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Apoptose

8. August 2015

In den modernen Lehrbüchern wird der Vorgang des „programmierten Zellselbstmordes“ bzw. der „Apoptose“ wie folgt beschrieben:

Zunächst verläßt die Zelle den Gewebeverbund und nimmt eine runde Form an. Dann bilden sich im Zellinneren Flüssigkeitsreservoirs („Bläschen“), die sich mit der Zellwand verbinden. Dabei verfällt die Zelle nicht – wie man annehmen könnte – in Agonie, sondern vollzieht „wilde Bewegungen“; schließlich fließt Wasser aus, die Zelle schrumpft und zerfällt in apoptotische Vesikel.

Das hat Reich bereits Mitte der 1930er Jahre beschrieben. Damals bezeichnete er das als „bionösen Zerfall“. Ihm kommt hier eindeutig die wissenschaftliche Priorität zu – und allein schon dafür gebührt ihm posthum der Nobelpreis!

Heute gehen die Fachveröffentlichungen über Apoptose in die Zehntausende. In populärwissenschaftlichen Zeitschriften finden sich ständig Artikel über Apoptose, teilweise mit faszinierenden elektronenmikroskopischen Aufnahmen der sich von der Zelle abschnürenden Bione („apoptotische Vesikel“).

Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma, Alzheimer, Parkinson und andere Krankheiten werden vom bionösen Zerfall („Apoptose“) her erklärt.

Heute weiß man beispielsweise, daß Krebsmedikamente nicht etwa, wie bis vor kurzem angenommen, die Krebszellen einfach vergiften, vielmehr aktivieren sie das „genetische Selbstmordprogramm der Krebszellen“ und lösen so bei ihnen eine Apoptose, also den bionösen Zerfall, aus. Demnach funktionieren die orthodoxen Krebstherapien ähnlich wie der Orgonenergie-Akkumulator, d.h. indem sie den bionösen Zerfall beeinflussen.

Der entscheidende Unterschied ist, daß der Orgonenergie-Akkumulator die orgonotische Potenz des Gesamtorganismus erhöht, der dergestalt nicht mehr so leicht bionös zerfällt und sich im Krebsgewebe reorganisiert (was zur Tumorbildung führt) bzw. sich gegen bestehendes Krebsgewebe besser verteidigen kann und es in die apoptotische Auflösung treibt.

Man kann unmittelbar bei einem Grasaufgußpräparat sehen, daß das Gras nicht oder nur geringfügig apoptotisch zerfällt und entsprechend

keine oder nur sehr wenige Protozoen (bildet), wenn (das Präparat) von Anbeginn im Orgonakkumulator gehalten wird. Das Orgon lädt offenbar das Grasgewebe auf und verhindert dessen Zerfall in Protozoen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 62)

Beim Menschen kann der gleiche Vorgang mit dem Bluttest verifiziert werden. Bei diesem handelt es sich um die Beobachtung der natürlichen Apoptose von Blutzellen, die dem Körper entnommen und in physiologischer Kochsalzlösung unter dem Mikroskop beobachtet werden. Je nachdem wie langsam oder schnell die Apoptose die Roten Blutkörperchen auflöst, ist es um den orgonotischen Ladungszustand des Organismus beschaffen.

Setzt man den Patienten in einen Orgonenergie-Akkumulator, verändert sich dementsprechend der Bluttest (auch entwickeln die Patienten nicht die für Krebsfälle so typische Anämie). Der Reichsche Bluttest zeigt, wie der Patient gegen die Krankheit reagiert und spiegelt so unmittelbar die Gesundheit des ganzen Organismus wider.

Was die Atmung im klinischen Bereich ist, ist der Bluttest im Labor: der unmittelbare Ausdruck des Gesundheitszustandes, d.h. ob der Organismus in einer Kontraktionshaltung (Sympathikotonie) befangen ist, was sich bei den Roten Blutkörperchen in der Schnelligkeit des bionösen Zerfalls zeigt.

Traum der heutigen Wissenschaft ist, neben der gezielten Apoptose von Krebsgewebe, die Einschränkung der Apoptose im gesunden Gewebe und damit die ewige Jugend mittels Gentechnik.

Es gibt auch Ansätze, die Wirkung von HIV damit zu erklären, daß sich das Virus in nur wenigen Immunzellen einnistet und von dort aus die gesunden Immunzellen mit Eiweißmolekülen beschießt, die bei den gesunden Immunzellen das „Selbstmordprogramm“ der Apoptose aktivieren. So wird das Immunsystem langsam durch bionösen Zerfall zerstört.

Das ähnelt verblüffend der Vorstellung von der Krebsschrumpfungs-Biopathie, die Reich entwickelt hat, man muß nur die eine „Krankheitsursache“ (HIV) durch einen funktionellen Zerfallsprozeß ersetzen: Immunzellen zerfallen und erzeugen, wie jedes zerfallende Eiweiß, „T-Bazillen“ (die „tückischen Eiweißmoleküle“ der HIV-Hypothese), diese T-Bazillen greifen dann die vorgeblich „gesunden“ Immunzellen an, die daraufhin selbst in T-Bazillen zerfallen. Vielleicht wird so die AIDS-Forschung auf überraschende Weise Reich verifizieren.

Ständig sterben in unseren Organen, beispielsweise der Haut, Zellen über den bionösen Zerfall ab. Noah Fierer et al. von der University of Colorado in Boulder gelang es beim Vergleich der DNA von Bakterien, die von Computertastaturen und -mäusen abgenommen wurden, auf die Benutzer zu schließen. Offensichtlich hat jeder Mensch auf seinen Händen sozusagen „persönliche“ Bakterien. Fierer glaubt sogar, daß die Bakterienflora auf unseren Händen derartig individuell ist, daß sie forensisch auf ähnliche Weise Anwendung finden könnte wie der Fingerabdruck. Dieser „Fingerabdruck“ regeneriert sich schnell, nachdem man seine Hand gewaschen hat.

Die Bakterien können nicht von außen kommen, da wir sonst alle die gleiche Bakterienflora hätten. Es ist natürlich denkbar, daß sich nach jedem gründlichen Waschen diese individuelle Flora sozusagen von „Rückzugsgebieten“ ausgehend regeneriert. Aber das erscheint mir wenig plausibel, zumal die Hygiene, insbesondere der Hände, immer gründlicher wird und unsere Haut weitaus schneller von „fremden Bakterien“ bevölkert werden könnte. Bleibt die Option, daß die individuelle Bakterienflora Resultat des bionösen Zerfalls unserer genetisch unverwechselbaren Körperzellen ist. Das ließe sich ganz leicht überprüfen, indem man die Bakterienflora von eineiigen Zwillingen miteinander vergleicht.

2006 hatten Samuel Hooper und seine Kollegen von der Cardiff University in Tumoren von Patienten mit Mundkrebs Bakterien entdeckt. Insgesamt wurden 20 Proben von Krebsgewebe untersucht, wobei im Inneren des Tumors eine Vielzahl von Bakterien gefunden und identifiziert wurde. Davon gehören manche vielleicht sogar bisher unbekannten Arten an. Einige Arten fanden sich nur im Tumor, andere nur im angrenzenden „gesunden“ Gewebe. Ob die Bakterien die Tumorbildung verursachen oder erst später in das entartete Gewebe eindringen, können die Wissenschaftler bislang nicht sagen.

Wie kommen (teilweise bisher unbekannte) Bakterien in das Krebs- und das vermeintlich „gesunde“ Gewebe? Reich hat diese Frage vor 75 Jahren gestellt und beantwortet. Siehe sein Buch Der Krebs und meine Besprechung von Alan Cantwells The Cancer Microbe.

Jenseits des Reichschen Bluttests

2. August 2014

Mit dem Reich-Bluttest habe ich mich an anderer Stelle beschäftigt. Es gibt diverse andere Bluttests, die den bioenergetischen Zustand des Organismus objektivieren und dabei teilweise erstaunlich spezifische Aussagen machen. Man denke nur an die Blutsenkungsgeschwindigkeit oder das Differentialblutbild, die Heiko Lassek in seinem Aufsatz „Medizinische Aspekte der Orgonenergie“ besprochen hat (emotion, 3, 1981, S. 19-24).

Lassek diskutiert elektrostatische Felder, die die Roten Blutkörperchen dadurch in Suspension halten, daß sie ein Verklumpen und damit schnelles Absinken im Reagenzglas verhindern. Durch Behandlung der Patienten mit dem Orgonenergie-Akkumulator kam es entsprechend zu einer deutlichen Verlangsamung der Blutsenkungsreaktion. Siehe auch die sehr gründliche Untersuchung von Ira Bauer: „Erythrocyte Sedimentation: A New Parameter for the Measurement of Energetic Vitality“ (Annals of the Institute for Orgonomic Science, 4, September 1987, S. 49-65).

Neben der „elektrostatischen“ (orgonotischen) Aufladung der Roten Blutkörperchen wären das Energiefeld der Zelle und seine Pulsation zu nennen. Charles Konia zitiert dazu die Arbeit von Marcel Bessis (Living Blood Cells and their Ultrastructure, 1973):

Der reife Erythrozyt hat keine spontanen Bewegungen. Das Erscheinungsbild ist jedoch auch nicht absolut stabil. Insbesondere unter Phasenkontrast kann eine deutliche Szintillation beobachtet werden, besonders deutlich in der blasseren Zentralregion. Diese Bewegung, die Flimmerphänomen genannt worden ist, hat eine Periode von drei bis vier Änderungen der Lichtintensität pro Sekunde. Ihre Existenz ist seit Anfang des Jahrhunderts bekannt. Sie ist nicht nur in den roten Zellen von Säugetieren zu sehen, sondern auch in denen von Vögeln und Amphibien. Das Flimmerphänomen ist in menschlichen Retikulozyten und unreifen Erythrozyten zu sehen, aber nicht in unreifen Erythroblasten oder Leukozyten. (…) Von 2° bis 40° C haben Temperaturänderungen keine Auswirkung auf das Phänomen. Die Bewegung verschwindet in Sichelzellen, Zellen, deren Hämoglobin kristallisiert ist und in hypertonen oder hypotonen Medien. Die Ursache des Flimmerphänomens ist nach wie vor unbekannt (…). („The Red Blood Cell“, Journal of Orgonomy, 11(2), November 1977, S. 265f)

Sean Haldane zufolge stellte Bessis „eine Korrelation zwischen der Gesundheit der Roten Blutkörperchen und der Intensität ihrer Szintillation und der Färbung ihres Beugungssaumes [d.h. ihres Orgonenergie-Feldes] unter dem Lichtmikroskop fest“ (Pulsation, London 2014, S. 84). „Bessis ging so weit, zu behaupten, daß die Scientillation der Roten Blutkörperchen und die Helligkeit ihres Beugungssaumes ein Hinweisgeber für ihre Vitalität darstellen. Er stellte sogar einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Farben und Zuständen des Saumes und verschiedenen Krankheiten her. Zum Beispiel fand er, daß bei Anämie der Saum nicht nur schwach ausgeprägt ist, sondern weniger schnell flimmert“ (ebd., S. 100).

Vor kurzem haben Diana Anderson (University of Bradford) et al. einen (jedenfalls konzeptionell) ähnlich simplen Bluttest entwickelt, wie der eingangs erwähnte klassische Reichsche Bluttest für Rote Blutkörperchen. Beide bestimmen generell, ob der Patient an Krebs leidet oder nicht. Was Anderson untersucht, sind jedoch die Weißen Blutkörperchen.

Ihr Lymphocyte Genome Sensitivity-Test zeigte bisher einen hohen Grad an Genauigkeit und ermöglicht es Krebs bei Patienten mit vermeintlichen „Krebssymptomen“ auszuschließen und er ist eine nützliche Hilfe für die Untersuchung von Patienten, bei denen der Krebs ansonsten nur schwer zu diagnostizieren wäre. Dazu wird der Schaden bestimmt, den ultraviolettes Licht an der DNA von Weißen Blutkörperchen anrichtet. Ein elektrisches Feld wird angelegt, Teile der DNA werden zum positiven Pol hingezogen und anhand der Länge des kometenartigen Schweifs, den diese Teile hinter sich herziehen, kann man zwischen kanzerösen, präkanzerösen und gesunden Patienten unterscheiden. Anderson:

Weiße Blutkörperchen sind Teil des natürlichen Verteidigungssystems des Körpers. Wir wissen, daß sie unter Streß stehen, wenn sie gegen Krebs und andere Krankheiten kämpfen. So fragte ich mich, ob man etwas Meßbares sehen könne, wenn sie mit UV-Licht weiterem Streß ausgesetzt werden. Wir fanden heraus, daß Menschen mit Krebs DNA haben, die leichter durch ultraviolettes Licht geschädigt wird, als es bei anderen Menschen der Fall ist. Dergestalt zeigt der Test die Empfindlichkeit für Schädigungen der gesamten DNA – dem Genom – in den Zellen.

Das ist so ziemlich die genaue mechanistische Entsprechung bei Weißen Blutkörperchen zu Reichs funktionellem Bluttest bei Roten Blutkörperchen!

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=TYEzVrwWVwg%5D

Die Orgonomie ist keine „Geheimwissenschaft“

29. März 2014

Bei seinen Experimenten ließ Reich Männer und Frauen in einem abgeschirmten Energietank Liebe machen. Die beim Orgasmus frei werdende bioelektrische Ladung wurde dort gespeichert. Anschließend sollten sich energieschwache, kranke Menschen in den Akkumulator legen, um die gespeicherte Orgon-Energie aufzusaugen und dadurch zu genesen.

Diese bizarre Phantasie einer Art von sexuellem Vampirismus stammt von Christian Salvesen: Der sechste „Tibeter“, Das Geheimnis erfüllter Sexualität, München: Scherz, 2001, S. 157.

Erwähnenswert ist das, weil genau diese krankhafte Phantasie verblüffend regelmäßig auch bei Menschen auftaucht, denen man gerade noch höchstpersönlich Reichs Forschungen im Detail auseinandergesetzt hatte. Entsprechend kannte der Autor offensichtlich Sharafs Reich-Biographie. Das zeigt mal wieder, wie sinnlos, angesichts der üblichen Kontaktlosigkeit und dem allgegenwärtigen Sexualhunger, „Aufklärungsarbeit“ sein kann. Als wenn man es mit notgeilen Irrenhäuslern zu tun hätte!

Auch wenn man etwa YouTube nach „Wilhelm Reich“ und „orgone“ durchforstet, trifft man fast ausschließlich auf grenzdebiles Ekelzeugs.

Glücklicherweise hat Dr. James DeMeo eine faszinierende Einleitung in die Orgonomie ins Netz gestellt:

Bei meinen täglichen Schreibereien kann vielleicht das Wesentliche allzu leicht aus dem Blick geraten. Dabei kann es kein Vertun darüber geben, was Orgonomie ist und wer Wilhelm Reich war.

Reichs Schriften kann man im Buchladen kaufen oder bei www.amazon.de bestellen. Siehe die Bibliographie auf Dr. Nicolas Website.

Jeder kann sich einen Orgonakkumulator oder zumindest eine Orgondecke bestellen.

Liest man Dr. Kavouras‘ Buch Heilen mit Orgonenergie kann man vielleicht nachvollziehen, warum es Reich schlichtweg unmöglich war, gegenüber der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA einzulenken und „klug“ zu sein. Nur wer das Leiden der Patienten und die wunderbare Wirkung der Orgonenergie vor Augen hat, kann wirklich verstehen, worum es geht.

Jeder kann auf seinem Computerbildschirm Reichs Bione, den Reich-Bluttest, Krebszellen sehen.

Jeder kann die Orgonhülle des Planeten sehen. Das Wasser ist an sich (d.h. wegen der Orgonenergie) blau, nicht wegen der Bläue des Himmels („Rayleigh-Streuung“). Jerome Eden schreibt dazu im PPCC BULLETIN (Vol. 9, No. 3, July 1982, S. 20):

Photographien aus dem Weltraum zeigen unseren Planeten als von blauer Farbe. Die atmosphärische Orgonenergie ist in ihrem Naturzustand natürlich blau oder grau-blau, wie bei entfernten Bergen, am Himmel, bei Schneeschatten und im Orgonenergie-Akkumulator zu sehen ist. Rote Blutkörperchen sind unter dem Mikroskop unter hoher Vergrößerung betrachtet ebenfalls blau. Sauerstoff, ein Träger des Orgons, ist in flüssiger Form blau. Und Blau ist auch die Grundfarbe reinen Wassers, da Wasser die Energie stark anzieht und absorbiert. Hier eine interessante Anmerkung hinsichtlich der Farbe des Wassers: „In der Regel heißt es, daß lange Säulen reinen Wassers blau erscheinen, wenn Licht durch sie fällt… (W. Spring) ist davon überzeugt, daß die blaue Farbe zum Wasser selbst gehört und daß das Vorhandensein von Schwebstoffen diese Farbe abwandelt…“ (aus Properties of Ordinary Water Substance von N. Ernest Dorsey, Physiker, National Bureau of Standards, Reinhold Publishing Corp. N.Y., 1940)

Die Wissenschaft von der kosmischen Orgonenergie ist das Gegenteil von „esoterischem Wissen“. Orgonotische Phänomene kann jeder wahrnehmen. Wer beispielsweise „Hitzewellen“ sehen kann, kann auch die west-östliche Bewegung der atmosphärischen Orgonenergie wahrnehmen. Genauso wie jeder das Blau der Atmosphäre sehen kann, das nichts anderes ist als „blaue“ Orgonenergie.

Reich war nicht besonders „hellsichtig“, als er die verschiedenen orgonotischen Zustände der Atmosphäre beschrieb. Jeder kann sie sehen, sogar photographieren und filmen.

Es ist schlichtweg Unsinn, wenn Ilse Ollendorff in ihrer Reich-Biographie schreibt, „daß man entweder ein Genie oder ein Künstler sein mußte, um die Nuancen und Variationen in der Farbe der Felsen oder der Form der Wolken zu unterscheiden. (…) Und wenn man weder ein Genie noch ein Maler war, dann mußte man entweder blind folgen oder sich von der Arbeit zurückziehen“ (München 1975, S. 148).

Tatsächlich war Reich am „Aura-Sehen“ durch spezialisierte „Hellsichtige“ nicht im mindesten interessiert, wie etwa sein „aura-sichtiger“ Schüler John Pierrakos verbittert feststellen mußte, als er Reich beschrieb, was er bei Reichs Cloudbusten in der Umgebung des Cloudbusters wahrnahm. Pierrakos ist später vollends in die vermeintliche „Spiritualität“ abgeglitten und hat sich von „gechannelten“ Botschaften leiten lassen.

Leider ist der Hang zum Mystizismus tief verankert. Beispielweise mußte sich Reich in seinem Projekt „Kinder der Zukunft“ immer wieder dagegen wehren, daß Mütter „vollkommen gesunde Kinder“, sozusagen „perfekte Kinder“, großziehen wollten. Oder man denke daran, wie immer wieder Leute auftreten, die von sich behaupten, die Orgontherapie „abgeschlossen“ zu haben und „ungepanzert“, „orgastisch potent“ zu sein, einfach „perfekte Menschen“. Der unvoreingenommene Betrachter sieht nur wichtigtuerische Narzißten, die gar nicht weiter von orgastischer Potenz (Hingabe!) entfernt sein könnten!

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 6)

22. September 2013

Es gibt auch Krebs ohne Tumorbildung. H.E. MacDonald beschreibt so einen Fall in ihrem Aufsatz „Wilhelm Reich’s Concept ‚Cancer Biopathy’“. Dabei geht es um eine 30jährige magersüchtige Patientin, die in ihrem Leben noch nie irgendeine sexuelle Aktivität zeigte und wie ein Leichnam wirkte. In den vorangegangen vier Wochen war sie von 120 lbs. auf 90 lbs. abgemagert (1 lb = 0.45 kg). Obwohl es keine Tumoren gab, wies der Reich-Bluttest doch auf eine fortgeschrittene Krebsschrumpfungs-Biopathie hin. Zwar hatte es seit einem Jahr eine kleine Schwellung von der Größe einer Bohne in der rechten Brust gegeben, die ihr behandelnder Arzt jedoch als nicht malig diagnostizierte, da sie abwechselnd wuchs und wieder zusammenschrumpfte.

Tägliche Nutzung des Orgonakkumulators hielt nicht nur den Schrumpfungsprozeß auf, sondern ermöglichte es der Patientin an Gewicht zuzulegen, so daß sie am Ende von vier Monaten 102 lbs. wog. Nach zehn Tagen Orgonbestrahlung war der Tumor nicht mehr tastbar. Da der Tumor neueren Datums war als der Schrumpfungszustand und da es unwahrscheinlich ist, daß dieser kleine Tumor ohne Metastasen die Ursache für den schlechten Allgemeinzustand sein konnte, ist die Existenz einer karzinomatösen Schrumpfungsbiopathie ohne Tumor eine Tatsache. (Orgone Energy Bulletin, 2(3), July 1950, S. 129)

Nebenbemerkung: Wenn man daran denkt, daß heute der Orgonenergie-Akkumulator in vielen Fällen von Anorexie vielleicht lebensrettend sein könnte…

Der Orgonom Victor M. Sobey ging, ausgehend von seiner Beschäftigung mit der Tuberkulose in der klassischen Medizin, davon aus, daß auch diese eine Schrumpfungsbiopathie darstellt, was der Reich-Bluttest bei entsprechenden Patienten bestätigte. „Tuberkulose ist ein verkäsender Prozeß, der mich immer als Fäulnisvorgang beeindruckte“ (Sobey: „Treatment of Pulmonary Tubercolosis with Orgone Energy“, Orgonomic Medicine, 1(2), November 1955, S. 123). Zusammenfassend führt Sobey aus:

Zwei Fälle von Tuberkulose wurden erstmals mit Orgonenergie behandelt und zwar mit hervorragenden Ergebnissen. Offenbar ist Tuberkulose eine richtige Biopathie, wahrscheinlich von der Schrumpfungsvariante, wie der Reich-Bluttest gezeigt hat. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung solcher Patienten ist die Verbesserung der orgonotischen metabolischen Prozesse und das Erhöhen des orgonotischen Potentials, um die T-Reaktion im Plasmasystem in eine B-Reaktion zu überführen. Ständiger Einsatz des Orgonenergie-Akkumulators, mit oder ohne begleitender psychiatrischer Behandlung, ist der wichtigste therapeutische Faktor.

Es steht nun fest, daß Orgonenergie Lungentuberkulose in einer positiven Weise beeinflussen kann. Was die Grenzen sind, kann nur bestimmt werden, wenn mehr und vielgestaltige Fälle von medizinischen Orgonomen behandelt werden können. (ebd., S. 132)

Frage der Sequestration: es ist gesünder, an Symptombildung und z.B. Tumoren zu leiden, statt an schleichender Schrumpfungsbiopathie. Bei der kardiovaskulären Biopathie mit Angstanfällen, Wutausbrüchen und allerlei körperlichen Symptomen („Hypochondrie“) ist der biologische Kern noch aktiv.

Beim Krebs dagegen gibt der biologische Kern in der Energieproduktion nach. Mit dieser Verminderung der Energieproduktion werden Emotionen und Erregungen mit der Zeit schwächer und schwächer. Dadurch ist die Funktion des Energieumsatzes im Organismus weit intensiver gestört als bei Störungen mit auffälligeren Symptomen wie der Hysterie. Ein Angstausbruch ist, funktionell gesehen, noch immer eine Energieentladung wenn auch pathologischer Art. Chronische emotionelle Stille dagegen muß mit bioenergetischer Stille im Zell- und Plasmasystem einhergehen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 221)

Krebsorac1

Der Orgonom Robert A. Dew berichtet, daß auch in der konventionellen Krebsforschung sich die Einsicht durchsetzt, daß selbst wenn der Tumor noch winzig klein ist, der Krankheitsprozeß bereits in seine Endphase eingetreten ist (Dew: „On the Cancer Biopathy“, Annals of the Institute of Orgonomic Science, 1(1), September 1984, S. 50). Es ist offensichtlich, daß diese „zelluläre Sympathikotonie“ erstens besonders dort ansetzt, wo die organismische Sympathikotonie am größten ist, d.h. an den besonders stark gepanzerten Körperteilen. Die Atemsperre bildet die Grundlage für die Allgemeinschrumpfung, lokale Spasmen und Ladungsstörungen der Gewebe die unmittelbare Grundlage für Tumorbildung (Der Krebs, Fischer TB, S. 235).

Die Tumorbildung setzt aber auch an Körperbereichen an, die durch Strahlung, Chemikalien oder mechanisch vorgeschädigt sind. Reich führt dazu aus, daß die Gewebsschädigung, die schließlich im Tumor mündet, entweder durch „eine Aktion von T-Bazillen auf das Gewebe hervorgerufen“ werde oder sie werde durch die Einwirkung von Giftstoffen (etwa Teer) oder durch ein mechanisches Trauma gesetzt, wobei sich erst sekundär ein Wirkungsfeld für T-Bazillen auftut.

Es ist notwendig anzunehmen, daß in dem Falle chemischer und traumatischer Schädigung von Geweben, der Krebsreiz auf dem Wege über die Bildung von T-Bazillen aus dem den zerfallenen Gewebe durch Degeneration erfolgt. Das könnte die Krebsbildung nach Verletzungen aus Narben, Verbrennungen etc. erklären. (ebd., S. 269)

Daß echte Krebsgeschwülste durch Umbildung aus chronisch entzündlichen Prozessen (Tuberkulose, Syphilis, Narben und Verbrennungen etc.) hervorgehen können, ist ja längst bekannt. Doch das Interesse war immer auf die Frage nach dem Wesen der krebsigen Zellbildung gerichtet. Unsere Bion-Experimente und im Speziellen die Gewebsneubildungen an T-Mäusen sind geeignet, diese Frage ein ganzes Stück weit zu erhellen. (ebd., S. 274)

Krebs pflegt sich (…) leicht aus alten Narben, aus chronisch geschädigten Geweben zu entwickeln, wie z.B. wenn eine Zahnbrücke durch viele Jahre das Zungenepithel schädigt. Schwere Gewebsverletzungen, Schläge etc. können Sarkom ergeben, das den Tod rasch herbeiführt. Dies ist auf Grund des Bionexperiments leicht zu verstehen: Eine Gewebsverletzung ergibt Produkte, die zu T-Bazillen degenerieren und Krebswucherung anregen. Eine Narbe oder eine Verletzung richtet in orgonotisch starkem, also gesundem Gewebe kein Unheil an. Das Entscheidende ist also nicht, wie man glaubt, die lokale Gewebsschädigung, sondern die Orgonstärke der Gewebe. Wir wollen sie orgonotische Potenz nennen. (ebd., S. 287)

Nun ist aber klar, daß aus einer einfachen Narbe, einer Warze, einer Verletzung oder chronischen Irritation etc. kein Krebs hervorgehen kann, wenn nicht im Kern des biologischen Systems grundsätzliche Störungen der Lebensfunktion bereits vorliegen, die sich dieser lokalen Schädigung schließlich bemächtigen. (ebd., S. 225)

Reich ist sich sehr wohl bewußt, daß Krebs durchaus eine Berufskrankheit sein kann. Beispielsweise verweist er auf „Teer- und Anilin-Arbeiter sowie Schornsteinfeger, die mit Ruß dauernd in Berührung kommen“ (ebd., S. 284).

Zur Beziehung von emotionalen-, genetischen- und toxischen Einflüssen auf die Krebsentstehung schreibt Morton Herskowitz in seiner Besprechung von Fritz Zorns Buch Mars:

Es gibt drei anerkannte Quellen der Krebserkrankung: die genetischen, die Karzinogene aus der Umwelt und die emotionalen (energetischen). Es ist offensichtlich, daß diese drei im Leben nicht klar voneinander abgegrenzt sind. Eine zu hohe Belastung mit karzinogenem Asbest führt beispielsweise sicherlich dazu einen resignierten Charakter noch mehr resignieren zu lassen. Die große Zunahme von Krebs-Neuerkrankungen mit Anstieg der Lebensdauer verrät einen Zusammenhang zwischen der Abnahme des Lebensfeuers und der Zunahme der Tendenz zur T-Reaktion in unserem Protoplasma. Es wurde nachgewiesen, daß sich das Immunsystem bei Patienten mit depressiven Störungen ändert. Die energetische Balance kann von einer gesunden, funktionell organisierten, lebenserhaltenden Zellstruktur umkippen zu einer anarchischen, das Leben aufgebenden Struktur allein durch Gene (genetische Stämme), allein durch Karzinogene (zu hohe Strahlendosen) oder allein durch tiefgehende charakterologische Resignation. In den meisten Fällen sind subtile Kombinationen aller drei beim Hervorrufen einer Krebsbiopathie wahrscheinlich. (Journal of Orgonomy, 18(2), November 1984, S. 248-251)

Reich spricht auch davon, daß es auch Tumore in beschwerdefreien alternden Menschen geben kann, die erst bei der Obduktion festgestellt werden. In diesem Sinne stellen Krebstumoren, jedenfalls bei alten Menschen in nichtlebenswichtigen Organen, gar keine Krankheit im orgonomischen Sinne dar (Der Krebs, S. 244, siehe auch ebd., S. 258).

Auf die Frage, wie nach seiner sexualökonomischen Krebstheorie ein Knabe von fünf Jahren Krebs entwickeln könne, antwortet Reich:

Bei der Formulierung dieser Frage wird die Tatsache übersehen, daß „Sexualität“ nicht auf den Erwachsenen beschränkt ist, sondern eine Qualität jedes lebenden Organismus und jeder seiner Zellen darstellt. Daher kann ein Junge von 5 unter Sexualstauung leiden; tatsächlich tun das die meisten Kinder in diesem Alter. Kinder im Alter von 3 bis 5 gehen durch eine Phase intensiver sexueller Erregung. Wenn ihr Lustmechanismus, insbesondere ihre Masturbation, behindert wird, entwickeln sie eine chronische biophysikalische Kontraktion, womit die biopathische Basis von Krebs gelegt wird. Aber es gibt eine weitere Möglichkeit für ein Kind, Krebs zu entwickeln. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft T-Bazillen in ihrem Blut hatte, könnte sie diese auf das Kind übertragen haben und es so für Krebs prädisponiert haben. Dieser Prozeß ist nicht „erblich“ im engeren Sinne des Wortes, sondern eine echte Infektion; eine Infektion nicht mit Krebszellen – die nicht ansteckend sind – sondern mit den T-Bazillen, die zu Krebs führen können. („Rational and Irrational Discussion of Orgone Biophysics“, International Journal of Sex-economy and Orgone Research, 3(1), March 1944, S. 74)

The Journal of Orgonomy (Vol. 24, No. 1, May 1990)

24. Mai 2012

Reichs ursprüngliche Theorie der Leukämie war, daß sich als Antwort auf die krebsige T-Reaktion die Weißen Blutkörperchen im Übermaß entwickeln (Der Krebs, Fischer-TB, S. 246f). Man spricht ja auch von einer „autoimmunen Leukämie“. Nach Reichs neuerer Theorie sind die Leukämie-Zellen genauso Neuschöpfungen wie alle anderen Krebszellen auch („The Leukemia Problem: Approach“, Orgone Energy Bulletin, 3(2), April 1951, S.76-80).

Auf jeden Fall sind zunächst nicht die Weißen Blutkörperchen von der Krankheit betroffen, sondern die Roten, zumal es ja auch eine „aleukämische Leukämie“ gibt, bei der keine Leukämiezellen im Blut nachweißbar sind. Die kranken Roten Blutkörperchen provozieren das kanzeröse Wachstum der Weißen Blutkörperchen. Bei Leukämie sehen die Roten Blutkörperchen extrem überladen aus, so als hätten sie „Fieber“. Sie zerfallen jedoch schnell in T-Bazillen (ebd.). Siehe auch Chester M. Raphael: „DOR Sickness – A Review of Reichs Findings“, CORE, 7(1,2), March 1955, S. 20-28.

Der deutsche Orgonom Walter Hoppe führt zur Leukämie aus:

Die Entstehung des Blutkrebses der Leukämie bedarf noch genauerer Erforschung. Nach orgonomischer Auffassung ist die Leukämie nicht eine Erkrankung des weißen, sondern des roten Blutsystems. Die Leukozytose hat hierbei die Funktion der Abwehr der Erkrankung im roten Blutsystem. Die Erythrozyten erweisen sich als bioenergetisch überladen. Sie zeigen einen stark leuchtenden Rand und sind im Zentrum vielfach rötlich. Beim Autoklavieren werden die Erythrozyten stark geschwächt, was mit der gleichzeitigen bioenergetischen Überladung in einem Widerspruch zu stehen scheint. Doch mag sich dieser Widerspruch auflösen, wenn man an das hohe Fieber bei einer Sepsis oder schweren Infektion denkt. In diesem Zusammenhang mag es von Interesse sein, daß die Hiroshimabombe zahlreiche Leukämien zur Folge hatte. Bei dem sogenannten Oranurexperiment, des Zusammenstoßes von kleinsten Radiummengen mit hochkonzentrierter Orgonenergie, wird die Orgonenergie der Atmosphäre übererregt und läuft Amok. Das Radium der Atombombe ruft offenbar in der Atmosphäre die entsprechenden Wirkungen hervor. Diese Übererregung teilt sich wie beim Oranurexperiment den lebenden Organismen mit und bringt das rote Blutsystem zum Überladen von Bioenergie bei gleichzeitiger Schwächung. Das Entstehen von Leukämien infolge starker Radioaktivität wird damit verständlich. (Biopsychische und biophysische Krebsentstehung im Lichte der Orgonomie & Die Behandlung eines malignen Melanoms mit Orgonenergie, Kurt Nane Jürgenson, Broschüre o.J.)

Richard A. Blasband, Roseann Cappella, Peter A. Crist, Steve Dunlap, Alberto Foglia, Charles Konia, Eva Reich, John Schleining führen in „Radiation Victims and the Reich Blood Test“ (S. 13-25) aus, wie die Roten Blutkörperchen auf ORANUR reagieren:

Oben wird gezeigt, wie das gesunde Rote Blutkörperchen in physiologischer Kochsalzlösung zunächst unter dem Mikroskop aussieht (a) und wie nach einigen Minuten, wenn der bionöse Zerfall einsetzt (b). Das gesunde Rote Blutkörperchen hat ein starkes blaues Orgonenergie-Feld, der Rand ist wohldefiniert und dick, das Zentrum ist bläulich. Insgesamt vermittelt das Rote Blutkörperchen einen dreidimensionalen, „prallen“ Eindruck. Das ORANUR-geschädigte, „leukämie-ähnliche“ Rote Blutkörperchen (c) hingegen ist flach, hat einen verhältnismäßig schmalen Rand, es leuchtet stark und das Zentrum ist rötlich. Energetisch schwache Rote Blutkörperchen (d), wie sie insbesondere bei Krebspatienten anzutreffen sind, zerfallen sehr schnell in Bione und Bion-Bildung findet sich auch im Zentrum des Roten Blutkörperchens.

Reich hatte nach dem ORANUR-Experiment beobachtet, daß infolge der atmosphärischen ORANUR-Reaktion die Bluttests allgemein länger dauerten. Wegen der ORANUR-bedingten unnatürlichen Überladung der Roten Blutkörperchen verlief ihr bionöser Zerfall langsamer. Nach Reichs Tod hat sich dieser Trend generell bestätigt. Was die Forschergruppe nicht bestätigt fand, war die rötliche Färbung der ORANUR-geschädigten Roten Blutkörperchen. Aber das kann damit zusammenhängen, daß Reich die rezente Einwirkung von ORANUR untersuchte, während die Forschergruppe Strahlenopfer vor sich hatte, deren Exposition länger zurücklag.

Insgesamt wurde bei 34 Strahlenopfern, darunter 8, die an Krebs erkrankt waren, und an 21 normalen Testpersonen der Reich-Bluttest durchgeführt. Das Ergebnis zeigt folgende Graphik:

Bei normalen Menschen zerfallen die Roten Blutkörperchen am langsamsten, bei Krebskranken extrem schnell (imgrunde beginnt der Zerfall bereits im Körper!). Man beachte auch, daß bei den ORANUR-Kranken, der Zerfall ungefähr auf dem gleichen Niveau wie bei Normalen beginnt, dann aber rapide ansteigt und sich dem Niveau der Krebskranken angleicht, was Reichs Beschreibung von „Blutkrebs“ (Leukämie) entspricht.

The Journal of Orgonomy (Vol. 15, No. 2, November 1981)

13. Januar 2012

Courtney F. Baker, Robert A. Dew, Michael Ganz, Louisa Lance: „The Reich Blood Test“ (S. 184-218).

Der Reich-Bluttest untersucht die „biologische Stärke“ des Blutes und besteht aus drei Teilen, wobei sich der erwähnte Artikel auf den ersten Teil konzentriert:

  1. mikroskopischer Bluttest: der bionöse Zerfall in physiologischer Kochsalzlösung wird untersucht;
  2. Autoklavierungs-Bluttest: die Blutprobe wird in Bouillon und Kaliumchlorid autoklaviert, wobei gesünderes Blut besser erhalten bleibt als z.B. Krebsblut;
  3. Kultur-Bluttest: die Blutprobe wird in Bouillon und Kaliumchlorid auf Bakterienkultur geprüft.

Es muß angemerkt werden, daß in einigen Fällen gesundes Blut und schwaches Blut nach außen hin gleich wirken, den gleichen Hämoglobin-Gehalt haben und sich nur in der biologischen Kraft unterscheiden. So konnten mit Hilfe dieses Verfahrens zwei anscheinend identische Blutproben als gesund bzw. krebsartig identifiziert werden. (Doug Marett: „Blood Tests for Biological Vigor and Cancer Determination“, International Journal of Life Energy, Vol. 3, No. 1-2, Spring/Summer 81, S. 85)

Reich hat seinen Bluttest im Zusammenhang mit der Erforschung der Krebsbiopathie entwickelt. Der Krebstumor ist nur das Endsymptom einer zugrundeliegenden Schrumpfungsbiopathie, die bereits lange vor der Tumorbildung im Bluttest sichtbar wird und damit eine gewisse Krebsvorsorge ermöglicht. Am Blut erkennt man die Krebsschrumpfungs-Biopathie des Gesamtorganismus, da das Blut ein Gesamtorgan des Organismus ist (Der Krebs, S. 246).

Bei der Krebserkrankung kann entsprechend auch von der „’Sympathikotonie‘ der roten Blutkörperchen“ die Rede sein. Im Vergleich mit normalen Blutkörperchen sind sie eingeschrumpft („Sulfa-Form“) (ebd., S. 245). „Im Blutsystem ist charakteristisch die Schrumpfung der Erythrozyten, die bis zur Poikilozytose führen kann“ (Walter Hoppe: Biopsychische und biophysische Krebsentstehung im Lichte der Orgonomie).

Dieses krebsige Blut zerfällt vollständig in T-Bazillen (Der Krebs, S. 245).

Gesundes Blut gibt keine Kulturen von Bakterien in Bouillon. Krebsiges Blut gibt Fäulnisbakterien und T-Bazillen-Wuchs. Fäulnisstäbe und T-Bazillen kann man im Krebskrankenblut auch mikroskopisch beobachten (nicht unter 2000 x). (ebd, S. 246)

Der T-Typ des Zerfalls, der sich bei Krebs stets findet, kann auch bei anderen biopathischen Zuständen gefunden werden, d.h. Krankheiten, die auf einer Störung der bioenergetischen Pulsation beruhen. (Chester M. Raphael und Helen E. MacDonald: „II. The Reich Blood Test“,Orgonomic Diagnosis of Cancer Biopathy, Rangeley, Maine: The Wilhelm Reich Foundation, 1952, S. 83)

C.F. Baker et al. fanden im ersten Teil des Bluttests generell weitaus längere Zerfallszeiten des Bluts als sie Reich selbst noch beobachtet hatte. Ob dies ein Artefakt aufgrund veränderter Labormaterialien ist oder tatsächlich auf das ORANUR zurückzuführen ist, dem die Menschen seit den 1950er Jahren ausgesetzt sind, ist die Frage. Der eine hat mir gegenüber apodiktisch das eine behauptet, der andere das andere. Kann ein Leser dazu etwas sagen?

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Arthur Nelson: „Acute Depression“ (S. 224-228).

Zunächst referiert Nelson kurz die psychoanalytische Sichtweise der Depression, der auch die Orgonomie noch folge, insbesondere was die Rolle der oralen Libido und die Rolle der nach innen gewendeten Wut betrifft. Nelson fährt fort:

Von einem orgonomisch-biophysikalischen Gesichtspunkt aus betrachtet, können wir den Mechanismus der Depression fundamentaler würdigen. Es kommt zu einer massiven Kontraktion (die physiogische Entsprechung der oben genannten unterdrückten Wut), die die Hemmung des Organismus aufrecht erhält. Wenn dies in einem biologisch anfälligen Säugling auftritt, der einer orgonotischen Deprivation unterworfen ist, wird eine starke Intoleranz für Expansion, sowie ein Hang zur Kontraktion hervorgerufen. Das letztere könne das biologische Substrat der anekdotischen Beobachtung sein, daß Depressive „sensibel“, d.h. leicht verletzbar sind. Andererseits vertreten einige die Ansicht, daß ein Hang zur Entwickelung von Depressionen einem Organismus entspricht, der mit einem äußerst „sensiblen“ Nervensystem geboren wurde, d. h. mit einer starken negativen Reaktion auf Streßfaktoren in der Umgebung.

Nelsons Sichtweise der Depression wird durch neuste Forschungen bestätigt. William Copeland (Duke University Medical Center) et al. haben eine zentrale Debatte innerhalb der gegenwärtigen Psychiatrie untersucht: Führen Entzündungen im Körper zu Depressionen oder führen umgekehrt Depressionen zu Entzündungen? Depression wurde nämlich mit dem Entzündungsmarker C-reaktives Protein (CRP), der sich in der Blutbahn findet, in Zusammenhang gebracht. Die Forscher verfolgten die Entwicklung von Kindern ins junge Erwachsensein hinein und glichen die beiden Parameter „Depression“ und „CRP“ miteinander ab. Ergebnis: erhöhte CRP-Werte im Blut sagen keine spätere Depression voraus, jedoch korreliert die Anzahl der aufeinanderfolgenden depressiven Episoden mit einem steigenden CRP-Niveau.