anders argumentieren können, insbesondere auf die Anfänge der GRÜNEN verweisen können.“

Was mich wirklich unermeßlich ankotzt, ist die Arroganz der Grünen: daß ausgerechnet dieses DRECKSPACK, diese schmierigen Sexkunde-Onkel und -Tanten, es wagt, die Katholische Kirche wegen deren Vergehen an Kindern anzuklagen. Und so in allem: daß diese „Israelkritiker“ überall „Nazis“ sehen, diese Vogelschredder („Windkraftanlagen“) es wagen, den Begriff „Umweltschutz“ in den Mund zu nehmen. Eine Partei, deren Klientel überwiegend von Steuergeldern lebt, „Ausbeutung“ anklagt. Leute, die „Bürgerrechte“ einklagen, aber gleichzeitig einen bürokratischen und Meinungsterror aufgebaut haben, der seinesgleichen sucht… Diese Pfaffen der Political Correctness hatten uns freie Rede versprochen. Niemand spielt virtuoser auf der Klaviatur der Schuldgefühle, denn die grünen ARSCHLÖCHER! Schluß, ich muß auf meine Herzgesundheit achtgeben.

Mal etwas Grundsätzliches über bestimmte Herrschaften: Jene, die sich in der Partei Die Grünen, im Umfeld der TAZ und nicht zuletzt im Reichianismus zusammengefunden haben, sind Menschen, die alles zerstören, mit dem sie in Kontakt kommen. In der DDR wurden die „Petra Kellys“ von der Stasi erbarmungslos verfolgt, während die Kommunisten freudig zuschauten, wie sie die westlichen Gesellschaften mit immer neuen Absurditäten unterminierten. Wären die Russen zum Atlantik durchmarschiert, wären „Die Grünen“ die ersten gewesen, die man an die Wand gestellt hätte. In dieser Hinsicht kann man von den Kommunisten nur lernen! Wenn die Orgonomie überleben soll, muß man diese Leute durch ständige Provokationen draußen halten. Es sind Zecken, nichts weiter als Zecken. Verpißt euch! Meinetwegen gendergerecht. Aber verpißt euch!

Robert zitiert folgende Stelle, die er hier gefunden hat:

An diesem Punkt möchte ich auf Deleuze und Guattari zu sprechen kommen. Im Anti-Ödipus schreiben sie an einer Stelle, die mir zentral erscheint: „So bleibt die grundlegende Frage der politischen Philosophie immer noch jene, die Spinoza zu stellen wußte und die Reich wieder entdeckt hat. Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? Was veranlaßt einen zu schreien: ‚Noch mehr Steuern, noch weniger Brot‘?” Das ist eine sehr aktuelle Erscheinungsform von Askese, sie paart sich mit dem neuen, nicht-asketischen Gestus der Eliten.

Braungebrannte Sportwagenfahrer treten derzeit als politische Führer auf, die den Massen signalisieren, daß sie jetzt um ihre soziale Absicherung gebracht werden. Oder sie kündigen der Bevölkerung, wie der gegenwärtige Finanzminister es genannt hat, einen „Verlust von Annehmlichkeiten“ an. Wenn die Massen daraufhin nicht sagen, „Na gut, das müssen wir einsehen“, sondern statt dessen sogar noch rufen, „Hurra, endlich wird das Sozialsystem, werden die Gewerkschaften zerstört, die uns vor dem amoklaufenden internationalen Kapital vielleicht noch hätten schützen können“, dann zeigt sich hier ein offen einbekannter Hedonismus der politischen Führer mit einem eigenartigen asketischen Geist auf Seiten der Massen gepaart: Was der Führer an Nicht-Askese verkörpert, das verkörpern die Massen nun als asketische Haltung.

PN sagt dazu: So wird Reich für den Sozialismus dienstbar gemacht. Die Massen, die schließlich die Arbeitsdemokratie tragen, werden wie Kinder betrachtet, die geschützt werden müssen. (Bezeichnenderweise immer vor „denen da oben“, aber nie von „denen da unten“!)

Robert an anderer Stelle:

Reich in den Fängen der Stalinisten

In der Yale Universität existiert ein Dokument aus der Sowjetunion von 1936, bei der die meistgesuchten Trotzkisten aufgeführt werden. Folgender Eintrag ist dort zu finden:

10) OTTO KNOBEL (OTTO BRANT) [xxv] – ein ehemaliger Mitarbeiter des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands, der beim Internationalen Jugendverlag in Deutschland gearbeitet hatte und der 1933 ohne Zustimmung der Partei nach Paris emigrierte. [Ihm] wurde kein Status als politischer Emigrant zuerkannt. [Knobel] kehrte nach Deutschland zurück und emigrierte dann erneut. In Paris war [er] mit den Trotzkisten verbunden. [Er] zog, um zu arbeiten, nach Kopenhagen, wo er nicht mit der Partei verbunden war und keine Verbindungen mit der Gemeinde der Emigranten hatte. In Kopenhagen arbeitete [er] im Verlag von Wilhelm Reich [xxvi], der aus der KPD wegen Trotzkismus ausgeschlossen worden war. Ihm zufolge brach er mit Reich wegen persönlicher Differenzen. Einigen Parteigenossen zufolge ging er jedoch mit Reichs Zustimmung nach Berlin und ein Monat später, Ende 1935, kam er über Inturist in die Sowjetunion ohne Verbindungen und ohne Erlaubnis der Partei. Er stand Reich so nahe, daß er [Reichs] Briefe an Trotzki gelesen und sie sogar selbst abgeschickt hat.

Im April 1936 meldete die Kaderabteilung Knobels Vergangenheit an die zuständigen Organe. Seine letzte Adresse [war]: Hotel „Novomoskovskaia“.

[xxv] Otto Knobel (Brandt). Geboren 1908 in Schwerin, Deutschland, war seit 1929 Mitglied der KPD. Juni 1935 zog er in die UdSSR und unterrichtete an der deutschen „Karl-Liebknecht-Schule“ in Moskau. Er wurde am 1. Oktober 1936 verhaftet und am 22. Juni 1937 zu fünf Jahren in einem Arbeitslager verurteilt.

[xxvi] Wilhelm Reich (1897-1957). Ein Psychoanalytiker, spezialisiert auf Sexualprobleme und sexuelle Aufklärung, trat 1930 der KPD bei und wurde 1934 ausgeschlossen.

http://www.yale.edu/annals/Chase/Documents/doc20chapt4.htm#_edn25

Zu Knobel fand Robert noch folgenden Eintrag:

Knobel, Otto Ernst (alias Brand). Geb. 8.2.1908 in Schwerin. 1922-1928 Besuch der Karl-Marx-Aufbauschule in Neukölln, Freundschaft mir Bruno Krömke. Mitglied des SSB und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Schulkampf. Seit 1927 Mitglied des KJVD, seit 1929 in der KPD, Redakteur der Zeitung Kommunistische Jugendinternationale. Fünf Semester an der Berliner Universität. 1935-1935 Emigration nach Frankreich und Dänemark, im Juni 1935 in die UdSSR. Im Sommer 1935 zeitweilige Arbeit am Moskauer Elektrotechnischen Institut für Nachrichtenwesen. Seit September 1935 Unterricht in der Karl-Liebknecht-Schule (Werken bzw. „Technologie“), seit September 1936 Klassenleiter und Biologielehrer, verantwortlich für das Biologiekabinett. Im Sommer 1936 einer der Leiter bei der Schulreise zum Sewan-See (Armenien). Am 1.10.1936 verhaftet, am 22.6.1937 zu 5 Jahren Arbeitslager verurteilt, vermutlich im Lager ums Leben gekommen. Rehabilitiert 9.3.1989.

Quelle: Natalja Mussienko, Alexander Vatlin: Schule der Träume. Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924–1938), Klinkhardt Verlag 2005, S. 243

martincoldwar

Stalins Rückkehr

2. Juni 2015

Eine „gemäßigte Linke“ ist ein Widerspruch in sich selbst. Man kann das Lebendige nicht kontrollieren, ohne es zu töten. Man kann eine Gesellschaft, die auf Jahrhunderte gewachsene Traditionen ruht, nicht „transformieren“, ohne in der Tyrannei zu landen. Man kann nicht in das diffizil austarierte Ineinandergreifen der Wirtschaft „lenkend“ eingreifen, ohne Massenelend zu erzeugen. (Konkret stehen wir dank der krypto-marxistischen keynesianischen Wirtschaftpolitik heute weltweit vor der grandiosen Alternative: unvorstellbares Massenelend durch Hyperinflation a la Zimbabwe oder ein die Zukunft unserer Kinder negierender Schuldenberg.) Die Linke hat uns „das freie Wort“ versprochen und uns einen erbarmungslosen, rotfaschistischen Meinungsterror beschert. Eine „Bildungsreform“ nach der anderen hat uns nur eins gebracht: Massenverblödung.

Massenpsychologisch haben wir es damit zu tun, daß das, was Reich als liberale, „soziale Fassade“ bezeichnet hat, in den Dienst der „sekundären Schicht“ tritt: der lebensfeindlich entstellten, „faschistischen“ Triebe im Menschen. Siehe dazu Reichs Massenpsychologie des Faschismus.

Die organisierte pseudo-liberale Pest hat zum finalen Schlag gegen die „herrschende Klasse“ angesetzt. Wie in Lenins und Staliens Rußland, Maos China, auf Castros Cuba, etc. geht es um deren biologische Vernichtung. Während jedoch in diesen Ländern nur eine Gesellschaftsschicht mitsamt ihren Traditionen ausgemerzt werden sollte, ist es den westlichen Linken um einen Völkermord zu tun: „der weiße Mensch“ soll ausgerottet werden. Man denke nur mal an den Kult um „Tugce“, „um die ganz Deutschland weint“. Wäre sie blond und blauäugig gewesen, hätte ihr Unfalltod (bei Tugce ist natürlich stets von „Mord“ die Rede) niemanden hinter dem Ofen hervorgelockt. „Weiße“ sind für unsere „aufgeklärte Kulturelite“ nichts weiter als Dreck, den die Schwarzen und Braunen, d.h. die neuen Proletarier nach belieben FICKEN können.

Der Skandal um die muslimischen Vergewaltigungsbanden in Großbritannien wird immer schlimmer. Letzten August berichtete die BBC noch, daß „mindestens“ 1400 Kinder in Rotherham zwischen den Jahren 1997 und 2013 in abstoßendster Weise mißbraucht wurden. Kinder im Alter ab 11 Jahren wurden von verschiedenen Vergewaltigern mißbraucht und in andere Städte verkauft, geschlagen und eingeschüchtert. Fünf Monate später ist nur wenig geschehen, um diese Geißel zu bekämpfen, es ist im Gegenteil in exponentiellen Zahlen gewachsen. Hunderte neuer Fälle wurden entdeckt und eines der Opfer sagte, daß diejenigen, die sie mißbrauchten, „Unberührbar“ seien.

Das sind keine Einzelfälle, sondern es steckt dahinter System. Es geht, wie angedeutet, um ethnische Säuberungen. Hier ein Blick nach Schweden:

Im kulturell hochbereicherten Malmöer Viertel Rosengard mußte gestern ein Kindergarten nach zahlreichen Schikanen und Drohungen aus Sicherheitsgründen schließen. Eine Mitarbeiterin war bereits von einer aus einem Fenster geworfenen Flasche getroffen worden. Täter sind „südländische Jugendliche“, die schon länger die Umgebung bis zur kompletten Verwahrlosung hin (die Rede ist von Dreck und Kakerlaken) bereichern. Rund um den Kindergarten liegen überall Glasscherben, die Wand ziert ein Einschußloch unbekannten Ursprungs.

Zu der schwedischen Originalveröffentlichung wurde folgender Leserbrief geschrieben, der plastisch illustriert, welche Geisteshaltung diesen „menschlichen“ Abschaum in unsere Länder gespült hat und wie dieser „Liberalismus“ fest entschlossen ist, unsere Zivilisation endgültig zu zerstören:

Ich habe in einer Uni in Schweden drei Jahre lang „soziale Integrationsprozesse“ studiert, nur um zu erfahren, als ich nach London ging, daß „Integration“ ein geschichtliches Phänomen ist. In Schweden muß endlich die Assimilation beginnen. Hier [in London] sind die lokalen Behörden stolz!! auf die kulturelle Diversität und ihre Demographie. Von dir wird erwartet, je nach deiner Nachbarschaft, unterschiedlich auszusehen, zu sprechen und dich zu verhalten! Diese Gangs werden solange ihr Territorium verteidigen, bis ihnen die Möglichkeit gegeben wird, Teil von etwas größerem zu werden als nur Besitzer über ein paar Blocks von Rosengard. Gebe ihnen Respekt und Würde. Sie als Idioten zu bezeichnen, führt nicht nach vorne. Kannst du dir irgendeinen großen Politiker oder Weltführer vorstellen, der jene Menschen in seiner Gesellschaft, die am meisten verletzlich und am meisten ausgeschlossen sind, als Idioten bezeichnet??? Nein, nur schwedische Politiker können es sich leisten, so etwas zu tun. Schwedische Politiker sollten über die gelben und blauen Grenzen [Schwedens] hinausblicken, um nach Lösungen zu suchen, die sie in Schweden nicht finden können.

Das ist genau das, was die „südländischen Jugendlichen“ erreichen wollen, wenn sie unsere Gesellschaft vom Kern her zerstören. Wir haben uns anzupassen. Wir müssen unser ganzes Leben neu organisieren, um sie nicht mehr zu provozieren. Wir sollen sie mit Respekt behandeln! Schweden muß endlich liberaler und offener werden!

Linksliberale und Sozialisten, wie unser schwedischer Student, werden nicht eher ruhen, als bis sich der gesamte Planet in ein Rattenloch a la Londonistan verwandelt hat! Das Ende des sozialdemokratischen Projekts ist die Herrschaft der Kakerlake. Man muß blind sein, um nicht zu sehen, daß seit geraumer Zeit eine signifikante Islamisierung unseres Landes stattfindet und daß jeder gesellschaftlichen Selbstmord begeht, der das anspricht oder sich gar dagegen wendet!

Wie Anfang der 1930er Jahre versuchen die rotlackierten Nazis im Verbund mit Faschisten (Beispielsweise den türkischen Nationalsozialisten: die Grauen Wölfe) dieses Land zu zerstören. Der Vernichtungskrieg gegen die Freiheit hat schon längst begonnen:

03.05.2010
Bielefeld: Autonome und Graue Wölfe haben Tour-Konvoi eingekesselt und Pro-NRW-Bus teilweise entglast – Kreistagsabgeordneter Ulrich Manes wurde von mehreren Dutzend autonomen Linksextremisten angegriffen und konnte nur unter massiven Polizeischutz Bielefeld wieder verlassen.
Dramatische Szenen spielen sich derzeit in Bielefeld-Brackwede ab, wo die Brinkmann-Wahlkampftour zum dritten Mal am heutigen Tag Station gemacht hat. Nach einer erfolgreich verlaufenen Veranstaltung, an deren Rande bereits zahlreiche Linksextremisten und Vertreter der Grauen Wölfe ihren Unmut gegen die Demokratie äußerten, wurde der Tour-Konvoi auf dem Kirchplatz von Autonomen eingekesselt. Neben Eiern flogen auch bereits die ersten Steine und entglasten den Brinkmann-Tourbus teilweise. Die Polizei geht momentan leider noch nicht konsequent gegen die laut Augenzeugenberichten offenbar teilweise von der SPD in Wahlkampfbussen herangekarrten Autonomen vor, die mit einer Sitzblockade die Abfahrt des Konvois blockieren.

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Soziopolitische Charakterologie

23. August 2014

Linke und Rechte unterscheiden sich nicht primär durch ihre Weltanschauung, sondern durch ihren Charakter. Dazu Gideon Böss, der feststellt, daß heute Linke und Konservative weitgehend gleicher Meinung sind, doch trotzdem: bei Kommentaren könne er „oft schon nach einem oder zwei Sätzen sagen, aus welcher politischen Richtung der Widerspruch kommt“.

Linke sind aggressiver und zielen viel schneller auf den Menschen hinter einem Argument. Sie halten sich nicht lange auf der Sachebene auf, sondern spekulieren laut darüber, welche Lobby einen wohl für diese Meinung bezahlt. (…) Was auch ein klares Indiz dafür ist, mit einem Linken zu diskutieren, ist der inflationäre Gebrauch von Worten wie „Rassist“, „Xenophober“, „Hetzer“ und „Brandstifter“. (…) Ebenfalls beliebt ist der autoritär-lehrerhafte Verweis auf Quellen, die es zu studieren gilt. „Ließ erst einmal, was Autor A geschrieben hat. Wenn es dann immer noch nicht Klick gemacht hat, weiß ich auch nicht weiter, Rassist!“

Konservative hätten andere Prioritäten:

Die Kritik ist weniger scharf auf die Person bezogen. Oft ist der irrende Autor einfach nur ein weiterer Beleg für den traurigen Zustand der Gesellschaft. (…) Schließlich wird ja immer alles schlimmer in diesem Land (…). Außerdem fehlen dem konservativen Wortschatz die starken Begriffe. (…) Weil die Kritik von linker Seite aggressiver und persönlicher ist, ist sie auch anonymer. Es sind oft Fake-Namen, unter denen gepostet wird. Die Konservativen treten häufiger mit eigenem Namen (…) auf. (…) Von daher ist die Unterscheidung zwischen Linken und Konservativen heute vor allem eine, die über den Knigge und nicht mehr die jeweiligen Weltanschauungen geht. (…)

Die soziopolitische Charakterologie wurde von Elsworth F. Baker entwickelt.

In etwas modifizierter Form wird sie in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie beschrieben. Kurz gesagt behauptet die Orgonomie, daß der ideologische Gegensatz zwischen Liberalen („Linken“) und Konservativen auf strukturellen Unterschieden beruht, d.h. grundsätzlich unterschiedliche Charakterstrukturen vorliegen.

2007 hat eine Forschergruppe der New York University (David Amodio, et al.) festgestellt, daß bei liberal („links“) eingestellten Menschen der sogenannte anteriore cinguläre Cortex im Vorderlappen des Gehirns wesentlich aktiver ist als bei Konservativen. In dieser Gehirnregion wird gesteuert, wie wir mit Konfliktsituationen umgehen, uns auf Neues einstellen können. Beim betreffenden Versuch mußten Versuchspersonen bei Erscheinen eines Signals auf einen Knopf drücken. Nach einer Gewöhnungsphase erschien ein zweites Signal, das die Probanden veranlassen sollte, nicht mehr auf den Knopf zu drücken. Bei dieser Umstellung feuerten die Nervenzellen bei den „Liberalen“ weitaus stärker als bei den „Konservativen“. Entsprechend machten die letzteren auch mehr Fehler, d.h. drückten weiterhin auf den Knopf. Liberale können sich auf Neues besser einstellen, während Konservative am Altbewährten haften bleiben.

Es ist wirklich auffallend, daß konservative Politiker und Journalisten in den Medien als wenig schlagfertig, ungelenk, unkonzentriert, teilweise geradezu „trottelhaft“ „rüberkommen“. Man denke an Helmut Kohl, Edmund Stoiber, George W. Bush oder etwa an die stotternden Auftritte eines Gerhard Löwenthals seligen Angedenkens – und das stets schlagfertige, eloquente Auftreten ihrer Gegenspieler. Ein solches Verhalten ist unmittelbares Ergebnis grundsätzlich verschiedener Energieflüsse im Organismus. Während der Konservative buchstäblich „hirnfern“ im Bauch lebt (orgonotisches System), dreht sich beim Liberalen alles um die Versorgung des Hirns mit Orgonenergie (energetisches Orgonom).

Der grundlegende bioenergetische Unterschied zwischen „Linken“ und „Rechten“ wird durch eine Gallup-Umfrage aus dem gleichen Jahr ebenfalls beleuchtet: Konservative haben weniger psychische Probleme als „Progressive“. Ein statistisch signifikanter Unterschied, der weder mit Einkommensunterschieden noch mit irgendwelchen anderen Faktoren wegerklärt werden kann. Aus bioenergetischer Sicht ist es geradezu selbstevident, daß die, die aus dem Bauch heraus leben, weniger innerlich zerrissen sind, als jene, die „zerebral“ organisiert sind.

Jason Rentfrow von der University of Cambridge hat die geographische Verteilung der Persönlichkeitsmerkmale in den USA untersucht. Grob gesagt sind an der Ost- und Westküste die Menschen kreativer, einfallsreicher und offener als im Mittleren Westen und im Süden, wo die Leute pragmatischer, gradliniger und traditioneller eingestellt sind. Verglichen mit dem Rest des Landes, sind die Bewohner des Mittleren Westens und Südens auch nachbarschaftlicher, freundlicher und freigiebiger.

Dieser Unterschied zwischen den Küsten und dem Mittleren Westen, also „Intellekt“ hier und „Tradition“ dort, schlägt sich unmittelbar in den Wahlergebnissen nieder: die Küsten sind blau (Democrats), der Mittlere Westen und der Süden rot (Republicans).

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We don’t get fooled again!

27. Mai 2014

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an den „Unabomber“, der in seinem Kampf gegen „die moderne Technik“ Anfang der 1990er Jahre die USA mit Briefbomben terrorisiert hat, um durchzusetzen, daß die New York Times und die Washington Post sein Manifest abdrucken. Das taten sie dann schließlich auch am 19. September 1995. Nichts hätte mich damals dazu gebracht, die Ergüsse dieses feigen Soziopathen zu lesen. Um so erstaunter stelle ich fest, daß ich mit folgendem (von mir teilweise zusammengefaßten und paraphrasierten) Auszug vollkommen übereinstimme. Ich könnte nicht besser erklären, warum die Orgonomie alles tut, um Linke von sich fernzuhalten.

Ted Kaczynski wollte die „Antitechnik-Bewegung“, die aus ihm selbst und sonst niemanden bestand, von vornherein vor der „linken Gefahr“ bewahren. Natürlich ist die Orgonomie nicht „antitechnisch“ und schon gar nicht eine „politische Bewegung“, jedoch ist sie der Todfeind der mechanistischen Weltanschauung und Praxis, die gegenwärtig unseren Planeten zerstört. Mag sein, daß (ausgerechnet) Kaczynski den einen oder anderen Leser deutlich macht, warum kein Linker jemals Teil der Orgonomie werden darf: es wäre das garantierte Ende der Orgonomie.

Zunächst: Was ist ein Linker?

Der Linke strebt einen groß angelegten Kollektivismus an. Er unterstreicht die Verpflichtung des Einzelnen, der Gesellschaft zu dienen und die Verpflichtung der Gesellschaft, sich um den Einzelnen zu kümmern. Er hat eine negative Einstellung zum Individualismus. Im Allgemeinen ist er gegen Waffenbesitz, für Sexualerziehung und andere psychologisch „aufgeklärte“ Erziehungsmethoden, für Planung, für Affirmative Action, für die multikulturelle Gesellschaft. Er neigt dazu, sich mit dem Opfer zu identifizieren. Er ist tendenziell gegen Wettbewerb und gegen Gewalt, aber er findet Entschuldigungen für die Linken, die Gewalt anwenden. Er verwendet gerne Schlagwörter der Linken, wie etwa „Rassismus“, „Sexismus“, „Homophobie“, „Kapitalismus“, „Imperialismus“, „Neokolonialismus“, „Völkermord“, „sozialer Wandel“, „soziale Gerechtigkeit“, „soziale Verantwortung“. Vielleicht ist das beste diagnostische Merkmal des Linken seine Tendenz mit den folgenden Bewegungen zu sympathisieren: Feminismus, Rechte für Homosexuelle, Minderheiten, Behinderte, Tiere, politische Korrektheit. Wer mit all diesen Bewegungen sympathisiert, ist fast mit Sicherheit ein Linker.

Und warum ist der Linke für rationale Bewegungen so gefährlich?

Linke fühlen sich zu Bewegungen hingezogen, die imgrunde nichts „Linkes“ an sich haben, einfach weil sie die Rebellion und das Aufgehen in einer Bewegung lieben. Man muß das Einsickern solcher linken Kräfte vermeiden, will man den Charakter der Bewegung bewahren. Ziel der linken Gesinnung ist die Zusammenfassung von allem zu einer Ganzheit, was nur mittels Technik, Kommunikationsmitteln und einer ausgefeilten psychologischen Manipulation möglich ist. Hinzu kommt das Bedürfnis nach Macht. Aus diesen Gründen werden die Linken niemals die Technik aufgeben. Linke opponieren nur so lange gegen die Technik, als sie Außenseiter des technischen Systems sind. Halten sie einmal die Hebel in Händen, werden sie die Technik voll Enthusiasmus einsetzen. Hier wiederholt sich das Muster der Russischen Revolution, in der die Bolschewisten gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und gegen die Geheimpolizei protestierten. Oder man nehme die USA, wo die Linken, als sie an den Universitäten noch in der Minderheit waren, für die akademische Freiheit eintraten, die sie nun, wo sie die Universitäten dominieren, im Rahmen der „politische Korrektheit“ erbarmungslos einschränken. Zunächst haben die Linken immer mit nichtlinken Revolutionären zusammengearbeitet, um sie dann fallen zu lassen, wie in den Revolutionen in Frankreich, Rußland und auf Kuba. Deshalb ist es einfach nur dumm, mit Linken zusammenzuarbeiten.

Zwar ist die linke Gesinnung keine Religion, jedoch spielt sie für Linke die gleiche psychologische Rolle wie für andere die Religion. Losgelöst von Logik und den Tatsachen hat der Linke einen unerschütterlichen Glauben, daß er moralisch im Recht ist; daß er nicht nur das Recht, sondern die Pflicht hat, anderen die linke Moral aufzuzwingen. Wo immer sie an die Macht gelangen, versuchen sie in jeden privaten Winkel einzudringen und die Gedanken gleichzuschalten. Das beruht nicht nur auf dem quasireligiösen Charakter der linken Gesinnung, sondern dem linken Willen zur Macht. Um diesen Drang zu befriedigen, wird der Linke Teil von sozialen Bewegungen.

Aber egal wie weit die Bewegung auch immer gelangen mag, der Linke wird nie zufrieden sein, weil es ihm gar nicht um die Ziele, sondern um die Macht an sich geht. Er strebt immer weiter. Ist die Chancengleichheit für ethnische Minderheiten hergestellt, verlangt er zusätzlich, daß sie auch den gleichen Lebensstandard wie die Mehrheit genießen. Und solange irgend jemand noch verborgene negative Haltungen gegen Minderheiten hegt, muß er von der Linken umerzogen werden. Danach kommen die Homosexuellen, die Fettleibigen, die Alten, die Häßlichen und immer so fort. Dem Linken reicht es nicht, die Öffentlichkeit über die Gefahren des Rauchens zu informieren, es muß eine Warnung auf jede einzelne Zigarettenpackung gedruckt und schließlich das Rauchen ganz verboten werden. Danach kommen dann Alkohol, Junk Food, etc. Auf die gleiche Weise führt der berechtigte Kampf gegen die Kindesmißhandlung dazu, daß es gilt, jeden harmlosen Klaps zu verhindern. Wenn das erreicht ist, werden sie irgend etwas anderes finden, was sie verbieten können, solange bis sie die gesamte Kindererziehung kontrollieren.

Stelle dir vor, du würdest Linke darum bitten, eine Liste alles dessen aufzustellen, was sie an der Gesellschaft gerne verändern würden. Und dann nehme an, du hättest jeden Punkt erfüllt. Du kannst sicher sein, daß die Mehrheit der Linken nach wenigen Jahren neue Gründe zur Klage finden wird. Es geht ihnen nämlich gar nicht um die tatsächlichen Nöte der Gesellschaft, sondern darum, ihren Machtdrang zu befriedigen, indem sie ihre Lösungen der Gesellschaft aufzwingen. Durch die Beschränkungen, die ihrem Denken und Verhalten durch ihre ausgesprochene Sozialisierung auferlegt sind, können Linke Macht nicht wie andere anstreben. Der einzig moralisch akzeptable Ausweg für sie ist es, anderen ihre Moral aufzuzwingen. (…)

Die machthungrigen Linken gelangen an die Spitze der Bewegung, während die anständigeren Linken vielleicht innerlich viele Taten der Führung ablehnen, aber sie willigen schließlich ein, weil sie den Glauben an die Bewegung brauchen. Diese Phänomene traten klar in Rußland und den anderen kommunistischen Ländern zutage. Und auch im Westen kritisierten Linke die UdSSR selten. Wenn sie zum Eingeständnis gebracht wurden, daß bei der UdSSR vieles im argen lag, versuchten sie Entschuldigungen zu finden und begannen, über die Fehler des westlichen Systems zu sprechen. Sie haben sich stets dagegen gewendet, wenn der Westen sich der kommunistischen Aggression militärisch entgegenstellen wollte. Sie taten das nicht etwa, weil sie mit den Aktionen der UdSSR übereinstimmten, sondern wegen ihres linken Glaubens. Heutzutage gibt es in den Universitäten, in denen die „politische Korrektheit“ dominiert, wahrscheinlich viele Linke, die privat die Unterdrückung akademischer Freiheit ablehnen, aber sie tolerieren es. Es ist demnach bedeutungslos, daß viele Linke persönlich eher gemäßigt und ziemlich tolerant sind.

Verpißt euch! We don’t get fooled again!

Warum etablieren die Roten Faschisten in Europa eine schwarz-faschistische Kultur?

15. November 2013

Warum sorgen die Kommunisten in Deutschland („Sozialdemokraten“ und sogenannte „Grüne“), Frankreich, England, den skandinavischen Ländern, etc. dafür, daß sich immer mehr Türken, Araber, Nordafrikaner in Europa niederlassen, deren Lebenseinstellung extrem konservativ ist und deren Feindbilder Neger, Schwule und Kommunisten sind. Wenn irgendwo „Nazigesinnung“, einschließlich Antisemitismus und „Antifeminismus“, zu finden ist, dann dort!

Was überführt den naturgegebenen antagonistischen Gegensatz, in den derartig widernatürlichen einfachen Gegensatz?

linksrechtswiderspruch

  1. Der Linke identifiziert sich mit dem Underdog, insbesondere den „kleinen braunhäutigen Opfern des Kolonialismus“. Das ist nur mit dem Ödipus-Komplex zu erklären. Während der Rechte, beispielsweise so gut wie alle Türken, seinen Ödipus-Komplex dadurch verarbeitet, indem er sich mit dem Vater auf einer erwachsenen Ebene auseinandersetzt, d.h. mit ihm in Augenhöhe in Konkurrenz tritt, bleibt der Linke das ewige rebellische Kind, daß „gegen die da oben“ protestiert und sich mit anderen vermeintlichen Opfern des Establishments solidarisiert.
  2. Der Linke ist von seinem bioenergetischen Kern vollständig abgeschlossen und lebt ausschließlich in der sozialen Fassade und in seiner destruktiven mittleren Schicht. Das äußert sich u.a. in seiner Naturferne. Der moderne „Ökologismus“ ist nur eine Möglichkeit den Kapitalismus (den Vater!) zu untergraben und sich mit der „ausgebeuteten Kreatur“ zu solidarisieren, ist also ausschließlich eine Funktion der sozialen Fassade und der destruktiven mittleren Schicht. Kaum wird es konkret, d.h. betrifft das soziale Leben und damit den eigenen bioenergetischen Kern, ist sofort von „Biologismus“, „Rassismus“, etc. die Rede! In vieler Hinsicht verbindet dieser Punkt den Linken mit dem „Südländer“, der ebenfalls ein gebrochenes Verhältnis zur Natur hat. Zwar sieht er die naturgegebenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen, doch wer ist schon einmal einem Südländer im deutschen Wald begegnet? Beide leben in einer emotionalen Wüste, sind in DOR und ORANUR verliebt und haben eine tiefsitzende Aversion gegen OR.
  3. Der rote Faschist und der schwarze Faschist haben einen gemeinsamen Todfeind. Diese Todfeindschaft überstrahlt zeitweise alle Gegensätze zwischen diesen beiden Parteien und macht aus ihnen eine Partei. Dieser Todfeind ist die freie Marktwirtschaft (der Kapitalismus), die westliche Freiheit und Demokratie. Der Linke haßt sie, weil er gegen den Vater, den „Kapitalisten“, rebelliert und alles ablehnt, was aus dem bioenergetischen Kern kommt, also auch nur ansatzweise an die Arbeitsdemokratie erinnert. Der südländische Rechte haßt Kapitalismus und Freiheit, weil sie die (sexuelle) „Unmoral“ fördern und traditionelle Autoritären unterminieren. Beide, rote und schwarze Faschisten, können das Lebendige nicht ertragen und tun alles, um es zu strangulieren und zu vernichten.

Nachtrag zu „Die sozio-politische Charakterologie Elsworth F. Bakers am Beispiel der Bundestagsparteien“

5. Dezember 2012

Man meint, den Streit Liberalismus gegen Konservativismus dadurch umgehen zu können, indem man („Schluß mit der Politik!“) einfach die Lebensfeindlichkeit schlechthin bekämpft oder positiver ausgedrückt: für das Leben einsteht, egal ob es nun von rechts oder von links bedroht wird. Aber ist nicht a priori „politisch sein“ identisch mit „links sein“? Die Linken sagen doch selber immer, daß eine apolitische Haltung zu reaktionären Ansichten führt. Politik bestimmt unser Leben wie kaum etwas, wir sollen aber nicht versuchen sie zu begreifen?

Um effektiv für das Leben und gegen das Antileben eintreten zu können, muß man:

  1. die pestilenten Mechanismen in ihren Einzelheiten erkennen; und
  2. sich im konkreten Leben, jenseits nebelhafter Grundsätzlichkeit, so neurotisch wie es nun mal ist, für eine Seite in einer bestimmten Situation entscheiden. Genauso wie sich Reich immer entschieden hat.

Mit grundsätzlichen (einfachen) Überlegungen kommt man im Leben halt nicht immer weiter.

Menschen denken gemeinhin nach dem mechano-mystischen Ausschließlichkeitsprinzip, anstatt funktionell („dialektisch“) zu denken. Für sie scheint es so zu sein, daß sich:

  1. der Liberale als „guter Mensch“ und der Faschismus einander ausschließen. In Wirklichkeit können sie aber sehr wohl funktionell identisch sein. Etwas, was Leute nicht verstehen, die immer beklagen, Reich hätte wahllos jeden Linken als Roten Faschisten bezeichnet.
  2. der rigide konservative und der weiche genitale Charakter einander ausschließen. In Wirklichkeit können auch sie funktionell identisch sein, z.B. dann, wenn sie im Gegensatz zum Liberalen die Freiheit und nicht den „Frieden“ an die erste Stelle setzen.

In Die Massenpsychologie des Faschismus hat Reich drei Charakterschichten postuliert und sowohl mit soziologischem Verhalten als auch mit Gesellschaftssystemen in Zusammenhang gebracht:

  1. die oberflächlichste, die Fassade: das Reich der liberalen Gesinnung; soziales System: die liberale Gesellschaftsordnung;
  2. die perverse mittlere Schicht: faschistische Gesinnung; Gesellschaftssystem: Faschismus; und
  3. die tiefste, primäre Schicht: Genitalität; Arbeitsdemokratie.

Diese Einteilung ist die Grundlage für die Beurteilung der Politik in der Orgonomie.

Zur „Fassade“ ist zu sagen, daß es hier zwei Arten des Liberalismus gibt, die das Gesetz der gleichzeitigen Gegensätzlichkeit und Identität (mit der zweiten Schicht) aufzeigen:

  1. Der Gegensatz: der genuine Liberale, der seinen rationalen Platz in einer gesunden Gesellschaft hat, um den Konservativen in Schach zu halten, versucht ehrlich seine mittlere Schicht durch intellektuelle Abwehr unter Kontrolle zu halten. Leider Gottes ist diese Abwehr aber äußerst labil und schlägt leicht in ihr Gegenteil um. Damit haben wir:
  2. Die Identität: die Abwehr wird zum Diener der mittleren Schicht. In „Modju at Work in Journalism“ schreibt Reich dazu:

    Das Motiv fair und rational zu erscheinen, ist nicht etwa fair und rational zu sein, sondern nur den Anschein des Fairen und Rationalen zu wahren, um auf besonders gerissene Weise zu verbergen, daß man unfair und zerstörerisch irrational ist. (Orgone Energy Bulletin, Vol. 5, March 1953)

Deshalb haut also die Orgonomie immer so „einseitig“ auf die Linke ein:

  1. weil der Liberalismus doch nur der Zuckerguß über einer stinkenden Eiterbeule ist;
  2. weil er sehr schnell nach unten in die mittlere Schicht abgleiten kann; und
  3. weil dies der Liberalismus auf eine unglaublich teuflische Weise tut: all die „Gutheit“ wird benutzt, um so effektiver böse sein zu können – man schaue sich nur die „Friedensoffensiven“ der Sowjetunion an!

Das erklärt, warum die Orgonomie gegen die Linke ist (jedenfalls tendenziell). Warum tendiert sie dann mehr zur Rechten?

In der obigen Reichschen Einteilung in die drei Charakterschichten fällt natürlich auf, daß dort kein Platz für das Reich des Konservativen ist. Aus persönlicher Erfahrung heraus werden die meisten den Konservativen wie folgt beschreiben:

  1. rigid und sexuell verklemmt;
  2. mystisch veranlagt (Primärprozeßdenken: Mutter = Nation, Vater = Staat); und
  3. autoritär.

Der erste Punkt weist darauf hin, daß eine muskuläre, anstatt einer intellektuellen Abwehr vorliegt. Der zweite Punkt auf einen verzerrten Kontakt mit dem Kern, der sich nicht nur in Religiosität zeigt, sondern auch in der Verbindung mit dem Ahnenerbe. Ist es nicht naheliegend den konservativen Charakter aus diesen Gründen zwischen die mittlere Schicht und den Kern einzuordnen? Und kommt er damit nicht der Genitalität am nächsten?

soziopol

Seine Rigidität und sein Konservatismus schützt den Konservativen „nach oben“ in die mittlere Schicht abzugleiten und zum Nazi zu werden.

In der Welt, wie sie nun mal ist, müssen wir, wenn wir den Genitalen Charakter suchen, wohl vorerst mit dem Konservativen vorlieb nehmen. Das ist auch der Grund dafür, daß man faktisch die Arbeitsdemokratie mit dem Kapitalismus gleichsetzen kann. Eine entsprechende Frage von mir hat Charles Konia wie folgt beantwortet:

Der Kapitalismus ist eine Kernfunktion im ökonomischen Bereich. Die Arbeitsdemokratie ist eine Kernfunktion im tieferen, umfassenderen bio-sozialen Bereich.

Kommen wir nun, immer noch unter dem strukturellen Gesichtspunkt „tiefer-höher“, zu einer mehr therapeutischen Sichtweise:

Dazu wollen wir den liberalen Charakter mit dem Schizophrenen vergleichen, wobei aber nicht vergessen werden darf, daß es genauso viele liberale wie konservative Schizophrene gibt:

  1. beide können oberflächlich manchmal ziemlich gesund wirken, da sie nicht so rigid gepanzert sind wie der Zwangs- bzw. der konservative Charakter;
  2. beide sind unglaublich kontaktlos;
  3. deshalb können sie weit destruktiver sein als ihre neurotischen Pendants; und
  4. beide müssen zuerst neurotisch bzw. konservativ werden, bevor sie die Genitalität erreichen können.

Leider ist es dabei so, daß der so freie Schizophrene erst zum beschränkten Spießer werden muß (wie Reich es in Charakteranalyse beschreibt), während der Liberale zuerst seine angeblich fortschrittliche Haltung aufgeben muß, was ihn sicherlich auch nicht sympathischer werden läßt.