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Besprechung von ORGONOMIC FUNCTIONALISM No. 8, Spring 2021 (Teil 2)

10. August 2021

Der Inhalt dieser Ausgabe ist viel zu umfangreich und komplex, als daß ich ihn besprechen könnte, deshalb hier nur jeweils ganz kurz zu jedem Aufsatz:

Experiments with Professor Roger Du Teil in Oslo, July and August, 1937 (S. 1)

Es geht u.a. um Experimente mit Bionen aus Erdboden, Holzkohle, Blutkohle, Gras und Moos, sowie das „Präparat 6“.

On the Natural Organization of Work in Work Democracy, Part II (S. 14)

Bei jedem Satz von 1939 spürt man, daß Reich aus der sozialistischen Bewegung stammt – wobei die ganze Ausrichtung aber durchaus antisozialistisch ist, sondern vielmehr libertär: der Staat soll sich den menschlichen Bedürfnissen angleichen, statt umgekehrt.

From Sexual Hygiene to the Cancer Problem (S. 25)

Das hat Reich im Mai 1938 geschrieben, entsprechend haben wir hier zwar bereits weitgehend den Inhalt von Der Krebs vor uns, nur daß alle energetischen Phänomene im Sinne der „Elektrik“, wie sie beispielsweise Friedrich Kraus formuliert hatte, erklärt werden.

Preface to BIONS AND CANCER (S. 37)

In diesem Vorwort vom Juli 1939 zu einer Version von dem, was schließlich als Der Krebs erscheinen sollte, erklärt Reich, dieses Buch werde nicht allgemein zugänglich gemacht werden, weil entsprechende Erfahrungen mit Die Bione davon abrieten.

Report On the Behavior of Staphylococcus and Streptococcus when Exposed to Electrical Current (S. 38)

Hier geht es um den Versuch seinen Schüler Jörgen Neergaard von dessen Osteomyelitis zu heilen, indem die Eiterbakterien durch einen sehr schwachen Strom geschwächt werden.

Properties of the S-bacillus (S. 42)

Im Winter 1937/38 geschrieben, geht es imgrunde um das gleiche Thema: die Bekämpfung von Krankheitserregern („T-Bazilli“), nur diesmal vermittelt durch („elektrisch“ geladene) Bione („PA-Bione“).

The Appearance of Bionous Tissue Disintegration (S. 45)

Als Reich das erste Mal lebendiges, ungefärbtes Krebsgewebe unter großer Vergrößerung betrachtet, fühlt er sich sofort an die Bion-Präparate erinnert, die er bisher untersucht hatte.

The Organization of Cancer Cells (S. 49)

Die obige Beobachtung führt unmittelbar zur orgonomischen Krebstheorie: bionös zerfallendes Gewebe reorganisiert sich neu zu Krebszellen, so wie Protozoen aus abgestorbenem Gras oder Moos hervorgehen.

Bion Cultures Available on October 1, 1938 (S. 52)

Ich konnte nie überzeugend erklären, wie angesichts der Bione eigentlich das Pasteurisieren, also das Sterilisieren durch Erhitzung funktionieren soll. Durch die Lektüre habe ich endlich begriffen, daß Hitze T-Bazillen (und entsprechende „Stäbchen“) nachhaltig zerstört, während Bione davon unberührter bleiben bzw. sich mit dem Abkühlen neu organisieren können.

Wahrheit und Wirklichkeit (Teil 4): PSYCHOLOGIE, SOZIOLOGIE und MEDIZIN – die widersprüchliche Wirklichkeit

9. Juli 2020

Warum ist die Wirklichkeit, und damit die Wahrheit, so widersprüchlich?

Gegen meine Ausführungen in Teil 3 kann man einwenden, daß Krebs und andere Biopathien sympathisch sind, nicht parasympathisch. Nun, Krebs ist natürlich sympathisch, aber was hat es mit der Bildung von Protozoen-Krebszellen auf Grund der Reorganisation von blauen Bionen aus dem ursprünglichen Krebsgewebe auf sich? Was hat es mit der Entstehung und Ausbreitung von Tumoren auf sich, einem eindeutig parasympathischen Prozeß? (siehe dazu beispielsweise https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4865610/). Schließlich ist „Krebs“ nichts anderes als das Bestreben des Organismus, sich nach all dem sympathischen Zerfall neu zu organisieren (wenn auch auf einer primitiveren Ebene). Auch ist Krebsgewebe in seinen Anfangsstadien kaum von entzündetem Gewebe zu unterscheiden. Die karzinomatöse Krebsbiopathie ist ein sympathisches Theater mit vielen parasympathischen Ereignissen in seinen Sälen, ähnlich dem parasympathischen Asthma, das einen sympathischen Kern hat. Man denke auch an all die parasympathischen entzündlichen Erkrankungen des Darms, der Haut usw.

Dasselbe geschieht heute in der amerikanischen und europäischen Gesellschaft mit der Bildung von „Krebszellen“, d.h. kommunistischen Zellen, der Bildung von „Tumoren“ in Seattle, Stuttgart, Berlin, Hamburg und anderswo, der linksradikalen Ent-Zündung allerorten usw.

Dies ähnelt der Charakteranalyse im psychologischen Bereich mit all den Trieben und Gegentrieben (Abwehr), die gegeneinander arbeiten, während sie als Ganzes wie eine Zwiebel organisiert sind. Bei somatischen Biopathien haben wir ähnliche Schichten von sympathischen und parasympathischen Innervationen. Dasselbe gilt für soziale Biopathien, z.B. das extrem autoritäre Nazi-Regime, das unter der Oberfläche eindeutig antiautoritäre Züge trug, so wie die Adenauer-Demokratie der Nachkriegszeit unter dem „demokratisch-freien“ äußeren viele extrem reaktionäre Züge unter der Oberfläche hatte.

In allen Bereichen ist die menschliche Wirklichkeit dergestalt in sich widersprüchlich: wie bei einer Zwiebel finden sich unter jedem Impuls ein Gegenimpuls, unter dem wiederum dazu einen Gegenimpuls und so immer fort bis zum Kern. Das muß man wissen, um in der Psychotherapie, in der Soziologie („Politik“) und in der Medizin auch nur annäherungsweise vorankommen zu können. Andernfalls muß man nämlich zwangsläufig an der „widersprüchlichen Wirklichkeit“ kläglich scheitern, wie bisher ausnahmslos alle Ansätze letztendlich kläglich gescheitert sind. Außerhalb der Orgonomie, d.h. in der gepanzerten Welt, gibt es letztendlich nur die Lüge!

Apoptose

8. August 2015

In den modernen Lehrbüchern wird der Vorgang des „programmierten Zellselbstmordes“ bzw. der „Apoptose“ wie folgt beschrieben:

Zunächst verläßt die Zelle den Gewebeverbund und nimmt eine runde Form an. Dann bilden sich im Zellinneren Flüssigkeitsreservoirs („Bläschen“), die sich mit der Zellwand verbinden. Dabei verfällt die Zelle nicht – wie man annehmen könnte – in Agonie, sondern vollzieht „wilde Bewegungen“; schließlich fließt Wasser aus, die Zelle schrumpft und zerfällt in apoptotische Vesikel.

Das hat Reich bereits Mitte der 1930er Jahre beschrieben. Damals bezeichnete er das als „bionösen Zerfall“. Ihm kommt hier eindeutig die wissenschaftliche Priorität zu – und allein schon dafür gebührt ihm posthum der Nobelpreis!

Heute gehen die Fachveröffentlichungen über Apoptose in die Zehntausende. In populärwissenschaftlichen Zeitschriften finden sich ständig Artikel über Apoptose, teilweise mit faszinierenden elektronenmikroskopischen Aufnahmen der sich von der Zelle abschnürenden Bione („apoptotische Vesikel“).

Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma, Alzheimer, Parkinson und andere Krankheiten werden vom bionösen Zerfall („Apoptose“) her erklärt.

Heute weiß man beispielsweise, daß Krebsmedikamente nicht etwa, wie bis vor kurzem angenommen, die Krebszellen einfach vergiften, vielmehr aktivieren sie das „genetische Selbstmordprogramm der Krebszellen“ und lösen so bei ihnen eine Apoptose, also den bionösen Zerfall, aus. Demnach funktionieren die orthodoxen Krebstherapien ähnlich wie der Orgonenergie-Akkumulator, d.h. indem sie den bionösen Zerfall beeinflussen.

Der entscheidende Unterschied ist, daß der Orgonenergie-Akkumulator die orgonotische Potenz des Gesamtorganismus erhöht, der dergestalt nicht mehr so leicht bionös zerfällt und sich im Krebsgewebe reorganisiert (was zur Tumorbildung führt) bzw. sich gegen bestehendes Krebsgewebe besser verteidigen kann und es in die apoptotische Auflösung treibt.

Man kann unmittelbar bei einem Grasaufgußpräparat sehen, daß das Gras nicht oder nur geringfügig apoptotisch zerfällt und entsprechend

keine oder nur sehr wenige Protozoen (bildet), wenn (das Präparat) von Anbeginn im Orgonakkumulator gehalten wird. Das Orgon lädt offenbar das Grasgewebe auf und verhindert dessen Zerfall in Protozoen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 62)

Beim Menschen kann der gleiche Vorgang mit dem Bluttest verifiziert werden. Bei diesem handelt es sich um die Beobachtung der natürlichen Apoptose von Blutzellen, die dem Körper entnommen und in physiologischer Kochsalzlösung unter dem Mikroskop beobachtet werden. Je nachdem wie langsam oder schnell die Apoptose die Roten Blutkörperchen auflöst, ist es um den orgonotischen Ladungszustand des Organismus beschaffen.

Setzt man den Patienten in einen Orgonenergie-Akkumulator, verändert sich dementsprechend der Bluttest (auch entwickeln die Patienten nicht die für Krebsfälle so typische Anämie). Der Reichsche Bluttest zeigt, wie der Patient gegen die Krankheit reagiert und spiegelt so unmittelbar die Gesundheit des ganzen Organismus wider.

Was die Atmung im klinischen Bereich ist, ist der Bluttest im Labor: der unmittelbare Ausdruck des Gesundheitszustandes, d.h. ob der Organismus in einer Kontraktionshaltung (Sympathikotonie) befangen ist, was sich bei den Roten Blutkörperchen in der Schnelligkeit des bionösen Zerfalls zeigt.

Traum der heutigen Wissenschaft ist, neben der gezielten Apoptose von Krebsgewebe, die Einschränkung der Apoptose im gesunden Gewebe und damit die ewige Jugend mittels Gentechnik.

Es gibt auch Ansätze, die Wirkung von HIV damit zu erklären, daß sich das Virus in nur wenigen Immunzellen einnistet und von dort aus die gesunden Immunzellen mit Eiweißmolekülen beschießt, die bei den gesunden Immunzellen das „Selbstmordprogramm“ der Apoptose aktivieren. So wird das Immunsystem langsam durch bionösen Zerfall zerstört.

Das ähnelt verblüffend der Vorstellung von der Krebsschrumpfungs-Biopathie, die Reich entwickelt hat, man muß nur die eine „Krankheitsursache“ (HIV) durch einen funktionellen Zerfallsprozeß ersetzen: Immunzellen zerfallen und erzeugen, wie jedes zerfallende Eiweiß, „T-Bazillen“ (die „tückischen Eiweißmoleküle“ der HIV-Hypothese), diese T-Bazillen greifen dann die vorgeblich „gesunden“ Immunzellen an, die daraufhin selbst in T-Bazillen zerfallen. Vielleicht wird so die AIDS-Forschung auf überraschende Weise Reich verifizieren.

Ständig sterben in unseren Organen, beispielsweise der Haut, Zellen über den bionösen Zerfall ab. Noah Fierer et al. von der University of Colorado in Boulder gelang es beim Vergleich der DNA von Bakterien, die von Computertastaturen und -mäusen abgenommen wurden, auf die Benutzer zu schließen. Offensichtlich hat jeder Mensch auf seinen Händen sozusagen „persönliche“ Bakterien. Fierer glaubt sogar, daß die Bakterienflora auf unseren Händen derartig individuell ist, daß sie forensisch auf ähnliche Weise Anwendung finden könnte wie der Fingerabdruck. Dieser „Fingerabdruck“ regeneriert sich schnell, nachdem man seine Hand gewaschen hat.

Die Bakterien können nicht von außen kommen, da wir sonst alle die gleiche Bakterienflora hätten. Es ist natürlich denkbar, daß sich nach jedem gründlichen Waschen diese individuelle Flora sozusagen von „Rückzugsgebieten“ ausgehend regeneriert. Aber das erscheint mir wenig plausibel, zumal die Hygiene, insbesondere der Hände, immer gründlicher wird und unsere Haut weitaus schneller von „fremden Bakterien“ bevölkert werden könnte. Bleibt die Option, daß die individuelle Bakterienflora Resultat des bionösen Zerfalls unserer genetisch unverwechselbaren Körperzellen ist. Das ließe sich ganz leicht überprüfen, indem man die Bakterienflora von eineiigen Zwillingen miteinander vergleicht.

2006 hatten Samuel Hooper und seine Kollegen von der Cardiff University in Tumoren von Patienten mit Mundkrebs Bakterien entdeckt. Insgesamt wurden 20 Proben von Krebsgewebe untersucht, wobei im Inneren des Tumors eine Vielzahl von Bakterien gefunden und identifiziert wurde. Davon gehören manche vielleicht sogar bisher unbekannten Arten an. Einige Arten fanden sich nur im Tumor, andere nur im angrenzenden „gesunden“ Gewebe. Ob die Bakterien die Tumorbildung verursachen oder erst später in das entartete Gewebe eindringen, können die Wissenschaftler bislang nicht sagen.

Wie kommen (teilweise bisher unbekannte) Bakterien in das Krebs- und das vermeintlich „gesunde“ Gewebe? Reich hat diese Frage vor 75 Jahren gestellt und beantwortet. Siehe sein Buch Der Krebs und meine Besprechung von Alan Cantwells The Cancer Microbe.

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 9)

4. Oktober 2013

Auf Grund unserer bisherigen Erfahrungen fühlen wir uns berechtigt, die Orgontherapie der traditionellen Krebsbehandlung als überlegen zu betrachten. Wir empfehlen in allen Krebsfällen den Orgon-Akkumulator anzuwenden. Trotzdem empfehlen wir, wenn es angezeigt scheint, den operativen Eingriff zusätzlich zur Orgon-Therapie. Wir halten Röntgenbestrahlung, trotz ihrer teilweisen guten Erfolge, für zu schädlich für den Organismus, vor allem wegen ihrer verheerenden Wirkung auf das Blutsystem und die umliegenden gesunden Gewebe. (Simeon I. Tropp: „Die Behandlung einer bösartigen mediastinalen Geschwulst mit dem Orgon-Akkumulator“, Internationale Zeitschrift für Orgonomie, Band 1, Heft 1, April 1950, S. 26)

Demgegenüber baut die Orgonenergie-Strahlung selektiv das gesunde Gewebe auf, zerstört aber gleichzeitig das Krebsgewebe (Der Krebs, Fischer TB, S. 323f).

Die Untersuchungen der FDA haben die Wirkung des Akkumulators eher bestätigt, denn wiederlegt (Richard A. Blasband: „An Analysis of the United States F.D.A.’s Scientific Evidence Against Wilhelm Reich – Part One, The Biomedical Evidence“, Journal of Orgonomy, 6(2), November 1972, S. 207-222, enthalten in Jerome Greenfield: USA gegen Wilhelm Reich, Frankfurt 1995). Auf wissenschaftliche Artikel, die zeigen, daß all die Krebs-Forschungen der klassischen Medizin seit 1950 keinerlei therapeutischen Wert hatten, während erfolgversprechende Außenseitermethoden unterdrückt werden, verweist James DeMeo: „Health Notes“ (Pulse of the Planet, 1(2), Fall 1989, S. 46-47 plus Pulse of the Planet, No. 3, S. 48).

Walter Hoppe schreibt hinsichtlich der Benutzung des Orgonenergie-Akkumulators, er „konnte bisher bei denjenigen, die dies seit Jahren taten, keinen einzigen Fall von Krebs registrieren.“ Und:

Bei der Prophylaxe der Krebserkrankungen wird wahrscheinlich dem Orgon-Akkumulator, der den Organismus mit neuer biologischer Energie auflädt, erhöhte Bedeutung zukommen. Biopsychiatrische Orgontherapie kann im Gegensatz zum Orgon-Akkumulator nur wenigen zugute kommen und daher für eine Massenprophylaxe keine Rolle spielen. Wir werden aber das Problem zu lösen haben, Wege zu finden, um eine bioplasmatische Schrumpfungsbiopathie schon im Entstehen, d.h. schon im ersten Lebensjahr zu verhindern. Wir werden das Problem zu lösen haben, die Kinder der Zukunft vor Störungen der biologischen Pulsation zu bewahren. (Hoppe: Biopsychische und biophysische Krebsentstehung im Lichte der Orgonomie & Die Behandlung eines malignen Melanoms mit Orgonenergie, Kurt Nane Jürgenson, Broschüre o.J.)

Das größte Problem ist also nicht die Orgonenergie-Applikation, sondern das Sexualökonomische (Der Krebs, S. 331-333). Der Orgonenergie-Akkumulator ist nicht die Lösung, sondern Krebs ist ein gesellschaftliches Problem (ebd., S. 328f). „[Biopathien] sind im wesentlichen sozial bedingt; sie sind sexuelle Stauungskrankheiten“ (ebd., S. 405). Reich hat dargelegt, daß die biopathische Charakterstruktur der Menschen „nichts anderes (ist), als erstarrter, autoritärer Geschichtsprozeß, biophysiologisch reproduzierte Massenunterdrückung“ (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 286). „Solange die Erziehung charakterliche Resignation und muskuläre Panzerungen massenweise erziehen wird, solange kann von einer radikalen Aufhebung der Krebsseuche keine Rede sein“ (Der Krebs, S. 401). „Die lokale Krebsaffektion ist eine Folgeerscheinung zerrütteter Sexualökonomie des Organismus. Die radikale Krebsbekämpfung fordert deshalb die radikale Umstellung in der gesamten Sexualhygiene der Bevölkerung“ (ebd., S. 406).

So endet selbst die Darstellung der labortechnischen Grundlagen der orgonomischen Krebstheorie mit den Worten:

Abschließend sollte betont werden, daß es uns nicht so sehr um den Krebs-Tumor zu tun ist, als vielmehr um die zugrundeliegenden Funktionen, die zu dem Tumor führten, d.h. um die Schrumpfungsbiopathie. Aus dieser grundlegenden Sicht gibt es keine echte Heilung für Krebs. Es gibt nur Prävention. Dies wird desto deutlicher, je mehr man den biopathischen Prozeß studiert. Krebsprävention ist in erster Linie ein Problem der Verhinderung von Panzerung des Menschentiers. Entsprechend ist es im Grunde ein gesellschaftliches Problem. (Chester M. Raphael/Helen E. MacDonald: „Orgonomic Diagnosis of Cancer Biopathie: VI. The Medical Efficacy of the Orgone Energy Accumulator“, Orgone Energy Bulletin, 4(2), April 1952, S. 121)

Das Problem des Krebses und der anderen Biopathien kann erst mit der Beseitigung Saharasias gelöst werden:

Die Sexualökonomie und die Orgonbiophysik fügen der Medizin und der Erziehungswissenschaft einige wichtige Einsichten an, die hier abhelfen könnten. Nicht in der Weise, wie man gerne denkt: Wir haben kein chemisches Allheilmittel entdeckt, das nun mit einem Male, massenweise angewendet, die Seuche des Lebensapparates aus der Welt schaffen könnte. Es ist nicht so einfach. Die Bekämpfung der Biopathien wird eine der schwersten Aufgaben sein, die je dem Menschen und seiner Gesellschaft zufielen. Ich wage die Behauptung, daß keine Revolution und gewiß nicht die Bewältigung der Pest des Mittelalters sich mit dieser Aufgabe an Umfang, Tiefe und Gefahren messen kann. Die Lösung dieser Aufgabe wird aller Voraussicht nach die größte Umwälzung im Denken und Handeln erfordern, die die Menschen je zu leisten hatten. Sie wird nicht die Leistung Einzelner, sondern eine Leistung der Gesellschaft sein. (Der Krebs, S. 405)

http://www.amazon.de/Die-Massenpsychologie-Faschismus-Wilhelm-Reich/dp/3866476663/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1378652994&sr=1-3

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 1)

29. August 2013

In seiner Schrift The Orgone Energy Accumulator von 1951 hält sich Reich unter dem Motto „Keine Propaganda ist die beste Propaganda!“ zugute, daß sich die Nachricht von der Entdeckung der kosmischen Orgonenergie zwar langsam, aber organisch verbreitet habe und deshalb nicht nach einem kometenhaften Erfolg genauso schnell aus der Öffentlichkeit verschwinden werde.

Reich hatte die Orgonenergie zwischen 1936 und 1939 in Norwegen im Rahmen seiner „sexualökonomischen Lebensforschung“, die sich insbesondere mit Biogenese und Krebs auseinandersetzte, entdeckt und die Entdeckung 1940 in Maine abgeschlossen, als er feststellte, daß er nicht nur eine isolierte „Lebensstrahlung“, sondern eine atmosphärische Energie vor sich hatte. Bereits damals ging das auf eine sich über 20 Jahre erstreckende verwickelte Forschung zurück, die durch die Stichworte „Triebökonomie“, „Funktion des Orgasmus“, „Orgasmusformel“ (Spannung – Ladung – Entladung – Entspannung) umrissen werden kann.

Am 17. Mai 1936 notierte sich Reich in seinem Tagebuch, daß er die „Vorstufen des Lebens“ in Erde entdeckt habe. Und am 15. Juni 1936: „Die bewegten Gebilde haben nichts mit ‚Keimen‘ oder Ähnlichem zu tun, sondern sind lebend werdendes Anorganisches.“ Das war „Präparat 1“: quellende Erde bei Zimmertemperatur. Es folgten Präparat 2 (Kohle), 3 (Ruß), 4, 5 und schließlich erweist sich Anfang 1937 Präparat 6 als „kultivierbar“: der Beweis, daß diese Gebilde, die Reich als „Bione“ bezeichnet Vorformen des Lebens sind. Die Bione hatte er bereits vor dem Mai 1936 beobachtet, als er mit seinem neuen Mikroskop herumspielte und verschiedene Experimente machte, die durch die oben genannte „Spannungs-Ladungs-Formel“ inspiriert waren, insbesondere die Beobachtung der Formation von Amöben in Grasaufgüssen. Die eigentliche Entdeckung der Bione, die unmittelbar zur Entdeckung des Orgons und zur Entwicklung des Orgonenergie-Akkumulators führen sollte, sind durch die genannten Präparate gekennzeichnet.

Gegen den naheliegenden Einwand, daß er durch das Quellen von Materie nur Keime und Sporen zum Leben erweckt hatte, unternahm er einen denkbar drastischen Schritt: er brachte die Materie, etwa Kohle, bis zur Weißglut und gab dieses weißglühende Material unmittelbar in zuvor autoklavierte, also absolut sterile, Nährlösungen ein. Das Ergebnis war eine sogar noch bessere Produktion von Bionen und dies unmittelbar nach Herstellung des Präparats, d.h. ohne jede „Reifungsphase“. 1939 machte er das gleiche mit Seesand und entdeckte auf diese Weise die „SAPA-Bione“, die eine extrem starke Strahlung hatten, die nicht nur unter dem Mikroskop als „Strahlenkranz“ sichtbar war, sondern auch nach außen strahlte, d.h. Isoliermaterial elektrostatisch auflud, Eisen magnetisierte und menschliche Haut bräunte. Reich versuchte diese Strahlung zu isolieren, indem er die Präparate in einen Metallkasten stellte und diesen mit Dämmplatten weiter abschottete: der Orgonenergie-Akkumulator war erfunden, denn diese Konstruktion, die sich durch seine Versuche am Elektroskop angeboten hatte, in der metallische und organische Materialien sich unterschiedlich verhielten, funktionierte auch ohne SAPA-Präparate, d.h. die Strahlung trat auch ohne diese auf.

Wir befinden uns im April 1940. Offensichtlich wurde die Orgonenergie akkumuliert, da das äußere organische Material (die Dämmplatten) die Orgonenergie anzieht und festhält, während das Metall das Orgon ins Innere weiterleitet, weil es diese Energie zwar auch anzieht, aber sofort wieder abstößt. Auf diese Weise entsteht ein Gradient von außen nach innen, ähnlich wie bei einer Membran in einem Organismus. Wie das vor sich geht, hatte Friedrich Kraus untersucht. Eine Forschung, die Reich insbesondere zu seinen „bioelektrischen Experimenten“ Mitte der 1930er Jahre inspiriert hatte.

Reich glaubte, mit der Entdeckung der Bione das Problem der „Biogenese“ (und damit gleichzeitig auch das Krebsproblem) gelöst zu haben.

Unter extrem hoher Vergrößerung, die zwar zu keiner größeren Auflösung führte, aber auch sehr kleine Bewegungen sichtbar machte, konnte Reich beobachten, daß die Bione pulsieren. Die Bione reagieren auf biologische Färbung, teilen sich wie Zellen und die Bione sind kultivierbar. Interessanterweise trifft das jedoch nur auf jene zu, die in einem elektrischen Feld wandern. Manche Bione, wie die aus Muttererde und aus Gras, organisierten sich spontan zu vollwertigen Protisten (Reich: „Functionalism in the Realm of the Bions“, Orgonomic Functionalism, 4, Summer 1992, S. 7-15).

Reich kam dazu seine Beobachtungen aus den Grasaufgüssen auf das Geschehen der Krebspathologie zu übertragen, weil Krebszellen einen ähnlichen Ursprung zu haben scheinen: aus einem Zellgefüge, in der jede Zelle ihre Aufgabe hat, geht durch Zerfall eine Ansammlung amorpher, freibeweglicher Amöben bzw. „Krebszellen“ hervor. Krebs interpretierte er in diesem Sinne als buchstäbliches Verfaulen bei lebendigem Leibe: „Die allgemeine Folge der biopathischen Schrumpfung ist Gewebs- und Blutfäulnis. Die Krebsgeschwulstwucherung ist nur eines ihrer Symptome“ (Der Krebs, Fischer TB, S. 206).

Reich vergleicht dies mit den Vorgängen in einem klaren Bach, der aufgestaut wird und sich in einen stinkenden Tümpel verwandelt (ebd., S. 221). Der „Krebsprozeß gleicht (…) dem protozoalen Leben in einem Tümpel, in dem es keine Bewegung von Wasser mehr, dagegen zahlreiche Protozoen gibt“ (ebd., S. 224f). Beim Krebspatienten verwandeln sich „einzelne Gewebe (…) in Einzeller-Organismen verschiedener Größe und Form. Ginge dieser Prozeß ohne frühen Tod weiter, dann würde sich der betreffende Mensch (…) vollständig in Protozoen verwandeln“ (ebd., S. 234f).

Der Vielzeller hört zu funktionieren auf und der Einzeller gedeiht, wie in einem stehenden Wassertümpel, wo es keinen Energie- noch Stoffwechsel mehr gibt. Das Lebendige sinkt zurück und funktioniert auf der niedrigsten biologischen Stufe. Denn wo ein Vielzellorganismus nicht mehr leben kann, kann noch immer ein Einzeller und sicher ein Bion funktionieren. (ebd., S. 242)

Entsprechend sind die Amöben und anderen Protozoen in Grasaufgüssen nichts anderes als die „Krebszellen“ des Grases (ebd., S. 249). (Siehe auch die besonders klare Darstellung in Chester M. Raphael/Helen E. MacDonald: „Orgonomic Diagnosis of Cancer Biopathie: I. Introduction“, Orgone Energy Bulletin, 4(2) April 1952, S. 66-77.)

Eine weitere Parallele ist, daß Aufgüsse aus frischem jungen Frühlingsgras kaum Protozoen ergeben, während „schrumpfungsbiopathisches“ herbstliches Gras reichlich Protozoen liefert (Der Krebs, S. 250). Reich spricht im Zusammenhang mit den besagten „Tümpeln“ auch von den Ödemen bei Krebskranken, in denen sich aus der Flüssigkeit heraus Krebszellen bilden (Reich: „Experimenmtal Biogenesis: ‚Cancer Cells‘ in Experiment XX“, Orgone Energy Bulletin, 3(1), January 1951, S. 1-3).

Die Art der Krebszellen hängt von der Schwere der Krebserkrankung, d.h. vom Ausmaß der Gentalstörung ab. Bleiben die orgastischen Konvulsionen des Gesamtorganismus aus, verlagert sich die orgastische Entladung auf den Zellkern. Schließlich zerfällt der Kern vollständig in stark strahlende Bione. Ein Prozeß, der auf das Plasma und von dort auf andere Zellen übergreift. Dies erklärt die „Chromophilie“ von Krebsgewebe (Der Krebs, S. 241f). Aus dieser amorphen Bionmasse organisieren sich dann die autonomen protozoalen Krebszellen. Je kranker der Patient ist, desto primitivere Krebszellen reorganisieren sich aus der Bionmasse: das kann von Krebszellen gehen, die fast bis an das Niveau der zerfallenen Mutterzellen wieder reorganisiert werden, bis zu vollkommen anaplastischen Krebszellen, die den besagten Protozoen entsprechen.

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