Posts Tagged ‘Funktion des Orgasmus’

Peter im Netz (Teil 2): Fickt sich Peter selbst ins Knie?

17. Dezember 2018

Ist es nicht selbstschädigend alles zu vermengen? Warum einen Linksliberalen mit rechter Politik verprellen, wenn der wertvolle Beiträge meinetwegen zur orgonomischen Astronomie leisten könnte? Warum immer diese Anspielungen auf das Christentum, was Leute abschrecken könnte, die gegen so etwas allergisch sind? Allein schon was ich Buddhisten antue! Warum wirklich jeden Reichianer davontreiben, der kein Fan von Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia ist?

Dazu ist zweierlei zu sagen. Erstens ist dieser Blog kein Geschäft. Das Unangenehme am Kapitalismus ist nicht etwa, daß man hart und rücksichtslos sein muß, sondern vielmehr daß man jedermanns Freund sein muß. Geschäftspartner, Kunden, Beamte, relevante Politiker – allen muß man ständig Honig um den Bart schmieren. Doch ich will niemandem etwas verkaufen, bin von niemandem abhängig und genieße es, mich deshalb hier nicht verbiegen zu müssen! Außerdem schafft man sich keine Freunde, man findet sie!

Zweitens liegt das besagte „unglückliche Vermengen“ im Wesen der Orgonomie. Der Charakter formt alles, insbesondere aber die drei zentralen Tabubereiche: Sex, Politik und Religion. Der Meister des Small Talk segelt elegant an diesen drei Untiefen vorbei, an denen das Gespräch zu stranden droht. Eine orgonomische Seite, die aber am Wesentlichen vorbeigeht, statt penetrant drauf zuzusteuern, wäre eine vollständige Absurdität.

Reich ist mit schlafwandlerischer Sicherheit in die drei Fettnäpfchen getreten und hat schließlich in ihnen getanzt, als er nacheinander Die Funktion des Orgasmus (Sex), Die Massenpsychologie des Faschismus (Politik) und sein Buch über die Schöpfung, Die Bione (Religion), schrieb. Wenn du als Leser nicht von einem Herzinfarkt in den anderen taumelst, ist es keine Orgonomie, sondern bloß schwules Gesülze. Gott wird die Lauwarmen angewidert ausspucken! Entweder brennst du orgonotisch oder du bist bereits am Verwesen, ohne selbst davon zu wissen. Ein übelriechender Furz (ein Gespenst), kein Mensch!

nachrichtenbrief5

1. April 2017

Wozu dieses Netztagebuch?

8. September 2016

Dieses Netztagebuch ist aus der Netzseite www.orgonomie.net herausgewachsen. Ursprünglich war der Nachrichtenbief eine wöchentliche Strompost, die die neusten Entwicklungen in Gesellschaft und Wissenschaft mit den Themen der Netzseite in Zusammenhang bringen sollte.

Problem bei solchen Netztagebüchern ist, daß sie zur Verbreitung von Weltanschauungen tendieren. Die Orgonomie ist jedoch Wissenschaft, keine Weltanschauung. Entsprechend war für Reich in den 1920er und 1930er Jahren die Psychoanalyse eine Wissenschaft und keine Weltanschauung, obwohl sie als Weltanschauung bekämpft wurde (Menschen im Staat, S. 238). Reich führte damals weiter aus, daß sich in der „objektiven Wissenschaft“ der weltanschauliche Konflikt nicht direkt zu äußern pflege. Man müsse unterscheiden, wo wissenschaftliche Differenzen Mängeln sachlicher Erkenntnis und wo sie weltanschaulichen Motiven entspringen, und ausmachen, wo es zur Bremsung der Erforschung der Wahrheit durch eine unbewußt festgehaltene Weltanschauung komme (ebd., S. 250).

Es kann also nicht darum gehen, hier eine vermeintlich „orgonomische“ Weltanschauung zu vertreten (was ein Widerspruch in sich selbst wäre!), sondern nur darum zu zeigen, wo und wie die diversen Weltanschauungen verhindern, daß sich die Wahrheit, d.h. die Wissenschaft durchsetzt. Ein solches Unterfangen ist natürlich nur möglich, wenn man selbst auf einem sachlichen Fundament steht.

Dieses Fundament ist die Orgonomie bzw. die folgenden vier Grundelemente (vgl. www.orgonomie.net/hdozeit.htm):

  1. die Funktion des Orgasmus
  2. die Entdeckung des Orgons
  3. der Orgonomische Funktionalismus
  4. das ORANUR-Experiment

Am wichtigsten, weil die Grundlage von allem, ist der 1. Punkt. Für den Leser dieser Zeilen bedeutet dies konkret psychiatrische Orgontherapie als die alles entscheidende Grundvoraussetzung, um überhaupt in irgendeiner Weise orgonomisch tätig sein zu können (siehe www.w-reich.de).

Parallel dazu strebt die soziale Orgonomie danach, die „soziale Panzerung“ aufzulösen. Dies geschieht, indem den Massen bewußtgemacht wird, daß die Lösung ihrer Probleme nicht im politischen, sondern im bio-energetischen Bereich liegt. Wie der amerikanische Orgonom Charles Konia in seinem Netztagebuch schrieb:

Das erste und einzige, was den Menschen auf ihrem aktuellen emotionalen Entwicklungsstand gesagt werden kann, ist, daß es keine politischen Lösungen für ihre sozialen Probleme gibt und ihre politischen Lösungen, um den Himmel auf Erden zu erreichen, ein Schwindel sind. Wenn die Menschen diesen Gedanken fassen können, reicht das erst mal. Politische Sehnsucht ist bei den heutigen Massen an die Stelle der religiösen Sehnsucht getreten. Auf diese Weise drücken sie ihren Mystizismus aus.

Punkt 2 beinhaltet den Nachvollzug und die Weiterführung von Reichs Experimenten.

Punkt 3 ist mehr oder weniger Inhalt von www.orgonomie.net, desgleichen

Punkt 4, hier insbesondere der Kampf gegen die Emotionelle Pest, die Auswirkungen von DOR (abgestorbener, giftiger Orgonenergie) auf gesellschaftlicher Bühne (OREP).

 

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 1)

29. August 2013

In seiner Schrift The Orgone Energy Accumulator von 1951 hält sich Reich unter dem Motto „Keine Propaganda ist die beste Propaganda!“ zugute, daß sich die Nachricht von der Entdeckung der kosmischen Orgonenergie zwar langsam, aber organisch verbreitet habe und deshalb nicht nach einem kometenhaften Erfolg genauso schnell aus der Öffentlichkeit verschwinden werde.

Reich hatte die Orgonenergie zwischen 1936 und 1939 in Norwegen im Rahmen seiner „sexualökonomischen Lebensforschung“, die sich insbesondere mit Biogenese und Krebs auseinandersetzte, entdeckt und die Entdeckung 1940 in Maine abgeschlossen, als er feststellte, daß er nicht nur eine isolierte „Lebensstrahlung“, sondern eine atmosphärische Energie vor sich hatte. Bereits damals ging das auf eine sich über 20 Jahre erstreckende verwickelte Forschung zurück, die durch die Stichworte „Triebökonomie“, „Funktion des Orgasmus“, „Orgasmusformel“ (Spannung – Ladung – Entladung – Entspannung) umrissen werden kann.

Am 17. Mai 1936 notierte sich Reich in seinem Tagebuch, daß er die „Vorstufen des Lebens“ in Erde entdeckt habe. Und am 15. Juni 1936: „Die bewegten Gebilde haben nichts mit ‚Keimen‘ oder Ähnlichem zu tun, sondern sind lebend werdendes Anorganisches.“ Das war „Präparat 1“: quellende Erde bei Zimmertemperatur. Es folgten Präparat 2 (Kohle), 3 (Ruß), 4, 5 und schließlich erweist sich Anfang 1937 Präparat 6 als „kultivierbar“: der Beweis, daß diese Gebilde, die Reich als „Bione“ bezeichnet Vorformen des Lebens sind. Die Bione hatte er bereits vor dem Mai 1936 beobachtet, als er mit seinem neuen Mikroskop herumspielte und verschiedene Experimente machte, die durch die oben genannte „Spannungs-Ladungs-Formel“ inspiriert waren, insbesondere die Beobachtung der Formation von Amöben in Grasaufgüssen. Die eigentliche Entdeckung der Bione, die unmittelbar zur Entdeckung des Orgons und zur Entwicklung des Orgonenergie-Akkumulators führen sollte, sind durch die genannten Präparate gekennzeichnet.

Gegen den naheliegenden Einwand, daß er durch das Quellen von Materie nur Keime und Sporen zum Leben erweckt hatte, unternahm er einen denkbar drastischen Schritt: er brachte die Materie, etwa Kohle, bis zur Weißglut und gab dieses weißglühende Material unmittelbar in zuvor autoklavierte, also absolut sterile, Nährlösungen ein. Das Ergebnis war eine sogar noch bessere Produktion von Bionen und dies unmittelbar nach Herstellung des Präparats, d.h. ohne jede „Reifungsphase“. 1939 machte er das gleiche mit Seesand und entdeckte auf diese Weise die „SAPA-Bione“, die eine extrem starke Strahlung hatten, die nicht nur unter dem Mikroskop als „Strahlenkranz“ sichtbar war, sondern auch nach außen strahlte, d.h. Isoliermaterial elektrostatisch auflud, Eisen magnetisierte und menschliche Haut bräunte. Reich versuchte diese Strahlung zu isolieren, indem er die Präparate in einen Metallkasten stellte und diesen mit Dämmplatten weiter abschottete: der Orgonenergie-Akkumulator war erfunden, denn diese Konstruktion, die sich durch seine Versuche am Elektroskop angeboten hatte, in der metallische und organische Materialien sich unterschiedlich verhielten, funktionierte auch ohne SAPA-Präparate, d.h. die Strahlung trat auch ohne diese auf.

Wir befinden uns im April 1940. Offensichtlich wurde die Orgonenergie akkumuliert, da das äußere organische Material (die Dämmplatten) die Orgonenergie anzieht und festhält, während das Metall das Orgon ins Innere weiterleitet, weil es diese Energie zwar auch anzieht, aber sofort wieder abstößt. Auf diese Weise entsteht ein Gradient von außen nach innen, ähnlich wie bei einer Membran in einem Organismus. Wie das vor sich geht, hatte Friedrich Kraus untersucht. Eine Forschung, die Reich insbesondere zu seinen „bioelektrischen Experimenten“ Mitte der 1930er Jahre inspiriert hatte.

Reich glaubte, mit der Entdeckung der Bione das Problem der „Biogenese“ (und damit gleichzeitig auch das Krebsproblem) gelöst zu haben.

Unter extrem hoher Vergrößerung, die zwar zu keiner größeren Auflösung führte, aber auch sehr kleine Bewegungen sichtbar machte, konnte Reich beobachten, daß die Bione pulsieren. Die Bione reagieren auf biologische Färbung, teilen sich wie Zellen und die Bione sind kultivierbar. Interessanterweise trifft das jedoch nur auf jene zu, die in einem elektrischen Feld wandern. Manche Bione, wie die aus Muttererde und aus Gras, organisierten sich spontan zu vollwertigen Protisten (Reich: „Functionalism in the Realm of the Bions“, Orgonomic Functionalism, 4, Summer 1992, S. 7-15).

Reich kam dazu seine Beobachtungen aus den Grasaufgüssen auf das Geschehen der Krebspathologie zu übertragen, weil Krebszellen einen ähnlichen Ursprung zu haben scheinen: aus einem Zellgefüge, in der jede Zelle ihre Aufgabe hat, geht durch Zerfall eine Ansammlung amorpher, freibeweglicher Amöben bzw. „Krebszellen“ hervor. Krebs interpretierte er in diesem Sinne als buchstäbliches Verfaulen bei lebendigem Leibe: „Die allgemeine Folge der biopathischen Schrumpfung ist Gewebs- und Blutfäulnis. Die Krebsgeschwulstwucherung ist nur eines ihrer Symptome“ (Der Krebs, Fischer TB, S. 206).

Reich vergleicht dies mit den Vorgängen in einem klaren Bach, der aufgestaut wird und sich in einen stinkenden Tümpel verwandelt (ebd., S. 221). Der „Krebsprozeß gleicht (…) dem protozoalen Leben in einem Tümpel, in dem es keine Bewegung von Wasser mehr, dagegen zahlreiche Protozoen gibt“ (ebd., S. 224f). Beim Krebspatienten verwandeln sich „einzelne Gewebe (…) in Einzeller-Organismen verschiedener Größe und Form. Ginge dieser Prozeß ohne frühen Tod weiter, dann würde sich der betreffende Mensch (…) vollständig in Protozoen verwandeln“ (ebd., S. 234f).

Der Vielzeller hört zu funktionieren auf und der Einzeller gedeiht, wie in einem stehenden Wassertümpel, wo es keinen Energie- noch Stoffwechsel mehr gibt. Das Lebendige sinkt zurück und funktioniert auf der niedrigsten biologischen Stufe. Denn wo ein Vielzellorganismus nicht mehr leben kann, kann noch immer ein Einzeller und sicher ein Bion funktionieren. (ebd., S. 242)

Entsprechend sind die Amöben und anderen Protozoen in Grasaufgüssen nichts anderes als die „Krebszellen“ des Grases (ebd., S. 249). (Siehe auch die besonders klare Darstellung in Chester M. Raphael/Helen E. MacDonald: „Orgonomic Diagnosis of Cancer Biopathie: I. Introduction“, Orgone Energy Bulletin, 4(2) April 1952, S. 66-77.)

Eine weitere Parallele ist, daß Aufgüsse aus frischem jungen Frühlingsgras kaum Protozoen ergeben, während „schrumpfungsbiopathisches“ herbstliches Gras reichlich Protozoen liefert (Der Krebs, S. 250). Reich spricht im Zusammenhang mit den besagten „Tümpeln“ auch von den Ödemen bei Krebskranken, in denen sich aus der Flüssigkeit heraus Krebszellen bilden (Reich: „Experimenmtal Biogenesis: ‚Cancer Cells‘ in Experiment XX“, Orgone Energy Bulletin, 3(1), January 1951, S. 1-3).

Die Art der Krebszellen hängt von der Schwere der Krebserkrankung, d.h. vom Ausmaß der Gentalstörung ab. Bleiben die orgastischen Konvulsionen des Gesamtorganismus aus, verlagert sich die orgastische Entladung auf den Zellkern. Schließlich zerfällt der Kern vollständig in stark strahlende Bione. Ein Prozeß, der auf das Plasma und von dort auf andere Zellen übergreift. Dies erklärt die „Chromophilie“ von Krebsgewebe (Der Krebs, S. 241f). Aus dieser amorphen Bionmasse organisieren sich dann die autonomen protozoalen Krebszellen. Je kranker der Patient ist, desto primitivere Krebszellen reorganisieren sich aus der Bionmasse: das kann von Krebszellen gehen, die fast bis an das Niveau der zerfallenen Mutterzellen wieder reorganisiert werden, bis zu vollkommen anaplastischen Krebszellen, die den besagten Protozoen entsprechen.

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